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Elektrifizierung der Marschbahn
geschrieben von jwn 
LVS, Land SH und DB Netz prüfen die Wirtschaftlichkeit einer Elektrifizierung der Marschbahn. Als Optionen werden auch nur teilweise Elektrifzierungen geprüft, so z.B. nur bis Heide oder Niebüll.

[nahverkehrhamburg.de]
Besonders schoen ist: "als Option z.B. auch geprüft ob nur Teile der Marschbahn elektrifiziert werden brauchen etwa bis Heide oder Niebüll." Bis Niebuell von Westerland aus? Denn das ist ja nun der am staerksten belastete Abschnitt...
Wohl kaum. Wenn dann von Itzehoe aus. Aber auch das halte ich für Schwachsinn. Die NOB-Züge fahren dann doch trotzdem mit Diesel bis Altona oder Hbf, ebenso die ICs.
Das würde dann nur die RB-Leistung abdecken, die zwischen Itzehoe und Heide gondelt - aktuell mit LINT oder Talent. Ein Tropfen auf dem heißen Stein und ich vermute mal, dass es sich nur dafür nicht lohnen wird.
Ok, mal etwas ernsthafter. Bei solchenn Studien wird ein Auftraggeber gewöhnlich auch wünschen dass irgendwelche alternativen zum Vorschlag und nichtstun geprüft werden, sowas ist normal. Und wenn es da keine sehr sinnvollen alternativen gibt, muss man sich halt einige eher sinnlose ausdenken und diese dann pro-forma prüfen.
Wieso sollten ICs und NOB (fährt ja bald eh nicht mehr) weiterhin mit Diesel fahren, wenn elektrifiziert ist?
Zitat
Computerfreak
Wieso sollten ICs und NOB (fährt ja bald eh nicht mehr) weiterhin mit Diesel fahren, wenn elektrifiziert ist?
Das werden sie tun, wenn die Strecke nicht komplett elektrifiziert ist.
Wenn der Draht nur bis Heide/Husum/Niebüll geht, dann haben von dem nur die Züge einen Nutzen, die an der entsprechenden Haltestelle enden und das sind auf der Strecke nach Westerland nur sehr wenige in irgendwelchen Randlagen, die davor oder danach aber normale volle Umläufe fahren.
An einem dieser Bahnhöfe 'ne Diesellok vor den Zug zu klemmen, nur weil die Oberleitung nicht bis zum Ende gebaut wurde, ist extrem unpraktisch - in bspw Heide wäre glaube ich auch nicht mal wirklich irgendein Gleis zum Abstellen übrig.
Heide wäre der einzig halbwegs logische Endpunkt einer nicht kompletten Elektrifizierung, weil zumindest die RB-Leistung IZ-HEI dann komplett elektrisch fahren könnte, oder man gar durchgebundene RB-Züge Altona-IZ-HEI andenken könnte (glaub ich eher nicht dran.)
Zitat
Lost Crusader 42
Heide wäre der einzig halbwegs logische Endpunkt einer nicht kompletten Elektrifizierung, weil zumindest die RB-Leistung IZ-HEI dann komplett elektrisch fahren könnte, oder man gar durchgebundene RB-Züge Altona-IZ-HEI andenken könnte (glaub ich eher nicht dran.)
Wg. Wilster nicht komplett OT:
Strippe nach Brunsbüttel für den Güterverkehr und im Rahmen
der Kapazitäten Altona - Brunsbüttel durchbinden.
Zitat
Lost Crusader 42
Heide wäre der einzig halbwegs logische Endpunkt einer nicht kompletten Elektrifizierung, weil zumindest die RB-Leistung IZ-HEI dann komplett elektrisch fahren könnte, oder man gar durchgebundene RB-Züge Altona-IZ-HEI andenken könnte (glaub ich eher nicht dran.)
Gab's das nicht früher mal?
Zitat
PAD
durchgebundene RB-Züge Altona-IZ-HEI ...
Gab's das nicht früher mal?
Kann eigentlich gar nicht anders sein.
Ende der 80er-Jahre fuhren die Westerlandzüge Altona - Heide nonstop!!
Da hätte man ja in Itzehoe nur vom Bummelzug in den Bummelzug
umsteigen können.
Später kam der Halt in Itzehoe dazu. Soweit ich mich erinnere, die
einzige Änderung, auch wenn Anschluß an fiktive Triebwagen möglich
geworden wäre.
Zitat
Fette Beute
Zitat
PAD
durchgebundene RB-Züge Altona-IZ-HEI ...
Gab's das nicht früher mal?
Kann eigentlich gar nicht anders sein.
Ende der 80er-Jahre fuhren die Westerlandzüge Altona - Heide nonstop!!
Da hätte man ja in Itzehoe nur vom Bummelzug in den Bummelzug
umsteigen können.
Später kam der Halt in Itzehoe dazu. Soweit ich mich erinnere, die
einzige Änderung, auch wenn Anschluß an fiktive Triebwagen möglich
geworden wäre.

Ich hatte eben mal in einen HVV-Fahrplan von 1999 (Abfahrt/Ankunft-Tabellen) geschaut. Da gab es noch eine RB von Hamburg-Altona nach Husum. Dazu hab ich ein Fahrplan von 2001 dazubezogen: da fuhren einige Züge nur noch werktags von Hamburg nach Husum durch, am Wochenende nur bis Itzehoe. Wann die Durchläufer umgestellt wurde, weiß ich leider jetzt nicht genau.

Freundliche Grüße

Alexander Lührs
Zitat
Lost Crusader 42
Heide wäre der einzig halbwegs logische Endpunkt einer nicht kompletten Elektrifizierung, weil zumindest die RB-Leistung IZ-HEI dann komplett elektrisch fahren könnte, oder man gar durchgebundene RB-Züge Altona-IZ-HEI andenken könnte (glaub ich eher nicht dran.)

Also ich denke es gibt keinen auch nur viertelwegs logischen Endpunkt einer nicht kompletten Elektrifizierung von. Ich bin mir sicher dass alle Zwischenendpunktvariationen einen sehr viel niedrigeren Nutzen-Kosten-Faktor haben als eine durchgehende Elektrifizierung.
Aber geht es nicht in erster Linie darum den Güterverkehr auf Elektrotraktion umzustellen, oder habe ich das falsch verstanden?

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Ich habe es eher so verstanden, dass vor allem der Personenverkehr, und damit der IC, an dem in Hamburg die 101er durch eine 218er ausgetauscht wird, komplett elektrisch befahren werden könnte. Deshalb wäre es natürlich ziemlich sinnlos, die Strecke nur von Westerland bis Heide, Husum, Niebüll oder wo auch immerhin zu elektrifizieren.
Tatsächlich fuhr jahrzehntelang ein Eilzug (später "RegionalBahn") von Altona nach Husum mit Halt an allen Stationen, wobei Herzhorn und Kremperheide erst später wiedereröffnet worden sind. Diese Züge boten eine bequeme und schnelle Verbindung nach Altona auch von den kleinen Bahnhöfen (wie meinem damaligen Heimatbahnhof St. Michaelisdonn). Diese Züge wurden kurz nach der Teilelektrifizierung der Strecke in Itzehoe gebrochen. So schnell wie damals kommt man heute nicht mehr nach Altona.
Gibt es eigentlich -historisch betrachtet- einen plausiblen Grund dafür, warum man die Marschbahn damals überhaupt bis Itzehoe elektrifiziert hat?
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Gibt es eigentlich -historisch betrachtet- einen plausiblen Grund dafür, warum man die Marschbahn damals überhaupt bis Itzehoe elektrifiziert hat?

Bis hier gibt und braucht es einen verdichteten Regionalverkehr für das Hamburger Umland und man kann die Loks nun woanders als im Nadelöhr Hauptbahnhof wechseln. Gleichzeitig war es natürlich deutlich billiger als bis nach Westerland zu elektrifizieren.
Ich habe mal gelesen, dass man es seinerzeit tatsächlich geschafft hat, die Strecken von Hamburg nach Kiel und Flensburg billiger als geplant (!) zu elektrifizieren und deshalb noch Geld übrig hatte, das man auch der Bahn zugute kommen lassen wollte.

Für die sinnvollste Strecke von Hamburg nach Lübeck hätte es dann aber nicht mehr gereicht, so dass man die Strecke Elmshorn - Itzehoe ausgewählt hat.

Vorteil war, künftig bei den durchgehenden ICs das Kopfmachen in Altona einsparen und den Lokwechsel von den stark belasteten Hamburger Bahnhöfen nach Itzehoe verlegen zu können.

Auch bei den damals noch durchgehenden RBen Altona - Husum wurde damals die Lok in Itzehoe gewechselt, was natürlich zu verlängerten Fahrzeiten geführt hat. Der RE Altona - Westerland ist hingegen weiterhin durchgedieselt.
Moin aus Kiel,

das Kerngeschäft der Marschbahn ist die Autoverladung über den Hindenburgdamm.

















Für Autoverladung sind spezielle Transportwagen im Einsatz. Die Personen bleiben während der Überfahrt im PKW sitzen. Nach meinem Kenntnisstand gibt es zwischen Niebüll und Westerland auch eine andere Vorgabe zum Lichtraumprofil. Bei einer Elektrifizierung des Abschnitts Niebüll - Westerland würde es Probleme mit dem Transport vom LKW`s und Bussen geben. Und die PKW`s auf den Oberdecks der Transportwagen dürften auch nicht mehr besetzt sein.
Während der Autoverladung kann ja die Oberleitung abgeschaltet werden, aber die Personen müssten danach die PKW´s verlassen. Sollte aber während eines Halts aufgrund einer Zugkreuzung ein PKW-Insasse aussteigen wird er vorab statt am Strand schon durch die Oberleitung intensiv gegrillt.

Für den LKW- und Bustransport währen spezielle Niederflurwagen á la Rollende Landstraße dann notwendig.

In Schleswig-Holstein hat man bei der Elektrifizierung aufgrund der höheren Windlast den Mastabstand von 70 auf 60 Meter verringert. Die bisher elektrifizierten Strecken befinden sich alle im Binnenland von SH und nicht an der Küste. Dort müsste dann der Mastabstand noch kürzer gewählt werden.
Und jetzt kommt noch die Belastung durch die salzhaltige Luft auf dem Hindenburgdamm.

Gruss aus Kiel vom

D-Zug-Schaffner

[www.eisenbahn-sh.de]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2014 01:09 von d-zug-schaffner.
Aber auf dem 5. Bild wird doch schon vor E-Loks gewarnt...

(schoene Bilder!)
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