Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
DDR-Bahnhöfe der Linie U5 kommen unter Denkmalschutz
geschrieben von Bäderbahn 
^

@def

Nein, da hast du Recht (und Recht wollen hier ja immer alle haben) ich kann und will es nicht verstehen, wie man in Material und Verarbeitung solch minderwertige Zweckbauten unter Denkmalschutz stellen kann.
Aber interessant dass du dich offenbar gleich persönlich angegriffen fühlst.

Zitat
Fühlen sich die Leute in der Friedrich-und Chausseestraße wegen der sehr schlichten und ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden U6-Stationen eigentlich ebenfalls benachteiligt? Die Bahnhöfe haben überraschenderweise sogar Aufzüge, obwohl das in Deiner Welt doch gar nicht möglich ist, weil der Denkmalschutz alles verbietet.

Wir reden jetzt von der U5. Wäre schön wenn nicht der eine Bezirk gegen den anderen ausgespielt wird.

Ich musste leider Jahre lang in Hellersdorf arbeiten und es war für mich ein Grauen wenn man mit der U5 nach Hellersdorf fuhr.
Der Charakter einer Sozialistischen Satellitenvorstadt wird hier zusammen mit allen anderen Problemen die dieser Bezirk hat künstlich und unnötig am Leben erhalten.
Für die Menschen dort finde ich das ganz furchtbar. Würde ein moderner Umbau (wie Kienberg) den Leuten doch das Gefühl geben dass sich ja doch noch was zum Positiven verändert.

Offenbar will man aus den sozialen Problemen die sich aus der Tristesse solcher Vorstädte ergeben und dazu gehört nun mal auch die Gestaltung der Bahnhöfe hier nicht lernen.
Ausreichend negative Beispiele aus den letzten Jahren gibt es genug (Paris, Brüssel, London).

Für die Menschen die entlang der Strecke leben wird sich durch die unter Denkmalschutzstellung nicht ein bisschen verbessern...im Gegenteil sie behalten weiter das Gefühl dass sich in ihrem Leben nichts nach vor bewegt.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.2017 13:01 von Stefan Metze.
Zitat
Henning


Ich meine, was bei Bahnhöfen ohne Denkmalschutz erlaubt aber mit Denkmalschutz verboten ist.

Du als Fahrgast hast nicht mehr und auch nicht weniger Rechte. Es geht nur darum, dass der Bahnhof jedes mal wieder so hergestellt werden muss, wie er auch ursprünglich ausgesehen hat, auch bei einer Sanierung.
Zitat
def
Fühlen sich die Leute in der Friedrich-und Chausseestraße wegen der sehr schlichten und ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden U6-Stationen eigentlich ebenfalls benachteiligt? Die Bahnhöfe haben überraschenderweise sogar Aufzüge, obwohl das in Deiner Welt doch gar nicht möglich ist, weil der Denkmalschutz alles verbietet.

Das ist ja das Problem beim Denkmalschutz. Was geht und was nicht, liegt in der Meinung der entscheidungsbefugten Person(en).
Beispiel Friedrichstraße, Linie C, heute U6: Bahnsteigverlängerung unter Verschmälerung bestehender Treppenanlagen - ging. Rückbau sämtlicher Nebenräume im südlichen Zwischengeschoß - ging auch, sogar ein zusätzlicher Ausgang ins Straßenland (IHZ). Ausgänge zur Straßenbahnhaltestelle - gingen nicht (kein Platz), auch nicht zum früheren Wintergartengrundstück (zu teuer, Privatgelände). Die seitlichen Ausgänge auf das Straßenland an der Nordseite mussten bleiben, obwohl sie original mitten auf die Straße führten wie bei allen Bahnhöfen der C-Linie zwischen Leopoldplatz und Hallesches Tor.
Bahnsteighalle: Verfliesung aus den 1930er Jahren in Grenander-Kennfarbe mit hinterleuchteten Stationsschildern - musste weg und kam nicht wieder. Obwohl in den Dreißigern nur ein einziger U-Bahnhof (Möckernbrücke oben) neu gebaut wurde und der Stil der 1930er nirgendwo im U-Bahnnetz vertreten ist. Nein - es mussten die schwer instand zu haltenden lackierten Putzflächen aus den 1920ern wieder dran, die aus der Finanznot nach dem verlorenen Weltkrieg resultieren und stets schmuddelig wirken. Dieselben mussten auch an alle anderen Hintergleiswände zwischen Reinickendorfer und Kochstraße wieder dran.
Beim benachbarten unterirdischen S-Bahnhof Friedrichstraße hätte der Denkmalschutz die Wiederherstellung des 1930er Stils durchsetzen können. Aber weit gefehlt, die letzten originalen Reste wurden bei zwei Grundinstandsetzungen völlig beseitigt. Heraus kam wie teilweise am Nordbahnhof und beim Anhalter ein baustilloses Gemenge. Überhaupt ist der DBAG der ganze Denkmalschutz anscheinend nebensächlich. Denkmal hin oder her - es wird munter abgerissen. Dutzende Stellwerke und andere Betriebsgebäude, viele Bahnhöfe wie Lehrter Stadtbahnhof, Ostkreuz, Südkreuz, Gesundbrunnen, Wedding, Beusselstraße, Jungfernheide, Spandau, Schönhauser Allee, Landsberger Allee, Warschauer Straße wurden in den letzten 25 Jahren einfach abgerissen. Da ist der Streit um erhabene oder nicht erhabene Buchstaben oder Sichtbeton mit oder ohne Überzug Kleinkram. Eine Stilllegung und Abriss eines historischen Bahnhofs gab es im U-Bahnbereich zuletzt 1970. Der nächste wird Französische Straße etwa 50 Jahre später sein.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.2017 17:29 von der weiße bim.
Zitat
der weiße bim
Eine Stilllegung und Abriss eines historischen Bahnhofs gab es im U-Bahnbereich zuletzt 1970. Der nächste wird Französische Straße etwa 50 Jahre später sein.

Sollte der Bahnhof nicht erhalten bleiben und eine anderweitige Nutzung erfahren?
Zitat
Stefan Metze
]

Wir reden jetzt von der U5. Wäre schön wenn nicht der eine Bezirk gegen den anderen ausgespielt wird.

Ich musste leider Jahre lang in Hellersdorf arbeiten und es war für mich ein Grauen wenn man mit der U5 nach Hellersdorf fuhr.
Der Charakter einer Sozialistischen Satellitenvorstadt wird hier zusammen mit allen anderen Problemen die dieser Bezirk hat künstlich und unnötig am Leben erhalten.
Für die Menschen dort finde ich das ganz furchtbar. Würde ein moderner Umbau (wie Kienberg) den Leuten doch das Gefühl geben dass sich ja doch noch was zum Positiven verändert.

Offenbar will man aus den sozialen Problemen die sich aus der Tristesse solcher Vorstädte ergeben und dazu gehört nun mal auch die Gestaltung der Bahnhöfe hier nicht lernen.
Ausreichend negative Beispiele aus den letzten Jahren gibt es genug (Paris, Brüssel, London).

Für die Menschen die entlang der Strecke leben wird sich durch die unter Denkmalschutzstellung nicht ein bisschen verbessern...im Gegenteil sie behalten weiter das Gefühl dass sich in ihrem Leben nichts nach vor bewegt.


Bevor du über uns Hellersdorfer urteilst solltest du dich mal lieber mit den wirklichen Hellersdorfern unterhalten.... wir fühlen uns definitiv nicht benachteiligt und so wie es hier ist, ist es gut so!
Typische Propaganda von jemanden der null Ahnung hat!
Auf jeden Fall. Zuallererst sollte man mal über den Gedanken, dass Tristesse für irgendwelche sozialen Probleme verantwortlich ist, nachdenken. Das halte ich schon immer für völligen Unsinn. Wer nur mit permanentem Reiz aktiv zu bekommen ist (egal in welchem Lebensbereich), hat ganz andere Defizite - und selbst der Gedanke, dass dies überhaupt eines ist kann schon wieder falsch sein.

Dann sprechen auch gewisse Tatsachen dagegen, dass sich in Hellersdorf nichts verändert hat. Ob die diversen gestalteten Grünanlagen entlang der U5 selbst, die schon zum Großteil erfolgte Sanierung (und Neugestaltung) der Wohngebäude, das Zentrum Hellersdorf, die bereits erwähnte umgestaltete Haltestelle U Hellersdorf der Straßenbahn, die zeitnahe Bestückung gerade der U5 mit den damals neuesten Fahrzeugen (wie auch in jüngerer Zeit mit den Flexity)...keinesfalls ist es so, dass in Hellersdorf irgendein Status quo zementiert wurde.

Dass es Probleme gibt (auch hausgemachte), steht aber außer Frage. So zum Beispiel die künstliche Verlängerung diverser Fußwege durch die Einzäunung durch alle möglichen Wohnungsbaugesell- und genossenschaften, die durch die Schaffung von Exklusivität auch die Möglichkeiten für Kinder, verschiedene Spielplätze zu nutzen, stark einschränkt. Ich glaube aber nicht, dass diese Entwicklung auf Hellersdorf beschränkt ist.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
def
Zitat
B-V 3313
Zitat
Henning
Auf diesen Abschnitt sind keine Strecken und Bahnhöfe aus den 50er Jahren.

Oh doch! Baubeginn für den Abschnitt Grenzallee - Britz-Süd war am 2.11.59. Nur weil die Eröffnung erst 1963 war, stammt die Planung trotzdem aus den 50ern!

Ganz genau war ich dennoch nicht. Ich sprach ja vom Abschnitt Spandau - Hermannplatz. :)

Genau. Es war dieser Abschnitt gemeint. Somit habe ich mit meiner Aussage Recht.
Zitat
jan1144
Bevor du über uns Hellersdorfer urteilst solltest du dich mal lieber mit den wirklichen Hellersdorfern unterhalten.... wir fühlen uns definitiv nicht benachteiligt und so wie es hier ist, ist es gut so!
Typische Propaganda von jemanden der null Ahnung hat!

Dann kannst du gerne noch eine Meinung von jemandem lesen, der viele, viele Jahre in den Plattenbaugebieten Berlins (Marzahn, Hohenschönhausen & Hellersdorf) gelebt hat:

Ich bin froh, dass ich dort nicht mehr wohne! Dein wir finden, dass hier alles gut so ist, wie es ist, kannst du dir daher sparen.
Ich freue mich über jedes Entwicklungsprojekt wie jüngst zum Beispiel die IGA, das ein wenig mehr Moderne in die alten "Arbeiterschließfächer-Bezirke" bringt.
Den Denkmalschutz der Bahnhöfe kann ich in seiner Argumentation verstehen. Aber dass nun alle Bahnhöfe ihr Aussehen, ihre einem zum vor Langeweile sterbende simple Aufmachung bis in die Ewigkeit behalten sollen, weckt in mir alles andere als positive Gefühle. Ein, zwei Bahnhöfe vom gleichen Schlag hätten es doch auch getan. S-Bahnhöfe der S7 und S75 sehen obendrein doch genauso aus. ...Die ganze immergleichen Betonaufmachungen, die Treppen, die Rampen, die Bodenplatten, diese Tristesse im direkten Umkreis, weil für eine angemessene Ästethik einfach kein Geld da war... Weg damit oder modernisieren! Man muss nicht jeden Müll behalten. Ein paar Erinnerungstücke reichen. Alles andere entspricht eher dem Verhalten eines Messis.
Zitat
Trittbrettfahrer
Zitat
jan1144
Bevor du über uns Hellersdorfer urteilst solltest du dich mal lieber mit den wirklichen Hellersdorfern unterhalten.... wir fühlen uns definitiv nicht benachteiligt und so wie es hier ist, ist es gut so!
Typische Propaganda von jemanden der null Ahnung hat!

Dann kannst du gerne noch eine Meinung von jemandem lesen, der viele, viele Jahre in den Plattenbaugebieten Berlins (Marzahn, Hohenschönhausen & Hellersdorf) gelebt hat:

Ich bin froh, dass ich dort nicht mehr wohne! Dein wir finden, dass hier alles gut so ist, wie es ist, kannst du dir daher sparen.
Ich freue mich über jedes Entwicklungsprojekt wie jüngst zum Beispiel die IGA, das ein wenig mehr Moderne in die alten "Arbeiterschließfächer-Bezirke" bringt.

Das ist schön für Dich, aber du bist ja jetzt bekanntlich weggezogen. Ich fühle mich in Hellersdorf überall wohler als im Rest von Berlin und könnte mir nie
vorstellen von hier wegzuziehen. Ich habe günstig gelegenen Verkehrsanbindungen, moderne Wohnungen, viel Grün und es ist ruhig. Die IGA kam für die meisten Hellersdorfer sowieso unfreiwillig.
Gemäß der Berline Denkmalliste stehen folgende U-Bahnhöfe unter Denkmalschutz

[www.stadtentwicklung.berlin.de]

(Sortierung so, wie in der Liste)

09040500 Fern-, S- und U-Bahnhof Zoologischer Garten
09040456 Gleisdreieck, Hallesches Tor, Kottbusser Tor, Warschauer Straße
09011323 Alexanderplatz, Jannowitzbrücke
09096088 U-Bahnhof Augsburger Straße
09096096 U-Bahnhof Deutsche Oper
09096184 U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz
09011632 U-Bahnhof Fehrbelliner Platz
09011633 U-Bahnhof Heidelberger Platz
09011635 U-Bahnhof Hohenzollernplatz
09096219 U-Bahnhof Kaiserdamm
09096281 U-Bahnhof Kurfürstendamm
09096377 U-Bahnhof Neu-Westend
09096404 U-Bahnhof Olympiastadion
09096385 U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz, südöstl. Zugang,
09011637 U-Bahnhof Rüdesheimer Platz
09096124 U-Bahnhof Ruhleben
09096220 U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz
09011520 U-Bahnhof Spichernstraße (nur Linie U1)
09096468 U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz,
09096282 U-Bahnhof Uhlandstraße
09085012 U-Bahnhof Strausberger Platz, nordwestliches Eingangsportal, 1930 von Alfred Grenander; südwestlicher Eingang (im Mietshaus Karl-Marx-Allee 57) und südöstlicher Eingang, 1952
09031018 U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof
09097808 Dresdener Straße, U-Bahnhof
09031096 U-Bahnhof Gleisdreieck (Hochbahnhof) und Umformerwerk
09031090 U-Bahnhof Hallesches Tor (Hoch- und Untergrundbahnhof)
09031103 U-Bahnhof Kottbusser Tor (Hoch- und Untergrundbahnhof)
09095053 U-Bahnhof Warschauer Straße (Hochbahnhof)
09031019 U-Bahnhof Görlitzer Bahnhof (Hochbahnhof)
09010220 U-Bahnhof Kochstraße
09031162 U-Bahnhof Möckernbrücke (Hochbahnhof)
09031210 U-Bahnhof Moritzplatz
09055089 U-Bahnhof Platz der Luftbrücke
09031149 U-Bahnhof Prinzenstraße
09085405 U-Bahnhof Samariterstraße
09031242 U-Bahnhof Schlesisches Tor
09090508 U-Bahnhof Schönleinstraße
09050387 Hansaplatz nördlicher Eingang des U-Bahnhofs, U-Bahnhof Hansaplatz
09011324 S- und U-Bahnhof Alexanderplatz
09080415 S- und U-Bahnhof Friedrichstraße
09030345 U-Bahnhof Gesundbrunnen
09060113 U-Bahnhof Pankstraße
09011326 S- und U-Bahnhof Jannowitzbrücke
09011286 U-Bahnhof Bernauer Straße
09035322 U-Bahnhof Französische Straße
09030007 U-Bahnhof Hausvogteiplatz
09035374 U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
09011283 U-Bahnhof Klosterstraße
09035425 U-Bahnhof Märkisches Museum
09095934 U-Bahnhof Mohrenstraße
09011090 U-Bahnhof Naturkundemuseum
09055020 U-Bahnhof Oranienburger Tor
09095936 U-Bahnhof Potsdamer Platz
09080044 U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz
09080134 U-Bahnhof Rosenthaler Platz
09011089 U-Bahnhof Schwartzkopffstraße
09095935 U-Bahnhof Stadtmitte
09030362 U-Bahnhof Voltastraße
09080170 U-Bahnhof Weinmeisterstraße
09090444 S- und U-Bahnhof Neukölln mit Brücke
09090436 U-Bahnhof Hermannplatz
09090476 U-Bahnhof Boddinstraße
09060071 U-Bahnhof Grenzallee
09090489 U-Bahnhof Karl-Marx-Straße
09090477 U-Bahnhof Leinestraße
09050110 Senefelderplatz, Platzanlage, Denkmal, U-Bahnhof
09040274 U-Bahnhof Eberswalder Straße
09040276 U-Bahnhof Schönhauser Allee
09055134 U-Bahnhof Senefelderplatz
09011834 U-Bahnhof Borsigwerke
09012055 U-Bahnhof Holzhauser Straße
09012223 U-Bahnhof Otisstraße
09012351 U-Bahnhof Scharnweberstraße
09011835 U-Bahnhof Tegel
09075603 U-Bahnhof Onkel Toms Hütte
09097832 U-Bahnhof Schloßstraße
09075623 U-Bahnhof Krumme Lanke
09075311 U-Bahnhof Breitenbachplatz
09075363 U-Bahnhof Dahlem-Dorf
09075892 U-Bahnhof Onkel Toms Hütte
09075320 U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim
09075408 U-Bahnhof Podbielskiallee
09075315 U-Bahnhof Thielplatz
09097830 S- und U-Bahnhof Tempelhof
09066387 U-Bahnhof Bayerischer Platz
09066412 U-Bahnhof Bülowstraße
09066559 U-Bahnhof Innsbrucker Platz
09066640 U-Bahnhof Nollendorfplatz
09055089 U-Bahnhof Platz der Luftbrücke
09066561 U-Bahnhof Rathaus Schöneberg
09066746 U-Bahnhof Wittenbergplatz
09066709 U-Bahnhof Viktoria-Luise-Platz

Bäderbahn
Zitat
Trittbrettfahrer
Weg damit oder modernisieren! Man muss nicht jeden Müll behalten. Ein paar Erinnerungstücke reichen. Alles andere entspricht eher dem Verhalten eines Messis.

Zu diesem Ergebnis kann man ja immer noch kommen wenn es sich um ein Denkmal handelt. Baumaßnahmen müssen zwar von der Denkmalbehörde genehmigt werden, aber die Genehmigung kann ggf. auch als Paket ausgehandelt werden, bei dem ein oder zwei Bahnhöfe aufwändig und denkmalgerecht saniert werden und der Rest zum Ausgleich als Denkmal aufgegeben und neu gestaltet wird. Damit könnte dem Denkmalschutz eher Rechnung getragen werden als mit einem einfachen Erhalt aller Bahnhöfe.

Meiner Meinung nach bleibt zum jetzigen Zeitpunkt kaum etwas anderes übrig als alle Bähnhofe dieses Bautyps gleichberechtigt zu behandeln. Würde man zwei unter Schutz stellen und drei nicht, wäre dies schwierig zu begründen und könnte rechtlich angreifbar werden.

Zitat
Bäderbahn
Gemäß der Berliner Denkmalliste stehen folgende U-Bahnhöfe unter Denkmalschutz...

In der Liste fehlen die Spandauer Bahnhöfe der U7, aber diese wurden auch erst wenige Tage nach Stichtag der Liste unter Schutz gestellt und dürften somit bei der nächsten Veröffentlichung dabei sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2017 00:09 von Lopi2000.
Zitat
Philipp Borchert
die künstliche Verlängerung diverser Fußwege durch die Einzäunung durch alle möglichen Wohnungsbaugesell- und genossenschaften, [...] Ich glaube aber nicht, dass diese Entwicklung auf Hellersdorf beschränkt ist.

Dieses Phänomen greift neuerdings auch in unserem schönen Köpenick um sich. Jüngst wurden die Häuser rund um die Haltestelle Anemonenstraße eingezäunt. Wer sie erreichen will muß nun entweder eine Station vor oder zurücklaufen bzw. fahren um den Zaun zu überwinden.
Zitat
Trittbrettfahrer
Zitat
jan1144
Bevor du über uns Hellersdorfer urteilst solltest du dich mal lieber mit den wirklichen Hellersdorfern unterhalten.... wir fühlen uns definitiv nicht benachteiligt und so wie es hier ist, ist es gut so!
Typische Propaganda von jemanden der null Ahnung hat!

Dann kannst du gerne noch eine Meinung von jemandem lesen, der viele, viele Jahre in den Plattenbaugebieten Berlins (Marzahn, Hohenschönhausen & Hellersdorf) gelebt hat:

Ich bin froh, dass ich dort nicht mehr wohne! Dein wir finden, dass hier alles gut so ist, wie es ist, kannst du dir daher sparen.
Ich freue mich über jedes Entwicklungsprojekt wie jüngst zum Beispiel die IGA, das ein wenig mehr Moderne in die alten "Arbeiterschließfächer-Bezirke" bringt.
Den Denkmalschutz der Bahnhöfe kann ich in seiner Argumentation verstehen. Aber dass nun alle Bahnhöfe ihr Aussehen, ihre einem zum vor Langeweile sterbende simple Aufmachung bis in die Ewigkeit behalten sollen, weckt in mir alles andere als positive Gefühle. Ein, zwei Bahnhöfe vom gleichen Schlag hätten es doch auch getan. S-Bahnhöfe der S7 und S75 sehen obendrein doch genauso aus. ...Die ganze immergleichen Betonaufmachungen, die Treppen, die Rampen, die Bodenplatten, diese Tristesse im direkten Umkreis, weil für eine angemessene Ästethik einfach kein Geld da war... Weg damit oder modernisieren! Man muss nicht jeden Müll behalten. Ein paar Erinnerungstücke reichen. Alles andere entspricht eher dem Verhalten eines Messis.

Wie so überall: Ausnahmen bestätigen die Regel! Schön das du weg bist.....
Ich kann Trittbrettfahrers Argumentation durchaus nachvollziehen da ich eine zeitlang auch privat nach Hellersdorf mußte und diese Gegend gerne meide,dies aber nicht nur wg.der Architektur.

Den Jubel über den Einzug der "Moderne" indes begegne ich mit Argwohn denn wir wissen ja wie gerne Vermieter dies ausnutzen um Mieten anzupassen.
Zitat
Stefan Metze
Somit weiss jeder Anwohner Hellersdorfs, besonders die finanziell nicht so gut situierten, wo sie hingehören...ins Hartz4 Loser Ghetto im Osten. Toll, sehr motivierend.

Somit weiß vor allem jeder, wie einfach es ist, Gegenden, die man nicht mag, mit aus der Luft gegriffenen Vorurteilen zu dissen. Tatsächlich liegen die Zahlen der Arbeitslosen und der Hartz-IV Empfänger in Marzahn und Hellersdorf unter den Berliner Durchschnittswerten. Etwa in der Größenordnung von Charlottenburg-Wilmersdorf (siehe z.B. -> Stand 31.12.2015).

Gruß
Micha

Zitat
Micha
Tatsächlich liegen die Zahlen der Arbeitslosen und der Hartz-IV Empfänger in Marzahn und Hellersdorf unter den Berliner Durchschnittswerten. Etwa in der Größenordnung von Charlottenburg-Wilmersdorf (siehe z.B. -> Stand 31.12.2015).

Gruß
Micha

Das liegt vor allem an den Siedlungsgebieten Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf die den Marzahn-Helersdorfer Gesamtdurchschnitt positiv aussehen lassen. Hier gibt es teilweise eine Arbeitslosenquote 0,4% und auch die Empfänger von Transferleistungen dürften sich hier eher arg in Grenzen halten. Die Zahlen aus den einzelnen Wahlkreisen besonders im Norden von Hellersdorf sprechen eine ganz andere Sprache.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan
(...) Die Zahlen aus den einzelnen Wahlkreisen besonders im Norden von Hellersdorf sprechen eine ganz andere Sprache.

Und DAS ist dein Problem? Meine Güte, bleib' bloß am Ostkreuz.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
Stefan Metze
Das liegt vor allem an den Siedlungsgebieten Mahlsdorf, Kaulsdorf und Biesdorf die den Marzahn-Helersdorfer Gesamtdurchschnitt positiv aussehen lassen.

Die Bevölkerung der von Dir genannten Ortsteile stellt zusammen nur etwa ein Viertel der Bevölkerung des gesamten Bezirkes. Selbst wenn hier das Paradies einer von Dir vermuteten utopische Arbeitslosenquote vom annähernd 0% ausgebrochen sein sollte, hätte das für die Arbeitslosenquote der restlichen drei Viertel des Bezirkes, also für die von Dir "Hartz4 Loser Ghetto" beschimpfte Ortsteile, nur eine Auswirkung von etwa 3%. Deren Arbeitslosenquote läge dann etwa im Bereich der Bezirke Mitte oder Friedrichshain (die Zahlen beziehen sich, wie im ersten Beitrag verlinkt, auf 2015. Derzeit sind die Zahlen wohl niedriger. Habe nur keinen so schönen aktuellen Überblick gefunden. Auf noch älteren Daten beruhend, aber das ganze genauer beleuchtet, findet man hier),

Mir ist schon klar, dass das jetzt Offtopic ist. Aber ich kann eine derartige Verunglimpfung von Marzahn-Hellersdorf nicht einfach so stehen lassen. Nicht nur, weil sie ja ganz offensichtlich an den Tatsachen vorbei geht, sondern auch weil damit die Bewohner des Bezirkes pauschal beleidigt werden. Das wäre nicht einmal für die Bezieher von ALG II zu rechtfertigen (die es natürlich in Marzahn-Hellersdorf gibt). Ein ganzer Teil von ihnen arbeitet ja, ein Großteil davon sogar Vollzeit. Aber wir leben leider in einem Land, wo viele für ihre gute Arbeit so wenig Geld bekommen, dass sie nicht davon leben können. In Wirklichkeit werden durch Hartz IV nicht sie vom Staat subventioniert, sondern der Profit von Unternehmen.

Gruß
Micha

@Micha

so ist es !

Ich wünsche es keinem in Hartz 4 zu landen mit wenig Geld und Schikanen des Jobcenters.

Zurück zum Thema,

Man könnte vielleicht eine Station erhalten, aber man sollte nicht jede Bausünde zum Denkmal erklären wie zum Beispiel Schloßstraße, was schon seit Eröffnung wie ein Luftschutzbunker mit angeklebten Plaste-Teilen wirkte. Dort würde ich als erstes die Wände neu gestalten und die Baugerüst-mäßigen Teile für Licht usw. umweltgerecht entsorgen.....

Viele Grüße aus der Wollankstraße



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2017 22:40 von Wollankstraße.
Sorry, aber was ist am U-Schloßstr. eine Bausünde? Darf ich fragen wann Du geboren bist? Die Architektur bzw. die Gestaltung ist nunmal genau der Zeitgeist gewesen. Zu dieser Zeit hat man sich Orange-braune Tapeten an die Wand gemacht und hatte neben Schlaghosen und Spitzkragenhemden futuristische orange Glaslampen im Zimmer.
Die 1970er sind vielleicht irgendwie hässlich aber genau deswegen heutzutage Kult. In 50 Jahren trauern die nachkommenden Nahverkehrs-Interessierten, dass es keine Zeugnisse mehr dieser Epoche gibt.
Ich muß schon tatenlos zusehen wie die S-Bahn GmbH die Zeugnissse der alten S-Bahn-Architektur zerstört um DB-Einheitsbeton und Glas zu verbauen. Letzteres ist nämlich auch in hundert Jahren nicht interesssant.

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen