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S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee
geschrieben von Arnd Hellinger 
Zitat
T6Jagdpilot
Millionenaufwand für Umbauarbeiten, um für gefühlt 3000 Umsteiger 200m Weg zu verkürzen??
Da hinterfrage ich den Kosten/Nutzenfaktor.

Stimmt, wer am Ostkreuz von der Straßenbahnhaltestelle in der Neuen Bahnhofstraße zum Bahnhof 300m laufen kann, kann dies auch an der Frankfurter Allee tun. Hat allerdings wenig mit einem attraktiven Nahverkehr zu tun, da lange Umsteigewege bei Fahrgastumfragen zu den wichtigsten Ausschlussskriterien gehören. Aber vielleicht steigen ja deswegen nur 3000 Leute um, weil der Umsteigeweg 200m beträgt? Daher die Gegenfrage: Wie lang muss ein Umsteigeweg mindestens sein, ab wann ein Mil-li-o-nen-aufwand eine Haltestellenverlegung rechtfertigen würde? Sieht das dein Weltbild vor?

Viele Grüße
Florian Schulz

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2020 14:54 von Florian Schulz.
Zitat
T6Jagdpilot
Zitat
Florian Schulz
Zitat
T6Jagdpilot
Eine Verlegung der Straßenbahn via Frankfurter in die Weichselstraße dürfte aber weniger die Autofahrer entrüsten,
als in der Weichselstraße die bisher nichtbetroffenen Anwohner auf die Barrikaden zu treiben.

Die Straßenbahn fährt schon heute durch zwei Drittel der Weichselstraße. Eher würden sich die Anwohner der bisher straßenbahnfreien Frankfurter Allee über das neue Verkehrsmittel aufregen und befürchten ihrer beschaulichen Idylle beraubt zu werden.

Auf der anderen Seite müssen die Bewohner in der Scharnweber- und Gürtelstraße bei dem Vorschlag Jubelsprünge vollziehen, dass dieses Verkehrsmittel endlich aus ihrer Straße verschwindet. Vielleicht sollten die Weichsler ihre Wohnungen mit den Scharnies tauschen? Dann wäre für alle Seiten der best-case erreicht.

Und wie immer bei Nebenschauplätzen geriet der eigentliche Zweck eines solchen Trassenvorschlags in den Hintergrund: Die Verkürzung der Umsteigewege als Beitrag zu einem attraktiven Nahverkehr.

Viele Grüße
Florian Schulz

Millionenaufwand für Umbauarbeiten, um für gefühlt 3000 Umsteiger 200m Weg zu verkürzen??
Da hinterfrage ich den Kosten/Nutzenfaktor.

T6JP

Das hinterfrage ich eher bei jeden Parkplatz um den gekämpft wird. Vielleicht 2 Nutzer täglich, paar hundert Meter weniger Fußweg.

Bei 3000 Umsteigern fände ich den Aufwand gerechtfertigt. Vielleicht werden es bei kürzeren Weg ja auch mehr.

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Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Wenn schon von der M13 die Rede ist, der Umsteigeweg an der Warschauer Str. ist noch viel länger, vor allem auf der Rückfahrt ab Revaler Str..

An der Frankfurter Allee ist immerhin der Umstieg Tram/U5 sehr gut. Ein Durchgang hinter der Straße am Containerbahnhof schafft angenehmere und kürzere Wege als durch die Bettlerpassagen.
Zitat
Mont Klamott
Wenn schon von der M13 die Rede ist, der Umsteigeweg an der Warschauer Str. ist noch viel länger, vor allem auf der Rückfahrt ab Revaler Str..

Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Darf sich erst Gedanken über die Verbesserung der Umsteigewege an der Frankfurter Allee machen, wenn die an der Warschauer Straße verbessert ist? Dass der Verlängerung der M13 über die Warschauer Brücke überfällig ist, hat ja mit dem Thema Frankfurter Allee nichts zu tun.

Zitat
Mont Klamott
An der Frankfurter Allee ist immerhin der Umstieg Tram/U5 sehr gut.

Selbst die würde sich verbessern, wenn es von einer Haltestelle an der S-Bahn-Brücke einen direkten Abgang ins Zwischengeschoss der U5 gäbe. Idealerweise müsste man dann keine Straße mehr queren, und vielleicht wäre der Umsteigeweg sogar durchwegs überdacht.
Das sind Träumereien, ich hätte auch gerne die Landsberger Allee autofrei, aber wird es nicht geben.
Soll die Straßenbahn sich in der Frankfurter Allee in den Stau einreihen, anstatt geradeaus auf teils eigenem Gleisbett zu fahren ?
Zitat
Flexist
Zitat
Heidekraut
Das Ringcenter könnte ruhig eine etwas breitere Einkaufspassage als Durchgang durch den Bahnhof planen und bezahlen. Davon hätten alle was. Aber dazu bedarf es natürliche eines Gesamtkonzeptes und Abstimmung aller Beteiligten. Ob nun die zweifache Querung der Straßenbahn über die Frankfurter Allee der Autofahrer Klientel gefallen wird, dürfte zu bezweifeln sein.

Das ist doch geplant, dass das über den S-Bahnhof mit dem zweiten Center verbunden werden soll.

Man könnte sich aber auch (hier wieder...) die Frage stellen, warum der Senat seine damalige Zustimmung zum Bau der drei Ringcenter nicht an die Auflage geknüpft hat, dass sich ECE mit ihm (dem Senat), der BVG sowie dem damaligen "Geschäftsbereich Personenbahnhöfe" der DB auf ein stimmiges Gesamtkonzept für den Bereich sowie dessen anteilige Finanzierung verständigt und ein Umsetzungsvertrag geschlossen wird. Da war man in den 1990er Jahren gegenüber privaten Großinvestoren tatsächlich zu weich, so dass jetzt wohl der Senat - die Steuerzahlenden also - den nutzerorientierten Umbau alleine zu finanzieren hätte. :-(

Den Weiterbau der A100 nördlich Treptower Park sehe ich übrigens die nächsten 50 Jahre kaum kommen. Die entsprechenden Freihaltungen sollten zeitnah aus dem FNP gestrichen und die zugehörige Anmeldung des Senats für den BVWP zurückgezogen werden, auch wenn Herr Kollatz dann Herrn Scheuer die "Vorleistung unter dem Ostkreuz" abkaufen müsste...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Mont Klamott
Ein Durchgang hinter der Straße am Containerbahnhof schafft angenehmere und kürzere Wege als durch die Bettlerpassagen.

Keine Angst, die ziehen dann halt um!

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ich hoffe sehr, dass die A100 zur Frankfurter Allee oder weiter verlängert wird. Die östlichen Bezirke sind von der Autobahn ziemlich abgeschnitten. Für den ÖPNV zu sein, muss nicht gleichzeitig bedeuten, gegen jede Infrastrukturverbesserung zu sein.
Es kann nicht sein, dass nur noch in Fahrradwege investiert wird.
Ja, so wird es sein, aber das größte „Gelage“ befindet sich unter der Ringbahnbrücke. Dort haben es die Punker und Hunde trocken.

Zitat
Nemo
Zitat
Mont Klamott
Ein Durchgang hinter der Straße am Containerbahnhof schafft angenehmere und kürzere Wege als durch die Bettlerpassagen.

Keine Angst, die ziehen dann halt um!
Zitat
T6Jagdpilot
Millionenaufwand für Umbauarbeiten, um für gefühlt 3000 Umsteiger 200m Weg zu verkürzen??
Da hinterfrage ich den Kosten/Nutzenfaktor.

3000 Fahrgäste sind eine Größenordnung, für die bundesweit (d.h. nicht nur in Ausnahmefällen) komplett neue Bahn-Stationen errichtet werden. Und das ist auch gut so.
Zitat
Mont Klamott
Ich hoffe sehr, dass die A100 zur Frankfurter Allee oder weiter verlängert wird. Die östlichen Bezirke sind von der Autobahn ziemlich abgeschnitten. Für den ÖPNV zu sein, muss nicht gleichzeitig bedeuten, gegen jede Infrastrukturverbesserung zu sein.
Es kann nicht sein, dass nur noch in Fahrradwege investiert wird.

Sind den Fuß- oder Fahrradwege und ÖPNV-Ausbauten keine Infrastrukturverbesserungen?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Mont Klamott
Das sind Träumereien, ich hätte auch gerne die Landsberger Allee autofrei, aber wird es nicht geben.
Soll die Straßenbahn sich in der Frankfurter Allee in den Stau einreihen, anstatt geradeaus auf teils eigenem Gleisbett zu fahren ?

Nö, sie soll auf der Frankfurter Allee auf eigenem Gleisbett fahren. Innerhalb der Ringbahn hat der MIV einen Anteil von 17 % (pdf, S. 19). Ausgehend von einer Straßenraumbreite von 40 m, stünden dem MIV in der Frankfurter Allee folglich sieben Meter zu. Es dürfte kein Problem sein, in den verbleibenden 33 m eine Straßenbahntrasse samt Haltestellen unterzubringen.

Angesichts der direkt unter der Frankfurter Allee verkehrenden U5 ist auch die Aussage, es gebe ja keine Alternative zum Auto (bzw. zu 90 % der Autofahrten), falsch.

Zitat
Mont Klamott
Ich hoffe sehr, dass die A100 zur Frankfurter Allee oder weiter verlängert wird. Die östlichen Bezirke sind von der Autobahn ziemlich abgeschnitten.

Huch. Die Stilllegung der östlichen A10 muss völlig an mir vorbeigegangen sein.

Zitat
Mont Klamott
Für den ÖPNV zu sein, muss nicht gleichzeitig bedeuten, gegen jede Infrastrukturverbesserung zu sein.

Auch verräterisch, dass für Dich nur Autobahnausbauten "Infrastrukturverbesserungen" sind. (Denn wer gegen die Verlängerung von Autobahnen ist, ist schließlich gegen jede Infrastrukturverbesserung.)

Zitat
Mont Klamott
Es kann nicht sein, dass nur noch in Fahrradwege investiert wird.

Wir diskutieren hier übrigens gerade über eine Investition ins Straßenbahnnetz.

Abgesehen davon ist das mal wieder diese billige Diskursstrategie, die inzwischen ziemlich nervt: man schiebt anderen eine Aussage unter, die nie irgendwer getätigt hat, und widerspricht ihr dann todesmutig.

Niemand, wirklich niemand hat gesagt, es solle nur noch in Fahrradwege investiert werden. (Selbst die Forderung, es solle mehr in Fahrradwege investiert werden, ist nicht gleichzusetzen mit der Aussage, es solle nur noch in sie investiert werden.)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2020 23:52 von def.
...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.07.2020 23:42 von Henning.
Zitat
Nemo
Zitat
Mont Klamott
Ich hoffe sehr, dass die A100 zur Frankfurter Allee oder weiter verlängert wird. Die östlichen Bezirke sind von der Autobahn ziemlich abgeschnitten. Für den ÖPNV zu sein, muss nicht gleichzeitig bedeuten, gegen jede Infrastrukturverbesserung zu sein.
Es kann nicht sein, dass nur noch in Fahrradwege investiert wird.

Sind den Fuß- oder Fahrradwege und ÖPNV-Ausbauten keine Infrastrukturverbesserungen?

Meiner Meinung nach schon.
Zitat
Mont Klamott

Soll die Straßenbahn sich in der Frankfurter Allee in den Stau einreihen, anstatt geradeaus auf teils eigenem Gleisbett zu fahren ?

Die Tram fährt ab S+U Frankfurter Allee Richtung Warschauer Str.auf eigenem Gleisbett?
Zitat
Mont Klamott
Ich hoffe sehr, dass die A100 zur Frankfurter Allee oder weiter verlängert wird. Die östlichen Bezirke sind von der Autobahn ziemlich abgeschnitten. Für den ÖPNV zu sein, muss nicht gleichzeitig bedeuten, gegen jede Infrastrukturverbesserung zu sein.
Es kann nicht sein, dass nur noch in Fahrradwege investiert wird.

Doch, das kann sein. Solang ich als Radfahrer auf manchen Hauptstraßen (z.B. Leipziger Straße West) nicht mal die Möglichkeit habe die vorhandene Infrastruktur sicher zu nutzen, brauchen wir keine milliardenschwere Untertunnelung für einen Autobahnanschluss an der Frankfurter Allee.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.2020 08:13 von LariFari.
Zitat
micha774
Zitat
Mont Klamott

Soll die Straßenbahn sich in der Frankfurter Allee in den Stau einreihen, anstatt geradeaus auf teils eigenem Gleisbett zu fahren ?

Die Tram fährt ab S+U Frankfurter Allee Richtung Warschauer Str.auf eigenem Gleisbett?

Die Frankfurter Allee ist zudem so breit dass dort kein vernünftiger Verkehrsplaner auf die Idee kommen würde die Straßenbahn in den Stau zu stellen. Zumal einem ja immer erzählt wird dass man Autobahnen in der Stadt braucht um die Verkehre um das Zentrum herum zu leiten, wird ja im Szenario mit Autobahnbau sowieso der Verkehr in der Frankfurter Allee weniger werden da der gesamte Durchgangsverkehr entfallen würde.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.2020 08:59 von Nemo.
Manchmal helfen rudimentäre Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung. Bin gestern erst die Leipziger bis Potsdamer Platz gefahren, mit dem Rad natürlich, und sah dort keine Probleme. Ich fahre ja auch seit ca. 40 Jahren Auto und Rad in Berlin. Wer Angst hat UND keine Ahnung ist natürlich hochgradig gefährdet. Die Abtrennung des Radverkehrs vom übrigen Verkehr macht aus meiner Sicht viele Radfahrer unfähig, sich sicher auf der Straße zu bewegen. Klar gibts auch mal kritische Situationen, da helfen dann nur ein guter Selbsterhaltungstrieb und gute Bremsen.
Also Üben, Üben, Üben... und StVO gucken, wenn was unklar ist.

Gruß O-37
+1

Fahre da auch regelmäßig radelnd lang. Das einzige, was ich feststelle, dass die Autofahrenden oft mit deutlich mehr als 30 fahren. Selbst wenn mein (allerdings natürlich auch ungeeichtes) Tacho 32 zeigt, werde ich auf der Nachbarspur noch überholt.
Das muß dann außerhalb des Berufsverkehrs sein, denn wenn es morgens und abends voll ist, kommt man auch ohne Tempo-30-Schild oft nicht auf 30Kmh. Da kommt ganz am Rande die Frage nach der Sinnhaftigkeit solcher Tempobeschränkungen auf. Ist aber ein anderes Thema.

Gruß O-37
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