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Fragenthread 2017 (1.Quartal)
geschrieben von micha774 
Gilt die 4min Mindestwendezeit eigentlich auch für Einsetzfahrten?

Habe gerade einen Bus gesehen der schon 5min vor Abfahrt an der Endhaltestelle ankam und ich glaube nicht das der auf dem kurzen Weg vom Hof gerast ist.
Edit: Frage falsch verstanden

Ich kann dir dazu keine fundierte Antwort geben, sondern dir nur mein Wissensstand übermitteln bzw. was ich dann dazu denke:

Bei der letzten Fahrt zum Aussetzen zum Beispiel muss die Mindestwendezeit von 4 Minuten (BVG) nicht eingehalten werden.
Bei der ersten Fahrt gab es beim X34 zum Beispiel eine Nullwende an der Hertzallee, welche dann irgendwann auf 20 Minuten umgestellt worden war.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 12:30 von Nahverkehrsplan.
Zumindest bei der Straßenbahn (vermutlich aber ebenso beim Bus) gilt bei Ein- und Aussetztfahrten die Mindestwendezeit nicht. Allerdings ist im Sinne der Fahrer gerade bei langen Einsetzfahrten und anschließend langer Linienfahrt (bzw umgekehrt) eine Wendezeit von 4 Minuten oder auch mehr durchaus üblich um auch mal gewisse Örtlichkeiten zu besuchen oder um z. B. vor einer Aussetzfahrt auch noch den Zug/Bus auf Fundsachen überprüfen zu können.
ACHSO. Ich habe die Frage völlig falsch verstanden gehabt.

Ich dachte er meint die erste Fahrt, die nach dem Einsetzen gefahren wird. Daher auch das Beispiel mit dem X34.

Bei normalen Ein- und Aussetzfahrten von und zum Betriebshof gibt es keine Wendezeit(en).
Wir dürfen aber durchaus früher vom Betriebshof losfahren, um eine pünktliche Abfahrt von der Einsetzhaltestelle zu gewährleisten.

Bei Umsetzfahrten (Endstelle zu Endstelle) werden i.d.R. schon Pufferzeiten eingeplant. Wobei das dann mehr an der Eintaktung der Fahrt liegt.
Oder die Standzeit wird bei Ankunft genommen, bevor umgesetzt wird.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 12:29 von Nahverkehrsplan.
Interessante Frage und interessanten Erklärungen!
Aber auf welchen Linien gibt es denn Umsetzfahrten von Endhaltestelle zu Endhaltestelle, also sozusagen von einer Linie auf eine andere, die woanders losfährt? Dass Fahrer an einem Tag mehrere Linien fahren weiß ich mittlerweile schon, von solchen Umsetzfahrten von Fahrzeugen hatte ich bisher aber noch nie etwas gehört.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 13:43 von VBB/HVV.
Hallo,

Zitat
VBB/HVV
Aber auf welchen Linien gibt es denn Umsetzfahrten von Endhaltestelle zu Endhaltestelle, also sozusagen von einer Linie auf eine andere, die woanders losfährt?

Solche Kopplungsfahrten sind in Berlin nichts ungewöhnliches, davon gibt es täglich unzählige. Bis vor ein paar Jahren haben z.B. drei der fünf Frühumläufe auf der Linie 158 im Laufe des Vormittags nach Ankunft an der Weißenseer Spitze zu den Linien M48 und 100 umgesetzt, dafür kamen dann andere Wagen vom Hof auf den 158er. Die Busse, die von der Spitze als Betriebsfahrten zum Alex umsetzten, hatten dafür ungefähr 45 Minuten Zeit, benötigten als reine Umsetzzeit allerdings nur etwa 10 Minuten, so dass der Rest der Zeit dem Fahrpersonal als Pause zur Verfügung stand. Einige Fahrer haben diese Pausenzeit an der Endhaltestelle des 158ers in der Ostseestr. abgestanden und sind anschließend zum Alex gefahren, andere fuhren gleich zum Alex und haben dann dort herumgestanden.

Viele Grüße vom Oberdeck...


Der richtige Weg in die Zukunft: Autos mit eckigen Rädern!
Das gabs auch schon zu DDR-Zeiten.
Beispiel:
Busse der Linie 7E von Schildow,Kirche bis U-Bahnhof Vinetastrasse fuhren dann über
Wisbyer Str. , Osteseestr. als Dienstfahrt zur Michelangelostr..
Ab dort wurden sie ein 57E zur Scharnhorststrasse.
Der Wechsel geschah so zwischen halb sieben und halb acht Uhr früh .

Bei der Strassenbahn wechselt zurzeit eine M1 auf eine M13.

7.26 ab Rosenthal-Nord zum Kupfergraben, dann als Betiebsfahrt über
Oranienburger Str, Memhardstr. Mollstr., Landsberger Allee, Petersburger Str.
zur Revaler Str.
Sie dient dann als Pausenverstärker von 4 auf 14 Minuten.
Zitat
Oberdeck
Die Busse, die von der Spitze als Betriebsfahrten zum Alex umsetzten, hatten dafür ungefähr 45 Minuten Zeit, benötigten als reine Umsetzzeit allerdings nur etwa 10 Minuten, so dass der Rest der Zeit dem Fahrpersonal als Pause zur Verfügung stand. Einige Fahrer haben diese Pausenzeit an der Endhaltestelle des 158ers in der Ostseestr. abgestanden und sind anschließend zum Alex gefahren, andere fuhren gleich zum Alex und haben dann dort herumgestanden.

Darf man sich bei einer derart langen Pause eigentlich von seinem Fahrzeug entfernen? Gerade am Alexanderplatz könnte ich mir mit 35 Minuten Pausenzeit eine Menge sinnvoller Tätigkeiten vorstellen, vom Sockenkauf im kaufhof bis zum ausgiebigen Mittagsmahl bei McDonald's.
Hallo,

Zitat
DasVerkehrswesen
Darf man sich bei einer derart langen Pause eigentlich von seinem Fahrzeug entfernen?

Wenn der Bus nicht im Halteverbot abgestellt wird oder im Bereich der Betriebshaltestellen kein anderer Bus behindert wird, darf man sich natürlich vom Fahrzeug entfernen.

Viele Grüße vom Oberdeck...


Der richtige Weg in die Zukunft: Autos mit eckigen Rädern!
Ich weiß nicht ob noch aktuell aber es gab mal einen 170er der von der Baumschulenstr. leer zum S Schöneweide und weiter als X11 fuhr bzw. leer nach Britz-Süd und weiter als M46.
Zitat
tram-kenner
Bei der Strassenbahn wechselt zurzeit eine M1 auf eine M13.

Da die Pankower Linienäste M1-Rosenthal und 50-Französisch Buchholz morgens zum Schulbeginn eine starke Verkehrsspitze aufweisen, fahren insgesamt vier Kurse dieser Linien anschließend weiter in Umläufen der Linien M2, 12 und M13.
In früheren Jahren gab es außerdem einen Umlauf der M8, der nach der Morgenspitze auf Linie 16 überging. Durch die Bestückung der M8 mit Flexity statt GT6 ist das nicht mehr nötig.

so long

Mario
Gab es eigentlich schon vor 1945 bei der BVG irgendwelche Überlegungen, die A1-Züge der U-Bahn durch neue Kleinprofilwagen zu ersetzen? Die ersten Bauserien hatten ja auch damals schon ein stattliches Alter...

Viele Grüße
Arnd
Kurzausflug in die Geschichte:
Goldene 20er Jahre - AI waren noch recht frisch, AII wurden gebaut
Ende 20er / Anfang 30er - Weltwirtschaftskriese
1933 NSDAP wird stärkste Partei - ab jetzt Ausrichtung auf Kriegswirtschaft
1938 auf dem Höhepunkt der Germania-Planungen gab es auch Überlegungen für eine neue Kleinprofil-Baureihe:
[www.berliner-verkehrsseiten.de]

Bäderbahn
Und nicht zu vergessen, die Umsetzfahrten, die bei einer Linie bleiben.
z.B. 134 von Alt-Kladow zum Wasserwerk, 136 vom Aalemannufer nach S-Bhf. hennigsdorf und die M37-Schülerwagen die von der Galenstraße zum Schulzentrum zurückfahren. Bei der Linie 130 fährt man morgens als 5-Minutentakt-Verstärker ja auch nur zum Rathaus mit Fahrgästen und fährt dann über Falkenseer Damm zur Westerwaldstraße zurück.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.2017 00:09 von Nahverkehrsplan.
Es gibt auch Haltestellen, mit unpaarigen Ankünften / Abfahrten. Beispiel: Erkner, Am Rund: 1 Ankunft (7:50), 4 Abfahrten (Mittags). Also immer Leerfahrten von / zur Haltestelle. Welche Linienübergänge da realisiert werden kann ich nicht sagen.

Bäderbahn
Wahrscheinlich kaum welche, hauptsächlich Fahrten vom/zum Hof. Das ist ja das Blöde an diesen Schulvertragsverkehren. Man kann sie kaum sinnvoll mit was anderem kombinieren. Linien, die außerhalb der relevanten Zeiten fahren, sind auch während der Stoßzeiten unterwegs und bereits bestückt. Da ja oft die zweite Spitze zum Mittag einsetzt, kann man zwischendrin nicht mal Kaffeefahrten anbieten...

Nur noch für kurze Zeit! Die Original Eisenbahn-Schabeseife der DB - nur echt mit Zitronenduft!
Man könnte vielleicht entsprechend zu bewerbende Touri-Linien damit bestücken. Beispielsweise in Oranienburg morgens Schülerverkehr, dann zwischen 9:30 und 11:30 Uhr Verstärkerlinie zwischen S-Bf.Oranienburg und Gedenkstätte Sachsenhausen und/oder Park Germendorf, mittags Schüler zurücktransportieren, ab 15 Uhr wieder Touristentransport. Extra an passender Stelle bewerben deshalb, damit die Touristen sich nicht in die "normalen" Busse quetschen, sondern ihre An- und Rückfahrt gleich für die Zeiten planen, in denen die Verstärker fahren.
Weitere Beobachtung zu obigem Thema: werktags späte Mittagszeit, M49 ---> Gatower Str. / Heerstr., danach umsetzen über Gatower Str., Wilhelmstr., Klosterstr., Stabholzgarten zum S Stresow, ab dort Einsatz als 130.

Schönen Tag noch
Bw Steg
Jupp. Das ist eine Weiterführung von einem der M49, die zur Gatower Straße fahren. Ein anderer nimmt nach ein paar Minuten die Fahrt auf der Linie 134 auf. :D
So eine Fahrt wie diese [www.youtube.com] dürfte interessant sein. Ist so etwas bei allen jetzigen U-Bahntypen möglich?
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