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Werbung auf Fahrzeugen des ÖPNV - von gut gelungen bis völlig daneben!
geschrieben von Jules 
Immer mehr Fensterfläche insbesondere an Omnibussen der Üstra wird mit Werbung zugeklebt.
Das behindert einerseits den Ausblick für die Fahrgäste, die gezwungenermaßen durch die Rasterfolie blicken müssen, wenn sie mitkriegen wollen, was draußen so los ist. Andererseits entsteht in den Bussen eine unangenehme Dämmeratmosphäre, weil die Rasterfolie viel Tageslicht schluckt.
Der hohe Grad an zugeklebter Fensterfläche ist nach meiner Beobachtung in den zurückliegenden Monaten noch weiter angewachsen. Deshalb eröffne ich jetzt diesen eigenen Themenstrang. Einige Aspekte wurden bereits an anderer Stelle im Nahverkehrsforum Niedersachsen / Bremen diskutiert nämlich unter dem Titel: Impressionen aus Hannover. [www.bahninfo-forum.de]
Dabei wurden bereits Fragen angeschnitten, die ich hier noch mal zusammenmfassen möchte und zu denen ich mir eine lebhafte Diskussion wünsche. (Bitte möglichst ohne verbale Ausfälle und unter Beachtung der Nettiquette.) Und gerne mit vielen Bildern!
- Verunstaltet Werbung die Transportmittel des ÖPNV oder werden sie - im Gegenteil - durch Werbung attraktiver?
- Wie weit darf Werbung auf ÖPNV-Transportmitteln die Sicht beschränken?
- Stört es wenn man die Fahrgäste im Omnibus von außen nicht mehr sehen kann?
- Sollte auf Werbung für bestimmte Produkte grundsätzlich ganz verzichtet werden. (z.B. Zigaretten, Weinbrand und Glücksspiel)?
- Sollte sexistische Werbung oder solche, die gegen den guten Geschmack verstößt, grundsätzlich ausgeschlossen werden?
- Macht es Sinn für Autos zu werben, obwohl die Mobilität mit dem ÖPNV ein Gegenmodell zur automobilen Mobilität darstellt?
- Rechtfertigen die Einnahmen Werbung auf Fahrzeugen des ÖPNV, wie hoch sind diese Einnahmen, und profitieren die Fahrgäste davon in Form niedriger Fahrpreise?
- Ensteht durch die zugeklebten Scheiben ein Sicherheitsproblem? (Aufzugkabinen und Schächte beispielsweise werden heutzutage in der Regel mit gläsernen Wänden ausgestattet, um das Geschehen in der Aufzugkabine transparent zu machen.)
Sicher gibt es noch weitere Fragen und ganz viele Antworten zu den bereits gestellten.
Aber zunächst mal ein aktuelles Bild aus Hannover.
Die Werbebotschaft im Text lautet:

Gut in Fahrt. Mit Hybridantrieb.
Umweltschutz kann einfach sein. Steigen Sie ein!
unsere vision
null emmission
üstra




2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.05.2015 22:24 von Jules.


Ich finde es manchmal gut, wenn einige Personen von außen nicht sehen, wer im Bus sitzt. Manchmal hat es den positiven Effekt, dass Schwarzfahrer zu spät sehen, dass Kontrolleure im Bus sind. ;)

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Das "Corporate Design" geht verloren

Wirtschaftswerbung auf Omnibussen kann dazu führen, dass das einheitliche Erscheinungsbild eines Nahverkehrsunternehmens verlorengeht. Bei diesem Beispiel aus Hannover, ist die Frage angebracht: Gelingt es noch diesen Omnibus als einen Typischen Üstra-Omnibus erscheinen zu lassen? Lediglich der orange Streifen in Fußbodenhöhe deutet noch darauf hin, dass es sich um einen Üstra-Omnibus handelt, die in der Regel in den Farben orange-silber-(schwarz)-lindgrün gestaltet sind.

Daraus ergibt sich freilich die Frage, wie viel denn ein einheitliches Erscheinungsbild eines Nahverkehrsunternehmens überhaupt wert ist und ob möglicherweise die erzielten Werbeeinnahmen diesen Wert übersteigen. Die Werbeeinnahmen lassen sich freilich leicht genau beziffern. Im Gegensatz dazu ist es schwer, genaue Zahlen dafür errechnen zu wollen, wie hoch der Schaden ist, der daraus entsteht, dass das Corporate Design, die einheitliche Farbgestaltung an einem Fahrzeug durchbrochen wird. Oder ab wie vielen Fahrzeugen, die aus dem einheitlichen Design-Konzept eines Nahverkehrsunternehmens herausfallen, man gar nicht mehr von einem einheitlichen Design sprechen kann. Dann wäre der Schaden freilich beträchtlich, sämtliche Bemühungen um ein einheitliches Design, wären dann zum Fenster herausgeschmissenes Geld.

Bleibt hingegen die Ausnahme eine Ausnahme, dann kann durch geschickte Vermarktung möglicherweise ein höherer Gewinn erzielt werden. Wenn es gelingt dem Werbekunden klar zu machen, dass seine Werbung besondere Beachtung schon allein deshalb finden wird, weil das Fahrzeug als ungewöhnlich und aus der Reihe fallend höhere Aufmerksamkeit erregt.

Positiv an dem gezeigten Beispiel: Die Fenster sind nur sehr geringfügig mit Werbe-Rasterfolie beklebt worden, so dass der Blick nach draußen nicht getrübt wird und Fahrgäste nicht das Gefühl haben müssen, am hellichten Tag einen "Dämmerkasten" zu besteigen! Auch ist der Blick durch die Heckscheibe frei gehalten. Das kann möglicherweise auch als ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal verbucht werden, wenn der Fahrer eines Omnibusses ungehindert durch die Heckscheibe blicken kann.

Das zweite Bild zeigt das typische Farbkonzept für die Stadtomnibusse in Hannover.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.2015 13:09 von Jules.


Zitat
Jules
Das "Corporate Design" geht verloren
Einheitsbrei braucht kein Mensch! Es genügt völlig, wenn stets auf dem 1. Türflügel unten ein Betreiber-Logo klebt.
So oder so ähnlich wird es in Hamburg praktiziert. Vollwerbung bedeutet dort: Der GANZE Bus! Auch die Front (Nein, die Frontscheibe bleibt werbefrei..)!

Im übrigem: Der Busfahrer kann bei dem Blick in den Rückspiegel nicht durch die Heckscheibe schauen. Auch nicht, wenn sie werbefrei ist und aus ungetöntem Glas (wie bei den O305G z.B.) besteht.

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Zitat
Deniz90
Zitat
Jules
Das "Corporate Design" geht verloren
Einheitsbrei braucht kein Mensch! Es genügt völlig, wenn stets auf dem 1. Türflügel unten ein Betreiber-Logo klebt.
So oder so ähnlich wird es in Hamburg praktiziert. Vollwerbung bedeutet dort: Der GANZE Bus! Auch die Front (Nein, die Frontscheibe bleibt werbefrei..)!

Im übrigem: Der Busfahrer kann bei dem Blick in den Rückspiegel nicht durch die Heckscheibe schauen. Auch nicht, wenn sie werbefrei ist und aus ungetöntem Glas (wie bei den O305G z.B.) besteht.

"Corporate Design" bedeutet nicht "Einheitsbrei". Werbung funktioniert nur dann, wenn sie mit Wiederholungen arbeitet. Wer von seinem Produkt bzw. einer erbrachten Dienstleistung überzeugt ist, der muss nicht befürchten, dass bei den umworbenen Kunden die Anmutung von "Einheitsbrei" entsteht, wenn er mit dem Mittel "Corporate Design" für das Produkt wirbt. Vielmehr freut sich der Kunde, weil er das gewohnte Qualitätsprodukt sofort wiedererkennt.
(Denken Sie zum Beispiel mal an Schweizer Taschenmesser, Coca Cola, Tempo-Taschentücher etc.)
Und für den Kunden ist von Vorteil, dass er ein Gefühl für gute Standards im ÖPNV bekommt und diese erfolgreich einfordern kann, weil das Unternehmen bei Missachtung von Kundenwünschen in Gefahr gerät an Ansehen zu verlieren.
Selbst in Ihrem Beispiel ist es immerhin noch ein Aufkleber mit Betreiber-Logo am ersten Türflügel der Hamburger Stadtbusse, der zumindest ganz rudimentär so was wie "Corporate Design" erfüllt. Meines Erachtens ist das allerdings völlig unzureichend.
Vielleicht können Sie ja mal ein Bild von einem solchen Türflügel hier veröffentlichen?

Hier ein Beispiel aus Hannover mit einem Bus mit Frontwerbung. Viele Busse haben jedoch keine Frontwerbung. Bei den Hybridbussen hat man allerdings eine Ausnahme gemacht, um in eigener Sache zu werben.

Die Werbebotschaft lautet:

Klimaschutz ist unser Antrieb.
Wir fahren Hybrid!

Wer fährt denn da Hybrid? Der Hinweis auf das Verkehrsunternehmen steckt bereits in der Farbkombination. Auf einen namentlichen Hinweis kann verzichtet werden. Um so mehr kann sich der Fahrgast selbst angesprochen fühlen. Wir (die Fahrgäste) fahren Hybrid! Jeder der einsteigt kann ebenfalls "hybrid" fahren.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.05.2015 10:05 von Jules.


Zitat
Jules
Vielleicht können Sie ja mal ein Bild von einem solchen Türflügel hier veröffentlichen?


Der Aufkleber ist nahezu durchsichtig und nur schlecht zu erkennen.
Man beachte zudem die Vollwerbung am Bus.

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Zitat
Deniz90
Zitat
Jules
Vielleicht können Sie ja mal ein Bild von einem solchen Türflügel hier veröffentlichen?


Der Aufkleber ist nahezu durchsichtig und nur schlecht zu erkennen.
Man beachte zudem die Vollwerbung am Bus.

Zum Glück keine Rundum-Vollwerbung! Die meisten Scheiben sind nicht beklebt. Und die beklebten Scheiben geben immer noch ein guten Blick frei. Jakoo ist ein Kinderartikel-Versandhandel, da darf es gern mal bunt und lustig zugehen. Von der Farbgestaltung profitiert auch der Bus. Er wirkt aufmunternd.

Schade, dass das Unternehmen Stadtbus-Hamburg nicht ein bisschen mehr Werbung in eigener Sache macht und auf eine einheitliche Gestaltung - zumindest in Teilbereichen, zum Beispiel Frontpartie - ihrer Busse verzichtet. Auch der Omnibus-Hersteller ist kaum zu erkennen, aber da ist doch wohl ein kleiner Mercedesstern zwischen den Scheibenwischern?!

Hier ein Bus vom selben Hersteller, der bei der RLG, die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, im Dienst ist. Die Frontpartie der RLG-Busse ist einheitlich rot gehalten. Man ist sofort an einen Bahnbus erinnert. Auf der Seite ist hier Werbung in eigener Sache angebracht. Aber auch wenn andere Werbung drauf klebt, die Frontpartie bleibt rot und wird nicht beklebt. Das Bild wurde im Hochsauerland aufgenommen. Wer dort Urlaub macht, der muss eine Kurkarte erwerben. Diese gilt u.a. als Omnibusfahrschein! Vorbildliche Regelung finde ich!


Zitat
Jules
Schade, dass das Unternehmen Stadtbus-Hamburg nicht ein bisschen mehr Werbung in eigener Sache macht und auf eine einheitliche Gestaltung - zumindest in Teilbereichen, zum Beispiel Frontpartie - ihrer Busse verzichtet. Auch der Omnibus-Hersteller ist kaum zu erkennen, aber da ist doch wohl ein kleiner Mercedesstern zwischen den Scheibenwischern?!

Abgesehen davon, dass es dieses Unternehmen nicht gibt: Mit dieser Vorgehensweise wird das Werbegeschäft mit den Kunden erst richtig interessant.
Nicht umsonst heißt die glatte Front beim Citaro auch "Hamburger Front". Diese glatte Fläche wurde extra dafür geschaffen, um sie mit in die Werbung einzubeziehen.
Bei der Hochbahn verzichtet man übrigens auch überwiegend auf sämtliche Hersteller-Symbole. So wurde beim Citaro auch der Schriftzug am Heck mit einem "Hochbahn" Schriftzug überklebt.
Und mit verlaub - im Gegenzug zu Hannover boomt das Werbegeschäft in Hamburg auf den Bussen. Hier wird sehr gerne auf Bussen geworben, weil hier sämtliche Freiheiten seitens des Betreibers eingeräumt werden.
Betriebe, die darauf bestehen, dass die Front im "CR" werbefrei bleiben soll, werden da sogar ggf. nicht berücksichtigt. Schaut man z.B. nach Kiel, wo die hässlichen dunkelroten Fronten nicht beklebt werden, will auch kaum einer auf diesen Bussen werben. Das einzige, was hier überwiegend belegt wird, sind Traffic-Boards an Seite oder Heck.
Auch in Hannover scheint das Werbegeschäft nicht gerade lukrativ zu sein.

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Wie heißt denn nun das Verkehrsunternehmen, oder die Verkehrsunternehmen, die in Hamburg die Omnibusse mit der "Hamburger Front" betreiben. Ist das die Hamburger Hochbahn? Die Hamburger Front war für mich bislang kein Begriff. Vielen Dank für den Hinweis. Sind denn in Hamburg verschiedene Verkehrsunternehmen am Start, die alle diese Busse mit der Hamburger Front betreiben?

In Hannover ist das recht übersichtlich: Es gibt das Unternehmen Regiobus, das im wesentlichen die Städte und Kommunen in der Region rund um Hannover bedient und einige sogenannte "Sprinterlinien", die bis in die Innenstadt Hannovers fahren.

Nicht zuletzt weil es unterschiedliche Einstiegsregularien gibt, ist es eine gute Hilfe, dass die Busse der beiden Unternehmen deutlich unterschiedlich gestaltet sind. (Bei Regiobus Nur-Vorne-Einstieg, bei den Stadtbussen der Üstra erst ab 20:00 Uhr Nur-Vorne-Einstieg.) Ärgerlicherweise beschäftigt die Regiobus allerdings auch Subunternehmen, die mit Bussen fahren, die nicht wie die typischen Regiobusse gestaltet sind.

Ich denke für viele Menschen, die den ÖPNV benutzen, ist es ein Qualitätsmerkmal, wenn die Busse zumindest in der Frontpartie einheitlich gestaltet sind. Und dass das Nahverkehrsunternehmen damit erfolgreich Werbung in eigener Sache macht, wird durch ihren Hinweis eigentlich bestätigt, denn Sie schreiben ja selbst, dass die Front sehr begehrt ist als Werbefläche.

Und auch in Hamburg macht die Hochbahn auf ihrem Brennstoffzellenhybridbus Werbung in eigener Sache, zumindest sieht das auf diesem Bild so aus, das ich auf der Internetseite Hochbahnblog gefunden habe: [dialog.hochbahn.de]
Hauptsächlich Hochbahn mit "Töchtern" (Jasper, SBG) und die Konkurrenz mit kostenlosem Wi-Fi in Bussen VHH.
Hochbahn hat nahezu fast alle Busse mit "Hamburger Front", wie es bei den Töchtern aussieht bin ich mir nicht ganz sicher und die VHH haben es jeweils gemischt. Dennoch gibt es auch bei den VHH die Möglichkeit auf Ganzgestaltung (mit Front).

Zu RegioBus und seinen Subunternehmen ist mir an der Noltemeyerbrücke auch etwas negativ aufgefallen. Ich war mir unsicher, wer nun die Linie 631 bedient. Es war ein weißer MAN Bus mit 2 Türen und auffällig sehr vielen Klappfenstern. Im Fahrplan stand auch nicht wirklich ein Hinweis auf den Betreiber dieser Linie und ob nun vorne eingestiegen werden muss oder nicht. Da ist es in Hamburg deutlich transparenter, denn im Fahrplan steht, ob vorne eingestiegen werden muss oder erst ab 21 Uhr.

Das ist ja auch klar. Aber dies bestärkt meine Aussage nur, dass Frontwerbung eine der Besten Werbearten ist. Letztendlich ist es eigentlich egal, welche Firma nun den Bus fährt, die Linie und das Ziel sind das entscheidende.

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Zitat
Deniz90
Zu RegioBus und seinen Subunternehmen ist mir an der Noltemeyerbrücke auch etwas negativ aufgefallen. Ich war mir unsicher, wer nun die Linie 631 bedient. Es war ein weißer MAN Bus mit 2 Türen und auffällig sehr vielen Klappfenstern. Im Fahrplan stand auch nicht wirklich ein Hinweis auf den Betreiber dieser Linie und ob nun vorne eingestiegen werden muss oder nicht. Da ist es in Hamburg deutlich transparenter, denn im Fahrplan steht, ob vorne eingestiegen werden muss oder erst ab 21 Uhr.

Die Linie 631 ist eine Üstra-Linie. Bedient wird diese in der Regel von Üstra-Reisen und von der Fa. Dau-Bus. Du hast in diesem Falle einen Dau-Wagen gesehen, die sind weiß mit grüner Linie unten.
Noch interessanter ist die Üstra-Linie 135 Lahe, Paracelsusweg - Stöcken. Hier fahren Üstra, Üstra-Reisen, Hartmann, Dau und Block. ÜR verwendet ehemalige Üstra-Busse, ist daher auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden. Hartmann hat auch einige ex-Üstra-Busse in der entsprechenden Farbgebung, dazu seine eigenen weißen Busse. Dau setzt auf der 135 u.a. ex HHA-Gelenkbusse ein, weiß-grüne Farbgebung, nur noch erkennbar an den Sitzpolstern. Und die Fa. Block fährt eigene Wagen in weiß-gelb-schwarzer oder ganz weißer Lackierung, letztere mit roten Radkappen.
Eine einheitliche Farbgebung, wie es sie im HVV mal gab, gibt es im GVH nicht, jede Busgesellschaft fährt in ihren eigenen Farben.
Zitat
Vielfahrer
Die Linie 631 ist eine Üstra-Linie. Bedient wird diese in der Regel von Üstra-Reisen und von der Fa. Dau-Bus. Du hast in diesem Falle einen Dau-Wagen gesehen, die sind weiß mit grüner Linie unten.
Noch interessanter ist die Üstra-Linie 135 Lahe, Paracelsusweg - Stöcken. Hier fahren Üstra, Üstra-Reisen, Hartmann, Dau und Block. ÜR verwendet ehemalige Üstra-Busse, ist daher auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden. Hartmann hat auch einige ex-Üstra-Busse in der entsprechenden Farbgebung, dazu seine eigenen weißen Busse. Dau setzt auf der 135 u.a. ex HHA-Gelenkbusse ein, weiß-grüne Farbgebung, nur noch erkennbar an den Sitzpolstern. Und die Fa. Block fährt eigene Wagen in weiß-gelb-schwarzer oder ganz weißer Lackierung, letztere mit roten Radkappen.
Eine einheitliche Farbgebung, wie es sie im HVV mal gab, gibt es im GVH nicht, jede Busgesellschaft fährt in ihren eigenen Farben.

Wie verhält es sich dann in diesen beiden Fällen (Linien 631 + 135) mit dem vorne einsteigen? Gilt die "Üstra-Regelung" oder die "RegioBus-Regelung"? Bei Block (einige Busse von denen fuhren zur IAA 2014 auf dem Messegelände rum) wird nämlich gerne "vone einsteigen" an die Türen geklebt.

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Zitat
Deniz90
Wie verhält es sich dann in diesen beiden Fällen (Linien 631 + 135) mit dem vorne einsteigen? Gilt die "Üstra-Regelung" oder die "RegioBus-Regelung"? Bei Block (einige Busse von denen fuhren zur IAA 2014 auf dem Messegelände rum) wird nämlich gerne "vone einsteigen" an die Türen geklebt.

Da beide Linien nichts mit RegioBus zu tun haben, gehe ich mal von der Üstra-Regelung aus.
Block ist ein unabhängiger Unternehmer aus Nienburg, der für seine eigenen Linien sicherlich "Vorne einsteigen" erwartet. Im Auftrag der Üstra wird deren Regelung angewandt.
Also wenn es nicht so traurig wäre - von wegen der vielen Todesopfer bei dem Flugzeugabsturz in den Alpen im März dieses Jahres - dann wäre diese Werbung auf einem Üstra-Linienbus (fotografiert im Mai) schon fast wieder zum Schmunzeln:



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.05.2015 20:50 von Jules.


Hier ein Beispiel für Vollwerbung.
Die Bahn sieht aus wie eine Berliner Straßenbahn.

Zitat
Wuhletal
Hier ein Beispiel für Vollwerbung.
Die Bahn sieht aus wie eine Berliner Straßenbahn.

Mein Eindruck ist, dass die Üstra keine Bedenken hat ihre alten TW 6000 Fahrzeuge, die ja eigentlich lindgrün sind, mit Vollwerbung "zuzukleistern". Bei den neueren TW 2000 und TW 2500 Fahrzeugen dagegen wird der Bereich der Fahrerkabinen (noch?) von Werbung freigehalten. Von den nagelneuen TW 3000 Fahrzeugen dagegen habe ich bislang noch keine gesichtet, die mit Werbung beklebt wären.

Hier verfolgt die Üstra wohl die Philosophie je älter desto uninteressanter ist ein einheitlich in den Originalfarben gestaltetes Stadtbahnfahrzeug als Sympathie- und Webeträger in eigener Sache. Allerdings werden längst nicht alle älteren Fahrzeuge mit Werbung beklebt. Es gibt immer noch eine stattliche Zahl unbeklebter Fahrzeuge auch vom Typ TW 6000, der jetzt immerhin schon seit 40 Jahren durch Hannover rollt.

Das folgende Bild zeigt, dass der gelbe Stadtbahnwagen kein Berliner ist. Das merkt man nämlich spätestens dann, wenn die Türen aufgehen. Das darauf folgende zeigt, dass auch noch TW 6000 Fahrzeuge unterwegs sind, die ganz und gar die ursprüngliche lindgrüne Farbe tragen.


Diese Reklame für ein Panzermuseum wurde zwar nicht auf einem ÖPNV-Fahrzeug platziert, aber in den U-Bahn-Stationen Hannovers. Siehe den NP-Artikel vom 4.8.2015: Ärger um Panzerplakate:
[www.neuepresse.de]
Es ist nicht egal was an den Wänden der U-Bahn-Stationen, der oberirdischen Haltestellen, auch für den Bus , oder an den ÖPNV-Fahrzeugen an Werbung angebracht wird!

Leider scheinen die Verantwortlichen dafür nicht immer das richtige Fingerspitzengefühl zu besitzen. Und die lakonische Aussage des Üstra-Sprechers, "Man halte sich aber an die Empfehlungen des deutschen Werberates.", ist doch eher ein Armutszeugnis in diesem Zusammenhang.
Mein Gott irgendwann ist aber auch mal Schluss! Als nächstes kommt dann noch eine Beschwerde, weil ein einziger Pixel einen Farbton zu dunkel gedruckt wurde!

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Die Üstra rockt
01.09.2015 16:18
Diese Werbung ist seit ein paar Tagen auf Üstra-Fahrzeugen zu sehen. Insbesondere Frauen sollen damit angesprochen werden und für den Beruf der Bus- oder Stadtbahnfahrerin begeistert werden. Unter anderem schätzt die Üstra die soziale Kompetenz von Frauen hoch ein und sieht es als wichtig an, dass mehr Frauen die Busse und Stadtbahnen fahren.

Eine gute Idee! Und auch um die soziale Kompetenz der Männer ist es bei der Üstra gar nicht so schlecht bestellt. Sie unterstützen die Kampagne "Üstra rockt" in dem sie die Rockvariante der Dienstuniform wählen!

Mehr dazu auf der Üstra-Internetseite:
[karriere.uestra.de]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.09.2015 21:29 von Jules.


Eine weitere gelungene Werbung fährt seit einigen Wochen in Hannover. Die Fenster sind nur partiell betroffen. Und die Werbebotschaft färbt positiv auf den ÖPNV ab. "Der längste Einkaufswagen in Hannover." Das kann man auch so verstehen, dass man mit dem ÖPNV gut zum Einkaufen fahren kann.


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