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Erste Elektrobuslinie in Berlin
geschrieben von Heidekraut 
Die BVG ist nach bisher wenig befriedigendem Versuchsbetrieb weiter auf der Suche nach einem Anbieter praxisreifer Fahrzeuge.
Mit einer öffentlichen Ausschreibung wird nun nach potentiellen Lieferanten Ausschau gehalten: [unternehmen.bvg.de] (zip-Datei, 101 kB)

Darin ist zur Markterkundung
Zitat
Bekanntmachung über Durchführung einer Markterkundung
...
Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Markterkundungstests für die Beschaffung von elektrisch betriebenen Stadtlinien-Omnibussen.

Kurze Beschreibung der Art und der Menge bzw. des Werts der Waren bzw. Dienstleistungen:
Die BVG plant zukünftig auch elektrisch betriebene Stadtlinien-Omnibusse einzusetzen. Dazu sollen in einem ersten Schritt die aktuell am Markt verfügbaren elektrisch betriebenen Stadtlinien-Omnibusse (in serienreifer, ggf. seriennaher Ausführung) getestet werden. Interessierte Firmen stellen für den Testzeitraum kostenfrei jeweils einen elektrisch betriebenen Stadtlinien-Omnibus (12m) zur Verfügung, der von der BVG für ca. zwei Wochen auf einer definierten Testlinie eingesetzt wird.
Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit und Auswertbarkeit der Testergebnisse muss der zur Verfügung gestellte Omnibus, insbesondere die Richtlinien ECE-R 100 sowie 107 einhalten, dem neuesten Stand der Technik entsprechen und eine maximal mögliche Reichweite im Stadtlinienverkehr (mit einer Ladung) sicherstellen. Durch den Verleiher muss sichergestellt werden, dass ein mobiles Ladegerät für das Fahrzeug vorhanden ist. Ein zwischenladen im Linienbetrieb ist nicht gegeben. Für die Depotladung wird dem Verleiher durch die BVG eine 63A 400V Steckdose nach IEC 60309 zur Verfügung gestellt. Zudem muss der Verleiher sicherstellen, dass der zur Verfügung gestellte Omnibus während des gesamten Testzeitraumes von ihm werkstattseitig betreut wird (24 Stunden Servicehotline inkl. Abschleppdienst). Während des Zeitraumes der Teststellung (voraussichtlich 2. Halbjahr 2017) sollen insbesondere folgende Funktionalitäten und Eigenschaften getestet werden:
- Energieverbrauch in kWh/100km
- Ladevorgang
- Reichweite
- Fahreigenschaften.

...

Außerdem ist ein Fragenkatalog dabei. Ein Teil zum Ja/Nein ankreuzen und ein Teil für Freitext:
Zitat

2. Offene Fragen

a. Ist die Position des Ladeanschlusses fest vorgegeben oder kann dieser flexibel am gesamten Fahrzeug positioniert werden?

b. Welche Reichweiten können angeboten werden? Evtl. unter Berücksichtigung verschiedener Batteriegrößen.

c. Kann das Fahrzeug mit jeder beliebigen Ladstation, welche die Normen der ISO 15118 / DIN 70121 erfüllt, geladen werden oder wird durch den Fahrzeughersteller ein Ladegerät mitgeliefert?

d. Befindet sich die Kommunikationseinheit zum Laden im Fahrzeug oder in der Ladesäule?

e. Welche Reichweitenreduzierungen sind zu erwarten bei dem Gebrauch von einer elektrischen Klimaanlage, Heizung (Zusatzheizung) und dem Zwangskneeling?

f. Welcher Energieverbrauch auf 100 km ist zu erwarten?

g. Ab welchen Ladeleistungen ist eine Batteriekühlung erforderlich?

h. Der Betreiber kann nur Wechselspannung als Anschluss zur Verfügung stellen. Erfolgt das Umrichten auf Gleichspannung im Fahrzeug oder in der Ladesäule selber?

Weiter heisst es in den Unterlagen:

Zitat

Die Interessenbekundung zur Teilnahme an den Markterkundungstests ist formlos per Email bis spätestens 31.08.2017 bei der unter Ziffer 10. genannten Kontaktstelle einzureichen.
...
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem vorliegenden Markterkundungstest nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrages handelt.
Es besteht kein Anspruch auf Durchführung eines förmlichen Vergabeverfahrens zur Erteilung eines öffentlichen Auftrags.
Der Rechtsweg zu den Vergabenachprüfungsinstanzen ist nicht eröffnet.
Es handelt sich um eine freiwillige Bekanntmachung zum Zwecke der Durchführung eines Markterkundungsverfahrens.
Eine Erstattung der Kosten, die den Interessenten durch die Teilnahme an diesem Verfahren entstehen, sowie sonstige Entschädigungsansprüche sind ausgeschlossen.
Die BVG behält sich ausdrücklich vor, bei Durchführung eines etwaigen späteren Vergabeverfahrens die in dem Markterkundungsverfahren aufgestellten Anforderungen zu ändern.
Zwischen Verleiher und BVG wird ein durch die BVG vordefinierter Nutzungsvertrag geschlossen.
Das Fahrzeug muss durch den Verleiher Haftpflicht- und Feuerversichert sein. Des Weiteren müssen Fahrzeuge, welche außerhalb der EU zugelassen sind, eine deutsche Zulassung auf Kosten des Verleihers erhalten.
...

Sehr schade, dass die Reaktionen der Fahrzeuganbieter und Testergebnisse wohl kaum veröffentlicht werden. Immerhin verspricht der Herbst hinsichtlich weiterer Testeinsätze interessant zu werden.

so long

Mario
Ich pack das mal hier mit rein:
Die Ost-Prignitzer-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) möchte ab 2019 erstmals einen Elektrobus im Überlandverkehr testen.
Meines Wissen wurden E-Busse in unserer Region nur im Stadtverkehr getestet.
[www.maz-online.de]
Zitat
der weiße bim
...
Zitat
Bekanntmachung über Durchführung einer Markterkundung
...
Für die Depotladung wird dem Verleiher durch die BVG eine 63A 400V Steckdose nach IEC 60309 zur Verfügung gestellt.
...
c. Kann das Fahrzeug mit jeder beliebigen Ladstation, welche die Normen der ISO 15118 / DIN 70121 erfüllt, geladen werden oder wird durch den Fahrzeughersteller ein Ladegerät mitgeliefert?
...
...

Hm, 63A * 400V sind aber nur maximal 25 kW, zum Vergleich: Tesla Supercharger 145 kW, CCS 50 kW. Da ein Bus ja einen viel größeren Energieverbrauch als ein Tesla hat, scheint diese Vorgabe doch ziemlich beschränkend zu sein. Mal noch eine Vergleichsrechnung: Nimmt man als Äquivalentverbrauch 1l Diesel zu 2 kWh el. an, und nimmt man an, dass ein Bus ungefähr 50l / 100km braucht, dann steht der Bus also für 100km mindestens 4 Stunden auf dem Hof zum Laden, bei den früher genannten 175 km für die Linie 204 also mal schlappe 7 Stunden. So wird das wohl von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Außerdem ging es doch bei dem Feldtest der Linie 204 um die induktive Ladung und damit einer deutlichen Verkleinerung der notwendigen Batteriekapazität. Aus eigener Erfahrung schien das Erreichen des Ladepunktes ein nicht sehr einfaches Unterfangen, und klappte, als es mir vorgeführt wurde, natürlich nicht. Wahrscheinlich dürften auch noch weitere Vorserienprodukte in diesen Bussen stecken, die zu solch deutlichen Problemen geführt haben.
Die Produktion der Batterien ist auch Umweltneutral ?

Die Produktion der Batterien für einen Tesla erzeugt soviel CO2 wie der Betrieb eines gleichwertigen Benziners in 13 Jahren (Quelle hab ich leider nicht mehr)

und Entsorgung verschlissener Batterien und Herstellung neuer Akkus, alles umweltneutral ?

Wirksamer Umwelzschutz wäre Vermeidung von Verkehren, wie kann es sein, daß Pendler aus Berlin jeden Tag mit dem ICE nach Wolfsbug und zurück fahren müssen ?

Öko, nein BWL

Viele Grüße aus der Wollankstraße
Zitat
SaroEngels
Hm, 63A * 400V sind aber nur maximal 25 kW, ...

Es handelt sich um Dreiphasen-Drehstrom, das ergibt 75 kW Leistung. Dabei entsteht allerdings eine gewisse Menge Wärme, die natürlich nicht in der Batterie landet.
Die 90 kWh-Batterie der E-Solarien wäre dennoch in einer Stunde voll, da sie nicht tief entladen werden darf.

so long

Mario
Zitat
Wollankstraße
Die Produktion der Batterien ist auch Umweltneutral ?

Die Produktion der Batterien für einen Tesla erzeugt soviel CO2 wie der Betrieb eines gleichwertigen Benziners in 13 Jahren (Quelle hab ich leider nicht mehr)

und Entsorgung verschlissener Batterien und Herstellung neuer Akkus, alles umweltneutral ?

Wirksamer Umwelzschutz wäre Vermeidung von Verkehren, wie kann es sein, daß Pendler aus Berlin jeden Tag mit dem ICE nach Wolfsbug und zurück fahren müssen ?

Öko, nein BWL
Wenn's aus dem Internet kommt, muss es ja stimmen... Die 70kWh Batterie des TESLA S enthaelt etwa 12kg reines Lithium. Die Starterbatterie eines Diesel PKW's besteht aus ca. 9kg Blei. Wenn man natuerlich das Lithium (und die anderen Batteriewerkstoffe) mittels Kernspaltung herstellt, wird man wohl auf solche absurden Energiezahlen kommen.
Die verschlissenen Batterien werden recycelt. Wer die Umweltgesetze in Kalifornien kennt, weiss dass diese sehr streng sind. Quellen nenne ich nicht mehr, muesst ihr schon selber suchen (in der Vergangenheit wurden meine Links ignoriert).
Vermeidung von Verkehr zum Umweltschutz kann ich 100% unterstuetzen.
Schade finde ich auch, dass bei der BVG-Spezifikation kein schnelles Unterwegsnachladen erlaubt ist. Damit fallen einige interessante Bus-Versionen (leicht und preisguenstig) aus. Uebrigens doch noch ein Link:
TESLA in Fremont
Regards
Zitat
md95129
Uebrigens doch noch ein Link:
TESLA in Fremont
Regards

Hallo Henner,

wow! Es ist zwar ein ziemlicher Witz, wie sich Tesla da zu positionieren versucht als eine der größten Fabriken der Welt, aber es ist absolut beeindruckend, was da innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde. Und alles schön mit Gleisanschlüssen!

Viele Grüße
Manuel


Tesla-Werk in Fremont (oben), Volkswagenwerk in Wolfsburg (unten). Beide Karten OpenStreetMap, von mir so exakt wie möglich auf denselben Maßstab gebracht (siehe Skala und rote Linie). Leider bietet OpenStreetMap nicht nativ für beide Stadtorte denselben Vergrößerungsmaßstab an.

Das Tesla-Werk nimmt sich im Vergleich zum Volkswagenwerk in Wolfsburg doch noch sehr überschaubar aus, im Gegensatz zur lauten Rhetorik. Damit will ich aber keinesfalls schmälern, was hier erreicht wurde: Tesla wurde 2003 gegründet. Das ist allemal äußerst beeindruckend.




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.2017 00:06 von manuelberlin.
Zitat
manuelberlin
Zitat
md95129
Uebrigens doch noch ein Link:
TESLA in Fremont
Regards

Hallo Henner,

wow! Es ist zwar ein ziemlicher Witz, wie sich Tesla da zu positionieren versucht als eine der größten Fabriken der Welt, aber es ist absolut beeindruckend, was da innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde. Und alles schön mit Gleisanschlüssen!

Viele Grüße
Manuel


Tesla-Werk in Fremont (oben), Volkswagenwerk in Wolfsburg (unten). Beide Karten OpenStreetMap, von mir so exakt wie möglich auf denselben Maßstab gebracht (siehe Skala und rote Linie). Leider bietet OpenStreetMap nicht nativ für beide Stadtorte denselben Vergrößerungsmaßstab an.

Das Tesla-Werk nimmt sich im Vergleich zum Volkswagenwerk in Wolfsburg doch noch sehr überschaubar aus, im Gegensatz zur lauten Rhetorik. Damit will ich aber keinesfalls schmälern, was hier erreicht wurde: Tesla wurde 2003 gegründet. Das ist allemal äußerst beeindruckend.
Manuel,
ohne jetzt weiter in OT abzugleiten: Es ist nicht die groesste Fabrik, sondern das zweitgroesste Gebaeude. Allerdings ist TESLA inzwischen die groesste (und modernste) USA Auto-Fabrik im Westen der USA. Das Gelaende bis zu der gelben Strasse im Norden wird gerade bebaut. Ich wohne uebrigens gleich ausserhalb noerdlich des Kartenausschnitts. Der Bericht ist allerdings nicht von TESLA. Ich wollte eigentlich nur zeigen, dass diese Autos kein Nischenprodukt mehr fuer Spinner sind. Jeden Tag faehrt ein langer Gueterzug mit Neuwagen ca. 300m von meinem Haus entfernt vorbei...
Und E-Busse sind nur noch eine Frage der Zeit. Es wird sich wohl bald herausstellen, welche Konstellation am Wirtschaftlichsten ist und sich durchsetzen wird.
Regards



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.2017 06:51 von md95129.
Zitat
md95129
Zitat
Wollankstraße
Die Produktion der Batterien ist auch Umweltneutral ?

Die Produktion der Batterien für einen Tesla erzeugt soviel CO2 wie der Betrieb eines gleichwertigen Benziners in 13 Jahren (Quelle hab ich leider nicht mehr)

und Entsorgung verschlissener Batterien und Herstellung neuer Akkus, alles umweltneutral ?

Wirksamer Umwelzschutz wäre Vermeidung von Verkehren, wie kann es sein, daß Pendler aus Berlin jeden Tag mit dem ICE nach Wolfsbug und zurück fahren müssen ?

Öko, nein BWL
Wenn's aus dem Internet kommt, muss es ja stimmen... Die 70kWh Batterie des TESLA S enthaelt etwa 12kg reines Lithium. Die Starterbatterie eines Diesel PKW's besteht aus ca. 9kg Blei. Wenn man natuerlich das Lithium (und die anderen Batteriewerkstoffe) mittels Kernspaltung herstellt, wird man wohl auf solche absurden Energiezahlen kommen.
Die verschlissenen Batterien werden recycelt. Wer die Umweltgesetze in Kalifornien kennt, weiss dass diese sehr streng sind. Quellen nenne ich nicht mehr, muesst ihr schon selber suchen (in der Vergangenheit wurden meine Links ignoriert).
Vermeidung von Verkehr zum Umweltschutz kann ich 100% unterstuetzen.
Schade finde ich auch, dass bei der BVG-Spezifikation kein schnelles Unterwegsnachladen erlaubt ist. Damit fallen einige interessante Bus-Versionen (leicht und preisguenstig) aus. Uebrigens doch noch ein Link:
TESLA in Fremont
Regards

In Kalifornien mag man vielleicht streng darauf achten, das Batterien ordnungsgemäß entsorgt/recycelt werden..hoffentlich bis ins letzte Glied..
( droht das Trumpeltier sonst mit Atombomben???)

Seit ich im ÖRF einen Beitrag gesehn hab, in denen KFZ Batterien aus Europa in Afrika am Strand mit der Machete zerhackt wurden,
oder das Plaste einfach verbrannt,die Säure ins Meer fließt.. von windigen Händlern dorthin verschickt...
( wo man aber sicher dem europäischen Autofahrer eine teure Entsorgung abgeknöpft und vorgegaukelt hat)
bin ich solchen Umweltaussagen sehr skeptisch geworden.und sehe nach wie vor die Umweltbilanz von E-Autos nicht besser als von herkömmlichen KFZ.

Abgesehen von dem Thema hab ich mich grad wieder am O-Busnetz in Budapest erfreut..
Ikarusobusse, die ehemaligen G+S aus Ebw...- DAS nenn ich langlebige Technik...und es funktionierte einfach.

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
bin ich solchen Umweltaussagen sehr skeptisch geworden.und sehe nach wie vor die Umweltbilanz von E-Autos nicht besser als von herkömmlichen KFZ.

Erst gestern sah ich einen Bericht zum Thema. Man stellte die Umweltbilanzen von E-Pkw und Diesel-Pkw gegenüber. Erst nachdem beide Fahrzeuge 80.000 km unterwegs waren, hatte das E-Auto die Nase vorn.
^Ist die Studie von VW? Da kenne ich ganz andere Zahlen, z.B. hier Das stimmt auch mit Studien solch irrelevater Unis wie Stanford/MIT/Berkeley ueberein. Danach ist der Energieverbrauch zum Bau eines Elektroautos ca. 15% hoeher als bei einem Verbrenner. Das wird in 6..16 Monaten Fahrzeit wieder eingeholt.
Regards
Henner



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.2017 20:01 von md95129.
Zitat
md95129
^Ist die Studie von VW?

Ich glaube, das hat die Fernsehsendung sich selbst ausgerechnet, nachdem verschiedene Faktoren gegenübergestellt wurden. Ich kann auch gar nicht mehr sagen, in welcher Sendung das war, auf jeden Fall ein öffentlich-rechtlicher Sender.

Zitat
md95129
Das wird in 6..16 Monaten Fahrzeit wieder eingeholt.

Was für eine gewagte Angabe.
Jeder interpretiert solche Studien gerne so, wie er es für richtig hält ;)

[www.tagesschau.de]
Zitat
tagesschau.de
Die Frage der Umweltbilanz des E-Autos insgesamt ist nicht leicht zu beantworten. Verschiedene Studien kommen hier zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Kürzlich erregte eine Studie Aufsehen, die das schwedische Umweltministerium in Auftrag gegeben hatte: Demnach könne ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor acht Jahre gefahren werden, bevor es die gleiche Umweltbelastung erreiche wie die Akku-Produktion für das Elektro-Auto Tesla Model S. Der kleinere Nissan Leaf käme noch auf etwa drei Jahre. Den Stromverbrauch beim Fahren haben die Forscher in dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigt.

_____________

Guten Tag !
Hallo Henner, hallo zusammen!

Henner, schon vor Monaten wollte ich Dir einen Link schicken, leider ist es liegengeblieben. Das Dokument dürfte aber hier auch allgemein interessant sein, es ist wirklich sehr lesenswert:

Zitat VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen): "Im Rahmen von Förderprojekten der Bundesregierung und der Europäischen Union (ZeEUS Projekt) wird auch der Einsatz von ÖPNV-Bussen mit elektrischen Antrieben umfangreich getestet. Solche Projekte, die mit Hilfe öffentlicher Förderung finanziert werden, sind nötig, um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, die heute weniger wirtschaftlich zu betreiben sind als klassische Fahrzeuge und bei denen die Wartung neue Konzepte erfordert, weiterzuentwickeln und für den Alltagsbetrieb im Nahverkehr wirtschaftlich und betrieblich nutzbar zu machen."

ZeEUS eBus Report: An overview of electric buses in Europe (PDF, 6 MB, 118 Seiten)

Bemerkenswert: Deutsche Verkehrsbetriebe sind klar unterrepräsentiert, deutsche Bushersteller sind gar nicht vertreten. Für Deutschland ist das einfach nur peinlich.

Gestern Abend hatte ich etwas die großspurige Rhetorik von Tesla aufs Korn genommen, aber ich bewundere absolut, was dort innerhalb kürzester Zeit ans Laufen gebracht wurde. Aus dem Startup ist eine reale riesige Fabrik geworden, in der tatsächlich gute Autos produziert werden, die großen Absatz finden. Einige hier tun das ja immer noch als Spinnerei ab.

Viele Grüße
Manuel
Ich hatte mich ja schon mehrfach "geoutet" und Spott und Trollbeschuldigungen auf mich gezogen. Wie ihr vielleicht inzwischen wisst, bin ich von Haus aus Wissenschaftler und lebe im Silicon Valley. Dort ist die Dichte an E-Autos besonders hoch. Ich fahre seit ca. 5 Jahren einen LEAF. Durch meinen Beruf komme ich in Kontakt mit Ingenieuren/Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen/Firmen (Apple/Google/NASA etc.), die zum grossen Teil elektrisch fahren. Natuerlich ist bei solchen Treffen auch die Frage des Umwelteinflusses/der Energiebilanz eines E-Fahrzeugs ein heisser Diskussionspunkt. Es ist interessant zu sehen, dass insbesondere Studien aus Deutschland den Verbrenner/Diesel absurd schoenrechnen (warum wohl?). Eigene Abschaetzungen koennen das nicht nachvollziehen. Viele andere Quellen kommen zu ganz anderen (nachvollziehbaren) Ergebnissen so z.B. Forbes (Forbes).
@Manuel: Oups, das hat sich ueberschnitten...Danke fuer den Link.
Nochwas: Die Batteriefabrik soll mit Solarzellen versorgt werden (Solar). Da etwa die Haelfte der Energie bei der eigentlichen Batterieproduktion verbraucht wird, sind die ganzen Berechnungen des excessiven Carbon-Footprints/Energieverbrauchs sehr fragwuerdig, zumal Solarzellen nicht gerade durch hohe Energiedichte/Power bekannt sind.
Henner



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.2017 03:11 von md95129.
Für die Stadt möge das hinhauen mit einem E-Auto- aber sonst..?
Angesichts der LKW Kolonnen auf der Reise nach Budapest hab ich absolut kein schlechtes Gewissen,
die Strecke hin und zurück mit etwas nachtanken mit einen 180PS Diesel gefahren zu sein-
bei albernen 5,5 l Durchschnittsverbrauch lt Anzeige, ohne stundenlange Ladestops,
angesichts von heftig hohen Aussentemperaturen Klimaanlageneinsatz mehr als nötig der noch an der Batterie genuckelt hätte.

So eine Leaf-Büchse haben wir in der Firma als Dienstwagen- wie gesagt für die Stadt reichts,
der Anzug ist nicht so das es mich großartig beeindruckt, die Reichweite schrumpft bei Heizung/Klima dann doch mehr als erwartet.
Auf dem Hof ist das nachladen problemlos,aber in meinem Hochhaus werden 160 Mieter nicht ihre Verlängerungsleitungen ausrollen können,
da fällt die nahe Hochspannungsleitung an der U5 wohl tropfend vom Himmel, wenn das das ganze Wohngebiet macht ;-)
Demzufolge ist auch die neue E-Autoquote, von der Sozenschulz labert, nichts als Getöse.

T6JP
Ich hoffe die Frage wurde noch nicht beantwortet, ich hab jedenfalls zwischen den ganzen Tesla- und Siliziumtal-Beiträgen nichts diesbezüglich gefunden:

Nachdem ich neulich zum ersten Mal den Erprobungsbus auf dem 100er gesehen habe (für ein Foto war er leider zu schnell weg) und ich anschließend am Alex (Memhardstraße) nach ihm suchte, kam mir die Frage auf, wo der Elektrobus dort eigentlich laden soll. Wahrscheinlich gar nicht? Reicht der Akku des aktuellen Probebusses, der am Wochenende auf dem 100er fährt, um dort den ganzen Tag zu verkehren? Denn ein Induktionsladen wie es die Solarien auf dem 204er machen, ist ja dort wohl kaum möglich ...



D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Zitat
Stahldora
Reicht der Akku des aktuellen Probebusses, der am Wochenende auf dem 100er fährt, um dort den ganzen Tag zu verkehren? Denn ein Induktionsladen wie es die Solarien auf dem 204er machen, ist ja dort wohl kaum möglich ...

Nein, es sind wohl immer nur einige wenige Fahrten vorgesehen, so dass das Laden dann auf dem Hof oder anderswo erfolgt. Es geht ja in dieser Testphase auch wieder nicht um die Alltagstauglichkeit bezüglich der Reichweite, sondern darum, ein breites Spektrum von Fahrzeugen vorgeführt zu bekommen, um Erkenntnisse für spätere Beschaffungen zu gewinnen.
... und immer wieder sind es die 'Ausländer' :P

Die heimische Industrie ist - aus Gründen - nicht in der Lage, willens oder bereit, Elektrobusse herzustellen und am Markt anzubieten. Wobei von 'marktorientiertem' Verhalten kann ja hier keine Rede sein, denn die Nachfrage ist schließlich riesig. Diese offenkundige Ignoranz oder Unfähigkeit treibt die Kunden langsam aber sicher in die Verzweiflung... oder hier zu eher drastischen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/innenstaedte-ohne-diesel-schleppende-umruestung-auf-elektrobusse/20187694.html

Zitat
Der Tagesspiegel
Die Städte haben die Nase voll: In einer gemeinsamen Initiative fordern Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Darmstadt deutsche Bushersteller auf, möglichst schnell elektrische Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Nach dem Diesel-Gipfel vor zwei Wochen stehen die Nahverkehrsunternehmen unter Druck: Bund, Länder und Industrie hatten sich nicht nur auf Software-Updates und Kaufprämien für Pkws verständigt, sondern auch auf verstärkte Anstrengungen bei „emissionsmindernden Maßnahmen im städtischen Verkehr“ – sprich: im ÖPNV.
Zitat
schallundrausch
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/innenstaedte-ohne-diesel-schleppende-umruestung-auf-elektrobusse/20187694.html

Zitat
Der Tagesspiegel
1300 BVG-Busse sind täglich in der Hauptstadt unterwegs, davon vier elektrische Solaris-Modelle auf der Linie 204.

Dieser Satz ist unwahr. In diesem Monat (August 2017) waren nie mehr als zwei Solaris E-Busse auf der Linie 204 gleichzeitig im Einsatz, der Rest dieselgetriebene EN06 oder EN09.
Wollte man also auf diese zukunftsweisende Antriebsart umstellen, müssten nicht 1300, sondern mindestens 2500 E-Busse beschafft werden. Also schnell weitere sechs Bushöfe bauen, denn über 1000 dienstunfähige oder ladende Busse müssen irgendwo stehen ...

so long

Mario
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