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Taxameter
geschrieben von Heidekraut 
Taxameter
16.03.2019 15:01
Wir hatten vor 6 Jahren mal die Diskussion, ob man in Berlin zum Taxi "Taxameter" sagte und zwar genau hier

[www.bahninfo-forum.de]

Ich konnte es damals nicht beweisen, obwohl ich es natürlich noch ganz genau aus eigener Erinnerung wusste, aber nun kann ich. Im Genealogie.net wird gerade in einem Projekt das "Kraftfahrzeugverzeichnis des Deutschen Reiches von 1909" indexiert. D.h. es wird nach Namen erschlossen (es ist nämlich nach den Kennzeichen geordnet). Und da steht, dass die Abkürzung TW für Taxameterdroschken steht

"TW. Taxameterdroschken und alle sonstigen im öffentlichen Fuhrverkehr verwendeten Wagen"

Nun muss man sich nur noch vorstellen, das man Taxameter als Abkürzung für das Lange Wort benutzt hatte. Also wer heute Taxi sagt, sollte auch Taxameter oder Droschke sagen. ;-)

Link zum Genealogie.net

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Re: Taxameter
16.03.2019 15:31
Der Berliner sagt ooch, ick nehm mia n Hund ;-)

Droschke sagen die Alteingesessen auch..genauso wie Straßenbahn oder " die Elektrische"..

T6JP
Re: Taxameter
16.03.2019 18:58
Taxameter ist lediglich das Messgerät. mit dem die von der "Droschke" zurückgelegte Entfernung ermittelt wird und daraus der zu zahlende Fahrpreis. Eine Taxameterdroschke ist also kein Taxameter sondern eine Droschke, die über ein Taxameter verfügt. Das Wort Taxi geht darauf zurück, dass bei einer Mitfahrt ein Fahrpreis (Taxe) zu zahlen ist.

Gruß
Micha

Re: Taxameter
17.03.2019 14:47
Zitat
Micha
Das Wort Taxi geht darauf zurück, dass bei einer Mitfahrt ein Fahrpreis (Taxe) zu zahlen ist.

Es geht sogar noch weiter zurück, nämlich auf das Haus derer von Thurn und Taxis, die einst das Postwesen, also die Beförderung gegen eine Gebühr, begründeten.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Re: Taxameter
17.03.2019 17:20
Ich habe noch einen Beweis gefunden:

Zitat
Senatsverwaltung für Finanzen
Fiskaltaxameter: Kontrollen zeigen Wirkung – Zahl der ordnungsgemäß ausgestatteten Fahrzeuge ist gestiegen
Pressemitteilung Nr. 17-032 vom 22.12.2017
Seit Januar dieses Jahres gelten strengere Anforderungen für die Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften. Taxiunternehmen müssen Fahrzeuge daher mit Fiskaltaxametern ausstatten. Knapp ein Jahr nach Einführung dieses sogenannten Fiskaltaxameters zieht die Senatsverwaltung für Finanzen Bilanz. Insgesamt wurden seit Januar rund 5.600 Fahrzeuge überprüft. Im ersten Halbjahr wurden vorrangig Unternehmen kontrolliert, die zehn oder mehr Fahrzeuge betreiben, im zweiten Halbjahr vorrangig diejenigen Unternehmen, die im Rahmen der ersten Kontrollen auffällig geworden waren. Lediglich knapp die Hälfte der 4.600 kontrollierten Fahrzeuge entsprach bei Erstkontrollen den steuerlichen Anforderungen. Bisher wurden knapp 1.000 Fahrzeuge einer zweiten Kontrolle unterzogen. 80 Prozent dieser Fahrzeuge waren bereits ordnungsgemäß ausgestattet. Die Kontrollen werden 2018 fortgeführt.
Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen: “Jahrelang hatten Vertreter der Taxiinnung, der IHK und unabhängig erstellte Studien angemahnt, dass im Taxigewerbe viele abgegebene Steuererklärungen nicht nachzuvollziehen waren. Das Land Berlin geht deshalb seit Anfang dieses Jahres konsequent den Weg der technisch verpflichtenden Dokumentation von Geschäftsvorfällen. Die verstärkten Kontrollen zeigen Wirkung. Die Zahl der ordnungsgemäß ausgestatteten Fahrzeuge ist gestiegen. Damit steigt auch die Steuerehrlichkeit. Sollten Unternehmen die strengeren Anforderungen nicht erfüllen und Manipulationen festgestellt werden, droht neben dem Verlust der Konzession auch ein Strafverfahren.”
Der Betrieb eines Taxis ohne Fiskaltaxameter ist gesetzeswidrig. In diesen Fällen können die Finanzämter Schätzungen vornehmen und das Unternehmen dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) nach § 25 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) melden. Das LABO kann daraufhin Überprüfungsverfahren hinsichtlich der Taxikonzessionen einleiten. In diesem Jahr wurde bereits bei 24 Unternehmen der Konzessionsentzug beim LABO angeregt. Gegen 13 Unternehmer wurden Strafverfahren eingeleitet.
Insgesamt gibt es in Berlin derzeit rund 7.970 Taxis. Damit ist die Zahl der Konzessionen im Vergleich zum Vorjahr um rund 340 gesunken. Gemäß aktueller Rechtslage ist beim Einsatz von Taxametern zu beachten, dass beispielsweise die elektronischen, steuerlich relevanten Einzeldaten (Einzelaufzeichnungspflicht) während der Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren jederzeit verfügbar und unverzüglich lesbar zu machen sind. Die Aufbewahrung der Daten hat so zu erfolgen, dass diese unveränderbar, vollständig und maschinell auswertbar sind. Außerdem sind die Daten auf Verlangen auf einem maschinell verwertbaren Datenträger (z.B. CD, DVD, USB-Stick) zur Verfügung zu stellen.
Die konkreten Einsatzorte und -zeiten der Geräte (Vor-, Um- und Nebensysteme mit steuerlich relevanten Informationen, somit auch der Taxameter) sind zu protokollieren und wie die Bedienungsanleitungen, Programmierungsanleitungen und Einrichtungs- und Bedienungsprotokolle ebenfalls zehn Jahre aufzubewahren.
Re: Taxameter
17.03.2019 18:01
Zitat
T6Jagdpilot
Der Berliner sagt ooch, ick nehm mia n Hund ;-)

Das hab' ich noch nie gehört, ich kenne "Wir nehmen uns 'n Gummi" - keine Ahnung warum. Reifen?

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Re: Taxameter
17.03.2019 19:15
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
T6Jagdpilot
Der Berliner sagt ooch, ick nehm mia n Hund ;-)

Das hab' ich noch nie gehört, ich kenne "Wir nehmen uns 'n Gummi"

Das habe ich wiederum noch nie gehört und muß abermals feststellen, daß offenbar im Norden der Stadt andere Vokabeln verwendet werden, als hier im Süden. Bemerkt habe ich das erstmals, als eine Kollegin äußerte, das Fenster auf "Klapp" gestellt zu haben. Während andere Kollegen aus dem Norden nichts dabei fanden, kam es den Kollegen aus dem Süden befremdlich vor, da hier die Fenster auf "Kipp" gestellt werden.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Re: Taxameter
17.03.2019 19:20
Damals habe ich aber noch nicht im Norden gewohnt, sondern im Osten. Aber ich kenne ja auch den Begriff "Eule" für das, was meist als "Ferkeltaxi" bezeichnet wird. Keine Ahnung wo solche Sachen ihren Ursprung haben.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Re: Taxameter
17.03.2019 19:24
Zitat
Alter Köpenicker
das Fenster auf "Klapp" gestellt

Ach, da fällt mir sofort der gute Herr Malmsheimer ein...mit dem Experten in der Hebe-Kipp-und-Schiebe-Thematik auf Sendung... >> [www.youtube.com] <<

:)

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Re: Taxameter
17.03.2019 19:37
Zitat
Philipp Borchert
Damals habe ich aber noch nicht im Norden gewohnt, sondern im Osten.

Das eine schließt das andere ja nicht aus. So wohnt unser ganzes Kollektiv im Osten, eine Teilmenge in dessen Norden und eine andere in dessen Süden.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Re: Taxameter
17.03.2019 19:47
Dann habe ich in dessen Mitte gewohnt - in Hellersdorf.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Re: Taxameter
18.03.2019 12:28
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Philipp Borchert
Zitat
T6Jagdpilot
Der Berliner sagt ooch, ick nehm mia n Hund ;-)

Das hab' ich noch nie gehört, ich kenne "Wir nehmen uns 'n Gummi"

Das habe ich wiederum noch nie gehört und muß abermals feststellen, daß offenbar im Norden der Stadt andere Vokabeln verwendet werden, als hier im Süden. Bemerkt habe ich das erstmals, als eine Kollegin äußerte, das Fenster auf "Klapp" gestellt zu haben. Während andere Kollegen aus dem Norden nichts dabei fanden, kam es den Kollegen aus dem Süden befremdlich vor, da hier die Fenster auf "Kipp" gestellt werden.

Während dagegen im betrieblichen Sprachgebrauch der Berliner S-Bahn vorzeitig wendende Züge "gekippt" werden. Was dort genau gekippt wird überlasse ich der individuellen Phantasie der Leser.

*******
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Re: Taxameter
18.03.2019 12:30
Zwei Kurze, dann geht's rückwärts.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
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