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Erlanger Farce um die StUB
geschrieben von LaurenzBo 
Zitat
Straßaboh-Fan
Ich fürchte mich aber echt vor dieser sogenannten Bürgerumfrage.

Dagegen hilft vielleicht, sich mit guten Argumenten so gut es geht in die Diskussion einzumischen. Es sind ja glücklicherweise nicht alle Menschen beratungsresistent.

Allerdings müssten die StUB-Befürworter für meine Begriffe noch stärker lernen, zu überzeugen. Aus vielen Straßenbahn-Diskussionen in Deutschland habe ich den Eindruck gewonnen, dass bei den Bürger/innen zu viel an Wissen vorausgesetzt wird. Am besten scheint mir, möglichst nah an der Praxis zu argumentieren und so wenig wie möglich belehrend aufzutreten.

Dass ein Bussystem in der Breite mehr Platz wegnimmt als ein Straßenbahn-System, könnte schon viele Skeptiker überzeugen. Nur müssten diese Argumente dann auch an der richtigen Stelle kommen!

Und einen großen taktischen Fehler haben die StUB-Gegner meines Erachtens schon begangen: Nach ihrem Sieg bei der Abstimmung am 19.04.2015 haben sie es versäumt, mit einem alternativen Bus-Konzept an die Öffentlichkeit zu gehen (jedenfalls kenne ich keins). Ich halte es für sehr wichtig, dass die StUB-Befürworter/innen den Finger genau in diese Wunde legen. Sollten dann die Gegner doch noch ein Konzept nachlegen, würde wohl deutlich werden, dass auch das "beste" Buskonzept dem Autoverkehr unweigerlich Platz wegnehmen würde. Womit dann vermutlich schlagartig die Gegner verloren hätten .... :-)
und nun geht die Zunkunft des Erlanger ÖPNV wohl tatsächlich den Bach runter:

[www.nordbayern.de]

Aber dafür ist man dann ja für den Bau des Kosbacher Damms damit noch mehr Autos noch schneller in die verstopfte Stadt kommen....

Toll ist dann noch die Idee eines "leistungsfähigen Elektrobussystem". Weil es sowas am Markt ja gibt.

Grüßle,
der Werkstattmeister



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.2015 13:45 von werkstattmeister.
Zitat
werkstattmeister
und nun geht die Zunkunft des Erlanger ÖPNV wohl tatsächlich den Bach runter:

[www.nordbayern.de]

Aber dafür ist man dann ja für den Bau des Kosbacher Damms damit noch mehr Autos noch schneller in die verstopfte Stadt kommen….

Die leben immer noch in der Zeit der autogerechten (=menschenfeindlichen) Stadt.

Zitat
werkstattmeister
Toll ist dann noch die Idee eines "leistungsfähigen Elektrobussystem". Weil es sowas am Markt ja gibt.

Es reicht doch, wenns in den Hochglanzprospekten der Hersteller steht. Einrichten werden die es eh nicht.
Ach lasst sie doch reden. Hab mich längst damit abgefunden, dass es wohl niemals eine StuB geben wird.
Ist mir mittlerweile egal.


Soll Erlangen doch im Verkehrschaos ersticken!
Also, wenn ich das richtig sehe, sollten die Befürworter trotzdem die Mehrheit im Stadtrat haben, auch wenn die CSU geschlossen dagegen sein sollte.
Zitat
bladewing
Also, wenn ich das richtig sehe, sollten die Befürworter trotzdem die Mehrheit im Stadtrat haben, auch wenn die CSU geschlossen dagegen sein sollte.

Die Befürworter der StuB werden einfach bestochen das sie dagegen stimmen, oder aber die Ergebnisse so gefälscht, in der Politik geht nichts über Korruption, da gibt es sehr viele Beispiele und meist betreffen diese eben jene CSU oder CDU aber das ist ja fast das selbe...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Können wir das mit den Verschwörungstheorien bitte lassen?!
Zitat
Unterleiten
Können wir das mit den Verschwörungstheorien bitte lassen?!

Nachdem das sowieso ins Off-Topic führen würde, gerne ;)

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
War die Entscheidung jetzt nur CSU-intern und kommt da noch eine Abstimmung nach oder ist das jetzt das Aus?
Ich halte Teile der Ausagen des Artikels zwar für einnander ausschließend, weil wenn wirklich so "kontrovärs" diskutiert worden wäre, gäbe es nachher (ohne parteiinternen Zwang) kein "einstimmiges" Abstimmungsergebnis, aber andererseits hoffen wir, dass zumindest das nicht auf die Bevölkerung überstrahlt, die da ja auch noch gefragt werden soll.

[EDIT]: gekürzt und politische Aussage entfernt, da zuweit vom Thema wegführend

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.2015 13:05 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
Ich halte Teile der Ausagen des Artikels zwar für einnander ausschließend, weil wenn wirklich so "kontrovärs" diskutiert worden wäre, gäbe es nachher (ohne parteiinternen Zwang) kein "einstimmiges" Abstimmungsergebnis, aber andererseits hoffen wir, dass zumindest das nicht auf die Bevölkerung überstrahlt, die da ja auch noch gefragt werden soll.

[Off-Topic-Abschnitt durch Forummaster entfernt]

Was soll diese Ausschweifung hier in einem ÖPNV-Forum zur allgemeinen Politik?
Ob du die CSU brauchst, oder Frau Merkel schlecht findest, hat hier absolut nichts zu suchen, sorry, man kann sich auch mal etwas zurückhalten und muss nicht immer gleich ausschweifen und jedem seine politische Meinung mitteilen.
Wenn Politik hier, dann bitte Verkehrspolitk.
Allgemeine Politikforen gibts genügend im Netz.

Gruß
Dirk



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.2015 13:51 von Forummaster Bayern.
Hast recht, es passt nicht, ich editiere die Passage raus, wird besser sein.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Danke Daniel, war auch nicht böse gemeint.
Alles Gut. :)

Gruß
Dirk
Die CSU hat aus guten Gründen die letzte Bürgermeisterwahl in Erlangen verloren, Balleis hat die Stadt mehr schlecht als recht verwaltet, zukunftsweisende Perspektive war Fehlanzeige. Besonders ärgerlich ist die Lokalredaktion der Erlanger Nachrichten. Die Meldung vom Umfallen der lokalen CSU kam halbseitig auf der ersten seite des Erlanger Teils, die Notiz zum anstehenden beschluss des Stadtrats ganz klein auf der dritten Seite. Hier wird massiv Stimmung für das Bürgerbegehren gemacht, auch bei den Leserbriefen wird eher ein Vorschlag, eine Seilbahn nach Alterlangen als Alternative zur StUB zu bauen, abgedruckt als ein Leserbrief von Befürwortern.
Die Kumpels von der lokalen CSU bedienen ihre Mittelständler, die auf keinen Fall die Anhebung der sehr niedrigen Erlanger Gewerbesteuer auf ein übliches Niveau haben wollen. Und das ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl der Erlanger Bürger. Nicht umsonst haben sie in der letzten Wahl eine Quittung bekommen, und jetzt versuchen sie es halt auf die fiese Tour.

Allerdings dürfte im Stadtrat eine Mehrheit für den Beitritt zum Zweckverband zusammenkommen. Dann heisst es für die StUB vor dem Bürgerentscheid in Erlangen zu kämpfen, also nicht hängen lassen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.2015 15:44 von LaurenzBo.
Gestern Abend gab es noch einen weiteren Artikel zur Stub:
Erlangen - SPDS kritisiert Rolle rückwärts der csu

In den Kommentaren treibt sich ein User namens "Aufpassen" herum, der mit allen Mitteln die STUB schlechtreden möchte, und den BRT bzw. ZeEUS lobpreist



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.2015 20:34 von phk.
Jetzt aber mal langsam mit den Verschwörungstheorien.

Fakt ist nunmal auch, dass ein neues Verkehrsmittel nunmal auch laufende Kosten verursacht und nicht nur Baukosten.

Das Problem ist halt, dass Erlangen zwar eine Uni Stadt und Siemens Basis von überregionaler Bedeutung ist, die Kassen der Stadt jedoch klamm. Mächtig zu dem Umschwung der Meinungen dürfte auch die vorher nicht einkalkulierten Kosten der Flüchtlinge sein, die seit dem vergangenen Sommer enorm an Bedeutung gewonnen haben.

Es ist ja schön und gut, dass die Bau- und Planungskosten bezuschusst werden. Den laufenden Betrieb muss die Stadt alleine stemmen. Nürnberg wird nur ihren Teil übernehmen - bis zur Stadtgrenze - und Erlangen steht dann blöd da.

Ich denke, dass die Stub eine gute Idee ist und durchaus Zukunftsperspektiven aufweist. Aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Jetzt sollte man wieder zur Vernunft kommen und das Bestandsnetz verbessern und ausbauen.

Momentan ist es nur ein politisches Denkmal, wie Stuttgart 21 oder dergleichen und bringt der Stadt kaum was, außer noch mehr Schulden.

Liebe Grüße.

Stefan
Erlangen hat Vollbeschäftigung, wann soll es "uns"denn noch besser gehen?
Da stimme ich phk direkt zu.


Hier übrigens die FB-Seite der StuB-Befürworter "Bürger für die Stadt-Umland-Bahn":
[www.facebook.com]
@sun_king_135
Natürlich verursacht die StUB laufende Kosten. Jedes andere Verkehrsmittel aber auch, sind sind nur weniger sichtbar, weil in den enormen öffentlichen Ausgaben für den Individualverkehr versteckt. Die Nachhaltigkeit einer Investition in eine StUB ist aber viel höher - die Nürnberger Straßenbahnwagen aus den Sechzigern laufen heute noch in mitteleuropäischen Städten und der Türkei, und das Rad-Schiene-System ist im Unterhalt und energetisch konkurrenzlos günstig. Außerdem erzeugt ein gutes Nachverkehrssystem auch laufende Einnahmen und erhebliche Wertsteigerungen - bei den Immobilien und der Attraktivität der Stadt.
Die Kassen in Erlangen klamm?! Das kannst Du vielleicht von zwangsverwalteten Städten im Ruhrgebiet sagen (die übrigens sehr wohl weiter in öffentlichen Nahverkehr investieren), bei Erlangen ist das schlicht falsch.
"Politisches Denkmal" ist nun völlig daneben, und der Vergleich mit Stuttgart21 nur noch polemisch. Es geht um die Entwicklungsperspektiven der ganzen Region und um die Lebensqualität in Erlangen. Der VGN ist mindestens zwanzig Jahre zu spät gekommen und boomt jetzt. Eine StUB war spätestens in den 70ern schon überfällig und ist auch durch die Kirchturmpolitik der vier Städte in der heutigen Metropolregion nicht vorwärts gekommen. Der Straßenverkehr in der Region ist kurz vor dem kollabieren, die Infrastruktur heruntergewirtschaftet, und nur der extrem niedrige Kraftstoffpreis verhindert gerade noch, dass der öffentliche Nahverkehr aus allen Nähten platzt.
Tut mir leid, in der regionalen Verkehrspolitik ist viel zu viel verpennt worden, und inzwischen brennt es. Selbst wenn die StUB ab dem nächsten Jahr konkret angegangen wird, werden uns die bisherigen Verzögerungen viel kosten. Wer in Erlangen lebt und arbeitetet, denkt vielleicht, das kann ihm am Arsch vorbeigehen. Das täuscht aber. Diese Versäumnisse richten Schaden an, auch für die Stadt.
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