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VBB kürzt Leistungen, da auf der Stadtbahn keine Trassen verfügbar sind
geschrieben von ralf51 
Zum Fahrplanwechsel 2022 kommt das Ausschreibsergebnis Netz Elbe-Spree zum Tragen. Darin gibt es einige Verbesserungen, leider aber auch Verschlechterungen. Verlierer dieser Ausschreibung ist der Westast RE7. Statt wie vorher versprochen mehr Züge und mehr Sitzplätze, gibt es weniger Züge nach Berlin und die Gefäßgröße wird gegenüber heute auch nicht vergrößert (und das bedingt durch dieses dämliche Ausschreibungssystem bis 2034). Das ist natürlich eine Entscheidung völlig an den Realität und der zukünftigen Fahrgastentwicklung vorbei.

Ich hatte deshalb vor einiger Zeit beim VBB angefragt, ob die sich diesen Murks bis 2022 noch mal überlegen wollen. Die Antwort war klar Nein. Zusätzliche Züge sind wegen fehlenden Trassen auf der Stadtbahn nicht möglich. Wir sollen uns gedulden, bis die Stammbahn wieder aufgbaut ist, vorher können keine weiteren Züge nach Berlin reinfahren. Meine Nachfrage bezüglich der speziell im Berufsverkehr sogar beschlossenen Leistungskürzung, wurde einfach ignoriert.
Und wegen der nicht vorhandenen Kapazitäten ab Wannsee gab es auch eine lustige Antwort: "... wir sollen uns in die S-Bahn setzen, dort gibt es noch freie Sitzplätze".
Eine weitere Wertung dazu verkneife ich mir hier mal.

Es geht mir eher darum, diese regelmäßig von Presse, VBB und Co wiederholte Behauptung von der überlasteten Stadtbahn zu widerlegen, womit ja dann auch die Begründung für die RE7-Mangelversorgung hinfällig wäre.
Wenn ich die Stadtbahn beobachte, fährt dort maximal alle 4-5 Minuten ein Zug. Und es gibt mehrere Bahnhöfe mit zwei Bahnsteigkanten, so dass ein Fernzug problemlos einen Nahverkehrszug überholen kann. Außerdem ist die Strecke auf 60 begrenzt, lange Bremswege müssen also auch nicht beachtet werden.
Die Münchener Stammstrecke hat laut Wikipedia bis zu 30 Züge pro Stunde (und keine Ausweichen).
In der Moskauer Metro gehen die Bahnsteigsignale 35-50 Sekunden nach Nullung der Zugfolgeuhr (Abfahrt Zug) wieder auf grun. 5-10 Sekunden vorher auf gelb.
Auf beiden Strecken wird 80 und mehr gefahren.
Von solchen Leistungen ist die Berliner Stadtbahn weit entfernt. Trotzdem wird behauptet, dass sie voll ist.

Ist die Berliner Stadtbahn an der Kapazitätsgrenze oder könnten noch mehr Züge darüber fahren?
Wieviel Züge fahren heute bereits darüber? Was wäre die mögliche Maximalzahl Züge pro Stunde?
Banalitäten, wie z.B. ein paar zusätzliche Signale aufzustellen, können dabei natürlich kein Grund sein, um hunderttausende Fahrgäste über Jahre hinweg Umwege und Fahrzeitverlängerungen in Kauf nehmen zu lassen.
Jetzt muss ich einfach mal den lahmen Spruch bringen: Eisenbahnbetrieb ist keine Modellbahn!

Nein, man kann nicht mal eben ein paar zusätzliche Signale aufstellen und auch der Apfel/Birne-Vergleich mit München und Moskau läuft ins Leere, weil z.B. in München ein völlig anderes Zugsicherungssystem installiert ist (dessen Neuanlage sinnfrei ist, da der Hersteller das System bereits aufgekündigt hat).

Aber schön, dass du wieder mal versuchst deine Meinung als allgemeingültige Fakten zu verkaufen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Aber schön, dass du wieder mal versuchst deine Meinung als allgemeingültige Fakten zu verkaufen.
Geht es auch etwas konkreter?
Auf der Stammstrecke der S-Bahn München fahren aber sämtliche Züge mit derselben Fahrzeugbaureihe und halten jeweils gleichlang an allen Bahnhöfen. Da kannst Du die Strecke leicht bis ans absolute Maximum belegen - ähnlich geht das auf unserer Nordsüd-S-Bahn oder dem S-Bahnteil der hiesigen Stadtbahn. Überall dort kann zudem stufenlos ein- und ausgestiegen werden und die Sicherungstechnik (LZB oder ZBS) ist auf sehr kurze Zugfolgen ausgelegt.

Auf deren Fern- und Regionalgleisen sieht das aber anders aus: Da gibt es Züge mit Halt am Alex, aber nicht am Ostbahnhof, mit Halt im Hbf, aber nicht in Zoo, mit Halt überall. aber geringer Beschleunigung usw. usf.. Ein lokbespannter 10-Wagen-IC beschleunigt und bremst anders als ein vierteiliger KISS. Daher sind längere Pufferzeiten als die reinen Blockabstände schon sinnvoll und notwendig, um nicht ständig unter PZB-Überwachung fahren zu müssen bzw. außerplanmäßig zum Halten zu kommen, wenn der "Vordermann" z. B. am Alex starken Fahrgastwechsel hat.

Klar könnte man auf den Stadtbahn-Ferngleisen für viel Geld ETCS-L2 verbauen und sämtliche jemals dort fahrenden Fahrzeuge damit nachrüsten, aber aus o. g. Gründen wäre der Effekt dessen eher gering...

Viele Grüße
Arnd



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2019 02:02 von Arnd Hellinger.
Zitat
ralf51
Zum Fahrplanwechsel 2022 kommt das Ausschreibsergebnis Netz Elbe-Spree zum Tragen. Darin gibt es einige Verbesserungen, leider aber auch Verschlechterungen. Verlierer dieser Ausschreibung ist der Westast RE7. Statt wie vorher versprochen mehr Züge und mehr Sitzplätze, gibt es weniger Züge nach Berlin und die Gefäßgröße wird gegenüber heute auch nicht vergrößert (und das bedingt durch dieses dämliche Ausschreibungssystem bis 2034). Das ist natürlich eine Entscheidung völlig an den Realität und der zukünftigen Fahrgastentwicklung vorbei.

Ich hatte deshalb vor einiger Zeit beim VBB angefragt, ob die sich diesen Murks bis 2022 noch mal überlegen wollen. Die Antwort war klar Nein. Zusätzliche Züge sind wegen fehlenden Trassen auf der Stadtbahn nicht möglich. Wir sollen uns gedulden, bis die Stammbahn wieder aufgbaut ist, vorher können keine weiteren Züge nach Berlin reinfahren. Meine Nachfrage bezüglich der speziell im Berufsverkehr sogar beschlossenen Leistungskürzung, wurde einfach ignoriert.
Und wegen der nicht vorhandenen Kapazitäten ab Wannsee gab es auch eine lustige Antwort: "... wir sollen uns in die S-Bahn setzen, dort gibt es noch freie Sitzplätze".
Eine weitere Wertung dazu verkneife ich mir hier mal.
Das ist dem Land Brandenburg insgeheim vielleicht sogar ganz recht. Sparen sie sich auf die Weise doch etliche Zug-km und können den schwarzen Peter dafür anderen zuschieben.

Zitat
ralf51
Es geht mir eher darum, diese regelmäßig von Presse, VBB und Co wiederholte Behauptung von der überlasteten Stadtbahn zu widerlegen, womit ja dann auch die Begründung für die RE7-Mangelversorgung hinfällig wäre.
Wenn ich die Stadtbahn beobachte, fährt dort maximal alle 4-5 Minuten ein Zug. Und es gibt mehrere Bahnhöfe mit zwei Bahnsteigkanten, so dass ein Fernzug problemlos einen Nahverkehrszug überholen kann.
Zum Überholen eignen sich die zusätzlichen Gleise nicht. Man würde sie aber zum Aufrücken nutzen, wodurch sich die Zugfolge praktisch halbieren liesse. Das funktioniert aber nur, wenn alle Stationen mit vier Bahnsteiggleisen ausgestattet wären. Und das ist ja bekanntlich nicht der Fall.

Zitat
ralf51
Außerdem ist die Strecke auf 60 begrenzt, lange Bremswege müssen also auch nicht beachtet werden.
Die Münchener Stammstrecke hat laut Wikipedia bis zu 30 Züge pro Stunde (und keine Ausweichen).
In der Moskauer Metro gehen die Bahnsteigsignale 35-50 Sekunden nach Nullung der Zugfolgeuhr (Abfahrt Zug) wieder auf grun. 5-10 Sekunden vorher auf gelb.
Auf beiden Strecken wird 80 und mehr gefahren.
Von solchen Leistungen ist die Berliner Stadtbahn weit entfernt. Trotzdem wird behauptet, dass sie voll ist.
Die genannten Beispiele sind Hochleistungsbahnen, die für dichte Zugfolgen optimiert sind. Die Berliner Stadtbahn ist dagegen gar nicht optimiert. Das fängt schon mit den stufigen Einstiegen an, die den Fahrgastwechsel verzögern, und reicht bis zum Hp Alexanderplatz, den man eigentlich zu einem 4-gleisigen Bahnhof hätte ausbauen müssen. Statt dessen hat man zugelassen, dass die angrenzenden Grundstücke bebaut wurden.

Zitat
ralf51
Ist die Berliner Stadtbahn an der Kapazitätsgrenze oder könnten noch mehr Züge darüber fahren?
Wieviel Züge fahren heute bereits darüber? Was wäre die mögliche Maximalzahl Züge pro Stunde?
Wenn man die Strecke primär für den Regionalverkehr reservieren würde, könnte man wohl auch ohne Ausbauten bis zu 20 Zugpaaren verkehren lassen. Aber so lange Fernzüge dort fahren, wird das aus mehreren Gründen nichts werden.
Zitat
Arnd Hellinger
Klar könnte man auf den Stadtbahn-Ferngleisen für viel Geld ETCS-L2 verbauen und sämtliche dort jemals dort fahrenden Fahrzeuge damit nachrüsten, aber aus o. g. Gründen wäre der Effekt dessen eher gering
Arnd, es geht erst mal nur um einen einzigen zusätzlichen Zug pro Stunde, den der VBB mit der genannten Begründung verweigert. Und das ist ein Talent2 mit genug Leistung, um auch ein paar Minuten Verspätung wieder rausfahren zu können (selbst oft genug erlebt).

Mal abgesehen davon, dass mir nachwievor niemand fachlich fundiert erklären konnte, dass da der eine zusätzliche Zug pro Stunde nicht auch mit Vor-ETCS-Technik reinpasst:
Gibt es Beispiele in Deutschland/Europa, wo eine halbwegs vergleichbare Strecke bis 2022 auf ETCS umgestellt wird oder vielleicht schon umgestellt wurde?
Zitat
ralf51
Zitat
Arnd Hellinger
Klar könnte man auf den Stadtbahn-Ferngleisen für viel Geld ETCS-L2 verbauen und sämtliche jemals dort fahrenden Fahrzeuge damit nachrüsten, aber aus o. g. Gründen wäre der Effekt dessen eher gering.

Arnd, es geht erst mal nur um einen einzigen zusätzlichen Zug pro Stunde, den der VBB mit der genannten Begründung verweigert. Und das ist ein Talent2 mit genug Leistung, um auch ein paar Minuten Verspätung wieder rausfahren zu können (selbst oft genug erlebt).

Mal abgesehen davon, dass mir nachwievor niemand fachlich fundiert erklären konnte, dass da der eine zusätzliche Zug pro Stunde nicht auch mit Vor-ETCS-Technik reinpasst:

Du hast aber evtl. auch schon mitbekommen, dass sowohl DB Fv als auch Flixtrain ihre Fernverkehrsangebote massiv ausbauen wollen, oder? Diese zusätzlichen Fernzüge müssen dann nicht nur im Knoten Berlin irgendwo untergebracht werden, sondern auch in deren jeweiliger Start-/Zielregion und natürlich auch auf den Strecken sowie Bahnhöfen dazwischen, wo es auch wieder Konflikte mit Güter-, Regional- und/oder übrigem Fernverkehr gibt bzw. geben kann. Da können 2-3 Minuten freie Trasse schon entscheidend sein...

Zitat
ralf51
Gibt es Beispiele in Deutschland/Europa, wo eine halbwegs vergleichbare Strecke bis 2022 auf ETCS umgestellt wird oder vielleicht schon umgestellt wurde?

Die SBB hat z. B. die Gotthard-Zulaufstrecken umgestellt und dabei auch abschnittsweise die klassischen Außensignale abgebaut, ähnlich die DB zwischen Bebra und Erfurt.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
... für den Fernzug ... können 2-3 Minuten freie Trasse schon entscheidend sein...
-> für DB Fernverkehr entscheidend ... und die haben die Macht und können sich Verspätungstrassen freisperren? Und die Regionutzer haben sich DB Fernverkehr zu fügen!?

Man könnte auch eine andere Rechnung aufmachen:
Durch den Nur-Stundentakt auf dem RE7 müssen stündlich 300+ Fahrgäste umsteigen, stehen und/oder längere Fahrzeiten in Kauf nehmen (im Berufsverkehr sind es weit über 300, im Tagesverlauf weiß ich nicht so genau, Durchschnitt bis 2034 ist aber bestimmt (@Jay ;-) ) über 300)
Rechnen wir mal mit 12 Zügen á 300 Fahrgäste x 365 Tage x 12 Jahre x hin-zurück: also > 31 Millionen Fahrgäste, die wegen deiner vielleicht benötigten 2-3 Minuten-DB-Fernverkehr-Freihaltetrasse leiden müssen!? Das kann ich der Greta-Jugend in meinem Umfeld selbst mit ganz viel positivem Willen nicht logisch erklären.

Außerdem ist Berlin kaum Umsteigebahnhof, sonden meist Start- oder Zielbahnhof.
Zitat
ralf51
Arnd, es geht erst mal nur um einen einzigen zusätzlichen Zug pro Stunde, den der VBB mit der genannten Begründung verweigert. Und das ist ein Talent2 mit genug Leistung, um auch ein paar Minuten Verspätung wieder rausfahren zu können (selbst oft genug erlebt).
Nicht der VBB verweigert, sondern DB Netz als Inhaber der (meisten) Eisenbahninfrastruktur, und das nach anerkannten, gesetzlichen, diskriminierungsfreien Regeln unter behördlicher Aufsicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2019 08:51 von Chep87.
Zitat
ralf51
Zitat
Arnd Hellinger
... für den Fernzug ... können 2-3 Minuten freie Trasse schon entscheidend sein...
-> für DB Fernverkehr entscheidend ... und die haben die Macht und können sich Verspätungstrassen freisperren? Und die Regionutzer haben sich DB Fernverkehr zu fügen!?
In Kurzform: Ja.

In Langform: Das Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG) regelt sehr genau den Ablauf der diskriminierungsfreien Trassenvergabe sowie das Verhalten bei Trassenkonflikten.

Wenn es zu einem Trassenkonflikt kommt (zwei Betreiber wollen zur selben Zeit das selbe Stück Gleis benutzen), dann wird in der folgenden Reihenfolge versucht, den Konflikt zu lösen:

Koordinierungsverfahren nach § 52 (3) ERegG
Trassenkonflikt durch geringfügige Verschiebung nicht lösbar (DB Netz darf Trassen eingemächtig leicht verschieben).
-> Der Bearbeiter versucht mit EVU Einigung zu erzielen, i.d.R. "es wird bei den EVU mal angerufen"

Entscheidungsverfahren § 52 (7) ERegG:
Entscheidung durch EIU nach Wertigkeiten:
  • vertakteter oder ins Netz eingebundener
  • grenzüberschreitende Zugtrassen
  • Zugtrassen für den Güterverkehr

Regelentgeltverfahren nach § 52 (8) ERegG
bei Verkehren gleicher Wertigkeit
  • bei zwei Trassen: Zugtrasse mit höchstem Regelentgelt bevorzugen
  • bei mehreren Trassen: Zugtrassenkombination mit größter Regelentgeltsumme bevorzugen

Höchstpreisverfahren nach § 52 (8) ERegG
EVU werden zur Abgabe eines Gebotes über dem Regelentgelt
aufgefordert
-> Höchstes Gebot bekommt Trassenangebot

Damit 'gewinnen' fast immer langlaufende Züge (unabhängig davon, ob DB Fernverkehr oder ein dritter sie fährt). Wer sich bei der Trassenvergabe diskriminiert fühlt, kann sich bei der zuständigen Behörde, der Bundesnetzagentur, beschweren.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2019 10:11 von Chep87.
Schon lange nicht mehr so einen, Sorry, Schwachsinn gelesen.
Vielleicht sollte sich der Threadersteller schlau machen und zeigen das er überhaupt nur etwas, nur minimal, Ahnung hat von Sachen die er einfordert.
Nur 2 Beispiele deines Geschreibsels die schon grob sagen, das du wirklich Unsinn schreibst und dich mal informieren solltest.
Der VBB verweigert nicht zusätzlich Züge auf der Stadtbahn, der VBB hat GARNICHTS auf den Gleisen der DB zu sagen. Er kann bei der DB Netz was bestellen und wenn Netz sagt "Keine Trassen frei" hat der VBB Pech.
Und wenn man dann noch die Stadtbahn von Aufbau, dem Signalsystem und den verkehrenden Zügen 1:1 mit der Moskauer Metro vergleicht sollte man doch eher Spongebob Schwammkopf weitergucken oder sich mal über Eisenbahnsysteme, Signalsysteme und Trassenvorgaben informieren bevor man sich mit solchen Beiträgen lächerlich macht..
Zitat
ralf51
Zum Fahrplanwechsel 2022 kommt das Ausschreibsergebnis Netz Elbe-Spree zum Tragen. Darin gibt es einige Verbesserungen, leider aber auch Verschlechterungen. Verlierer dieser Ausschreibung ist der Westast RE7. Statt wie vorher versprochen mehr Züge und mehr Sitzplätze, gibt es weniger Züge nach Berlin und die Gefäßgröße wird gegenüber heute auch nicht vergrößert (und das bedingt durch dieses dämliche Ausschreibungssystem bis 2034). Das ist natürlich eine Entscheidung völlig an den Realität und der zukünftigen Fahrgastentwicklung vorbei.
Soweit ich das sehe gibt es mehr Züge nach Berlin, wenn auch nur bis Wannsee als derzeit gibt und auch die Gefäßgröße wird gesteigert. Es verkehren ja dann fast alle Fahrten in Doppeltraktion. Heute beschränkt sich das ja auf wenige Züge.
Mehr Signale oder Überholmöglichkeiten hin oder her. Auf der Stadtbahn klaffen seit Jahren Fahrplanlücken von 20 und mehr Minuten.
Die Überbelegung der Stadtbahn ist ein so altes Märchen so lang der Hauptbahnhof schon geöffnet hat.

Was der VBB da ab 2022 macht ist eigentlich skandalös, denn es werden auf den Stadtbahnhöfen Charlottenburg, Zoo, Friedrichstraße, Alex und Ostbahnhof die direkten ExpressVerbindungen zum Flughafen wegfallen.
Es wird also entweder zusätzlicher Umsteigezwang hergestellt oder die S-Bahn noch mehr belastet.
Es ist die Vorbereitung den dann ab 2025 viel viel schnelleren FEX mit einem Sondertarif zu belegen.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
ralf51
Es geht mir eher darum, diese regelmäßig von Presse, VBB und Co wiederholte Behauptung von der überlasteten Stadtbahn zu widerlegen, womit ja dann auch die Begründung für die RE7-Mangelversorgung hinfällig wäre.
Wenn ich die Stadtbahn beobachte, fährt dort maximal alle 4-5 Minuten ein Zug. Und es gibt mehrere Bahnhöfe mit zwei Bahnsteigkanten, so dass ein Fernzug problemlos einen Nahverkehrszug überholen kann. Außerdem ist die Strecke auf 60 begrenzt, lange Bremswege müssen also auch nicht beachtet werden.

Auf Grund der D-Wege kann in Friedrichstr. und Zoo nicht gleichzeitig ein- und ausgefahren werden. Das reduziert die Kapazität enorm. Dazu kommen die unterschiedlichen Halte. Beides könnte man anpacken.

______________________

Nicht-dynamische Signatur
Prinzipiell ist das Verfahren natürlich das von chep87 genannte, danke für die Präzisierung.

Praktisch ist aber natürlich nicht DB Netz sondern der VBB der Ansprechpartner, wenn man in seiner Rolle als Fahrgast/Steuerzahler/Wähler… wissen möchte, warum das nicht besser gehen soll. Und von dem bekommt man oftmals vage Antworten und hat als nicht-Insider keine Ahnung, ob und inwiefern sich das tatsächlich mit den Erkenntnissen der DB Netz deckt. Habe zum Beispiel mal die spannende Aussage bekommen, dass man ja eine Taktverdichtung des Regionalverkehr auf der Anhalter Bahn vergessen könne, weil der Nord-Süd-Tunnel ab Eröffnung der Dresdner Bahn "voll" sei. Beim geplanten Betriebsprogramm im Regionalverkehrs müsste dort aber schon einiges an Fernverkehr dazukommen angesichts der heutigen eher luftigen Belegung dort.

Natürlich kommen zu den möglichen Kapazitäten noch Hindernisse wie die genannten D-Wege im Zoo oder die Tatsache, dass die beiden Zulaufstrecken nördlich und südlich des Tunnels jeweils nur entweder an das innere oder das äußere Gleispaar angeschlossen sind und ein Gleiswechsel entsprechend Trassen verbrät. Aber Aufgabe vom VBB wäre es halt nicht zu sagen "ist voll", sondern auch zu kommunizieren was da los ist und frühzeitig für entsprechende Baumaßnahmen zu trommeln. Im Vergleich zu den Kosten vom (Wieder-)Aufbau von Bahnstrecken sollten Sicherungstechnik oder Überwerfungsbauwerke in der freien Landschaft ja auch nicht gleich den Haushalt sprengen.

Auf der Stadtbahn ist allerdings gerade ein Zug pro fünf Minuten die Planungsgrundlage ab 2022 und die geäußerten Bedenken, wieviel mehr dort angesichts des recht heterogenen Verkehrs noch geht, klingen plausibel. Sollten sich dort mit ETCS und co noch ein paar Sekunden rausoptimieren lassen, wäre die Frage, ob nicht mehr Fahrgästen damit gedient ist, die in Betriebsstabilität zu investieren statt einen weiteren Zug reinzuwurschteln.

Aber egal wie, beschränkte Kapazitäten sollten sinnvoll genutzt werden. Und da sind wirklich einzig die Länder vertreten durch den VBB verantwortlich. Weiß jemand, ob es irgendwelche guten Gründe gab, die naheliegende Durchbindung der besagten RE7-Verstärker an die in Charlottenburg (!) endenden RE2-Züge (Seite 20) nicht umzusetzen? Auf Ebene des Ministeriums waren die Antworten ja leider auf dem Niveau von "ist halt so"



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2019 17:06 von vasarius.
Ist die Stadtbahn schon dicht? Wenn heute der RE7 Zusatzzug morgens und nachmittags noch über die Stadtbahn passt, passt er zu dem anderen Stunden nicht mehr drüber?

*******
Aufgrund von Verzögerungen im Schreibablauf kommt es bei einige Beiträgen zu Verspätungen und Ausfällen.
Zitat
ralf51
Zitat
Arnd Hellinger
... für den Fernzug ... können 2-3 Minuten freie Trasse schon entscheidend sein...

-> für DB Fernverkehr entscheidend ... und die haben die Macht und können sich Verspätungstrassen freisperren? Und die Regionutzer haben sich DB Fernverkehr zu fügen!?

Ähm. es gibt nicht nur weiße Fernzüge mit rotem Streifen, sondern auch grüne oder dunkelblaue und alle deren Betreiber haben Rechtsansprüche gegen DB Netz auf Trassenzuteilung. Das hat @Chep87 dankenswerterweise schon im Detail erklärt.

Deiner "Greta-Jugend" lässt sich das evtl. über den Vergleich mit einem Restaurant oder Smartphoneladen vermitteln, dessen Inhaber (hier DB Netz) ja auch nicht nur seine eigenen Familienangehörigen (DB Regio und DB Fv) mit seinen Produkten bzw. Dienstleistungen (hier Eisenbahninfrastruktur und Fahrplantrassen) versorgen darf, sondern diese diskriminierungsfrei allen potenziellen Kunden zur Verfügung stellen muss - insbesondere dann, wenn er weit und breit den einzigen derartigen Laden betreibt.

Ob nun diese marktorientierte Rechtslage dem System Eisenbahn und dessen Endkunden (Fahrgäste/Güterkunden) gerecht wird oder eine traditionelle Staatsbahn-Struktur (unter der übrigens auch Fernzüge abschnittsweise für Verbund-Nahverkehr nutzbar gemacht werden konnten, ohne dafür ein komplettes Vergabeverfahren durchführen zu müssen) den heutigen Anforderungen von Klimawandel und angestrebter "Verkehrswende" nicht evtl. doch weitaus eher entspräche, steht da auf einem ganz anderem Blatt...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Stefan Metze
Mehr Signale oder Überholmöglichkeiten hin oder her. Auf der Stadtbahn klaffen seit Jahren Fahrplanlücken von 20 und mehr Minuten.
Die Überbelegung der Stadtbahn ist ein so altes Märchen so lang der Hauptbahnhof schon geöffnet hat.

Was der VBB da ab 2022 macht ist eigentlich skandalös, denn es werden auf den Stadtbahnhöfen Charlottenburg, Zoo, Friedrichstraße, Alex und Ostbahnhof die direkten ExpressVerbindungen zum Flughafen wegfallen.
Es wird also entweder zusätzlicher Umsteigezwang hergestellt oder die S-Bahn noch mehr belastet.
Es ist die Vorbereitung den dann ab 2025 viel viel schnelleren FEX mit einem Sondertarif zu belegen.
Ich habe mir Mal fix den ausgeschrieben Fahrplan (Betriebsstufe 1) angeschaut und in eine Excel geschmissen. Dazu grob den bisherigen FV Fahrplan. Ich sehe nur zwei Taktlücken: Minute 17 und Minute 57. Da Flixtrain sicherlich auch weiter über die Stadtbahn möchte, und auch der ÖBB Nightjet gerne drübersausen täte, und da sicherlich an Freitagen und Sonntagen auch noch diverse Taktverstärker von DB FV herfährt, würde ich schon sagen, dass die Stadtbahn dann "voll" sein wird.

Achja, noch eine Kleinigkeit die mir in der Diskussion hier häufiger aufgefallen ist. Ein überlasteter Schienenweg bedeutet nicht, dass grundsätzlich keine weiteren Züge drauf passen, sondern, dass ein nicht lösbarer Fahrplankonflikt auftritt, bei dem einer der beiden Trassen den kürzeren zieht und eben nicht angenommen werden kann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2019 17:18 von Chep87.


Zitat
Chep87
Da Flixtrain sicherlich auch weiter über die Stadtbahn möchte, und auch der ÖBB Nightjet gerne drübersausen täte, und da sicherlich an Freitagen und Sonntagen auch noch diverse Taktverstärker von DB FV herfährt, würde ich schon sagen, dass die Stadtbahn dann "voll" sein wird.

Hmh, müssten die nicht eigentlich den Prioritäten nach hinter dem Regionalverkehr hintenangestellt sein, wenn für letzteren Takttrassen bestellt sind? Das würde ja heißen, dass man recht effizient dieselben Trassen tagsüber für vertaktete RE-Verstärker und dann frühmorgens und abends für einzelne FV-Fahrten nutzen kann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.10.2019 17:36 von vasarius.
Zu welchem Zeitpunkt in der inzwischen langen Geschichte der Stadtbahn fuhren denn die meisten Züge planmäßig über die Stadtbahn (abgesehen von den S-Bahn/Vorortbahn-Gleisen)? Und wieviele Züge/Stunde waren es?
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