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Zug verschwindet - was passiert mit der Zugbindung?
geschrieben von VvJ-Ente 
Hallo,

meine Kollegin hat für kommendes Wochenende folgendes Problem: Sie hat eine Fahrkarte Hamburg - Berlin mit Zugbindung. Jetzt hat sie eine Benachrichtigung bekommen, dass der Zug, mit dem sie fahren wollte, aufgrund einer Fahrplanänderung nicht nutzbar wäre. Bei der Hotline wurde ihr empfohlen, dass sie die Fahrkarte kostenfrei stornieren und eine andere Verbindung buchen könnte. Es gibt aber keine Fahrkarten mehr zu dem Preis, den sie zuvor für die Karte bezahlt hat, schon gar nicht zu der Zeit, wo sie eigentlich fahren wollte. Wenn sie jetzt nicht storniert, sondern die Fahrkarte behält, darf sie dann damit einen beliebigen anderen Zug nutzen?

Ich habe ein ähnliches Problem zu Himmelfahrt - bei mir kommt aber noch hinzu, dass ich auf der Fahrt nach Dänemark einen längeren Zwischenhalt in Hamburg geplant habe, um mich mit ein paar Freunden zu treffen. Jetzt müsste ich später fahren, würde aber am Zielort zur selben Zeit wie zuvor eintreffen. Nur verkürzt sich der Aufenthalt in Hamburg so sehr, dass sich ein Treffen nicht mehr lohnt und ich 2 Stunden blöd und allein rumsitzen würde. Wie wäre das geregelt? Auch hier ist der gebuchte Zug zwischen Berlin und Hamburg aus der Fahrplanauskunft verschwunden...
In solchen Fällen ist die Zugbindung aufgehoben.

Letztens einer Kollegin nach einem Konzert in Paris passiert. Da gab es die Meldung, dass der geplante Zug wegen Fahrplanänderungen nicht nutzbar ist.

Die Fahrplanänderung war eine neue Zugnummer und eine frühere Ankunft am Ziel. Sie konnte dann problemlos einen Zug zwei Stunden früher nehmen.




Tipp: Ich würde sicherheitshalber das Ticket ausdrucken, bevor es im Navigator nicht mehr aufrufbar ist. (Das Problem hatte ich beim Sturm letztens)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2022 09:12 von PassusDuriusculus.
Wie sieht es aus, wenn die Bahn mir beim Kauf, streng genommen vor Kaufabschluss, anzeigt, dass es Probleme geben könnte?

Es geht konkret um ICE 793 Richtung Flughafen Frankfurt am 28.04., Ostbahnhof ab 09:21. In den Details steht dann ziemlich klein gedruckt, dass der Zug ab Fulda ausfällt.
Greifen dann trotzdem die Fahrgastrechte, nach denen ich mit einem anderen Zug zum Ziel weiterfahren kann? In den AGBs kann ich nichts Gegenteiliges entdecken, dort steht sogar explizit geschrieben, dass die Weiterfahrt mit einem anderen Zug möglich ist, wenn u.A. online auf die Fahrplanabweichung hingewiesen wird.

Nun wird es allerdings ganz kurios: Wenn ich nach Baurabeiten bei der Bahn auf der Strecke suche, dann lese ich, dass die hier betroffene ICE-Linie 13 bis zum 20.04. mit der Linie 11 ihren Verlauf tauscht und es zusätzlich zum Ausfall ab Fulda kommt. Vom 28.04. steht da gar nichts.
Ich bin geneigt, es auf Verdacht zu riskieren, da mir diese Verbindung im weiteren Verlauf recht angenehme Möglichkeiten bietet.
Auf dem Ticket steht bei den Hinweisen u.a.:

Bei einer zu erwartenden Verspätung ab 20 Minuten am Zielbahnhof Ihrer Fahrkarte ist die Zugbindung Ihrer Fahrt ohne besondere Bescheinigung aufgehoben.

Wenn also am Reisetag der ursprüngliche Zug tatsächlich nicht fährt, sollte das kein Problem sein.

---
Gregor Jacobs
root@127.0.0.1 <-- Don't send mail or else!
Zitat
PassusDuriusculus
In solchen Fällen ist die Zugbindung aufgehoben.

Man kann dann jede simnvolle Verbindung vom ursprünglich gebuchten Startbahnhof bis Zielbahnhof nehmen, vermutlich muß auch der Reisetag derselbe sein, aber dessen bin ich mir nicht sicher. ich hatte in meinem Fall die allgemeine DB-Auskunft- und Hilfenummer angerufen, aber nach Reisetag nicht gefragt.

Statt der ursprünglichen Reise von Leer (Ostfr) nach Frankfurt/M mit Umstieg in Düsseldorf (ca halbe Stunde Aufenthalt😕) in einen ICE via Westerwald, hätte ich auch über Bremen oder Rheine und dann Hannover fahren können, durchs Rheintal oder die neue IC/2-Verbindung via Hamm-Schwerte-Letmathe - Siegen - Wetzlar nach Ffm. Ich hab die ursprüngliche Route beibehalten, aber 2 Std früher, was der erste Schaffner beanstandete, bis er herausgefunden hatte, daß der Anschluß in D'dorf nicht erreicht hätte können (um 1 Minute!).

Als mein IC (nach einem Umweg über Hamm (ohne Halt) und die reine Güterstrecke am nördlichen Rand des Ruhrgebiets (wodurch der Halt in Recklinghausen ausfällt).

Unmittelbar nach Ankunft in D'dorf fuhr gerade am andern Gleis der etwas verspätete ICE729 ein, in den ich kurz entschlossen einstieg und trotz Überfüllung einen Sitzplatz fand.

Der hatte ein anderes Problem: wegen einer Weichenstörung konnte der nicht in Köln Messe/Deutz tief auf Gleis 10 oder 12 einfahren, sondern mußte die Spitzkehre in Köln Hbf machen, um auf die Schnellfahrstrecke durch den Westerwald zu kommen. Sowas scheint öfter vorzukommen; am vergangenen Donnerstag hat dasselbe Schicksal eine Bekannte von mir erlitten.


Zitat
PassusDuriusculus
Tipp: Ich würde sicherheitshalber das Ticket ausdrucken, bevor es im Navigator nicht mehr aufrufbar ist. (Das Problem hatte ich beim Sturm letztens)
ich hatte daran gedacht, die eMail von der Bahn auszudrucken, mit der sie mitteilte, daß die gebuchte Verbindung nicht mehr möglich sei
Aber es ging auch so.


heute mal keine sig
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