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Personalmangel in den Verkehrsbetrieben, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen
geschrieben von krickstadt 
Zitat
krickstadt
Moin,

auch die heutige Berliner Zeitung berichtet auf Seite 4 wieder über den Personalmangel:

Zitat

Die Zeit steht still bei der BVG

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben mit Personalmangel und Krankheitsfällen zu kämpfen

[...] Peter Neumann
.

Gruß, Thomas


Ich habe ein neues Lieblingszitat... zur aktuellen Situation fällt unserer Verkehrssenatorin nur ein:

Zitat
Manja Schreiner
Das ist sehr betrüblich und keine befriedigende Gesamtsituation.

Das Zitat ist universell einsetzbar. Es passt auch:

* zur Entwicklung der Friedrichstraße nach Öffnung durch den Autoverkehr
* zum Neubau der Tram am Ostkreuz
* zum Ausbau des Radverkehrsnetzes

Passend dazu gab es damals zu meiner Schulzeit ein T-Shirt, was es bis heute gibt:



-----------
Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
In der rbb Abendschau gestern war Herr Erfurt von der BVG zu Gast.

[www.ardmediathek.de]

Gleich am Anfang der Sendung.


Was ist eigentlich der nächste Schritt wenn noch mehr ausfallen? 40‘-Takt?
Man kann ja tlw. nicht mal den 20‘-Takt leisten (heute X11).
Zitat
micha774
Macht eine Vorrangschaltung denn wirklich soviele Fahrzeuge/Fahrer frei? Gibt es da Zahlen?

Wie schon geschrieben wurde: Eine allein nicht, in Summe über mehrere Ampeln eine ganze Menge.

Beispiel M2, weil es relativ simpel in der Betrachtung ist: Hier ließen sich locker 5 Minuten zwischen Alex und Am Steinberg einsparen. Also 2 Züge/ca. 4 Dienste. Allein für die ersten zwei Haltestellen vom Alex zur Moll-/Prenzlauer, brauchen manche Fahrer nur 2 Minuten, obwohl im Fahrplan 4 Minuten vorgesehen sind. Hier ließe sich also bereits die erste Minute relativ einfach einsparen. Um tatsächlich von 4 auf 2 zu reduzieren, müsste die Bahn an allen Ampeln passend Fahrt bekommen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
micha774
Was ist eigentlich der nächste Schritt wenn noch mehr ausfallen? 40‘-Takt?
Man kann ja tlw. nicht mal den 20‘-Takt leisten (heute X11).

Systematische Vorgaben scheint es dafür bisher nicht zu geben, über solche sollte man aber auch politisch mal nachdenken: Der Nahverkehrsplan gibt bestimmte Mindestbedienstandards vor: für Metrolinien tagsüber einen 10-Minuten-Takt und für andere Bus- und Tramlinien einen 20-Minuten-Takt. Dazu gibt es bestimmte Einzugsradien, in denen 80% der Bevölkerung maximal vom nächsten 20-Minuten-Takt entfernt wohnen sollte. Lt. Nahverkehrsplan wurden diese sogar für 86,5% erfüllt.

Eine Option wäre, zunächst mal das Angebot in Richtung dieser Mindeststandards zurückzufahren, was bedeuten könnte:
1. Ausdünnung aller Linien auf die Mindestbedienstandards (z.B. Entfall von 2/3 der Fahrten auf der M4 und der Hälfte der Fahrten auf der 12 - nur als Beispiel, weil mir diese Linien räumlich präsenter sind, auch wenn der Personalmangel im Busbereich wohl noch akuter ist)
2. Vollständige Einstellung von Linien, die zur Übererfüllung der Flächenerschließung führen (auch hier könnte man mit der 12 viel erreichen, weil sie relativ viel Angebot hat und dabei nur für relativ wenig zusätzliche Flächenerschließung sorgt, aber auch in dünnbesiedelten Bereichen am Stadtrand wäre einiges zu erreichen).

Letztlich wäre ein solches Szenario dennoch wohl vor allem für den Stadtrand gut, weil dort eh nur die Mindeststandards gefahren werden. Solange diese nicht in Frage gestellt werden, wäre es in letzter Konsequenz so, dass man zwar ein flächendeckendes Mindestangebot hätte, aber eben auch nicht mehr. Am Stadtrand würde man damit teils warme Luft durch die Gegend fahren, im Zentrum dagegen einen erheblichen Teil der bisherigen Fahrgäste gar nicht mehr befördern können.

Insofern ist es schon besser, dass die BVG bisher ganz gut schaut, wo welche Fahrten am ehesten betrieblich verzichtbar sind. Was die Linien mit sehr geringer Nachfrage angeht, könnte man aber als nächsten Schritt auch mal darüber nachdenken, ob man hier am 20-min-Takt als Mindeststandard festhalten muss und ob eine Einsparung hier überhaupt etwas für das übrige Netz bringen würde. Vermutlich wird man auch nicht jeden Kleinbusdienst so verschieben können, dass der M41 davon profitiert.
Wobei man immer bedenken muss, das weniger Fahrzeuge gleichbedeutend sind mit höherer Auslastung und dadurch erhöhter Unpünktlichkeit, was wiederum zu mehr Unzufriedenheit beim Personal führen könnte weil denen die Pausen dadurch unfreiwillig gekürzt werden.

Ein Teufelskreis!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.12.2023 11:01 von micha774.
Ganz ehrlich, das ist schon ein Ding aus dem Tollhaus, was hier in Berlin mit der BVG läuft.

Die BVG ist eine Anstalt öffentlichen Rechts, gehört zu 100% dem Land Berlin. Die Politik hat als Eigentümer über das BVG Management eine Aufsichts-Pflicht.

Der schleichende operative Meltdown bei Bus und Tram ist doch nicht erst seit gestern, sondern zieht sich schon längerer Zeit. Wo bitte war da die Aufsicht? Was ist da passiert in den Aufsichtsrat-Sitzungen, dass dieses Problem nicht nur nicht erkannt wurde sondern sich stetig weiter verschlimmern kann?

Stattdessen forciert die Politik die Nachfrage über das wieder-einzuführende 29€ Ticket für den Tarif-Bereich AB. Ohne dass es dafür Kapazitäten gibt. Das ist ein Scheitern mit Ansage, dass sich alle Parteien in Berlin gemeinsam auf die Fahnen schreiben können.

Nüchtern betrachtet muss es in Berlin mit 9% Arbeitslosigkeit möglich sein, Fahrpersonal zu finden bzw. zu schulen. Gelingt das nicht, ist der Job als Gesamtpaket so unattraktiv, dass man sich fragen lassen muss, welche Stellhebel da zu ändern sind. Und genau dagegen könnte das BVG Management was tun.
Zitat
micha774
Macht eine Vorrangschaltung denn wirklich soviele Fahrzeuge/Fahrer frei? Gibt es da Zahlen?

Konkrete Zahlen hab ich nicht, obgleich es garantiert schonmal jemand kalkuliert hat... Die BVG rechnet vermutlich jährlich aus, was die Nichtbevorrechtigung an Ampeln pro Jahr so kostet - der Mitarbeiter, der das machen muss, kann einem echt leid tun.


Aber wir können das ja mal grob ausrechnen - und sowas mach ich ja immer gern ;)
Wie immer gilt, wer die Zahlen unplausibel findet, soll das bitte anmerken, dann korrigiere ich die Rechnung.


1) Laut BVG-Geschäftsbericht gab es folgende Wagen- bzw. Zugkilometer in 2022:
* Bus = 93,1 Mio. km
* Strab = 21,9 Mio. km


2) Mithilfe der Durchschnittsgeschwindigkeit...
* Bus = 17,9 km/h
* Strab = 17,5 km/h


3) ... lassen sich die Fahrzeug-Einsatzstunden pro Jahr berechnen:
* Bus = 5,2 Mio. Stunden
* Strab = 1,25 Mio. Stunden


Und nun erhöhen wir die Durchschnittsgeschwindigkeit um 1 km/h (was echt nicht viel ist!).

4) Dann kommen wir auf folgende neue Werte für die Fahrzeug-Einsatzstunden (bei LSA-Bevorrechtigung):
* Bus = 4,93 Mio. Stunden
* Strab = 1,2 Mio. Stunden


5) Entscheidend ist nun die Differenz aus 4) und 3).
Das ist die Ersparnis an Einsatzstunden durch die Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit. Das sind
* beim Bus = 275.000 Stunden
* bei der Strab = 68.000 Stunden

Also insgesamt sparen wir jedes Jahr ca. 340.000 Fahrzeug-Einsatzstunden ein, wenn wir die Durchschnittsgeschwindigkeit im straßengebundenn Verkehr um 1km/h erhöhen.
340.000 Stunden, in denen die Fahrzeuge auch gelenkt/gesteuert werden von einem Fahrer.

6) Nehmen wir nun an, ein BVG-Fahrer arbeitet im Schnitt 1.800 Stunden im Jahr (was vermutlich viel zu hoch ist), dann bräuchte die BVG dank der Beschleunigung 190 Fahrer weniger (153 beim Bus, 38 bei der Straßenbahn) für ihren Betrieb.


Also Antwort in kurz:
Eine Beschleunigung allein um 1km/h hätte einen spürbaren Effekt auf den Personalbedarf.

Alles weitere, was da noch dran hängt (Kosten, bessere Betriebsqualität und -stabilität, höherer relativer Fahrzeitvorteil gegenüber MIV, etc. pp.) möchte ich jetzt gar nicht weiter ausführen.
...schöne Statistik, bringt vllt. was auf Linien mit dichtem Takt was wo man mit Blockpausen arbeiten kann.
Knapp gerechnete Wendezeiten gehen dann meist nach hinten los-entweder wirds unpünktlich,
oder irgendwann geht ein Zug in die Ecke weil eben Pausenzeit nicht rauskommt,hat der Fahrplaner z.B. mit der 60 am We lernen müssen...

T6JP
Zitat
Balu der Bär
Ganz ehrlich, das ist schon ein Ding aus dem Tollhaus, was hier in Berlin mit der BVG läuft.



Nüchtern betrachtet muss es in Berlin mit 9% Arbeitslosigkeit möglich sein, Fahrpersonal zu finden bzw. zu schulen. Gelingt das nicht, ist der Job als Gesamtpaket so unattraktiv, dass man sich fragen lassen muss, welche Stellhebel da zu ändern sind. Und genau dagegen könnte das BVG Management was tun.

Die Generation Z jammert aber aber das es nur 30 Tage Urlaub und 36 000 Brutto gibt-die kommt schon mal nicht.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
...schöne Statistik, bringt vllt. was auf Linien mit dichtem Takt was wo man mit Blockpausen arbeiten kann.
Knapp gerechnete Wendezeiten gehen dann meist nach hinten los-entweder wirds unpünktlich,
oder irgendwann geht ein Zug in die Ecke weil eben Pausenzeit nicht rauskommt,hat der Fahrplaner z.B. mit der 60 am We lernen müssen...

Nun kann man das aber auch als Chance sehen. Ist eine Linie drei Minuten schneller pro Richtung, gibt es mehr Pause fürs Pesonal.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
Adenosin
Zitat
micha774
Macht eine Vorrangschaltung denn wirklich soviele Fahrzeuge/Fahrer frei? Gibt es da Zahlen?

Konkrete Zahlen hab ich nicht, obgleich es garantiert schonmal jemand kalkuliert hat... Die BVG rechnet vermutlich jährlich aus, was die Nichtbevorrechtigung an Ampeln pro Jahr so kostet - der Mitarbeiter, der das machen muss, kann einem echt leid tun.


Aber wir können das ja mal grob ausrechnen - und sowas mach ich ja immer gern ;)
Wie immer gilt, wer die Zahlen unplausibel findet, soll das bitte anmerken, dann korrigiere ich die Rechnung.


1) Laut BVG-Geschäftsbericht gab es folgende Wagen- bzw. Zugkilometer in 2022:
* Bus = 93,1 Mio. km
* Strab = 21,9 Mio. km


2) Mithilfe der Durchschnittsgeschwindigkeit...
* Bus = 17,9 km/h
* Strab = 17,5 km/h


3) ... lassen sich die Fahrzeug-Einsatzstunden pro Jahr berechnen:
* Bus = 5,2 Mio. Stunden
* Strab = 1,25 Mio. Stunden


Und nun erhöhen wir die Durchschnittsgeschwindigkeit um 1 km/h (was echt nicht viel ist!).

4) Dann kommen wir auf folgende neue Werte für die Fahrzeug-Einsatzstunden (bei LSA-Bevorrechtigung):
* Bus = 4,93 Mio. Stunden
* Strab = 1,2 Mio. Stunden


5) Entscheidend ist nun die Differenz aus 4) und 3).
Das ist die Ersparnis an Einsatzstunden durch die Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit. Das sind
* beim Bus = 275.000 Stunden
* bei der Strab = 68.000 Stunden

Also insgesamt sparen wir jedes Jahr ca. 340.000 Fahrzeug-Einsatzstunden ein, wenn wir die Durchschnittsgeschwindigkeit im straßengebundenn Verkehr um 1km/h erhöhen.
340.000 Stunden, in denen die Fahrzeuge auch gelenkt/gesteuert werden von einem Fahrer.

6) Nehmen wir nun an, ein BVG-Fahrer arbeitet im Schnitt 1.800 Stunden im Jahr (was vermutlich viel zu hoch ist), dann bräuchte die BVG dank der Beschleunigung 190 Fahrer weniger (153 beim Bus, 38 bei der Straßenbahn) für ihren Betrieb.


Also Antwort in kurz:
Eine Beschleunigung allein um 1km/h hätte einen spürbaren Effekt auf den Personalbedarf.

Alles weitere, was da noch dran hängt (Kosten, bessere Betriebsqualität und -stabilität, höherer relativer Fahrzeitvorteil gegenüber MIV, etc. pp.) möchte ich jetzt gar nicht weiter ausführen.

Auch wenn die Rechnung etwas simple ausgelegt ist geht's schon in die Richtung.
2 kleine Korrekturen.
Bei einer (aktuell) 38 Stundenwoche kommt man auf gut 2000 Stunden pro Jahr.
Macht dann 170 Personale. Darauf kommt dann ein Personalersatzfaktor der Urlaub, krank, Seminare, Weiterbildungen, Schulungen, Freistellungen jeglicher Art, etc enthält. Der liegt bei ca 2.
Würde bei deiner Rechnung also gut 340 Personale aus machen.
Ist aber, wie schon erwähnt, zu simpel gerechnet, da nicht jede Fahrzeiteinsparrung ganze Umläufe eliminieren würde.
Zitat
T6Jagdpilot

Die Generation Z jammert aber aber das es nur 30 Tage Urlaub und 36 000 Brutto gibt-die kommt schon mal nicht.

T6JP

Du reißt gerne Aussagen aus dem Kontext oder? Als Master-Absolvent*in in einer Führungsposition zu arbeiten würde ich mir auch zwei Mal überlegen, ob ich für 36.000 EUR morgens aufstehe.

Find's immer lustig, dass sich alle darüber lustig machen, wenn GenZ mehr Urlaub und mehr Gehalt fordert. Am Ende profitieren alle, also auch Boomer, von den besseren Arbeitsbedingungen. Du würdest mehr Urlaub, mehr Gehalt oder bessere Arbeitsbedingungen schließlich auch nicht ablehnen.

Ich habe bei meiner Jobsuche im letzten Jahr auch gesagt, dass ich keinen Job unter 30 Tagen Urlaub und 60.000 Gehalt annehmen werde.

Daran ist nichts verwerflich.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.12.2023 08:02 von LariFari.
Zitat
LariFari
Du würdest mehr Urlaub, mehr Gehalt oder bessere Arbeitsbedingungen schließlich auch nicht ablehnen.

Natürlich würde er das. Er fällt doch hier ständig dadurch auf, dass er stets ans große Ganze und nicht nur an sich selbst denkt.

Zitat
LariFari
Daran ist nichts verwerflich.

Dass sich große Teile der Gesellschaft über Angehörige der (z.T. oberen) Mittelschicht, die mehr Geld und Urlaub haben möchten, stärker aufregen als über Finanzbeamt:innen, die viel Geld nebenbei verdienen, indem sie Steuerberatungen verraten, wie Milliardäre Steuern sparen können, und über Konzernmanagements, die für Nicht-Leistung auch noch Boni erhalten (jüngst: DB), ist Teil des Problems.
Zitat
LariFari
Zitat
T6Jagdpilot

Die Generation Z jammert aber aber das es nur 30 Tage Urlaub und 36 000 Brutto gibt-die kommt schon mal nicht.

T6JP

Du reißt gerne Aussagen aus dem Kontext oder? Als Master-Absolvent*in in einer Führungsposition zu arbeiten würde ich mir auch zwei Mal überlegen, ob ich für 36.000 EUR morgens aufstehe.

Find's immer lustig, dass sich alle darüber lustig machen, wenn GenZ mehr Urlaub und mehr Gehalt fordert. Am Ende profitieren alle, also auch Boomer, von den besseren Arbeitsbedingungen. Du würdest mehr Urlaub, mehr Gehalt oder bessere Arbeitsbedingungen schließlich auch nicht ablehnen.

Ich habe bei meiner Jobsuche im letzten Jahr auch gesagt, dass ich keinen Job unter 30 Tagen Urlaub und 60.000 Gehalt annehmen werde.

Daran ist nichts verwerflich.

Wer natürlich Flausen im Kopf hat und denkt das nach dem Studium gebratene Tauben zum aufschnappen umherfliegen,kommt erstmal brutal in der Wirklichkeit an.
Und wenn immer mehr studieren "irgendwas mit Medien" braucht sich auch keiner wundern,
warum keine Sau für 30 Tage Urlaub und 5000 brutto mehr in der Tüte Schicht und Wochenende/Feiertage arbeiten und sich mit Fahrgästen rumärgen möchte.
Oder selbst wenn er es ausprobiert hat nach ein paar Monaten wieder hinschmeist,weils fürs gleiche Geld woanders ruhiger zugeht.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Und wenn immer mehr studieren "irgendwas mit Medien" braucht sich auch keiner wundern,
warum keine Sau für 30 Tage Urlaub und 5000 brutto mehr in der Tüte Schicht und Wochenende/Feiertage arbeiten und sich mit Fahrgästen rumärgen möchte.
Oder selbst wenn er es ausprobiert hat nach ein paar Monaten wieder hinschmeist,weils fürs gleiche Geld woanders ruhiger zugeht.

T6JP
Ja, echt eine Frechheit, dass sich die Leute besser bezahlte Jobs ohne Schichtdienst suchen, wenn sie es können! Das war früher besser, als man noch Sklaven hatte!!!11! 1!
Was für ein Blödsinn.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
VvJ-Ente
Zitat
T6Jagdpilot
Und wenn immer mehr studieren "irgendwas mit Medien" braucht sich auch keiner wundern,
warum keine Sau für 30 Tage Urlaub und 5000 brutto mehr in der Tüte Schicht und Wochenende/Feiertage arbeiten und sich mit Fahrgästen rumärgen möchte.
Oder selbst wenn er es ausprobiert hat nach ein paar Monaten wieder hinschmeist,weils fürs gleiche Geld woanders ruhiger zugeht.

T6JP
Ja, echt eine Frechheit, dass sich die Leute besser bezahlte Jobs ohne Schichtdienst suchen, wenn sie es können! Das war früher besser, als man noch Sklaven hatte!!!11! 1!

Studierte, egal ob mit oder ohne Medien, sind vermutlich sowieso nicht die Zielgruppe zur Gewinnung von Fahrpersonal, außer vielleicht während des Studiums und natürlich in dem Rahmen in dem die Chefs später bei der Basis vorbeischauen.

Wenn man natürlich in der akademisch-beruflichen Karriere nicht so ganz voran kommt, kann der Dienst als Fahrpersonal ein Notnagel sein - Sozialwissenschaftler fahren aber lieber Taxi.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.12.2023 09:15 von Nemo.
Zitat
Nemo
(...) und natürlich in dem Rahmen in dem die Chefs später bei der Basis vorbeischauen.

Um dem Fußvolk an der Basis dann zu erklären, warum die Löhne nicht steigen.

Die eigenen Boni sind davon natürlich ausgenommen.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
tramfahrer
Zitat
Adenosin

[...]

6) Nehmen wir nun an, ein BVG-Fahrer arbeitet im Schnitt 1.800 Stunden im Jahr (was vermutlich viel zu hoch ist), dann bräuchte die BVG dank der Beschleunigung 190 Fahrer weniger (153 beim Bus, 38 bei der Straßenbahn) für ihren Betrieb.

Auch wenn die Rechnung etwas simple ausgelegt ist geht's schon in die Richtung.
2 kleine Korrekturen.
Bei einer (aktuell) 38 Stundenwoche kommt man auf gut 2000 Stunden pro Jahr.
Macht dann 170 Personale. Darauf kommt dann ein Personalersatzfaktor der Urlaub, krank, Seminare, Weiterbildungen, Schulungen, Freistellungen jeglicher Art, etc enthält. Der liegt bei ca 2.
Würde bei deiner Rechnung also gut 340 Personale aus machen.
Ist aber, wie schon erwähnt, zu simpel gerechnet, da nicht jede Fahrzeiteinsparrung ganze Umläufe eliminieren würde.

Ja, sehr gute Hinweise. Ich hab die Zahlen der Berechnung genau wiedergegeben, das suggeriert eine Genauigkeit, die natürlich gar nicht gegeben ist, denn wie du schon geschrieben hast: nicht jede eingesparte Stunde bedeutet eine Verringerung der Umläufe und damit des Personalbedarfs.

Aber die Richtung ist klar. Die Ursprungsfrage "hätte denn eine Beschleunigung überhaupt einen Effekt?" lässt sich wohl eindeutig mit "ja" beantworten.

Das mit dem Personalersatzfaktor 2 (ziemlich hoher Wert, kann das sein?) unterstreicht das Ganze.

Neben den Maßnahmen, die die BVG ergreifen kann, um den Missstand abzumildern, hat also auch die Verkehrsverwaltung einen großen Hebel in der Hand, um den Betrieb zu stabilisieren.

Dieser Hebel wird aber nicht gezogen. Dass man nun bei sage und schreibe 10 Ampeln prüfen möchte, ob da eine Bevorrechtigung möglich ist - das ist doch ein ganz schlechter Scherz.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.12.2023 10:36 von Adenosin.
Zitat
Adenosin
Dieser Hebel wird aber nicht gezogen. Dass man nun bei sage und schreibe 10 Ampeln prüfen möchte, ob da eine Bevorrechtigung möglich ist - das ist doch ein ganz schlechter Scherz.

Ach was, das wird ganz genau geprüft. So wie die Sanierung des Schlangenbader Tunnels. Ganz wichtiges Leuchtturmprojekt für die Aufrechterhaltung des Verkehrs in Berlin. Da ist Geld für da, na selbstverständlich.

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Tscheynsch hier vor Ju-Tu wis Sörvis tu Exebischn-Raunds änd Olümpick-Staydium
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