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Der BerlKönig der BVG
geschrieben von Micha 
20 Fahrgäste. Respekt :D



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.12.2019 19:28 von Flexist.
Es "droht" das baldige Aus dieses BVG-Vorzeige- und Image-Projekts:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/senat-zweifelt-an-bvg-projekt-berlkoenig-koennte-schon-ende-april-eingestellt-werden/25507754.html

Zitat daraus: "Noch vor einem Jahr erzeugte der Berlkönig doppelt so viel Verkehr, wie er verhinderte."

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
Zitat daraus: "Noch vor einem Jahr erzeugte der Berlkönig doppelt so viel Verkehr, wie er verhinderte."

Dieses Zitat ist allerdings sehr plump aus dem Kontext gerissen. Direkt davon im selben Absatz geht es darum, dass inzwischen mehr Fahrten eingespart werden als verursacht. Dass ein solches Angebot eine Anlaufphase braucht, ist klar. Auch dass das eine Prozent Einsparung noch nicht reicht, ist logisch. Es scheint mir aber grundsätzlich auf einem sinnvollen Weg zu sein, wenn man jetzt abbricht, hat man für Uber & Co. nachgewiesen, dass hier ein Markt besteht, mehr nicht.
Zitat
Lopi2000
Zitat
andre_de
Zitat daraus: "Noch vor einem Jahr erzeugte der Berlkönig doppelt so viel Verkehr, wie er verhinderte."

Dieses Zitat ist allerdings sehr plump aus dem Kontext gerissen. Direkt davon im selben Absatz geht es darum, dass inzwischen mehr Fahrten eingespart werden als verursacht. Dass ein solches Angebot eine Anlaufphase braucht, ist klar. Auch dass das eine Prozent Einsparung noch nicht reicht, ist logisch. Es scheint mir aber grundsätzlich auf einem sinnvollen Weg zu sein, wenn man jetzt abbricht, hat man für Uber & Co. nachgewiesen, dass hier ein Markt besteht, mehr nicht.

Ich hatte den Rest weggelassen, weil er die Sache nicht besser macht: Nach langer Anlaufphase (in der es angeblich eine überwältigende Nachfrage gab; dass das Gegenteil der Fall ist, hatte ich hier schonmal anhand der BVG-Zahlen hergeleitet) gerade mal 1 (!) Prozent Verkehr eingespart, und zwar in einem kalten ungemütlichen Monat, und das für 43 Millionen Euro im Jahr, das führt wohl kaum in absehbarer Zeit zu einem relevanten Nutzen, der den Aufwand rechtfertigt.

Viele Grüße
André
Bezogen auf Lopis Beitrag

Aber Uber und co. sind doch schon längst aktiv. Kollegen, Freunde, Bekannte nutzen das schon längst regelmäßig. Sie sind dann überrascht, wenn ich eine Uber-Fahrt für mich kategorisch ausschließe oder wenn ich frage, warum sie nicht einfach die M10 nutzen und dann in die U8 umsteigen (oder wohin auch immer sie wollen)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2020 10:57 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
oder wenn ich frage, warum sie nicht einfach die M10 nutzen und dann in die U8 umsteigen (oder wohin auch immer sie wollen)

Das liegt doch klar auf der Hand: Es liegt an der M10 und der U8. Die M10 ist fast immer extrem voll und die U8 hat extrem unangenehme Fahrgäste.

Ich fahre trotzdem häufig M10 oder U8. Aber wenn es irgendwie geht, dann nehme ich doch lieber die M1 oder U2.
Zitat
andre_de
Zitat
Lopi2000
Zitat
andre_de
Zitat daraus: "Noch vor einem Jahr erzeugte der Berlkönig doppelt so viel Verkehr, wie er verhinderte."

Dieses Zitat ist allerdings sehr plump aus dem Kontext gerissen. Direkt davon im selben Absatz geht es darum, dass inzwischen mehr Fahrten eingespart werden als verursacht. Dass ein solches Angebot eine Anlaufphase braucht, ist klar. Auch dass das eine Prozent Einsparung noch nicht reicht, ist logisch. Es scheint mir aber grundsätzlich auf einem sinnvollen Weg zu sein, wenn man jetzt abbricht, hat man für Uber & Co. nachgewiesen, dass hier ein Markt besteht, mehr nicht.

Ich hatte den Rest weggelassen, weil er die Sache nicht besser macht: Nach langer Anlaufphase (in der es angeblich eine überwältigende Nachfrage gab; dass das Gegenteil der Fall ist, hatte ich hier schonmal anhand der BVG-Zahlen hergeleitet) gerade mal 1 (!) Prozent Verkehr eingespart, und zwar in einem kalten ungemütlichen Monat, und das für 43 Millionen Euro im Jahr, das führt wohl kaum in absehbarer Zeit zu einem relevanten Nutzen, der den Aufwand rechtfertigt.

Viele Grüße
André

Absolute Geldverschwendung, während die Bahnhöfe auf der U8 verwahrlosen und Bahnhöfszugänge jahrelang gesperrt sind, weil man die billigste Baufirma ausgewählt hat. Gut, dass mit diesen Kindereien jetzt Schluss ist.

______________________

Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
Zitat
PassusDuriusculus
oder wenn ich frage, warum sie nicht einfach die M10 nutzen und dann in die U8 umsteigen (oder wohin auch immer sie wollen)

Das liegt doch klar auf der Hand: Es liegt an der M10 und der U8. Die M10 ist fast immer extrem voll und die U8 hat extrem unangenehme Fahrgäste.

Ich fahre trotzdem häufig M10 oder U8. Aber wenn es irgendwie geht, dann nehme ich doch lieber die M1 oder U2.


Gilt die Ausrede auch, wenn ich stattdessen Ringbahn und M4 geschrieben hätte?
Bei der Ringbahn hab ich eh schon komplett aufgegeben.
Dann gib der Ringbahn mal eine neue Chance. Als ich vor 5 Jahren nach Moabit gezogen bin, bin ich immer gleich die 1,2 km zur U9 gelaufen anstatt die Ringbahn zu nehmen.

Mittlerweile ist die Ringbahn sehr zuverlässig.
Ich finde es traurig, wie sich hier die Mehrheit ins Fäustchen lacht, dass der BerlKönig eingestampft werden soll. Seid ihr wirklich so naiv und glaubt ihr, es würde eine Bahn mehr damit fahren?
Gerade in der Nacht bin ich gerne BerlKönig gefahren. Es ging schneller und es war sicherer. Warum sollte man das als sinnvolle Ergänzung zum Rest nicht einfach beibehalten?

-----------
Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2020 22:35 von LariFari.
Zitat
LariFari
Ich finde es traurig, wie sich hier die Mehrheit ins Fäustchen lacht, dass der BerlKönig eingestampft werden soll. Seid ihr wirklich so naiv und glaubt ihr, es würde eine Bahn mehr damit fahren?

Wie wäre es mit mehren E-Bussen? Zufälligerweise fehlt es gerade ganz aktuell an einem Landeszuschuss in ähnlicher Größenordnung wie der BerlKönig kostet, um die Personalkostensteigerung der BVG auszugleichen, was ja derzeit die E-Bus-Bestellung blockiert. Und hier im Forum bestand darüber hinaus ja weitgehend Konsens, dass die Einkommenssteigerungen nötig waren, um wieder ausreichend Fahrer und damit mehr Busse/Züge auf die Straßen zu bekommen. Man kann eben jede Million nur einmal ausgeben.

Zitat
LariFari
Warum sollte man das als sinnvolle Ergänzung zum Rest nicht einfach beibehalten?

Weil der Nutzen dieser sinnvollen Ergänzung nicht hoch genug ist, um ihn sich jedes Jahr 43 Millionen Euro kosten zu lassen (und da sind die weggefallenen Ticket-Einnahmen nicht mal eingerechnet).

EDIT: Ach ja: Weil hier das Argument kam, dass ohne die BVG irgendwelche "Konzerne" das Geschäft übernehmen würden und das dann total böse wäre. Was denkst Du denn, was mit diesen jährlich 43 Millionen Euro passiert? Die damit finanzierten Leistungen und Aufwände liegen ja nicht bei der BVG. Vielmehr geht das Geld nahezu 1:1 als cash-out an dieses Tochterunternehmen des Mercedes-Benz-Konzerns. ÖPNV-Gelder an einen Automobil-Hersteller, der damit vor allem sein Image aufpoliert und nebenbei noch schön Gewinn macht.

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2020 22:55 von andre_de.
Hallo,

Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
und die U8 hat extrem unangenehme Fahrgäste.

So unterschiedlich kann das Empfinden sein. Unter den U-Bahnlinien hat aus meiner Sicht die U2 die unangenehmsten Fahrgäste, vornehmlich morgens zwischen 8 und 10 Uhr zwischen Pankow und Gleisdreieck stadteinwärts sowie zwischen 17 und 19 Uhr auf dem selben Abschnitt in der Gegenrichtung - nahezu alles Bürohengste und -stuten. Auf der U8 ist das Publikum da doch um einiges angenehmer.

Zitat
LariFari
Gerade in der Nacht bin ich gerne BerlKönig gefahren. Es ging schneller und es war sicherer. Warum sollte man das als sinnvolle Ergänzung zum Rest nicht einfach beibehalten?

Vielleicht weil der Großteil der Fahrgäste nicht dazu bereit ist, die Taxifahrten einer überkandidelten Bohème zu finanzieren?

Der Berlkönig wäre nur dann eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot, wenn er auf halbwegs festgelegten Routen jede noch so kleine Straße im Taktverkehr anbinden würde, in der es derzeit kein Angebot gibt - und zwar zum regulären BVG-Tarif ohne jegliche Zusatzkosten für den Fahrgast.

Viele Grüße vom Oberdeck...


BVG - Doofheit auf Rädern!
Zitat
Oberdeck
Der Berlkönig wäre nur dann eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot, wenn er auf halbwegs festgelegten Routen jede noch so kleine Straße im Taktverkehr anbinden würde, in der es derzeit kein Angebot gibt - und zwar zum regulären BVG-Tarif ohne jegliche Zusatzkosten für den Fahrgast.

Das wird sich der Senat nicht leisten wollen. Und die BVG kann es beim besten Willen nicht. Und eigenwirtschaftlich funktioniert das nicht.

so long

Mario
Joe
Re: Der BerlKönig der BVG
06.02.2020 00:31
Zitat
Oberdeck
Hallo,

Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
und die U8 hat extrem unangenehme Fahrgäste.

So unterschiedlich kann das Empfinden sein. Unter den U-Bahnlinien hat aus meiner Sicht die U2 die unangenehmsten Fahrgäste, vornehmlich morgens zwischen 8 und 10 Uhr zwischen Pankow und Gleisdreieck stadteinwärts sowie zwischen 17 und 19 Uhr auf dem selben Abschnitt in der Gegenrichtung - nahezu alles Bürohengste und -stuten. Auf der U8 ist das Publikum da doch um einiges angenehmer.

Auch ich fahre lieber in der U2 mit Bürohengsten und -stuten als in der U8 mit Drogenheinis, Bettlern und Musikanten.
Re: Der BerlKönig der BVG
06.02.2020 01:11
Zitat
Joe
Zitat
Oberdeck
Hallo,

Zitat
Beförderungsfall Nr. 8821
und die U8 hat extrem unangenehme Fahrgäste.

So unterschiedlich kann das Empfinden sein. Unter den U-Bahnlinien hat aus meiner Sicht die U2 die unangenehmsten Fahrgäste, vornehmlich morgens zwischen 8 und 10 Uhr zwischen Pankow und Gleisdreieck stadteinwärts sowie zwischen 17 und 19 Uhr auf dem selben Abschnitt in der Gegenrichtung - nahezu alles Bürohengste und -stuten. Auf der U8 ist das Publikum da doch um einiges angenehmer.

Auch ich fahre lieber in der U2 mit Bürohengsten und -stuten als in der U8 mit Drogenheinis, Bettlern und Musikanten.


Bei mir fahren immer nur Shopping-Touristen in der U8 und das obwohl ich den gefährlichen Abschnitt meine!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Was shoppen die denn? Drogen für die nächste Party? ;-D
Re: Der BerlKönig der BVG
06.02.2020 08:33
Zitat
PassusDuriusculus
Was shoppen die denn? Drogen für die nächste Party? ;-D

Diese Kunden kommen mit dem Berlkönig, da ihnen die U-Bahn zu dreckig und zu gefährlich ist oder der Koks (oder was auch immer) kommt per Taxi!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Man merkt, dass hier viele Boomer am Werk sind.

Die U8 hat ein sehr gemischtes Publikum. Was dort heute abends und nachts unterwegs ist, war vor 20 Jahren in der U2 auf dem nördlichen Abschnitt unterwegs.

Trotz diverser Obdachloser, Musiker, etc. fühle ich mich bel durchzechten Partynächten auf der U8 nicht unsicher.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
Zitat
PassusDuriusculus
Dann gib der Ringbahn mal eine neue Chance. Als ich vor 5 Jahren nach Moabit gezogen bin, bin ich immer gleich die 1,2 km zur U9 gelaufen anstatt die Ringbahn zu nehmen.

Mittlerweile ist die Ringbahn sehr zuverlässig.

Zuverlässig voll... Wenn es mal Probleme auf der U2 gibt, dann versuche ich ab und an in Schönhauser Allee die Ringbahn Richtung Westen zu nehmen. Da komme ich oft nicht in die nächste Bahn.

Zitat
Oberdeck
So unterschiedlich kann das Empfinden sein. Unter den U-Bahnlinien hat aus meiner Sicht die U2 die unangenehmsten Fahrgäste, vornehmlich morgens zwischen 8 und 10 Uhr zwischen Pankow und Gleisdreieck stadteinwärts sowie zwischen 17 und 19 Uhr auf dem selben Abschnitt in der Gegenrichtung - nahezu alles Bürohengste und -stuten. Auf der U8 ist das Publikum da doch um einiges angenehmer.
Bürohengste beißen nicht und mit den Touristen auf der U2 kommt man gut ins Gespräch.
Aber ich habe echt keine Lust auf pöbelnde, besoffene und stinkende Fahrgäste, die ich morgens (!!!) zwischen 8 und 10 regelmäßig auf der U8 ab Rosenthaler Platz ertragen muss. Die Suche im Netz nach "gefährlichste u-bahn Deutschland" gibt als Top-Treffer ebenfalls die U8 an.

Zitat
Oberdeck
Der Berlkönig wäre nur dann eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot, wenn er auf halbwegs festgelegten Routen jede noch so kleine Straße im Taktverkehr anbinden würde, in der es derzeit kein Angebot gibt - und zwar zum regulären BVG-Tarif ohne jegliche Zusatzkosten für den Fahrgast.
Wieso denn unbedingt Taktverkehr? Gerade die App macht doch dynamisches Routing möglich. Bediengebiete rund um Nahverkehrsknoten wären die ideale Lösung, so dass der BerlKönig als Zubringer für den ÖPNV fungieren könnte.


Zitat
andre_de
Weil der Nutzen dieser sinnvollen Ergänzung nicht hoch genug ist, um ihn sich jedes Jahr 43 Millionen Euro kosten zu lassen (und da sind die weggefallenen Ticket-Einnahmen nicht mal eingerechnet).
Das liegt aber weniger am Nutzen, sondern eher daran, dass die Entscheider das Potential nicht erkennen.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2020 10:48 von Beförderungsfall Nr. 8821.
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