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Gemeinsame Baumaßnahmen der BVG und der Berliner Wasserbetriebe in Friedrichshagen im Jahr 2016-2018
geschrieben von Tramy1 
Zitat

Gemeinsame Baumaßnahmen der BVG und der Berliner Wasserbetriebe in Friedrichshagen im Jahr 2016
Rohrleitungsbau, Gleisbau, Fahrleitungsbau und neue Haltestellenbereiche

Anfang April 2016, beginnen umfangreiche Erneuerungsarbeiten auf dem Müggelseedamm zwischen Bölschestraße und Spreestraße.

Auf 1250 m Länge werden die Gleise der Straßenbahn erneuert, es werden 680 m Abwasserkanäle, 185 m Regenwasserkanäle und 150 m Trinkwasserleitungen neu verlegt.

Im Bereich der Straßenbahngleise werden die alte Pflasterung und die alten Füllplatten durch 4100m² neuen lärmmindernden Asphalt ersetzt, insgesamt werden 2500 m³ Beton, Boden, Gleise und Schwellen bewegt.

Dabei wird der Müggelseedamm nur als Einbahnstraße auf wechselnden Baustraßen in Richtung Westen befahrbar sein, zeitweise werden die einmündenden Straßen zu Sackgassen werden.

Auch der Fürstenwalder Damm bleibt nicht von Baumaßnahmen verschont, hier wird ebenfalls ab Frühjahr 2016 von der BVG an den Straßenbahngleisen gearbeitet.

Damit die Strecke nach Rahnsdorf von Niederflurwagen befahren werden kann, werden im Abschnitt von der Bölschestraße bis zur Hartlebenstraße die Gleise aufgeweitet und die Haltestelle Hartlebenstraße mit zwei Bahnsteigen neu gebaut. Im Haltestellenbereich werden die Bahnen zwischen zwei Signalen eingleisig fahren, außerdem wird die Oberleitung erneuert.

Um das Chaos perfekt zu machen, wollen die Berliner Wasserbetriebe ab Frühjahr 2016 in einigen, die Bölschestraße umgebenden Wohnstraßen, wie zum Beispiel der Peter-Hille-Straße, der Lindenallee, der Scharnweberstraße, Am Goldmannpark, der Bruno-Wille-Straße usw., Trinkwasser- und Abwasserleitungen erneuern.

Zur Information der Anwohner und Gewerbetreibenden soll es ab Februar 2016 eine Vorab- Information durch die BVG und die BWB geben, ab März 2016 sollen Flyer zu den Baumaßnahmen verteilt werden.

Die BVG wird ebenfalls ab März 2016 einen „Anwohnerbeauftragten“ vor Ort haben.

Quelle: [www.friedrichshagen.net]

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.2016 00:29 von Tramy1.
Unverständlich warum eine Haltestelle mit 2 Bahnsteigen ausgestattet wird und dann mittels Signalanlage eingleisig mit 2 Weichen oder zumindest als Gleisverschlingung gebaut wird.
Warum dann nicht ein mittiger Bahnsteig mit sich davor und dahinter kreuzenden Streckengleisen, so dass weiterhin Einrichtungsfahrzeuge halten können?
Es fallen keine pflegeaufwändigen Weichen und keine Signalanlagen an.
Der Platzbedarf dürfte der selbe sein. Ob nun 2 Bahnsteige und 1 Gleis oder 1 Bahnsteig und 2 Gleise.
Ich denke mal, dass der Platz eben nicht für einen mittleren Bahnsteig mit 2 Gleisen links und rechts davon ausreichen wird. Eben drum soll das ja eingleisig werden, die heutige Anordnung der Bahnsteige bleibt dabei bestehen, es werden halt nur breitere Bahnsteige (behindertengerecht). Interessant ist, dass die Eingleisigkeit nicht schon S-Friedrichshagen beginnen soll, damit hätte man genug Platz, auch auf dieser Straßenseite ein vernünftigen Gehweg (evt. mit Benutzungsmöglichkeit von Fahrrädern) bis zur Hartlebenstraße mit zu errichten.
Wenn da jetzt 2 etwas breitere behindertengerechte Bahnsteige entstehen als im Moment vorhanden, dann dürfte für das Fahrgastaufkommen an dieser Haltestelle auch 1 Bahnsteig reichen der für beide Richtungen genutzt wird. Der freiwerdende Platz des 2. Bahnsteigs könnte für ein 2. Gleis genutz werden. Und falls die Bahnsteigbreite nicht reicht könnte man den mittigen Bahnsteig verbreitern in dem man das Richtung Rahnsdorf führende Gleis auf die Richtungsfahrbahn der Straße führt. Durch die sich kreuzenden Streckengleise würde es ja jetzt genau in die selbe Richtung führen wie die MIV-Spur. Eine einzelne einfache Pförtnerampel statt einer eingleisigen Signalanlage würde völlig ausreichen und es wäre jede Menge Platz gewonnen.
Mein Gedanke ist bei der Haltestelle Hartlebenstr. dass man bei Einbau von Weichen und Eingleisigkeit die Linie 61 in verkehrsschwachen Zeiten mit GTZ bis dorthin zurückziehen könnte?!
Zitat
tramfahrer
Unverständlich warum eine Haltestelle mit 2 Bahnsteigen ausgestattet wird und dann mittels Signalanlage eingleisig mit 2 Weichen oder zumindest als Gleisverschlingung gebaut wird.

Die beiden Gleise werden miteinander verschlungen um eben keine wartungsintensiven und störanfälligen Weichen einbauen zu müssen. Anders ist die nach Tramstandard Berlin geforderte Mindestbreite für barrierefreie Haltestellen nicht machbar. Die Fahrbahnbreite zu verringern würde eine Planfeststellung erfordern und Eingriffe in die Hauptverkehrsstraße sowie private Grundstücke voraussetzen. Die Signalanlage ist ohnehin nur Alibi, bei Störung kann durch die vorhandene Sichtbeziehung auf Anweisung der Leitstelle weiter gefahren werden.
Ein wichtiger Schritt zum dauerhaften Erhalt der landschaftlich schönen Strecke.

Außerdem liefen bereits Fahrleitungsarbeiten mit Erneuerung der Masten, die im Sperrschatten weiter gehen sollen.

so long

Mario
Eigentlich sollte ich mich ja über die Meldung aus dem "Friedrichshagener Schirm" uneingeschränkt freuen, denn mit den hier angekündigten Baumaßnahmen wird auch der dauerhafte Erhalt der Straßenbahnlinie 61 zwischen S-Bf Friedrichshagen und Rahnsdorf/Waldschänke noch wahrscheinlicher.

Trotzdem bleibt auch ein wenig Wehmut: Nach Abschluß dieser Baumaßnahmen wird sich die Ära der KT4D auch auf der "61" unweigerlich dem Ende zuneigen.

Eine würdige Verabschiedung dieses jedenfalls die eine Hälfte der Stadt jahrzehntelang mitprägenden Gelenktriebwagens würde ich mir sehr wünschen.


Noch einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
Nach erneuter HU sind nun wieder eine ganze Reihe an KT4D für eine lange Zeit einsatzfähig.
Die Verabschiedung wird nach der Grundinstandsetzung der Oderbruchstraße erfolgen - also vermutlich 2021.
Zitat
Ostkreuzi
Nach erneuter HU sind nun wieder eine ganze Reihe an KT4D für eine lange Zeit einsatzfähig.
Die Verabschiedung wird nach der Grundinstandsetzung der Oderbruchstraße erfolgen - also vermutlich 2021.

Wie kommst Du darauf, daß die Sanierung der Oderbruchstr. das aus für die Tatras bedeutet ? Sollen die nicht auch als Reserve und für Schüler- und Sonderverkehre (z. B. Veranstaltungen) vorgehalten werden ?

Viele Grüße aus der Wollankstraße
Zitat
Wollankstraße
Zitat
Ostkreuzi
Nach erneuter HU sind nun wieder eine ganze Reihe an KT4D für eine lange Zeit einsatzfähig.
Die Verabschiedung wird nach der Grundinstandsetzung der Oderbruchstraße erfolgen - also vermutlich 2021.

Wie kommst Du darauf, daß die Sanierung der Oderbruchstr. das aus für die Tatras bedeutet ? Sollen die nicht auch als Reserve und für Schüler- und Sonderverkehre (z. B. Veranstaltungen) vorgehalten werden ?

Die beiden Sachen fallen vermutlich nur einfach zeitlich zum spätmöglichsten Termin zusammen:

Zitat
Auszug aus PBefG, § 8 III 1-4
(3) Für die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr sind die von den Ländern benannten Behörden (Aufgabenträger) zuständig. Der Aufgabenträger definiert dazu die Anforderungen an Umfang und Qualität des Verkehrsangebotes, dessen Umweltqualität sowie die Vorgaben für die verkehrsmittelübergreifende Integration der Verkehrsleistungen in der Regel in einem Nahverkehrsplan. Der Nahverkehrsplan hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen. Die in Satz 3 genannte Frist gilt nicht, sofern in dem Nahverkehrsplan Ausnahmen konkret benannt und begründet werden. […]

Von der Möglichkeit, Ausnahmen zu definieren und zu begründen hat zumindest der derzeit gültige Berliner Nahverkehrsplan (NVP) keinen Gebrauch gemacht, der gilt allerdings nur bis 2018. Planmäßig sollten laut NVP die Tatras bis 2017 ersetzt werden und bis dahin hauptsächlich auf Schüler- und Verstärkerkursen eingesetzt werden.

Die vollständige Barrierefreiheit gilt dann sowohl für die Oderbruchstraße an sich wie auf für Tatra-Leistungen im Rest vom Netz mit dem Beginn des Jahres 2022, wenn man nicht bei der Aufstellung des nächsten Nahverkehrsplans von der Ausnahme Gebrauch macht und beispielsweise Verstärker, parallel laufende Linien oder Veranstaltungsverkehre im NVP als Ausnahme definiert.
Neue Infos sind bekannt. Ab März 2016 bis November 2016 wird die Durchfahrt von Fürstenwalder Damm bzw. Bölschestr. zur B1 gesperrt. Verkehrschaos schon jetzt sicher. SL 60 dann nie nach Fahrplan?

Mehr dazu hier: [www.friedrichshagen.net]

GLG.................Tramy1
Zitat
Tramy1
Verkehrschaos schon jetzt sicher. SL 60 dann nie nach Fahrplan?

Nicht nur die. Die Sperrung wird sich insbesondere auch auf die Bahnhofstraße in Köpenick auswirken, da sich dann alles dort durchquetschen muss. Damit dürften dann alle Köpenicker Bus- & Straßenbahnlinien betroffen sein.
Hier zum Thema die aktuelle

Zitat
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berliner Wasserbetriebe, Deutsche Bahn AG


Berlin, den 19. Februar 2016
Neue Leitungen und Gleise für Friedrichshagen
Wasserbetriebe, BVG und Deutsche Bahn koordinieren ihre Arbeiten

Müggelseedamm, Bölschestraße, Fürstenwalder Damm und Umgebung: In Friedrichshagen stehen in den kommenden zwei Jahren umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur an. Die Berliner Wasserbetriebe, die Berliner Verkehrsbetriebe und die Deutsche Bahn machen ihre Anlagen fit für die Zukunft. Damit sich die Einschränkungen für die Friedrichshagener auf das unvermeidliche Minimum beschränken, arbeiten die drei Bauherren eng zusammen und synchronisieren ihre Maßnahmen. Nach Abstimmungen mit anliegenden Gewerbetreibenden bereits im Januar fand am gestrigen Donnerstag, dem 18. Februar 2016, eine gemeinsame Informationsveranstaltung für die Anwohner statt.

Kanäle werden überwiegend ohne Aufgraben renoviert

Die Berliner Wasserbetriebe verpassen ihrer Infrastruktur in Friedrichshagen eine Frischzel-lenkur. Bis Ende 2017 und mit einem Investitionsaufwand von rund 10,5 Mio. Euro werden rund 13,6 Kilometer Kanäle und Rohre sowie hunderte Schächte und Gullys erneuert. Bei ca. 9,1 Kilometern Schmutz- und Regenwasserkanälen wird der größte Teil der Arbeiten mit grabenlosen Techniken erledigt. Dabei werden in die gereinigten alten Kanäle Kunststoffrohre eingezogen, die sie wieder für Jahrzehnte fit machen. Rund 4,5 Kilometer Leitungen werden in offenen Baugräben ausgewechselt.

Baustart für die Wasserbetriebe ist im Mai 2016 am Müggelseedamm. In diesem Jahr wird auch am Fürstenwalder Damm sowie in den Wohngebieten beiderseits der Bölschestraße gearbeitet. Diese Magistrale selbst wird dann 2017 zusammen mit der BVG in Angriff genommen.

Neue Gleise für moderne Niederflurbahnen

Zeitgleich mit den Wasserbetrieben startet die BVG im Mai ihre Arbeiten am Müggelseedamm. Zwischen Charlotte-E.-Pauly-Straße und Bölschestraße werden neben den Fahrleitungen rund 1.250 Meter Straßenbahngleise – also 2.500 Meter Schienen – sowie die Weichen am Knotenpunkt Bölschestraße erneuert. Dadurch wird der Abschnitt nicht nur allgemein saniert, sondern im Speziellen für moderne Niederflurbahnen befahrbar gemacht. Insgesamt werden hierfür 2.500 Kubikmeter Material aus- und eingebaut. Zuletzt werden 4.100 Quadratmeter Straßendecke entlang der Gleise lärmoptimiert verschlossen.

Während der Bauzeit bis voraussichtlich Ende November 2016 ist im genannten Bereich des Müggelseedamms nur ein einspuriger Anliegerverkehr Richtung Westen möglich. Der dortige Straßenbahnverkehr der Linie 61 muss während der Gleisbauarbeiten unterbrochen werden. Als Ersatz kommen Busse zum Einsatz.

BVG informiert rechtzeitig über die Verkehrsauswirkungen

Voraussichtlich im August und September 2016 werden auch zwischen Bölschestraße und Bruno-Wille-Straße die Fahrleitungen getauscht, weshalb die Straßenbahnen der Linie 60 nicht bis zur regulären Endhaltestelle Altes Wasserwerk fahren können. Stattdessen fahren in dieser Bauphase Zweirichtungsfahrzeuge bis zur Haltestelle Marktplatz Friedrichshagen und zurück. Hierfür muss in der Bölschestraße zunächst eine Kehrweiche eingebaut werden.

Auch auf dem Fürstenwalder Damm – zwischen Bölschestraße und Hartlebenstraße – koordiniert die BVG ihre Arbeiten mit den Wasserbetrieben. Mit dem Einbau von zwei Bauweichen wird zunächst ein eingleisiger Straßenbahnbetrieb ermöglicht, Gleisbauarbeiten finden voraussichtlich 2017 statt. Auf dem weiter östlich gelegenen Abschnitt bis zum Müggelseedamm finden noch 2016 Fahrleitungsarbeiten statt. Notwendige Umleitungen und Routen für Ersatzbusse wird die BVG jeweils rechtzeitig vor Beginn der einzelnen Bauabschnitte bekanntgeben.

Auch die Deutsche Bahn erneuert ihre Anlagen

Bereits ab März baut die Deutsche Bahn auf der Ausbaustrecke Berlin–Frankfurt (Oder) an Brücken und Gleisen. Vom 18. bis 22. März fahren daher zwischen den S-Bahnhöfen Köpenick und Rahnsdorf Ersatzbusse. Für weitere Bauarbeiten muss ab Ende März bis voraussichtlich Ende November 2016 zudem die Durchfahrt unter der Bahnbrücke am S-Bahnhof Friedrichshagen (Bölschestraße/Dahlewitzer Landstraße) für den Kraftverkehr gesperrt werden.

Beste Grüße
Harald Tschirner
Und auch die Endstelle Wasserwerk Friedrichshagen ist wieder betroffen.

Unbegreiflich warum man das nicht vor 2 (?) Jahren schon mitgemacht hat mit den Leitungsmasten.

Ich würde der BVG auch zutrauen während dieser Zeit dort Fahrgastzählungen zu machen um später zu sagen "seht her, die Auslastung ist nicht gut".
Ich hoffe, Du hast jetzt nicht schlafende Hunde geweckt? ;)
Zitat
micha774
Und auch die Endstelle Wasserwerk Friedrichshagen ist wieder betroffen.
Unbegreiflich warum man das nicht vor 2 (?) Jahren schon mitgemacht hat mit den Leitungsmasten.

Die letzte längere Sperrung mit Ersatzverkehr auch zum Wasserwerk war während der Erneuerung Hirschgarten - Bellevuestr. bereits im Jahre 2012 (vom 18.6. - 25.8.). Da war die Fahrleitung noch gut.
Viel besser wäre auch im letzten Abschnitt des Müggelseedamm das zweite Gleis zu errichten, wie zur BVB-Zeit auf vielen Außenstrecken. Das würde Signal- und Weichenstörungen nachhaltig vermeiden sowie Wartungsaufwand und Verkehrslärm stark verringern.

so long

Mario
Die letzte Sperrung war, als in der Köpenicker Altstadt die Brücke gemacht wurde. Da wurde auch im Abschnitt zum Alten Wasserwerk gearbeitet und auch in Rahnsdorf.
Ich habe aber noch in Erinnerung das 2013 die Züge in Friedrichshagen aufgrund eines Wasserrohrbruches an der Bruno-Wille-Str. endeten.
Neue Info mit mehr Details:

friedrichshagen.net

GLG.................Tramy1



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.2016 01:29 von Tramy1.
Zitat
Tramy1
Neue Info mit mehr Details:

friedrichshagen.net

Sehr schön, dass in dem Foliensatz wieder unverständliche Abkürzungen wie Zv. drin sind. Haben die Ingenieure echt keine Vorstellung davon, dass Normalsterbliche das nicht verstehen?
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