Re: neuer elektro-Bus?
22.03.2018 14:05
Am Besten ist doch der Satz:
"Ich fand es sehr spannend, dass dieser Bus einer Straßenbahn sehr nahe kommt."

Machen wir uns alle(!) doch nichts vor:
Busse sind niedrigste ÖPNV-Vegetation und nichts anderes.
An dieser Tatsache ändert auch keine Antriebsvariante, mitlenkende Achse, X Gelenke oder Y Türen etwas.

Busse waren, sind und werden nur dafür geeignet, einen Basisbedarf im ÖPNV zu decken, insbesondere in hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland, wo eine hochwertigere Infrastruktur möglich wäre.

Und genau so behandelt Hamburg auch seine Bürger und Verkehrspolitik: der ÖPNV erfüllt hier nur den Grundbedarf und kann in keinem Fall mit anderen Mobilitätsangeboten - so man die Wahl hat: sprich Auto - mithalten. Nicht zuletzt auch wegen der Preise.

Und dieser Satz vom HOCHBAHN-Chef(!) entlarvt das einmal mehr.
jor
Re: neuer elektro-Bus?
22.03.2018 16:53
Zitat
Deniz90
Sorry, aber quer zur Fahrtrichtung im Heck zu fahren ist einfach krank.

Warum?
Re: neuer elektro-Bus?
23.03.2018 09:06
Ich setze mich sehr gerne auf einen der Quersitze hinten, kann ich besser meine Zeitung lesen. Und ich komme besser raus, muß nicht über die Stelzen des Blockieres neben mir klettern. Diese Sitzanordnung hat auch Vorteile.

***
Busbeschleunigungsprogramm - mit Vollgas und 20-Sitzplatz-Gelenkbussen ins Chaos.
Re: neuer elektro-Bus?
23.03.2018 16:59
Zitat
jor
Zitat
Deniz90
Sorry, aber quer zur Fahrtrichtung im Heck zu fahren ist einfach krank.

Warum?

Weil sie besonders bei Kurvenfahrten unangenehme Folgen haben kann, aber auch so schon unerträglich ist. Im schlimmsten Fall stürzt man in den Gang.
Gerade dort sind die Fliehkräfte am stärksten. Verstärkt wird das Problem durch die höhere Position.
Und in den meisten Fällen ist der mittlere Sitz sowieso leer oder mit Taschen zugestellt. Es ist einfach unangenehm dort zu sitzen, aus Platzgründen zum Nachbar. Sitzplatzverlust.

-
Re: neuer elektro-Bus?
12.04.2018 12:02
Zitat
bukowski
Am Besten ist doch der Satz:
"Ich fand es sehr spannend, dass dieser Bus einer Straßenbahn sehr nahe kommt."

Machen wir uns alle(!) doch nichts vor:
Busse sind niedrigste ÖPNV-Vegetation und nichts anderes.
An dieser Tatsache ändert auch keine Antriebsvariante, mitlenkende Achse, X Gelenke oder Y Türen etwas.

Busse waren, sind und werden nur dafür geeignet, einen Basisbedarf im ÖPNV zu decken, insbesondere in hochindustrialisierten Ländern wie Deutschland, wo eine hochwertigere Infrastruktur möglich wäre.

Und genau so behandelt Hamburg auch seine Bürger und Verkehrspolitik: der ÖPNV erfüllt hier nur den Grundbedarf und kann in keinem Fall mit anderen Mobilitätsangeboten - so man die Wahl hat: sprich Auto - mithalten. Nicht zuletzt auch wegen der Preise.

Und dieser Satz vom HOCHBAHN-Chef(!) entlarvt das einmal mehr.

Wenn ich die Wahl hätte, in einer Stadt zu leben, in der kein privater Autoverkehr, stattdessen jedoch ein guter Omnibus-ÖPNV stattfindet, dann würde ich das gegenüber allen anderen Städten mit anderen ÖPNV-Varianten und privaten Autoverkehr ganz klar bevorzugen!

Es gibt tatsächlich auch noch andere Omnibusvarianten, die einer Straßenbahn sehr nahe kommen:
Beipiel Linz: [youtu.be] (mit Oberleitung)
Beipiel Metz: [youtu.be] (mit Diesel-elektrischem Antrieb)

Die Hamburger Doppelgelenkbusse, deren Betrieb ja eingestellt wird, hatten nicht diese Straßenbahn-Anmutung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.2018 12:06 von Jules.
Re: neuer elektro-Bus?
12.04.2018 14:33
Wir sind ziemlich off topic, scheint mir.

Ich verstehe nicht, was eine optische Straßenbahnanmutung (oder von mir aus auch Dampflok- oder Motorschiffanmutung, wäre ja auch ohne großen Aufwand machbar) für eine Rolle spielen soll. Es geht um Kapazität und Fahrkomfort, nicht um das Äußere - oder liege ich falsch?
Der Alstrombus bietet mit den Lenkachsen (und dem Steuerungsprogramm dazu) ein Plus an Komfort bei der An- und Abfahrt zur Haltestelle. Aber ob er jemals gebaut und eingesetzt wird, weiß noch niemand.

Die strategische Alternative für den ÖPNV bleibt nach wie vor mehr Bus oder mehr Bahn, nicht Bus mit oder ohne optischen Firlefanz.
Die Chancen für ein modernes Stadtbahnnetz wurden vor über 50 Jahren mit der willkürlichen Abschaffung der Straßenbahn zerstört, jetzt wurschtelt sich Hamburg so durch, auf mäßigem Niveau.

Claus
Re: neuer elektro-Bus?
12.04.2018 14:38
Lieber Jules,

so ein Schwarz/weiß-Szenario gibt es aber nicht.
Bei Verbannung aller Privat-PKWs wären wohl alle Probleme des heutigen Busverkehrs (und auch Radverkehr) gelöst - dann kanste ja auf der Straße machen wast du willst :-)

Oder anders gesagt:
Auf der Mönckebergstraße geht's ja auch ganz gut!
Die Grindelallee ist aber nicht die Mönckebergstraße.
Die Stresemannstraße auch nicht.
Der Mühlenkamp auch nicht.
Die Fuhlsbüttler Straße auch nicht.
Die ... Straße auch nicht.

In welcher Reihe siehst du Hamburg:
  • Linz, Metz, Salzburg, Solingen, Hamburg
  • Wien, München, Amsterdam, Berlin, Hamburg
?
Re: neuer elektro-Bus?
15.04.2018 01:03
Zitat
Claus_
Wir sind ziemlich off topic, scheint mir.

Ich verstehe nicht, was eine optische Straßenbahnanmutung (oder von mir aus auch Dampflok- oder Motorschiffanmutung, wäre ja auch ohne großen Aufwand machbar) für eine Rolle spielen soll. Es geht um Kapazität und Fahrkomfort, nicht um das Äußere - oder liege ich falsch?
Der Alstrombus bietet mit den Lenkachsen (und dem Steuerungsprogramm dazu) ein Plus an Komfort bei der An- und Abfahrt zur Haltestelle. Aber ob er jemals gebaut und eingesetzt wird, weiß noch niemand.
Claus
Das Interessante, das was mir an dem Alstom-Bus "Aptis" so gut gefällt, ist das außergewöhnliche Erscheinungsbild dieses Omnibusses. [www.alstom.com] Die von dir genannten Kriterien Kapazität und Fahrkomfort sind wichtig, aber das bedeutet nicht, dass das Erscheinungsbild deshalb eine geringere Rolle spielt. Das Design spielt vielmehr eine ganz entscheidende, keinesfalls eine nebensächliche Rolle. Ich vermute sogar, dass solche technische Details, wie das mit den Lenkachsen, die fast ein Querfahren des Busses ermöglichen, nur wenigen auffallen wird.
Das jedoch die Räder ganz vorne, bzw. ganz hinten angebracht sind, das fällt auf. Und das der Bus sehr stark nach Straßenbahn aussieht, fällt ebenfalls auf. Und damit steht ein neues Verkehrsmittel bereit, das Neugier weckt und den Menschen, die es benutzen das Gefühl vermittelt, in einem ganz besonderen Verkehrsmittel zu fahren. Das ist ganz entscheidend wichtig, wenn es darum geht, den ÖPNV attraktiv zu machen.

Natürlich kann man das Design von ÖPNV-Fahrzeugen nicht in dem Tempo ändern, wie zum Beispiel Autos neu designt werden. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass das Design keine Rolle spielt. Im Gegenteil es muss bei jeder neuer Formgebung ein Spagat gelingen. Einerseits etwas langlebiges herzustellen, das auch noch nach zehn oder noch mehr Jahren attraktiv aussieht. Und andererseits eine Neuerung schaffen, die auffällt!

Das mit den Änderungen im Design schlägt sogar bis auf die Verkehrsschilder durch:
Betrachte dir mal spaßeshalber die Verkehrsschilder mit einer Autodarstellung von 1992, hier das alte Schild Kraftfahrstraße:
[de.wikipedia.org]
Im Vergleich zu heute:
[de.wikipedia.org]
Da hat sich was getan in der Darstellung!

Und jetzt der Bus von 1992 auf dem Verkehsschild Linienomnibusse von 1992:
[de.wikipedia.org]
Der Bus von heute sieht noch fast genau so aus wie früher (eher noch ein bisschen älter):
[de.wikipedia.org]
Dabei bestimmen heute längst Niederflurbusse das Stadtbild! Der Bus auf dem Verkehrsschild sieht schlicht altmodisch aus. Jetzt gibt es Niederfluromnibusse ja noch nicht so lange, aber ich finde es wird doch trotzdem langsam Zeit, hier mal was zu ändern.

Mir ist das mal bei einem Wahlplakat aufgefallen, bei der eine Partei für den ÖPNV-Ausbau geworben hat. Dazu hat die Partei das Verkehrsschild "Bussonderstreifen" benutzt. Das sah so aus als würde die Partei für Oldtimerbusse Werbung machen.

Ich hoffe der kleine Ausflug in den Schilderwald früher und heute, hat für die Design-Frage sensibilisiert. Wenn man selbst auf Verkehrsschildern ein bestimmtes Design von Autos oder Bussen als altmodisch empfindet, dann doch erst recht in Wirklichkeit.
Re: neuer elektro-Bus?
15.04.2018 01:12
Zitat
Claus_
Es geht um Kapazität und Fahrkomfort, nicht um das Äußere - oder liege ich falsch?
Claus
Um noch mal ganz kurz auf "Kapazität und Fahrkomfort" einzugehen:
Der ÖPNV funktioniert deshalb, weil er Stehplätze mit einkalkuliert. Da sind die Verbesserungen im Fahrkomfort eng begrenzt!
Re: neuer elektro-Bus?
16.04.2018 17:16
Zitat
Claus_
Wir sind ziemlich off topic, scheint mir.

Ich verstehe nicht, was eine optische Straßenbahnanmutung...

Stimmt. Der Falk ist demnach auch "off-topic".
Dumm nur, dass der Mann dem ganzen Verein hauptamtlich vorsteht, wenn ich mich nicht irre.


Wie dem auch sei; ich denke, es wird sich aufgrund einer anderen
  • Antriebsvariante oder
  • Achsenanordnung oder
  • Türanzahl oder
  • Fahrzeuglackierung oder
  • mehr Bücherregalen oder
  • mehr Haltestangen und -schlaufen oder
  • anderen Sitzbezügen oder
  • mit/ohne Metrobusanzeige oder
  • Bordsteinen aus Kassel oder
  • Busbeschleunigungsprogramm oder
  • neuem Betriebshof oder
  • ALLES ZUSAMMEN

nicht einen Jota im Modal Split oder wo auch immer ändern.

Ein Bus bleibt ein Bus bleibt ein Bus bleibt ein Bus. Gerade in Hamburg.

Wer das glaubt, hat den Schuss nicht gehört oder trägt Karohemden.
Re: neuer elektro-Bus?
16.04.2018 17:20
Zitat
bukowski


Wer das glaubt, hat den Schuss nicht gehört oder trägt Karohemden.

Was hat das mit meinen Karohemden zu tun?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Re: neuer elektro-Bus?
25.04.2018 11:14
Ein Urbino Electric der Hochbahn dürfte die nächsten Tage erstmal ausfallen, nachdem er gestern in einen Unfall am Gänsemarkt verwickelt war.
Es gibt neues zu den Elektro-Bussen:
www.nahverkehrhamburg.de
Re: neuer elektro-Bus?
15.05.2018 20:18
Zitat
Jan Gnoth
Es gibt neues zu den Elektro-Bussen:
www.nahverkehrhamburg.de

In dem von dir verlinkten Text steht, dass die Hochbahn 10 Busse vom Typ "Urbino nE12" anschaffen will. Ist das der selbe Typ, der auf der Internetseite der Üstra als "Urbino 12E" bezeichnet wird? [www.uestra.de]
Hier ein Bild aus Hannover, wo drei Elektrobusse von Solaris auf der Linie 100/200 fahren. Der Solaris Elektrobus ist vor dem berühmten Wahrzeichen Hannovers, dem Blockheizkraftwerk Linden, aufgenommen worden:


Re: neuer elektro-Bus?
20.07.2018 09:40
"Am Donnerstag, 29. September, unterzeichneten VDL Bus & Coach und Arriva Nederland den Liefervertrag für 228 brandneue Busse mit einem Gesamtauftragswert von 60 Millionen Euro. Die neuen umweltfreundlichen Busse werden Teil der Busflotte für die Konzessionen Limburg, Südost-Friesland und die Watteninseln sein. Die Nahverkehrsgesellschaft wird Elektrobusse auf den Watteninseln sowie in Maastricht und Venlo einsetzen. Diese modernen Busse haben keine Schadstoffemissionen und sind auch leiser." übersetzt aus der niederländischen Zeitung "de Terschellinger" vom 8. Oktober 2016: "Arriva en VDL ondertekenen mega-order" [www.deterschellinger.nl]
Im Urlaub konnte ich mich davon überzeugen, dass die Elektrobusse auf der Watteninsel Terschelling angekommen sind. Hier ein Bild von der Watteninsel Terschelling von Mitte Juli 2018 (siehe Foto). Ein Insulaner, den ich darauf ansprach, berichtete davon, dass es auch Überlegungen gäbe, Touristen nur noch mit Elektroautos auf die Insel zu lassen.
Sind denn in Hamburg auch schon Elektrobusse von VDL eingesetzt worden? Die Busse auf Terschelling sind vollklimatisiert. Es sind sowohl Solobusse als auch Gelenkbusse im Einsatz.


Zitat
Jules
Sind denn in Hamburg auch schon Elektrobusse von VDL eingesetzt worden?

Nein. Es soll vor gut einem Jahr einen Versuch mit einem VDL-Solowagen gegeben haben, aber der war ohne Fahrgäste. Nach derzeitigem Stand machen Mercedes Citaro E-CELL und Solaris Urbino 12 E das Rennen, aber von VDL ist zur Zeit nichts zu hören. Es sollen 2018 2 Mercedes und 2 Solaris, 2019 18 Mercedes und 8 Solaris und 2020 20 Mercedes und 10 Solaris Batterie-Solowagen kommen. Wie das mit Gelenkwagen und weiteren Solowagen 2020 aussieht, weiß ich nicht. Aber 30 Solowagen 2020 sind definitiv zu wenig. Entweder werden 2020 mit Sondergenehmigung nochmal Diesel-Fahrzeuge beschafft oder die 2020 beschafften Diesel-Fahrzeuge werden nicht medial weiter beworben.
Re: neuer elektro-Bus?
26.07.2018 19:22
Hallo Jan Gnoth,
in einem Artikel der Hannoverschen Neuen Presse wird folgender Bedarf für die Umstellung auf Elektrobusse in Hannovers Innenstadt genannt: "Um den komplett elektrischen Betrieb der Innenstadtlinien 100/200, 120, 121, 128 und 134 sicherstellen zu können, muss die Üstra 18 der 18 Meter langen Gelenkbusse sowie 30 der kürzeren 12-Meter-Busse kaufen. Bis 2023 soll das geschehen." Das ist im Vergleich zu dem Bedarf an Elektrobussen in Hamburg natürlich nur ein Klacks. Andererseits sollen nach der von dir recherchierten Liste mehr Busse in kürzerer Zeit beschafft werden. Vermutlich hängt das aber auch damit zusammen, dass in Hannover erst zwei Schnellade-Stationen existieren. "Zwei Schnellladesäulen hat sie (die Üstra) bereits im Rahmen eines Testversuchs am August-Holweg-Platz aufgestellt. Zehn weitere müssen noch errichtet werden – und zwar jeweils zwei an den Endpunkten Nordring, Haltenhoffstraße, Altenbekener Damm und Peiner Straße sowie jeweils eine in Ahlem und am Aegidientorplatz. Bis 2021 soll das erledigt sein." [www.neuepresse.de]
Viele Grüße, Jules
Re: neuer elektro-Bus?
26.07.2018 19:34
Was ich ja nicht so recht verstehe: Warum sind die Ladefunktionen für die E-Busse so unterschiedlich gestaltet?
In Terschelling sieht der ausklappbare Aufladearm so aus wie in Hannover. In Terschelling ist der Arm jedoch vorne installiert, in Hannover hinten. Beide klappen in Fahrtrichtung aus. In Hamburg sitzt der Stromabnehmer vorne, aber quer, er klappt quer zur Fahrtrichtung aus.*)
Terschelling: [www.bus-terschelling.nl]
Hannover: [www.haz.de]
Hamburg: [www.welt.de]
Ist das nicht völlig unpraktisch für den Fall, dass eine Nahverkehrsgesellschaft Busse aus einer anderen Stadt ausleihen will, oder gebrauchte Busse verkaufen oder einkaufen will?
Ist denn wenigstens in allen Fällen der Ladestrom derselbe?
*) Ist in Hamburg überhaupt der ausklappbare Ladearm am Bus befestigt oder klappt der von der Ladesäule aus auf den Bus?



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.07.2018 19:40 von Jules.
Zitat
Jules
in einem Artikel der Hannoverschen Neuen Presse wird folgender Bedarf für die Umstellung auf Elektrobusse in Hannovers Innenstadt genannt: "Um den komplett elektrischen Betrieb der Innenstadtlinien 100/200, 120, 121, 128 und 134 sicherstellen zu können, muss die Üstra 18 der 18 Meter langen Gelenkbusse sowie 30 der kürzeren 12-Meter-Busse kaufen. Bis 2023 soll das geschehen." Das ist im Vergleich zu dem Bedarf an Elektrobussen in Hamburg natürlich nur ein Klacks. Andererseits sollen nach der von dir recherchierten Liste mehr Busse in kürzerer Zeit beschafft werden. Vermutlich hängt das aber auch damit zusammen, dass in Hannover erst zwei Schnellade-Stationen existieren.

In Hamburg existieren zur Zeit auch nur 2 Schnelllade-Stationen am Hauptbahnhof und Alsterdorf, aber die sollen im Zuge der serienmäßigen Beschaffung von E-Bussen nicht weiter ausgebaut werden. Warum 2020 in Hamburg auch nur 30 Solowagen und keine Gelenkwagen beschafft werden sollen, weiß ich nicht. Eigentlich sollte 2020 der große Schnitt von Diesel- auf E-Busse gemacht werden. Aber das müsste dann mehr als nur 30 Solowagen bedeuten. Da stelle ich mir schon die Frage, ob die Politik sich das eingestehen wird, dass der große Schnitt von Diesel- E-Busse 2020 noch nicht möglich ist oder ob die Politik das kaschieren wird, das neben den 30 E-Solowagen auch noch 60 (Hybrid)-Solowagen und (Hybrid)-Gelenkwagen beschafft werden und diese halt nur nicht weiter medial beworben werden? Ich vermute, die Politik wird zu kaschieren versuchen, dass die anderen Wagen 2020 nur (Hybrid)-Wagen und keine E-Wagen sind. Das heißt, 30 E-Solowagen umfangreich medial beworben, aber großes stillschweigen um die anderen Wagen.
"Und ganz generell ist der ÖPNV ja heute schon das viel ökölogischere Fortbewegungsmittel im Vergleich zum Individualverkehr.", sagt die sympathische Moderatorin in dem Hamburger Hochbahn Werbefilm auf You tube. (ca. Minute 0:30 von insgesamt 4 Minuten) [www.youtube.com] veröffentlicht 17.1.2018
Es folgt ein Trickfilm, der zeigt wie das Umsteigen vom MIV auf den ÖPNV die Straßen entlastet.
"Wieviel Platz auf den Straßen wäre, wenn man all die Leute, die alleine in ihrem PKW sitzen, in Busse packt. Und wieviele Emmissionen man sparen könnte, weil so insgesamt viel weniger Fahrzeuge unterwegs sind.", lautet der Text der Moderatorin dazu. (ca. Minute 0:40)
Das hört sich alles gut an, aber leider auch wenig konkret, denn Autofahrer lassen sich nicht mal eben einfach so "in Busse packen".
Weshalb der Film dann auch schnell von dieser Überlegung abdreht und sich der Frage widmet, wie der Omnibusverkehr dazu gebracht werden kann, dass weniger Emissionen entstehen. In diesem Zusammenhang wird über die Innovationslinie berichtet. (in Minute 0:58 ist ein entsprechendes Haltestellenschild der Innovationslinie 109 eingeblendet.) "Das Ergebnis: Der Batteriebus liegt vorne.", so die Moderatorin (Minute 1:10) Der Brennstoffzellenbus ist dem Bericht zufolge durchgefallen.
Dann kommt ein sehr empathisch vorgetragenes Testergebnis: "In jedem Fall: Die neuen E-Fahrzeuge stoßen kein CO2 aus, keine Stickoxyde und keinen Feinstaub. Und fahren nahezu ruckelfrei und sind superleise." Im Unterschied zu Hannover fällt mir an dieser Stelle auf, dass nicht über die Herkunft des Stromes berichtet wird. Während die Üstra in Hannover gerne betont, das ihre Fahrzeuge mit Strom aus regenerativen Energien betrieben werden:
"Dass die Automobilindustrie das Thema Elektromobilität 2016 für sich entdeckt hat (nachdem sie beim Diesel-Schummeln erwischt wurde), bringt mich dieses Jahr immer wieder zum Schmunzeln. Mit unseren Bahnen bieten wir bereits seit rund 100 Jahren Elektromobilität an, und seitdem wir nur noch CO2-freien Strom beziehen, fährt die Stadtbahn schon heute emissionsfrei durch Hannover. Außerdem haben wir 2016 die Tür zur CO2-freien Mobilität auch beim Bus aufgestoßen. Unter dem Motto „Unsere Vision: Null Emission“ haben wir Anfang April einen Testbetrieb mit drei Elektrobussen gestartet. Auf dem August-Holweg-Platz in Ricklingen feierten wir zusammen mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und zahlreichen weiteren Gästen den Start der üstra Busse in die Elektromobilität. Inzwischen sind die Busse täglich in Hannovers Innenstadt auf den Ringlinien 100 und 200 zu sehen. Nicht nur bei unseren Fahrern kommen die CO2-freien Fahrzeuge sehr gut an, auch unsere Fahrgäste wünschen sich für die Zukunft noch mehr der leisen und schicken E-Busse." aus: Üstra-Blog - Das Fahrtenbuch, Aus meinem Jahresalbum 2016, von Udo Iwannek, Üstra-Pressesprecher, Hervorhebung von mir, [fahrtenbuch.uestra.de]
Fahren denn die U-Bahnen in Hamburg und die Elektrobusse ebenfalls mit Strom aus regenerativen Energiequellen?
Auf den inzwischen nicht mehr ganz so neuen E-Bussen der Üstra wird ebenfalls Werbung für emissionsfreie Mobilität gemacht:


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