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Tagbrüche in Spandau
geschrieben von M69 
M69
Tagbrüche in Spandau
04.02.2020 01:15
Es kommt in letzter Zeit vermehrt zu Bergbauschäden, so genannten Tagbrüchen, die zunehmend den ÖPNV behindern.
Am U Bhf Rathaus Spandau Ausgang Altstädter Ring Fahrtrichtung Nord kam es gestern Abend zu einem weiteren Vorfall, der zur Folge hat das der gesamte Ausgang gesperrt werden musste, was zu erheblich längeren Umsteigewegen führt. Einige weitere schon länger bestehende Tagbrüche sind nur unweit an der Haltestelle des M45/134 Fahrtrichtung Nord auf dem Gehsteig sowie eine Station weiter an der Haltestelle Moritzstr in Fahrtrichtung Nord auf der Fahrbahn.
In den letzten Monaten kam es schon an der ehem. Endstelle Kaserne Hottengrund sowie mehrfach auf dem Gehsteig an der Haltestelle Mertensstr Fahrtrichtung Nord zu solchen Vorkommnissen. Ein bis heute nur durch einen mannshohen Zaun gesicherter Vorfall befindet sich an der Haltestelle Mertensstr der Linie 139 in Richtung Innenstadt, hier im Vorgarten des Wohnhauses.
Das durch die sich in keinster Weise ankündigenden Vorkommnisse noch kein Fahrgast verletzt wurde ist nur großes Glück.

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Eisern Union!
Wie kommst du darauf, dass es sich um Bergbauschäden handelt? Welcher Bergbau wird denn unter Spandau betrieben?

Viele Grüße
Florian Schulz

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Zitat
Florian Schulz
Wie kommst du darauf, dass es sich um Bergbauschäden handelt? Welcher Bergbau wird denn unter Spandau betrieben?

Viele Grüße
Florian Schulz

Zumal wäre dem so würde drüber berichtet werden, habe aber nichts dazu gefunden das Spandau quasi auseinander fällt, geschweige denn dort jemals Bergbau betrieben wurde.
Re: Tagbrüche in Spandau
04.02.2020 10:21
Zitat
Florian Schulz
Wie kommst du darauf, dass es sich um Bergbauschäden handelt? Welcher Bergbau wird denn unter Spandau betrieben?

Viele Grüße
Florian Schulz

Es sind ja nicht nur Menschen, die unter Tage arbeiten...

Ich würde da jetzt mal auf Ratten in Verbindung mit Regenwasser tippen!

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat

"M69" am 4.2.2020 um 1.15 Uhr:

Es kommt in letzter Zeit vermehrt zu Bergbauschäden, so genannten Tagbrüchen, die zunehmend den ÖPNV behindern.

Da in Berlin kein traditioneller Bergbau stattfindet, kann es hier auch keinen "Tagbruch" oder, wie es Wikipedia als Stichwort führt, "Tagesbruch" geben. Meistens handelt es sich eher um Unterspülungen oder Absackungen.

Du hast drei Orte genannt, an denen Du "Löchern im Boden" gesehen hast, warum meldest Du das nicht dem Ordnungsamt oder der BVG, damit dieses/diese Sicherungen durch Sperrungen veranlassen kann? Im nördlichen Verteilergeschoss des U-Bahnhofs Rathaus Spandau ist ein Servicepunkt der BVG, da könntest Du über diese Schäden formlos Bescheid geben.

Die Haltestelle an der Blücher-Kaserne ("Kaserne Hottengrund") kenne ich aus den 14 Jahren, in denen ich gegenüber wohnte. Da gab es immer wieder 'mal Wegplattenverwerfungen durch Wurzelwuchs oder Unterspülungen durch übermäßigen Regen. Es hat ein wenig gedauert, bis das Straßen- und Grünflächenamt Spandau davon Kenntnis erlangte, aber irgendwann war das Loch wieder geschlossen.

Versuch's 'mal!

Gruß, Thomas

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Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Jay
Re: Tagbrüche in Spandau
04.02.2020 10:50
@Thomas: Er schrieb doch, dass die Stellen bereits gesichert sind. Ihm ging es darum, dass eine solche Setzung spontan quasi jederzeit auftreten könnte und dann Menschen zu schaden kommen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat

"Jay" am 4.2.2020 um 10.50 Uhr:

Ihm ging es darum, dass eine solche Setzung spontan quasi jederzeit auftreten könnte und dann Menschen zu Schaden kommen.

Danke! Aber so ein Thema gehört eigentlich nicht in dieses (Verkehrs-)Forum.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.2020 11:12 von krickstadt.
M69
Re: Tagbrüche in Spandau
04.02.2020 14:27
Gehört es schon, da durch das neueste Vorkommnis jetzt der Hauptausgang der U Bahn einschliesslich aller Rolltreppen in Fahrtrichtung Nord dicht ist und man nach 20 Uhr eh schon rennen muss um von der U Bahn die vorgesehenen Richtungsanschlüsse zu bekommen. Ferner bin ich selber vorgestern Nacht (wo das Kundenbüro geschlossen hat) gegen ca 22 Uhr in Eile von der fahrenden Rolltreppe aufwärts (wo man also nicht zurück kann ohne den Notschalter zu betätigen) beinahe in eben jene Verwerfung getreten, was ich sehr gefährlich empfand. Das herbeirufen der Polizei (Ordnungsamt ist ebenfalls um diese Zeit zu) hielt ich für übertrieben da andere ja auch Augen im Kopf haben und wer mit Kopfhörern und aufs Smartphon guckend da lang wankt muss eben fühlen...

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Eisern Union!
Viel Wind um nichts
04.02.2020 14:36
Nein, das gehört es nicht.

Auf die normalste Idee der Welt, dem Busfahrer Bescheid zu sagen, bist du nicht gekommen? Deine Aussagen sind sowieso widersinnig, du empfindest das für dich als gefährlich, aber wenn es nur andere betrifft, dann ist es egal, die sollen die Augen aufmachen...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.2020 14:36 von B-V 3313.
M69
Re: Tagbrüche in Spandau
04.02.2020 23:43
Ich war heute wieder am Ort des Geschehens und habe mal zur Verdeutlichung einige Bilder gemacht.



Jetzt wo der gesamte Ausgang gesperrt werden musste wird es doch relativ schnell angefangen zu reparieren.
Der Schaden an der Haltestelle ist schon seit Tagen und es wurde nur abgesperrt aber nichts gemacht.
?img=dsc_0005u6kz6.jpg] [/url]

Leider ist der ursprüngliche Schaden durch die begonnene Reparatur nicht mehr klar erkennbar, nur an der markanten Bruchkante.

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Eisern Union!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.02.2020 23:46 von M69.
Zitat
M69
Leider ist der ursprüngliche Schaden durch die begonnene Reparatur nicht mehr klar erkennbar, nur an der markanten Bruchkante.

Es handelt sich hier um einen gewöhnlichen Wasserrohrbruch, wie er täglich in allen an die Wasserversorgung angeschlossenen zivilisierten Gegenden auftreten kann und hier und da auch auftritt. Offensichtlich war es kein Hauptwasserrohr, sonst wären die Auswirkungen gravierender, wie gerade in der Köpenicker Seelenbinderstraße, wo ganze Stadtteile vom dichtgetakteten Straßenbahnverkehr abgeschnitten sind ;-)
Kleine Umwege sind also ein Opfer für den Komfort in unseren Häusern, einfach den Hahn aufzudrehen und Wasser zu bekommen. Zuvor musste bei Wind und Wetter draußen an die Pumpe gegangen und gearbeitet werden, dass der Eimer voll wurde.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
M69
Leider ist der ursprüngliche Schaden durch die begonnene Reparatur nicht mehr klar erkennbar, nur an der markanten Bruchkante.

Es handelt sich hier um einen gewöhnlichen Wasserrohrbruch, wie er täglich in allen an die Wasserversorgung angeschlossenen zivilisierten Gegenden auftreten kann und hier und da auch auftritt. Offensichtlich war es kein Hauptwasserrohr, sonst wären die Auswirkungen gravierender, wie gerade in der Köpenicker Seelenbinderstraße, wo ganze Stadtteile vom dichtgetakteten Straßenbahnverkehr abgeschnitten sind ;-)
Kleine Umwege sind also ein Opfer für den Komfort in unseren Häusern, einfach den Hahn aufzudrehen und Wasser zu bekommen. Zuvor musste bei Wind und Wetter draußen an die Pumpe gegangen und gearbeitet werden, dass der Eimer voll wurde.

Da stimme ich dir zu sieht nach Wasserrohrbruch bzw. Unterspülungen aus.

Selbst beim Besten Willen Berlin war nie eine Bergbau Region, wie auch bei dem Untergrund mit so viel Sand, und Grundwasser das Austritt wenn man kaum in den Boden gebohrt hat.
Jetzt müsste nur noch der Threadtitel in "Wasserrohrbrüche in Spandau" umbenannt werden und schon wird niemand mehr durch falsche Begriffe verwirrt...

Ich kennen auch keinen Rohrbruch, selbst wenn eine Hauptleitung betroffen war, bei dem es auch nur annähernd zu ähnlichen Gefährdungen kam, wie bei echten Tagesbrüchen - das sind ganz andere Dimensionen, dagegen sind ein paar schiefe Gehwegplatten nichts!

Gruß
Salzfisch

---
Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2020 22:36 von Salzfisch.
Wären es Tagbrüche im klassichen Sinne wäre wohl der ganze Bahnhof zusammen gebrochen, und entsprechend Schaden in der Gegend angerichtet worden.

Zumindest wenn man sich, entsprechende Bilder dazu ansieht.
Zitat
Sasukefan86
Selbst beim Besten Willen Berlin war nie eine Bergbau Region, wie auch bei dem Untergrund mit so viel Sand, und Grundwasser das Austritt wenn man kaum in den Boden gebohrt hat.

Naja, in Spandau und andernorts hat man die U-Bahn ja teilweise mit der "Bergmännischen Bauweise" errichtet...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Sasukefan86
Selbst beim Besten Willen Berlin war nie eine Bergbau Region, wie auch bei dem Untergrund mit so viel Sand, und Grundwasser das Austritt wenn man kaum in den Boden gebohrt hat.

Naja, in Spandau und andernorts hat man die U-Bahn ja teilweise mit der "Bergmännischen Bauweise" errichtet...

Insgesamt gab es Wohl im Letzten Abschnitt 5 Bauweisen die eingesetzt werden mussten, bezweifle aber das da so viel umgegraben wurde wie in einem Bergwerk es üblich ist, bezogen auf Tiefe und Ausdehnung des ganzen.
Zitat

"B-V 3313" am 5.2.2020 um 23.02 Uhr:

[...] in Spandau und andernorts hat man die U-Bahn ja teilweise mit der "Bergmännischen Bauweise" errichtet...

Stimmt, der vorletzte Abschnitt vom U-Bahnhof Altstadt Spandau bis kurz vor dem U-Bahnhof Rathaus Spandau wurde im Schildvortrieb "aufgefahren", und dass dabei Bergbauingenieure tätig sind, sah man ja gerade bei der U5 erst. Der Abschnitt unter der Havel bis einschließlich des U-Bahnhofs Altstadt Spandau wurde damals meiner Erinnerung nach sogar erstmals mit der Senkkastentechnik erstellt (ob das aber eine bergmännische Bauweise ist, glaube ich eher nicht).

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
./.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.2020 05:25 von krickstadt.
Zitat
krickstadt
Der Abschnitt unter der Havel bis einschließlich des U-Bahnhofs Altstadt Spandau wurde damals meiner Erinnerung nach sogar erstmals mit der Senkkastentechnik erstellt (ob das aber eine bergmännische Bauweise ist, glaube ich eher nicht).

Nee, diese Bauweise hat man z.B. auch schon bei der Querung der Spree in Charlottenburg angewendet. 1927 dürfte der Spreetunnel in Friedrichshagen die erste in dieser Bauweise errichtete Anlage in Berlin gewesen sein.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die vermeidlichen Tagbrüche vom U-Bahnbau herstammen. Vom Bergbau verursachte geologische Brüche setzen sich nach spätestens zwanzig Jahren, da dann das Erdreich soweit nachgerutscht ist, dass es in der Regel zu keinen weiteren Setzungen mehr kommen kann. Der U-Bahnabschnitt unter Spandau ging 1984 in Betrieb.

Viele Grüße
Florian Schulz

--
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