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Bußgeld wegen fehlender Bahnsteigkarte
geschrieben von FoxMcLoud 
Zitat
Lopi2000
Erstens zeigt das, dass erfreulicherweise die Debatte und die Anstrengungen um die deutsche Willkommenskultur auch bei der Lokalpresse angekommen ist und zweitens hängt es sicherlich davon ab, wie man auf die Presse zu geht. Da hat eine langjährig kommunalpolitisch aktive Person sicherlich mehr Erfahrung als ein durchschnittlicher Wutbürger, der sich über die vermeindliche Bevorzugung von Asylbewerbern aufregt.

Ich glaube, du hast den Sinn meines Posts nicht ganz verstanden (zugegeben, ich hätte ihn aber auch besser formulieren können). Mir ging es nicht darum, dass Asylbewerber bevorzugt werden (was sie gar nicht werden, wenn man bedenkt, wie viele bei Nacht- und Nebelaktionen wieder abgeschoben werden), mir ging es darum, dass natürlich erst Asylbewerbern sowas passieren muss, damit so eine Diskussion losgetreten wird. Dass die Bahnsteigkarte keinen Sinn macht, muss man mir nicht extra erzählen.
Zitat
Computerfreak
Und es geht oft um Sekunden, um die Bahn noch zu bekommen.

Dann mußt Du Deine Füße eben mal drei Sekunden früher aus dem Bett schwingen, um nach Erreichen des Bahnsteiges noch 2 Sekunden Zeit zu haben, die Bahn zu verjagen...

Ich habe mir das Rennen auch abgewöhnt, wenn ich mich denn mal mithilfe einer Fensterkiste zum Bahnhof Wedel bemühe, um von dort eine Reise in die sich selbst als schönste Stadt der Welt beweihräuchernde Großstadt zu unternehmen. Sehe ich an der Uhr im Kassenrechner, daß es paßt, galoppi -- paßt es nicht, hat die Dönerbude Kundschaft oder der Zeitungsladen wird ne Mopo los... Außerhalb der HVZen kann man sich ja etwas weiter nach vorne bemühen, die Türen schließen und die Füße auf das mitgebrachte Wochenblatt legen...
Leider soll das nach dem gemeinsamen Willen der Lokalpolitiker aus Altona und Wedel bald nicht mehr möglich sein (nur noch in den Randzeiten)...

Gruß Ingo
Zitat
FoxMcLoud
Und ich muss dann meine Proficard beim Einstieg in den Bus rausholen und vorzeigen, nur um sie kurze Zeit später beim Zugang zur U-Bahn nochmal rauszuholen und dort die Karte durch ein Lesegerät zu ziehen?

Wozu gibt es die RFID-Technologie?

Gruß Ingo
Irgendwie hab ich das Gefühl, die Hamburger jammern immer auf hohem Niveau. Wenn in London diese Drehkreuze nichts bringen weil die Schwarzfahrerquote nicht gesenkt werden, ist das ja ein Faktum. In New York und Boston jedoch liegen die Schwarzfahrerquoten relativ niedrig (da meistens an den Kreuzen jemand sieht und der Respekt vor der NYPD sehr hoch ist, zB), in Barcelona dürfte die Quote auch recht niedrig sein, da die Fahrpreise relativ gering sind. (Ohne Faktenuntermauerung, habe es bei der letzten drei Städten nur mal gelesen)
Aber: Weil jemand zu bequem ist seine Karte nicht zweimal rausholen zu wollen sollen solche Drehkereuze nicht kommen? Weil man sich etwas anstellen muss? Weil sich die Gesamtzeit und einige Minuten nach hinten verschiebt?
Sorry, aber scheinbar muss in Deutschland wirklich alles immer hektisch laufen anstatt einmal etwas ruhe einkehren zu lassen und sich selbst zu entschleunigen. Dann wartet man halt mal etwas.
Kann aber sagen: Ausser der langen Wege, zum Beispiel am Times Sq / 42nd, habe ich bei meinen, schon mindestens 5 Besuchen in New York, kaum Wartezeiten hinnehmen müssen. Und selbst in London fand ich das noch ok, vielleicht immer so 60 - 120 sekunden...

Saludos,
Felipe
Mir wäre neu, daß es Autos mit eingebautem Drehkreuz gibt. Maximaler Aufwand,
um den SPNV unattraktiver zu machen.

Kommen die Kamele an die Macht, muß Wasser gespart werden.
Dann fahr doch Auto...
Siehst Du den großen Unterschied zwischen Bahnen und Autos? Im Normalfall ist ein Auto Dein Eigentum. Der ÖPNV ist Deine Grinddaseinsversorgung und die bleibt auch mit Drehkreuzen erhalten. ÖPNV kostet eben auch etwas...

Saludos,
Felipe
Ich würde ja die fahrscheinpflichtigen Bereiche und die Bahnsteigkarte ganz abschaffen und statt dessen den Kontrolleuren eine Videokamera mitgeben.

Abgangskontrollen kann man auch ohne markierten fahrscheinpflichtigen Bereich machen, mann muss einfach nur in den Beförderungsbedingungen festlegen dass man die Fahrt bis zum verlassen des Bahnhöfen aufzubewahren hat, solche Klauseln gibt es auch anderswo.

Die Sache ist doch nachzuweisen dass jemand der behauptet er/sie sei gar nicht gefahren halt doch gefahren sein muss. Bei einfachen Seitenbahnsteigen wie in Fischbach und Neu Wulmstorf ist das ja kein Problem, bei größeren Haltestellen muss man halt parallel zu den Kontrollen Videoaufnahmen der zugehenden Fahrgäste machen so dass man, sollte sich jemand darauf berufen, nachschauen kann.
Zitat
Pille
Wenn in London diese Drehkreuze nichts bringen weil die Schwarzfahrerquote nicht gesenkt werden, ist das ja ein Faktum.

Das stimmt nicht, in London ist die Schwarzfahrerquote durch Einführung von Sperren auf jedem Bahnhof (bei der Underground in der 80er, bei der Overground in den letzten Jahren) deutlich gesenkt worden, so dass trotz der ziemlichen Kosten das Sperrendstem sich lohnt. Mann kann das übrigens gerade

Der Unterschied zwischen Hamburg (und eigentlich allen Schnellbahnnetzen in Deutschland) und London (und vielen anderen) liegt in der Zeitfahrerquote. In Hamburg haben halt so viele Leute eine Zeitkarten dass selbst ohne Kontrollen nur wenige Leute schwarzfahren und sich deshalb Sperren nicht lohnen. In London sind Zeitkarten viel weniger verbreitet (und die Strafe auch noch viel weniger - £10), ohne Sperren gäbe es da insbesondere abends eine riesige Quote.

Als ich in den 80ern mal in London war, d.h. bevor die meisten Haltestellen Sperren hatten, bin ich abends mal weit raus nach Hainault gefahren. Da stiegen dann so 20 Leute aus, aber es gab eine Abgangskontrolle von einem einzelnen Typen. Die überwiegende Anzahl der Aussteigenden hat dem einfach 40p (d.h. der Preis einer Kurzstrecke) in die Hand gedrückt. Und ich bin bereit zu wetten dass das Geld nie in der Kasse landete.
Zitat
INW
Zitat
FoxMcLoud
Und ich muss dann meine Proficard beim Einstieg in den Bus rausholen und vorzeigen, nur um sie kurze Zeit später beim Zugang zur U-Bahn nochmal rauszuholen und dort die Karte durch ein Lesegerät zu ziehen?

Wozu gibt es die RFID-Technologie?

Dann müsste zum einen erst alle Abokarten wie meine Proficard auf Chipkarte umgestellt werden.
Zum anderen nutze ich solch einen Funk-Chip gelegentlich auf meiner Arbeitstelle, wenn ich in einen Sicherheitsbereich gelangen will. Wenn ich den Chip auflege dauert es schon 2-3 Sekunden, bis das Gerät an der Wand die gewünschte Tür freigibt.
Bei meinem letzten Arbeitgeber wurden Chipkarten zur Zeiterfassung genutzt, auch hier dauerte das Ein- und Auschecken jeweils 2-3 Sekunden.
Ein einfaches Dranhalten während des Vorbeigehens wäre damit nicht möglich, man müsste erstmal stoppen.
Und es bleibt bei dem Manko, dass ich meine Fahrkarte also 2x je Tour rausholen muss statt wie jetzt nur ein (nerviges) Mal beim Einsteigen in den Bus.

Zudem halte ich solche Drehkreuze an vielen Stellen für Baulich nicht möglich.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Zitat
christian schmidt
Ich würde ja die fahrscheinpflichtigen Bereiche und die Bahnsteigkarte ganz abschaffen und statt dessen den Kontrolleuren eine Videokamera mitgeben.

Abgangskontrollen kann man auch ohne markierten fahrscheinpflichtigen Bereich machen, mann muss einfach nur in den Beförderungsbedingungen festlegen dass man die Fahrt bis zum verlassen des Bahnhöfen aufzubewahren hat, solche Klauseln gibt es auch anderswo.

Die Sache ist doch nachzuweisen dass jemand der behauptet er/sie sei gar nicht gefahren halt doch gefahren sein muss. Bei einfachen Seitenbahnsteigen wie in Fischbach und Neu Wulmstorf ist das ja kein Problem, bei größeren Haltestellen muss man halt parallel zu den Kontrollen Videoaufnahmen der zugehenden Fahrgäste machen so dass man, sollte sich jemand darauf berufen, nachschauen kann.

Bei dem Seitenbahnsteig in Neu Wulmstorf kann jemand neben der S-Bahn auch ein einfacher Spaziergänger sein.

Im Übrigen würde eine Ausgangskontrolle an Bahnhöfen wie diesen einigen Nachrüstaufwand bedeuten. Und selbst wenn der Bahnsteig eingezäunt wäre, könnte man recht einfach über die Schienen die Sperren umgehen.

Bei der Diskussion um Ausgangssperren gibt auch Varianten zwischen alle Bahnhöfe mit Ausgangssperren zu belegen und keinen. Es ist ja durchaus denkbar, nur stark frequentierte Bahnhöfe mit Ausgangssperren und auch mit Eingangssperren zu versehen. Es müsste immer eine Aufsicht vor Ort sein. Diese Aufsicht ist nötig, falls jemand ein Problem mit der Fahrkarte hat oder mit Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs ist. Wenn keine Aufsicht vor Ort ist wie beispielsweise nachts müssen die Sperren geöffnet sein.

Diese Variante würde eine hohe permanente Kontrolldichte ermöglichen und gleichzeitig Bahnsteigkarten an allen andern Bahnhöfen überflüssig machen.


Zum Thema RFID: 2016 kommt die HVV E-Ticket-Karte analog zum Harburger Versuch für ganz Hamburg was den Bartarif angeht (Einzelkarte und das was es online schon gibt) und 2017 ohnehin dann die Umstellung der Abos auf die Digitale Kundenkarte. Ob und wie genau die geartet sind weiß ich nicht, habe mich nicht näher damit beschäftigt. Die sind m.w. doch per "Funk".

DT5 Online - Der Blog rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Zitat
FoxMcLoud
Wenn ich den Chip auflege dauert es schon 2-3 Sekunden, bis das Gerät an der Wand die gewünschte Tür freigibt.
Bei meinem letzten Arbeitgeber wurden Chipkarten zur Zeiterfassung genutzt, auch hier dauerte das Ein- und Auschecken jeweils 2-3 Sekunden.

[youtu.be]

Hier sieht man wie schnell das mit der Karte funktionieren kann. Und die sowas wie die Oyster Card möchte Hochbahn-Chef Elste ja auch hier einführen.
Zitat
DT2 4ever
Zitat
FoxMcLoud
Wenn ich den Chip auflege dauert es schon 2-3 Sekunden, bis das Gerät an der Wand die gewünschte Tür freigibt.
Bei meinem letzten Arbeitgeber wurden Chipkarten zur Zeiterfassung genutzt, auch hier dauerte das Ein- und Auschecken jeweils 2-3 Sekunden.

[youtu.be]

Hier sieht man wie schnell das mit der Karte funktionieren kann. Und die sowas wie die Oyster Card möchte Hochbahn-Chef Elste ja auch hier einführen.

Schnell? 3 Sekunden x 8, da einmal umsteigen und Hin- und Rückfahrt - macht 24 Sekunden.
In einem Monat sind das etwa 12 Minuten - macht im Jahr 144 Minuten. Bei etwa noch 60 Jahren Lebenserwartung sind das etwa 9.000 Minuten - Also etwa 150 Stunden - Das sind wiederum gut 7 Tage. Ich soll also eine ganze Woche meiner Lebenszeit damit verschwenden, eine Chipkarte an einen Leseautomaten zu halten?

Wer die Ironie meiner Aussage nicht erkennt, hat selber Schuld...

________________________
Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
@Der Hanseat: Diese Denkweise gefällt mir!! :D Und das ohne Ironie ;)

Saludos,
Felipe
Fundstück von Twitter (@RA_JustHH):



Wer erkennt die Station?
Lübecker Str.

Das Abendblatt hat die Meldung auch schon dankbar aufgenommen. ;)
Das erinnert mich daran, dass an Lübecker Straße die ehemals öffentliche Unterführung unter der Straße vor einigen Jahren fahrkartenpflichtig wurde. Also das Gegenteil von dem, was nun in Pinneberg gemacht wurde.
Ob dort wohl die Schwarzfahrerquote von Linkshaendern niedriger ist als von Rechtshaendern?
Mit gültiger Bahnsteigkarte darf man doch eine Fahrkarte lösen.
Im Bahnhof Wartenau darf man ohne Fahrkarte nicht in den Kiosk. :D
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