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Bundesverkehrswegeplan 2030
geschrieben von HansL 
Und da steht zum Güterzugtunnel unter Projekt 2-010-V04:

Umfasst zusätzlich zu 2-010-V02 (siehe VB) 2-gleisige NBS Nürnberg-Kleinreuth – Eltersdorf (Güterzugtunnel
Fürth), Vmax 120 km/h, Länge 7,5 km; kann bei positiver Bewertung 2-010-V02 ergänzen

Der Tunnel ist nur ein "Vorhaben des potentiellen Bedarfs, die in den Vordringlichen Bedarf oder weiteren Bedarf aufsteigen können".

Das wird also erst mal nichts, wenn das so bleibt.

Was geschieht dann mit den Überwurfbauwerken bei Eltersdorf? Die geben doch dann gar keinen Sinn mehr! Das werden dann wohl richtig schöne "so da"-Brücken.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.01.2018 18:10 von HansL.
Wenig überraschend: ABS Nürnberg - Ebensfeld mit Ausnahme Güterzugtunnel und Bamberg:

9 L09
ABS/NBS Nürnberg – Erfurt
Bezugsfall: NBS Erfurt – Ebensfeld u. Teile der ABS Nürnberg – Ebensfeld:Nürnberg – Fürth – Erlangen – Forchheim, Breitengüßbach – Ebensfeld,
Vorsorgemaßnahmen für Güterzugtunnel Fürth, ESTW u. Bf-Umbauten Strullendorf u. Eggolsheim);
nicht Bezugsfall: 3. u. 4. Gleis Breitengüßbach – Bamberg – Forcheim sowie
Güterzugtunnel Fürth (siehe Pr-Nr. 2-010-V02)

Der Rest ist ja schon weitgehend im Bau.

Weitgehend fertig soll folgender Ausbau sein:

13 L13
ABS Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg – Leipzig / Dresden

Dumme Fraqe: Was wurde denn da im Einzelnen gemacht?
Anscheinend hat man sich jetzt für eine Umfahrung Bambergs entschieden:

8 2-010-V02 ABS/NBS Nürnberg – Erfurt (VDE 8.1)
3. u. 4. Gleis Forchheim – Strullendorf, Vmax 230 km/h,
neuer Überholungsbahnhof Eggolsheim Süd;
2-gleisige NBS Strullendorf – Breitengüßbach entlang der A 73 (Ostumfahrung Bamberg), Vmax 230 km/h;
Blockverdichtung Fürth – Eltersdorf

Das heißt wohl, dass im Fürther Bogen erst einmal nicht allzu viel sichtbares passieren soll, oder?

Interessant die folgende Maßnahme:

10 2-013-V01 ABS Burgsinn – Gemünden – Würzburg – Nürnberg
Blockverdichtung Burgsinn – Gemünden – Würzburg – Siegelsdorf;
3. Gleis Siegelsdorf – Fürth

Wäre da dann vielleicht doch eine S-Bahn drin?

Auch Richtung Neumarkt gibt es vordringlichen Bedarf:

11 2-014-V01 ABS Nürnberg – Passau
3. Gleis Feucht – Neumarkt (Opf.);
Blockverdichtung Neumarkt (Opf.) – Regensburg;
3. Gleis Regensburg Hbf – Obertraubling;
Blockverdichtung Obertraubling – Plattling

Und die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale ist ebenfalls gesetzt:

14 2-017-V01 ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof / Grenze D/CZ (– Prag) (Franken-Sachsen-Magistrale)
Elektrifizierung Nürnberg – Marktredwitz – Hof,
Marktredwitz – Schirnding – Grenze D/CZ u.
Nürnberg Ost – Nürnberg-Dutzendteich
Neben dem Güterzugtunnel wird auch die Elektrifizierung der Strecke nach Schwandorf kaum in nächster Zeit kommen:

7 2-022-V01 ABS Nürnberg – Schwandorf / München – Regensburg – Furth im Wald – Grenze D/CZ

Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
2. Gleis Amberg – Irrenlohe,
Elektrifizierung Hartmannshof – Neukirchen – Amberg – Irrenlohe – Schwandorf,
Elektrifizierung Regensburg – Schwandorf – Cham – Furth
im Wald – Grenze D/CZ,
Elektrifizierung Nürnberg-Mögeldorf – Nürnberg-Dutzendteich,
3-gleisiger Ausbau Regensburg – Obertraubling,
2-gleisiger Ausbau Verbindungskurve Regensburg

Auch die Strecke über Weiden ist nur im potentiellen Bedarf:

8 2-023-V01 ABS Nürnberg – Weiden – Hof / Schirnding – Grenze D/CZ
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
Elektrifizierung Hartmannshof – Neukirchen – Weiden – Hof / Schirnding – Grenze D/CZ

Ebenso die Strecken nördlich von Bayreuth:

9 2-024-V01 ABS Hochstadt-Marktzeuln – Hof / Nürnberg – Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
Elektrifizierung Hochstadt-Marktzeuln – Hof /
Nürnberg – Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg,
2. Gleis Stammbach – Marktschorgast (Variante mgl.)

Richtung Stuttgart über Backnang ist noch im Gespräch:

18 2-033-V01 ABS Stuttgart – Backnang – Nürnberg
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
2. Gleis Backnang – Schwäbisch Hall-Hessental (Murrbahn),
Neigetechnikausrüstung Stuttgart – Backnang – Nürnberg

Alle anderen Projektanmeldungen (zum Beispiel Nürnberg - Fürth oder Neubaustrecke Richtung Würzburg sind offensichtlich komplett durchgefallen.
Das Bundeskabinett hat Anfang August den Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet. Hier ist ein Auszug aus der Pressemitteilung des BMVI vom 3. August:

>> Das Bundeskabinett hat heute den von Bundesminister Alexander Dobrindt vorgestellten Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 sowie die Ausbaugesetze für die Bundesschienen-, Bundesfernstraßen- und Bundeswasserstraßenwege beschlossen. Der neue Bundesverkehrswegeplan umfasst rund 1.000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 269,6 Milliarden Euro. Diese teilen sich auf in 112,3 Milliarden Euro für Schienenwege, 132,8 Milliarden Euro für Bundesfernstraßen, und 24,5 Milliarden Euro für Bundeswasserstraßen. <<

Quelle: [www.bmvi.de] [Edit: Link geändert]


Zu Bamberg:

Die Ostumfahrung ist vom Tisch. Der Stadtrat hat sich dagegen entschieden. Zur Zeit werden noch zwei Varianten zur Durchfahrung untersucht: mit oder ohne Tunnel für Güterzüge und Sprinter-ICEs.

Siehe Meldungen der Stadt Bamberg:

20.05.2016 Ostumfahrung beim Bahnausbau vom Tisch

01.07.2016 Hohe Tunnelkosten oder hohe Lärmschutzwände?

[www.stadt.bamberg.de] [Edit: Link geändert]

[Diese Meldungen von 2016 sind unter dem neuen Link zum Bahnausbau nicht mehr verfügbar, auch nicht im Pressearchiv.]

Weitere Entwicklung siehe Forchheim-Bamberg-Thread


Zum Güterzugtunnel:

Es bleibt dabei: Ein Termin für die Realisierung ist nicht in Sicht.

Nachtrag: Bundesverkehrsministerium am 26.01.2018:
>> Die S-Bahn-Planungen [in Fürth] stehen in engem Zusammenhang mit den Planungen zu einem Güterzugtunnel Fürth/Nürnberg, dessen Bewertung noch nicht abgeschlossen ist, aber voraussichtlich bis Mitte 2018 vorliegen soll.



8 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.2018 10:01 von Manfred Erlg.
Übersichtskarte der Projekte im Bundesschienenwegeausbaugesetz, Dezember 2016 (Arbeitsstand: 01.08.2017),
Ausschnitt Nordbayern

L (magenta): Laufende und fest disponierte Projekte des Vordringlichen Bedarfs

N (rot): Vordringlicher Bedarf
N (rosa): Vordringlicher Bedarf (Alternativenprüfung)

P (gelb): Potentieller Bedarf
P (grün): Potentieller Bedarf (Alternativenprüfung)

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)

[www.bmvi.de]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.01.2018 19:52 von Manfred Erlg.


Liste der Projekte in Nordbayern
(Da es keine Rangfolge der einzelnen Projekte innerhalb einer Bedarfsgruppe gibt, gibt es Überschneidungen)

Laufende und fest disponierte Projekte des Vordringlichen Bedarfs:

L09 ABS/NBS Nürnberg – Erfurt (VDE 8.1)
- NBS Erfurt – Ebensfeld u. Teile der ABS Nürnberg – Ebensfeld:
-- Nürnberg – Fürth – Erlangen – Forchheim,
-- Breitengüßbach – Ebensfeld,
- Vorsorgemaßnahmen für Güterzugtunnel Fürth,
- ESTW u. Bf-Umbauten Strullendorf u. Eggolsheim)

L16 ABS/NBS Hanau – Nantenbach
- Neubau Schwarzkopftunnel bei Heigenbrücken incl. Trassenverbesserung

L23 NBS/ABS Nürnberg – Ingolstadt – München

L32 ABS Nürnberg – Marktredwitz – Reichenbach/Grenze D/CZ (– Prag)
- Elektrifizierung Hof – Reichenbach


Vordringlicher Bedarf:

N02 ABS/NBS Hanau – Würzburg / Fulda – Erfurt
- 3. u. 4. Gleis Hanau – Gelnhausen, Vmax 200 km/h;
- 2-gleisige ABS/NBS im Korridor Wildeck / Blankenheim – Bad Hersfeld – Kirchheim / Langenschwarz, Vmax 200 km/h,
-- höhenfreie Einbindung in die NBS Kassel – Fulda;
- Ertüchtigung Eisenach – Erfurt für Vmax 200 km/h

Alternative „Mottgers“:
- 2-gleisige NBS Gelnhausen – Mottgers, Vmax 250 km/h,
-- mit beidseitigen höhenfreien 2-gleisigen Verbindungskurven Richtung Fulda u. Würzburg an Schnellfahrstrecke Fulda – Würzburg

Alternative „Bestandsnaher Neu-/Ausbau“:
- 2-gleisige NBS Gelnhausen – Fulda mit Verbindungskurven der NBS zur Strecke 3600,
-- höhenfreie Einbindung in Schnellfahrstrecke Fulda – Würzburg, Vmax 200 km/h;
- Blockverdichtung Aschaffenburg – Nantenbach

N08 ABS/NBS Nürnberg – Erfurt (VDE 8.1)
- 3. u. 4. Gleis Forchheim – Strullendorf, Vmax 230 km/h,
- neuer Überholungsbahnhof Eggolsheim Süd;
- 2 zusätzliche Gleise im Korridor Strullendorf – Breitengüßbach, Vmax 230 km/h;
- Blockverdichtung Fürth – Eltersdorf

N10 ABS Burgsinn – Gemünden – Würzburg – Nürnberg
- Blockverdichtung Burgsinn – Gemünden – Würzburg – Siegelsdorf;
- 3. Gleis Siegelsdorf – Fürth

N11 ABS Nürnberg – Passau
- 3. Gleis Feucht – Neumarkt (Opf.);
- Blockverdichtung Neumarkt (Opf.) – Regensburg;
- 3. Gleis Regensburg Hbf – Obertraubling;
- Blockverdichtung Obertraubling – Plattling

N14 ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Grenze D/CZ (– Prag) (Franken-Sachsen-Magistrale)
- Elektrifizierung Nürnberg – Marktredwitz – Hof,
- sowie Marktredwitz – Schirnding – Grenze D/CZ
- sowie Nürnberg Ost – Nürnberg-Dutzendteich

N16 ABS Hof – Marktredwitz – Regensburg – Obertraubling (Ostkorridor Süd)
- Elektrifizierung Hof – Marktredwitz – Regensburg;
- 3. Gleis Regensburg – Obertraubling;
- 2. Gleis Verbindungskurve Regensburg Hafenbrücke – Regensburg Ost;
- Herstellung KV-Profil P/C 400 Regensburg – Maxhütte - Haidhof u. Marktredwitz – Oberkotzau


Vorhaben des Potenziellen Bedarfs, die in den VB aufsteigen können.
Sobald nachgewiesen ist, dass diese Projekte die Kriterien
für die Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf erfüllen,
werden sie in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen.

P04 ABS/NBS Nürnberg – Erfurt (VDE 8.1)
- 2-gleisige NBS Nürnberg-Kleinreuth – Eltersdorf (Güterzugtunnel Fürth), Vmax 120 km/h
(kann bei positiver Bewertung N08 ergänzen; siehe Nachtrag im Beitrag vom 21.08.2016)

P06 ABS Nürnberg – Schwandorf/München – Regensburg – Furth im Wald – Grenze D/CZ
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
- 2. Gleis Amberg – Irrenlohe,
- Elektrifizierung Hartmannshof – Neukirchen – Amberg – Irrenlohe – Schwandorf,
- Elektrifizierung Regensburg – Schwandorf – Cham – Furth im Wald – Grenze D/CZ,
- Elektrifizierung Nürnberg-Mögeldorf – Nürnberg-Dutzendteich,
- 3-gleisiger Ausbau Regensburg– Obertraubling,
- 2-gleisiger Ausbau Verbindungskurve Regensburg

P07 ABS Nürnberg – Weiden – Hof/Schirnding – Grenze D/CZ
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
- Elektrifizierung Hartmannshof – Neukirchen – Weiden – Hof / Schirnding – Grenze D/CZ

P08 ABS Hochstadt-Marktzeuln – Hof/Nürnberg – Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
- Elektrifizierung Hochstadt-Marktzeuln – Hof / Nürnberg – Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg,
- 2. Gleis Stammbach – Marktschorgast (Variante mgl.)

P15 ABS Stuttgart – Backnang/Schwäbisch Gmünd – Aalen – Nürnberg
Projektdefinition noch nicht abgeschlossen, umfasst vsl.
- 2. Gleis Backnang – Schwäbisch Hall-Hessental (Murrbahn),
- Neigetechnikausrüstung Stuttgart – Backnang – Nürnberg

Edit: N02 ergänzt



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.01.2018 09:35 von Manfred Erlg.
Zur Strecke Nürnberg - Würzburg (gelb, ohne Nr.):

In den Projektvorschlägen zum BVWP gibt es eine Tabelle mit dem Titel "Zuordnungsliste Schiene zu Projektanmeldungen". Dort findet man weitere Projekte, die nicht oder optimiert in den BVWP 2030 aufgenommen worden sind. [Link wie oben zur Übersichtskarte]

1-215 - ABS/NBS Nürnberg - Würzburg
- NBS Rottendorf - Iphofen, Vmax 250 - 300 km/h (war im BVWP 1992 im Vordringlichen Bedarf)

1-216 - ABS/NBS Nürnberg - Würzburg (Variante ABS/NBS)
- ABS Nürnberg Hbf - Fürth-Unterfürberg, punktuelle Geschwindigkeitserhöhung;
- NBS Fürth-Unterfürberg - Neustadt/Aisch, 2-gleisig, elektrifiziert, Vmax 250 km/h;
- ABS Neustadt/Aisch - Markt Einersheim, 2-gleisig, elektrifiziert, Vmax 250 km/h;
- NBS Markt Einersheim - Rottendorf, 2-gleisig, elektrifiziert, Vmax 250 km/h

1-217 - ABS/NBS Nürnberg - Würzburg (Variante NBS lang)
- NBS Nürnberg - Würzburg, Vmax 300 km/h

Bemerkung: Diese Projektvorschläge wurden in optimiertem Zuschnitt unter der Projektnummer VB 2-013-V01 in den vordringlichen Bedarf aufgenommen [N10 auf der Übersichtskarte].
Amtlich: Der Tunnel Fürth ist jetzt im Vordringlichen Bedarf (VB). Verkehrsminister Scheuer hat heute die Heraufstufung diverser Projekte aus dem Potenziellen in den Vordringlichen Bedarf mitgeteilt. Pressemitteilung des BMVI mit Video:

>> Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat heute zahlreiche zusätzliche Schienenprojekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren vordringlich geplant und umgesetzt werden sollen.
Es handelt sich um Projekte, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 bislang in die Kategorie "Potenzieller Bedarf" eingestuft waren.

Insgesamt 44 dieser Projekte wurden in den vergangenen Monaten gutachterlich unter die Lupe genommen und auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht – auch vor dem Hintergrund des vor Kurzem von Minister Scheuer vorgestellten Deutschlandtakts, einem optimalen Fahrplan mit dem die Menschen öfter, schneller überall an ihr Ziel kommen sollen. Zu dessen Umsetzung braucht Deutschland ein hochleistungsfähiges Schienennetz für den Personen- und den Güterverkehr.

Ergebnis der Bewertungen: 29 Schienenprojekte steigen in den "Vordringlichen Bedarf" (die höchste Dringlichkeitsstufe) des Bundesverkehrswegeplans auf. Es handelt sich um 22 Neu- und Ausbauvorhaben, 6 Ausbauvorhaben von Eisenbahnknoten, sowie Maßnahmen für den Einsatz von 740-Meter langen Güterzügen. Die Projekte erhalten damit eine ganz konkrete Umsetzungsperspektive und können nun geplant werden. <<

[www.bmvi.de]

Die ausführliche Bewertung der Vorhaben und einen Kurzbericht findet man unter der Pressemitteilung.

Franken betreffend sind die folgenden Vorhaben des Potenziellen Bedarfs heraufgestuft (zitiert aus dem Kurzbericht):

4 ABS/NBS Nürnberg – Erfurt (VDE 8.1, inkl. Maßnahmen zur weiteren Fahrzeitverkürzung und Tunnel Fürth)
6 ABS Nürnberg – Schwandorf /... – Furth im Wald
15 ABS Stuttgart – ... – Nürnberg [Vorzugsstrecke nicht über Aalen, sondern über Backnang - Schw. Hall]

Nach der Liste folgt eine Warnung:

>> Die Aufnahme in den VB bedeutet angesichts des erweiterten Gesamtumfangs des VB nicht, dass für alle Maßnahmen die Planungen unmittelbar aufgenommen werden können. <<



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.2018 23:22 von Manfred Erlg.
Gat, dann kann ja in Eltersdorf weiter so geplant werden, als würde der Tunnel demnächst kommen. Mit 1,06 ist der NKF zwar nicht besonders hoch. Aber die planfestgestellte Ausfädelung bei Eltersdorf kann wohl jetzt doch umgesetzt werden und ist damit gesetzt für die S-Bahn-Gleise.

Eine Anmerkung macht mich neugierig:
"Anm: Die zusätzlichen Tunnelröhren für den ICEVerkehr Erlangen – Nürnberg Hbf sind im Gutachtervorschlag Deutschland-Takt enthalten."

Was ist damit gemeint? Kennt jemand dieses Gutachten? Link wäre schön.
Die Pressemitteilung vom 9. Oktober zum Deutschlandtakt (darunter Links auf ausführliche PDFs) gibt es hier:

[www.bmvi.de]

Auszug: >> Was ist der Deutschland-Takt?

Der Deutschland-Takt ist ein abgestimmter, vertakteter Zugfahrplan für ganz Deutschland - von der regionalen Strecke bis hin zu den Hauptverkehrsachsen. Er integriert Nah- und Fernverkehr und wird zusammen mit den Ländern umgesetzt, die für den Nahverkehr verantwortlich sind.

Öfter:
Auf Hauptachsen soll alle 30 Minuten ein Zug fahren

Schneller:
Optimierte Anschlüsse und passgenauer Infrastrukturausbau. Beispiele für kürzere Reisezeiten: Stuttgart-Hamburg 4:27 statt 5:10 Stunden (-14%). Berlin-Düsseldorf 3:34 statt 4:14 Stunden (-16%). Berlin-Bautzen 1:58 statt 3:20 Stunden (- 41%).

Überall:
Flächendeckendes Fernverkehrsnetz verbindet Städte und Regionen. Zusätzliche Strecken zur Anbindung von Großstädten.

Der Deutschlandtakt wird auch für den Güterverkehr Vorteile bringen, z.B. durch spezielle Trassen und den gezielten Infrastrukturausbau.

Wann und wie wird der Deutschlandtakt umgesetzt?

Am Deutschlandtakt wird sich in den kommenden Jahren der Ausbau der Schieneninfrastruktur orientieren, z.B. an Bahnhöfen, an Bahnhofseinfahrten und auf den Strecken (Mehrgleisigkeit). Die Umsetzung des Deutschlandtaktes wird nun mit den Unternehmen und den Ländern diskutiert, die Infrastrukturmaßnahmen werden geplant. Diese werden ab 2020 realisiert. Bis zum Jahr 2030 soll der Deutschlandtakt voll umgesetzt sein. <<

[Die ersten zwei Links verweisen auf Präsentationen. Die zweite erläutert Maßnahmen für den Deutschlandtakt mit dem Ziel fester Knotenzeiten, z.B. 00/30 oder 15/45.]

>> Knoten Nürnberg zu 15/45, gewünschte Beschleunigung von Hamburg, Frankfurt und NRW nach Bayern und Kapazitätsengpässe lassen eine NBS Würzburg – Nürnberg (250 km/h) fahrplanbasiert ableiten. << wegen Knoten Würzburg 00/30.

Weiter:

>> Beispiele für Infrastrukturmaßnahmen zur Fahrzeitverkürzung: ABS/NBS Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 40 Minuten und niveaufreie Einbindung in den Knoten Nürnberg << Tunnel?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.2018 18:02 von Manfred Erlg.
Zitat
HansL
Eine Anmerkung macht mich neugierig:
"Anm: Die zusätzlichen Tunnelröhren für den ICEVerkehr Erlangen – Nürnberg Hbf sind im Gutachtervorschlag Deutschland-Takt enthalten."

Das habe ich mich schon immer gefragt, warum die Güter den kurzen Weg nehmen sollen und der Schnellverkehr außenrum muss. Andererseits - wenn die ICE "irgendwann" mal abtauchen, wieviel Ausbau für den RE-/S-Bahnverkehr muss dann in Fürth wirklich noch sein? Reicht dann am Ende diese Weiche, die ja schon in wenigen Jahren verlegt werden soll...?

EDIT: Mein Wunschtraum: Einfach 2 Fahrspuren der A73 reduzieren und mit Gleisen belegen :)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.11.2018 09:57 von Phantom.
Zitat
Phantom
Zitat
HansL
Eine Anmerkung macht mich neugierig:
"Anm: Die zusätzlichen Tunnelröhren für den ICEVerkehr Erlangen – Nürnberg Hbf sind im Gutachtervorschlag Deutschland-Takt enthalten."

Das habe ich mich schon immer gefragt, warum die Güter den kurzen Weg nehmen sollen und der Schnellverkehr außenrum muss. Andererseits - wenn die ICE "irgendwann" mal abtauchen, wieviel Ausbau für den RE-/S-Bahnverkehr muss dann in Fürth wirklich noch sein? Reicht dann am Ende diese Weiche, die ja schon in wenigen Jahren verlegt werden soll...?

EDIT: Mein Wunschtraum: Einfach 2 Fahrspuren der A73 reduzieren und mit Gleisen belegen :)

Man könnte die Bemerkung so verstehen, dass auch ICE's durch den Tunnel fahren sollen. Ich glaube aber, dass das nur missverständlich formuliert ist. Der Tunnel wird ja nicht unbedingt für den Güterverkehr selbst gebraucht. Sondern er soll die störenden Güterzüge aus dem Bahnhof Fürth und dem Fürhter Bogen auf eine andere Trasse bringen. Damit dort Fern- und Nahverkehr ungestört möglich ist.

Wenn man den FSW zurückbauen würde, wäre sicher vieles einfacher. Da könnte man auf den umgewidmeten Fahrspuren nicht nur eine ICE-Trasse unterbringen. Da wäre zusätzlich auch noch Platz für einen guten Radschnellweg. Ist zwar illusorisch. Aber man wird ja noch träumen dürfen ...
Dem ersten Gutachterentwurf des Zielfahrplans Bayern vom 9. Oktober 2018 können auch Informationen zu Planungen bzgl. der S-Bahn Nürnberg entnommen werden. So geht man bis 2030 von folgenden Verbindungen aus ([]: Anzahl der Fahrten pro Stunde):

Bamberg[1] - Forchheim[2] - Erlangen[3] - Nürnberg - Lauf (l Pegnitz)[3] - Hersbruck (l Pegnitz)[2] - Hartmannshof [1]

Dombühl[1] - Nürnberg - Allersberg[1]

Ansbach[2] - Nürnberg - Bft Hersbruck Ost[2]

Roth[3] - Nürnberg - Altdorf[3]

Nürnberg[3] - Neumarkt (Opf)[3]

Interessant sind auch die angegebenen Ankunfts- und Abfahrtszeiten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.2018 18:00 von Julian.
Grünes Licht für Großprojekt: Fürth bekommt Güterzugtunnel [www.nordbayern.de]

Im Bericht heißt es das auch ICE Züge durch den Tunnel fahren sollen. Macht das Sinn? Es müsste ja weiter Südlich ein weiterer Überwurf realisiert werden. Oder sehe ich das falsch?
Zitat
Julian
So soll geht man bis 2030 von folgenden fünf Linien aus ([]: Anzahl der Fahrten pro Stunde):

[...] Dinkelsbühl Anst[1] - Nürnberg - Allersberg[1]

Die S-Bahnlinie endet nach diesem Plan in Dombühl; denn die Linie nach Dinkelsbühl ist im Kasten nicht durchgezogen.
Alles andere ist beim zu erwartenden Verkehrsaufkommen auch nicht zu rechtfertigen.
Zitat
Manfred Erlg
Zitat
Julian
So soll geht man bis 2030 von folgenden fünf Linien aus ([]: Anzahl der Fahrten pro Stunde):

[...] Dinkelsbühl Anst[1] - Nürnberg - Allersberg[1]

Die S-Bahnlinie endet nach diesem Plan in Dombühl; denn die Linie nach Dinkelsbühl ist im Kasten nicht durchgezogen.
Alles andere ist beim zu erwartenden Verkehrsaufkommen auch nicht zu rechtfertigen.

Herzlichen Dank für die Korrektur(en); ich habe es oben entsprechend geändert.



Kennt jemand Gründe bzw. kann jemand Vermutungen anstellen, weshalb die ICE-Verbindungen Richtung Würzburg und teilweise Richtung Bamberg nicht über den Kasten Fürth Hbf. verlaufend dargestellt wurden? Die Tatsache des Nichthaltens wird ja in Forchheim bspw. dadurch ausgedrückt, dass keine Minutenangaben vorhanden sind.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.11.2018 22:25 von Julian.
Zitat
Julian
...Zielfahrplan Bayern...
Bamberg ... Hartmannshof
...
Nürnberg ... Neumarkt
Sollte nicht mal durch Linientausch eine S-Bahn Linie Bamberg <--> Neumarkt entstehen oder ist das mittlerweile vom Tisch?
an Leser,

das geht erst, wenn die Bamberger S-Bahn durchgehend eigene Gleise hat, zwei Mischverkehrsstrecken zerhageln die S-Bahn so, das man sonst bloß noch einen Fahrplan alle "Zug fährt ca alle 20-60 Minuten" hinhängen könnte...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zur Frage "warum keine ICE über Fürth HBf":

Die Fahrzeit Würzburg - Nürnberg beträgt in diesem Plan nur 40 min, was längere Neubaustreckenabschnitte erfordert, z.B. könnte dazu auch eine Untertunnelung von Fürth Zentrum gehören (niveaukreuzungsfreie Einbindung nach Nürnberg HBf).

Der Zielfahrplan Deutschlandtakt 2030 ist ein theoretischer Plan, der die Grundlage für die Definition zukünftiger Bauvorhaben ist. Dieser Plan wird 2030 mit Sicherheit nicht in Kraft sein. Deswegen erübrigt sich auch die Frage nach dem Wechsel von S-Bahnästen. Das sind Fragen von untergeordneter Natur, die nicht bundesweit, sondern rein bayerisch abzustimmen sind.

Edit: Sätze präzisiert, da sie missverstanden worden sind.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.11.2018 09:57 von Manfred Erlg.
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