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Infrastrukturmassnahmen des Berliner Senats
geschrieben von krickstadt 
Zitat
Stefan Metze
Ich denke mal die Aufwertung zu einem 10 Minuten Takt wäre für viele Mahlsdorfer schon reizvoll genug. Ich denke nicht dass man den Hultschiner Damm zweigleisig ausbauen müsste, da sind ausreichend Ausweichmöglichkeiten, wenn auch wartungsintensiv, aber sie funktionieren, auch für einen 10 Minuten Takt.

Hier spart man an der falschen Stelle. Auf Dauer sind die Personale für die Wartung teurer als die Zinsen für die Ausbaukosten. Einen stabilen Zehnminutentakt bekommt man mit mehreren Ausweichen in Folge nicht hin. Jede noch so kleine Verzögerung überträgt sich auf die Gegenzüge und wird so zum Problem. Zur Bauzeit der Strecke war das etwas anderes, da war die Straßenbahn das schnellste Verkehrsmittel auf der Straße und ohne ernsthafte Konkurrenz. Verspätungen holte man locker auf.
Selbst die Rahnsdorfer Strecke und die Uferbahn nebst Zulaufstrecke Köllnischer Platz - Grünau wurden durch die BVG bzw. BVB durchgehend zweigleisig ausgebaut, um die Kosten zu senken. Heute kann sich das keiner mehr vorstellen, auch in der Edisonstraße gab es einen eingleisigen Abschnitt. Wie oft musste ich da in die Eisen steigen, weil der Gegenzug einen Moment eher den Kontakt schaltete ...

so long

Mario
Die Ausbaupläne im Hultschiner Damm haben sich mit den Bau des Fahrradweges erledigt. Seit dem sehe ich da kein Platz mehr für ein zweites Gleis. Da wo heute der übrigens sehr schöne Radweg ist, war ursprünglich die Trassenfreihaltung für ein zweites Gleis.

Gruß fairsein
Beim Hultschiner Damm muss man ganz anders denken und mal was ausprobieren, was in Berlin absolut neu ist. Da hab ich mir mal Gedanken dazu gemacht. Und zwar baut man zw. Hubertus und Rahnsdorfer Str. den Hultschi so um, dass 3 Fahrspuren nebeneinander zur Verfügung stehen. Die Straßenbahngleise sind jeweils außen, sodass auch die Haltestellen weiterhin barrierefrei ausgestaltet sind und man einfach und schnell in die Tram einsteigen kann. Der ganze Hultschiner Damm wird wie bei der Heerstr. mit einer Lichtzeichenanlage gesteuert, die sagt, ob man in der Mittelspur nur in die Seitenstraßen n. links abbiegen darf oder wenn grad ne Tram dort fährt, dass dann die Mittelspur als Überholspur fungiert. Der Fahrradweg könnte so bleiben oder jeweils ganz normal rechts entlang den Fahrspuren entlangführen. So wird keiner behindert. Die Straßenbahn kann frei in eine Richtung fahren - ohne Gegentram. Der MIV wird durch die Tram nicht gestört und die Linksabbieger blockieren nich ständig die Fahrspur beim abbiegen. Das ist übrigens ein großes Ärgernis der Autofahrer. Alle würden profitieren. Bäume müssten an sich nicht gefällt werden, da die beiden bisherigen Fahrspuren und die Tramstrecke zusammengefügt werden würden. Und dazwischen sind kaum Bäume. Die Bäume auf der anderen, östlichen Seite können allesamt so stehen bleiben. ^^

LG
Zitat
der weiße bim
Hier spart man an der falschen Stelle. Auf Dauer sind die Personale für die Wartung teurer als die Zinsen für die Ausbaukosten. Einen stabilen Zehnminutentakt bekommt man mit mehreren Ausweichen in Folge nicht hin. Jede noch so kleine Verzögerung überträgt sich auf die Gegenzüge und wird so zum Problem. Zur Bauzeit der Strecke war das etwas anderes, da war die Straßenbahn das schnellste Verkehrsmittel auf der Straße und ohne ernsthafte Konkurrenz. Verspätungen holte man locker auf.

Da sind wir wieder beim beliebten Spiel lieber Maximalforderungen aufzustellen als das zu machen was realistisch ist. Ich hab schon Ingolf mit den Kannonen und den Spatzen im Ohr. ;-) Die einseitige Kostenbetrachtung hilft nicht wirklich, der Gesamtausbau würde die Kosten deutlich steigern, käme einem kompletten Neubau gleich und würde vermutlich in der entsprechenden Nutzen-Kosten-Untersuchung durchfallen.

Der 10er-Takt ist sinnvoll und notwendig, dafür braucht es in erster Linie eine Ausweichstelle am Wilhelmsmühlenweg. Geboten wird immerhin der zweigleisige Ausbau ab Rahnsdorfer Straße, womit sehrwohl ein stabiler 10er-Takt möglich ist. Offensichtlich klappt es ja schon heute mit den Schülerzügen. Ganz ohne Reserveausweichen schaffen es sogar die Woltersdorfer. Und völlig entspannt sieht man es in Amsterdam, wo es mit Gleisverschlingungen und ohne Signale bei deutlich dichterem Takt (meist) funktioniert. Mit denn dann nötigen ZR-Fahrzeugen machen sich sogar die Vorteile der vielen Weichen bemerkbar, denn bei Betriebsstörungen könnte dann flexibel bis an die Störungsstelle gefahren werden, wie es in Schöneiche Standard ist.

--- Signatur ---
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Nanü, noch keine Reaktion zur geplanten RB19 und der Verlängerung der RB22 nach KW? Ist zwar keine Berliner Planung, sondern eine Potsdamer, aber bevor man ein neues Thema eröffnet...
Zitat
hansaplatz
Nanü, noch keine Reaktion zur geplanten RB19 und der Verlängerung der RB22 nach KW? Ist zwar keine Berliner Planung, sondern eine Potsdamer, aber bevor man ein neues Thema eröffnet...

Wie soll die RB19 aussehen? Die RB22-Verlängerung halte ich für sinnvoll.
Zitat
hansaplatz
Nanü, noch keine Reaktion zur geplanten RB19 und der Verlängerung der RB22 nach KW? Ist zwar keine Berliner Planung, sondern eine Potsdamer, aber bevor man ein neues Thema eröffnet...

Das sind außerdem keine Infrastrukturmaßnahmen, weil dafür nichts gebaut werden soll, sondern ggf. Neubestellungen nach Ausschreibung oder Anpassungen bestehender Verkehrsverträge... :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Jay
Zitat
der weiße bim
Hier spart man an der falschen Stelle. Auf Dauer sind die Personale für die Wartung teurer als die Zinsen für die Ausbaukosten. Einen stabilen Zehnminutentakt bekommt man mit mehreren Ausweichen in Folge nicht hin. Jede noch so kleine Verzögerung überträgt sich auf die Gegenzüge und wird so zum Problem. Zur Bauzeit der Strecke war das etwas anderes, da war die Straßenbahn das schnellste Verkehrsmittel auf der Straße und ohne ernsthafte Konkurrenz. Verspätungen holte man locker auf.

Da sind wir wieder beim beliebten Spiel lieber Maximalforderungen aufzustellen als das zu machen was realistisch ist. Ich hab schon Ingolf mit den Kannonen und den Spatzen im Ohr. ;-) Die einseitige Kostenbetrachtung hilft nicht wirklich, der Gesamtausbau würde die Kosten deutlich steigern, käme einem kompletten Neubau gleich und würde vermutlich in der entsprechenden Nutzen-Kosten-Untersuchung durchfallen.

Der 10er-Takt ist sinnvoll und notwendig, dafür braucht es in erster Linie eine Ausweichstelle am Wilhelmsmühlenweg. Geboten wird immerhin der zweigleisige Ausbau ab Rahnsdorfer Straße, womit sehrwohl ein stabiler 10er-Takt möglich ist. Offensichtlich klappt es ja schon heute mit den Schülerzügen. Ganz ohne Reserveausweichen schaffen es sogar die Woltersdorfer. Und völlig entspannt sieht man es in Amsterdam, wo es mit Gleisverschlingungen und ohne Signale bei deutlich dichterem Takt (meist) funktioniert. Mit denn dann nötigen ZR-Fahrzeugen machen sich sogar die Vorteile der vielen Weichen bemerkbar, denn bei Betriebsstörungen könnte dann flexibel bis an die Störungsstelle gefahren werden, wie es in Schöneiche Standard ist.

Sehe ich auch so. Vor der Sanierung der Strecke auf dem Hultschiner Damm stand die Frage zwei Gleise mittig im Hultschiner Damm oder links und rechts jeweils ein Gleis. Man wollte unbedingt den dörflichen Charakter Mahlsdorfs und der ursprünglichen Trasse erhalten, also entschied man sich auf dem Hultschiner Damm zu dem was wir jetzt dort vorfinden. Jede zweite Haltestelle ist eine Ausweichstelle, mit Ledeburstraße und Rahnsdorfer Straße sind sogar zwei Haltestellen hintereinander Ausweichstellen. Damit sollte wohl ein stabiler 10 Minuten Takt zu fahren sein.

Warum testet man es nicht einfach mal in der Praxis und lässt die Mahlsdorf-Süd Verstärker mit ZR Fahrzeugen bis Rahnsdorfer Straße fahren und bildet so einen 10 Minuten Takt?
Dann hat man die Praxis und kann entscheiden ob sich ein zweigleisiger Ausbau ab Rahnsdorfer Straße bis S-Bahnhof Mahlsdorf technisch lohnt.

Und sollte eine Störung vorliegen, zum Beispiel dass ein PKW mal wieder die Vorfahrt missachtet hat, dann ist es sowieso egal ob alle 20 oder 10 Minuten gefahren wird.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Jay
Da sind wir wieder beim beliebten Spiel lieber Maximalforderungen aufzustellen als das zu machen was realistisch ist. Ich hab schon Ingolf mit den Kannonen und den Spatzen im Ohr. ;-) Die einseitige Kostenbetrachtung hilft nicht wirklich, der Gesamtausbau würde die Kosten deutlich steigern, käme einem kompletten Neubau gleich und würde vermutlich in der entsprechenden Nutzen-Kosten-Untersuchung durchfallen.

Es war ja klar, dass sofort wieder das Kostenargument kommt, das auf dem Weg zu einem wirklich attraktiven und sicheren Nahverkehrssystem nicht weiterhilft. Der zweigleisige Ausbau des Berliner Straßenbahnnetzes ist jedoch genau aus Gründen der Wirtschaftlichkeit dringend geboten. Den Straßenraum nach über 100 Jahren Straßenbahnbetrieb neu aufzuteilen und dabei die gesamte kommunale Infrastruktur auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen, ist auch in den Außenbezirken kein unrealistisches Ziel und keine "Maximalforderung".
Allerdings wäre dafür ein Zeitpunkt nach Vollendung der Tangentialverbindung Ost sicher vorteilhaft, da dann der Nord-Süd-Durchgangsverkehr außen vor bliebe und man den öffentlichen Straßenraum zugunsten der erwünschten stärkeren Rolle des ÖPNV und des Fahrradverkehrs umgestalten könnte.
Leider hat die Straßenbahn selbst bei Ihren Befürwortern zu wenig Einfluss auf die Politik, um Altlasten aus der Vergangenheit, zu denen in beide Richtungen befahrene eingleisige Abschnitte zweifellos gehören, nicht durch Stilllegung (wie zuletzt in Gartenstadt und Altglienicke vollzogen), sondern durch Ausbau und Verlängerung zu beheben. Es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, dass der Gesetzgeber die Verhinderung von Kollisionsgefahren durch obligatorische Ausrüstung mit Zugsicherungtechnik (wie unlängst bei der Eisenbahn) gesetzlich anordnet. Spätestens dann muss die Frage Ausbau oder Einstellung endgültig entschieden werden.

Inzwischen gibt es übrigens in der Anlagenplanung Überlegungen, die negativen Erscheinungen der vielen Federweichen durch neue Technik zu verringern. In Verbindung mit der ohnehin anstehenden Erneuerung der Signalanlagen wird geprüft, alle Federweichen durch neue Weichen mit elektromechanischen Antrieben zu ersetzen, um sie vor dem Befahren in die korrekte Endlage zu bringen und mechanisch zu verriegeln. Damit wäre das Befahren mit der zulässigen Streckenhöchstgeschwindigkeit möglich, die knallenden Geräusche der zurückschlagenden Weichenzungen und der beim Aufschneiden entstehende hohe Verschleiss an Radsätzen und Weichen könnte vermieden oder stark verringert werden. Gegner halten das allerdings für einen Beitrag zur langfristigen Arbeitsplatzerhaltung für Lieferanten und Instandhalter. Ob sich die Störhäufigkeit dadurch senken lässt, sehe ich zumindest skeptisch. Wasser, Schnee, Eis, Laub, Schmutz, Frost und Hitze werden weiter wirken.
Man vergleiche nur mal die Häufigkeit von Betriebsstörungen und den Wartungsaufwand der ähnlich langen und im 20-min-Intervall befahrenen Streckenäste Friedrichshagen - Rahnsdorf und Mahlsdorf-Süd - Mahlsdorf miteinander ...

so long

Mario
Zitat
Stefan Metze

Warum testet man es nicht einfach mal in der Praxis und lässt die Mahlsdorf-Süd Verstärker mit ZR Fahrzeugen bis Rahnsdorfer Straße fahren und bildet so einen 10 Minuten Takt?
Dann hat man die Praxis und kann entscheiden ob sich ein zweigleisiger Ausbau ab Rahnsdorfer Straße bis S-Bahnhof Mahlsdorf technisch lohnt.

Und sollte eine Störung vorliegen, zum Beispiel dass ein PKW mal wieder die Vorfahrt missachtet hat, dann ist es sowieso egal ob alle 20 oder 10 Minuten gefahren wird.

Das sind ja wieder zahlreiche Zusatzkilometer, wo die BVG doch schon kleinste Fahrten streicht wie z.b. die 300 Meter beim X11 zwischen Zehlendorf Eiche und Busseallee.
Die Miete in den Trias-Towern wird nicht billiger, während die eigenen Gebäude vergammeln ... also muss die zahlende Kundschaft ran ... und geht den Rest zu Fuß. =)
Zitat
der weiße bim
Zitat
Jay
Da sind wir wieder beim beliebten Spiel lieber Maximalforderungen aufzustellen als das zu machen was realistisch ist. Ich hab schon Ingolf mit den Kannonen und den Spatzen im Ohr. ;-) Die einseitige Kostenbetrachtung hilft nicht wirklich, der Gesamtausbau würde die Kosten deutlich steigern, käme einem kompletten Neubau gleich und würde vermutlich in der entsprechenden Nutzen-Kosten-Untersuchung durchfallen.

Es war ja klar, dass sofort wieder das Kostenargument kommt, das auf dem Weg zu einem wirklich attraktiven und sicheren Nahverkehrssystem nicht weiterhilft. Der zweigleisige Ausbau des Berliner Straßenbahnnetzes ist jedoch genau aus Gründen der Wirtschaftlichkeit dringend geboten. Den Straßenraum nach über 100 Jahren Straßenbahnbetrieb neu aufzuteilen und dabei die gesamte kommunale Infrastruktur auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen, ist auch in den Außenbezirken kein unrealistisches Ziel und keine "Maximalforderung".

Allgemeinplätze helfen hier nicht weiter. Und selbstverständlich muss sich auch der Ausbaustandard von Anlagen des ÖPNV einer Kosten-Nutzen-Untersuchung unterziehen. Und glücklicherweise findet das auch so statt.

Und so kommen wir zu unserem Beispiel in Mahlsdorf:
Die verfügbare Straßenraumbreite im Hultschiner Damm lässt sich ohne weiteres nicht erweitern. Es sei denn, Du möchtest über mehrere Kilometer alle Vorgärten schleifen und etliche an die Straße heranreichenden Häuser abreißen. Das könnte in der Summe schnell einen dreistelligen Millionenbetrag kosten - um eine solche Summe durch reduzierte Betriebskosten wieder reinzuholen, würde man schon einige hunderte Jahre benötigen.
Im vorhandenen Straßenraumprofil gibt es auch nur wenige Spielräume, da es hier nur Platz für insgesamt drei Spuren gibt (zwei für Auto eine für Straßenbahn). Selbst die sonst in Berlin allgegenwärtigen Randparkplätze gibt es hier kaum. Selbst ein Zugriff auf den Radweg auf der östlichen Straßenseite dürfte kaum für ein komplettes Gleis reichen - die Frage wäre dann zudem, wohin mit dem Radverkehr.
Bliebe dann also beim Bau einen zweiten Gleises nur die Option eines straßenbündigen Gleises - somit auch keine optimale Lösung.

Wo es Platz für zmindest ein Gleis in separierter Randlage gibt, ist der Abschnitt des Hultschiner Damms kurz vor Alt Mahlsdorf (heute straßenbüdiges Gleis), da sich hier am Rand kaum bebaute und verwilderte Gewerbegrundstücke befinden.
In der Hönower Straße (nördlich Alt Mahlsdorf) ist eine straßenbündige Führung einzig realistisch und städtebaulich verträglich.

Um auf das Wortspiel von oben aufzunehmen: Niemand wird heute Kanonen einsetzen, um über mehrere Kilometer die Straßenrandbebauung für ein zweites Straßenbahngleis wegzuschießen… ;-)

Ingolf
Off-Topic
12.04.2013 03:08
Zitat
Ingolf
[...] Und selbstverständlich muss sich auch der Ausbaustandard von Anlagen des ÖPNV einer Kosten-Nutzen-Untersuchung unterziehen. Und glücklicherweise findet das auch so statt. [...]

Echt? Und warum gibts dann entweder gar nichts oder vergoldete Straßenbahnhaltestellen mit vier leuchtenden Haltestellenlitfaßsäulen, zwei überteuerten DAISY-Anzeigern und Gitterorgien einer Jahresstahlwerksproduktion? Das sieht zwar alles recht hübsch aus, aber beispielsweise könnte es statt 50 Daisys tausende kleinere Anzeiger an fast jeder Haltestelle geben. Statt jeden Fahrgast einzeln einzugittern, kann man sich selbst das Geld und damit dem Fahrgast Umwege und Nerven sparen. Ich persönlich brauche auch nicht unbedingt einen tausendjährigen Leuchtobelisken an jedem Haltestellenzugang, wenn der aktuelle Fahrplan darin fehlt. Und dann wären da natürlich noch diverse überflüssige Räumlich- und Persönlichkeiten...
Re: Off-Topic
12.04.2013 09:33
Irgendwie muß eine Tariferhöhung ja gerechtfertigt werden... :-x
Zitat
DonChaos
Zitat
Ingolf
[...] Und selbstverständlich muss sich auch der Ausbaustandard von Anlagen des ÖPNV einer Kosten-Nutzen-Untersuchung unterziehen. Und glücklicherweise findet das auch so statt. [...]

Echt? Und warum gibts dann entweder gar nichts oder vergoldete Straßenbahnhaltestellen mit vier leuchtenden Haltestellenlitfaßsäulen, zwei überteuerten DAISY-Anzeigern und Gitterorgien einer Jahresstahlwerksproduktion? Das sieht zwar alles recht hübsch aus, aber beispielsweise könnte es statt 50 Daisys tausende kleinere Anzeiger an fast jeder Haltestelle geben. Statt jeden Fahrgast einzeln einzugittern, kann man sich selbst das Geld und damit dem Fahrgast Umwege und Nerven sparen. Ich persönlich brauche auch nicht unbedingt einen tausendjährigen Leuchtobelisken an jedem Haltestellenzugang, wenn der aktuelle Fahrplan darin fehlt. Und dann wären da natürlich noch diverse überflüssige Räumlich- und Persönlichkeiten...

Eine Fehlallokation von Mitteln findet in fast allen Bereichen leider immer wieder statt - gerade auch in Berlin bstens zu beobachten. Da gibt es viel gößere Brocken, wie zum Beispiel die unzähligen Vorratsbauten im Berliner Untergrund. Da sind die ab und an auftretenden übertrieben ausgestatteten Haltestellen die berüchtigten Peanuts dagegen.

Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig und waren schon oft Thema auch in diesem Forum.
Da spielen Faktoren, wie technische Verliebtheit etlicher Ingenieure (eine technische Maximalausstattung ist aus Prinzip gut, egal welchen Nutzen sie stiftet - als Begriff hierfür steht das englische "technical overkill"), Baulobbyismus (oft nachgewiesen im Fall der Vorratsbauten), Fehlanreize durch ungünstige Fördermittelbindung (maximales Ausschöpfen des Fördertopfes ist wichtiger, als der Nutzen) sowie die Annahme verantwortlicher Stellen, dass nur durch möglichst viele bauliche Maßnahmen Rechtssicherheit im Bereich der Unfallvermeidung hergestellt werden kann (Gitterorgien) eine große Rolle.

Aber nichtsdestotrotz gilt: Wenn an einer Stelle Mittel falsch ausgegeben werden, dann rechtfertigt dies noch lange nicht, dass dies an anderen Stellen auch so sein sollte. Und da schadet es in der Tat nicht, den Protagonisten der Maximierung technischer Standards noch viel stärker auf die Finger zu schauen - wie man anhand der Mahlsdorfer Diskussion ja wieder erkennen kann...

Ingolf



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.2013 09:50 von Ingolf.
Zitat
micha774

Das sind ja wieder zahlreiche Zusatzkilometer, wo die BVG doch schon kleinste Fahrten streicht wie z.b. die 300 Meter beim X11 zwischen Zehlendorf Eiche und Busseallee.

Da bin ich mir aber nicht so sicher, denn laut VBB-fahrinfo fahren die ersten einsetzenden (Verstärker-)Busse ab - und die letzten aussetzenden (Verstärker-)
Busse bis Zehlendorf, Eiche, während die Busse laut Fahrplanaushang (z.Bsp. 19:27h ab Alt-Buckow > Busseallee) weiter fröhlich zur/nach Zehlendorf,
Busseallee fahren.

Ich weiß, bei den 3 Haltestellen ist das nicht großartig relevant, aber es geht um's Prinzip und wieso kündigt die BVG die Verkürzung der Fahrten an, wenn sie die dann nicht
durchführt.

???
Re: Off-Topic
13.04.2013 09:36
Zitat
DonChaos
Straßenbahnhaltestellen mit vier leuchtenden Haltestellenlitfaßsäulen, [...] beispielsweise könnte es statt 50 Daisys tausende kleinere Anzeiger an fast jeder Haltestelle geben.

Da fällt mir ein: Warum baut man nicht einfach ein Daisy-Display in diese Obelisken ein?
Zitat
Zektor
Zitat
micha774

Das sind ja wieder zahlreiche Zusatzkilometer, wo die BVG doch schon kleinste Fahrten streicht wie z.b. die 300 Meter beim X11 zwischen Zehlendorf Eiche und Busseallee.

Da bin ich mir aber nicht so sicher, denn laut VBB-fahrinfo fahren die ersten einsetzenden (Verstärker-)Busse ab - und die letzten aussetzenden (Verstärker-)
Busse bis Zehlendorf, Eiche, während die Busse laut Fahrplanaushang (z.Bsp. 19:27h ab Alt-Buckow > Busseallee) weiter fröhlich zur/nach Zehlendorf,
Busseallee fahren.

Ich weiß, bei den 3 Haltestellen ist das nicht großartig relevant, aber es geht um's Prinzip und wieso kündigt die BVG die Verkürzung der Fahrten an, wenn sie die dann nicht
durchführt.

???

Vielleicht denkt sich ja die BVG "Wenn wir schon einen zusätzlichen Wagen einsetzen und den Fahrern 35min Pause (!) in Schöneweide gönnen, kann man auch weiter bis Busseallee fahren" :-)
Re: Off-Topic
13.04.2013 19:38
Zitat
DonChaos
Zitat
Ingolf
[...] Und selbstverständlich muss sich auch der Ausbaustandard von Anlagen des ÖPNV einer Kosten-Nutzen-Untersuchung unterziehen. Und glücklicherweise findet das auch so statt. [...]

Echt? Und warum gibts dann entweder gar nichts oder vergoldete Straßenbahnhaltestellen mit vier leuchtenden Haltestellenlitfaßsäulen, zwei überteuerten DAISY-Anzeigern und Gitterorgien einer Jahresstahlwerksproduktion? Das sieht zwar alles recht hübsch aus, aber beispielsweise könnte es statt 50 Daisys tausende kleinere Anzeiger an fast jeder Haltestelle geben. Statt jeden Fahrgast einzeln einzugittern, kann man sich selbst das Geld und damit dem Fahrgast Umwege und Nerven sparen. Ich persönlich brauche auch nicht unbedingt einen tausendjährigen Leuchtobelisken an jedem Haltestellenzugang, wenn der aktuelle Fahrplan darin fehlt. Und dann wären da natürlich noch diverse überflüssige Räumlich- und Persönlichkeiten...

Es ist immer sehr einfach,alles schlechte zu sehen,man sollte aber auch mal seine Augenklappen abnehmen und sich an dem Positiven erfreuen! Und zu allenm Überfluss es auch noch besser machen! Und besser bedeutet nicht,für sich selbst besser, sondern für die Allgemeinheit!
Re: Off-Topic
14.04.2013 00:31
Zitat
Harald01
Es ist immer sehr einfach,[ ]alles [ S]chlechte zu sehen,[ ]man sollte aber auch mal seine Augenklappen abnehmen und sich an dem Positiven erfreuen!

Augenklappen habe ich definitiv nicht auf, denn mit denen würde ich gar nichts sehen.

Zitat
Harald01
Und zu alle[m] Überfluss es auch noch besser machen! Und besser bedeutet nicht,[ ]für sich selbst besser, sondern für die Allgemeinheit!

Ähm, ... hä?
Wird etwas schwierig. Zuerst müsste ich ein Dimensionstor erfinden, mit dem ich in Paralleluniversen reisen könnte. Dann muss ich das Universum finden, das komplett identisch zu unserem ist, jedoch ich allein uneingeschränkt über sämtliche Tätigkeiten der BVG bestimmen könnte.
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