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Wiederaufnahme des Bahnbetriebs zwischen Joachimsthal und Templin?
geschrieben von Marienfelde 
Zitat
Bovist66

Wie genau kennst Du die Gegend? Es gibt entlang der Bahnstrecke Eberswalde - Templin durchaus interessante Ziele wie z.B. den Werbellinsee, den man von der Bahn aus auch recht gut zu Fuß erreichen kann.

Ich kenne diese Gegend gut genug um zu wissen das es dort weder Massentourismus noch den Bedarf vom Stundentakt entlang der Strecke Eberswalde - Templin gibt.
Vielleicht gibt es in den Sommermonaten eine leichte Nachfrage für ein zusätzliches Zugpaar zwischen 8 & 10 Uhr und dann noch zwischen 18 & 20 Uhr.
Die attraktiven Orte am Werbellinsee liegen viel zu weit weg von der Bahn um hier eine größere Nachfrage generieren zu können.
Da wir gerade beim Thema sind...
Es gibt seit Jahren auch am Wochenende einen Stundentakt der RB63. Ist das nicht Unwirtschaftlich? Ist die nachfrage denn so groß? Zumal erst am Wochenende ab 9 Uhr der erste Zug fährt, was ja schon viel vermuten lässt.

Verstehe oft den VBB und deren Bestellung nicht. ^^"
Dass sich nicht mal bis in dieses Forum herumgesprochen hat, dass es beim ÖPNV/SPNV nicht allein auf Wirtschaftlichkeit ankommt...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Zitat
Havelländer
Wo sollen die Massen für einen ausgelasteten Stundentakt denn herkommen? Selbst touristisch ist die Gegend zwischen Eberswalde und Templin nur marginal interessant für die Bahnanreise.

Es müssen ja nicht immer gleich Massen sein. Aber ich bin davon überzeugt, daß so ein regelmäßiger 60-Minuten-Takt mehr Reisende anlockt, als ein Fahrplan, nach dem der Zug nur manchmal fährt. Das ist nämlich lediglich für Leute attraktiv, die nur mal so zum Spaß die Strecke fahren wollen, nicht aber für Eingeborene, die ernsthaft von A nach B und wieder zurück wollen. Ein vernünftiges Angebot wird schon eine gewisse Nachfrage generieren, das hat sich allzu oft gezeigt.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Alter Köpenicker
Es müssen ja nicht immer gleich Massen sein. Aber ich bin davon überzeugt, daß so ein regelmäßiger 60-Minuten-Takt mehr Reisende anlockt, als ein Fahrplan, nach dem der Zug nur manchmal fährt. Das ist nämlich lediglich für Leute attraktiv, die nur mal so zum Spaß die Strecke fahren wollen, nicht aber für Eingeborene, die ernsthaft von A nach B und wieder zurück wollen. Ein vernünftiges Angebot wird schon eine gewisse Nachfrage generieren, das hat sich allzu oft gezeigt.

Zwischen Eberswalde und Joachimsthal besteht Stundentakt Mo-Fr. Allerdings sind die neuen Abfahrten der Erweiterung v/n Templin für den Berufs- und Schicharbeiterverkehr unbrauchbar da viel zu spät. Der erste Zug in Richtung Templin völlig unbrauchbar und nur für Touristen geeignet.
In einer sehr dünn besiedelten Gegend ist die Nachfrage allerdings begrenzt, besonders außerhalb der Saison.
In einem längeren Beitrag zu 25 Jahren Bahnreform auf Deutschlandfunk Kultur (~ 30 min)
wird auch über diese Strecke gesprochen.

Den Beitrag kann man als Text lesen oder (dann mit den O-Tönen) hören.

[www.deutschlandfunkkultur.de]
Zitat
TomB
In einem längeren Beitrag zu 25 Jahren Bahnreform auf Deutschlandfunk Kultur (~ 30 min)
wird auch über diese Strecke gesprochen.

Den Beitrag kann man als Text lesen oder (dann mit den O-Tönen) hören.

[www.deutschlandfunkkultur.de]

Danke für den Link, ich habe mir erst alles durchgelesen und später alles angehört - und es war sehr interessant!

Noch ein Gedanke: Die vom Bund zur Verfügung gestellten Regionalisierungsmittel werden ja im Grunde für den SPNV gezahlt. Sie sollten von den Ländern daher auch ganz überwiegend für diesen Zweck verwendet werden. Mit diesen Mitteln irgendwelche Haushaltslöcher zu stopfen, indem man Eisenbahnstrecken schlechter oder (wie hier) zeitweise gar nicht mehr bedienen läßt, ist auf lange Sicht keine zukunftsweisende Politik.
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