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In Hannover fahren die besten Busse: üstra Elektrobus ist Bus des Jahres
geschrieben von BahnInfo-Redaktion 
Der üstra Elektrobus, Urbino 12 electric von der Firma Solaris, wurde am Mittwoch, 21. September 2016, im Rahmen der IAA in Hannover zum besten Stadtbus des Jahres 2017 gekürt. Damit ließ er namenhafte Konkurrenten im Rennen um die Auszeichnung hinter sich.

Jurymitglieder aus 20 Ländern wählten den Bus, der seit April auch bei der üstra im Testbetrieb ist, aufgrund seines durchdachten Gesamtkonzeptes. Über mehrere Tage hinweg testeten sie sowohl Technik als auch Fahreigenschaften. Das Ergebnis überzeugt: Ein stimmiges Antriebskonzept, ein moderner Fahrgastraum und Fahrerarbeitsplatz ist praxistauglich.

Der Wettbewerb „Bus of the Year“ ist eine Veranstaltung, die seit 1989 regelmäßig den besten Stadtbus Europas ehrt. Veranstalter ist die ACE (Association of Commercial Vehicle Editors), ein Verband europäischer Herausgeber von Fachzeitschriften für Nutzfahrzeuge.



Artikel geschrieben von Markus Pfetzing
Und hier zwei Bilder vom neuen Solaris Urbino 12 electric. Drei Busse laufen derzeit in Hannover im Probebetrieb auf der Linie 100/200. Das heißt zusätzlich zu den nach Fahrplan verkehrenden Bussen fährt nach meiner Beobachtung fast täglich wenigstens einer der drei Busse auf der Linie 100/200. Am Endpunkt August-Hollweg-Platz kann man den Bussen beim "Tanken" zusehen. Dort steht eine Aufladesäule an die der Bus mit einem ausklappbaren Stromabnehmer andockt.

In einem älteren Beitrag "Elektrobusse mit Batterieantrieb Top oder Flop?" [www.bahninfo-forum.de] hier im Bremen/Niedersachsen-Forum gibt's auch noch weitere Bilder und Infos. Aber da die Fahrzeuge inzwischen Fahrgäste transportieren, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit, hier die Diskussion fortzusetzen.

Erstes Foto: Der neue Solaris Urbino 12 electric hat gerade die Egestorffstraße verlassen und fährt jetzt in die Straße Lindener Marktplatz ein, um dort die gleichnamige Bushaltestelle anzufahren.

Zweites Foto: Heck des Busses, der gerade die Haltestelle verlassen hat und Richtung Ihmezentrum weiterfährt. Ein kleines "Schmankerl" ist rechts oben im Bild zu sehen: Ein Wahlplakat der Grünen von der zurückliegenden Kommunalwahl mit dem Text: "Rad, Bus, Bahn: Guter Plan"
Auf dem Dach ist der eingeklappte Stromabnehmer zu sehen.


Zitat
Jules
Das heißt zusätzlich zu den nach Fahrplan verkehrenden Bussen fährt nach meiner Beobachtung fast täglich wenigstens einer der drei Busse auf der Linie 100/200.

Auf der Linie 100/200 gibt es fast keine nach Fahrplan verkehrenden Busse. Wer diese Linie nutzt, wird ein Lied davon singen können, wie verspätungsanfällig diese Linie ist. Bedauerlicherweise sind die Wendezeiten in Ricklingen so eng gestrickt, dass die Fahrer keine Chance haben, überhaupt wieder pünktlich in die nächste Runde zu starten.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Elektrobusse irgendwann mal in den regulären Fahrplan integriert werden, schon mit Verspätung am A-H-Platz ankommen, dann noch laden müssen, weil sie die nächste Runde sonst nicht überstehen, na dann viel Vergnügen! Sitzen eigentlich bei der üstra nur noch BWLer, die nur die Kosten im Auge, aber keinen Blick mehr auf Kundenservice haben?
Zitat
TWhanno
Zitat
Jules
Das heißt zusätzlich zu den nach Fahrplan verkehrenden Bussen fährt nach meiner Beobachtung fast täglich wenigstens einer der drei Busse auf der Linie 100/200.

Auf der Linie 100/200 gibt es fast keine nach Fahrplan verkehrenden Busse. Wer diese Linie nutzt, wird ein Lied davon singen können, wie verspätungsanfällig diese Linie ist. Bedauerlicherweise sind die Wendezeiten in Ricklingen so eng gestrickt, dass die Fahrer keine Chance haben, überhaupt wieder pünktlich in die nächste Runde zu starten.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Elektrobusse irgendwann mal in den regulären Fahrplan integriert werden, schon mit Verspätung am A-H-Platz ankommen, dann noch laden müssen, weil sie die nächste Runde sonst nicht überstehen, na dann viel Vergnügen! Sitzen eigentlich bei der üstra nur noch BWLer, die nur die Kosten im Auge, aber keinen Blick mehr auf Kundenservice haben?

Die Ursache für Verspätungen liegt häufig im dichten Autoverkehr begründet. Maßnahmen zur Reduktion des Autoverkehrs werden in der Kommunalpolitik jedoch gerne als Bevormundung des "freien (Auto-)Bürgers" gebrandmarkt. Hier sind noch einige dicke Bretter zu bohren. Das lohnt sich jedoch, weil der ÖPNV anders als der Autoverkehr Mobilität für alle ermöglicht - Autoverkehr in der Stadt dagegen nur Mobilität für wenige!

Was den Aufladezyklus der Omnibusse betrifft, dürfte die Auswertung der Erprobungsphase interessant sein. Möglicherweise ist es gar nicht notwendig, nach jeder Runde an die Aufladestation anzudocken, um die nächste Runde zu überstehen. Darüberhinaus ist nicht nur der Aufladezyklus der Elektrobus-Batterien zu beachten, sondern auch der "Aufladezyklus" (Pausenzeiten) der Fahrerinnen und Fahrer! Wenn die Pause machen müssen, dann lädt der Omnibus auf. Auch dieses Zusammenspiel dürfte bei der Auswertung der Erprobungsphase unter Beobachtung stehen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.09.2016 14:14 von Jules.
Zitat
BahnInfo-Redaktion
Der üstra Elektrobus, Urbino 12 electric von der Firma Solaris, wurde am Mittwoch, 21. September 2016, im Rahmen der IAA in Hannover zum besten Stadtbus des Jahres 2017 gekürt. Damit ließ er namenhafte Konkurrenten im Rennen um die Auszeichnung hinter sich.

Jurymitglieder aus 20 Ländern wählten den Bus, der seit April auch bei der üstra im Testbetrieb ist, aufgrund seines durchdachten Gesamtkonzeptes. Über mehrere Tage hinweg testeten sie sowohl Technik als auch Fahreigenschaften. Das Ergebnis überzeugt: Ein stimmiges Antriebskonzept, ein moderner Fahrgastraum und Fahrerarbeitsplatz ist praxistauglich.

Der Wettbewerb „Bus of the Year“ ist eine Veranstaltung, die seit 1989 regelmäßig den besten Stadtbus Europas ehrt. Veranstalter ist die ACE (Association of Commercial Vehicle Editors), ein Verband europäischer Herausgeber von Fachzeitschriften für Nutzfahrzeuge.



Artikel geschrieben von Markus Pfetzing

Hallo Markus,

was mir schon mehrfach aufgefallen ist, ist der kleine grüne Dackel. Auf deinem Foto ist er vorne rechts auf der Front des Urbino electric direkt über dem Scheinwerfer zu sehen. Ich habe den Dackel schon in verschiedenen Städten auf schadstoffarmen und energieeffizienten Omnibussen gesehen, unter anderem in Hameln. Der kleine Hund ist wohl ein Logo für ein Projekt für energie- und schadstoffarme ÖPNV-Verkehrsmittel. Aber in Hannover habe ich den grünen Dackel bislang noch auf keinem Bus gesehen, obwohl sowohl die Solaris- als auch die MAN-Hybridbusse die Kriterien locker erfüllen dürften.

Weißt du mehr darüber, was es damit auf sich hat?
Viele Grüße, Jules
Zitat
Jules
Zitat
TWhanno
Zitat
Jules
Das heißt zusätzlich zu den nach Fahrplan verkehrenden Bussen fährt nach meiner Beobachtung fast täglich wenigstens einer der drei Busse auf der Linie 100/200.

Auf der Linie 100/200 gibt es fast keine nach Fahrplan verkehrenden Busse. Wer diese Linie nutzt, wird ein Lied davon singen können, wie verspätungsanfällig diese Linie ist. Bedauerlicherweise sind die Wendezeiten in Ricklingen so eng gestrickt, dass die Fahrer keine Chance haben, überhaupt wieder pünktlich in die nächste Runde zu starten.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Elektrobusse irgendwann mal in den regulären Fahrplan integriert werden, schon mit Verspätung am A-H-Platz ankommen, dann noch laden müssen, weil sie die nächste Runde sonst nicht überstehen, na dann viel Vergnügen! Sitzen eigentlich bei der üstra nur noch BWLer, die nur die Kosten im Auge, aber keinen Blick mehr auf Kundenservice haben?

Die Ursache für Verspätungen liegt häufig im dichten Autoverkehr begründet. Maßnahmen zur Reduktion des Autoverkehrs werden in der Kommunalpolitik jedoch gerne als Bevormundung des "freien (Auto-)Bürgers" gebrandmarkt. Hier sind noch einige dicke Bretter zu bohren. Das lohnt sich jedoch, weil der ÖPNV anders als der Autoverkehr Mobilität für alle ermöglicht - Autoverkehr in der Stadt dagegen nur Mobilität für wenige!

Was den Aufladezyklus der Omnibusse betrifft, dürfte die Auswertung der Erprobungsphase interessant sein. Möglicherweise ist es gar nicht notwendig, nach jeder Runde an die Aufladestation anzudocken, um die nächste Runde zu überstehen. Darüberhinaus ist nicht nur der Aufladezyklus der Elektrobus-Batterien zu beachten, sondern auch der "Aufladezyklus" (Pausenzeiten) der Fahrerinnen und Fahrer! Wenn die Pause machen müssen, dann lädt der Omnibus auf. Auch dieses Zusammenspiel dürfte bei der Auswertung der Erprobungsphase unter Beobachtung stehen.

Solange einige Dünnbrettbohrer immer und immer wieder gegen die Autos hetzen und sichtbaren ÖPNV fordern, wird man die Autofahrer nicht in eine Bummelinie 10 bekommen! Mir graut jedes Mal wieder vor den Fahrten mit der Linie 10 und dem Schritttempo auf der Limmerstraße. Ich will schnell und zügig von A nach B kommen und keinen Schaufensterbummel in einer Stadtbahn machen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.2016 10:02 von TWhanno.
Zitat
TWhanno
Solange einige Dünnbrettbohrer immer und immer wieder gegen die Autos hetzen und sichtbaren ÖPNV fordern, wird man die Autofahrer nicht in eine Bummelinie 10 bekommen! Mir graut jedes Mal wieder vor den Fahrten mit der Linie 10 und dem Schritttempo auf der Limmerstraße. Ich will schnell und zügig von A nach B kommen und keinen Schaufensterbummel in einer Stadtbahn machen!

In diesem Diskussionsstrang geht es um den "Bus des Jahres", den Solaris Urbino 12 electric, nicht um die Stadtbahn-Linien 10 und 17!
In vielen Städten gibt es gar keine ÖPNV-Alternativen zum Omnibusverkehr, dann nutzt dann auch der schönste und beste Elektrobus nichts. Wenn der ständig im Autostau stecken bleibt, wird er nicht benutzt. Er verschmutzt dann zwar anders als ein Dieselbus nicht die Luft, das besorgen vielmehr die Autos, die ja ebenfalls im Auto-Verkehrsstau feststecken.
Für die Omnibus-Linie 100/200 in Hannover, auf der der neue Solaris Urbino 12 Electric Probe fährt, sieht das leider ähnlich aus. Zwar gibt es an vielen neuralgischen Punkten eine Ampelvorrangschaltung und z. T. sogar eigene Busspuren für die Busse der Linie 100/200. Trotzdem kommt es an manchen Stellen noch zu Behinderungen. Da müsste noch einiges getan werden, um den Omnibusverkehr pünktlicher zu machen.

Grundsätzlich aber gilt, ein Elektrobus erfüllt besser als ein Dieselbus die Aufgabe, möglichst geräusch- und abgasarm ÖPNV-Fahrgäste zu transportieren. Der Hinweis, dass der Omnibusverkehr durch Autoverkehr behindert wird, ist kein "gegen die Autos hetzen", sondern eine Zustandsbeschreibung, die leider nicht nur auf Hannover zutrifft. In manchen Städten habe ich das noch viel schlimmer erlebt, nämlich dort, wo es gar keine Ampelvorrangschaltungen, oder eigene Busspuren für den Omnibusverkehr gibt. (Zum Beispiel in Bonn)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.09.2016 13:37 von Jules.
Zitat
Jules
was mir schon mehrfach aufgefallen ist, ist der kleine grüne Dackel. Auf deinem Foto ist er vorne rechts auf der Front des Urbino electric direkt über dem Scheinwerfer zu sehen. Ich habe den Dackel schon in verschiedenen Städten auf schadstoffarmen und energieeffizienten Omnibussen gesehen, unter anderem in Hameln. Der kleine Hund ist wohl ein Logo für ein Projekt für energie- und schadstoffarme ÖPNV-Verkehrsmittel. Aber in Hannover habe ich den grünen Dackel bislang noch auf keinem Bus gesehen, obwohl sowohl die Solaris- als auch die MAN-Hybridbusse die Kriterien locker erfüllen dürften.

Weißt du mehr darüber, was es damit auf sich hat?

Der "grüne Dackel" ist Original auf allen Bussen von Solaris. Egal ob Hybrid, Electro oder reiner Euro 2 Dieselbus. Der Dackel ist bei Solaris das Emblem wie bei MAN der Löwe oder bei Mercedes der Stern.
Es gibt Betriebe, die wollen keine Werbung vom Hersteller haben. Die üstra zählt wohl dazu, deswegen gibt es bis auf das "S", keine weitere Herstellerwerbung. (Kleines Beispiel: Auch in Hamburg möchte man keine Herstellerwerbung und hat bei Mercedes die "glatte Front", also ohne Stern, im Betrieb. Die Heckscheibe wird mit einer Folie abgeklebt und der Betreiber (hier: Hochbahn) steht drauf.

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Zitat
Deniz90

Der "grüne Dackel" ist Original auf allen Bussen von Solaris. Egal ob Hybrid, Electro oder reiner Euro 2 Dieselbus. Der Dackel ist bei Solaris das Emblem wie bei MAN der Löwe oder bei Mercedes der Stern.
Es gibt Betriebe, die wollen keine Werbung vom Hersteller haben. Die üstra zählt wohl dazu, deswegen gibt es bis auf das "S", keine weitere Herstellerwerbung. (Kleines Beispiel: Auch in Hamburg möchte man keine Herstellerwerbung und hat bei Mercedes die "glatte Front", also ohne Stern, im Betrieb. Die Heckscheibe wird mit einer Folie abgeklebt und der Betreiber (hier: Hochbahn) steht drauf.

Hallo Deniz90, vielen Dank für den Hinweis, den ich dank deines Hinweises auch gleich bei Wikipedia nachschlagen konnte: "1999 stellte Neoplan Polska den eigenständig entwickelten Niederflurstadtbus „Solaris Urbino“ vor, der unter besonderer Berücksichtigung der Wünsche bisheriger Kunden entstanden war. Die optische Gestaltung erfolgte durch das Berliner Design-Atelier IFS. Gleichzeitig wurde ein grüner Dackel als Maskottchen eingeführt." [de.wikipedia.org]

Ich hatte das mal in einem älteren Beitrag über Omnibusse in Hameln als Symbol für abgasarme Busse missgedeutet. Das muss ich gleich mal korrigieren.

Viele Grüße, Jules



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.09.2016 22:01 von Jules.
Zitat
Deniz90

Der "grüne Dackel" ist Original auf allen Bussen von Solaris. Egal ob Hybrid, Electro oder reiner Euro 2 Dieselbus. Der Dackel ist bei Solaris das Emblem wie bei MAN der Löwe oder bei Mercedes der Stern.
Es gibt Betriebe, die wollen keine Werbung vom Hersteller haben. Die üstra zählt wohl dazu, deswegen gibt es bis auf das "S", keine weitere Herstellerwerbung. (Kleines Beispiel: Auch in Hamburg möchte man keine Herstellerwerbung und hat bei Mercedes die "glatte Front", also ohne Stern, im Betrieb. Die Heckscheibe wird mit einer Folie abgeklebt und der Betreiber (hier: Hochbahn) steht drauf.

Hallo Deniz90,

über einen Hinweis auf die Solaris Elektrobusse der Hamburger Hochbahn, die im Hamburger Busforum diskutiert werden, hätte ich mich schon gefreut. Jetzt hab' ich sie aber auch so entdeckt: [www.bahninfo-forum.de]
Gefällt dir denn die Lackierung der Elektrobusse im Dachbereich in Hannover besser als die in Hamburg?

Viele Grüße, Jules
Sagen wir mal so, die alte 3-Farbgestalltung der Üstra war schöner gewesen.

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Zitat
Deniz90
Sagen wir mal so, die alte 3-Farbgestalltung der Üstra war schöner gewesen.

Naja eigentlich waren es ja vier Farben. Silber-Grün-Schwarz-Orange. Das Orange fungierte dabei als so eine Art Warnfarbe. Und das fehlt jetzt.
Hier die alte Farbgebung:


Nun also schwarz ist als Lack wirklich nirgendwo vertreten. Selbst das Dach der Front wurde grün lackiert, welches bei nahezu allen anderen Unternehmen stets schwarz ist.
Alles andere schwarze sind halt Scheiben die man nicht einfach mal so eben bunt lackieren kann.

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Noch auf dem Prüfstand
06.10.2016 09:34
"Elektrobus Urbino kommt gut an – und wird immer häufiger eingesetzt"
unter diesem Titel veröffentlichte der Stadtanzeiger-Ausgabe West ein erstes Resumee der Üstra zum Probebetrieb der neuen Solaris-Elektrobusse auf der Linie 100/200. Darin heißt es unter anderem:
"Bei der Üstra ist der neue Elektrobus allerdings noch auf dem Prüfstand – erst seit wenigen Wochen wird er im regulären Linienbetrieb eingesetzt. „Grundsätzlich befinden sich die drei Busse derzeit im sogenannten Testbetrieb, sie haben noch Kinderkrankheiten, die von dem Hersteller beseitigt werden müssen“, sagt Üstra-Sprecherin Katja Raddatz. In den ersten Testmonaten seien die Fahrzeuge gelegentlich ausgefallen, woraufhin die Software umprogrammiert werden musste. „Aber wenn sie laufen, dann laufen sie sehr gut“ – so lautet das Fazit der Üstra. Die Busse würden bisher grundsätzlich einen positiven Eindruck machen und sowohl bei den Fahrgästen als auch den Fahrern gut ankommen, ..." Stadt-Anzeiger West, 6.10.2016

Leider wird in dem Artikel keine Angabe zur Aufnahme der Regelbetriebs gemacht:
Die Zeitangabe, "erst seit wenigen Wochen wird er im regulären Linienbetrieb eingesetzt", wird konterkariert durch das Zitat der Üstra-Sprecherin: "Grundsätzlich befinden sich die drei Busse derzeit im sogenannten Testbetrieb..." Was gilt denn nun?
"Regulärer Linienbetrieb" oder "Testbetrieb"?

In einer Üstra-Pressemitteilung vom 22.9.2016 zur Wahl des besten Busses 2017 hieß es: "Jurymitglieder aus 20 Ländern wählten den Bus, der seit April auch bei der üstra im Testbetrieb ist, aufgrund seines durchdachten Gesamtkonzeptes." [www.uestra.de] April - das wären dann nicht wenige Wochen, sondern mehre Monate, ja ein halbes Jahr!

Es stellt sich auch die Frage, was der von der Üstra-Sprecherin benutzte Ausdruck "Kinderkrankheiten" denn konkret bedeutet? Hat die Üstra am Ende einen Fehlkauf getätigt?
Und wurde der Titel "Bester Bus des Jahres 2017" am Ende zu Unrecht an den Solaris-Elektrobus vergeben?


Nachtrag: Auf dieser HAZ-Internetseite mit dem Titel: "Kopernikusstraße bleibt Einbahnstraße"
ist der oben erwähnte Artikel aus dem Stadtanzeiger West im Wortlaut in einem Kasten eingeblendet.
[www.haz.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.10.2016 20:49 von Jules.
Zitat
Deniz90
Nun also schwarz ist als Lack wirklich nirgendwo vertreten. Selbst das Dach der Front wurde grün lackiert, welches bei nahezu allen anderen Unternehmen stets schwarz ist.
Alles andere schwarze sind halt Scheiben die man nicht einfach mal so eben bunt lackieren kann.

Das stimmt schon, im wesentlichen sind die Scheiben schwarz. Aber z. B. beim MAN-Hybridbus sind auch Teile der Karosserie schwarz gestaltet worden:


Auf der Internetseite der Stadtwerke Bonn wird über den Start von sechs Elektrobussen mit Batterieantrieb vom deutsch-türkischen Hertsteller Sileo berichtet: [www.swb-konzern.de]

Bei Wikipedia findet man sowohl zum Urbino 12 electric als auch zum Sileo 12 technische Angaben, die ich hier mal zum Vergleich gegenüberstelle:

Urbino 12 electric
Bauart Stadtbus, Niederflur, Batteriebus
Achsen 2
Leistung 160 kW (Standardmodell)
Länge 12,00 m
Breite 2,55 m
Höhe 3,25 m
Sitzplätze 23-34 Sitze (je nach Ausstattung)

Sileo 12
Bauart Stadtbus, Niederflur, Batteriebus
Achsen 2
Leistung 240 kW
Länge 12,00 m
Breite 2,55 m
Höhe 3,35 m
Sitzplätze 35–39 Sitze (je nach Ausstattung)

[de.wikipedia.org] und: [de.wikipedia.org]

Die technischen Daten entsprechen sich weitgehend.
Die Motoren der Busse in Bonn haben möglicherweise deshalb eine höhere Leistung, weil es dort deutlich hügeliger ist als in Hannover.
Die Anzahl der Sitzplätze in Hannover ist möglicherweise deshalb niedriger, weil in Hannover zwei Rolli-Stellplätze und in Bonn nur ein Rolli-Stellplatz angeboten werden.

Allerdings wird in einem Video-Beitrag über die Bonner E-Busse nicht erwähnt, ob eine Nachladung in einer kurzen Pause im laufenden Betrieb möglich ist. So wird es in Hannover an der Ladestation an der Endhaltestelle August-Hollweg-Platz gemacht. In dem Bonner Video heißt es lediglich, dass der voll aufgeladene Bus mindestens 200 km fahren kann und: "Solche Strecken reichen völlig aus für den normalen Linienbetrieb." Minute 1:40 in dem Video: "SWB testet e!" [www.youtube.com]

Geht man von einer Geschwindigkeit von 20 km/h im Linienbetrieb aus, dann ist der Bonner E-Bus nach 10 Stunden leer gefahren. Im Winter, wenn geheizt werden muss, vermutlich noch schneller. Und im heißen Sommer, wenn er denn überhaupt über eine gute Klimaanlage verfügt (der Solaris in Hannover leider nicht) ist die Batterie auch schneller leergefahren.
200 km reichen deshalb nicht aus im normalen Linienbetrieb, zumindest dann nicht, wenn der Bus länger als 10 Stunden im Einsatz sein soll. Hier hat Hannover mit seiner Schnell-Ladestation eindeutig die Nase vorn!

Andererseits kann ich mich an Fahrten mit dem Omnibus in Bonn erinnern, bei der mir aufgefallen ist, dass aufgrund fehlender Ampel-Vorrangschaltung der Bus vermutlich nicht auf 20km/h Durchschnittsgeschwindigkeit gekommen ist. Bei der Ampelvorrangschaltung für den ÖPNV und bei der Ladestation besteht in Bonn wohl dringender Handlungsbedarf!
Zitat
Jules
Die Anzahl der Sitzplätze in Hannover ist möglicherweise deshalb niedriger, weil in Hannover zwei Rolli-Stellplätze und in Bonn nur ein Rolli-Stellplatz angeboten werden.
Desweiteren ist der Bus in Hannover mit 3 Türen ausgestattet, in Bonn jedoch nur mit 2.

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