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BVG-Geschäftsbericht 2019
geschrieben von Marienfelde 
Zitat
Marienfelde

1. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Standardbus mit 30 Sitz- und 40 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden alle 30 Sitz- und außerdem 20 Stehplätze besetzt sein.

Das halte ich für ein Gerücht, es sei denn, du führst den Versuch mit Pygmäen durch.
Gelenkwagen gab es doch nur um die 400 nach der Wende. Was ist da weniger geworden?

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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B-V 3313
Gelenkwagen gab es doch nur um die 400 nach der Wende. Was ist da weniger geworden?

Ja, die heutigen Gelenkbuszahlen sind erfreulicherweise viel höher, sie lagen aber eben auch schon mal weitaus niedriger (nach meiner Erinnerung gab es zwischenzeitlich auch schon mal nur noch um die 250 Gelenkwagen).

Nach der "Wende" habe ich mich mal einige Zeit mit der Entwicklung der Busbestandszahlen beschäftigt. Meine "Ausgangsthese" war die (von mir kritisch bewertete) Tendenz, der Doppeldecker würde marginalisiert. Am Schluß ergab sich folgendes Resultat: Nicht nur (wie von mir vermutet) Doppeldecker, sondern auch der Bestand von Gelenkbussen nahm ab - von "großen" zu "kleinen" Bussen.

Fahrgäste mit einem Sitzplatz und im Einzelfall mit einem "guten Stehplatz" sind zufriedener - wenn man sich diese These zu eigen macht, dann sind Reduzierungen bei "großen" Bussen keine gute Idee, jedenfalls dann nicht, wenn entsprechende Fahrgastzahlen vorhanden sind.

Leider gibt es in meinen "BVG-Zahlen" keine Spalten für Fahrzeugbestände, obwohl auch diese Zahlen schon sehr von Interesse wären. Was mich von der "Spaltenbildung" abgehalten hat, ist ihre evtl. Zahl (U-Bahn Groß- und Kleinprofil, bei der Tram selbst jetzt bis zu 6 (!) Spalten, beim Bus auch mindestens 3 ...
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VvJ-Ente
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Marienfelde

1. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Standardbus mit 30 Sitz- und 40 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden alle 30 Sitz- und außerdem 20 Stehplätze besetzt sein.

Das halte ich für ein Gerücht, es sei denn, du führst den Versuch mit Pygmäen durch.

Diesen Einwand wollte ich auch anbringen. Es werden schon alle Sitzplätze besetzt sein, allerdings werden auch mehr als 20 Stehplätze eingenommen worden sein.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
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Alter Köpenicker
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VvJ-Ente
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Marienfelde

1. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Standardbus mit 30 Sitz- und 40 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden alle 30 Sitz- und außerdem 20 Stehplätze besetzt sein.

Das halte ich für ein Gerücht, es sei denn, du führst den Versuch mit Pygmäen durch.

Diesen Einwand wollte ich auch anbringen. Es werden schon alle Sitzplätze besetzt sein, allerdings werden auch mehr als 20 Stehplätze eingenommen worden sein.

Ehrlich geschrieben, inhaltlich verstehe ich Euren Einwand nicht. Nach meinen (selbstverständlich zeitlich weit zurückliegenden) "Erfahrungen" im Schülerverkehr der BVG-West passten in einen etwa 12 Meter langen Bus etwa 60 - 70 "Beförderungsfälle". Dies entsprach der in solchen Dingen maßgebenden Meinung der Busfahrer: Bis zu 60 - 70 "Beförderungsfällen" wurde "zugeladen" - danach an den folgenden Haltestellen durchgefahren. Man hat bei so einer Besetzung dann natürlich eine entsprechende "Qualität" der Beförderung - daher bin ich für einen möglichst großen Anteil von Doppeldeckern und auch Gelenkbussen.

Damals habe ich die BVG-West wegen ihrer Nichtbeschaffung von "großen" Gelenkbussen für die (wegen zu niedriger Brücken) mit Eindeckern bedienten Linien 11, 11E, 17, 30, 32 usw. gelegentlich verwünscht.
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Marienfelde
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Alter Köpenicker
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VvJ-Ente
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Marienfelde

1. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Standardbus mit 30 Sitz- und 40 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden alle 30 Sitz- und außerdem 20 Stehplätze besetzt sein.

Das halte ich für ein Gerücht, es sei denn, du führst den Versuch mit Pygmäen durch.

Diesen Einwand wollte ich auch anbringen. Es werden schon alle Sitzplätze besetzt sein, allerdings werden auch mehr als 20 Stehplätze eingenommen worden sein.

Ehrlich geschrieben, inhaltlich verstehe ich Euren Einwand nicht.

Was gibt es denn da nicht zu verstehen? 30 Personen passen einfach nicht auf 30 Sitzplätze, jedenfalls nicht auf das Gestühl im Bus, das nur für Kinder oder schmale Leute ohne Schultern gedacht ist. Also müssen mehr als 20 Leute stehen.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
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Marienfelde

Damals habe ich die BVG-West wegen ihrer Nichtbeschaffung von "großen" Gelenkbussen für die (wegen zu niedriger Brücken) mit Eindeckern bedienten Linien 11, 11E, 17, 30, 32 usw. gelegentlich verwünscht.

Ist denn mal verlautet worden warum die BVG keine Gelenkbusse wollte oder verhinderte? Den üblichen O305+O405 gab es doch als Gelenker und hätte wartungsmässig reingepasst.
Für Gelenker wäre damals ja auch die Linie 9 zum Flughafen gut gewesen (Platz für Gepäck und voll war der auch immer).
Man hätte ja 30-40 Stück beschaffen können dann wären Doppeldecker immer noch reichlich da.
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Alter Köpenicker
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Marienfelde
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Alter Köpenicker
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VvJ-Ente
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Marienfelde

1. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Standardbus mit 30 Sitz- und 40 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden alle 30 Sitz- und außerdem 20 Stehplätze besetzt sein.

Das halte ich für ein Gerücht, es sei denn, du führst den Versuch mit Pygmäen durch.

Diesen Einwand wollte ich auch anbringen. Es werden schon alle Sitzplätze besetzt sein, allerdings werden auch mehr als 20 Stehplätze eingenommen worden sein.

Ehrlich geschrieben, inhaltlich verstehe ich Euren Einwand nicht.

Was gibt es denn da nicht zu verstehen? 30 Personen passen einfach nicht auf 30 Sitzplätze, jedenfalls nicht auf das Gestühl im Bus, das nur für Kinder oder schmale Leute ohne Schultern gedacht ist. Also müssen mehr als 20 Leute stehen.

Demnächst landen wir bei einer Debatte über unsere Ernährungsgewohnheiten, die eine Entfernung vom Idealgewicht womöglich begünstigen.

Noch etwas ernsthafter: Die heute angegebene Zahl von etwa 70 Plätzen für einen Standardbus ist immerhin deutlich realistischer als die früher behaupteten 100 Plätze (wohlgemerkt für einen 12 Meter "langen" Bus).

Bei einer Besetzung eines 12-Meter-Busses mit mehr als 45 Personen sinkt die Beförderungsqualität deutlich ab, da sind wir uns vermutlich einig - eben deswegen sind mir Doppeldecker und auch Gelenkwagen auf Buslinien mit vielen Fahrgästen ja auch so sympathisch.
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Alter Köpenicker
Was gibt es denn da nicht zu verstehen? 30 Personen passen einfach nicht auf 30 Sitzplätze, jedenfalls nicht auf das Gestühl im Bus, das nur für Kinder oder schmale Leute ohne Schultern gedacht ist.

Also ich hatte es schon so verstanden, sehe aber die Realität anders. Im Scania sind hinten fünf Sitzplätze mehr oder weniger in Reihe, und wenn's voller wird habe ich auch selten Busse gesehen, bei denen freiwillig Sitzplätze frei bleiben nur weil daneben wer dickeres sitzt. Besonders schön zu sehen beim 250er, der ist in Pankow stets sehr gut besetzt, auch dessen Sitze. Da bleibt nichts frei. Das ist auch nichts besonderes, bei der S-Bahn ist es nicht anders. Wird sie nur einigermaßen genutzt, setzen sich Einzelpersonen in freie Vierer-Abteile. Wird es voller, sitzen sich zwei schräg gegenüber im Vierer und in den HVZen sitzen in allen Vierer-Abteilen auch vier Leute.

****
Dieser Text ist zu gut, um mit einer Signatur von ihm abzulenken.
Zitat
Philipp Borchert
[...] Da bleibt nichts frei. Das ist auch nichts besonderes, bei der S-Bahn ist es nicht anders. Wird sie nur einigermaßen genutzt, setzen sich Einzelpersonen in freie Vierer-Abteile. Wird es voller, sitzen sich zwei schräg gegenüber im Vierer und in den HVZen sitzen in allen Vierer-Abteilen auch vier Leute.
Und für die Quersitze in den F-Zügen gilt das übrigens auch, so dass im Berufsverkehr in den F-Zügen mehr Menschen sitzen können als in den H-Zügen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.05.2020 11:06 von PassusDuriusculus.
Die Gesamtkapazität in einem 6-Wagenzug F ist aber deswegen kleiner als in einem H-Zug mit gleicher Länge.
Theoretisch.

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Lehrter Bahnhof
Theoretisch.

Durch die fehlende Durchgängigkeit auch praktisch.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Meist stehen die Leute um Pulk an der Tür, und mittig bleibt es frei.

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Nicht-dynamische Signatur
Die Fahrgäste verteilen sind im H-Zug ganz anders, der hat nämlich keine "Sackgassen".

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
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Marienfelde
Zitat
phönix
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Marienfelde
und dann noch nicht mal 1.000 Doppeldecker als (dennoch unzureichender) Ersatz - das ist ja wohl ein Skandal!

Warum soll das ein Skandal sein? Wir haben doch hier von den Fachleuten regelmäßig gehört, dass die Doppeldeckerbusse wesentlich teurer in Anschaffung und auch Unterhalt sind, als vergleichbare andere Busse. Insoweit ist die Entscheidung, eher auf Schlenkis zu setzen, für mich sehr gut nachzuvollziehen.

Ich schlage mal folgende Versuchsanordnungen vor:

1. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Standardbus mit 30 Sitz- und 40 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden alle 30 Sitz- und außerdem 20 Stehplätze besetzt sein.

2. Versuchsanordnung: 50 "repräsentativ gemischte" Fahrgäste sollen in einen Doppeldeckerbus mit 83 Sitz- und vielleicht 27 Stehplätzen einsteigen. Vermutlich werden etwa 45 Sitz- und 5 Stehplätze besetzt sein.

Es ergibt sich: Eine sehr große Mehrheit der Fahrgäste entscheidet sich für Sitzplätze - sofern sie in ausreichender Zahl vorhanden sind. Aus dieser Tatsache ergibt sich ein sehr wesentliches Attraktivitätsmerkmal des Doppeldeckers, auch die Möglichkeit, das Geschehen von "höherer Warte" aus zu beobachten, mag eine gewisse Anziehungskraft ausüben.

Mit dem attraktiven Doppeldecker kann man bei den Einnahmen "Prozente machen", wenn auch in Maßen. In der Anschaffung ist ein Doppelstockbus zwar teuer, er liegt aber, soweit ich weiß, bei den laufenden Betriebskosten ganz gut.

Ich beobachte in Doppeldeckerbussen eigentlich eher das Phänomen, dass viele Leute lieber unten stehen, als sich oben hinzusetzen. Weil das Treppenlaufen zu anstrengend ist. Im Prinzip gehen erst unten die Sitzplätze weg, dann unten die Stehplätze und erst dann wird auch oben der Platz vernünftig ausgelastet.
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