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StadtRegionalBahn Kiel
geschrieben von KVG Kiel 
IceWulf schrieb:
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> Wenn
> ich richtig informiert bin ist 2008 das letzte
> Gleisstück der Straßenbahn entfernt worden.

Hallo IceWulf,

das stimmt nicht ganz. Gleisreste gibt es noch bei der ehemaligen Wendeschleife Belvedere. Das Bild ist zwar aus dem Jahr 2007, aber die Gleisstück ist immer noch vorhanden.



Gruss aus Kiel vom

D-Zug-Schaffner



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.2009 06:47 von d-zug-schaffner.
In Meimersdorf wird auch die SRB nicht halten...
Außerdem wird doch schon ein neuer Halt in Elmschenhagen gebaut!
Moin!

So ganz verstehe ich mit Verlaub die Hitzigkeit der Debatte an dieser Stelle nicht, zumindest nicht, wenn es um die Frage geht, was besser wäre, die reine Umsetzung des vorliegenden SRB-Konzeptes, ein S-Bahn-ähnliches Regionalbahn-Netz mit fahrgastfreundlich gestalteten Übergangsmöglichkeiten zu einem Straßenbahn-Netz, oder ein Konzept irgendwo dazwischen.

Ich verstehe die Debatte nur, wenn es um die Frage geht, ob Kiel in der Städte-Liga mitspielen sollte, in die es gehört (wozu ein zeitgemäßes Schienen-Personen-Nahverkehrs-Netz gehören würde), oder ob Kiel weiterhin ein entfernter Vorort von Hamburg mit stetiger Abwanderung der besten Köpfe und kontinuierlichem wirtschaftlichem Niedergang sein soll. Bei Letzterem würde ein assiges Busnetz in der Tat reichen. Nur wozu dann die durchaus erfolgreichen Anstrengungen in Kiel der letzten Jahre??? So manch negative Entwicklung ist doch gestoppt oder gar ins Gegenteil verkehrt worden. Kiel hat sich mittlerweile zu einem regelrechten Geheimtipp gemausert, dessen Achillesverse jedoch der provinzielle (weil extrem Bus-dominierte) ÖPNV ist.

Bestünde Einigkeit darin, dass Kiel ein zeitgemäßes Schienen-Personen-Nahverkehrs-Netz benötige, hieße dies, dass der Dissens lediglich in der Frage nach dem konkreten Konzept läge. In diesem Falle müsste es doch eigentlich eine weitgehende Übereinstimmung darin geben, was zunächst gebaut werden sollte:

1.) Neue Bahn-Haltepunkte wie z.B. Elmschenhagen sowie notwendige Baumaßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Bahn-Strecken (flexibel nutzbar durch ein S-Bahn-ähnliches Regionalbahn-Netz oder durch die SRB). Gegebenenfalls erforderliche Baumaßnahmen an der Kiel-Schönberger Eisenbahn rechne ich zu diesem Punkt hinzu.

2.) Die Straßenbahn-Stammstrecke Wik-Hauptbahnhof-Neumühlen, anschließend den Abzweig zur Uni, der im weiteren Richtung Suchsdorf verlängert wird (flexibel nutzbar durch eine Nur-Straßenbahn oder durch die SRB).

Erst in Suchsdorf selbst stellt sich die Frage nach dem Bau einer Einfädelung ins Eisenbahn-Netz für die SRB oder einem fahrgastfreundlichen Übergang zwischen Regio-S-Bahn und Nur-Straßenbahn. Wenn ich es richtig im Kopf habe, so gibt es ohnehin noch verschiedene Planungsoptionen für die Streckenführung in Suchsdorf selbst. Für die Netz-Erweiterung Richtung Mettenhof gilt dies erst recht.

Will man nicht an den existierenden Fahrgästen, den noch zu gewinnenden Fahrgästen sowie den betroffenen Anwohnern und Gewerbetreibenden vorbei planen und bauen, so sind ohnehin noch für unzählige Fragen Lösungen zu erarbeiten. Wollte man dies vor Baubeginn für das Gesamtnetz erledigen, so gingen bis Baubeginn weitere zehn Jahre ins Land.

Daher ist mein Vorschlag, sich zunächst auf die kunden- und bürgernahe Planung der oben genannten zwei Punkte zu konzentrieren. (Die Frage der Finanzierung gehört selbstverständlich stets dazu.) Da gibt es anscheinend noch verdammt viel zu tun. Sind da alle wesentlichen Fragen im Konsens geklärt, so kann los gebaut werden kann.

Der Bau der Straßenbahn-Stammstrecke wird dann seine Zeit brauchen. Währenddessen klärt man die Systemfrage sowie die konkrete Streckenführung in Suchsdorf. Und so weiter und so fort, immer schön eins after dem anderen, wobei man natürlich stets Weitblick walten lassen muss.

Eventuelle PPP-Investoren sowie zukünftige Betreiber müssen natürlich in diesen Prozess mit einbezogen werden, was konkrete Vertragsgestaltungen nicht einfach macht. Aber das ist lösbar. Anders als in der Parteipolitik ist man in modern und erfolgreich arbeitenden Unternehmen derartige Entscheidungsprozesse gewöhnt.

Sollte sich trotz all dem eines Tages herausstellen, dass die Systemfrage unvorteilhaft entschieden worden sei, so wäre dies auch kein völlig irreparables Fehlplanungs-Desaster, wie es beispielsweise seit Jahrzehnten in Hamburg kontinuierlich wiederholt wird, gipfelnd im Bau der Schwachsinns-U4. Oder wie z.B. das in Kiel wie Hamburg hinreichend bekannte Fehlplanungs-Desaster des Rausreißens der Straßenbahn.

Der Wechsel vom einen zum anderen System würde nur sehr begrenzten Umbauaufwand erfordern. Er würde nur einen sehr kleinen Bruchteil dessen kosten, was beispielsweise der fragwürdige Umbau in Hamburg- Berliner Tor kostet. Und ein teilweise erforderlicher Tausch im Wagenpark wäre bei universell einsetzbaren Fahrzeugen kostengünstig möglich. Auch ließen sich bestehende Verkehrsverträge im gegenseitigen Einvernehmen ändern.

Die umfassende Flexibilität ist doch gerade der Wesenskern des SRB-Konzeptes!


P.S.: Um Missverständnissen vorzubeugen:
Mit der Bezeichnung "Systemfrage" meine ich weder die Frage nach einem Stromzuführungssystem, noch die Frage nach Kapitalismus, Sozialismus oder Nerdismus.
Ich meine damit die Frage der Entscheidung für ein konkretes Schnellbahnsystem, die Entscheidung zwischen der reinen Umsetzung des vorliegenden SRB-Konzeptes, einem S-Bahn-ähnlichem Regionalbahn-Netz mit fahrgastfreundlich gestalteten Übergangsmöglichkeiten zu einem Straßenbahn-Netz, oder einem Konzept irgendwo dazwischen.
Eigentlich klar, aber man weiß ja nie.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.03.2009 13:52 von Lulatsch.
Ich denke auch das die RSB durch aus eine gute Erweiterung sein könnte. Aber ich denke die Betriebe, die Stadt Kiel so wie die angrenzenden Gemeinden sollte erst mal Prüfen was mit den vorhandenen Mitteln möglich ist. Der VRK so wie der SH-Tarif ist zu verwirrend. Das Grundproblem liegt ja schon in der Kommunikation zwischen den Betrieben und dem Träger. Ich denke ein wichtiger Schritt für eine Verbesserung im Stadtverkehr und für das Umland ist schon das die KVG wieder Kommunal ist und hier keine Konkurrenz zur AK, VKP und NOB darstellt. Ich bin als Busfahrer der KVG überzeigt wenn alle drei Busbetriebe so wie die DB u. NOB sich zusammensetzen würden und wirklich im Sinne des ÖPNVs handeln würden, könnte man bereits jetzt eine wesentliche Verbesserung herbeiführen. Der Strandlaufer ist schon ein sehr guter Wegweiser gewesen das die Kunden auf ähnliche Verbesserungen warten. Was ich auch öfter beobachte ist das z.B. die 4630 von Rendsburg nach Kiel immer mehr ab Russe als Schnellbus in die Stadt genutzt wird und mich als 61/62 entlastet. Wobei da gut zu beobachten ist, dass dort lediglich in den AK Bus Leute mit einem Ticket einsteigen und die Schwarzfahrer bei mir einsteigen. Dies ist mir aufgefallen weil ich mich immer darüber wunderte das nicht alle bei der 4630 einstigen und ich darauf hin anfing die Fahrkarten zu kontrollieren. 80% mussten nachlösen und fuhren mindestens bis HBF. Ich weiß auch nicht wie das Verhältnis der Bevölkerung in 10 oder 20 Jahren sein wird. Wie die Fahrgastzahlen bei der Geburtenrate dann ausschauen.
@ Lulatsch

Es stimmt, man muß in Kiel die Leute zum ÖPNV bewegen, die ihn derzeit nicht nutzen und für die derzeitigen Nutzer ihn logischerweise verbessern.
Ich habe 20 Jahre auch in Hamburg und 10 Jahre in Mannheim gewohnt und weiss, was ein gutes Schienen-Personen-Nahverkehrskonzept ausmacht.

Derzeit sieht mein persönliches Verkehrsverhalten in Kiel in etwa so aus :
(Auto/Bahn/Bus/Fußweg) : 80% / 10% (nur nach HH / DB) / 2 % / 8 %
Hamburg war in etwa : 20 %/ 65 % S&U-Bahn / 5 % / 10 %
Mannheim war in etwa : 20 % / 30 % (DB) / 40 % Strab / >1 % Bus / Rest Fußweg

Allein wenn ich hier in Kiel nur den Weg berechne von Bf. Elmschenhagen nach BF. Russee, wo in der Nähe mein Autohändler ist. Mit dem Wagen brauche ich knapp 15 Minuten über die Stadtautobahn, mit der KVG 1 Stunde. Wenn jetzt der Bahnhof hier in Elmschenhagen wieder eröffnet wird, dann ist der Weg per Bahn auch in knapp 20 Minuten zu schaffen, auch wenn ich am HBF umsteigen muss. Schon bei diesem kleinen Beispiel zeigt sich für mich der Vorteil eines Schienen-Personenverkehrs in Kiel, wenn es auch nur der Anfang ist. Die DB braucht zum Hbf 6 Minuten, die KVG min. 20 Minuten.

Und die SRB darf auch nicht am Kanal oder der Schwentine enden, da dann der Zeitvorteil einer Bahn auf meist eigenen Gleiskörper wieder weg ist, wenn man dann weitere Wege wieder mit dem Bus fahren muß.
In Mannheim fährt die Strassenbahn auf fast 85 % auf eigenen Gleiskörper und der Bus spielt im ÖPNV in der Stadt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Aber die Stadt hat die Bahn ja auch seit den 90er kontinuierlich ausgebaut und das zahlt sich eben aus.
Und bei allen Unkenrufen wird es sich in Kiel auch auszahlen. Neue Bahnen sind überall auf der Welt ein Erfolgsrezept mit Fahrgastzuwächsen oft über 50 %.
Zu enge Straßen bereiten Große Probleme...
Welche Strassen sind denn bei dir zu eng???
Jütlandring, Skandinaviendamm (Nördlich), Kieler Straße (KRO), Rathausstraße, Kieler Straße (KI), Pillauer Straße,...
Deswegen wird dort nie eine Kiste fahren können... außer natürlic wenn man die Straße verbreitet...
KVG Kiel schrieb:
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> Jütlandring, Skandinaviendamm (Nördlich), Kieler
> Straße (KRO), Rathausstraße, Kieler Straße (KI),
> Pillauer Straße,...

Durch die Rathhausstrasse fuhr schon die Strassenbahn, Skandinaviendamm hat Platz zur Erweiterung und durch die anderen Strassen ist keine RSB geplant.
Was eben dumm ist. Lohnt es sich, die 11 1 Station fahren zu lassen?
Hermannstraße - Pillauer Straße
Pillauer Straße - Nachtigallstraße
(Leerfahrt) Nachtigallstraße-Hermannstraße

Ja doch...sehr clever!
@Befürworter der SRB

Da könnt Ihr schreiben bis Ihr schwarz werdet, KVG Kiel wir IMMER einen Einwand haben.
Wenn man etwas partout nicht haben will nützt die beste Argumentation nichts. (Damit keine Missverständnisse aufkommen: Nix gegen eine Diskussion pro/contra neuer Ideen, aber gegen eine persönliche Aversion ist nichts zu machen.)

@KVG Kiel
Die Verkehrssysteme von Städten der Größenordung Kiel (plus Umland) werden sich weiter entwickeln müssen, da sollte man auch mal einen weiteren Blick in die Zukunft wagen. Der Bus ist ist ein TEIL des Systems. Die SRB auch.
Ich würde nichts dagegen haben, wenn die Bahn GENAUSO wie der Bus fährt. Laut den Netzplänen wird sie es aber nicht...
Vorallem: Wozu will man ein so hohes Prokekt auf die Füße stellen, wenn man es nicht einmal schafft, bereits heute die Busse den Anforderungen anzupassen?
Die Bahn verkehrt auf den Strecken mit dem meisten Fahrgastaufkommen, die Busse übernehmen Zubringerfunktion und tragen nicht wie heute in Kiel die Hauptlast der Strecken mehr. Ergo wird die Bahn auch nicht überall dort fahren, wo heute Busse fahren, sondern nur auf den Hauptlinien. Und an den Schnellbahnhaltestellen in den Stadtteilen wird es ein Übergang zu den Ortsbussen geben, die auch nicht nur 1 Station fahren werden. Und es wird auch ein bahnsteiggleiches Umsteigen zum Bus geben. Gibt auch in Deutschland dazu genug Beispiele. Da wird das ganze Liniengeflecht schon auf die Stadtbahn ausgerichtet werden. Und du wirst daran auch nichts ändern......



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2009 15:25 von Volker-Kiel.
In was für einem Dorf lebst du!?
Wenn du irgendwo in Klausdorf, wo nur die 1 fährt, wohnst, dann verstehe ich auch, warum du das geschrieben hasst.
Allerdings gibt es größere Stadtteile mit mehr Fahrgastaufkommen. Und 3 Kinderwagen sind für Mettenhof ein minimum!
Ich freu mich schon auf den Sommer und auf das Chaos...

Außerdem kann man andere Städte nun wirklich nicht mit anderen vergleichen.
Sinnvoll wäre schon, neue und zusätzliche Haltepunkte für die RegioBahn einzuplanen.
Die Innenstadt (Vorallem Wik-D´dorf) jedoch eignet sich eher für Straßenbahnen, dessen Spurweite einwenig kleiner ist...Dann passt´s auch in der Rathausstraße!
Man sollte sich mal informieren, bevor man hier irgendwas schreibt. Wieso sind denn bei Strassenbahnen die Spurweiten nun wieder immer kleiner??
Strassenbahnen mit Normalspur gibt es hier im Norden in Bremen, Hannover, Schwerin, Rostock,Berlin..Auch Hamburg hatte Normalspur,das nur nebenbei..

Nur ein bisschen zur Info: Es gibt in Deutschland Strassenbahnen, die sind 2,50m breit und die fahren auf 1000 mm Spur und andersrum auch Bahnen, die sind nur 2,20 breit und fahren auf Normalspur.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.04.2009 15:26 von Volker-Kiel.
Sicher bin ich mit einer Straßenbahn gefahren. Aber bestimmt nicht in Deutschland.
und die Straßenbahn dort, fährt auf sehr minimalen Schienen (Im Wagen innerem ist eine Bestuhlung von 1+1...).
Disneyland Resort Paris?
Kann man zur Abwechslung mal nicht mehr über die Tram auf Mallorca und die exotischen Abneigungen eines Einzelnen diskutieren, sondern über ernsthafte Dinge? Die Ernennung eines Gegners der RSB zum Wirtschaftsminister verheisst jedenfalls nichts Gutes.

Uli
Da muß ich dem Glinder unbedingt recht geben. Wir sollten zur sachlichen Diskussion des Themas zurückkehren.
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