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ProfiTicket: 9 Monate Sperre nach Ausstieg richtig?
geschrieben von Alexander Lehmann 
Moin!

Da unser Büro wegen Corona immer noch zu ist und auch erst mal bleibt, habe ich mein ProfiTicket seit 1.4. pausiert, diese Möglichkeit endet nun am 31.8. (was m. E. völlig okay ist). Ich fahre das Ticket jedoch deutlich nicht ab und wollte darum eigentlich zum 31.8. aussteigen. Prophylaktisch erklärte die Personalabteilung letzte Woche in einer Rundmail, dass für diesen Fall danach eine Sperre von 9 Monaten greift. Das lässt die Frage nach einem Ausstieg freilich in einem anderen Licht dastehen, zumal ich wegen Kernzeit 9-16h auch nicht auf eine Talzeitkarte ausweichen könnte, wenn das Büro wieder aufmacht.

Stimmt das mit den 9 Monaten Sperrfrist? Wo kann man das nachlesen? Ich konnte weder unter hvv.de noch in den mir vorliegenden Unterlagen zum ProfiTicket einen solchen Passus finden.

Die Idee verstehe ich - man will vermeiden, dass jemand monatsweise neu entscheidet, ob er das ProfiTicket nutzen will oder nicht. Gilt diese Sperre auch bei Arbeitgeberwechsel?

Viele Grüße
Alexander
Ich zitiere aus dem HVV-Gemeinschaftstarif:


3.5.6.1 Widerspruch gegen die Verlängerung des Teilnahmeverhältnisses

1. Der Fahrgast kann der Verlängerung des Teilnahmeverhältnisses jeweils zum letzten Tag eines Monats widersprechen. Eine Unterbrechung der Teilnahme (z.B. wegen Urlaub oder Dienstreise) ist nicht zulässig. Hat der Fahrgast vor Ablauf der ersten zwölf Monate des Teilnahmeverhältnisses der Verlängerung widersprochen, so ist eine erneute Teilnahme am GKA frühestens neun Monate nach Ablauf des beendeten Teilnahmeverhältnisses zulässig (Wiederaufnahmesperre).

Die Frage ist, wie lange du das GKA schon hast. Beim Arbeitgeberwechsel gilt diese Sperre nicht, da der neue AG ein anderer Großkunde ist.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Seit ca. 2011. Genau kann ich es nicht mehr sagen, aber auf jeden Fall weit mehr als 1 Jahr. D. h. dann gilt das nicht, was die Personalabteilung schrieb??

Es geht mir ja gar nicht darum, jetzt monatsweise ein- und wieder auszusteigen, aber einmalig aussteigen möchte ich schon, bis der Normalbetrieb im Büro wieder anläuft. Das wird dann vsl. eine Mischlösung sein mit 2 Präsenztagen/Woche, dafür lohnt sich das ProfiTicket aber bereits. Vorher jedoch nicht.

Danke!

Viele Grüße
Alexander
Zitat
Alexander Lehmann
Seit ca. 2011. Genau kann ich es nicht mehr sagen, aber auf jeden Fall weit mehr als 1 Jahr. D. h. dann gilt das nicht, was die Personalabteilung schrieb??

Es geht mir ja gar nicht darum, jetzt monatsweise ein- und wieder auszusteigen, aber einmalig aussteigen möchte ich schon, bis der Normalbetrieb im Büro wieder anläuft. Das wird dann vsl. eine Mischlösung sein mit 2 Präsenztagen/Woche, dafür lohnt sich das ProfiTicket aber bereits. Vorher jedoch nicht.

Danke!

Die Personalabteilung kann - um den Aufwand zu reduzieren - noch weitere Regularien hinzufügen. Durch den HVV bzw. die S-Bahn gibt es diese Sperre aber nur in den ersten zwölf Monaten.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
Alexander Lehmann
Seit ca. 2011. Genau kann ich es nicht mehr sagen, aber auf jeden Fall weit mehr als 1 Jahr. D. h. dann gilt das nicht, was die Personalabteilung schrieb??

Es geht mir ja gar nicht darum, jetzt monatsweise ein- und wieder auszusteigen, aber einmalig aussteigen möchte ich schon, bis der Normalbetrieb im Büro wieder anläuft. Das wird dann vsl. eine Mischlösung sein mit 2 Präsenztagen/Woche, dafür lohnt sich das ProfiTicket aber bereits. Vorher jedoch nicht.

Danke!

Du wirst hier vermutlich nicht darum herumkommen auszurechnen zu müssen wie viel mehr eine reguläre Monatskarte statt dem Profiticket kostet und wie viele Monate du noch zu Hause bleiben musst damit es sich lohnt. Eine Monatskarte AB kostet z.B. ca. 70 Euro, das entsprechende Profiticket 55 Euro - wenn man also nur die nächsten zwei Monate zu Hause bleibt spart man damit 110 Euro und zahlt die nächsten sieben Monate 7x15 = 105 Euro drauf. Wird natürlich teurer wenn du in den ersten zwei Monaten noch Einzelfahrten zahlen musst.
Das stimmt zwar, wobei ich für den Arbeitsweg nur 2 Zonen benötige und flexibel agieren kann (also auch mal ne Wochenkarte), und Monatskarten sind ja nicht mehr auf Kalendermonate festgelegt.

Ich habe heute an die Personalabteilung geschrieben und nach der vertraglichen Grundlage dieser Wiederaufnahmesperre gefragt. Die HVV-Tarifbestimmungen geben diese Sperre ja nicht her. Da ich bereits am 24. März um Kündigung bat, was man damals aber nicht umsetzte, weil dann die Pausierung kam, wären die 9 Monate ja am 31.12. schon rum, wenn denn meine Kündigung vom 24.3. noch umgesetzt werden kann.

Am Ende soll es nicht kriegsentscheidend sein, immerhin gewinnt man mit dem ProfiTicket ja auch eine Menge Freiheit für Fahrten neben der Arbeit. Ich fahre ca. 1x/Monat an die Lübecker Bucht, da hilft das ProfiTicket ja auch ganz gut, wobei ich allerdings weit überwiegend mit dem Flixbus fahre, da ist die ProfiCard wieder egal...

Viele Grüße
Alexander
Doppelt



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.08.2020 20:46 von Alexander Lehmann.
Der Arbeitgeber zahlt in der Regel einen Zuschuss zum Profiticket. Du könntest in Erfahrung bringen, ob es diesen Zuschuss bei Euch gibt und wenn ja, ob er unabhängig vom Profiticket gezahlt wird, also auch bei Arbeitnehmern, die per normaler Monatskarte, Einzelfahrschein, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto kommen.
Es gab zur Anfangszeit der Pandemie auch die Möglichkeit, die Proficard zu kündigen ohne dass die 9-monatige Sperrfrist griff. Ich finde keinen entsprechenden Hinweis mehr auf hvv.de, aber es könnte sein, dass es diese Regelung immer noch gibt. Das müsstest Du erfragen.
Auflösung: Die Personalabteilung bestätigte mir, dass es KEINE Sperrzeit gibt. Diese existiert, wie Roman oben schrieb, nur für solche Mitarbeiter, die in den ersten 12 Monaten kündigen. Ich habe somit zum 31.8. gekündigt gehabt und mir wurde direkt angeboten, zum 1.10. gleich wieder einzusteigen. Ich warte nun aber erst mal ab.

Danke an alle für die Tipps, die mir ja auch wirklich geholfen haben (v. a. Roman).

Gruß Alexander
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