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Sanierung des Bahnhofs Zoologischer Garten
geschrieben von phönix 
Die Sanierung des Bahnhofs Zoo sollte ja ursprünglich deutlich schneller gehen. Letztes Jahr wurde die Neueröffnung der Fernbahnhalle für Anfang 2020 avisiert. Nach dem Artikel im Tagesspiegel [www.tagesspiegel.de] wurde der Termin auf viel später verschoben. Nachdem ich gestern einen Blick in die Fernbahnhalle werfen konnte, sieht mir das eher wie ein verlängerter Aufguss der Warschauer Straße aus. Hat einer von Euch Kenntnis, wann es dort tatsächlich vorwärts geht?

Mit besten Grüßen

phönix
<Sarkasmus>
Na ist doch wohl klar: da wurden bei der letzten Sanierung Materialien verbaut, die nicht genehmigt waren und die Ausführungen entsprechen nicht den Plänen. Die übliche Entschuldigung bei Bauen im Bestand.
</Sarkasmus>
Die letzte große Sanierung war Mitte 80er Jahre zu Westberliner Zeiten und dann in den 90er Jahren mit der massiven Erweiterung des Zugverkehrs. Dafür wirkt der Bahnhof echt "geschädigt".

Mit besten Grüßen

phönix
Aktuell plant man noch Ende des Jahres den ersten Bauabschnitt fertigzustellen. Der Eindruck für ausstehende kann stark täuschen, es wird bei weitem besser als die Warschauer Straße und wird den ein oder anderen positiv überraschen. Verzögerungen sind entstanden das man die Leistungen einzeln vergeben hat, da sich kein Generalunternehmer zu wirtschaftlichen Bedingungen gefunden hat.

Es gab geringfügige Verzögerungen durch Corona, erklärt sich von selbst wenn ein Gewerk nicht fertig wurde, kann das Folgegewerk nicht ran.

Natürlich gab und wird es auch immer Planungsthemen geben, leider auch im laufenden Bau. U.a. gab es hier in der alten Gepa Halle Zuleitungen der Stromversorgung für die Stromschienen. Die legt man nicht so schnell mal um.
Kleiner Nachtrag der Artikel ist schlecht recherchiert. Neben dem 1. Bauabschnitt Fernbahnhalle (schließt den alten Gepa Bereich ein), 2. Bauabschitt der S-Bahnhalle und den 3. Bauabschnitt ( Bereich Bundespolizei, Bahnhofsmission) - kommt die Sanierung der Hallenkonstruktion inkl. Fernbahnsteige hinzu. Das erklärt 2027 als geplanten Endtermin.
Zitat
bb-bahn
der Artikel ist schlecht recherchiert

Ich verteidige die Journalisten nicht unbedingt gerne, aber bei den Verwerfungen zwischen erzielter Auflage und damit Erlösen einerseits und Aufwendungen zur Produktion der Zeitung andererseits in den letzten Jahren (Nicolaas kann ein Lied davon singen) wird man nur noch begrenzt eigenständige und aufwändige Recherchearbeiten der Journalisten fordern können, wenn es nur um Information und nicht um Aufdeckung von irgendwelchen Skandalen geht.. Es geht m.E. eher darum, dass gerade für solche Fälle (Information durch ein Unternehmen über die Allgemeinheit interessierende Fragen) durch das Unternehmen möglichst genaue Informationen mit gut verständlichen Formulierungen bereitgestellt werden müssen, damit der Journalist genau diese Informationen für seinen Artikel verarbeiten kann.

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
bb-bahn
Aktuell plant man noch Ende des Jahres den ersten Bauabschnitt fertigzustellen.

Nach wie vielen Jahren gleich nochmal?

Ein guter Freund von mir arbeitet im DB-Konzern, auch im Bereich Bau. Was er mir erzählt passt zu der Vorstellung der Bahn am Zoo, an der Warschauer und in Schöneweide. Es ist ein Armutszeugnis, ein Moloch, welches sich irgendwie selbst verwaltet und mit Geld hantiert, welches nicht das selbst erwirtschaftete ist mit einem Betriebsrat, welcher tunlichst darauf achtet, dass am Freitag um 14 Uhr die Stifte auf den Tisch fallen, nachdem sie zuvor vier Tage kaum benutzt wurden.

Ähnlich wie bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (das kenne ich aus eigener Berufserfahrung, wer dort einmal anfängt und nicht gerne arbeitet, hört dort nie wieder auf - ebenfalls gut auskömmlich und auf Kosten der Steuerzahler) müsste der Konzern dringendst zerschlagen werden. Verbunden mit der Überalterung und der zwar grundsätzlich richtigen Außensicht "staatliche Infrastruktur muss gut bezahlt und auskömmlich finanziert werden", an diesem Beispiel jedoch ursächlich mit verantwortlichen Denke wird es in den nächsten Jahren nur noch schlimmer.

Ich bin weder FDP-Wähler noch habe ich Grund zu Neid, es ist nur leider das beste Beispiel, dass eben staatliches Handeln fast schon zwangsläufig im Chaos und in Misswirtschaft endet. Ohne die Privatwirtschaft, die das Ganze am Laufen hält, würde sich Deutschland in kürzester Zeit zu einem Dritte-Welt-Land entwickeln.
Dass es auch ganz anders geht zeigen die Bahnen in der Schweiz oder in Italien.
Ich glaub wir schweifen im Thema ab ... &#128514; Was hat der Betriebsrat mit den Bau zu tun ?!

Interessenvertretung ist wichtig, aber ja hier stimme ich voll zu - dass in großen Unternehmen diese ihren Status missbrauchen.
Ich bin nicht bei der Bahn, aber deren Betriebsrat ist für deren Mitarbeiter da. Es ist gut, einen starken Betriebsrat zu haben.
Er ist nicht für die Arbeitszeiten der dortigen Baufirmen zuständig. Lärmschutz dürfte auch kein so großes Thema sein, da keine Wohnungen in der direkten Nachbarschaft sind.
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