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Ursprüngliche Planungen U 1 Fürth
geschrieben von Julian 
Zitat
Marktkauf
In vielen Städten gibt es enge Straßenzüge, die einen eigenen Gleiskörper nicht zulassen. Man wird sich umstellen müssen und auch Schienen im Strassenbereich zu fördern. Wir werden keine Verkehrsprobleme lösen, wenn wir in den bisherigen Regeln verweilen...

Die Stadt Fürth wird wohl keinen Meter U-Bahn mehr bauen lassen. Das Thema ist wohl durch.

Und dann hat man wieder die gleichen Probleme wie lange vor meiner Geburt oder noch heute in der Nürnberger Südstadt teilweise. Irgendwann kommt man dann wieder auf die Idee, relativ neue Straßenbahnstrecken doch durch Tunnelstrecken zu ersetzen.
Dass Projekte diesen Ausmaßes nicht von heute auf morgen geplant oder gar beschlossen werden können, liegt ja auf der Hand. Dennoch wäre es eventuell angebracht, ähnlich wie beim Ausbau bis (leider nur) Gebersdorf zukunftsfähig zu planen. Man kann ja wohl zum aktuellen Zeitpunkzt nicht davon ausgehen, dass die Bebauung zwischen Nürnberg und Fürth in den nächsten Jahrzehnten dramatisch abnehmen würde.
Und das Argument der Konkurrenz zur U1 finde ich noch nicht ernstzunehmend. Vor allem dann nicht, sollte man doch auf die Idee kommen, die U3 irgendwann bis Altenberg-Zirndorf zu verlängern.
anJulian,

also ich habe mir den Plan jetzt auch zu Gemüte geführt, und hätte paar Fragen.

Interpretiere ich den Plan richtig, das die U-Bahnspange in die U1 einfädelt, und dieser dann bis Hardhöhe folgt? Falls ja, hieße das AGT-Ausrüstung für Fürth (eine Zwangsautomatisierung der U1 ließe sich ggf verhindern, da die Züge quasi die ab Eberhardhof durch die (ex)U11 gelassenen Lücken nutzen könnten, dann liefe es eben auf langfristigen Mischbetrieb konventionell/AGT innerhalb Fürths hinaus. Allerdings könnte es dann mit den Bahnsteigwenden in Hardhöhe eng werden. Gleistechnisch am besten wärend wohl Wenden an der Stadthalle (Y-Wendegleis), das begrenzt aber den Nutzen für Fürth. Welcher Endpunkt wäre vorgesehen?

Wäre ein prinzipielles offenhalten der U-Bahnoptionen Richtung Norden nicht doch irgendwie erstrebenswert, auch wenn das dann anstelle des schwierigen in die U1-Einfädelnds ein rechtwinkliges Unterfahren und einen zweiten Bahnsteig am HBF erfordert?

Ich würde folgende Trassenänderung anregen: Nach Stresemannplatz würde ich die Trasse etwas mehr nach Westen ausholen lassen, um den Bf Fronmüllerstraße nicht quer sondern längs unter selbiger Straße zu haben. Man könnte dann unter der Fronmüllerstraße einen zweiten U-Bahnhof etwa da wo der orange und der hellgrüne Bus aufeinnader treffen legen, und hätte so einen größeren Teil der Südstadt in den U-Bahnsprengeln. Radientechnisch sollte Höfen immer noch erreichbar sein können (der Bf Höfen rutscht dabei geringfügig nach Osten)

Und zuletzt möchte ich mal die Systemfrage stellen: Könnte diese Trasse zwar als Tunnelbauwerk, aber statt mit U-Bahn innen drin als Straßenbahntunnel ggf nicht sogar bessere die bessere Wahl sein? Diese Linie könnte dazu führen, das Gebersdorf - Oberasbach als auch Röthenbach - Stein satt als U-Bahn auch als Stadtbahn wieder denkbar würden, mit allen Erleichterungen die das mit sich brächte, ggf würden weitere Ausfädelungen es sogar ermöglichen, den tunnel als Fürther Straßenbahnstammstrecke zu nutzen, und trotzdem ein flächiges Netz für Fürth statt Einzellinien anzulegen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
an Straßaboh-Fan

Nach meinem Wissenstand war die Linie in die Flößaustraße aber komplett straßenbündig, ohne eigenen Gleiskörper (spätenstens aber der Fürther Freiheit keinen mehr) vielleicht waren Teile der Trasse zumindest abmarkiert (kann das jemand bestätigen/ dementieren?), die Haltestellen müssten dann folglich mit Straßeneinstieg gewesen sein, und die Straßenbahn musste sich komplett im Autoverkehr bewegen.

Anders gesagt: Die alte Trasse wieder aufzubauen wäre nach heutigen Baugrundsätzen a) nicht förderfähig, b) die Haltestellen nicht behindertengerecht, und c) die Streckenführung nicht beeinflussungsfrei, kurzum, ein Alptraum von einer Straßenbahnstrecke. Denken wir doch nurmal an das "Geschiss" was die letzten straßenbündigen Einstiege zwischen Mögeldorf und Tiergarten inzwischen erfordern (in Sachen baulicher Befestigung, Markierungen, Signalanlagen usw), und übertragen wir das auf die ungleich geschäftigere Fürther Schwbacher Straße.

Auch die einst für die Verlängerung geplanten Straßen dürften, wenn überhaupt, nur auf kurzen Längen eigene Bahnkörper zulassen. Ob dann die Straßenbahn wirklich eine sehr große Verbesserung darstellen würde - käme sie denn wieder - wäre die Frage, wenn schon die nicht spurgebundenen Busse dort - zumindest wenn ich mal da fahre - durchaus so ihre Not zu haben scheinen, da durchzukommen.

Ich meine ja nur, wenn die Straßenbahn damals eben nicht eingestellt worden wäre, dann hätte man sicherlich mit Abmarkierungen gearbeitet und die Haltestellen so versetzt, dass jeweils Haltestelleninseln entstehen. In der Pirckheimer Str. war sie auch bis vor wenigen Jahren vorhanden und straßenbündig. Und das sie zu ALLEN ZEITEN im Stau stimmt einfach nicht. Klar in den Stoßzeiten, aber da steht ja der PKW Verkehr auch.
Gut die Tram in der Pirckheimer ist genauso Geschichte wie die in der Schwabacher Str.
Ich weiß nicht warum man sich immer so schwer tut etwas neues zu schaffen, wo doch früher schon mal was gefahren ist (siehe Altstadttram).
Man müsste natürlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen aufweichen um auch Gleise ohne eigenen Gleiskörper förderwürdig zu machen.
Leider ist das alles Utopie, da die heilige Kuh Auto für uns alle viel zu bequem ist und nach wie vor zu günstig, zu schnell als der ÖPNV.
Von daher verstehe ich ja sehr gut eure Argumente, dass nur eine schnelle Linie wie eine U Bahn die Massen ansziehen kann, oder eben eine Tram auf eigenem Gleiskörper.

In Budapest gibt es im Stadtsüden die Linien 51 und 52 die den Stadtteil Pesterszebet mit diversen Schleifenfahrten in Einbahnrichtung erschließen. Auf YouTube kann man da mitfahren und sehen wie eng es da zugeht.
Allerdings ist das da in Budapest so "gewachsen".
Das wär ja auch eine Lösung für die Fürther Südstadt..... aber halt, da sind wir ja dann doch wieder bei den merkwürdigen Windungen der diversen Fürther Buslinien.

Ich stell mir grade vor wie die Flößau-Tram "mitgewachsen" wäre bis heute....
Zitat
Franquesa


Die Wendeschleife war eine Blockumfahrung durch Flößau-, Hätzner- und Kiderlinstraße. Beide Straßen sind noch da, nur die Zufahrt zur Kiderlinstraße aus der Schwabacher wurde abgetrennt. Auf einem Plan habe ich die Streckenführung Flößaustraße - Glückstraße - Kaiserplatz - Waldstraße - Ritterstraße - Jakobinenstraße gesehen, aber ich weiß nicht wie offiziell die Planung war.


Ich bin da mal mit dem Fahrrad abgefahren und fand die alte Blockumfahrung partout nicht mehr. Weil es wohl keine Zufahrt in die alte Kiderlinstr. gibt, bzw. ich keine fand.

Ich hab in der aktuellen Ausgabe der "Die Straßaboh" die Quelle im Aufsatz "Straßenbahnstrecken die nie kamen" gefunden.
Dort heißt es das man seit 1924 ein Querverbindung von der Schwabacher zur Jakobinenstr. geplant hat. Zunächst war eine Führung entlang der Herrnstr. mit einem Abzweig in die Leyher Str. bis Stadtgrenze/Höfener Str. geplant. Ab 1952 plante man die Strecke über Flößaustr. - Glückstr. - Kaiserplatz - Ritterstr. zur Jakobinenstr.
Also hast du wahrscheinlich auch diesen Artikel gelesen.
Das sind ja immer die spannendsten Artikel, was früher so geplant war.
Zitat
Straßaboh-Fan
Ich bin da mal mit dem Fahrrad abgefahren und fand die alte Blockumfahrung partout nicht mehr. Weil es wohl keine Zufahrt in die alte Kiderlinstr. gibt, bzw. ich keine fand.

Geh doch mal mit dem Bayernatlas auf Zeitreise ins Jahr 1960, da ist die Schleife eingezeichnet: [geoportal.bayern.de]

Wie gesagt, von der Schwabacher abgetrennt, die Kiderlinstraße ist nur über die Hätznerstr. zu erreichen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.06.2017 22:34 von Franquesa.
@Franquesa:
In der neuen VAG Kundenzeitung steht nun tatsächlich dass die Buslinie 37 zum Fahrplanwechsel im Dezember von der Kriegsopfersiedlung "mindestens" bis zur Haltestelle Stadtgrenze verlängert wird.

Wow, dass ich das noch erleben darf.... klingt ja so als ob sie möglicherweise doch weiterfährt in den Fürther Süden.

Back to Topic: ich finde nirgendwo alte Planungen für die U1 in Fürth, die Planungen für die U1 waren anscheinden immer so wie heute realisiert. Ich kenne keine anderen und ich bin 50.

ABER es gab Planungen für eine Stadtbahn. Falls du das meinst? Da gab es mal das sogenannte Lambert Gutachten für eine Stadtbahn auf die Hardhöhe. Das haben wir aber bereits an einer anderen Stelle in diesem Forum ausreichend diskutiert.
Auch bei Herrn Lambert wäre der Ast zur Flößaustr. eingestellt worden, da die Stadtbahn ja auch unterirdisch durch die Fürther Innenstadt gefahren wäre, und eine Ausfädelung mit anschließender Rampe in die Schwabacher Str. wäre nicht realisierbar gewesen.

Du hast dir wirklich viel Mühe gegeben Julian.
Wie man es dreht und wendet man kann mit einer U Bahn nicht soviele Kurven und Radien fahren um alles zu bedienen. Da wird es halt leider einfach zu teuer und zu lange (Fahrzeit) und die Ziele der Leute sind zu unterschiedlich, wie bereits eingebracht wurde.
Auch mit Nachverdichtung kriegt man in die be-/verbaute Südstadt nicht mehr Leute rein.
Ich persönlich halte daher eine U Bahn für die Fürther Südstadt für überdimensioniert, auch auf Sicht der nächsten 20 Jahre.
Eine Tram haltet ihr für nicht machbar da straßenbündig... sie wäre aber für das Verkehrsaufkommen gemacht, aber dann fallen Busse weg, Haltestellen fallen weg...
nun dann sind wir uns ja einig dass es wohl beim Bus bleiben wird. Das scheint momentan der Status Quo für die Fürther Südstadt zu sein.
Interessant wäre jetzt wie man die Buslinien überarbeiten könnte.

Klar ist dein Plan schön und wäre toll, aber sehe es mal mit den Augen einer klammen Stadtkasse plus den Augen eines U Bahnplaners/Ingenieurs..... so einfach ist das eben leider nicht.
an straßabohfan

> Man müsste natürlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen aufweichen um auch Gleise ohne eigenen Gleiskörper förderwürdig zu machen.

Darin stimme ich dir zu, allerdings ist das keine Lösung für überall. Ich sag mal so, die Altstadttram zum Beispiel kann man, ja muss man geradezu durchgängig straßenbündig bauen, das ist an dieser Stelle aber kein so großes Problem - vielleicht ein bischen zwischen Rathaus und Ratzhenauplatz, aber da ist zu den meisten Zeiten das durchkommen nicht allzu gefährdet. Die Schwabacher Straße in Fürth schätze ich diesbezüglich anders ein. Entweder müsste man die Bahn dann an den Straßenrand legen (quasi wie Julienstraße nur durchgehend) aber selbst dann ist da eigentlich der Verkehr so ernorm, das man vermutlich - wäre es nicht zum U-Bahnbau gekommen, heute eher darüber nachdenken würde, wie man die Linie irgendwie aus dem Verkehr heraus bekäme - vielleicht wäre das dann der erste Fürther Tunnel geworden, statt dem an der Jakobinienstraße. Ich denke, dort wäre ein Mischverkehr heute nicht mehr tragbar. Klar kann man argumentieren, mit der Tram säßen mindestens 15% mehr Leute in den Öffentlichen, das stimmt auch, nur glaube ich, der Verkehr auf der Schwabacher ist mehr überregional orientiert, sodass die Tram, sofern man sie nicht bis Stein und Zirndorf weiter baut, hier kaum Verkehrsreduzierende Effekte erzieheln kann (nur die Bushäufigkeit könnte gesenkt werden, aber ob weniger Busse an dieser Stelle wirklich das Entscheidende sind, damit der Verkehr spürbar zurückgeht, bezweifle ich)

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Ich denke, das ist mit "dem Verkehr" ist oft viel weniger ein können als ein wollen bzw. trauen. Ein Mischverkehr auch auf vollen und engen Straßen: z.B. Bucher Str, Wölckernstr in Nürnberg. Betrieblich nicht der Hit, aber halt ein Kompromiss, um mit begrenztem Raum umzugehen. Schöner wären natürlich beruhigte und begrünte Straßen, durch die eine Straßenbahn dahingleitet - da sind wir uns wohl alle einig.
Man wird in einigen Jahren dazu übergehen (müssen), Straßenbahngleise in der Straße zu bezuschussen. Man muss auch umdenken. Nicht die Straßenbahn in der Straße blockiert den flüssigen Verkehr. Es sind die Autos, die dem ÖPNV im Weg stehen. ÖPNV ist ökologisch und sinnvoll, zu viele Autos sind wohl das Gegenteil...
> Nicht die Straßenbahn in der Straße blockiert den flüssigen Verkehr. Es sind die Autos, die dem ÖPNV im Weg stehen.

Sachlich richtig, nur ist es die Straßenbahn, die dann hinter den Autos steht, und es dann noch schwerer hat, offenbar weil die Leute lieber mit 0,7 Beifahrern um sich im Stau stehen, als in einer vollen Straßenbahn mit 70 Mitfahrgästen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.2017 11:35 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
> Nicht die Straßenbahn in der Straße blockiert den flüssigen Verkehr. Es sind die Autos, die dem ÖPNV im Weg stehen.

Sachlich richtig, nur ist es die Straßenbahn, die dann hinter den Autos steht, und es dann noch schwerer hat, offenbar weil die Leute lieber mit 0,7 Beifahrern um sich im Stau stehen, als in einer vollen Straßenbahn mit 70 Mintfahrgästen.

Statistisch betrachtet sind es eher 0,2 bis 0,3 Beifahrer, ändert aber nichts daran, dass deine Aussage richtig ist.
0,2, 0,3 oder 0,7 Beifahrer. Ihr kennt das Problem. Die Gesellschaft ist zur Vernunft verdonnert. Man hat nur den einen Planeten und die Umweltverschmutzung und der Klimawandel nimmt Fahrt auf. Will die Menschheit weiterleben und der Planet durchatmen, muss es ein Umdenken geben. Wer meint, das Thema sind grüne Spinnereien, sollte sich vor den Spiegel stellen und feststellen, dass er als Mensch zu 100 % aus Natur besteht. Die Erde und die Natur haben keine Zeit mehr... und die Menschheit erst recht nicht!
Zitat
Daniel Vielberth
Interpretiere ich den Plan richtig, das die U-Bahnspange in die U1 einfädelt, und dieser dann bis Hardhöhe folgt? Falls ja, hieße das AGT-Ausrüstung für Fürth (eine Zwangsautomatisierung der U1 ließe sich ggf verhindern, da die Züge quasi die ab Eberhardhof durch die (ex)U11 gelassenen Lücken nutzen könnten, dann liefe es eben auf langfristigen Mischbetrieb konventionell/AGT innerhalb Fürths hinaus. Allerdings könnte es dann mit den Bahnsteigwenden in Hardhöhe eng werden. Gleistechnisch am besten wärend wohl Wenden an der Stadthalle (Y-Wendegleis), das begrenzt aber den Nutzen für Fürth. Welcher Endpunkt wäre vorgesehen?

Ja, ich hätte sowohl für U 1 als auch für U 13 als westlichen Endpunkt "Hardhöhe" vorgesehen. Ob das aus zeitlichen Gründen tatsächlich möglich wäre, bliebe zu klären. Anderenfalls müsste geprüft werden, bei welcher Linie es sinnvoller wäre, sie bis "Stadthalle" zurückzuziehen; hier würde ich eine ergebnisoffene Untersuchung U 1 oder U 13 begrüßen.
Allgemeine Informationen, z. B. mögliche Taktzeiten können unten stehender Abbildung entnommen werden. Wie man wohl erkennt, bin ich ein Fan von Visualisierungen..


Zitat
Daniel Vielberth
Wäre ein prinzipielles offenhalten der U-Bahnoptionen Richtung Norden nicht doch irgendwie erstrebenswert, auch wenn das dann anstelle des schwierigen in die U1-Einfädelnds ein rechtwinkliges Unterfahren und einen zweiten Bahnsteig am HBF erfordert?

Wenn ich die Planungen des NVEP 2025 richtig interpretiere, dann wäre auch hier kein zweiter Bahnsteig am Fürther Hbf errichtet worden. Im Übrigen muss ich auch sagen, dass ich von einer Verlängerung in Richtung Norden nicht überzeugt bin. Hier schätze ich das Aufkommen im vergleich zur Südstadt als deutlich zu gering ein, was ja auch der NVEP so bestätigt. Im Übrigen verhindert eine nördliche Erweiterung keineswegs, dass zahlreiche Busse in Richtung Norden fahren müssen. Ich bezweifle also den tatsächlichen Nutzen.

Zitat
Daniel Vielberth
Ich würde folgende Trassenänderung anregen: Nach Stresemannplatz würde ich die Trasse etwas mehr nach Westen ausholen lassen, um den Bf Fronmüllerstraße nicht quer sondern längs unter selbiger Straße zu haben. Man könnte dann unter der Fronmüllerstraße einen zweiten U-Bahnhof etwa da wo der orange und der hellgrüne Bus aufeinnader treffen legen, und hätte so einen größeren Teil der Südstadt in den U-Bahnsprengeln. Radientechnisch sollte Höfen immer noch erreichbar sein können (der Bf Höfen rutscht dabei geringfügig nach Osten)

Man könnte somit auch den östlicheren Teil der Südstadt erschließen, ja. Aber gleichzeitig würde auch der Bauaufwand deutlich zunehmen. Ich würde mich wieder fragen: Können Buslinien dadurch ersetzt werden?

Zitat
Daniel Vielberth
Und zuletzt möchte ich mal die Systemfrage stellen: Könnte diese Trasse zwar als Tunnelbauwerk, aber statt mit U-Bahn innen drin als Straßenbahntunnel ggf nicht sogar bessere die bessere Wahl sein? Diese Linie könnte dazu führen, das Gebersdorf - Oberasbach als auch Röthenbach - Stein satt als U-Bahn auch als Stadtbahn wieder denkbar würden, mit allen Erleichterungen die das mit sich brächte, ggf würden weitere Ausfädelungen es sogar ermöglichen, den tunnel als Fürther Straßenbahnstammstrecke zu nutzen, und trotzdem ein flächiges Netz für Fürth statt Einzellinien anzulegen.

Generell möglich wäre das meiner Auffassung nach schon, innerhalb Fürths für mehrere Linien womöglich auch sinnvoll. Allerdings sehe ich folgende Probleme
- Man müsste die Linie bis Fürth Hauptbahnhof zurückziehen, oder Richtung Ikea weiterführen: Umsteigezwang in Fürth von beiden Richtungen der U 1 aus.
- Wo schließt man die Linien an das Straßenbahnnetz Nürnbergs an? Hier bliebe wieder die Möglichkeit über Poppenreuth oder Leyh. Beide Führungen versprechen nicht allzu große Nachfrage.
- Baukosten der Tunnel und Bahnhofsanlagen spart man sich nur zwischen Höfen und Kleinreuth, aber dafür müsste eine lange Verbindungsstrecke nach Nürnberg errichtet werden.
- Südlich der Kalbsiedlung müsste man sicherlich aus dem Tunnel kommen und oberirdisch weiterführen. Ob das städtebaulich in den Bereichen möglich wäre oder die derzeitigen Bauvorhaben zu nahe an der Straße liegen, kann ich jetzt nicht beurteilen.
- eine Führung zwischen Gebersdorf und Eibach könnte den in der Visualisierung angedeuteten Abzweig nach "Hohe Marter" ersetzen. Aber: Was passiert mit der Linie 67? Tram bis Eibach habe ich ja an anderer Stelle auch schon präsentiert.



Warum mit der U3x zur Hardhöhe, warum nicht bis Stadthalle und dort über das Kehrgleis wenden?
Zitat
Franquesa
Warum mit der U3x zur Hardhöhe, warum nicht bis Stadthalle und dort über das Kehrgleis wenden?

Würde die U 3X nur bis Stadthalle verkehren, würde der Nutzen innerhalb Fürths verringert. Sollte dies aber aus betrieblichen Gründen notwendig sein, kann man daran natürlich nichts ändern. Aber das Optimum wäre wohl Hardhöhe.
Zu der gelben U21 oder was auch immer, nach Zirndorf:
Kann sich noch jemand erinnern dass es vor einigen Jahren in Zirndorf eine Bürgerbefragung zum Thema U Bahn Verlängerung ab Gebersdorf gab?
Ich schon. Sie wurde mehrheitlich abgelehnt. Von daher hat sich Zirndorf offiziell von einer U Bahn Verlängerung auf ihr Stadtgebiet bereits verabschiedet.

Zur Fürther Südstadt: So wie die grüne U31 (?) eingezeichnet ist hat sie leider nur 2 Haltestellen in der Fürther Südstadt. Das ist zwar schnell, aber ich glaub das ist einfach zu wenig um die Busse überhaupt um 20 % ersetzen zu können. Dann müsste das ganze Busnetz dort nur auf die U Bahnhöfe ausgerichtet sein, damit Umsteigezwang besteht. Ansonsten fahren die Leute nach wie vor direkt mit dem Bus in die Innenstadt.
Zitat
Straßaboh-Fan
Zu der gelben U21 oder was auch immer, nach Zirndorf:
Kann sich noch jemand erinnern dass es vor einigen Jahren in Zirndorf eine Bürgerbefragung zum Thema U Bahn Verlängerung ab Gebersdorf gab?
Ich schon. Sie wurde mehrheitlich abgelehnt. Von daher hat sich Zirndorf offiziell von einer U Bahn Verlängerung auf ihr Stadtgebiet bereits verabschiedet.

Auch ich kann mich daran erinnern, das hält mich aber nicht davon ab, die Strecke in theoretisch mögliche Planungen miteinzubeziehen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Großreuth bei Schweinau wohl 2020 eröffnet wird. 2019 wird der Weiterbau bis Gebersdorf gestartet und beim derzeitigen Tempo kann man kaum von einer Eröffnung der Haltestelle Gebersdorf merklich vor 2025 ausgehen. Außerdem gibt es noch andere Projekte des ÖPNV die noch vor einer Erweiterung nach Zirndorf/Oberasbach kämen. Bis tatsächlich Planungen für die Erweiterung eingeleitet werden müssten, wäre der Bürgerentscheid rund 20 Jahre her. Ich möchte nur mal ins Gedächtnis rufen, dass in dieser Zeitspanne eine neue Generation heranwächst, die möglicherweise eine andere Einstellung zum Thema U-Bahn in Zirndorf hat als ihre Elterngeneration. Natürlich kann das aber auch niemand garantieren. Wir diskutieren hier ja nicht, was morgen gebaut werden könnte.

Zitat
Straßaboh-Fan
Zur Fürther Südstadt: So wie die grüne U31 (?) eingezeichnet ist hat sie leider nur 2 Haltestellen in der Fürther Südstadt. Das ist zwar schnell, aber ich glaub das ist einfach zu wenig um die Busse überhaupt um 20 % ersetzen zu können. Dann müsste das ganze Busnetz dort nur auf die U Bahnhöfe ausgerichtet sein, damit Umsteigezwang besteht. Ansonsten fahren die Leute nach wie vor direkt mit dem Bus in die Innenstadt.

Hättest Du eventuell eine Idee, wie man die Halte verdichten könnte? Ich bin offen für neue Vorschläge!
Könnte man sich eventuell das hier vorstellen?


Die grüne Linie würde ich vielleicht ein bisschen mehr nach Westen schieben, wer weiß wie viele Fahrgäste die Löhe-Hochschule im Südstadtpark ausspuckt.

Die gelbe Linie umschifft großzügigst den Krisenherd Altfeld. Das wäre der Knackpunkt gewesen. Aber ob der Vorschlag bei der Begutachten einen positiven Wert erreichen kann?
Ich habe jetzt einfach die bisherigen Planungen bis Gebersdorf unverändert übernommen. Demnach wurde der Bahnhof Kleinreuth ja zu Gunsten der bereits bestehenden Benauung gen Nordosten verschoben.
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