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U-Bahn Gesamtnetz
geschrieben von Christian.R 
Also was Benji_2's Ideen betrifft, eine Adaptierung von U-Bahnwagen für Straßenbahnverhältnisse halte ich auch nicht für sinnvoll.

Eine brauchbare Fahrzeugverteilung könnte nur sein, die U-Bahnwagen mit Dachstromabnehmer fit für (ehemalige) Eisenbahnstrecken durch einen Dachstromabnehmer zu machen (macht natürlich bei den DT3 keinen Sinn, nur DT2 und DT3F und G1).

Für Strecken die nur den Ausbauzustand einer Stadtbahn haben, macht verkehrlich und betriebswirtschaftlich nur eine neuentwickelte Baureihe Sinn, die auf Basis des Stuttgarter DT8 ensteht, die Stromschienenbetrieb kann, und mit Schiebetritten den Breitenunterschied von 2,65 auf 2,90 ausgleicht. Die geringe Platzkapazität durch den schmäleren Wagenkasten könnte durch einen 4-achsigen mittleren Beiwagen (ähnlich Stadtbahn Bielefeld), der zwischen zwei DT eingekupplelt fährt, ausgeglichen werden, sodass diese Züge die 90 Meter Bahnsteige ausnutzen. Nichts desto trotz bleiben auch beim 2,65 breiten DT8 Anpassungsarbeiten zu tun, weswegen sich die Frage stellt, ob aus obigen Konzept nicht besser die Strecken, wo es schon gibt, herausgestrichen werden und dieses dritte System nur für neuanzulegende Strecken verwendet wird.

Allerdings das größte aber haben wir noch nicht betrachtet haben, ist, das die öffentliche Wahrnehmung eines Systems sich immer an dessen schlechtesten Teil orientiert, sehr schön zu sehen bei Nürnbergs S-Bahn, wo nun die Mischbetriebsstrecken und ihre Probleme die Berichterstattung meist dominieren. Selbiges träfe ein ein kombiniertes U-Bahn/ Stadtbahnsystem zu: Die Wahrnehmung der U-Bahn und deren Attraktivität würde zwangsläufig leiden, durch die Probleme die (systembedingt) im Betriebsbereich Stadtbahn entstehen, und die Betriebsqualität auch der nicht stadtbahnmäßig verkehrenden Strecken herunterziehen werden.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Leute, es ist nun einmal so: Wir haben mit U-Bahn und Straßenbahn zwei inkompatible Schienenverkehrssysteme. Da wird nie mehr ein gemeinsames Netz daraus.

Ursprünglich wollte man die Straßenbahn komplett durch U-Bahnen ersetzen Zum Glück hat man eingesehen, dass dies wegen der damit verbundenen Kosten nicht sinnvoll ist.

Jetzt hat man aber nur noch ein Straßenbahn-Rumpfnetz - störungsanfällig und kaum sinnvoll zu betreiben. Wer die Straßenbahn auf Dauer erhalten will, muss das Straßenbahnnetz ausbauen - so wie es im NVEP2025 vorgeschlagen wurde. Mit der Altstadtquerung als zentralem Baustein bekämen wir wieder ein sinnvolles Netz.

Wer die U-Bahn weiter ausbaut, versetzt der Straßenbahn den Todesstoß. Insbesondere die U4 würde ihr jede Existenzberechtigung nehmen.

Hier in der Diskussion fehlt mir vor allem eine plausible Begründung für weitere U-Bahn-Strecken. Man bekommt für das gleiche Geld nur einen Bruchteil an Kilometer Gleis im Vergleich zu einer Straßenbahn. Was sollen da weitere U-Bahn-Stecken, die sich allesamt nicht lohnen?

Beendet den U-Bahn-Bau und schafft Straßenbahnstrekcen! Das ist zukunftsträchtig.
an HansL

> Hier in der Diskussion fehlt mir vor allem eine plausible Begründung für weitere U-Bahn-Strecken.

Viele denkbare Schienenstrecken in die Vororte/ Nachbarort, die sinnvolle Verkehrbeziehungen brächten sind weitab des heutigen Straßenbahnnetzes aber verhältnismäßig nah an U-Bahnstrecken, das macht Anschlusse an diese anstelle kilometerlanger Betriebsstrecken sinnvoller.

Desweiteren: Nach meinem Eindruck soll die Rolle der Straßenbahn auch in Nürnberg sich ja offenbar mehr in Richtung Überlandstraßenbahn entwickeln (vgl Tram nach Erlangen/ Herzogenaurach und die nicht totzukriegende Stadtbahn nach Kornburg), ähnlich wie viele richtige Großstädte, wenn sie mit der Tram neu wieder begannen (z.B London, Paris) eben mit radialen und weit außen gelegenen Stadtgebieten oder Nachbarorten hantieren. Nun spielen wir nicht in dieser Liga, aber es zeichnet sich ab, das auch bei uns das Kernnetz um den städtischen Verdichtungsraum der U-Bahn gehören soll, und die Tram dann nur die Relationen behalten soll, für die eine U-Bahn zuviel des guten wäre. Also wird sich langfristig (100 Jahre + x Planung) wohl der wesentliche Bereich der Straßenbahnen nicht mehr innerhalb der B4R liegen, sondern maximal bis an diese Führen. Tangentiale und radial Verbindungen sind das Einsatzgebiet der Tram bei dreigeteilten Stadtverkehren der Zukunft. zumindest ist mein Eindruck, das es dahin gehen soll.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zitat
Daniel Vielberth
Viele denkbare Schienenstrecken in die Vororte/ Nachbarort, die sinnvolle Verkehrbeziehungen brächten sind weitab des heutigen Straßenbahnnetzes aber verhältnismäßig nah an U-Bahnstrecken, das macht Anschlusse an diese anstelle kilometerlanger Betriebsstrecken sinnvoller.

So bitte sollen diese Strecken sein?

Die einzig sinnvolle Verlängerung in Nachbarorte wäre die Gräfenbergbahn. Und da hätte man immer noch das Problem, wie man aus dem U-Bahn-Tunnel heraus auf die Bahngleise kommen könnte. So man das Problem mit den Stromabnehmern schon gelöst hätte - hat man aber bisher noch nicht. Die Gräfenbergbahn nach Cadolzburg und/oder Markt Erlbach durchzubinden, erscheint da wesentlich einfacher und sinnvoller, zumal man dazu die Strecke nicht erst elektrifizieren müsste

Die Verlängerung der U3 nach Altenberg ist nicht sinnvoll - da fehlt das Potenial.

Die Verlängerung der U2 nach Stein dürfte an den baulichen Schwierigkeiten scheitern.

Die Erschließung des Südklinikums wäre sicher nur für eine Straßenbahn geeignet, für eine U-Bahn reicht da sicher auch nicht das Fahrgastpotential.

Mit Erweiterungen des U-Bahn-Netzes ist doch nirgends mehr etwas zu holen!

Die Straßenbahn in der Innenstadt würde für eine Feinerschließung taugen, die eine U-Bahn niemals bieten kann. So wie das München macht: U-Bahn für den schnellen Verkehr in die äußeren Stadtteile. Aber immer überlagernd auch ein gutes und dichtes Straßenbahnnetz.
Zitat
HansL

Die Verlängerung der U3 nach Altenberg ist nicht sinnvoll - da fehlt das Potenial.

Nein. Auf der Bieberttrasse bis Zirndorferstr sehr rentabel.

Zitat
HansL
Die Verlängerung der U2 nach Stein dürfte an den baulichen Schwierigkeiten scheitern.

Nein. Querung der Regnitz auch nicht schwieriger als wie bei der Pegnitz oder Kanal.

Zitat
HansL
Die Erschließung des Südklinikums wäre sicher nur für eine Straßenbahn geeignet, für eine U-Bahn reicht da sicher auch nicht das Fahrgastpotential.

Nein. Das komplette Waldgebiet zwischen Klinikum und Grundigareal wird bereits Bebaut. Dann gibt es genug Potenzial.

Zitat
HansL
Mit Erweiterungen des U-Bahn-Netzes ist doch nirgends mehr etwas zu holen!

Ich seh da durchaus noch viel Bedarf. U3 Wetzendorf anschluss an Durchgebundene Gräfenbergbahn.

Zitat
HansL
Die Straßenbahn in der Innenstadt würde für eine Feinerschließung taugen, die eine U-Bahn niemals bieten kann. So wie das München macht: U-Bahn für den schnellen Verkehr in die äußeren Stadtteile. Aber immer überlagernd auch ein gutes und dichtes Straßenbahnnetz.

Ja die Altstadttram muss definitiv gebaut werden.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2018 12:27 von R-ler.
Re: U-Bahn Gesamtnetz
05.01.2018 12:32
Zitat
benji2

Zitat
R-ler
Garnicht zu reden vom automatikbetrieb dessen investition dann kommplett vernichtet wäre.

Du musst meinen Vorschlag wirklich komplett falsch verstanden haben. Am Automatikbetrieb würde sich nichts ändern.

Edit: Kostenvergleich unter "Erstens" ergänzt.

Wie soll das Aussehen? Am ende der U strecken steigen dann fahrer zu?
Oder das komplette netzt wird hochfrequenztransponder überwacht?

So atraktiv die verbindung beider systeme wäre und ich glaube du bist besonders vernarrt in das Karlsruher system so ist es dennoch in Nürnberg einfach nicht mehr umsetzbar. Die 1 Mrd dafür ist eher eine zu geringe schätzung....

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Re: U-Bahn Gesamtnetz
05.01.2018 12:35
Eigentlich ging es in diesem thread um ein U-Bahn Gesamtnetz und nicht um eine Umstellung auf ein anderes System.
Deswegen würde ich hier gern mal mein U-Bahn Gesamtnetz zur Diskussion stellen.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg


Zum einen würde eine U-Bahn über die Peterskirche die Straßenbahn zum Dutzendteich ersetzen. Ob bis Zabo das Fahrgastpotential vorhanden ist, kann man stark bezweifeln. Die bisherigen Bewertungen zeigten auf jeden Fall, dass da noch sehr viel fehlt, dass sich das lohnen könnte.

Ein Endbahnhof in der Bingstraße ist aber mit Sicherheit nicht sinnvoll.

Zum Nordast: Wie soll auf dem Hauptmarkt ein U-Bahnhof gebaut werden? Gibt es da für 5 Jahre keinen Christkindlesmarkt? Und wenn man das in Kauf nähme: Wo könnten da U-Bahn-Aufgänge hinkommen, die nicht massiv das Stadtbild stören würden.

Und dann das Problem der Steigungen. Von der Lorenzkirche kämst Du vielleicht noch herunter. Müsste man nur den Karstadt weider abreißen, um die Gleise ausfädeln zu können. Eine weitere Röhre dürfte auch kaum in Betracht kommen, denn es war die U1 schon "Zentimeterarbeit" an der Lorenzkirche.

Aber was dann wahrscheinlich gar nicht geht: Wie kommst Du vom Hauptmarkt hoch zum Maxtor? Für die Steigung bräuchtest Du wahrscheinlich eine Zahnradbahn. Oder es gibt am Maxtor eine Rolltreppenkaskade ähnlich dem IMAX im alten Bunker. Aber auch wenn das noch lösbar wäre: Es ist schon mal ein Burgbergtunnel der Straßenbahn gescheitert, weil der ganze Bereich durchzogen ist von Kellern wie Schweizer Käse.

Ansonsten: Du kannst ja einfach behaupten, es wäre genügend Fahrgastpotential da für die von Dir erträumten Strecken. Aber worauf stützt Du Dich mit dieser Einschätzung? Seriöse Untersuchungen zeigen regelmäßig etwas anderes.

Schon für die U-Bahn nach Gebersdorf musste massiv getrickst werden, damit sie noch als förderfähig eingestuft werden könnte. Deshalb musste auch um jeden Preis die Biberttalbahn stillgelegt werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2018 13:14 von HansL.
Re: U-Bahn Gesamtnetz
05.01.2018 13:05
Im Grunde genommen konnte ich deiner U4 bisher nur wenig abfinden. Möchte man den U-Bahnausbau weiter forcieren, so bekommt man wie hinreichend in aller Regel Probleme mit dem bestehenden Straßenbahnnetz. Egal wie man es dreht und wendet, die ehemalige U3 war darauf ausgelegt, massiv Straßenbahnstrecken zu ersetzen. Das Durchdrücken der ehemaligen U3 bedeutete weitreichende Änderungen im Straßenbahnliniennetz, wenngleich auch zugegebenermaßen nur relativ wenige Haltestellen wegfielen (haben wir auch an anderer Stelle durchgespielt).
Letztlich wäre der einzige Unterschied aber, dass die Menschen nicht mehr Tram sondern U-Bahn fahren. Sicherlich spielt auch die Kapazität eine Rolle. Allerdings gelingt es der alten U3 nicht, neue Areale an das Schienennetz und direkt an den Hauptbahnhog anzubinden.

Deiner U4 gelingt das hingegen schon. Insbesondere im Nürnberger Norden soll kräftig gebaut werden. Daher finde ich es sinnvoll, deine U4 hier zur Diskussion zu stellen! Ich möchte allerdings gleich problematische Aspekte ansprechen:
- U-Bahnhof unter Hbf Osthalle möglich? Kreuzung der U2/3?
- U-Bahnhof unter Lorenzer Platz möglich? Was ist mit der Tiefgarage?
- Verdirbt der Bahnhof Hauptmarkt die Tramerschließung?
- Bahnhof Maxtor ggf. Aufgrund historischer Kellerbauten schwierig, man müsste wohl je nach Kellergeschoßen deutlich in die Tiefe
- Wo soll man die U3 kreuzen? Maxfeld hat leider kein Verteilergeschoß.
- wo entwickeln sich neue Siedlungsschwerpunkte im Norden?
- Wäre eine Fortführung über Wilhemshavener Str. Zur Schleswiger Str. irgendwann möglich?
- wie sieht es im Allgemeinen mit etwaigen Verzweigungsmöglichkeiten der neuen Stammstrecke aus - auch wenn diese aktuell nicht benötigt werden?

Grüße
Wer von weiteren U-Bahn-Strecken träumt: Habt ihr schon mal betrachtet, was die existierenden Strecken kosten?
Schaut Euch mal an, was der Unterhalt an Aufwand binrgt:
[www.nordbayern.de]

"Wer eine Stadt ruinieren will, schenkt ihr eine U-Bahn"
Gedanken sind ja bekanntlich frei.
Mich wundert nur dass im Forum immer mehr die U Bahn dominiert.
Wo doch Gutachter und Bürgerentscheide schon längst die U Bahn nach Stein bzw. Zirndorf ad acta gelegt haben, der Bahnhof Marienberg ja erst kommen kann wenn da genug Häuser stehen, die Verlängerung zum Kieselbühl auch erst kommen kann wenn da außer Gewerbe auch noch Wohnungen entstehen... und Fürth wohl kaum Geld hat für solche Projekte etc. pp und auch ein U Bahn Abzweig zum Klinikum Süd haben die Gutachter durchgespielt und verworfen... schon vergessen? Und die Bahn hat die Durchbindung der Gräfenbergbahn ja auch schon abgelehnt, da zu teuer und kein Interesse bei der Bahn.. von daher ist der Verknüpfungsbahnhof Nordwest obsolet. Wer soll/kann das bezahlen? Der Stadtrat selbst sagte man wolle sich vom U Bahnausbau verabschieden.... ist ebenfalls wohl vergessen worden... na gut, die politischen Verhältnisse können sie ändern und wenn die CSU die Stadtratsmehrheit erreicht dann könnte das wieder aufgehoben werden, aber so sieht es momentan eben nicht aus.
So genug mit den Dingen die ich gelesen und verfolgt habe und die ich nicht vergessen habe.

Von daher finde ich den Plan zwar recht nett aber ich halte ihn für absolute Sience Fiction.
Jeder neue U Bahn Kilometer wird den Status Quo beim Straßenbahnausbau auf Jahrzente verschieben.... wie eh und je.
Das ist ja das größte Problem in dieser Stadt meiner Meinung nach.
Der U Bahnbau behindert jeden vernünftigen Ausbau bei der Tram. Die Wegfeld Tram war der größte Tram Ausbau seit Jahrzehnten. Das Stückwerk am Dokuzentrum und Celtistunnel kann man da echt als Ergänzung abtun.

Zur U4:
Obwohl nachtürlich eine Nord-Süd Querung der Altstadt eine geniale Idee ist, hätte man das damals schon beim Bau der Altstadtstrecke mit berücksichtigen müssen. Jetzt ist es fast unmöglich ohne Einstellung des U Bahn Betriebes und ohne irgendwas abzureißen um eine Baugrube zu schaffen von der aus man Baugeräte versenken kann. Jahrelang keine U Bahn durch die Altstadt?
Dann schon erst die Altstadttram.

Macht mir doch mal bitte einen Plan für eine vernünftigen Tram Ausbau. Das wäre schön.

Aber natürlich darf man Fantasien haben, die hab ich ja auch....
Zitat
Straßaboh-Fan
Zur U4:
Obwohl nachtürlich eine Nord-Süd Querung der Altstadt eine geniale Idee ist, hätte man das damals schon beim Bau der Altstadtstrecke mit berücksichtigen müssen. Jetzt ist es fast unmöglich ohne Einstellung des U Bahn Betriebes und ohne irgendwas abzureißen um eine Baugrube zu schaffen von der aus man Baugeräte versenken kann. Jahrelang keine U Bahn durch die Altstadt?

Wenn ich es noch richtig im Kopf habe, möchte R-ler die U4 nicht als Abzweig von der U1. Der Bahnhof Lorenzkirche bekäme östlich der Kirche einen zweiten Bahnsteig und der Bahnhof Hbf bekäme einen dritten Bahnsteig parallel zum Bahnsteig der U1 unter der Osthalle. Damit bliebe der Betrieb auf der U1 unangetastet.
Sicherlich wäre die R-ler-U4 die aufwändigste der hier diskutierten U4-Varianten. Aber es kann wohl kaum dementiert werden, dass diese die einzige ist, die tatsächlich noch großflächig neue Schienenanbindungen generieren würde - ganz im Gegensatz zur alten U3, die auch ich schon gefühlt 100 mal "umgeplant" und durchdacht habe.
Re: U-Bahn Gesamtnetz
05.01.2018 19:33
Danke für eure umfassendes Feedback zu meinem U-Bahn Plan. Die Probleme die ihr ansprecht zeugen davon dass ihr euch in der Materie sehr gut auskennt.

Es freut mich dass die ganzen anderen U-Bahn Erweiterungen der bestehenden Linien von euch so hingenommen wurden und anscheinend akzeptiert und für gut befunden sind deswegen hier mein Statement zu U4.

Mir ist durchaus bewusst dass der Bau dieser Linie mit erheblichen Kosten VERBUNDEN, und wahrscheinlich für einen Zeithorizont bis 2040 zu planen ist.

Für die von euch angesprochenen Probleme gibt es wie Julian schon erwähnt hat ein gute Lösung.
Die U4 wird eine komplette eigenständige Linie mit nur einer Betriebsverbindung zur U1 und eventuell U3.
Die Bahnsteige am Bahnhof Hauptbahnhof werden komplett separat unter der Osthalle erstellt in der Ebene -3 gleich zur U1. Die Lorenzkirche wird auf der Ostseite umfahren zu dass es keine Beeinträchtigungen für die U1 gibt und der Bahnsteig liegt dann unter dem Lorenzer Platz.
Der U-Bahnhof Hauptmarkt liegt im Bereich von Obstmarkt und der Theresienstraße. Die Tieflage wäre ungefähr so wie beim Bahnhof Lorenzkirche der U1 und die nachfolgende Steigung zum Bahnhof Maxtor ist vergleichbar mit der zwischen Wöhrder Wiese und Rathenauplatz insofern stellt diese Steigung kein Problem dar.

Mir ist bewusst das in den nächsten 10 Jahren erstmal Straßenbahnen und Netz Erweiterung vorrang haben( erstmal sollten alle bestehenden U-Bahnlinien zudem auf dem Plan aufgeführten Endpunkten verlängert werden gleichzeitig sollten die Altstadt Tram die Tram nach Langwasser und nach Kornburg gebaut werden).

Danach denke ich ist im Zeithorizont 2040 ist diese U4 durchaus eine realistische und sinnvolle Erweiterung für das Nürnberger U-Bahn Netz.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2018 19:33 von R-ler.
Re: U-Bahn Gesamtnetz
05.01.2018 21:23
Hier nochmal die Aspekte, die für mich nicht ausreichend geklärt sind, visualisiert:


Einen schönen guten Abend,

wie wäre es denn, die U2 nach Eibach in Röthenbach die Richtung wechseln zu lassen? Das sollte mit dem autonomen System ja auch nicht allzu lange dauern. Der Kanal müsste so nur einmal unterquert werden und man spart sich eine lange Kurve. Eine U-Bahn nach Eibach und weiter nach Koppenhof ist sicher rentabel, schaut euch mal die Linien 61/62 an. Ich bin mir fast sicher, dass die Züge da voller sein würden als zwischen Rathenauplatz - Nordwestring, Rothenburger Str. - Gustav-Adolf-Str. und Fürth Hbf - Fürth Hardhöhe.
Die Züge ersetzen die Linien 61/62 zwischen Röthenbach und Koppenhof mit den Haltestellen Röthenbach, Jägerstr., irgendwo zwischen Schußleitenweg und Castellstr., irgendwo auf Höhe Mühlfeldstr. bei den vielen Läden, im Wohngebiet Einsteinring und natürlich Koppenhof. In Koppenhof wechseln die Linien 61 und 62 mit geringer Pausenzeit. Somit bleibt auch die S2 weiterhin "attraktiv".

Zu R-lers Plan:

U1 nach Kieselbühl aktuell alles andere als rentabel
U11 nach Klinikum fände ich sehr gut
U1/U11 Halt in Universität rentiert sich natürlich erst nach Bau entsprechender Bildungseinrichtung
U2 nach Stein Kirche fände ich ebenfalls sehr gut, dann lässt man jeden zweiten Zug nach Eibach/Stein verkehren, Röthenbach könnte man 4-gleisig ausbauen
U2 Halt in Marienberg rentiert sich ebenfalls erst nach entsprechender Bebauung
U3 nach Zirndorf fände ich interessant, leider kenne ich mich in der Ecke gar nicht aus
U3 nach Nordwestbahnhof braucht glaube ich erst deine S5, allerdings weiß ich auch nicht genau wo der gebaut werden soll
U4 nach Kilianstr. sehe ich keinen Bedarf, außerdem würde sie sich beim Hauptmarkt wohl mit den Felsengängen kreuzen, da finde ich die Altstadttram viel besser
U4 zum Zabo fährt ein gutes Stück parallel zur 6er, am Ende kommt Nürnberg noch auf die Idee, die 6er ab Schweiggerstr. über Wodanstr. und Meistersingerhalle in Dutzendteich enden zu lassen. Abgesehen davon fände ich aber eine U-Bahn nach Zabo gut, ob es die Verlängerung zur AdBK braucht lasse ich mal offen, die Senioren in der Gegend würden sich bestimmt freuen.

Trotzdem: Über allen U-Bahn Projekten steht die Altstadttram. Es kann nicht sein, das eine Strecke mit solch einem KNF nicht gebaut wird, und die Gegenseite liefert noch nicht mal halbwegs triftige Argumente. Ich war neulich in Freiburg und da erschließt die Straßenbahn von ihrem Kernpunkt in der Innenstadt die Außenbezirke und befördert so die Fahrgäste meist umsteigefrei von A nach B. Anderes Beispiel Hannover: Hier fährt die Stadtbahn in der Stadt durch den Tunnel und setzt ihre Fahrt dann die Fahrt zu den Außenbezirken meist auf eigenen Trassen mit Vorrang an Ampeln fort. In beiden Städten sind die Fahrgäste mit dem ÖPNV deutlich zufriedener und die Tickets für Besucher und auch Pendler billiger. Zur aktuellen Werbeaktion der VAG: Bei der anderen VAG bezahlt man für ein Jahresabo ganz standardmäßig nur für 10 statt 12 Monate ;-)

Okay okay ich verhaspel mich, eine Frage sei aber noch erlaubt: Wann kommen endlich diese Fallblattanzeiger weg? Die Dinger können wegen mir am Hasenbuck oder sonstwo bleiben, aber grade auf der U1, wo die Züge eher nach der aktuellen Laune der Queen als nach dem Aushangfahrplan fahren, wären sowas wie "Echtzeitinformationen" hilfreich.

Viele Grüße!
Re: U-Bahn Gesamtnetz
07.01.2018 22:17
Zitat
Silberling
Zur aktuellen Werbeaktion der VAG: Bei der anderen VAG bezahlt man für ein Jahresabo ganz standardmäßig nur für 10 statt 12 Monate ;-)


Stimmt, in Nürnberg ist es Verhältnismäßig billiger! (Ich sage hiermit nicht, dass der ÖPNV in Nürnberg billig ist - nur das Verhältnis Monatskarte:Jahresabo)

Preis für ein Jahresabo: 12 * 60,20€ = 722,40€
Preis für 10 Solo 31: 10 * 78,20 = 782,00€

Preisdifferenz: 782,00€ - 722,40€ = 59,60€

Und wenn man das ganze ganz genau berechnen möchte:

Mit 12 Solo 31 Kann man 1 Jahr und 7 Tage fahren.
Ein Jahresabo für 1 Jahr und 7 Tage kostet: 735,85€
Davon die Preisdifferenz: 46,15€

Je nach dem bekommt man also in Nürnberg ein Jahresabo zum Preis von ca. 9,25 bis ca. 9,5 Monatskarten. Das Verhältnis zueinander ist also mehr als in Ordnung, wenngleich die Preise in ihrer absoluten höhe das nicht sind...

war zwar off-Topic naja...
Re: U-Bahn Gesamtnetz
07.01.2018 22:20
Danke für dein Feedback Silberling.


Eigentlich habe ich schon eine lange Antwort auf Julians bild mit details geschickt. Weis nicht warum die vom Admin noch nicht freigegeben ist..

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Zitat
Silberling
Zu R-lers Plan:
U1 nach Kieselbühl aktuell alles andere als rentabel

sehe ich auch so. Und so wie es aktuell aussieht wird sich dies in den nächsten Jahren auch nicht ändern.

Zitat

U11 nach Klinikum fände ich sehr gut

Sehe ich nicht so. In meinen Augen hat diese Strecke kein ubahnwürdiges Fahrgastaufkommen. Die bisherige Anbidung des Klinikums an den Bahnhof Langwasser Mitte mit der Linie 56 ist ausreichend. Und wenn man sich mal anschaut aus welchen Richtungen ein Großteil der mit dem PKW kommenden Besucher des Kliniums kommt, würden denen ein Ubahnanschluss auch keine Vorteile bringen.


Zitat

U2 nach Stein Kirche fände ich ebenfalls sehr gut, dann lässt man jeden zweiten Zug nach Eibach/Stein verkehren, Röthenbach könnte man 4-gleisig ausbauen

Eine Verlängerung bis Stein-Kirche halte ich für überflüssig. Mal abgesehen von der Tatsache, dass die Stadt Stein nicht in der Lage ist eine solche Ubahn zu finanzieren würde eine Endstation an der Kirche auch fast keine Verbesserung bringen. Für die Mehrzahl der Bewohner bliebe es bei einer Umsteigeverbindung da die großen Wohngebiete weiter südlich bzw. westlich der Kirche liegen. Ob jetzt an der Kirche oder in Röthenbach vom Bus in die Ubahn umgestiegen wird macht da fast keinen Unterschied. Außer das diejenigen, die jetzt in Röthenbach in andere Buslinien umsteigen dann noch einen weiteren Umsteigevorgang hätten. Auch eine Entlasstung der Hauptstraße ist so nicht wirklich realisierbar. Eine entsprechende Entlasstung ist nur erreichbar wenn man eine höhere Anzahl von Autofahrern zum Umsteigen bringt. Dies gelingt, wenn überhaupt, nur über eine entsprechende P&R-Anlage am Ortsrand von Stein.

Zitat

U3 nach Zirndorf fände ich interessant, leider kenne ich mich in der Ecke gar nicht aus
U3 nach Nordwestbahnhof braucht glaube ich erst deine S5, allerdings weiß ich auch nicht genau wo der gebaut werden soll

Wo genau sollen die Bahnhöfe auf dem Zirndorfer Ast liegen? Mal davon abgesehen, dass eine Finanzierung durch die Stadt Zirndorf vermutlich ebenso wenig machbar ist wie in Stein, sehe auch hier die selben Probleme wie dort.

Eine Verlängerung des Nordastes macht frühestens dann Sinn, wenn es im Bereich Wetzendorf tatsächlich mal noch eine entsprechede Großsiedlung geben sollte. Vorher würde auch kein Bahnhof eine evtl. S5 Sinn machen.

Zitat

U4 nach Kilianstr. sehe ich keinen Bedarf, außerdem würde sie sich beim Hauptmarkt wohl mit den Felsengängen kreuzen, da finde ich die Altstadttram viel besser
U4 zum Zabo fährt ein gutes Stück parallel zur 6er, am Ende kommt Nürnberg noch auf die Idee, die 6er ab Schweiggerstr. über Wodanstr. und Meistersingerhalle in Dutzendteich enden zu lassen. Abgesehen davon fände ich aber eine U-Bahn nach Zabo gut, ob es die Verlängerung zur AdBK braucht lasse ich mal offen, die Senioren in der Gegend würden sich bestimmt freuen.

Einen wirklchen Bedarf dieses Nordastes einer gedachten U4 sehe ich auch nicht. Und so wie es aussieht wird die Bebauung zumindest im Bereich der Kilianstraße in den nächsten Jahren nicht das Ausmaß erreichen, dass eine Ubahn notwendig wird.

Den angedachten Südast halte ich für eine große Gefahr für die Straßenbahn im Bereich St. Peter/Regensburger Straße. Eine Anbindun der AdBK ist unnötig. Das Fahrgastaufkommen im Bereich der Bushaltestelle ist ja schon fast nicht messbar.

In meinen Augen sollte man anstelle immer weiterer teurer Ubahnstrecken mal langsam anfangen sich wirklich dem Ausbau der Straßenbahn zuwenden. Neben der Tatsache, dass ich dort für das selbe Geld ein zigfaches an Streckenlänge bekomme sollte man auch mal den Unterhalt der Strecken betrachten. Und da wird die Ubahn zu einem riesigen Kostenfaktor.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Re: U-Bahn Gesamtnetz
08.01.2018 15:02
Zitat
werkstattmeister

In meinen Augen sollte man anstelle immer weiterer teurer Ubahnstrecken mal langsam anfangen sich wirklich dem Ausbau der Straßenbahn zuwenden. Neben der Tatsache, dass ich dort für das selbe Geld ein zigfaches an Streckenlänge bekomme sollte man auch mal den Unterhalt der Strecken betrachten. Und da wird die Ubahn zu einem riesigen Kostenfaktor.

Danke @Werkstattmeister,

Du bringst es auf den Punkt!

Wenn es jemals sinnvolle U-Bahn-Strecken in Nürnberg gegeben hat: Jetzt gibt es keine mehr! Alle denkbaren sinnvollen Trassen sind bereits realisiert oder in Bau. Jetzt gilt es, das Straßenbahnnetz auszubauen. Auch für die sinnvollsten Vorschläge dafür ist angeblich kein Geld in der Kasse!
Hallo allseits,

Im Berliner Forum hatte einer als Unterschrift mal einen Spruch, der leicht abgewandelt auch hier gilt: Eine U-Bahn ist besser, als keine Straßenbahn.

Soll heißen, sofern man sich in angemessener Frist (sagen wir mal bis 2035) zu keiner weiteren Tramstrecke aufraffen konnte, bevor in Sachen Nahverkehr gar nix mehr passiert, und die Gelder dann zweckentfremdet würden, u. B für den Feankenschnellweg, sollen die lieber weiter U-Bahnen bauen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

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