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Neuer Anlauf für die Wiederöffnung des Vordereinstiegs und Einführung des bargeldlosen Fahrscheinverkaufs beim BUS
geschrieben von der weiße bim 
Dieser EC-Kartenzwang der BVG ist eine Frechheit. Denkt eigentlich in dieser Stadt auch jemand an die Leute, die keinen Zugang zu EC-Karten oder Kreditkarten haben:
1) z.B. den Schüler aus Falkensee (ohne kostenfreies Schülerticket), der seinen Kumpel in Spandau besucht hat und jetzt mit dem Bus zurückfahren will und sich dafür ein Ticket kaufen will. Früher konnten Eltern dem Kind einfach mal einen 10er hinlegen und ihn eigenständig mobil sein lassen, jetzt wird dessen ÖPNV-Nutzung zu einem wahren Kraftakt mit schwierigem Ticketvorverkauf. Das ist doch hier wieder mal ein Förderprogramm fürs Elterntaxi.
2) z.B. den Billiglohn-Bauarbeiter aus Osteuropa, der an seiner Arbeitsstelle Berlin auf den ÖPNV angewiesen ist und sich nur mit Bargeld durch das fremde Land bewegt
3) z.B. Menschen mit Bonitätsproblemen, denen das Bankkonto gekündigt wurde. Die haben dann vielleicht als erwischte Schwarzfahrer gleich noch mal ein weiteres Bonitätsproblem an der Backe.

Und das alles unter einem Linken Senat...

Ich bin wahrlich nicht dagegen, das elektronische Bezahlen (sei es per Handy oder Karte) bei der BVG einfacher zu machen, aber jetzt verfällt die BVG ins andere Extrem, wenn sie das Bargeld kappt. Die Bundesbank verweist darauf, dass auch im Corona-Jahr 2020 immer noch mehr über 60% der Bezahlvorgänge im Handel mittels Bargeld erledigt werden. Quelle: Seite 20,
[www.bundesbank.de] Liest sich den keiner bei der BVG und beim Senat solche Statistiken durch, bevor er diese Entscheidungen trifft oder genehmigt.
Zitat
M69
Daher warte ich erst einmal ab ob ich am Montag nun tatsächlich wieder die erste Sitzreihe auf allen Linien zur Verfügung habe. ;-)

Das klappt eh nicht, da die Scanias und VDLs keine erste Sitzreihe mit Blick nach vorne haben...
Welcher Kartenzwang? Es stand doch schon irgendwo oben, dass man bis zum nächsten Umsteigepunkt mitgenommen wird, wenn man nicht mit Karte zahlen kann. Man sollte nur genug Bargeld in der Tasche haben, um bei einer Kontrolle beweisen zu können, dass man einen Fahrschein kaufen wollte...
Das was da oben stand, war die Anweisung aus der internen Kulanzregelung der BVG, das nützt doch dem Kunden nur sehr bedingt etwas. Ich hatte ja das Beispiel des Schülers aus Falkensee gebracht, der mit dem Bus nach Spandau fahren soll. Sollen die Eltern dem jetzt immer fünf Euro mitgeben und sagen, er soll versuchen damit zu bezahlen, damit er dann vom Busfahrer umsonst mitgenommen wird?

Die Verkaufsregelung ist einfach Mist, da sie bestimmte Personengruppen ausschließt. Das ist noch freundlich formuliert, der Begriff diskriminiert wäre eigentlich passender.
Zitat
M48er
Ich hatte ja das Beispiel des Schülers aus Falkensee gebracht, der mit dem Bus nach Spandau fahren soll. Sollen die Eltern dem jetzt immer fünf Euro mitgeben

Je nach Taschengeldregelung in der Familie: ja, klar. Auch wenn er mit Bargeld bezahlen könnte, bräuchte er es ja.

Aber so ein bisschen konstruiert ist der Fall schon: das Ganze wird sich schnell rumsprechen (wobei die BVG von der Kommunikation ruhig dazu beitragen könnte, dass es noch schneller geht), und dann haben Fälle wie der Schüler aus Falkensee eben immer ein paar Fahrkarten zu Hause und kaufen nach/ lassen nachkaufen, wenn jemand aus der Familie an einer Verkaufsstelle vorbeikommt. Beim Kauf einer Viererkarte spart man sogar etwas Geld.

Zusätzlich plant die BVG ja, wie aus der eingangs verlinkten Pressemitteilung hervorgeht, auch die Einführung einer eigenen Karte geplant, die man mit Geld aufladen kann.

Solange sich die BVG im Zweifelsfall kulant zeigt, halte ich das Vorgehen nicht für problematisch. Aber auch nur dann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.2021 08:08 von def.
Zitat
VvJ-Ente
Welcher Kartenzwang? Es stand doch schon irgendwo oben, dass man bis zum nächsten Umsteigepunkt mitgenommen wird, wenn man nicht mit Karte zahlen kann. Man sollte nur genug Bargeld in der Tasche haben, um bei einer Kontrolle beweisen zu können, dass man einen Fahrschein kaufen wollte...

Das galt nur bei Aufforderung der PIN Eingabe. Einfach Bargeld dabei haben reicht nicht mehr um Bus zu fahren.

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Beachten Sie die 3G-Regeln: Gelesen, gelacht, geantwortet.
Was ist nochmal das Problem der PIN-Eingabe? Ist da die Trennscheibe zwischen Fahrgast und Lesegerät?
Zitat
PassusDuriusculus
Was ist nochmal das Problem der PIN-Eingabe? Ist da die Trennscheibe zwischen Fahrgast und Lesegerät?

Hat man auf dem Bus überhaupt eine Tastatur? Geht das nicht über das Fahrkartenlesegerät?

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Die ganze Sache ist ein Armutszeugnis und untragbar. Das einzige mittel würe ein Oister, Damit kann man auch Schüler ausstatten. Wenn eine aufladbare Karte existiert, dann ist alles gut. Aber der Schritt auf die Abschaffung des Bargeldes zu, ist nicht wirklich Vertrauenbildend. Automaten sollten Bargeld akzeptieren.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Flyer dazu lag heute im Bus.

Vorderseite / Rückseite.


Zitat
def
Aber so ein bisschen konstruiert ist der Fall schon: das Ganze wird sich schnell rumsprechen (wobei die BVG von der Kommunikation ruhig dazu beitragen könnte, dass es noch schneller geht), und dann haben Fälle wie der Schüler aus Falkensee eben immer ein paar Fahrkarten zu Hause und kaufen nach/ lassen nachkaufen, wenn jemand aus der Familie an einer Verkaufsstelle vorbeikommt. Beim Kauf einer Viererkarte spart man sogar etwas Geld.

Nun kannst du aber niemanden verpflichten "immer ein paar Fahrkarten zu Hause zu haben". Es kann auch nicht sein, immer die Schwellen der ÖPNV-Nutzung senken zu wollen, aber dann solche Bolzen zu schießen. Der Gesetzgeber hat ja eine eindeutige Meinung zum allein gültigen Zahlungsmittel, daran sollte sich auch die BVG halten.

Zitat
def
Solange sich die BVG im Zweifelsfall kulant zeigt, halte ich das Vorgehen nicht für problematisch. Aber auch nur dann.

Wie diese Kulanz aussieht, sollte doch längst bekannt sein! Der Kontrolleur schreibt dich auf und du musst dich mit der BVG auseinandersetzen. Je nach Tageslaune des Bearbeitenden hat man Glück oder nicht, auf jeden Fall hat man den Aufwand.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Logital
Zitat
VvJ-Ente
Welcher Kartenzwang? Es stand doch schon irgendwo oben, dass man bis zum nächsten Umsteigepunkt mitgenommen wird, wenn man nicht mit Karte zahlen kann. Man sollte nur genug Bargeld in der Tasche haben, um bei einer Kontrolle beweisen zu können, dass man einen Fahrschein kaufen wollte...

Das galt nur bei Aufforderung der PIN Eingabe. Einfach Bargeld dabei haben reicht nicht mehr um Bus zu fahren.

Ok, überlesen. Aber soweit mir bekannt ist, dürfen gerade Personen, die über keine passenden Bankkarten (aber eben genug Bargeldd) verfügen, nicht von der Beförderung ausgeschlossen werden. Jedenfalls nicht, wenn es an der Einstiegshaltestelle keine Möglichkeit zum Erwerb der Fahrkarte gegen Bares gibt.
Vor allem frage ich mich wie man eine Infektion, die eigentlich fast ausschließlich über die Atemluft übertragen wird durch den Verzicht auf Barzahlung aufhalten möchte.

Jetzt muss man nur noch die Haltestangen abschaffen und die Türöffner, dann können wir die Masken auch wieder als Kinnschutz tragen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Naja wenigstens existiert jetzt wieder eine Möglichkeit mehr sich auch mal spontan ein Ticket zu kaufen, wenn auch nicht für alle und der Fahrgastwechsel verteilt sich wieder besser. Für Leute die wie ich Probleme mit der BVG-App haben eignet sich übrigens die DB-Navigator App hervorragend zum Ticketkauf, dort kann man auch einfach mit Sofortüberweisung zahlen, was meines Wissens nach mit sämtlichen Konten möglich ist.
Also irgendwie scheinen die Busfahrer noch nichts vom wieder zugelassenen Vordereinstieg zu wissen: Bis Samstag (seitdem war ich nicht mehr unterwegs) hatte ich keinen einzigen Bus, bei dem die Tür vorn nicht noch abgesperrt war. Ich war vergangene Woche auf den Linien X11, M11, M85, 285 und 112 unterwegs.
Zitat
DaniOnline
Also irgendwie scheinen die Busfahrer noch nichts vom wieder zugelassenen Vordereinstieg zu wissen: Bis Samstag (seitdem war ich nicht mehr unterwegs) hatte ich keinen einzigen Bus, bei dem die Tür vorn nicht noch abgesperrt war. Ich war vergangene Woche auf den Linien X11, M11, M85, 285 und 112 unterwegs.

Bis heute früh blieben die Tür und der Bereich vorn ja auch gesperrt ;)
Zitat
Nemo
Vor allem frage ich mich wie man eine Infektion, die eigentlich fast ausschließlich über die Atemluft übertragen wird durch den Verzicht auf Barzahlung aufhalten möchte.

Jetzt muss man nur noch die Haltestangen abschaffen und die Türöffner, dann können wir die Masken auch wieder als Kinnschutz tragen.


Die Gefahr besteht ja das man gerade in dem Moment hustet wo man Bargeld in der Hand hat, und der Empfänger des Geldes nimmt es in die Hand und fasst sich danach ins Gesicht. Das passiert mit Haltestangen, Türöffner etc. natürlich nicht. ;)

Ich zahle auch fast alles bar, denn Bargeld ist so schön anonym.
Kurier - Heftiger Protest gegen bargeldlosen Ticketkauf im BVG-Bus!
Wollen wir hoffen, dass die Proteste Erfolg haben!

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
B-V 3313
Kurier - Heftiger Protest gegen bargeldlosen Ticketkauf im BVG-Bus!
Wollen wir hoffen, dass die Proteste Erfolg haben!

Unter heftigem Protest stelle ich mir eigentlich eher Dutzende von Leuten vor, die dem Fahrer das Geld aufs Pult knallen und nicht nur Kritik vom IGEB.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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