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VDV 365 € Ticket nicht zielführend
geschrieben von Bernd 
Hallo,

Der VDV ( Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) hat eine Pressemeldung veröffentlich, das ein 365 € Ticket nicht zur Verringerung der Pkw Benutzung führen wird..

Hier der Link zur PM der VDV vom Lok-Report Homepage:

[www.lok-report.de]

Text:
VDV: Angebotsoffensive statt 365-Euro-Tickets

Ich teile die Meinung des VDV!

Gruß
Bernd
Zitat
Bernd
Hallo,

Der VDV ( Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) hat eine Pressemeldung veröffentlich, das ein 365 € Ticket nicht zur Verringerung der Pkw Benutzung führen wird..

Hier der Link zur PM der VDV vom Lok-Report Homepage:

[www.lok-report.de]

Text:
VDV: Angebotsoffensive statt 365-Euro-Tickets

Ich teile die Meinung des VDV!

Gruß
Bernd

Prima, dann können wir das ja einführen. Die Verkehrsmittel werden nicht überrannt, der Tarif wird einfacher und der Preis entspricht mehr der mageren Qualität.

*******
Das wird man doch wohl noch schreiben dürfen! ;-)
Zitat
Logital
Zitat
Bernd
Hallo,

Der VDV ( Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) hat eine Pressemeldung veröffentlich, das ein 365 € Ticket nicht zur Verringerung der Pkw Benutzung führen wird..

Hier der Link zur PM der VDV vom Lok-Report Homepage:

[www.lok-report.de]

Text:
VDV: Angebotsoffensive statt 365-Euro-Tickets

Ich teile die Meinung des VDV!

Gruß
Bernd

Prima, dann können wir das ja einführen. Die Verkehrsmittel werden nicht überrannt, der Tarif wird einfacher und der Preis entspricht mehr der mageren Qualität.

Es wird ja nur auf den ersten Blick billiger. Denn gleichzeitig werden dann die Zuschüsse steigen, also müssen die Steuern steigen, damit die Einnahmen der öffentlichen Hand steigen um die Zuschüsse weiterhin bezahlen zu können.

Schüler, Studenten und Inhaber des Sozialtickets fahren heute schon billiger. Und die anderen sind eben auch genau die, die maßgeblich für das Steueraufkommen sorgen. Senkt man für diese Gruppen die Ticketpreise, dann muss man sich es von genau den selben Personen an anderer Stelle über höhere Steuern und Abgaben wieder holen. Das ist doch am Ende ein Spiel Linke-Tasche-Rechte-Tasche.

Eine deutlichen Zugewinn an Fahrgästen könnte der ÖPNV auch gar nicht erreichen, schließlich sind U- und S-Bahnen heute schon mehr als nur "gut gefüllt". Daher ist diese ganze Diskussion nur ein Ablenkungsmanöver. Viel sinnvoller wäre es, Maßnahmen zu ergreifen, die dazu führen, dass die U-Bahnen in voller Länge und in normalen Takten fahren, dass die S-Bahn auf allen Linien mit Vollzügen fahren und es ausreichend Fahrer für die bereits vorhandenen Straßenbahnen gibt.
Zitat
Balu der Bär
Und die anderen sind eben auch genau die, die maßgeblich für das Steueraufkommen sorgen. Senkt man für diese Gruppen die Ticketpreise, dann muss man sich es von genau den selben Personen an anderer Stelle über höhere Steuern und Abgaben wieder holen. Das ist doch am Ende ein Spiel Linke-Tasche-Rechte-Tasche.

Dies passt aber nur, soweit man - unzulässigerweise - davon ausgeht, dass diese Gruppen mindestens für den Großteil ihrer Wege den ÖPNV nutzt. Eine steuerfinanzierte Fahrpreissenkung würde idealerweise dazu beitragen, Verkehre von der Straße auf den ÖPNV zu verlagern. Somit würden die Steuergelder der MIV-nutzenden Teile dieser Gruppe dazu beitragen, den ÖPNV zu vergünstigen, was insoweit fair wäre, als dass diese auch von einer entsprechenden Entlastung der Straßen und der MIV-Folgekosten profitieren würden.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Balu der Bär
Und die anderen sind eben auch genau die, die maßgeblich für das Steueraufkommen sorgen. Senkt man für diese Gruppen die Ticketpreise, dann muss man sich es von genau den selben Personen an anderer Stelle über höhere Steuern und Abgaben wieder holen. Das ist doch am Ende ein Spiel Linke-Tasche-Rechte-Tasche.

Dies passt aber nur, soweit man - unzulässigerweise - davon ausgeht, dass diese Gruppen mindestens für den Großteil ihrer Wege den ÖPNV nutzt. Eine steuerfinanzierte Fahrpreissenkung würde idealerweise dazu beitragen, Verkehre von der Straße auf den ÖPNV zu verlagern. Somit würden die Steuergelder der MIV-nutzenden Teile dieser Gruppe dazu beitragen, den ÖPNV zu vergünstigen, was insoweit fair wäre, als dass diese auch von einer entsprechenden Entlastung der Straßen und der MIV-Folgekosten profitieren würden.

Verlagerung setzt doch aber freie Kapazitäten voraus. Und die sind doch gar nicht vorhanden. Ein Blick morgens in die U2, U7 oder Ringbahn reicht doch vollkommen aus. Das sind ja teilweise schon Tokyoter Zustände. Da passt rein physisch niemand mehr rein.

Daher geht es in der ganzen Diskussion nur um eine Umfinanzierung, die zu überhaupt keiner Veränderung des Modal Split führen wird und kann. Man kann sich nur im Nachhinein hinstellen und sich brüsken, dass man weitere Leistungen sozialisiert hat. Das ist genauso unsinnig wie der Mietendeckel, der auch nicht dazu führt, dass mehr Wohnungen sind. Bei Mangel-Problemen muss man den Mangel beheben und nicht den Preis senken, weil das Produkt nur in unzureichendem Maße zur Verfügung steht. Insbesondere dann, wenn die Nachfrage konstant ist und sich nicht beeinflussen lässt. (Jeder möge für sich mal das Beispiel an Toiletten-Papier durchdenken. Auch hier kann die Nachfrage als konstant angenommen werden. Wenn es zuwenig Angebot gibt, ist es keine zielführende Lösung, politisch gewollt den Preis zu verbilligen.)

Will man wirklich den Modal Split zugunsten des ÖPNV verschieben, dann muss man die Kapazitäten ausbauen.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Balu der Bär
Und die anderen sind eben auch genau die, die maßgeblich für das Steueraufkommen sorgen. Senkt man für diese Gruppen die Ticketpreise, dann muss man sich es von genau den selben Personen an anderer Stelle über höhere Steuern und Abgaben wieder holen. Das ist doch am Ende ein Spiel Linke-Tasche-Rechte-Tasche.

Dies passt aber nur, soweit man - unzulässigerweise - davon ausgeht, dass diese Gruppen mindestens für den Großteil ihrer Wege den ÖPNV nutzt. Eine steuerfinanzierte Fahrpreissenkung würde idealerweise dazu beitragen, Verkehre von der Straße auf den ÖPNV zu verlagern. Somit würden die Steuergelder der MIV-nutzenden Teile dieser Gruppe dazu beitragen, den ÖPNV zu vergünstigen, was insoweit fair wäre, als dass diese auch von einer entsprechenden Entlastung der Straßen und der MIV-Folgekosten profitieren würden.

Wobei ich in diesem Fall davon ausgehe das diese Steuerlast dann ungleich verteilt wird.
Der Arbeiter oder Angestellte, dem diese höheren Steuern auferlegt werden, hat weitaus weniger Möglichkeiten die Last zu minimieren,
als Selbstständige, Rechtsanwälte tätige und andere gut Verdienende- die streifen das ab wie die Scheisse vom Stock und fahren weiter mit dem Auto.
Der Schichtarbeiter der zu den unmöglichsten Zeiten Dienstbeginn und Ende hat ist in den Allerwertesten gekniffen.

T6JP
Zitat
Balu der Bär
Will man wirklich den Modal Split zugunsten des ÖPNV verschieben, dann muss man die Kapazitäten ausbauen.

Das muss man natürlich auch, ja. Aber das eine hat mit dem anderen nur bedingt zu tun. Der politische Wille für eine Stärkung des ÖPNV muss ebenso da sein, wie der politische Wille für eine Verkehrswende. Man kann aber in beiden Handlungsfeldern etwas tun.

Zitat
T6Jagdpilot
Der Arbeiter oder Angestellte, dem diese höheren Steuern auferlegt werden, hat weitaus weniger Möglichkeiten die Last zu minimieren,
als Selbstständige, Rechtsanwälte tätige und andere gut Verdienende- die streifen das ab wie die Scheisse vom Stock und fahren weiter mit dem Auto.
Der Schichtarbeiter der zu den unmöglichsten Zeiten Dienstbeginn und Ende hat ist in den Allerwertesten gekniffen.

Ja, das wird sicherlich so kommen, hat aber weniger mit der Frage der ÖPNV-Finanzierung zu tun als mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit unseres Steuersystems. Solange sich aber die (Schicht-)Arbeiter und Angestellten von neoliberal-orientierten Parteien in die Irre führen lassen, wird sich dies nicht ändern.
Zitat
Balu der Bär
Zitat
Logital
Zitat
Bernd
Hallo,

Der VDV ( Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) hat eine Pressemeldung veröffentlich, das ein 365 € Ticket nicht zur Verringerung der Pkw Benutzung führen wird..

Hier der Link zur PM der VDV vom Lok-Report Homepage:

[www.lok-report.de]

Text:
VDV: Angebotsoffensive statt 365-Euro-Tickets

Ich teile die Meinung des VDV!

Gruß
Bernd

Prima, dann können wir das ja einführen. Die Verkehrsmittel werden nicht überrannt, der Tarif wird einfacher und der Preis entspricht mehr der mageren Qualität.

Es wird ja nur auf den ersten Blick billiger. Denn gleichzeitig werden dann die Zuschüsse steigen, also müssen die Steuern steigen, damit die Einnahmen der öffentlichen Hand steigen um die Zuschüsse weiterhin bezahlen zu können.

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Schon klar. Steuern werden aber von allen erhoben, nicht nur von den ÖPNV Nutzern. Somit wird es unterm Strich für eie heutigen ÖPNV Kunden preiswerter und für die dauerhaften Autofahrer teurer.

*******
Das wird man doch wohl noch schreiben dürfen! ;-)
Eigentlich geht es doch um die armen Mitarbeiter der BVG, die schon heute zum Nulltarif Busse und Bahnen nutzen könnten, und zukünftig Ermäßigungen für andere über die Nebenkosten für das herrlich bequeme Auto finanzieren sollen. Das geht ja mal gar nicht!!111!11einself!!
Zitat
Balu der Bär

Verlagerung setzt doch aber freie Kapazitäten voraus. Und die sind doch gar nicht vorhanden. Ein Blick morgens in die U2, U7 oder Ringbahn reicht doch vollkommen aus. Das sind ja teilweise schon Tokyoter Zustände. Da passt rein physisch niemand mehr rein.

Daher geht es in der ganzen Diskussion nur um eine Umfinanzierung, die zu überhaupt keiner Veränderung des Modal Split führen wird und kann. Man kann sich nur im Nachhinein hinstellen und sich brüsken, dass man weitere Leistungen sozialisiert hat. Das ist genauso unsinnig wie der Mietendeckel, der auch nicht dazu führt, dass mehr Wohnungen sind. Bei Mangel-Problemen muss man den Mangel beheben und nicht den Preis senken, weil das Produkt nur in unzureichendem Maße zur Verfügung steht. Insbesondere dann, wenn die Nachfrage konstant ist und sich nicht beeinflussen lässt. (Jeder möge für sich mal das Beispiel an Toiletten-Papier durchdenken. Auch hier kann die Nachfrage als konstant angenommen werden. Wenn es zuwenig Angebot gibt, ist es keine zielführende Lösung, politisch gewollt den Preis zu verbilligen.)

Will man wirklich den Modal Split zugunsten des ÖPNV verschieben, dann muss man die Kapazitäten ausbauen.

(Etwas außerhalb unseres Themas: Ziel des "Mietendeckels" ist nicht die Schaffung von Wohnraum, sondern der Versuch des Landes, in einem nicht funktionierenden Markt (woran das Land ja auch einen großen Anteil hat) für "normale Menschen" in der Mieterstadt Berlin die Chancen zu verbessern, eine angemessene Wohnung zu einem angemessenen Preis mieten zu können.

Solche staatlichen Eingriffe sind meines Erachtens vollkommen selbstverständlich. Verzichtet man auf solche Eingriffe - die durchaus eine Verwaltung des Mangels an Wohnraum sind -, fliegt einem die Gesellschaft irgendwann um die Ohren und irgendwelche "Menschenfänger" bieten andere Lösungsmuster an. Auf diesem Weg sind die meisten westlichen (und auch "östlichen") Gesellschaften in den letzten Jahrzehnten leider ein "gutes" Stück vorangekommen.)

1. Unter verkehrs- umwelt- und auch sozialpolitschen Gesichtspunkten sollte der Preis für die öffentlichen Verkehrsmittel jedenfalls kein Hindernis für seine Nutzung sein. Mal ein Preisbeispiel aus dem RMV: Es ist noch nicht lange her, da wurde für eine S-Bahnfahrt von "Offenbach, Ledermuseum" nach "Frankfurt (Main) Mühlberg" (zwei Stationen, Fahrtdauer etwa fünf Minuten) ein Preis von 5,80 € aufgerufen. Inzwischen wurde dieser Preis (nach meiner Erinnerung zum 1.01.2019) auf 4,50 € gesenkt. Solche Preise sind schon eine "Ansage" gegen evtl. "drohende" Fahrgäste.

2. Außerdem sollte der ÖV wegen der unter 1. genannten Gesichtspunkte im Vergleich zum MIV stärker staatlich gestützt werden. Meist freies Parken und ein Preisbeispiel wie in 1. genannt: Das paßt nicht.

3. Wenn der Anteil des ÖV wachsen soll, braucht man mehr Züge, Busse, Gleise, Buslinien mit ordentlichem Bedienungsstandard (etwa 60% der Einwohner in unserem Land leben in Städten und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von unter 50.000) usw., da sind wir uns vollkommen einig.

Heute morgen habe ich von einer "Bauernmilliarde" gehört. Eine "ÖPNV-Milliarde" pro Jahr, um mit ihr den übrigen ÖV in der Fläche ausbauen zu können, würde ich gut finden.

Einen schönen Donnerstag wünscht Euch
Marienfelde
Danke, sehr gut geschrieben
Zitat
VvJ-Ente
Eigentlich geht es doch um die armen Mitarbeiter der BVG, die schon heute zum Nulltarif Busse und Bahnen nutzen könnten, und zukünftig Ermäßigungen für andere über die Nebenkosten für das herrlich bequeme Auto finanzieren sollen. Das geht ja mal gar nicht!!111!11einself!!

Aber mit der Fahrkarte für Mitarbeiter der BVG darf man nur S-Bahn- und BVG-Verkehrsmittel nutzen, keine SRS, keine sonstigen Verkehrsmittel im Umland von Berlin, noch nicht mal Regionalverkehr. Von dem Standard einer Umweltkarte ist man hier weit entfernt!Sechzehn3Viertel!40Sieben!!

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Um es kurzzufassen:

365 Euroticket bringt meiner Meinung nach keine wirkliche Entlastung des PKW-Verkehrs, weil sich die Autofahrer dieses Ticket eher zusätzlich zum PKW leisten, statt anstelle der eigenen vier Räder.

Würden z.b. 10.000 Autofahrer sich dieses Ticket holen, wären das gerade einmal 3,65 Mio Euro zusätzliche Einnahmen. Wieviele km Neubaustrecke bekommt man dafür? ;-)
Zitat
VvJ-Ente
Eigentlich geht es doch um die armen Mitarbeiter der BVG, die schon heute zum Nulltarif Busse und Bahnen nutzen könnten, und zukünftig Ermäßigungen für andere über die Nebenkosten für das herrlich bequeme Auto finanzieren sollen. Das geht ja mal gar nicht!!111!11einself!!

Ja und??
Die Krankenschwestern, Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe und was weis wer die die genauso beschissenen Dienstzeiten haben, werden deshalb auch nicht aufs Fahrrad steigen,
weil nachts ein sporadisch bis gar nicht vorhandenes Öffinetz besteht, erst recht am WE.
Die dürfen die Öffi-GEZ dann mitblechen, ohne was dafür nutzen zu können vom ÖPNV Kuchen.
Vieleicht merkt man es dann wenn die alle man hinschmeissen würden und man in der Notaufnahme gar nicht mehr rankommt ...
und die Bahnen und Busse und Regios erst dann vom Hof fahren können, wenn die Kutscher im passenden Halbstunden Takt zu ihrem Hof kommen...
und nicht einen Nachbus/Bahn/Zug früher fahren müssen um pünktlich zum Dienst zu kommen...
ihr Nahverkehrstheorethiker lasst Euch mal so einen Fahrerturnus oder Dienstschichten einer Notaufnahme überhelfen, und dann sabbelt nochmal solchen Dummfug...
08154711

T6JP
PS: Mein Vorschreiber hat ja schon erwähnt, es ist eine kastrierte Freifahrt, weit weniger wert als ein richtiges Abo...
die Zeiten wo man damit grob gesagt alles im Bereich C mitnutzen konnte sind lange lange vorbei.......
Zitat
T6Jagdpilot
weil nachts ein sporadisch bis gar nicht vorhandenes Öffinetz besteht, erst recht am WE.

Gerade am Wochenende gibt es doch nachts durch S- und U-Bahn ein sehr viel besseres Öffinetz als unter der Woche!

Zitat
T6Jagdpilot
Die dürfen die Öffi-GEZ dann mitblechen, ohne was dafür nutzen zu können vom ÖPNV Kuchen.

Die Mär, dass die paar, die den ÖPNV aus guten Gründen tatsächlich nicht sinnvoll nutzen können, nichts von den Geldern haben, die er kostet, wird auch nicht wahrer, wenn man sie wiederholt. Und wenn es eine bessere Luftqualität oder weniger Verkehr auf der Rückfahrt von der Arbeit ist.

Zitat
T6Jagdpilot
Nahverkehrstheorethiker [...] Dummfug...

Das ein paar Zeilen unter der Bemerkung zu schreiben, der Nachtverkehr sei erst recht am Wochenende sporadisch bis gar nicht vorhanden, ist schon etwas mutig.

***

Zurück zum Thema: Ich möchte nochmal an die schon mehrmals verlinkte Untersuchung zu Wien erinnern. Sie kam zu dem Ergebnis, dass die 365-Euro-Jahreskarte gar nicht so entscheidend für den hohen ÖV-Anteil ist, sondern Natzdichte und Fahrplanangebot. [civity.de]

Gerade das Diagramm "Angebotsdichte" ist wirklich interessant: demzufolge gibt es in Wien pro Hektar Siedlungs- und Vekehrsfläche ein Drittel mehr Haltestellen als Berlin - und die werden pro Tag auch noch von mehr Fahrten bedient.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.01.2020 14:40 von def.
Zitat
def


Das ein paar Zeilen unter der Bemerkung zu schreiben, der Nachtverkehr sei erst recht am Wochenende sporadisch bis gar nicht vorhanden, ist schon etwas mutig.

Ich glaube, er meint wohl eher das Fahrtenangebot am WE im Gegensatz zu normalen Wochentagen. Am Wochenende hat man ausserhalb der Schnellbahnnetze in den Außenbezirken mal ganz schnell 50 Prozent mehr Fahrzeit.
Und ehrlich gesagt sollte man dann auch nicht schreckhaft sein und sich von alkoholisierten und aggressiven Menschen fürchten...
Und wenn hier einer fragt, wer "man" is: Ich! Jahrelang von Buckow nach Lichterfelde am WE gegondelt. War oftmals kein Zuckerschlecken. Da kann ich jeden verstehen, der sich sowas nicht mit dem ÖPNV antuen will.
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
VvJ-Ente
Eigentlich geht es doch um die armen Mitarbeiter der BVG, die schon heute zum Nulltarif Busse und Bahnen nutzen könnten, und zukünftig Ermäßigungen für andere über die Nebenkosten für das herrlich bequeme Auto finanzieren sollen. Das geht ja mal gar nicht!!111!11einself!!

Ja und??
Die Krankenschwestern, Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe und was weis wer die die genauso beschissenen Dienstzeiten haben, werden deshalb auch nicht aufs Fahrrad steigen,
weil nachts ein sporadisch bis gar nicht vorhandenes Öffinetz besteht, erst recht am WE.
Die dürfen die Öffi-GEZ dann mitblechen, ohne was dafür nutzen zu können vom ÖPNV Kuchen.
Vieleicht merkt man es dann wenn die alle man hinschmeissen würden und man in der Notaufnahme gar nicht mehr rankommt ...
und die Bahnen und Busse und Regios erst dann vom Hof fahren können, wenn die Kutscher im passenden Halbstunden Takt zu ihrem Hof kommen...
und nicht einen Nachbus/Bahn/Zug früher fahren müssen um pünktlich zum Dienst zu kommen...
ihr Nahverkehrstheorethiker lasst Euch mal so einen Fahrerturnus oder Dienstschichten einer Notaufnahme überhelfen, und dann sabbelt nochmal solchen Dummfug...
08154711

T6JP
PS: Mein Vorschreiber hat ja schon erwähnt, es ist eine kastrierte Freifahrt, weit weniger wert als ein richtiges Abo...
die Zeiten wo man damit grob gesagt alles im Bereich C mitnutzen konnte sind lange lange vorbei.......

Ich weiß nicht, warum Du konsequent an Dir selbst vorbeiargumentierst? Du antwortest auf "Autofahren in Berlin sofort verbieten!" - hier geht es aber um "Jahreskarte auf 365 Euro verbilligen."
Warum versuchst du krampfhaft, Argumente zu entkräften, die niemand gebracht hat? Jedenfalls nicht Deine vermutete Gegenseite?



Bekanntlich ist Wien nach Einführung der 365-Euro-Karte
- noch pleiter als Berlin und Griechenland zusammen
- im Lebensqualitätsranking und 10 Plätze abgestiegen
- befreit von Notärzten, Krankenschwestern und Bimkutschern
- im übrigen zu einem Aschehäufchen implodiert.

In welcher Welt lebst Du eigentlich? Manchmal hab ich den Eindruck, Köpenick fliegt noch weiter außerhalb der Milchstraße als Spandau.
Zitat
schallundrausch
Manchmal hab ich den Eindruck, Köpenick fliegt noch weiter außerhalb der Milchstraße als Spandau.

Ey! ;-)

Immerhin haben die Köpenicker noch ihre Straßenbahn, uns Spandauern wurde sie 1966/1967 genommen...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Joe
Zitat
def


Das ein paar Zeilen unter der Bemerkung zu schreiben, der Nachtverkehr sei erst recht am Wochenende sporadisch bis gar nicht vorhanden, ist schon etwas mutig.

Ich glaube, er meint wohl eher das Fahrtenangebot am WE im Gegensatz zu normalen Wochentagen. Am Wochenende hat man ausserhalb der Schnellbahnnetze in den Außenbezirken mal ganz schnell 50 Prozent mehr Fahrzeit.
Und ehrlich gesagt sollte man dann auch nicht schreckhaft sein und sich von alkoholisierten und aggressiven Menschen fürchten...
Und wenn hier einer fragt, wer "man" is: Ich! Jahrelang von Buckow nach Lichterfelde am WE gegondelt. War oftmals kein Zuckerschlecken. Da kann ich jeden verstehen, der sich sowas nicht mit dem ÖPNV antuen will.

@def - komm dem Tiefflieger nicht mit Fakten, die verdaut er nicht :D
@Joe - ihr alle, auch der T6 - habt recht, in dem was ihr sagt. Eine richtige Aussage im falschen Kontext macht aber kein Argument.
Will sagen: Es gibt viele gute Gründe
- den Nachtverkehr auszuweiten und zu verbessern
- Erschließung von Randbezirken zu verbessern
- Sauberkeit und
- subjektive Sicherheit in Bussen und Bahnen zu steigern.

Das alles hat aber nichts mit dem 365-Euro-Ticket zu tun. Weder schließt das eine das andere aus, noch bedingen sie sich gegenseitig. Natürlich muss ein Nahverkehr attraktiv getaktet und hinreichend angenehm sein. Und zwar unabhängig vom Preis. Billige Tickets führen ja nicht zu mehr Leidensbereitschaft bei den Kunden.
Zitat
B-V 3313
Zitat
schallundrausch
Manchmal hab ich den Eindruck, Köpenick fliegt noch weiter außerhalb der Milchstraße als Spandau.

Ey! ;-)

Immerhin haben die Köpenicker noch ihre Straßenbahn, uns Spandauern wurde sie 1966/1967 genommen...

Mit der Straßenbahn geht es bekanntlich nur bis zum Orionnebel. Danach nur noch weiter per Anhalter.
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