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Volksentscheid zum Flughafen Tegel
geschrieben von Marienfelde 
Im offiziellen Text zum Volksentscheid über den Flughafen Tegel werden vom Berliner Senat zu niedrige Kosten angegeben. Der offizielle Text kann nicht mehr verändert werden. Dies ergibt sich aus einer Meldung des rbb (die heute auch ein Thema in der Berliner Abendschau war):
[www.rbb-online.de]

Noch einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
Um das Thema on-Topic zu biegen:

Wenn das Referendum tatsächlich zu Gunsten der Offenhaltung von TXL als Verkehrsflughafen enden sollte, müssten die Zuständigen allerdings in der Tat über dessen Schienenanbindung durch U5 oder Siemensbahn nachdenken...

Nur Bus ist keine Dauerlösung

Viele Grüße
Arnd
Um dieses fehlplatzierte Off-Topic-Thema umzubiegen müssten wir zum hundersten Male eine U-Bahnanbindung diskutieren?

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Zitat
Arnd Hellinger
Wenn das Referendum tatsächlich zu Gunsten der Offenhaltung von TXL als Verkehrsflughafen enden sollte, müssten die Zuständigen allerdings in der Tat über dessen Schienenanbindung durch U5 oder Siemensbahn nachdenken...

Da fehlen aber so einige Schritte in der Kausalkette. Ein aus Sicht der Initiatoren "erfolgreiches" Referendum hätte lediglich zur Folge, dass der Senat irgendwie verpflichtet wäre, sich für die Offenhaltung einzusetzen. Aus wirtschaftlicher Vernunft und aufgrund politischer Mehrheiten hätte es aber keine großartigen Auswirkungen, wenn der Senat dies als Minderheitsgesellschafter tun würde. Voraussichtlich würde der Senat von den anderen Anteilseignern überstimmt, hätte damit seine Grenzen aufgezeigt bekommen und kann daraus für sich beruhigt den Schluss ziehen, "alles getan zu haben", was in der Macht eines Minderheitsgesellschafters liegt.

Letztlich geht es der FDP doch nur darum, den Senat vorzuführen, um ein paar Bonuspunkte für die nächste Wahl zu sammeln.

Zu welchem Ergebnis das Referendum auch führen mag: solange nicht tatsächlich jemand die erforderlichen mehreren Milliarden für den zusätzlichen Lärmschutz, die Sanierung des bisherigen Flughafengebäudes und den absehbar defizitären Betrieb übernimmt, müssen die "Zuständigen" über gar nichts nachdenken. Wenn der Berliner Steuerzahler tatsächlich die Kosten übernehmen würde, müssten die "Zuständigen" aufgrund der dann entstehenden Haushaltsnotlage auch über nichts weiter nachdenken als über Steuererhöhungen und die Streichung freiwilliger Leistungen.
Zitat
GraphXBerlin
Um dieses fehlplatzierte Off-Topic-Thema umzubiegen müssten wir zum hundersten Male eine U-Bahnanbindung diskutieren?

Würde Tegel doch offenbleiben, wäre doch die erste logische Konsequenz die Aufrechterhaltung der jetzt dorthin fahrenden Buslinien. Bei mir ist sowieso sehr viel indirekt "On-Topic" - hier wäre sogar eine sofortige direkte Auswirkung auf den Oberflächenverkehr der BVG gegeben.
Für das, was nach einer unwahrscheinlichen Kehrtwende aller Gesellschafter und ordentlicher (erstmaliger) Planfeststellung des Flughafens Tegel möglich wäre, reicht vermutlich ein Limousinenservice vollkommen aus. Alles andere wäre wohl weder finanzierbar noch hätte es Bestand nach geltender Rechtsprechung. Im "Extremfall" wäre vielleicht mittelfristig eine Art London City Airport mit strengen Regularien denkbar, nur hat Berlin eben nicht die dafür notwendige Masse an Geschäftsreisenden für einen kostendeckenden Betrieb.

Will sagen, eine zwingende Planfeststellung behandelt den Flughafen Tegel als wäre es ein Neubau mit allen entsprechenden Folgen, wie der Einstellung des Betriebs bis zum Abschluss des Verfahrens. Bleibt letztlich alternativ nur die Aussicht auf einen Regierungsflughafen mit "General Aviation" (also Geschäftsfliegern), der eventuell als militärischer Flugplatz keine Planfeststellung benötigte. Kein Wunder also, dass die FDP in ihrem (erst abgeänderten und dann abgelehnten) Gesetzentwurf selbst von "Allgemeiner Luftfahrt" gesprochen hat.
Jetzt auch Dobrint, dann ist etwas faul an der Geschichte, die Grünen sind entsetzt:

Tagespiegel

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Dann steigt Brandenburg wohl auch noch aus dem Staatsvertrag aus und baut in Eberswalde, Cottbus und Bienenfarm Billig-Airports. In Schönefeld verbleibt dann ein unterirdischer Bahnhof unter einem nutzlosen Flughafenneubau und der Berliner freut sich, dass er ohne Bahn zum Flughafen kommt.

Berlin sollte nicht vergessen, dass Brandenburg auf den Betrieb einiger Verkehrslandeplätze verzichtet hat, um die Wirtschaftlichkeit des BER zu sichern. Das müssen die nicht, wenn Tegel offen bleibt.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Das ist gut möglich, dass das Ende von der Geschicht ein zweiter Flughafen nördlich von Berlin sein könnte. Welch ein Glück, dass ich eine Glaskugel habe. ;-)

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Jetzt auch Dobrint, dann ist etwas faul an der Geschichte, ...

Da müssen ihn seine Parteifreunde wohl mal dran erinnern, dass es eine Konkurrenz für den Münchener wird, wenn die Kapazitäten in Berlin zu groß sind.
Zitat
Lopi2000
Da müssen ihn seine Parteifreunde wohl mal dran erinnern, dass es eine Konkurrenz für den Münchener wird, wenn die Kapazitäten in Berlin zu groß sind.

Es gibt erste Stimmen, die glauben, dass er genau deshalb dafür ist: Dass ein Knoten mit 2 Flughäfen (oder gar mehr - Werneuchen bietet sich doch auch so schön an) weniger leistungsfähig ist, hat Milano bewiesen. Auch Air Berlin - egal, wie man jetzt zu der Airline stehen mag - wird nicht müde das zu betonen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Heidekraut
Jetzt auch Dobrint, dann ist etwas faul an der Geschichte, ...

Da müssen ihn seine Parteifreunde wohl mal dran erinnern, dass es eine Konkurrenz für den Münchener wird, wenn die Kapazitäten in Berlin zu groß sind.

Eben nicht. Ein vollausgebauter BER mit Altterminal und 2 Erweiterungsterminals wäre vielleicht eine Konkurrenz. Wenn Tegel offen bleibt, dann wird das mit dem weiteren Ausbau in Schönefeld nichts. Wenn man ein Drehkreuz verhindern will, dann braucht man möglichst viele Einzelflughäfen. Zwei ist da schonmal ein Anfang. Dann noch Leipzig und Dresden ausbauen und gut anbinden und schon hat sich das mit der Konkurrenz erledigt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Jetzt auch Dobrint, dann ist etwas faul an der Geschichte, die Grünen sind entsetzt:

Tagespiegel

"Faul" ist daran nur, dass es eine lange Tradition hat, dass das Bundesverkehrsministerium in Wahlkampfzeiten den Bundesländern mit einer Regierung anderer Coloeur mit genau gegenteiligen Ankündigungen, als in den Landeplanungen vorgesehen, in die Grätsche fährt.
Das betrifft gerne auch Autobahnen (in Berlin die Ankündigungen Dobrindts zur A100 zum Beispiel) ebenso wie Flughäfen oder Bahnstrecken u.s.w. Insofern nichts wirklich Neues bezüglich der ewigen Berliner Flughafendebatte.

Ingolf
"Auch die Tegel-Gegner machen jetzt mobil", meldet die heutige Berliner Morgenpost auf Seite 15. "Tegel schließen. Zukunft öffnen" lautet das Motto eines Bürgerbündnisses, an dem Abgeordnete der Koalition aus SPD, Linken und Grünen wesentlich beteiligt sind.

Die Initiative hebt "fünf Quadratkilometer, halb so groß wie der Wedding" hervor, die für die Zukunft nutzbar würden. 9.000 Wohnungen (davon die Hälfte mit Mieten von 6,50 je m²), Grünflächen so groß wie das Tempelhofer Feld, und ein Wissenschafts- und Technologiepark mit bis zu 20.000 möglichen Arbeitsplätzen werden als Vorteile genannt, ebenso das Ende des Fluglärms für 300.000 Bürger.

Hier der Link zur "MoPo": [www.morgenpost.de]

Auch die heutige Berliner Zeitung berichtet in einem langen "Einspalter" unter der Überschrift "Tegel-Gegner vernetzen sich" auf Seite 14 über die Formierung einer Gruppe für die "Nein-Parole": [www.berliner-zeitung.de]

Ein schönes Wochenende wünscht Euch
Marienfelde
Dass das Mautmännchen sich jetzt für Tegel ausspricht, muss sich die SPD das schon selbst anrechnen lassen. Es ist schliesslich ihr Flughafen, der nicht fertig wird und unzureichend dimensioniert ist. Wenn es der SPD ernst wäre mit einem grossen Flughafen für Berlin, dann würde sie die Rumwurschtelei beenden, das vermurkste BER-Terminal abreissen und durch eines ersetzen lassen, das sowohl eröffenbar als auch ausreichend dimensioniert ist. So aber bleibt alles in der Schwebe und eine Diskussion köchtelt weiter, die schon längst tot sein müsste.
Zitat
flierfy
Dass das Mautmännchen sich jetzt für Tegel ausspricht, muss sich die SPD das schon selbst anrechnen lassen. Es ist schliesslich ihr Flughafen, der nicht fertig wird und unzureichend dimensioniert ist.

Nein. Der Beschluss zum Bau des heutigen BER wurde in den 1990er Jahren von CDU und SPD gleichermaßen getroffen. Eine starke Opposition gab es gegen diese Planung seinerzeit meines Wissens nicht. Soweit sich Herr Dobrindt in Abkehr von der bisherigen Planung einen weiteren Flugbetrieb in Tegel vorstellen kann, möge er bitte auch konkrete Vorschläge unterbreiten, inwieweit der Bund dies mitfinanzieren könnte (Investitions- und natürlich auch Betriebskosten). Allerdings dürften spätestens ab 25.09.2017 die Worte des Herrn Dobrindt "so ja nicht gemeint gewesen sein".



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.2017 11:54 von Bovist66.
Seit 16 Jahren werden wir aber von der SPD re(a)giert. Erst der Partybürgermeister nun das spröde Gegenteil.

Vom Aufsichtsrat im BER ganz zu schweigen.
Zitat
micha774
Seit 16 Jahren werden wir aber von der SPD re(a)giert. Erst der Partybürgermeister nun das spröde Gegenteil.

Vom Aufsichtsrat im BER ganz zu schweigen.

Ganz dunkel kann ich mich aber erinnern, dass bis 2016 auch eine Partei namens CDU in Berlin mit regiert hat :-). Und es gibt ernst zu nehmende Hinweise, dass eine Partei dieses Namens zusammen mit einer gewissen CSU sogar heute noch auf Bundesebene regiert. Und was haben diese geheimnisvollen Parteien in den letzten Jahren genau für die Offenhaltung des Flughafens Tegel getan (als übrigens auch schon das Bevölkerungs-Wachstum in Berlin bekannt war)? Richtig: gar nichts. Warum nur ??
Zitat
Bovist66
Zitat
micha774
Seit 16 Jahren werden wir aber von der SPD re(a)giert. Erst der Partybürgermeister nun das spröde Gegenteil.

Vom Aufsichtsrat im BER ganz zu schweigen.

Ganz dunkel kann ich mich aber erinnern, dass bis 2016 auch eine Partei namens CDU in Berlin mit regiert hat :-).

Und nicht nur mitregiert. Sie stellte den Regierenden Bürgermeister zu den Zeiten, als die Beschlüsse für den Standort Schönefeld als einzigen Berliner Flughafen fielen.
Der BER soll größer werden, ist eine Überschrift auf Seite 11 der heutigen Berliner Zeitung. "Bis 2020 wird es eng, keine Frage", wird der aktuelle Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup zitiert.

"Derzeit konzentrieren sich die Planer auf den zentralen Bereich des BER, wo es einen Bahnhof für bis zu 90 Millionen Fahrgäste pro Jahr gibt. In Verlängerung des Nord- und Südpiers könnten Abfertigungsgebäude entstehen.", wird u.a. ausgeführt.

Aber: "Für das Terminal T1E, das für rund 100 Millionen Euro südlich vom Nordpier entstehen soll, fand die FBB (die Flughafengesellschaft, Marienfelde) keine Planungs- und Baufirma. Es wurde ein neuer Anlauf gestartet und das Bauprogramm abgespeckt - auch um zu verhindern, dass die Halle erst 2021 fertig wird. Die Hoffnung ist, dass die 17 000 Quadratmeter mit einer Kapazität für sechs Millionen Fluggäste pro Jahr im ersten Halbjahr 2020 fertig werden."

Hier noch der Link zur Online-Version des Artikels: [www.berliner-zeitung.de]

Noch einen schönen Sonnabend wünscht Euch
Marienfelde
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