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Bahnsteigverkürzung in Eisenhüttenstadt
geschrieben von Marienfelde 
Einer Veröffentlichung des Eisenbahn-Bundesamtes, Außenstelle Berlin vom 18.02.19 zufolge beabsichtigt die DB Station & Service AG eine Verkürzung des Mittelbahnsteigs an den Gleisen 1 und 2 in Eisenhüttenstadt von 327 auf 140 Meter Nutzlänge: [www.eba.bund.de]

Soweit ich weiß, ist ab 2022 (?) auf der Linie RE 1 (Magdeburg - Brandenburg (Havel) - Potsdam - Berlin Stadtbahn - Frankfurt (Oder) - Eisenhüttenstadt - Cottbus) aber doch der Einsatz von sechsteiligen Siemens Desiro HC mit einer Länge von etwa 157,5 Metern vorgesehen, sh. hier: [www.deutschebahn.com] und hier: [de.wikipedia.org]

Eine Verkürzung der Bahnsteiglänge auf nur noch 140 Meter würde sich dann doch verbieten, oder habe ich irgendetwas übersehen?

Fragt Euch
Marienfelde
Mal dazu ein Artikel aus lok-report.de:

"Pro Bahn: Das Abrissprogramm der Deutschen Bahn geht munter weiter "

klick hier

Da passt doch Eisenhüttenstadt ins Bild, oder ?

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Viele Grüße aus Wedding
Ich gehe davon aus, dass die ODEG, das Land Brandenburg und/oder der VBB hier Einspruch erheben werden. Ansonsten muss man bei Einlösung der 2mal-Vierteiler-Option auf dem RE1 in Frankfurt stärken und schwächen und bei Transport ins oder vom BW in Cottbus ein Zugteil abschließen.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.2019 17:54 von Nemo.
Zitat
Nemo
Ich gehe davon aus, dass die ODEG, das Land Brandenburg und/oder der VBB hier Einspruch erheben werden. Ansonsten muss man bei Einlösung der 2mal-Vierteiler-Option auf dem RE1 in Frankfurt stärken und schwächen und bei Transport ins oder vom BW in Cottbus ein Zugteil abschließen.

Auch bei Einsatz eines 6-teilers wird es dort eng, 157m sind für 140m Bahnsteig etwas knapp. Abgesehen davon bin ich mir nicht sicher, ob die nach Eisenhüttenstadt fahrenden RE1-Züge überhaupt erweitert werden sollen und können, schließlich sollen ja nicht alle Züge mit 2 mal 4-teiler fahren. Wenn doch, wäre Schwächen in Frankfurt sicher nicht die schlechteste Idee..
Abgesehen davon will die ODEG bestimmt das eigene Werk in Eberswalde nutzen, nicht jenes von DB Regio..
Hohoho, Eisenhüttenstadt. Ja, der Verkehrsknoten im Lande Brandenburg. Habt immer 200m Bahnsteige am Start. Bald kommt noch der Fernverkehr.
Immerhin, wenn Cottbus irgendwann mal wieder regelmäßig Fernverkehr ri. Leipzig bekommt, dann werden diese Zugverbindungen sicher auch nach Eisenhüttenstadt verlängert. Auch dann wäre es nicht clever, die Bahnstige zu verkürzen. xD ;)
Zitat
Nahverkehrsplan
Hohoho, Eisenhüttenstadt. Ja, der Verkehrsknoten im Lande Brandenburg. Habt immer 200m Bahnsteige am Start. Bald kommt noch der Fernverkehr.
Immerhin, wenn Cottbus irgendwann mal wieder regelmäßig Fernverkehr ri. Leipzig bekommt, dann werden diese Zugverbindungen sicher auch nach Eisenhüttenstadt verlängert. Auch dann wäre es nicht clever, die Bahnstige zu verkürzen. xD ;)

? Also ich komme ja aus einer sehr ironischen Familie...

Aber das verstehe ich nicht, oder ist das nur Arroganz gegenüber Kleinstädten? hmmm

Ab 2022 sollen in Eisenhüttenstadt Züge halten die länger sind als die 140 Meter.... Die Kritik an der Verkürzung geht also nicht um eventuelle ICEs Zittau-Cottbus-Frankfurt-Angermünde-Szcezcin ab 2075, sondern um reale aktuelle Pläne

verwirrte Grüße
Richtig. Ich frage mich auch, ob Nahverkehrsplan die Sache noch immer so furchtbar lustig fände, wenn wegen der verkürzten Bahnsteige zu kurze Züge zwischen Berlin und Potsdam führen?

Und leider sagt es auch sehr viel über die Oberflächlichkeit der deutschen Medien aus, dass alle brav die Pofalla'sche Propaganda von den 800 Baustellen weitergetragen haben, aber kein überregionales Medium mal anhand von Rastatt und Eisenhüttenstadt das ganze Wir-haben-gelernt-Narrativ in Frage gestellt hat.
Die jetzigen Fahrten nach Cottbus sind ja wohl wirklich eher (dann nicht mehr notwendige) Überführungsfahrten.

Wer da mal mitfährt weiß, dass das ein nettes Angebot ist, aber kein wirklich benötigtes. Die RB11 fährt kurz nach dem RE1 nach Cottbus. Ein paar dutzend Leute nutzen meist den Halt in der HVZ, in Guben sind es nur sehr vereinzelt Fahrgäste, die den Zug verlassen, in Cottbus ist bei der Ankunft auch schon mal mehr Personal als Fahrgäste im Zug.

Ausgenommen natürlich die Fahrten in Tagesrandlage, wo die Züge als Lumpenfänger die Funktion der RB11 übernehmen.

Trotzdem wird man sicher flexibel bleiben wollen und jeden Zug auf der Strecke auch nach Eisenhüttenstadt schicken können wollen.

Btw: Warum erwähnt man da explizit Gleis 1 und 2? Mehr (Bahnsteig-) Gleise hat der Bahnhof doch gar nicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.02.2019 14:59 von fatabbot.
Zitat
PassusDuriusculus
Die Kritik an der Verkürzung geht also nicht um eventuelle ICEs Zittau-Cottbus-Frankfurt-Angermünde-Szcezcin ab 2075

Dann aber doch wohl über die ausgebaute und elektrifizierte Strecke von Frankfurt über Werbig? :-D
Zitat
fatabbot
Die jetzigen Fahrten nach Cottbus sind ja wohl wirklich eher (dann nicht mehr notwendige) Überführungsfahrten.

Gegenwärtig werden ja zumindest Teile des RE2-Wagenparks in Cottbus bei DB-Regio gewartet - oder ist das nichtmehr so? Warum sollte das dann mit dem RE1 später anders sein?
Zitat

Btw: Warum erwähnt man da explizit Gleis 1 und 2? Mehr (Bahnsteig-) Gleise hat der Bahnhof doch gar nicht.

Vermutlich verlangt das Formular mit dem der Textbaustein erstellt wird die Eingabe der Gleisnummern?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Gegenwärtig werden ja zumindest Teile des RE2-Wagenparks in Cottbus bei DB-Regio gewartet - oder ist das nichtmehr so?

Da fehlen mir die Quellen für, soll heißen: Ich weiß es nicht. Bei der ODEG selbst hatte ich nur davon gelesen, dass sie die Toilettenabsauganlagen dort nutzt (bzw. dies zum Berichtzeitpunkt nicht tun könnte).


Zitat

Vermutlich verlangt das Formular mit dem der Textbaustein erstellt wird die Eingabe der Gleisnummern?

Das könnte sogar ziemlich wahrscheinlich sein. :-)
Zitat
fatabbot
Die jetzigen Fahrten nach Cottbus sind ja wohl wirklich eher (dann nicht mehr notwendige) Überführungsfahrten.

Wer da mal mitfährt weiß, dass das ein nettes Angebot ist, aber kein wirklich benötigtes. Die RB11 fährt kurz nach dem RE1 nach Cottbus. Ein paar dutzend Leute nutzen meist den Halt in der HVZ, in Guben sind es nur sehr vereinzelt Fahrgäste, die den Zug verlassen, in Cottbus ist bei der Ankunft auch schon mal mehr Personal als Fahrgäste im Zug.

Ausgenommen natürlich die Fahrten in Tagesrandlage, wo die Züge als Lumpenfänger die Funktion der RB11 übernehmen.

Trotzdem wird man sicher flexibel bleiben wollen und jeden Zug auf der Strecke auch nach Eisenhüttenstadt schicken können wollen.

Btw: Warum erwähnt man da explizit Gleis 1 und 2? Mehr (Bahnsteig-) Gleise hat der Bahnhof doch gar nicht.

Natürlich.. Die Züge sind sehr schwach frequentiert, wenngleich nicht schwächer als manche RB11-Fahrten.. Da fällt es aber nicht so drastisch auf, weil das Fahrzeug wesentlich kleiner ist.

Andererseits sind sie eben Teil der Ausschreibung und sollen so weiter bestehen bleiben (weil man mit einer Bewerbung von Regio plante..?). Spannender wäre natürlich, die Verbindung ganztägig etwas schneller zu machen, auch wenn das mit dem aktuellen Fahrplankonzept nicht geht.
Zitat
fatabbot
Zitat
PassusDuriusculus
Die Kritik an der Verkürzung geht also nicht um eventuelle ICEs Zittau-Cottbus-Frankfurt-Angermünde-Szcezcin ab 2075

Dann aber doch wohl über die ausgebaute und elektrifizierte Strecke von Frankfurt über Werbig? :-D

Hmm ich dachte eigentlich an sowas wie ein Wasserstoff-ICE mit Hybrid-Antrieb zum Überfliegen nicht mehr befahrbarer Gleistrassen
Zitat
PassusDuriusculus
Hmm ich dachte eigentlich an sowas wie ein Wasserstoff-ICE mit Hybrid-Antrieb zum Überfliegen nicht mehr befahrbarer Gleistrassen

Ach direkt über die KBS 206.62, sag das doch gleich. :-P
Zitat
Nahverkehrsplan
Hohoho, Eisenhüttenstadt. Ja, der Verkehrsknoten im Lande Brandenburg. Habt immer 200m Bahnsteige am Start. Bald kommt noch der Fernverkehr.
Immerhin, wenn Cottbus irgendwann mal wieder regelmäßig Fernverkehr ri. Leipzig bekommt, dann werden diese Zugverbindungen sicher auch nach Eisenhüttenstadt verlängert. Auch dann wäre es nicht clever, die Bahnstige zu verkürzen. xD ;)

In dieser zeitgenössischen Doku spielt ein Fernzug von Frankfurt Oder über Cottbus nach Frankfurt Main eine Schlüsselrolle.

[youtu.be]

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Zitat
def
Richtig. Ich frage mich auch, ob Nahverkehrsplan die Sache noch immer so furchtbar lustig fände, wenn wegen der verkürzten Bahnsteige zu kurze Züge zwischen Berlin und Potsdam führen?

Also du kennst schon das Fahrplanangebot bzw. die Leistung die vom Land Brandenburg bestellt wird? Okay...
Ich will das mal so formulieren. Warum soll man unnötig lange Bahnsteige bestehen lassen, wo nur Bruchteile der eigentlichen Nutzlänge verwendet wird.
Wer sagt denn, dass der RE1 dann noch via Eisenhüttenstadt bzw. nach Cottbus fährt? Und wer sagt, dass der RE1 das dann ausgerechnet in Doppeltraktion macht?
Ich denke mal, dass man, wenn man die Möglichkeit schon hat, den Zug zu teilen, dass man davon auch Gebrauch macht. Ansonsten wäre die Maßnahme doch völliger Schwachsinn.
Und ich wollte das nur mal so ironisch erstmal formuliert haben, weil es doch sehr amüsant war. Man kämpft um den Erhalt von sinnlos langen Bahnsteigen... Wofür?
Und warum sollen dann RE1 Züge mit den neuen Zügen, die als Doppeltraktion gedacht sind, dann nur einteilig fahren. Nur weil in Eisenhüttenstadt dann der Bahnsteig gekürzt wurde? Ich denke, dann wird man wohl 100% den Zug in FFO teilen. ;)
Aber gut. Bei dir gibt es da wohl nur ganz oder gar nicht. x)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2019 14:25 von Nahverkehrsplan.
Ich kann dir gerne zustimmen, dass über 300 m Bahnsteig in Eisenhüttenstadt nicht vorgehalten werden müssen.

Aber einer Verkürzung auf 140 Meter ist halt dumm, siehe die Ausschreibungsergebnisse von der VBB-Ausschreibung, die auch im entsprechenden Thread verlinkt sind. Dort steht etwas von generellen 157m langen (und untrennbaren) Zügen auf dem gesamten RE1. Die noch längeren trennbaren Doppeltraktionen sind nur eine mögliche Option für die Fahrten, die höchst wahrscheinlich sowieso nur bis Frankfurt verkehren.

Deshalb die Kritik hier
Eine vernünftige Bahnsteiglängenkürzung anhand des Beispieles Eisenhüttenstadt auf ein Maß von ca. 200m wäre für alle Seiten vertretbar gewesen. Dann hat man auch für die Zukunft genug Spielraum, ohne den Bahnsteig an sich anfassen zu müssen, wenn mal etwas längere Züge dort halten könnten. So aber ist eine Länge von 140m sinnlos, wie auch kurzsichtig, wie schon mehrfach erwähnt, wenn man nur den neuen Vertrag an sich betrachtet, der schon in 3 Jahren beginnt.

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
Nahverkehrsplan
Warum soll man unnötig lange Bahnsteige bestehen lassen, wo nur Bruchteile der eigentlichen Nutzlänge verwendet wird.

Gegenfrage: Warum will man reichlich viel Geld zum Abriss in die Hand nehmen, wenn es eingentlich reichen würde, den nicht genutzten Bahnsteigteil durch 2 Pfosten mit ner kette dazwischen und dem Schild "Durchgang verboten" zu sperren?
Warum will man überhaupt vorhandene Infrastruktur abreißen, die in der laufenden Instandhaltung wegen Nichtnutzung (nicht zulässiger Nutzung) nichts oder nur sehr wenig kostet?

Mit besten Grüßen

phönix
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