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Durchgehender Nachtverkehr bei S - und U - Bahnen
geschrieben von Zugreisender 
Zitat
LevHAM
Ein 60 Minuten Takt wäre sinnvoller als ein kaum merkbarer 40 Minuten Takt ... Klar wäre ein 20 Minuten Takt besser ... Äh ... Dazu sage ich mal nichts weiter ...

Na, anscheinend ja doch: sogar ganze drei Zeilen. Dieses Statement von mir war natürlich rein subjektiv. Ich musste mal jahrelang einen Bus benutzen, der teilweise 20-, 30- und 40-Minuten-Takt hatte, und ich habe es gehasst, aber das war noch vor den Zeiten des mobilen Internets.

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metrobits.org
Hallo,

Zitat
Neu Wulmstorf
Beispiel: In der Woche nachts nach Neugraben heißt

Es wäre sehr hilfreich gewesen, dass gleich zu erwähnen, damit ich Deinen Standpunkt besser hätte einschätzen können.

Neben der im Antrag genannten Variante noch etliche weitere zu kreiren, bringt - denke ich - recht wenig. Beispielsweise schließt sich eine Nachtbus+Schnellbahnvariante aus, da die Nachtbuslinien oft einen parallelen Weg zu den Schnellbahnen haben. Die 607 stünde mehr oder minder komplett in Konkurrenz zur Schnellbahn.

Etwas anderes ist die Anbindung der entfernteren Stadtteile. Nur das hat wenig mit dem Antrag zu tun, wo es auch um Touristen ging und da dürften äußere Statteile eher nachrangig eine Rolle spielen.

Vor allem ergeben sich daraus zwei Problemstellungen, die so nicht gut unter einen Hut zu bringen sind. Für Neugraben ist ein Stundentakt ein Gewinn, für den Bereich des U-Bahn-Rings weitestgehend nicht, da man teils schneller gelaufen ist.

Wie man hier im Diskussionsverlauf sieht, geht es vielen dabei auch um mehr Flexibilität. Und die erreicht man im dichter besiedelten Bereich eher nicht.

Grüße
Boris
Ich sehe - wie viele andere hier auch - das Problem, dass die Bahnanlagen während der Betriebspausen für kleinere Wartungsarbeiten, Auswechseln von Werbeplakaten etc. gesperrt werden müssen, so dass ein Betrieb dann nicht möglich ist.

Ein nur bedarfsweises Sperren der Strecken mit Einrichtung von SEV würde bei dem vermutlich recht dünnen Takt (ganz egal, ob nun 20, 30, 40 oder 60 Minuten) bedeuten, dass auf dem hinter der Sperrung liegenden Abschnitt ein komplett anderer Fahrplan gefahren werden müsste, an dem dann wiederum die Anschlüsse zu dann ja wahrscheinlich nicht mehr bis in die Innenstadt fahrenden Nachtbuslinien hängen.

Als weiteres Problem sehe ich das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste gerade bei dem in den Nächten während der Woche ja doch überwiegend geringen Fahrgastaufkommen. Viele Menschen fühlen sich unwohl, wenn sie längere Zeit an einer leeren Bahnstation warten müssen oder diese auch nur nach dem Aussteigen allein oder evtl. mit nur wenigen nicht unbedingt vertrauenserweckenden Mitmenschen verlassen müssen. Die - abgesehen von wenigen Busanlagen - im öffentlichen Straßenraum und damit zumindest von passierenden Autofahrern einzusehenden Bushaltestellen haben dieses Problem nicht.

Die einzige Strecke, die möglicherweise auch unter der Woche ein ausreichendes Fahrgastaufkommen hat, wäre die Relation zwischen dem Bereich St. Pauli/Schanzenviertel und der Innenstadt.

Man könnte daher versuchsweise die U3 in den "Wochennächten" nachts im 30-Minuten-Takt zwischen Schlump und Berliner Tor einsetzen, wobei die Züge am Rathaus in beiden Richtungen stets zu den Minuten 25 und 55 ankommen, am oberirdischen Korrespondenzhalt der Nachtbusse teilnehmen und dann zur halben und vollen Stunde weiterfahren. Der Betrieb müsste mit drei Umläufen machbar sein.

Im Gegenzug könnten aber durch Anpassungen des Busangebots dort wiederum Umläufe eingespart werden, wenn das Netz wie folgt angepasst wird:

607 entfällt zwischen Reeperbahn und Rathausmarkt
608 entfällt zwischen Reeperbahn und Rathausmarkt (Ersatz durch U3)
609 übernimmt zwischen St. Pauli und Rathausmarkt den bisherigen Linienweg der Linie 607 (der bisherige Linienweg wird ja weiterhin durch die Linie 601 bedient).
603 fährt stadtauswärts wenige Minuten später, stadteinwärts wenige Minuten früher, um am Schlump gute Anschlüsse zur U3 zu erhalten.

Wenn dann wirklich der kurze befahrene Streckenabschnitt wegen Bauarbeiten etc. gesperrt werden muss, kann man einen SEV einrichten, der ebenfalls am Nachtbusknoten Rathausmarkt teilnimmt, ohne gleich den gesamten übrigen Fahrplan umschreiben zu müssen.

Für die zu langen Fahrtzeiten der Relation nach Harburg sehe ich hingegen die S-Bahn nicht als die Lösung an, da man ja auch bei durchgehendem Betrieb der S3 weiterhin die Linie 640 - oder zumindest einen der Linie 13 entsprechenden Verkehr - zur Feinerschließung Wilhelmsburgs anbieten muss. Vielleicht wäre es hier besser, einige Fahrten der Linie 641 als Expressbus bereits ab der Innenstadt einzusetzen und dann ohne Halt über die Wilhelmsburger Reichsstraße bis Harburg und dann auf dem bisherigen Linienweg in Richtung Fischbek zu führen. Die Fahrtzeit dürfte nachts nur unwesentlich länger sein und der Bus könnte am Korrespondenzanschluss der übrigen Linien am Rathausmarkt teilnehmen (die S-Bahn könnte dies nur etwas abseits am Jungfernstieg).
Hallo,

Zitat
Mike
Warum sollte man da warten, wenn es Fahrpläne gibt?

Was für die angedachten Kunden dieses Services recht unerheblich sein dürfte. Es ist auch schlecht planbar wann eine Loklität schließt oder sich eine Runde auflöst.

Grüße
Boris
MOIN,
wie wollt ihr dann die immer wieder Nachts stattfindenden Gleisarbeiten und Reinigungsarbeiten durchführen? Wenn es hier ständig SEV und Streckensperrungen gibt werden sich die Fahrgäste und Busfahrer/innen freuen da kein Fahrplan mehr passt. Ebenso freuen werden sich dann die Dienstplaner und Schichtplaner weil sie vom Personal dann ständig gefragt werden was das für Dienste sind.

Gruß Gerhard
Pendelzug?

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Zitat
2-Zonen-Karte
Ich sehe - wie viele andere hier auch - das Problem, dass die Bahnanlagen während der Betriebspausen für kleinere Wartungsarbeiten, Auswechseln von Werbeplakaten etc. gesperrt werden müssen, so dass ein Betrieb dann nicht möglich ist.

Da nachts die meisten schlafen, wissen sie nicht, was nachts alles passiert. Letztlich ist der Mikrokosmos U-Bahn (und sicher auch S-Bahn) nachts mächtig am beben. Allein nur ein Beispiel - die hier bereits kritisierte Baustelle U1 Hauptbahnhof Süd ist bis Ende 2018 terminiert, weil sie eben vollständig außerhalb des Betriebes stattfinden soll, ohne Sperrungen.

Es gibt darüber zahllose Baustellen, die Gleissperrungen erfordern oder/auch zu Stromschienenabschaltungen führen - auch die Stromschienen- und Versorgungsanlagen müssen gewartet/erneuert werden.

In den kommenden Jahren nehmen diese Baustellen weiter zu, auch wenn manches auf Wochenendbaustellen oder mehrwöchige Sperrungen konzentriert wird.

Ein weiteres, nur kleines Beispiel - die Vegationsarbeiten entlang der Strecke nehmen viel Zeit im Laufe des Jahres in Anspruch, damit seitens des Betriebes alles getan wird, dass möglichst keine Bäume auf die Gleise stürzen (Bei der S-Bahn jammern viele, dass für Vegetationsarbeiten tage- oder wochenlang Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen, wogegen sowas bei der U-Bahn unbekannt ist - die Hochbahn hat Vegetationsarbeiten ganzjährig (außer zur Vogelbrutzeit) im Arbeitsprogramm, das ginge dann nicht mehr).

Stellwerke müssen gewartet und geprüft werden, Weichen und ihre Antriebe instandgehalten. Dazu müssen bestimmte Teile in regelmäßigen Abständen erneuert/ausgetauscht werden. Schienen je nach Radius in deutlich kürzeren Abständen erneuert werden, die reine Schienenerneuerung findet bisher ohne Sperrungen statt.

Das geht alles nur ohne Betrieb und unzählige Dinge fehlen in dieser Auflistung. Dafür gibt es aber Trailer/Reportagen, die die Betriebsamkeit nachts zeigen.

Durchgängiger Nachtbetrieb transformiert ein funktionierendes System dorthin, wo eine Vielzahl von Fahrgästen von stets unkomfortablen Bauarbeiten massiv betroffen wären.

Welchen Preis ist man politisch bereit für durchgängigen Nachtbetrieb zu zahlen?

Letztlich hätten die Fahrgäste nur die Wahl ersatzweise ständig Ersatzverkehre irgendwo zu haben (und die Belastung durch Ersatzverkehre ist heute schon derart hoch, dass diese immer mehr in Frage gestellt werden [vielleicht ist es daher seitens der FDP polittaktisch "klug" das zu Zeiten auf den Tisch zu bringen, wo gerade mal alles durchgängig in Betrieb ist?]. Durchgängiger Verkehr wird dann immer seltener möglich - oder das System wird mittelfristig gegen die Wand gefahren, wenn politischer Zwang ausgeübt werden sollte. Dann wird am Tag X das System bautechnisch kollabieren.

Bisher ist die U-Bahn in der Lage, keinen wesentlichen Investitionsstau entstehen zu lassen, wie er für Stadtbahnsysteme im Ruhrgebiet u.ä. beginnt existenziell bedrohlich zu werden - weil hier vorbeugende Instandhaltung unterlassen wurde. Auch Berlins U-Bahn leidet unter einem riesigen Investitionsstau.

Von liegt es an den handelnden politischen Gremien, wohin sie das System führen wollen. Ein funktionierendes (Nachtbus-)System durch ein auf Krampf ermöglichtes "komfortables" System zu ersetzen, mit kaum absehbaren Folgen für die Infrastruktur. Wo am Ende - aber ggf. erst Jahre nach dem temporären politischen (Wahl-)Erfolg - dann wieder die Fahrgäste das Nachsehen haben.

Gruß

Jan

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Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2017 00:42 von Jan Borchers.
Ich wäre da ja für den Kompromiss, Nachtverkehr am Wochenende, Nachtarbeiten von So-Do...

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
christian schmidt
Ist das in London oder Paris oder Moskau oder Berlin oder Rome oder Madrid denn anders?
London : Wochenend Nachtverkehr eingeführt auf 3 Linien vor 4 Monaten.
Madrid : Hat überhaupt keinen Nachtverkehr.
Paris: bin ich mir nicht ganz sicher aber ich meine auch NEIN!
Berlin: wie Hamburg am Wochenende.
Moskau :Nein!
Rom . Nein!
TOKYO : da stehen nachts alle ÖPNV Mittel still, da kann man nur mit dem Taxi weiterkommen.
Die einzige Stadt auf der Welt, die wirklich rund um die Uhr die ganz Woche "fährt", ist meines Wissens New York.

Hamburg hatte schon immer wg. des Hafens einen ausgeüprägten Nachtverkehr mit Nachtbussen gehabt (In München gibt es den erst seit Anfang der neunziger Jahre).

Ob es sich wirklich rechnet in Hamburg, weiß ich nicht, allerdings ist die Stadt partytechnisch Montags, Dienstag schon einmal tote Hose.
Ich finde Hamburg hat einen sehr guten Nachtverkehr. Bisher hat es meines Erachtens niemanden gestört, wenn ab ca. 21 Uhr die U Bahnen und S Bahnen nur noch im 10 bis 20 Minuten Takt verkehren.

Immerhin wie bereits schon mehrfach erwähnt wurde, sind die Betriebspausen notwendig um Reparaturen an der Strecke zu erledigen
Also ich bin auch der Meinung, dass ein durchgehender Nachtverkehr der Schnellbahnen in den Nächten So/Mo bis Do/Fr nicht notwendig ist.
Allerdings sollte man darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre in den Nächten zu Brückentagen sowie zum 24 + 31 Dezember, wenn letzgenannte nicht auf einen Sonnabend oder Sonntag fallen, den Nachtverkehr zu fahren, da an diesen Tagen erfahrungsgemäß das Fahrgastaufkommen hoch bis sehr hoch ist und die Nachtbusse an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen bzw. teilweise deren Kapazitäten nicht ausreichen.

Ebenso wäre es wünschenswert wenn nicht immer nur in der HVZ noch mehr Verstärkungszüge gefahren werden sondern, Mo-Fr ab Betriebsbeginn sowie Sonnabends ab ca 5 Uhr auf allen U- und S-Bahn Linien der 10 Minuten Takt eingeführt werden würde. Ebenso sollte So bis Do bis Betriebsschluss im 10 Minuten Takt gefahren werden.
Richtig, auf einigen Strecken gibt es am Wochenende und außerhalb der HVZ noch Verbesserungspotenzial, z.B. auf der U1 aus Richtung Norderstedt. Bei dem 10min-Takt muss man sich in den Zügen manchmal ganz schön drängeln.
Zitat
Jan Borchers

...

Es gibt darüber zahllose Baustellen, die Gleissperrungen erfordern oder/auch zu Stromschienenabschaltungen führen - auch die Stromschienen- und Versorgungsanlagen müssen gewartet/erneuert werden.

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Ein weiteres, nur kleines Beispiel - die Vegationsarbeiten entlang der Strecke nehmen viel Zeit im Laufe des Jahres in Anspruch, damit seitens des Betriebes alles getan wird, dass möglichst keine Bäume auf die Gleise stürzen (Bei der S-Bahn jammern viele, dass für Vegetationsarbeiten tage- oder wochenlang Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen, wogegen sowas bei der U-Bahn unbekannt ist - die Hochbahn hat Vegetationsarbeiten ganzjährig (außer zur Vogelbrutzeit) im Arbeitsprogramm, das ginge dann nicht mehr).

Stellwerke müssen gewartet und geprüft werden, Weichen und ihre Antriebe instandgehalten. Dazu müssen bestimmte Teile in regelmäßigen Abständen erneuert/ausgetauscht werden. Schienen je nach Radius in deutlich kürzeren Abständen erneuert werden, die reine Schienenerneuerung findet bisher ohne Sperrungen statt.

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Die Aufzählung von Jan Borchert lässt mich zweifeln, dass eine Untersuchung (sofern sie denn überhaupt eine Mehrheit findet) zu dem Ergebnis kommt, dass sich ein durchgehender Nachtverkehr in der Woche lohnt. Zusätzlich zu den Betriebskosten kommen zu viele Nachteile dazu. Und mal ehrlich: Nachts unter der Woche ist auf den Straßen tote Hose. Da wird nicht genügend Volk unterwegs sein, um Bahnen zu füllen.

Aber vielleicht führt der Antrag der FDP ja dazu, sich einmal grundsätzliche Gedanken zu machen über das Nachtbusliniennetz. Gerade das Problem mit den ewig langen Fahzeiten in die Außenbezirke kann ja mal beleuchtet werden.

Ich kann mich erinnern, dass es mal an Wochenenden einen Expressnachtbus nach Harburg gab, der eine Viertelstunde nach dem langsamen Nachbus abfuhr und zeitgleich in Harburg ankam. Dieser Expressnachtbus fuhr nur am Wochenende, aber das war zu einer Zeit, als sämtliche Nachtbusse (außer 606) nur stündlich fuhren. Ich kann leider nichts im Internet darüber finden und weiß auch nicht, warum er wieder abgeschafft wurde. Vielleicht mit dem durchgehenden Bahnverkehr? Vielleicht kann sich hier noch jemand erinnern.

Aber stündliche Expressnachtbusse, die in den Außenbezirkgen die Feinverteilung übernehmen, könnten ja mal beleuchtet werden.
@Jan Borchers Zumindest bei der S-Bahn werden auch diverse Arbeiten an Fahrzeugen durchgeführt. Mit einem durchgehenden Nachtverkehr würde diese Möglichkeit der Wartung verringert werden und der Verschleiß der Fahrzeuge durch die höhere Inanspruchnahme noch weiter ansteigen. Schon heute fällt die ein oder andere S2 aus, weil Wartungsfreien fehlen. Wie sähe das erst mit einem durchgehenden Nachtverkehr aus?

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
@ahoberg

Ich könnte noch Chicago mit der blueline und der redline hinzufügen .

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Zitat
ahoberg
Die einzige Stadt auf der Welt, die wirklich rund um die Uhr die ganz Woche "fährt", ist meines Wissens New York.

Dazu muss man nicht so weit weg schauen: Kopenhagen hat auch einen Nachtverkehr an jedem Wochentag. Die haben allerdings den Vorteil, ein sehr neues Netz zu haben, an dem es vermutlich weniger am Bestand zu flicken gibt.

New York hat wiederum den Vorteil, dass ein Großteil der Strecken drei- bis viergleisig sind und man dadurch einfachere Wartungsarbeiten auch im laufenden Betrieb erledigen kann.
Wirklich schlau, nun wieder zu spekulieren, welche U-Bahn-Systeme Nachtverkehr haben. Entweder nochmal meinen Post weiter oben lesen [www.bahninfo-forum.de] oder nach Quellen im Internet Ausschau halten, z.B. [mic-ro.com]

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Ebenfalls nicht zu diskutiert werden muss über die grundsätzliche Machbarkeit, denn acht Städte beweisen, dass es grundsätzlich geht. Ob es gewollt, finanzierbar und sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Diese acht Städte sind halt eine winzige Minderheit unter den ca. 200 U-Bahn-Städten.

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metrobits.org
Zitat
Mike
Wirklich schlau, nun wieder zu spekulieren, welche U-Bahn-Systeme Nachtverkehr haben. Entweder nochmal meinen Post weiter oben lesen ...

Ich muss gestehen, der ist mir wirklich durchgerutscht und dadurch kam es zu einigen Doppelungen. Sorry dafür.

Die zitierte Seite ist zwar eine schöne erste Übersicht, aber als aktuelle, belastbare Quelle nur bedingt geeignet. Erstens ist ein erheblicher Teil der Links und Informationen veraltet, was bei einer hobbymäßig gepflegten Seite mit einer solchen Informationsflut aber wohl zu schwer zu vermeiden ist. Zweitens ist die Abgrenzung zwischen dem, was nach Hamburger Verständnis eine U-Bahn ist, und dem, was auf dieser Seite als Metro beschrieben wird, nicht ganz unwesentlich.

Von den 8 genannten Städten mit "U-Bahn-ähnlichen Systemen" mit 24/7-Nachtverkehr sind nur wenige wirklich mit Hamburg vergleichbar: Chicago, Kopenhagen und New York inkl. PATH. Die übrigen Beispiele sind Regionalzüge als Flughafenzubringer oder eher Straßenbahnen, von denen oft auch nur kleine Teilabschnitte nachts betrieben werden.

Zitat
Mike
Ebenfalls nicht zu diskutiert werden muss über die grundsätzliche Machbarkeit, denn acht Städte beweisen, dass es grundsätzlich geht. Ob es gewollt, finanzierbar und sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Diese acht Städte sind halt eine winzige Minderheit unter den ca. 200 U-Bahn-Städten.

Zur grundsätzlichen Machbarkeit muss schon über mehr diskutiert werden als über die Frage, ob man einen Zug nur tagsüber oder auch nachts auf den Schienen rollen lassen kann. Eine solche Trivialität bräuchte man gar nicht zu diskutieren, da das einzige, was dagegen sprechen könnte (die Dunkelheit) ja auch in Tunneln wie auch im Spätverkehr kein Problem ist.
Ein durchgehender Nachtbetrieb wird nur aufgrund des Vorschlags einer kleinen Oppositionspartei ohnehin nicht kommen, die diesen Vorschlag vermutlich auch nur deswegen (mal wieder) in die Diskussion gebracht hat, um sich selbst bei den ÖPNV-Nutzern in Erinnerung zu bringen.

Eine Überprüfung des Nachtbusnetzes auf mögliche Verbesserungen und Beschleunigungen wäre dagegen möglicherweise wirklich sinnvoll. Ist es wirklich notwendig, alle Fahrgäste in Richtung Winterhude und Langenhorn erst zur Burgstraße zu kutschieren, ehe man Kurs auf die eigentlichen Ziele nimmt und muss der Weg nach Volksdorf wirklich über Fuhlsbüttel führen oder wäre hier eine kurze Anschlusslinie, die von Tonndorf über Farmsen und Berne (oder von Rahlstedt über Meiendorf) fährt, schneller und sinnvoller?

Der frühere Nachtschnellbus vom Rathausmarkt nach Harburg fuhr übrigens nicht nur am Wochenende. Im Fahrplan 2003 sind auch für die Nächte während der Woche zwei Fahrtenpaare aufgelistet. Am Wochenende ging es dann sogar weiter bis nach Winsen.
Zitat
Lopi2000
Die zitierte Seite ist zwar eine schöne erste Übersicht, aber als aktuelle, belastbare Quelle nur bedingt geeignet.

Die belastbaren Quellen dahinter sind die Fahrpläne dieser acht Systeme, wie für jedermann, auch für dich, sehr leicht nachzuprüfen. Im Internet sind sie nicht schwer zu finden, sie stehen auf den offiziellen Websites der Betreiber. Ich habe sie alle erst vor wenigen Wochen selbst überprüft. Es haben also mindestens diese acht Systeme durchgehenden Nachtbetrieb. Für die anderen Rubriken, wie 24/2, gilt Analoges.

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metrobits.org



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.01.2017 10:19 von Mike.
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