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[BLZ] Güter-Tram für Berlin
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
J. aus Hakenfelde
Das Streckennetz müsste zunächst im Westen erheblich expandieren, damit sowas wie eine Gütertram überhaupt überlegenswert wäre.

Das sehe ich nicht so, immerhin ist das Berliner Straßenbahnnetz groß genug, um eine kritische Masse von Supermärkten, für die sich eine eigenständige Belieferung lohnt, anbinden zu können. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass jeder einzelne Markt, der an einem Logistikzentrum hängt, mit dem selben Fahrzeugtyp beliefert wird. Das gleiche Problem hätte man im Übrigen auch in Städten mit flächendeckendem Straßenbahnnetz: hier (wie übrigens auch im Raum Berlin) sind es dann die regionalen Einzugsbereiche der Logistikzentren, die man als Hinderungsgrund sehen könnte aber nicht muss. Die DVB schrieben einst, eine CarGoTram würde drei LKW-Fahrten ersetzen. In diesem Sinne würde es für einen Testbetrieb genügen, die Belieferung einzelner Märkte umzustellen, im Regelbetrieb käme man mit einem oder mehreren Dutzend Märkten aus.

Ich gehe auch nicht davon aus, dass ein solches Logistikkonzept zig neue Weichen und Gleisanschlüsse erfordern würde, sondern man hier neue Wege suchen würde, die Aspekte wie Fahrassistenzsysteme und autonomes Fahren integrieren würden. Dabei würden Güterstraßenbahnzüge für jeweils drei bis fünf Läden an den Logistikzentren starten und bei einem kurzen Stopp in der Nähe des Marktes die für diesen Markt vorgesehenen Waggons selbständig aus- und später wieder eingleisen und die letzten Meter zum Markt gleisunabhängig und akkubetrieben zurück legen.

Neben dem Ansatz der Güter-Tram fände ich die Kombination von kleinräumigen Monopolen und Vergabemodellen, wie sie im ÖPNV üblich sind, auch im Stadtgüterverkehr überlegenswert. Sowohl in der Brief- und Paketzustellung als auch in der Müllabfuhr ist es nicht zwingend erforderlich, dass der nach EU-Grundsätzen gewünschte Wettbewerb im Endkundengeschäft auf der "letzten Meile" zur Anwendung kommt. Stattdessen könnte die Post- und Paketzustellung z.B. bezirksweise auf 5 Jahre befristet ausgeschrieben werden und auf diese Weise eine Grundlage für ökonomisch wie ökologisch deutlich effizientere Logistikmodelle geschaffen werden.
Nun läuft das Procedere der Supermarktanlieferung aber weitaus anders, als man sich hier denkt.
Da kommen zig Subunternehmer und Firmen mit Leihpersonal zum Einsatz,die Regale zu füllen-und zwar just in time, wie es denglisch so modern klingt.
Nicht ohne diesen Grund erlebt man heute in der Kaufhalle, das das Personal mit saubermachen und Regale auffüllen beschäftigt ist,
während die Kunden schon durch die Gänge eilen. Zu Ostzeiten sogut wie undenkbar..
Allerdings gibts heute auch kaum noch Lageräume, deshalb die Direktanlieferung, der Kunde will frische Ware.
Angesichts des normalen Nachtwagenverkehrs zuzüglich der zig Überführungsfahrten im nächtlichen Netz ist das mal wieder ein untauglicher grüner Gedankenfurz.
Bei den knappen Fahrzeiten der Nachtwagen nebst einzuhaltener Anschlüsse reichen 5min Behinderung durch so ne "Lastenstraßenbahn",
reihenweise Anschlüsse platzen zu lassen, das Geheule hier im Forum darüber wird dann wieder Seiten füllen..
Die Logistik der Cargotram in DD ist nämlich eine völlig andere,zumal verfügt die Gläserne Fabrik auch über eignene Gleisanlagen zum rangieren.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Nun läuft das Procedere der Supermarktanlieferung aber weitaus anders, als man sich hier denkt.
Da kommen zig Subunternehmer und Firmen mit Leihpersonal zum Einsatz,die Regale zu füllen-und zwar just in time, wie es denglisch so modern klingt.
Nicht ohne diesen Grund erlebt man heute in der Kaufhalle, das das Personal mit saubermachen und Regale auffüllen beschäftigt ist,
während die Kunden schon durch die Gänge eilen. Zu Ostzeiten sogut wie undenkbar..
Allerdings gibts heute auch kaum noch Lageräume, deshalb die Direktanlieferung, der Kunde will frische Ware.
Angesichts des normalen Nachtwagenverkehrs zuzüglich der zig Überführungsfahrten im nächtlichen Netz ist das mal wieder ein untauglicher grüner Gedankenfurz.
Bei den knappen Fahrzeiten der Nachtwagen nebst einzuhaltener Anschlüsse reichen 5min Behinderung durch so ne "Lastenstraßenbahn",
reihenweise Anschlüsse platzen zu lassen, das Geheule hier im Forum darüber wird dann wieder Seiten füllen..
Die Logistik der Cargotram in DD ist nämlich eine völlig andere,zumal verfügt die Gläserne Fabrik auch über eignene Gleisanlagen zum rangieren.

T6JP

Die meisten Supermarktketten (und auch Discounter) besitzen Zentrallager, von denen aus die einzelnen Märkte per Sattelauflieger beliefert werden. Das vereinfacht zum einen die Logistikkette hin zu den jeweiligen Märkten, aber auch die Warenbestellung geht um einiges einfacher wenn die Märkte ihre Bestellungen zentral abgeben können. Der Subunternehmeranteil ist vergleichsweise gering. Meist handelt es sich um Vertragspartner, die die Bestückung ihrer Regale selbst übernehmen, wie zum Beispiel bei Brotbackwaren oder kleinere Warengruppen.
Auch was die Ausstattung von Lagerräumen angeht, stimmt so nicht. Es lässt sich zwar beobachten, dass bei Neubauten zunehmend die Lagerfläche zugunsten von mehr Verkaufsfläche reduziert wird. Das wird in der Regel aber durch vorsortierte Lieferungen wieder ausgeglichen. Die Vorsortierung erfolgt dabei im jeweiligen Zentrallager, sodass jeder Supermarkt seine individuell zusammengestellte Lieferung bekommt.

Und genau hier soll, so wie ich das verstehe, das Güterstraßenbahnkonzept ansetzen. Die letzte Meile auf ein umweltverträglicheres Verkehrsmittel auszurichten. Das wird flächendeckend nicht funktionieren, aber dort wo Endkunden und Zentrallager beiderseits von Schieneninfrastruktur begleitet sind, ließe sich das Konzept zumindest mal probeweise umsetzen.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Die Diskussionen hier über Lieferketten von Supermärkten ist sehr interessant - allerdings war in keiner der Primärquellen davon die Rede. Ihr seid Eurer Zeit also meilenweit voraus ;)
Andererseits sind die Befürchtungen von T6JP dann auch vollkommen unbegründet, denn niemand hat vor, einen Supermarkt per tram zu beliefern... (bis es dann doch eines Tages einfach so passiert)
Im Ernst - konkret wurde immer von Lieferdiensten, Paket und Parceldiensten geredet und mit UPS und DHL auch immer wieder dieselben Partner genannt, die an einem solchen Projekt anscheinend Interesse haben.
Nochmal, es geht ausschließlich um B2C, nicht B2B und erst recht nicht um industrielle Güteranschließer.

Die Idee hat insofern Charme, als dass sie auch örtlich begrenzt sehr gut durchführbar wäre - zumindest für den Modellversuch. Wir reden dann von einem Paketverteilzentrum (in Stadtrand-Lage) und mehreren lokalen Unterverteilzentren (direkt im Kiez), die durch eine oder mehrere Straßenbahnstrecken miteinander verbunden sind. Die Standardcontainer, die auf ein elektrisches Lastenfahrrad und eine noch näher zu beschreibende Güter-Tram passen, gibt es schon. Technologisch sind die einzelnen Bausteine alle schon da, es muss sie nur irgendwer zum erstem Mal zusammenfügen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.2017 01:05 von schallundrausch.
Klar, eine nette Ergänzung. Gegen die niemand was einzuwenden hätte. Nur keine Maßnahme, die unsere Verkehrsprobleme löst. Ich wäre froh, wenn man mit dem gleichen Eifer über Güteranschlußgleise und mehr Güterverkehr auf der Schiene auch im innerstädtischen Verkehr diskutieren würde. Wenigstens im Bereich außerhalb des S-Bahn-Ringes.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Klar, eine nette Ergänzung. Gegen die niemand was einzuwenden hätte. Nur keine Maßnahme, die unsere Verkehrsprobleme löst. Ich wäre froh, wenn man mit dem gleichen Eifer über Güteranschlußgleise und mehr Güterverkehr auf der Schiene auch im innerstädtischen Verkehr diskutieren würde. Wenigstens im Bereich außerhalb des S-Bahn-Ringes.

Das sehe ich auch so, aber die Handlungsmöglichkeiten Berlins sind hier eher gering und da es sich hier um ein Berliner Nahverkehrsforum handelt und über die Berliner Verkehrspolitik diskutiert wird, ist es schon sinnvoll, wenn solche Themen hier auch besprochen werden.
Es gibt, Bewegung in diesem Uralt-Thread - allerdings an unverhoffter Stelle:
Die Schleife Jahnsportpark kommt - frisch saniert - zu neuen Ehren. Im Inneren der Schleife entstehe ein lokaler Mini-Hub, der von den Großen Fünf der Paketdienstleister (DHL, UPS, DPD, GLS, Hermes) genutzt werden wird. Und das gemeinschaftlich, allein das ist schon eine kleine Revolution.
Allein, die Straßenbahn ist raus aus der Gleichung. Die Pakete werden per LKW angeliefert und mit Cargobikes feinverteilt. Aber der erste Schritt ist getan.

Wenn man nun bedenkt, dass z.B. alle DHL-Paket für den Zustellbereich rund um den Mauerpark aus dem Logistikzentrum Josef-Orlopp-Straße kommen, dann braucht man nur noch wenig Phantasie um sich vorzustellen, wie die Pakete von dort per Gleisanschluss und rein elektrisch in die Innenstadt kommen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/pilotprojekt-fuer-weniger-lieferverkehr-pakete-kommen-bald-mit-dem-lastenrad/21174388.html
Der Beitrag vor deinem ist erst knapp ein Jahr alt und deswegen nicht uralt.
Der Beitrag vor deinem ist erst knapp ein Jahr alt und deswegen nicht uralt.
Beitrag aus der Berliner Zeitung:
[mobil.berliner-zeitung.de] ©2018

BVG zu Güterstraßenbahnen:
„Das ist eine Idee, die man prüfen könnte. ... Wenn ein Logistikunternehmen an uns herantritt, werden wir darüber nachdenken.“
Dann sollte man mal Nägel mit Köpfen machen. Die Kehre Eberswalder Str bietet sich an, wenn man dann mit Lasten-Fahrrädern die Feinverteilung übernehmen sollen. Bin zwar skeptisch mit den Lastenrädern, aber warum es nicht mal versuchen. Kann ja nichts schlimmeres rauskommen, daß es nicht geht.

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Viele Grüße aus Wedding
Vor einer Woche hat in Frankfurt am Main ein Pilotprojekt mit einer Logistiktram begonnen, meldete Spiegel online am 17.09.18. Befördert werden Pakete, wobei die "letzten Meter" von Fahrradkurieren mit E-Bikes übernommen werden.

Die Kombination aus Tram und Fahrrad sei dem herkömmlichen Transporter in Sachen Energieeffizienz überlegen, sagte Ansgar Roese (Abteilungsleiter Stadtentwicklung der Stadt Frankfurt (Main).

Hier noch ein Link dazu: [www.spiegel.de]

Einen schönen Abend wünscht Euch
Marienfelde
Ich habe diese Info bereits vorgestern im Hessen-Unterforum gepostet. Leider schauen da zu wenige leute vorbei...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.09.2018 19:13 von J. aus Hakenfelde.
Würde mich mal interessieren, wie viele Leute sich schon für den Job als Güter-Radler angemeldet haben. Über solche Lösungen begeistert zu berichten ist das Eine, sich eine ganzjährige Durchführung desselben vorzustellen das andere. (Noch) ...haben wir in Mitteleuropa keine tropischen Verhältnisse. Es ist wohl desöfteren mit schlechtem Wetter zu rechnen. Also, wer will bei Regen gern ein paar Tage oder Wochen auf seine am...on- Päckchen warten, wo doch heute immer alles „just in Time“, sprich sofort sein muß?
Also Hirn einschalten und nochmal von vorne anfangen zu Denken.
Meine Empfehlung

Gruß O-37
Zitat
O-37
Würde mich mal interessieren, wie viele Leute sich schon für den Job als Güter-Radler angemeldet haben. Über solche Lösungen begeistert zu berichten ist das Eine, sich eine ganzjährige Durchführung desselben vorzustellen das andere. (Noch) ...haben wir in Mitteleuropa keine tropischen Verhältnisse. Es ist wohl desöfteren mit schlechtem Wetter zu rechnen. Also, wer will bei Regen gern ein paar Tage oder Wochen auf seine am...on- Päckchen warten, wo doch heute immer alles „just in Time“, sprich sofort sein muß?
Also Hirn einschalten und nochmal von vorne anfangen zu Denken.
Meine Empfehlung

Als Fahrradkurier ist man kein Schönwetterradler, die arbeiten nämlich beim Essenslieferservice. Außerdem gibt es für Lastendreiräder auch Hauben, sodass der Fahrer zumindest vor Regen und Wind geschützt ist.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
O-37
Würde mich mal interessieren, wie viele Leute sich schon für den Job als Güter-Radler angemeldet haben. Über solche Lösungen begeistert zu berichten ist das Eine, sich eine ganzjährige Durchführung desselben vorzustellen das andere. (Noch) ...haben wir in Mitteleuropa keine tropischen Verhältnisse. Es ist wohl desöfteren mit schlechtem Wetter zu rechnen.

Im Prenzlauer Berg gibt es ja auch schon ein Pilotquartier für die Paketzustellung per Lastenrad. Angesichts der baulichen Dichte wird dort ohnehin in mehr oder weniger jedes Haus täglich ein Paket geliefert. Welchen Vorteil soll die Zustellung per Transporter für den Zusteller dort denn bringen? Klar, er sitzt zwischendrin kurz im Fahrzeug, muss aber zusätzliche Wege vom Auto zum Zustellort und zurück zum Auto laufen. In weitläufigen Einfamilienhausquartieren, wo nur jedes 20. Haus angefahren wird und so zwischen den einzelnen Stopps hunderte Meter liegen, sieht es natürlich anders aus.
Deutsche-Post- oder PinAG-Briefzusteller, die Briefe und Kleinsendungen ausliefern, müssen genauso bei Wind und Wetter fahren. Ebenso wie all die anderen (teils hauptberuflichen) Fahrradkuriere. In Berlin gibt es sogar eine Pizzeriakette, die ihren Lieferdienst mit Fahrrädern durchführt. Ansonsten ist die Antwort wer die Arbeit machen will, wohl ähnlich wie bei Bestattern, Müllfahrern und Toilettenfrauen: Es wird immer Menschen geben, die sich für Jobs begeistern, die andere ablehnen.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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Vielen Dank für das Echo. Hab' einen Briefträger in der Familie, ein Traumjob ist das trotzdem nicht.

Gruß O-37
Zitat
Florian Schulz
Deutsche-Post- oder PinAG-Briefzusteller, die Briefe und Kleinsendungen ausliefern, müssen genauso bei Wind und Wetter fahren. Ebenso wie all die anderen (teils hauptberuflichen) Fahrradkuriere.

Das sind aber diejenigen, die schon einen Job haben und für die Ausweitung grüner Träume nicht zur Verfügung stehen. Um das zu stemmen was heute motorisierte Kuriere und Lieferanten leisten bräuchte es hunderte neue Mitarbeiter, denen es nichts ausmacht bei Wind & Wetter draußen zu sein und auszuliefern. Die zu finden ist erstmal eine große Hürde, vorallem finanziell.
Weiterhin steht das Problem der Kapazität im Raum. Ein Lastenrad, was ohne Führerschein bewegt werden darf, stemmt keine 1-5 Tonnen Last, also braucht es mehr Fahrzeuge und Fahrer, die auch entlohnt werden wollen ohne zusätzlich zum Amt zu rennen oder einen Zweitjob zu haben.
Sprich jede Form von Dienstleistung an der Haustür und Warenanlieferung an Gewerbe und Handwerk wird sich von den Kosten mindestens verdoppeln bis verdreifachen, wenn nicht gar vervierfachen.
Einzige Möglichkeit wird sein sämtliche Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten an zentralen Orten in der Stadt zu bündeln und dort mit Gütertram anzuliefern. Wer nicht mehr krauchen kann und niemanden findet der für einen die Besorgungen erledigt hat halt Pech gehabt.
Die Müllentsorgung könnte mit umweltneutralen Fahrzeugen mit Gasantrieb abgewickelt werden.
Will man das wirklich als lebenswerte Stadt verkaufen? Alles in allem bleibt das Thema eine grüne Blase, die an der Realität platzen wird.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.09.2018 12:35 von Havelländer.
Zitat
Havelländer
Weiterhin steht das Problem der Kapazität im Raum. Ein Lastenrad, was ohne Führerschein bewegt werden darf, stemmt keine 1-5 Tonnen Last, also braucht es mehr Fahrzeuge und Fahrer, die auch entlohnt werden wollen ohne zusätzlich zum Amt zu rennen oder einen Zweitjob zu haben.

Nein, die braucht es nicht, da das Logistikkonzept ein anderes ist, das sogar mit weniger Personal auskommen sollte: es gibt deutlich weniger lange Fahrten ohne Zustellung. Bisher schwärmen vom zentralen Depot am Stadtrand zig Kleinlaster aus, die erstmal in die Innenstadt kommen müssen und später auch wieder von dort zurück. Das macht pro Kleinlaster sicher gern mal eine Stunde oder mehr pro Tag aus. Diese Fahrten werden durch die gebündelte Fahrt mit der Straßenbahn ersetzt.

Aus den Mikrodepots (wie es eines in der Eberswalder Straße gibt) können dann die Auslieferer die Pakete abholen und an die Haushalte verteilen. Da die Wege von den Mikrodepots zu den Empfängern deutlich kürzer sind, kann dieses auch mehrfach pro Tag angefahren werden und die Kapazität der Auslieferfahrzeuge entsprechend kleiner ausfallen. Vorteil ist auch, dass die kleineren Fahrzeuge während der Auslieferung weniger Platz wegnehmen.

Zitat
Havelländer
Die Müllentsorgung könnte mit umweltneutralen Fahrzeugen mit Gasantrieb abgewickelt werden.
Will man das wirklich als lebenswerte Stadt verkaufen?

Im Ergebnis entsteht mit Sicherheit eine lebenswertere Stadt als es heute der Fall ist. Kleinlaster für die Auslieferung sind zur Zeit eines der größten Hindernisse im Stadtverkehr. Würde man hier konsequent kontrollieren und die Behinderungen einzeln ahnden, wären die Unternehmen hinter den Lieferdiensten binnen Monaten pleite. Selbst bei den sehr moderaten deutschen Bußgeldern ist quasi jeder Halt eines Lieferfahrzeugs in Innenstädten mit 20 Euro ahnungswürdig.

Auch in der Müllentsorgung wird man andere Wege gehen müssen. Diese treiben derzeit z.B. in kleineren Wohngebieten die Kosten in die Höhe, da Müllwagen nicht mehr rückwärts fahren sollen. Insofern muss man für jede kleine Wohnsackgasse eine Wendeanlage vorsehen, die so groß ist wie 1-2 ganze Wohngrundstücke.

Es wird also höchste Zeit, die Verkehrsmittel an unsere Städte anzupassen als umgekehrt.
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