Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Bund erwägt kostenlosen Nahverkehr
geschrieben von murkelpurkel 
Um die Autoindustrie zu retten ist der Bundesregierung offenbar
kein Aufwand zu hoch. Obwohl - Ich sehe es nicht kommen.
Mindestens in Berlin wäre eine schnelle Einführung eher schädlich.

[www.n-tv.de]
Ein unerwartet kostenloser Nahverkehr wäre sicherlich ein Grund für eine Fahrzeugnotbestellung...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Na bitte geht doch. Aber warum schon wieder einen neuen Thread, das haben wir doch schon oft diskutiert.

Tagesspiegel

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.2018 15:44 von Heidekraut.
Ein neuer Thread weil diesmal der Bund doch konkreter drüber nachdenkt.
Ich glaube dass die Finanzierung sonst immer eher vom Land kommen sollte.
Zitat
Nemo
Ein unerwartet kostenloser Nahverkehr wäre sicherlich ein Grund für eine Fahrzeugnotbestellung...

Ein kostenloser Nahverkehr käme aus dem Steuersäckel.
Filternachrüstung für Autos müssten die Hersteller oder
die Besitzer bezahlen.
Zitat
Heidekraut
Na bitte geht doch. Aber warum schon wieder einen neuen Thread, das haben wir doch schon oft diskutiert.

Es ist aber ja schon ein gewisser Unterschied, ob man es als "links-grün-piratige Schnappsidee" abtun kann oder es in Kürze bundesweit zu Pilotprojekten kommt, deren belastbare Ergebnisse dann hier diskutiert werden können.
Zitat
murkelpurkel
Ein neuer Thread weil diesmal der Bund doch konkreter drüber nachdenkt.
Ich glaube dass die Finanzierung sonst immer eher vom Land kommen sollte.

Vermutlich eher vom Aufgabenträger oder über Kommunalabgaben vom Bürger. Aber der jetzige Informationsstand sagt ja auch nicht darüber aus, ob das ganze nicht umlagenfinanziert sein soll.

Fraglich ist auch, ob man nicht nur einen Maßnahmenkatalog gesammelt hat, wo man erst mal alles aufgenommen hat, was irgendwie Effekte erzielt, unabhängig von der Realisierungswahrscheinlichkeit. Ggf. steht also der kostenlose oder fahrscheinlose Nahverkehr gar nicht auf Priorität 1.
Darum geht es aber nicht. Einen alten Diskussionsfaden wieder aufnehmen heißt für den Nachleser, dass er alles in einem Thread zu einem Thema vorfindet, auch wenn sich Prioritäten in der Diskussion verschieben. Man erspart ihm damit das suchen nach alten Diskussionen. das ist für mich ein entscheidendes Argument in einem Forum. Inhaltliche Prioritäten sind da außen vor. Es wird ja nicht mit neuem Thread neu gewichtet, sondern nur zersplittert.

Komisch eigentlich, dass man sich so schwer damit tut Schwarzfahren zu entkriminalisieren, aber dann plötzlich Steuer-Geld dafür aufbringt, dass alle schwarz fahren dürfen. ;-)

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Darum geht es aber nicht. Einen alten Diskussionsfaden wieder aufnehmen heißt für den Nachleser, dass er alles in einem Thread zu einem Thema vorfindet, auch wenn sich Prioritäten in der Diskussion verschieben. Man erspart ihm damit das suchen nach alten Diskussionen. das ist für mich ein entscheidendes Argument in einem Forum. Inhaltliche Prioritäten sind da außen vor. Es wird ja nicht mit neuem Thread neu gewichtet, sondern nur zersplittert.
...

Welcher eigene Thread war das denn? Das Thema wurde hier und da immer mal,
durchaus auch weitschweifig, diskutiert z.B. beim Schwarzfahrer Thread oder beim Sozialticket.
Eine kurze Suche nach kostenlos führte mich da nur ins Uferlose.
Zitat
murkelpurkel
Zitat
Nemo
Ein unerwartet kostenloser Nahverkehr wäre sicherlich ein Grund für eine Fahrzeugnotbestellung...

Ein kostenloser Nahverkehr käme aus dem Steuersäckel.
Filternachrüstung für Autos müssten die Hersteller oder
die Besitzer bezahlen.

Von der Bezahlung abgesehen, braucht die europäische Fahrzeugindustrie ca. 2-4 Jahre, um überhaupt mal einen Prototypen zu liefern. Falls dann alle Großstädte zugleich ihre Fahrzeuganzahl um ca. 20%* aufstocken würden, dann ist man schnell bei Lieferfristen von 10 Jahren, sofern man nicht in China kauft.

20%*, da ich vermute, dass der Oberflächenverkehr dann um einiges beschleunigt werden könnte, wenn man das ganze mit Busspuren, Vorrangschaltungen und wirklichen Parkgebühren in der Innenstadt garniert. Von daher ist das ganz sicher kein "mal eben so"-Projekt, sondern allenfalls nur mit sehr langer Planung sinnvoll durchsetzbar.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Garantiert mal wieder eine polit.Nebelkerze. Siehe Beiträge der user über Fahrzeugbeschaffungsfristen etc, die die Ansage zur Luftnummer machen.
Und von wegen kostenlos-wo der Staat dem Bürger 10,- spendiert, hat er vorher 20,- aus der Tasche gezogen, nur woanders..

T6JP
Zitat
Nemo
20%*, da ich vermute, dass der Oberflächenverkehr dann um einiges beschleunigt werden könnte, wenn man das ganze mit Busspuren, Vorrangschaltungen und wirklichen Parkgebühren in der Innenstadt garniert. Von daher ist das ganz sicher kein "mal eben so"-Projekt, sondern allenfalls nur mit sehr langer Planung sinnvoll durchsetzbar.

Um den Schnellbahnverkehr zu verdichten, braucht es nur zusätzliche Fahrzeuge und Mitarbeiter.
Den Busverkehr zu verdichten bringt nichts wegen der Schadstoffproblematik. Elektrobusse und Obusse wären allenfalls langfristig fahrgastwirksam.
Das Straßenbahnnetz ist bereits an der Grenze der Leistungsfähigkeit, hier müssten zunächst zusätzliche und parallele Strecken errichtet, dazu Fahrzeuge und Personal beschafft werden.

Aber zunächst würde kostenloser Nahverkehr den Ersatz der 12,8 Milliarden Euro erfordern, die allein von den 450 deutschen VDV-Betrieben im letzten Jahr als Geldeinnahmen verbucht wurden: [www.vdv.de] Die bundeseigenen Eisenbahnen müssten vom Bund selbst zusätzlich finanziert werden.
Und das Jahr für Jahr. Dazu die Aufstockung der Infrastruktur, zusätzliches Personal, Fahrzeuge, Energie, Sicherheit u.s.w.
Der Gesamtaufwand läge dann bald in der Größenordnung der deutschen Rüstungsausgaben.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim

Aber zunächst würde kostenloser Nahverkehr den Ersatz der 12,8 Milliarden Euro erfordern, die allein von den 450 deutschen VDV-Betrieben im letzten Jahr als Geldeinnahmen verbucht wurden: [www.vdv.de] Die bundeseigenen Eisenbahnen müssten vom Bund selbst zusätzlich finanziert werden.
Und das Jahr für Jahr. Dazu die Aufstockung der Infrastruktur, zusätzliches Personal, Fahrzeuge, Energie, Sicherheit u.s.w.
Der Gesamtaufwand läge dann bald in der Größenordnung der deutschen Rüstungsausgaben.

Wie T6 schon richtig erläuterte muss der Staat den Bürger, die nun die 12,8 Mrd € fahrgeld einsparen, nun eben 13 Mrd rgendwo anders aus der Tasche ziehen. Im Grunde bin ich jedoch gegen kostenlosen Nahverkehr. Dafür jedoch für ein niedrigeres und einfacheres Tarifsytem gegenfinanziert mit Gebühren für den Individualverkehr.

*******
Achtung! Türen können automatisch öffnen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.2018 17:21 von Logital.
Zitat
Logital
Zitat
der weiße bim

Aber zunächst würde kostenloser Nahverkehr den Ersatz der 12,8 Milliarden Euro erfordern, die allein von den 450 deutschen VDV-Betrieben im letzten Jahr als Geldeinnahmen verbucht wurden: [www.vdv.de] Die bundeseigenen Eisenbahnen müssten vom Bund selbst zusätzlich finanziert werden.
Und das Jahr für Jahr. Dazu die Aufstockung der Infrastruktur, zusätzliches Personal, Fahrzeuge, Energie, Sicherheit u.s.w.
Der Gesamtaufwand läge dann bald in der Größenordnung der deutschen Rüstungsausgaben.

Wie T6 schon richtig erläuterte muss der Staat den Bürger, die nun die 12,8 Mrd € fahrgeld einsparen, nun eben 13 Mrd rgendwo anders aus der Tasche ziehen. Im Grunde bin ich jedoch gegen kostenlosen Nahverkehr. Dafür jedoch für ein niedrigeres und einfacheres Tarifsytem gegenfinanziert mit Gebühren für den Individualverkehr.

Evtl. ist zur Zeit für Berlin eher ein höherer Tarif sinnvoll, zur Verbesserung des Angebots, mitfinanziert mit Gebühren für den Individualverkehr! Ich denke, wir brauchen eher mehr Geld im System statt weniger!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Mehr Knete im System: Ja!
Höhere Fahrpreise: Nein!

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Mehr Knete im System: Ja!
Höhere Fahrpreise: Nein!

Hier ging es um höhere Fahrpreise für den Individualverkehr: Ja!
Zitat
der weiße bim
Zitat
Nemo
20%*, da ich vermute, dass der Oberflächenverkehr dann um einiges beschleunigt werden könnte, wenn man das ganze mit Busspuren, Vorrangschaltungen und wirklichen Parkgebühren in der Innenstadt garniert. Von daher ist das ganz sicher kein "mal eben so"-Projekt, sondern allenfalls nur mit sehr langer Planung sinnvoll durchsetzbar.

Um den Schnellbahnverkehr zu verdichten, braucht es nur zusätzliche Fahrzeuge und Mitarbeiter.

Der Schnellbahnverkehr bei der S-Bahn ist auf vielen Strecken an der Leistungsfähigkeitsgrenze. Man könnte zwischen Friedrichsfelde Ost und Ostkreuz noch die S5 auf einen 5-Minuten-Takt verdichten und die S75 mit Vollzügen fahren, dann ist Ende. Mit Mühe bekommt man vielleicht noch zwei Zuggruppen für die S7 unter.

Auf die Stadtbahn passen noch zwei Zuggruppen, die Effekte haben wir ja anderswo schon diskutiert, vermutlich sind dazu Maßnahmen an den Stationen Friedrichstraße und Hackescher Markt erforderlich. Ggf. müssen in Ostkreuz Verkaufsbüdchen dann wieder abgerissen werden.

Auf der Ringbahn kann man die Kapazität durch Vollzüge weiter steigern sowie zwei weitere Zuggruppen möglich. Ein 2,5-Minuten-Takt ist aber aber schwierig, weil man damit den gesamten Ring, den Nord-Ost-Ast nach Pankow und das Südost-Netz in Abhängigkeit bringt. Vermutlich wären dafür Infrastrukturmaßnahmen erforderlich.

Zitat
der weiße bim
Den Busverkehr zu verdichten bringt nichts wegen der Schadstoffproblematik. Elektrobusse und Obusse wären allenfalls langfristig fahrgastwirksam.
Das Straßenbahnnetz ist bereits an der Grenze der Leistungsfähigkeit, hier müssten zunächst zusätzliche und parallele Strecken errichtet, dazu Fahrzeuge und Personal beschafft werden.

Der Schadstoffausstoß eines Busses bei entsprechenden Besatz ist natürlich erheblich geringer als der Ausstoß der entsprechenden Pkw. Da die zusätzliche Busse auch nur zu Spitzenzeiten eingesetzt werden müssten, zu Randzeiten aber nur die Auslastung der jetzt schon verkehrenden Fahrzeuge steigen würde, würde sich der Durchschnittsbesatz natürlich noch erheblich verbessern.

Das Straßenbahnnetz hat auf nahezu allen Strecken teils erhebliche Kapazitätsreserven. Bei der Straßenbahn ist ein 2-Minuten-Takt weitestgehend unproblematisch, selbst Haltestellenumbauten auf Doppelhaltestellen wären vielerorts möglich. Zu stark belastet ist lediglich der Knoten Mollstraße, Taktverdichtungen wäre auf dem Abschnitt Landsberger Allee - Virchowstraße problematisch, dafür könnten hier aber die endenden Züge bis in die Innenstadt geführt werden. Mit Verlängerung der M10 bis Turmstraße und der M5 bis Hauptbahnhof sind in dem Zusammenhang auch im Innenstadtbereich Wendekapazitäten vorhanden.

Wenn man mit einer solchen Maßnahme substantielle Reduktionen des Kfz-Verkehrs erreichen möchte, kann man auch die Ampelschaltungen ändern und derzeit vom MIV genutzte Flächen beanspruchen, so dass beispielsweise auch auf der M4 und M10 ein dichterer Takt gefahren werden könnte. Zusätzlich könnten die Fahrzeuge wie in Potsdam um zusätzliche Elemente ergänzt werden, bei Ausnutzung der Höchstgrenze nach BOStrab wären eine Verdopplung der Kapazität möglich, selbst 60m-Bahnen hätten eine Kapazitätssteigerung von mindestens 50% zur Folge.

Zitat
der weiße bim
Aber zunächst würde kostenloser Nahverkehr den Ersatz der 12,8 Milliarden Euro erfordern, die allein von den 450 deutschen VDV-Betrieben im letzten Jahr als Geldeinnahmen verbucht wurden: [www.vdv.de] Die bundeseigenen Eisenbahnen müssten vom Bund selbst zusätzlich finanziert werden.
Und das Jahr für Jahr. Dazu die Aufstockung der Infrastruktur, zusätzliches Personal, Fahrzeuge, Energie, Sicherheit u.s.w.
Der Gesamtaufwand läge dann bald in der Größenordnung der deutschen Rüstungsausgaben.

Zunächst wäre ja nur eine Ausweitung dort möglich, wo heute der Pkw der Bevölkerung nicht mehr Zugemutet werden kann. Ich unterstütze deine Argumente bezüglich der Fahrzeugbeschaffung. Gerade für die belasteten Städte wie Stuttgart, Berlin, Frankfurt kann man das Problem nicht einfach mit Bussen lösen. Der Ausbau des Schienenverkehrs ist aber nicht kurzfristig möglich, da die Fahrzeuge zunächst beschafft werden müssen und Personal erst ausgebildet sein muss. Die Anpassungen der Infrastruktur sind in dem Lichte dann das kleinste Problem.

In Hinblick auf die externen Kosten, die der Pkw-Verkehr verursacht, ist der Mehraufwand auch mutmaßlich zu rechtfertigen. Zusätzliche Einsparungen durch rantionelleren Betriebsmitteleinsatz hat Nemo ja bereits genannt. Bei weniger MIV ist der Öberflächenverkehr natürlich schneller unterwegs, kann also pro Fahrzeug mehr Fahrten durchführen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.2018 18:23 von Arec.
Zitat
der weiße bim
Den Busverkehr zu verdichten bringt nichts wegen der Schadstoffproblematik.
Ein voller Bus ist immer noch besser als wenn jeder einzeln mit Auto fahren würde.
Ausserdem sind überraschenderweise LKW und Busse sauberer als ein PKW.

LKW/Bus - 200 Milligramm Stickoxide pro Kilometer
PKW - 500 Milligramm Stickoxide pro Kilometer
-> Tagesschau
LOL, es ist also günstiger, wenn ein Fahrgast mit einem Bus fährt, als derselbe Fahrgast mit seinem SUV?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
LOL, es ist also günstiger, wenn ein Fahrgast mit einem Bus fährt, als derselbe Fahrgast mit seinem SUV?

Bezüglich der Stickoxide. Bezüglich anderer Emissionen nicht. CO2 händigt direkt mit der verbrauchten Menge an Kraftstoff zusammen und lässt sich technisch nicht reduzieren. Feinstaub kann wiederum gefiltert werden, allerdings ist mir da nicht bekannt, wie effizient die Filtertechniken bei Bussen und Lkw gegenüber Pkw sind.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen