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München stockt Variobahn-Bestellung auf
geschrieben von BahnInfo-Redaktion 
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"Unglaublich, aber Vario!" - Dieser in den 90er Jahren öfters auf Straßenbahnreklamen zu sehende Werbespruch einer großen Bausparkasse erlebt nun in München eine beachtliche Wiederbelebung.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat sich nämlich dazu entschlossen, ihre bislang aus vier Stück bestehende Fahrzeugbestellung von Straßenbahnen deutlich aufzustocken und wird nun insgesamt 14 Fahrzeuge des als Typ "S" bezeichneten Straßenbahnwagens beschaffen.
Der Wagenpark für das MVG-Trambahnnetz besteht zurzeit aus 68 dreiteiligen Zügen mit ca. 156 Plätzen (Typ R 2.2) und 20 vierteiligen Zügen vom Typ R3.3 und drei Garnituren des Typs P/p mit jeweils ca. 220 Plätzen. Die kleineren Züge, welche die Mehrzahl des Fuhrparks umfasst, hatte 1992 noch der Münchner Stadtrat für den damaligen Eigenbetrieb Stadtwerke bestellt. Mögliche Fahrgaststeigerungen hatte die damalige Generation an Entscheidungsträgern, welche zuvor noch leidenschaftlich auf die Einstellung des Gesamtbetriebs hinwirkte, nicht auf ihrer Rechnung. Somit kam es zu dieser geringen Gefäßgröße, welche gerade einmal der des Fassungswagens eines Großraumwagens mit Beiwagen vom Typ M/m entsprach. Die Fahrzeuge vom Typ R2.2. wurden schließlich in den Jahren 1994 bis 1997 ausgeliefert.
Insbesondere in den letzten Jahren hat das Fahrgastaufkommen durch die Attraktivierung der Straßenbahn aber kontinuierlich zugenommen, allein in den vergangenen vier Jahren um fast 10 Prozent.
Die Frage nach einer Kapazitätssteigerung wurde daher immer dringlicher.
Zunächst überlegte man, einen Teil der Dreiteiler-Flotte um ein viertes Wagenteil zu verlängern. Dies hätte eine Kapazitätssteigerung um rund ein Drittel bedeutet. Diese Lösung musste letzlich verworfen werden, da dies in einer wirtschaftlichen Form nicht zu realisieren ist.
Parallel dazu wurde auch die Beschaffung von motorisierten Beiwagen geprüft, welche ebenfalls verworfen wurde.
Letzlich zieht man also die Option, neue Züge zu beschaffen, obwohl mit dieser Variante höhere Betriebskosten verbunden sind, insbesondere für zusätzliche Fahrer und mehr Werkstattkapazität.
Dennoch bietet das Vorgehen einigen Nutzen: Im Rahmen der Ausschreibung und Bestellung der vier fest bestellten Züge im Jahr 2005 hatte die MVG nämlich eine Option auf 18 weitere Variobahnen vereinbart. Dies erweist sich jetzt – angesichts der inzwischen eingetretenen Preisentwicklung, insbesondere auf dem Stahlmarkt – als vorteilhaft, da die Altkonditionen genutzt werden können. Dennoch handelt es sich mit einem Beschaffungsvolumen von rund 30 Millionen Euro um eine der größten Investitionen in die Erweiterung des Wagenparks seit Jahren. Die Auslieferung der 10 neuen Züge wird sich aber voraussichtlich bis ins Jahr 2011 hinziehen.
Die dreiteiligen R2.2-Wagen sollen in den nächsten Jahren darüberhinaus einem Re-Design unterzogen werden, welches aber die viel kritisierte Beinfreiheit sicher nicht ändern kann. Da dazu jeweils einige Züge gleichzeitig in der Werkstatt zu bearbeiten sind, bleiben auch noch vorhandenen drei alten P-Züge aus den 60er Jahren bis 2010 bzw. 2011 ein Teil der Fahrzeugreserve. Nach Ausmusterung dieser drei Altbauzüge spätestens 2011 und Auslieferung der 10 neuen Variobahnen wird Wagenpark von heute 91 auf dann 102 Züge angewachsen
sein. Zusammen sind das mehr als 18.000 Plätze und gut 15 Prozent mehr als die jetzige Fahrzeugflotte bieten kann.(Grafik: MVG)



Artikel geschrieben von Arnd Werther



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.2008 00:00 von BahnInfo-Redaktion.



Alle Bilder IsarSteve, Innotrans 2008, Berlin 2008-09-27

IsarSteve
Das sieht ma auch mal, was man mit zwei Displays alles anstellen kann - das sieht doch viel besser aus, als im Flexity Berlin.


(Mir ist klar das die BVG beispielsweise am Alex nicht die Fahrtziele von allen Metrolinien angeben kann - aber von der S-Bahn wär' doch schonmal nicht schlecht:

S-Bahn 5, 7, 75, 9  -> Friedrichsstraße, Hauptbahnhof
                    -> Ostkreuz, (S9 Flugh. Schönefeld)
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