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Welche Angebotsverdichtungen sind besonders nötig/sinnvoll?
geschrieben von Tom81 
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Tom81
Ich verstehe ja, dass man sonntags frei haben möchte.

Ich nicht. Gerade sonntags geht man doch besser arbeiten, da ist doch sonst nichts.
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B-V 3313
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Tom81
Zum Beispiel frage ich mich, ob alle U-Bahn-Linien sonntags alle 5 Minuten fahren müssen. Zumindest auf U7 wäre ein 7/6/7-Takt m.E. vollkommen ausreichend.

Müssen. Denn der 7/6/7-Takt passt nicht zu Anschlüssen anderer Linien im 5- oder 10 Minuten-Takt.

Heißt das Thema nicht Angebotsverdichtungen? Der 5 min-Takt wird auf fast allen Linien doch sehr gut aufgenommen, auch auf der U7. Klar muss das so bleiben.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
In anderen Städten (Potsdam, Dresden, ...) arbeiten ja auch immer mehr Studenten z.B. als Straßenbahnfahrer. Die (bzw. wir, bin ja selbst Student) haben kein Problem am Sonntag zu arbeiten. Es ist manchmal sogar der einzige Tag, wo es richtig geht. Dann muss man halt auch in Berlin Studenten zu Fahrern ausbilden, um solche Dienste zu besetzen.
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tramfahrer
Aber der Sonntag ist eben auch ein Personalproblem. Was viele der Fahrgäste als selbstverständlich hinnehmen (dichtes Angebot an Wochenenden) bedeutet für das Personal ein mageres Familienleben. Der Fahrgast der sich da am Sonntag relaxt in die Bahn "quetscht" macht sich nämlich keine Gedanken darüber, dass das Fahrpersonal da vorne in der Regel nur ganze 6 Wochenenden im Jahr frei hat. 6 von 52! Ein noch mehr verdichtes Angebot, bleibt am Ende beim Personal hängen. Und über die übige Bezahlung reden wir besser erst gar nicht.

Für diesen Hinweis bin ich hier vor Jahren schon verbal gesteinigt und als christlicher Fundamentalist beschimpft worden *rofl*

Zu den 5er-Takten am Sonntag bei der U-Bahn: Das Dilemma ist halt - Angebotsqualität hin oder her -, dass ich sonntags regelmäßig in der U9 tanzen kann: Am Nachmittag sind die Züge da leer, zumal die Verstärker ja idR die H-Wagen sind. Aber ab 6, wenn wieder mehr Leute unterwegs sind, weil sie nach Ausflügen etc. nach Hause wollen, zu einer Abendaktivität aufbrechen oder irgendwo zum Nachtdienst müssen, da gibt es dann Überfüllungen wegen des 10er-Takts mit F-Kurzzügen. Und was nützt ein auf dem Papier tolles Angebot, wenn es an den Bedürfnissen der Stadt vorbeifährt? Es mag nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber da erscheint auch mir ein 6-6-7er, aber eben von 11 bis 11 deutlich angemessener und attraktiver.
Und welche Linie stößt denn sonntags nachmittags mit dem 5er schon an ihre Grenzen? (Außer U1 und U7 wenn Karneval der Kulturen ist, aber da reicht 5er dann auch nicht mehr)
Es würde schon helfen die Kurzzüge vor 12 Uhr zu verlängern. Das wäre in etwa kostenneutral.

Ich könnte jetzt wieder mit Krankenschwestern oder dem Einzelhandel kommen die auch nicht öfter wochenends frei haben. ;-)
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eiterfugel
Und welche Linie stößt denn sonntags nachmittags mit dem 5er schon an ihre Grenzen? (Außer U1 und U7 wenn Karneval der Kulturen ist, aber da reicht 5er dann auch nicht mehr)

Für Großveranstaltungen wird ohnehin zusätzlich zum üblichen Fahrplan Leistung und Personal be- und gestellt. Meist werden die betroffenen Linien mit der maximalen Zuglänge gefahren. Wenn möglich stehen der Leitstelle noch ein bis zwei Reservezüge mit Personal für operative Einsätze zur Verfügung.

so long

Mario
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der weiße bim
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schallundrausch
Ich finde, die Gleise in der Eberswalder und Bernauer müssen unbedingt abmarkiert werden. Mindestens bis zur Brunnen, gerne auch weiter.

Leider wurde die einmalige Chance, den großstädtischen Straßenquerschnitt der Warschauer, Petersburger, Danziger Straße über die Eberswalder, Bernauer und Invalidenstraße fortzusetzen, in der Nachwendezeit vertan.
Das bedauern und beweinen wir hier alle!

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Dass die Straßenbahn dort ihrem Namen Ehre macht, ist mit vertretbarem Aufwand nicht mehr zu ändern.
Moment! Da ist die Realität gerade ganz anderer Meinung ;) Danke an den Kollegen Pneumatik für die Fotos im Nachbarthread... Sind zwar nur ein paar wenige Meter, doch der Aufwand schien mir recht 'vertretbar' :P Immerhin ist die Bahn jetzt da wo sie hingehört - auf diesem nutzlosen Mittelstreifen. Zumindest für eine Fahrtrichtung ließe sich so sehr einfach ein besonderer Gleiskörper herstellen

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Die rechte Fahrspur wird wohl künftig als Fahrradspur dienen so dass sich MIV und Straßenbahn die verbliebene Spur dauerhaft teilen müssen.
Aber, aber! Wie kommst Du denn auf die Idee? Sag, nur, du machst jetzt mit Ronny, Rind und Heidekraut gemeinsame Sache und wimmerst im Chor "Die Kirchners, die Kirchners, die wollen überall nur noch Fahrräder haben! Müllabfuhrfahrräder, Schwertransportfahrrader, Fahrradomnibusse..." OK, war nicht ganz ernst gemeint. Würdest Du nicht machen, entspricht nicht Deinem Charakter.
Aber wirklich, der Radweg an der Bernauer, der gleichzeitig mit der Tram angelegt wurde, ist zwar wirklich nicht das Nonplusultra, entspricht nicht den aktuellen Erkenntnissen und würde heute hoffentlich so nicht mehr gebaut werden. Aber er macht seinen Job verhältnismäßig gut. Er wird von fast allen Fahrradfahrern genutzt. Und von den meisten anderen Verkehrsteilnehmern respektiert. Das ist mehr, als man von seinen Artgenossen behaupten kann. 'Verhältnismäßig gut' im vergleich zu der Radinfrastruktur im weiteren Verlauf der Danziger/Petersburger:
Zwischen Schönhauser und Prenzlauer - gut gemeint aber trotzdem vergeigt: ausreichend breiter Schutzstreifen, leider ständig durch Lieferverkehr und 2.-Reihe-Parker blockiert.
Zwischen Prenzlauer und Landsberger - Nahkampfzone: einfach mal gar kein Radinfrastruktur. Da weiß man woran man ist.
Zwischen Landsberger und Frankfurter - die Totalkatastrophe: Selbstmörderparcours hinter Querparkern in ungefähr Lenkerbreite mit absurden Sprungschanzen durch aufbrechendes Wurzelwerk.
Dagegen ist der rote Verbundpflasterweg zwischen Schönhauser und Nordbahnhof geradezu vorbildlich, nichtmal die radikalsten Radaktivisten (lol) werden fordern, daran etwas zu ändern, solange die andern Abschnitte noch nicht bearbeitet sind.

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Die Freigabe abmarkierter Straßenbahngleise analog zu den Busspuren geht ja wegen der Unfallgefahr durch die Rillenschienen nicht.
Nicht? Klar, das Optimum ist was anderes, aber am Weinbergsweg funktioniert das doch ganz leidlich. Richtig, für die Bernauer ist das natürlich überhaupt keine Option.


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der weiße bim
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schallundrausch
Ich hab allerdings von 52 Wochenenden zero frei.

Dann musst du selbständig sein. Für Arbeitnehmer gilt das ArbZeitG, das im § 11 (Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung) den Grundsatz formuliert: "(1) Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben." Ausnahmen sind nur leitende Angestellte, Personalleiter, häusliche Pflegekräfte und Pfarrer.

Danke für Deine Fürsorge, das wusste ich tatsächlich nicht! Ich werde mich gleich an meinen Betriebsrat wend... Ah Shit!
Es gibt aber bestimmte Branchen, in denen Ausnahmeregelungen vorherrschen! Bspw. Krankenhaus, Gastronomie, usw.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.2017 16:32 von Wannseebahn.
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Wannseebahn
Es gibt aber bestimmte Branchen, in denen dieses Gesetz nicht gilt! Bspw. Krankenhaus, Gastronomie, usw.

Wo hast du das denn her? Das ist kompletter Unsinn. Das ArbZeitG gilt für alle, allerdings gibt es Ausnahmeregelungen für bestimmte Branchen.

Hier nachzulesen: [www.etl.de]

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1904-2017
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