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Vineta im Auftrag von VHH
geschrieben von Daniel H 
Um zur Sache zu kommen, mich regen diese Busfahrer von Vineta auf, die auf diversen x90er Linien im Auftrag der VHH unterwegs sind. Es kann nicht sein dass diese jedes mal fünf Minuten zu spät losfahren, dann noch nicht einmal mit dem eigenen Bordcomputer umgehen können, beim Fahrkartenverkauf aufgrund von Nichtkenntnissen erstmal 10 Minuten mit dem Fahrgast verhandeln müssen und als Krönung noch während der Fahrt aussteigen und an der Haltestelle auf dem Fahrplan gucken müssen wann denn der Bus fährt, weil, wie gesagt null Kenntnisse mit dem eigenen Bordcomputer vorhanden sind. Wenn die VHH zu wenig Fahrer oder Fahrzeuge hat, kann man da auch andere Unternehmen beauftragen anstatt dieses Vineta mit Fahrern ohne Plan und Fahrplan. Würden die pünktlich am Zielort ankommen, wäre da irgendwo noch drüber zu reden. Aber bei 10 Minuten Verspätung ist da echt die Reißleine durch.
Das geht ja schon seit vielen Monaten so.
Wenn es umfangreiche Leistungen sind, müssen diese europaweit ausgeschrieben werden. Dann gewinnt derjenige mit dem günstigsten Angebot.
Aber es muss ja dann auch die Leistung stimmen.

Daniel, hast du deine Erlebnisse schon einmal direkt der VHH gemeldet?
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Aber es muss ja dann auch die Leistung stimmen.

Daniel, hast du deine Erlebnisse schon einmal direkt der VHH gemeldet?

Natürlich; also ich hab das Thema einmal angesprochen, aber es hieß, dass man da "nichts machen" könnte, da es ja ein anderes Unternehmen ist. Leider machen die Busfahrer von Vineta auch meist den Eindruck, dass sie nicht wirklich Interesse an ihrem Job haben, sondern dieser eher eine nervige Nebenbeschäftigung ist. Es ist ja in Ordnung, wenn Busfahrer generell ihre Pause nutzen, und zur Abfahrtzeit an die Haletstelle ranfahren, aber ein konsequentes 5 Minuten längeres Warten, am Handy spielen, mit "mitfahrenden Bekannten schnacken", etc, dann den Motor erst anschmeißen und rankommen ist kein Zustand.
Guckt man sich den Fahrplan von Vineta selbst an Vineta-Steinburg-PDF dann fällt auf, dass das Unternehmen "eigentlich" im Kreis Steinburg unterwegs ist (mit Ausläufern nach Stormarn und Kiel sowie Miet,- Flughafen- und Zubringerfahrten). Da frag ich mich, wieso Vineta mehrere Buslinien im Kreis Pinneberg bedient, wo es gerade dort eine Vielzahl an VHH und KViP Betriebshöfen gibt (Schenefeld, Elmshorn, Uetersen, Quickborn und Norderstedt). Wie lange Vineta nun schon genau dort fährt, kann ich nicht sagen, aber noch vor eins zwei Jahren wurden alle Linien von der VHH gefahren.
Im Kreis Steinburg sind sie auch nur aufgrund einer gewonnenen Ausschreibung. Die Linien wurden früher von „die Linien“ bedient.

Wie es in Itzehoe ist weiß ich nicht, aber in Norderstedter Raum betreibt Vineta ja nicht mal einen Betriebshof. Die Busse parken nachts im Gewerbegebiet am Straßenrand im Gutenbergring.

Dann musst du die VHH mal auffordern, die Qualität der Auftragsfahrten zu untersuchen und ggf. den Vertrag mit Vineta zu kündigen. Die VHH als Betreiber der Linien steht da in der Verantwortung, die sie nicht einfach an Vineta wegdrücken kann

Ein Bekannter hatte mich auch schon mal angesprochen auf einen roten Bus mit Kieler Kennzeichen. Er fragte den Fahrer der Linie 393 am Busbahnhof Norderstedt-Mitte, ob er zu einer bestimmten Haltestelle fährt, da die Linie ja in zwei Richtungen von der Anlage fährt, und bekam vom Fahrer die Antwort, dass er das nicht wüsste weil er sich dort nicht auskennen würde.
Dass man da "nichts machen" könnte ist meiner Meinung nach ziemlicher Blödsinn. Ich würde mich zuerst zwar direkt an die Vineta wenden, wenn mir die Antwort aber nicht passt, dann aber schon an die VHH. Wenn die VHH da die Konzession hat sollte schon die Beschwerden annehmen, an den Sub weiterreichen, und die Antwort des Sub an dich.

Ob sich dadurch an der Praxis was ändert ist natürlich eine andere Frage, aber es gibt ja noch einige weitere Eskalationstufen. Auf jeden Fall würde ich aber Liste führen mit allen Problemen, allen Emails an den Betreiber und allen Antworten...
Dass im Auftrag der VHH gefahren wird, lässt sich daran erkennen dass im Fahrplanbuch und an den Fahrplanaushängen an den Haltestellen der jeweiligen Linien unten jeweils VHH steht und in den Bussen auf den Monitoren in der Ecke VHH steht.

Was sich effektiv machen lässt, ist jedes einzelne Defizit mit Wagennummer und Fahrtnummer dokumentieren und an Vineta und die VHH melden.
Die VHH sind auch kein fahrgastfreundliches Unternehmen. Daher wird ihnen dein Vineta-Problem leider (!!) egal sein.
Zitat
Daniel H
aber ein konsequentes 5 Minuten längeres Warten, am Handy spielen, mit "mitfahrenden Bekannten schnacken", etc, dann den Motor erst anschmeißen und rankommen ist kein Zustand.

... ist auch bei der VHH gang und gäbe.

***
Busbeschleunigungsprogramm - mit Vollgas und 20-Sitzplatz-Gelenkbussen ins Chaos.
Zitat
jor
Wenn es umfangreiche Leistungen sind, müssen diese europaweit ausgeschrieben werden. Dann gewinnt derjenige mit dem günstigsten Angebot.

Das trifft in diesem Fall aber nicht zu. Die VHH hatten die Ausschreibung gewonnen. Um Kosten zu sparen, hat die VHH Vineta als Subunternehmer beauftragt. Wahrscheinlich ist, dass die Vineta bereits in das VHH-Angebot eingepreist war, denn die VHH haette die Ausschreibung mit den eigenen Kostensaetzen vielleicht nicht gewonnen. Der Vertrag zwischen VHH und Vineta ist aber rein privatwirtschaftlicher Natur, muss also auch nicht europaweit ausgeschrieben werden. Die VHH steht gegenueber dem Aufgabentraeger Kreis Bad Segeberg in der Pflicht, die Leistungen in vollem Umfang gemaess den HVV-Qualitaetskriterien zu erbringen.

Ich denke, die effektivste Art der Beschwerde waere, sich an den Aufgabentraeger (und Zahlmeister) Kreis Bad Segeberg bzw. dessen OPNV Managementgesellschaft SVG zu wenden.
Zitat
peterbeste
Der Vertrag zwischen VHH und Vineta ist aber rein privatwirtschaftlicher Natur, muss also auch nicht europaweit ausgeschrieben werden.

Das stimmt so nicht. Da die VHH ein Unternehmen in öffentlicher Hand ist, gelten dieselben Vergabekriterien wie für Behörden etc. Diese Leistungen müssen dennoch nicht in der Form europaweit ausgeschrieben werden. Das zu erklären, wird aber zu kompliziert.

Ansonsten stimme ich dir zu, eine Beschwerde beim Kreis kann helfen, ansonsten auch beim HVV, um den Druck zu erhöhen.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
In Prinzip ist es so: Leistungen, die unterhalb eines definierten Volumens sind (unter 1Mio. Euro oder 300.000 km/Jahr) können auch ohne Ausschreibung vergeben werden. Bei Vergabe an KMU (kleinere und mittlere Unternehmen mit weniger als 23 Fahrzeugen) darf diese Leistung auch doppelt so groß sein.
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