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Grüne: Personenverkehr auf der Umgehungsbahn prüfen
geschrieben von Herbert 
[www.abendblatt.de]

Frei weitergesponnen:

Mit spurtstarken Triebzügen würde man folgende Strecke fahren:

Lüneburg - ... RB-Halte ... - Harburg - Elbbrücken - Rauhes Haus - Wandsbeker Chaussee - Barmbek - Sengelmannstraße - Kollaustr. - Elbgaustraße - Pinneberg - ... RB-Halte bis Itzehoe...

...hätte man den Engpass Hbf. umfahren und ein Express-Angebot zwischen dem Umland und diversen Schnellbahn-Achsen (U4, S3, U2, S1-Ost, U1-Ost, U3, U1-West, U5-Ost, ggf. U5-West, S21/S3) sowie nachfragestarken B-Zentren (Wandsbek, Barmbek) und Arbeitsplatzstandorten in Hamburg geschaffen. Fahrzeiten sähen z.B. so aus:

R S3 S31 S32 BUS Harburg ab :00
S3 S31 U4 Elbbrücken an :05
U2 U4 Rauhes Haus an :12
U1 S1 S11 B-Zentrum Wandsb. Chaussee an :15
U3 S1 S11 BUS B-Zentrum Barmbek an :18
U1 U5 City Nord Sengelmannstr. an :22
(evtl. U5) Kollaustr. an :28
S3 S32 Elbgaustr. an :33
...

Wenn man es ganz groß plant, würden in Harburg und Pinneberg die Züge zum Hbf und die "Tangenten-Züge" am selben Bahnsteig mit kurzen Umsteigezeiten richtungsgleich halten, so dass man aus dem Umland kommend direkt bequem zu vielen Zentren außerhalb der Innenstadt umsteigen kann, ohne das am Hauptbahnhof tun zu müssen. Je nach Ziel wäre man neben dem Komfort-Faktor auch deutlich schneller. Innerhalb Hamburgs hätte man zwischen vielen Gebieten deutlich verkürzte Fahrzeiten, z.B. Harburg - City Nord in 22 statt 34 Minuten oder Barmbek - Elbgaustr. in 15 statt 32 Minuten.

Pferdefuß: Der Güterverkehr wird die Strecke ebenso brauchen, die Flächen an den Bahnsteigen wären nicht immer da (Elbbrücken), der Zug fährt an der Innenstadt vorbei.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.2019 21:00 von Herbert.
Zitat
Herbert
Wenn man es ganz groß plant, würden in Harburg und Pinneberg die Züge zum Hbf und die "Tangenten-Züge" am selben Bahnsteig mit kurzen Umsteigezeiten richtungsgleich halten, so dass man aus dem Umland kommend direkt bequem zu vielen Zentren außerhalb der Innenstadt umsteigen kann, ohne das am Hauptbahnhof tun zu müssen. Je nach Ziel wäre man neben dem Komfort-Faktor auch deutlich schneller. Innerhalb Hamburgs hätte man zwischen vielen Gebieten deutlich verkürzte Fahrzeiten, z.B. Harburg - City Nord in 22 statt 34 Minuten.

Pferdefuß: Der Güterverkehr wird die Strecke ebenso brauchen, die Flächen an den Bahnsteigen wären nicht immer da (Elbbrücken), der Zug fährt an der Innenstadt vorbei.

Schöne Ringtangente, aber ohne 4-gleisigen Ausbau der Güterumgehungsbahn kaum machbar. Dann schon eher die einstmals angedachte Farmsen-Altona U-Bahn. Solange nicht ein Teilstück der U5 in Betrieb ist, braucht man sich über solche Dinge keine Gedanken zu machen.
Wie stark ist die Strecke denn aktuell durch Güterverkehr ausgelastet? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass eine eingleisige(!) Strecke großartig Kapazitäten frei hat.
Die eingleisige Strecke Wandsbek - Eidelstedt müsste man ausbauen, aber dafür war die Strecke angeblich sowieso ausgelegt. Der Platz ist augenscheinlich vorhanden.

Zitat

Dann schon eher die einstmals angedachte Farmsen-Altona U-Bahn.

Das Ziel der Tangente wäre eine deutliche Beschleunigung mittlerer Distanzen innerhalb Hamburgs und im Umland-Hamburg-Verkehr bei gleichzeitiger Entlastung des Hbf. von Zügen/Umsteigern aus dem Umland. Das kann die U-Bahn nicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.2019 21:10 von Herbert.
Zitat
Herbert
Die eingleisige Strecke Wandsbek - Eidelstedt müsste man ausbauen, aber dafür war die Strecke angeblich sowieso ausgelegt. Der Platz ist augenscheinlich vorhanden.

Das Ziel der Tangente wäre eine deutliche Beschleunigung mittlerer Distanzen innerhalb Hamburgs und im Umland-Hamburg-Verkehr bei gleichzeitiger Entlastung des Hbf. von Zügen/Umsteigern aus dem Umland. Das kann die U-Bahn nicht.

Das ist mir auch klar. Jedoch sehe ich zur Zeit nicht, dass ein 2- oder gar 4-gleisiger Ausbau der Güterumgehungsbahn alle Probleme am Hauptbahnhof löst.
Also ich finde das ziemlichen Bloedsinn der GAL. Ganz abgesehen davon ob auf der GUB noch Platz ist, koennen tangentiale Zuege doch keine rammelvollen Zuege in die Innenstadt ersetzen.

Was Hamburg meiner Meinung braucht ist ein Regionalbahntunnel von Diebsteich bis suedoestlich des Hbf - genau wie Berlin (das getrennte Fernbahn und Regionalbahndurchmesserstrecken hat) und Muenchen (das einen Regional-S-Bahntunnel bekommt)
Zitat
Jan Gnoth
Zitat
Herbert
Wenn man es ganz groß plant, würden in Harburg und Pinneberg die Züge zum Hbf und die "Tangenten-Züge" am selben Bahnsteig mit kurzen Umsteigezeiten richtungsgleich halten, so dass man aus dem Umland kommend direkt bequem zu vielen Zentren außerhalb der Innenstadt umsteigen kann, ohne das am Hauptbahnhof tun zu müssen. Je nach Ziel wäre man neben dem Komfort-Faktor auch deutlich schneller. Innerhalb Hamburgs hätte man zwischen vielen Gebieten deutlich verkürzte Fahrzeiten, z.B. Harburg - City Nord in 22 statt 34 Minuten.

Pferdefuß: Der Güterverkehr wird die Strecke ebenso brauchen, die Flächen an den Bahnsteigen wären nicht immer da (Elbbrücken), der Zug fährt an der Innenstadt vorbei.

Schöne Ringtangente, aber ohne 4-gleisigen Ausbau der Güterumgehungsbahn kaum machbar. Dann schon eher die einstmals angedachte Farmsen-Altona U-Bahn. Solange nicht ein Teilstück der U5 in Betrieb ist, braucht man sich über solche Dinge keine Gedanken zu machen.

Ich weiß ja nicht, welchen Takt Herbert angedacht hat, aber selbst bei einem 10-Minutentakt und evtl..Verkürzung der Blockabstände reicht ein durchgehender zweigleisiger Ausbau vollkommen aus.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat

Also ich finde das ziemlichen Bloedsinn der GAL. Ganz abgesehen davon ob auf der GUB noch Platz ist, koennen tangentiale Zuege doch keine rammelvollen Zuege in die Innenstadt ersetzen.

Können sie, wenn die Innenstadt von einer signifikanten Zahl an Fahrgästen der Regionalverbindungen nicht das Ziel ist. Fahrgäste zwischen dem Umland (LK Harburg, Lüneburg, Pinneberg) und dem Flughafen, Barmbek, Wandsbek, Billstedt, der City Nord, Winterhude,... müssen bislang über die Innenstadt fahren, obwohl dort die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, Ausbauten schwierig sind und manchmal große Umwege nötig sind.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.09.2019 00:04 von Herbert.
Zitat
Herbert
Zitat

Also ich finde das ziemlichen Bloedsinn der GAL. Ganz abgesehen davon ob auf der GUB noch Platz ist, koennen tangentiale Zuege doch keine rammelvollen Zuege in die Innenstadt ersetzen.

Können sie, wenn die Innenstadt von einer signifikanten Zahl an Fahrgästen der Regionalverbindungen nicht das Ziel ist. Fahrgäste zwischen dem Umland (LK Harburg, Lüneburg, Pinneberg) und dem Flughafen, Barmbek, Wandsbek, Billstedt, der City Nord, Winterhude,... müssen bislang über die Innenstadt fahren, obwohl dort die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, Ausbauten schwierig sind und manchmal große Umwege nötig sind.

Das wird ein kleines Stück durch Fahrangebote wie dem E 30 von Harburg nach Bergedorf deutlich. [vhhbus.de]
Das Angbot soll aufgrund der Frequentierung ausgebaut werden. Alles Fahrgäste, die bisher immer den Zwangsumstieg Hamburg Hbf hatten.
Ich halte sehr viel von diesem Ausbau!
Was allerdings noch besser für die Stadt wäre, wenn die Linie als Ringbahn ausgelegt würde und ab Eidelstedt weiter über Lurup-Osdorf-Blankenese-Airbus Finkenwerder-Neugraben-Harburg- Tiefstack mit einbeziehen würde! Dann im 10 Minuten-Verkehr und viele überfüllte Verkehrsmittel wären entlastet...
Zitat
christian schmidt
Was Hamburg meiner Meinung braucht ist ein Regionalbahntunnel von Diebsteich bis suedoestlich des Hbf - genau wie Berlin (das getrennte Fernbahn und Regionalbahndurchmesserstrecken hat) und Muenchen (das einen Regional-S-Bahntunnel bekommt)

Ein solcher Tunnel wäre dann etwa doppelt so lang wie der Elbtunnel und direkt unter dicht bebautem Stadgebiet (oder soll die Verbindungsbahn untertunnelt werden?) - ich will gar nicht wissen, was das kosten und wie lange das dauern soll. Dagegen ist der Tunnel für die frühere Ost-West-Straße ja Kleinkram ...
Tja, das wäre halt eine große Lösung die in der Tat die Verbindungsbahn UND den Hbf entlasten würde.

Ich gehe sogar so weit, noch einen Bahnhof am Jungfernstieg und im Bereich der Chemnitzstraße einfügen zu wollen, damit ist eine umsteigefreie Verbindung vom Umland ins Zentrum möglich, ausserdem würde ein Bereich der inneren Stadt an das Schienennetz angebunden.

Aber leider wird so eine große Lösung aufgrund der exorbitant hohen Baukosten niemals gebaut werden.
Ein 30 - MinutenTakt ohne weiteren Ausbau, mit schmalen Seitenbahnsteigen, bei gleichzeitigem Güterverkehr wäre das maximal ansatzweise realistisch Mögliche. Und auch das natürlich frühestens in den 30er Jahren.

Alle Verbesserungen, die es ja irgendwie tatsächlich auch gibt, werden wieder nur Busse sein.
Zitat
Herbert
Zitat

Also ich finde das ziemlichen Bloedsinn der GAL. Ganz abgesehen davon ob auf der GUB noch Platz ist, koennen tangentiale Zuege doch keine rammelvollen Zuege in die Innenstadt ersetzen.

Können sie, wenn die Innenstadt von einer signifikanten Zahl an Fahrgästen der Regionalverbindungen nicht das Ziel ist. Fahrgäste zwischen dem Umland (LK Harburg, Lüneburg, Pinneberg) und dem Flughafen, Barmbek, Wandsbek, Billstedt, der City Nord, Winterhude,... müssen bislang über die Innenstadt fahren, obwohl dort die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, Ausbauten schwierig sind und manchmal große Umwege nötig sind.

Ok, Entschuldigung, das habe ich schlecht ausgedrückt. Wenn man auf der GUB z.B. halbstündige Züge Harburg - Elbbrücken - Rothenburgsort - Rauhes Haus - Wandsbeker Chaussee - Barmbek - Sengelmannstraße - Kollaustraße - Stellinger Hof - Elbgaustraße einrichten würde, dann wäre das meiner Meinung nach eine sinnvolle Ergänzung zum HVV-Netz, und ich stimme dir zu dass das wohl gut angenommen würde.

Aber die Grünen haben die Idee ausdrücklich zur Entlastung des Hbf vorgeschlagen. Und ich glaube nicht dass man dadurch einen einzigen Zug in den Hbf einsparen kann - d.h. dass dadurch derHbf entlastet wird ist was ich für Blödsinn halte

Zitat
Hes
Zitat
christian schmidt
Was Hamburg meiner Meinung braucht ist ein Regionalbahntunnel von Diebsteich bis suedoestlich des Hbf - genau wie Berlin (das getrennte Fernbahn und Regionalbahndurchmesserstrecken hat) und Muenchen (das einen Regional-S-Bahntunnel bekommt)

Ein solcher Tunnel wäre dann etwa doppelt so lang wie der Elbtunnel und direkt unter dicht bebautem Stadgebiet (oder soll die Verbindungsbahn untertunnelt werden?) - ich will gar nicht wissen, was das kosten und wie lange das dauern soll. Dagegen ist der Tunnel für die frühere Ost-West-Straße ja Kleinkram ...

Ja, und? Er wäre halt so lang wie die Tunnel in Berlin oder München, oder so lang wie der U2 Tunnel nördlich von Hagenbeck's, oder nur etwas länger als der City-S-Bahn-Tunnel, oder viel kürzer als die geplannte U5...
Zitat
Signaler
...ab Eidelstedt weiter über Lurup-Osdorf-Blankenese-Airbus Finkenwerder...

Vor 20 Jahren wäre das für mich perfekt gewesen, vor 35 Jahren hätte es auch schon viel geholfen, jetzt wäre es zu spät. Trotzdem würde ich mich immer noch drüber freuen, werde es aber nicht mehr erleben.


Gruß, Matthias
Zitat
christian schmidt
Aber die Grünen haben die Idee ausdrücklich zur Entlastung des Hbf vorgeschlagen. Und ich glaube nicht dass man dadurch einen einzigen Zug in den Hbf einsparen kann - d.h. dass dadurch derHbf entlastet wird ist was ich für Blödsinn halte
Nehmen wir mal an, dass du Recht hast und kein Zug weniger den Hbf anfährt, bedenke bitte folgendes:
Wenn die Züge aus Harburg nicht mehr ganz so rappelvoll in den Hbf fahren werden zwar nicht die Gleise dort entlastet, aber die Bahnsteige und die Umsteigewege durch Wandelhalle & Co zur U- und S-Bahn, weil umsteigende Fahrgäste von Regionalbahnen aus dem Süden dann nicht zwangläufig am Hbf umsteigen müssten.

Ich habe schon häufiger erlebt, dass ich am Hbf die vorgesehene Anschluss-S-Bahn nicht erreiche, obwohl mein Metronom aus Lüneburg pünktlich angekommen ist, weil ich vor lauter Menschenmassen auf dem Bahnsteig nicht vorwärts gekommen bin.

Ferner kommt hinzu, dass das Land Niedersachsen gern weitere Züge für ihre Pendler Richtung Hamburg bestellen möchte, was derzeit jedoch nicht geht, weil die Strecke Harburg-Hbf überlastet ist und in Harburg auch keine Bahnsteigkante zum wenden frei ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.09.2019 00:33 von Wolf Tiefenseegang.
Zitat

Aber die Grünen haben die Idee ausdrücklich zur Entlastung des Hbf vorgeschlagen. Und ich glaube nicht dass man dadurch einen einzigen Zug in den Hbf einsparen kann - d.h. dass dadurch derHbf entlastet wird ist was ich für Blödsinn halte

Muss nicht heißen, dass dadurch bestehende Züge wegfielen. Könnte es aber, wenn man in der HVZ einzelne heutige Verstärker nach Harburg, Altona oder zum Hbf ausfallen lässt und bis zur Hamburger Stadtgrenze stattdessen in diesen "Metropol-Express" einbindet, der alle 20-30 Minuten das Umland mit wichtigen B-Zentren und fast allen Schnellbahn-Achsen außerhalb der Innenstadt direkt verbindet.
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