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Ist der ex 443/444 wenigstens als Museumszug gedacht?
geschrieben von Christian0911 
Wie benji2 schon schrieb, sind in solchen Vereinen auch immer Rivalitäten, so dass es für jeden Betriebszweig auch seinen eigenen Verein bedarf. Einen Verein für die Straßenbahn, einen Verein für den Bus und eben auch einen Verein für die U-Bahn. So können die Fans und Freunde des jeweiligen Verkehrsmittel für sich selber agieren, ohne dass es zu Rivalitäten Straßenbahn vs. U-Bahn kommt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die VAG für historische U-Bahnzüge aufgeschlossen ist. Aber das bedarf dann auch einen eigenen Verein, dem die VAG Instandhaltungs-Leistungen an den historischen U-Bahn-Fahrzeugen in Rechnung stellen kann, ohne dass es zu Rivalitäten zwischen U-Bahn- und Straßenbahn-Freunden kommt.
Zitat
Jan Gnoth
Aber das bedarf dann auch einen eigenen Verein, dem die VAG Instandhaltungs-Leistungen an den historischen U-Bahn-Fahrzeugen in Rechnung stellen kann, ohne dass es zu Rivalitäten zwischen U-Bahn- und Straßenbahn-Freunden kommt.

Eigentlich wollt ich mit meinem Beitrag genau das Gegenteil vermitteln.

Nämlich, dass die U-Bahn-Fans sich innerhalb des bestehenden Straßenbahnvereins gut organisieren könnten und willkommen wären. Sicherlich nicht bei jedem einzelnen Mitglied, jedoch vermutlich bei der Mehrheit, und bei den entscheidenden Personen.

Klar kann man auch einen ganz neuen Verein aufmachen, nur für die U-Bahn. Allerdings ist das 10-100x so aufwändig, als wenn man sich als U-Bahn-Gruppe innerhalb des bestehenden Vereins organisiert und die ganzen Kontakte, das Wissen der Mitglieder (wie man so einen Verein lebt, wie man mit der VAG umgeht, usw.) und damit die Vereins-Infrastruktur einfach "mitbenutzt".

Schließlich ist auch auf VAG-Seite längst so, dass Straßenbahn und U-Bahn technisch und organisatorisch ein Topf sind und von den Schienenfahrzeugwerkstätten betrieben werden.

Daher mein Votum: Lieber (erst) einmal mit den vorhandenen Strukturen weiterkommen. Das verspricht kürzere Wege und bessere Informationsflüsse. Auch bisher schon haben Verein und VAG ja gelegentlich U-Bahn-Sonderfahrten organisiert. Die U-Bahn ist dort also keine "Unbekannte".

Einen eigenen Verein kann man immer noch gründen, wenn sich meine Prophezeiungen über die reibungslose Zusammenarbeit nicht bewahrheiten würden, was ich mir kaum vorstellen kann. Jedenfalls wäre ein extra Verein auf seine Art und Weise potentiell auch auf Reibereien programmiert, denn man will ja an die gleichen technischen und personellen Ressourcen heran.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.2021 22:37 von benji2.
Bei mir in Hamburg haben wir schon so unsere Erfahrungen mit so etwas gemacht: Die Busfreunde wollten alles für die Busse, die Straßenbahnfreunde alles für die Straßenbahn und die U-Bahnfreunde alles für die U-Bahn. Von daher kann ich euch nur empfehlen, dass die U-Bahn aus dem Straßenbahn-Verein rausgehalten wird und ein eigener Verein für die U-Bahn gegründet wird. So kann der U-Bahn-Verein gezielt Spenden für die U-Bahn sammeln und der Straßenbahn-Verein gezielt für die Straßenbahn sammeln. Auch die VAG kann Instandhaltungs-Arbeiten gezielt als Forderungen an die jeweiligen Vereine bilanzieren und abrechnen. Instandhaltung an DT1 geht an die U-Bahnfreunde, Instandhaltung an Straßenbahn geht an Straßenbahn-Freunde.
Zitat
Jan Gnoth
Bei mir in Hamburg haben wir schon so unsere Erfahrungen mit so etwas gemacht: Die Busfreunde wollten alles für die Busse, die Straßenbahnfreunde alles für die Straßenbahn und die U-Bahnfreunde alles für die U-Bahn. Von daher kann ich euch nur empfehlen, dass die U-Bahn aus dem Straßenbahn-Verein rausgehalten wird und ein eigener Verein für die U-Bahn gegründet wird.

Vielen Dank für Deine Erfahrungen aus Hamburg und die Empfehlungen.

Allerdings denke ich, dass die Gräben zwischen Straßenbahn und U-Bahn im Hamburg geschichtlich bedingt noch sehr viel tiefer sind als in Nürnberg. Ich war überrascht, im Straßenbahnverein mit meinen DT1-Ideen auf offene Ohren zu stoßen.

Abgrenzung von Spenden kann man auch innerhalb einer Organisation machen. Da hat der Nürnberger Straßenbahnverein große Erfahrungen mit, denn jedes Aufbauprojekt wird inzwischen mit Spenden-Barometern betrieben. Man spendet ganz gezielt für ein solches Projekt.

Letztlich ist es aber auch völlig egal ob eigener Verein oder unter Nutzung des bestehenden Vereins.

==> Hauptentscheidend ist, dass sich eine ausreichend große Gruppe U-Bahn-Fans langsam zusammenfindet, und aktiv wird. Mit Zeit, Wissen und Geld. Jeder wie er kann.

Alles andere wird sich dann zeigen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.2021 22:58 von benji2.
Zitat
benji2
Zitat
Christian0911
Der Zug fährt ja immer noch wenn auch unter falscher Nummer...könnte man den nicht wenigstens als historischen Zug versuchen zu retten?

[www.youtube.com]

Ich würde lieber den 453/454 retten. Das ist auch ein Gleichströmer, aber er hat wenigstens die Fenster zwischen den Wagen, die insgesamt prägender für die Baureihe waren als die Wagen ohne Fenster.


Ich meine mal gehört zu haben, das zwecks Ersatzteile der Fahrfähige ein Wechselströmer werden soll, für die solle man wohl länger noch an Ersatzteile kommen, wie für die Gleichströmer. Eher könnte ich mir vorstellen - wenn die Bauserien hinreichend gleich sind - mit Schlachtteilen eines jetzt noch fahrenden Gleiströmers den 401/402 noch mal flott zu kriegen, denn bei dem soll schon Moos in den Schaltkästen wachsen. Damit hätte man dann vor allem das volle Spektrum, ein Wagen, der die Eröffnung erlebt hat, und ohne Sicherheitspaket alt wurde (und sogar noch in München mit bei war) und ein Wechselströmer mit Doppelfenster, Türpiepen, ggf auch im neuen DT2-Lack, (wenn letzterer schon nicht aufgehoben werden kann) elektronischen Ansagen für den letzten Einsatzzustand.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Kein Leben MIT Corona - nur eines nach Corona!
Zitat
Daniel Vielberth
mit Schlachtteilen eines jetzt noch fahrenden Gleiströmers den 401/402 noch mal flott zu kriegen, denn bei dem soll schon Moos in den Schaltkästen wachsen.

Wenn es nur das wäre, zwischenzeitlich lässt einen der Anblick dieses Zuges erschaudern wenn man weiß das der Lack erst frisch zur Ausstellung 40 Jahre U-Bahn damals neu gemacht wurde... - wer sich den Anblick antun will muss nur den Link hier öffnen... [nahverkehr-franken.de] ... allerdings mit der Triggerwarnung das der Anblick zu Schockzuständen führen könnte... wobei ich befürchte der Zug sieht mit Stand 2021 sicher noch SCHLIMMER aus wie auf dem Bild von NVF aus 2019!

Von mir aus hebt man auch die Wechselströmer auf, mir ginge es nur darum das der DT1 nicht ganz und vor allem nicht FÜR IMMER verschwindet... in diesem Sinne lassen wir in dem Falle Wagen 486 einmal wieder seinen Dienst verrichten -> [youtu.be] ;)

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2021 12:11 von Christian0911.
Zitat
benji2
Ich war überrascht, im Straßenbahnverein mit meinen DT1-Ideen auf offene Ohren zu stoßen.

Es kann sein, dass im Straßenbahnverein auch viele U-Bahnfreunde sind. Dennoch sollten die Straßenbahnfreunde und die U-Bahnfreunde unter sich bleiben, damit es zu keinen Interessenkonflikten innerhalb des Vereins kommt.

Zitat
benji2
Abgrenzung von Spenden kann man auch innerhalb einer Organisation machen. Da hat der Nürnberger Straßenbahnverein große Erfahrungen mit, denn jedes Aufbauprojekt wird inzwischen mit Spenden-Barometern betrieben. Man spendet ganz gezielt für ein solches Projekt.

Das haben wir in Hamburg inzwischen auch. Dennoch sollten einige Sparten unter sich bleiben, damit es nicht zum Streit um Priorisierung einiger Projekte kommt, U-Bahn vs. Straßenbahn, Straßenbahn vs. Bus.

Zitat
benji2
Letztlich ist es aber auch völlig egal ob eigener Verein oder unter Nutzung des bestehenden Vereins.

Da wäre ich vorsichtig. Ein Verein verfolgt einen Zweck, da kann ein anderer Zweck schnell nach hinten losgehen. Es gab in den Jahren 2015-16 eine Gruppe beherzter Mitarbeiter einer im Norden von Hamburg operierenden Privatbahn, die wollten ein historisches Fahrzeug dieser Privatbahn in einem norddeutschen Eisenbahnverein unterbringen. Doch dieses Fahrzeug war viel zu spezifisch auf diese Privatbahn zugeschnitten, das passte gar nicht zu diesem Eisenbahnverein und der Schuss das Fahrzeug museal zu erhalten, ist nach hinten los gegangen. Diese Gefahr sehe ich auch bei den Nürnberger Straßenbahnfreunden, wenn sich da eine Gruppe U-Bahn-Enthusiasten im Straßenbahnverein der U-Bahn annimmt.

Zitat
benji2
==> Hauptentscheidend ist, dass sich eine ausreichend große Gruppe U-Bahn-Fans langsam zusammenfindet, und aktiv wird. Mit Zeit, Wissen und Geld. Jeder wie er kann.

Diese Gruppe U-Bahn-Fans kann sich gerne aus den Straßenbahnfreunden heraus bilden, sollte dann aber die U-Bahn als eigenes Ziel verfolgen, um mit den Straßenbahnfreunden, die das Ziel Straßenbahn verfolgen, nicht in die Quere zu kommen. Also nutze deine Kontakte in dem Straßenbahnverein und zur VAG und mache, was dort möglich ist und halte dich ggf. von einigen Mitgliedern fern, wenn diese pro Straßenbahn, aber nicht pro U-Bahn eingestellt sind.
an Jan Gnoth

Es ist eine ziemlich miese Zwickmühle, weil - wie bei der Coronabekämpfung grundsätzlich jede Maßnahme - kommt eben auch die Initiative für einen U-Bahnerhalt im Grunde schon viel zu spät. Der Straßenbahnverein besitzt eine Vorzugstellung, mit der er geschätzt auf alle Ressourcen der VAG zurück greifen kann. Dort kennen sich die Leute untereinander, die etwas bewegen können. Dieselben Ressourcen bräuchte der U-Bahnverein, hat sie aber nicht. Selbst wenn jetzt massenweise U-Bahnfans in den Straßenbahnverein einträten, die ersten 10-15 Jahre braucht man da nicht mit rechnen, das man da einem Verein in irgendeine neue Richtung lenken könnte. Erst wenn "die neuen Wilden" irgendwann die gesetzten Persönlichkeiten von Alters und Weisheit sind, dann könnten die einem Verein eine neue Richtung geben. Das ist denke ich in jedem Verein so.

Ein neuer U-Bahnverein müsste sich auch erst das Vertrauen des Verkehrsbetriebs erarbeiten, selbst wenn das je klappen sollte, wäre es dann für den Wissenstransfer zu spät. Man muss da die fränkische Mentalität berücksichtigen die erfordert, das man jemand mindestens 20 Jahre erstmal auf Probe mit Argusaugen und der sichereren Gewissheit "des wird eh nix", betrachtet, um dann, wenn diejenigen durchhalten zu erwägen, ob diejenigen die Sache so ernst meinen könnte, das man eine Kooperation anstreben könnte. In 20 Jahren oder mehr ist aber das Wissen verschütt. Umgekehrt könnte es im potenziellen U-Bahnverein ja auch Leute geben, wo in der VAG-Zentrale rote Lampen angehen wenn man nur deren Namen ließt, und das wäre dann der Entwicklung des neuen Vereins auch nicht förderlich, bzw könnte den Prozess weiter verlangsamen. Diese Leute ließen sich im Rahmen der Straßenbahnfreunde halt leichter unter der Radarlinie durchschleusen.

Versucht man umgekehrt die U-Bahnfans aus dem Verein heraus zu kannibalisieren und in einem neuen Verein zu organisieren, wird das auch nicht auf Gegenliebe stoßen, und womöglich auch nicht den vollen Ressourcenzugang bedeuten. Ob eine friedliche Koexistenz in Nürnberg von Straßenbahnfreunden und U-Bahnfreunden möglich ist, weiß ich nicht, unser Konfliktfall ist ähnlich eurem, nur das bei uns in letzter Sekunde die Reißleine gezogen wurde, als allerdings schon mehr Porzellan zerdeppert war, als ursprünglich vorgesehen (Zerstörung des Altstadtrings z.B).

Insofern ist die Lage nach meiner Einschätzung), das die nächsten 15-35 Jahre man die U-Bahn im Rahmen des Straßenbahnvereins durchretten müsste, bis die U-Bahnbewegung etabliert genug ist, sich abspalten zu können und dennoch Kontakte zu allen Stellen zu haben, die für den Erhalt und Betrieb nötig sind.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Kein Leben MIT Corona - nur eines nach Corona!



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.03.2021 09:31 von Daniel Vielberth.
Es ist nie zu spät, einen solchen Verein zu gründen. Es wird vielleicht für einige Fahrzeuge, aber nicht für's Prinzip zu spät sein. So sind in Berlin und Paris auch keine Fahrzeuge mehr von der allerersten Ausstattung um 1900, wohl aber noch spätere Fahrzeuge aus den 1920er Jahren vorhanden. In vielen Orten ist man halt erst beim 2. Generationswechsel auf die Idee gekommen, auch ein Museumsfahrzeug aufzubewahren. War bei mir in Hamburg auch so. Als 1970 die T-Wagen ausgemustert worden sind, wollte die Hochbahn von einem Museumsfahrzeug nichts wissen. Aufgrund der Erfahrungen mit den T-Wagen von 1970 war die Hochbahn beim DT1 1990 dann schon etwas schlauer. Was U-Bahn-Enthusiasten 1970 mit den T-Wagen 1970 mühsam erkämpft hatten, hat die Hochbahn 1990 mit dem DT1 dann schon von sich aus gemacht. Von daher darf man die Hoffnung nicht aufgeben. Ich selber komme nicht aus Nürnberg und kenne daher auch die Strukturen bei der VAG nicht. Aber wenn ihr einen DT1 erhalten wollt, dann tut euch zusammen und sucht euch die entsprechenden Leute. Man muss wissen, wer bei der VAG etwas zu entscheiden hat und muss mit diesen Leuten umgehen können. Man darf als U-Bahn-Enthusiast dem Verkehrsunternehmen nicht seine Foto-Wünsche präsentieren, sondern muss ein schlüssiges Konzept vorlegen. Also mit "wir hätten gerne einen Gleichstrom-DT1 in DT1-Lackierung und ohne Fenster zwischen den Wagen, am allerliebsten natürlich den 401/402 und einen Drehstrom-DT1 in DT2-Lackierung und mit Fenstern zwischen den Wagen" darf man der VAG natürlich nicht kommen. Anders wäre es, wenn man als U-Bahn-Enthusiast sagt, dass man natürlich gerne 1 (!) DT1 hätte und dafür das am besten geeignete Fahrzeug haben möchte. Dieses Fahrzeug muss im besten Zustand sein, so dass keine bis nur wenige Substanz-erhaltende Maßnahmen erforderlich sind und es muss die Vorrichtungen haben, mit denen das Fahrzeug am besten im Regel-Betrieb "mitschwimmen" kann. Also auf Biegen und Brechen 401/402, weil dieser der allererste ist und noch kein Türpiepsen hat, scheidet schon mal aus. Dann schon eher einen Drehströmer mit Fenstern zwischen den Wagen, Türpiepsen und Sicherheitspaket. Man kann die VAG um ein Angebot für eine HU eines solchen Fahrzeuges bitten und dann über Spenden diese vorfinanzieren. Aber das müsste höchstwahrscheinlich dann ein eigener Verein sein, denn ich kann mir vorstellen, dass einige Straßenbahn-Enthusiasten in St. Peter Amok laufen, wenn die VAG die Rechnung für den DT1 an die Straßenbahnfreunde schickt. Genau das hat 1970 in einem Hamburger Verein zum Zerwürfnis geführt, als die Hochbahn 1970 die Rechnung für den T220 an diesen Verein geschickt hat.
Der Idealfall wäre natürlich wenn man so viel wie möglich erhalten könnte, aber mir ist klar das wohl der DT2 zumindest wegen der Elektronik und wegen der Leichtbauweise WAHRSCHEINLICH nicht erhaltbar ist, allerdings, da würde es wohl erst einen Fachmann brauchen sprich einen der die Züge wirklich täglich aus JEDEM winkel sieht und nicht nur von Bahnsteig und Innenraum....

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Da die VAG hier mitliest soviel ich weiß würde ich doch die Bitte aussprechen alles daran zu setzen es wenigstens versuchen den 587/588 aufzuheben, wenn es mit 401/402 nicht mehr machbar wäre... ;)

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Christian0911
Da die VAG hier mitliest soviel ich weiß würde ich doch die Bitte aussprechen alles daran zu setzen es wenigstens versuchen den 587/588 aufzuheben, wenn es mit 401/402 nicht mehr machbar wäre... ;)

Ist der 587/588 der ex 443/444? Seit meinem letzten Besuch in Nürnberg und unserer Fahrt mit dem Gleichströmer auf der U1 habe ich das Gefühl, als dass die Gleichströmer schon daran ausscheiden, dass sie nicht das typische Summen haben. Das Summen der Drehströmer scheint irgendwie typischer als die Lautlosigkeit der Gleichströmer zu sein und von daher plädiere ich eher auf einen Drehströmer als auf einen Gleichströmer. Ganz angesehen davon muss der Museums-DT1 auch die Fenster zwischen den Wagen und den Türpiepser haben, um eine Betriebsgenehmigung zu bekommen. Es hat schon einen Grund, warum bei mir in Hamburg für den Museums-472 höchstwahrscheinlich kein 472.1 ohne Fenster, sondern ein 472.2 mit Fenstern zwischen den Wagen ausgewählt wird. Natürlich wäre es für uns Enthusiasten das beste, wenn sowohl ein 472.1 ohne Fenster und ein 472.2 mit Fenstern aufbewahrt wird. Aber das wird nicht sein. Die Museums-Fahrzeuge sollen dem Normal-Bürger ein Zeitgefühl vermitteln und nicht dem Enthusiasten seine Fotowünsche erfüllen. Neben dem Drehstrom-DT1/472.2 mit Fenstern hätte ich auch noch ganz gerne eine Innenaufnahme eines Gleichstrom-DT1/472.1 ohne Fenster. Bei aller Liebe zum Detail, das ist unrealistisch. Manche Museums-Fahrzeuge darf man nicht aus Fan-Sicht sehen.
Zitat
Jan Gnoth


Ist der 587/588 der ex 443/444?

GANZ GENAU!

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Ich halte es für aussichtsreicher, sich mit diesem Anliegen an das DB-Museum zu wenden, als sich von der VAG zu wünschen, ein U-Bahnfahrzeug im Original zu konservieren und auszustellen. Angesichts der finanziellen Situation, die auf die ÖPNV-Betriebe durch 365 Euro-Tickets Postpandemie-Prozesse und hier in Nürnberg im besonderen in Sachen Instandhaltung zukommt, wird man diese Lösung ausschließen können. Auf der anderen Seite fehlt bundesweit eine Einrichtung, die die Geschichte deutscher U-Bahnen ausstellt. Zumindest für eine Sonder- oder Dauerausstellung sollten die Kapazitäten in Nürnberg ausreichen, evtl. in Kooperation mit der VAG. Das wäre einerseits ein gutes Alleinstellungsmerkmal für das Eisenbahnmuseum in Nürnberg und andererseits eine gute Möglichkeit mit Fördermitteln beteiligter Städte, die ja sicher auch am Erhalt Ihrer Fahrzeuge interessiert sind ein neues Format zu präsentieren, das bislang wohl noch etwas kurz kommt in der gesamtdeutschen musealen Wahrnehmung.
Zitat
Ferengi
Ich halte es für aussichtsreicher, sich mit diesem Anliegen an das DB-Museum zu wenden, als sich von der VAG zu wünschen, ein U-Bahnfahrzeug im Original zu konservieren und auszustellen. Angesichts der finanziellen Situation, die auf die ÖPNV-Betriebe durch 365 Euro-Tickets Postpandemie-Prozesse und hier in Nürnberg im besonderen in Sachen Instandhaltung zukommt, wird man diese Lösung ausschließen können.

Am 365-Euro-Ticket wird der Museums-DT1 nicht scheitern. Die museale Erhaltung von historischen Fahrzeugen darf nicht aus Fahrgeld-Einnahmen finanziert werden, ganz gleich, ob es nun ein ein 365-Euro oder 730-Euro- oder sonstwas-Ticket gibt.

Zitat
Ferengi
Auf der anderen Seite fehlt bundesweit eine Einrichtung, die die Geschichte deutscher U-Bahnen ausstellt. Zumindest für eine Sonder- oder Dauerausstellung sollten die Kapazitäten in Nürnberg ausreichen, evtl. in Kooperation mit der VAG. Das wäre einerseits ein gutes Alleinstellungsmerkmal für das Eisenbahnmuseum in Nürnberg und andererseits eine gute Möglichkeit mit Fördermitteln beteiligter Städte, die ja sicher auch am Erhalt Ihrer Fahrzeuge interessiert sind ein neues Format zu präsentieren, das bislang wohl noch etwas kurz kommt in der gesamtdeutschen musealen Wahrnehmung.

Derartige Museen hat es in der Vergangenheit schon gegeben. Sie sind alle kläglich gescheitert, weil die beteiligten alles zusammen tragen gewollt haben, was irgendwie nur wünschbar war. Aber letztendlich fehlte es an Geld und vor allem an Know-how für die Instandhaltung der Fahrzeuge. Von daher scheidet diese Lösung schon einmal aus. U-Bahn-Fahrzeuge sind spezifische Fahrzeuge, die speziell auf die Bedürfnisse ihres Betreibers zugeschnitten worden sind. Niemand anders hat ein so gutes Know-how für diese Fahrzeuge als ihre Betreiber. Aus diesem Grunde müssen die Nürnberger DT1 und DT2 auf dem Netz der VAG bleiben. Die VAG ist gut geraten, für die Erhaltung von DT1 und DT2 einen eigenen Verein zu gründen, der die VAG mit der Instandhaltung dieser Fahrzeuge beauftragt und dann auch die Spenden für diese Fahrzeuge entgegen nimmt. So kann die VAG diesem Verein die Instandhaltung von DT1 und DT2 in Rechnung stellen und der Verein kann die Einnahmen aus Sonderfahrten mit DT1 und DT2 an die VAG abführen, ohne dass der Straßenbahn-Verein in St. Peter damit berührt wird.
Zitat
Jan Gnoth
Zitat
Ferengi
Ich halte es für aussichtsreicher, sich mit diesem Anliegen an das DB-Museum zu wenden, als sich von der VAG zu wünschen, ein U-Bahnfahrzeug im Original zu konservieren und auszustellen. Angesichts der finanziellen Situation, die auf die ÖPNV-Betriebe durch 365 Euro-Tickets Postpandemie-Prozesse und hier in Nürnberg im besonderen in Sachen Instandhaltung zukommt, wird man diese Lösung ausschließen können.

Am 365-Euro-Ticket wird der Museums-DT1 nicht scheitern. Die museale Erhaltung von historischen Fahrzeugen darf nicht aus Fahrgeld-Einnahmen finanziert werden, ganz gleich, ob es nun ein ein 365-Euro oder 730-Euro- oder sonstwas-Ticket gibt.

Richtig, denn ich habe ja schon angedeutet, dass der Erhalt auch ohne 365 Euro-Ticket schon schier unmöglich ist ;) Mit der Finanzierungsfrage, ob man letztlich aus Fahrgeldern, Steuergeldern oder sonstwie ein solches Projekt finanzieren möchte hat das wenig zu tun.

Zitat
Jan Gnoth

Zitat
Ferengi
Auf der anderen Seite fehlt bundesweit eine Einrichtung, die die Geschichte deutscher U-Bahnen ausstellt. Zumindest für eine Sonder- oder Dauerausstellung sollten die Kapazitäten in Nürnberg ausreichen, evtl. in Kooperation mit der VAG. Das wäre einerseits ein gutes Alleinstellungsmerkmal für das Eisenbahnmuseum in Nürnberg und andererseits eine gute Möglichkeit mit Fördermitteln beteiligter Städte, die ja sicher auch am Erhalt Ihrer Fahrzeuge interessiert sind ein neues Format zu präsentieren, das bislang wohl noch etwas kurz kommt in der gesamtdeutschen musealen Wahrnehmung.

Derartige Museen hat es in der Vergangenheit schon gegeben. Sie sind alle kläglich gescheitert, weil die beteiligten alles zusammen tragen gewollt haben, was irgendwie nur wünschbar war. Aber letztendlich fehlte es an Geld und vor allem an Know-how für die Instandhaltung der Fahrzeuge. Von daher scheidet diese Lösung schon einmal aus. U-Bahn-Fahrzeuge sind spezifische Fahrzeuge, die speziell auf die Bedürfnisse ihres Betreibers zugeschnitten worden sind. Niemand anders hat ein so gutes Know-how für diese Fahrzeuge als ihre Betreiber. Aus diesem Grunde müssen die Nürnberger DT1 und DT2 auf dem Netz der VAG bleiben. Die VAG ist gut geraten, für die Erhaltung von DT1 und DT2 einen eigenen Verein zu gründen, der die VAG mit der Instandhaltung dieser Fahrzeuge beauftragt und dann auch die Spenden für diese Fahrzeuge entgegen nimmt. So kann die VAG diesem Verein die Instandhaltung von DT1 und DT2 in Rechnung stellen und der Verein kann die Einnahmen aus Sonderfahrten mit DT1 und DT2 an die VAG abführen, ohne dass der Straßenbahn-Verein in St. Peter damit berührt wird.

Das Konzept, wie eine Kooperation zur Erhaltung aussieht, müsste natürlich noch ausgearbeitet werden. Wenn sich Museen daran versucht haben und gescheitert sind, scheint deren Nutzungskonzept wohl nicht sonderlich elaboriert gewesen zu sein. Selbstverständlich kann man auch vertraglich festlegen, dass Fachkräfte der beteiligten Verkehrsbetriebe für eine Instandhaltung eingesetzt werden können zum Beispiel.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.2021 15:54 von Ferengi.
Zitat
Ferengi
Richtig, denn ich habe ja schon angedeutet, dass der Erhalt auch ohne 365 Euro-Ticket schon schier unmöglich ist ;) Mit der Finanzierungsfrage, ob man letztlich aus Fahrgeldern, Steuergeldern oder sonstwie ein solches Projekt finanzieren möchte hat das wenig zu tun.

Das klang aber in deinem vorherigen Post so, dass den Verkehrsbetrieben durch die 365-Euro-Tickets noch weniger Geld als bisher zur Verfügung stehen wird.

Zitat
Ferengi
Das Konzept, wie eine Kooperation zur Erhaltung aussieht, müsste natürlich noch ausgearbeitet werden. Wenn sich Museen daran versucht haben und gescheitert sind, scheint deren Nutzungskonzept wohl nicht sonderlich elaboriert gewesen zu sein. Selbstverständlich kann man auch vertraglich festlegen, dass Fachkräfte der beteiligten Verkehrsbetriebe für eine Instandhaltung eingesetzt werden können zum Beispiel.

Ich kann aus meinen Erfahrungen bei mir in Hamburg sagen, dass es zwischen Verkehrsunternehmen und Vereinen vertraglich geregelt ist, dass die Verkehrsunternehmen an die Vereine ein Angebot für die Instandhaltung erstellen und die Vereine die Instandhaltung aus Spenden per Vorkasse voraus zahlen. Für weitere Kosten führen die Vereine die Spenden an die Verkehrsunternehmen ab und die Verkehrsunternehmen stellen auch noch einige Beträge aus dem Werbeetat zur Verfügung. Wichtig ist, dass es für jeden Verkehrsträger einen eigenen Verein gibt, damit die Vereine sich nicht gegenseitig querfinanzieren können. Das heißt, Straßenbahn-Verein finanziert Straßenbahn, U-Bahn-Verein finanziert U-Bahn.
Zitat
Jan Gnoth
Zitat
Ferengi
Richtig, denn ich habe ja schon angedeutet, dass der Erhalt auch ohne 365 Euro-Ticket schon schier unmöglich ist ;) Mit der Finanzierungsfrage, ob man letztlich aus Fahrgeldern, Steuergeldern oder sonstwie ein solches Projekt finanzieren möchte hat das wenig zu tun.

Das klang aber in deinem vorherigen Post so, dass den Verkehrsbetrieben durch die 365-Euro-Tickets noch weniger Geld als bisher zur Verfügung stehen wird.

Was genau findest Du daran widersprüchlich? Du wirst ja wohl nicht ernsthaft behaupten wollen, dass die Nebeneffekte der Einführung eines 365 Euro-Tickets einem - verlustträchtigen - Engagement zum Erhalt von U-Bahnzügen dienlich sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.2021 17:07 von Ferengi.
Du hattest in deinem ersten Posting zu diesem Thema folgenden Satz geschrieben:
Angesichts der finanziellen Situation, die auf die ÖPNV-Betriebe durch 365 Euro-Tickets Postpandemie-Prozesse und hier in Nürnberg im besonderen in Sachen Instandhaltung zukommt, wird man diese Lösung ausschließen können.
Dieses klingt für mich so, als ob die VAG deiner Einschätzung zufolge nach Einführung eines solchen Tickets wie in Wien finanziell noch klammer sein wird als die VAG es vielleicht jetzt schon ist. Diesem habe ich entgegnet, dass es wohl so nicht sein wird, weil für so ein Projekt wie ein historisches U-Bahn-Fahrzeug auch bei jetziger Situation ohne 365-Euro-Ticket nicht mehr Geld zur Verfügung stehen wird, weil so ein Projekt nicht aus Fahrgeld-Einnahmen finanziert werden darf. Ein 730-Euro oder gar 1095-Euro-Ticket wird da nicht mehr Geld für ein solches Projekt abwerfen. Von daher mache ich die Fahrgeld-Einnahmen eines Verkehrsunternehmens nicht für die Aufarbeitung eines historischen Fahrzeug abhängig. Die Verkehrsbetriebe stellen für den Erhalt eines historischen Fahrzeuges einen gewissen Betrag aus dem Werbe-Etat bereit, der Rest wird vom Verein durch Spenden finanziert.
Zitat
Jan Gnoth
Du hattest in deinem ersten Posting zu diesem Thema folgenden Satz geschrieben:
Angesichts der finanziellen Situation, die auf die ÖPNV-Betriebe durch 365 Euro-Tickets Postpandemie-Prozesse und hier in Nürnberg im besonderen in Sachen Instandhaltung zukommt, wird man diese Lösung ausschließen können.
Dieses klingt für mich so, als ob die VAG deiner Einschätzung zufolge nach Einführung eines solchen Tickets wie in Wien finanziell noch klammer sein wird als die VAG es vielleicht jetzt schon ist. Diesem habe ich entgegnet, dass es wohl so nicht sein wird, weil für so ein Projekt wie ein historisches U-Bahn-Fahrzeug auch bei jetziger Situation ohne 365-Euro-Ticket nicht mehr Geld zur Verfügung stehen wird, weil so ein Projekt nicht aus Fahrgeld-Einnahmen finanziert werden darf. Ein 730-Euro oder gar 1095-Euro-Ticket wird da nicht mehr Geld für ein solches Projekt abwerfen. Von daher mache ich die Fahrgeld-Einnahmen eines Verkehrsunternehmens nicht für die Aufarbeitung eines historischen Fahrzeug abhängig. Die Verkehrsbetriebe stellen für den Erhalt eines historischen Fahrzeuges einen gewissen Betrag aus dem Werbe-Etat bereit, der Rest wird vom Verein durch Spenden finanziert.
Gut, Ich schätze, dass wir argumentetiv von zwei völlig unterschiedlichen Voraussetzungen ausgehen. Wie auch immer, die VAG wird sich so ein Projekt nicht ohne Fragen einer kritischen Öffentlichkeit an's Bein binden können. Das U-Bahnthema hier in Nürnberg hat einen anderen Stellenwert und andere Kosten als in Berlin, München oder Hamburg. Alleine die Renovierungskosten gehen in die Hundert Millionen in den nächsten zehn Jahren. Aus dem Werbeetat kann man dann noch vielleicht eine Website finanzieren.
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