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U3 Süd-West
geschrieben von mattes 
Re: U3 Süd-West
21.12.2018 15:00
Ist das ein Basketballplatz am Ostende des U-Bahnhofs? So direkt an der Straße gelegen? Abgase? Nur zu erreichen, indem man eine breite, vielbefahrene Straße quert? Interessant...
Re: U3 Süd-West
23.12.2018 12:42
Zitat
benji2
Zitat
Daniel Vielberth
... hoffentlich trügen mich da meine Augen, und man plant nicht ernsthaft, die die Zugänge auch in Straßenmitte münden zu lassen ...

Nein, Deine Augen trügen dich da leider nicht.

Die ganze U3-Südwest-Planung ist nur noch ein einziger Schrott, u. a. ausgelöst durch Einsparzwang.

1.) Zu wenige Bahnhöfe, zu große Bahnhofsabstände, und zu weit entfernt von der Rothenburger Straße, als dass man die (zu) vielen Bushaltestellen auf der Rothenburger Straße damit ersetzen könnte. Es hätten mindestens 2 Bahnhöfe mehr sein müssen, einer in Großreuth, einer in Kleinreuth. Man wiederholt hier den Fehler, unter dem die ganze Fürther U-Bahn leidet: Die U-Bahn wird nicht zum adäquaten Busersatz und man muss hinterher teuer beides parallel betreiben, was natürlich in der Nutzen-Kosten-Untersuchung und Folgekostenrechnung vorher niemand so angesetzt hat (-> Defizit, -> Fahrpreise, -> Umsteigezwänge, -> Reisezeitvorteile nur für einen kleineren Teil der Fahrgäste).

Warum es in den Bereichen Großreuth und Kleinreuth je zwei in der Summe unwirtschaftliche U-Bahn-Haltepunkte geben sollte, ist nicht nachvollziehbar. Durch die Trennwirkung der Ringbahn und die hier fehlende Wohnbebauung hat es auch keinen Sinn den Haltepunkt Grossreuth nach Osten zu verschieben (wo sollte ein geeigneter Platz sein?) und einen dritten Haltepunkt zwischen Groß- und Kleinreuth einzufügen.

Durch den Haltepunkt am zukünftigen Stadtteilzentrum Großreuth an der Züricher Straße (anstatt weiter nördlich an der Rothenburger Straße) wird das Gebiet bis zur Wallensteinstraße für die U-Bahn erschlossen. Warum man in Großreuth einen Wendebahnhof bauen sollte, erschließt sich mir nicht. Nach der Stadtplanung wird dieser Haltepunkt weniger Bedeutung als Kleinreuth haben, wo das größere Stadtteilzentrum geplant wird. Um das zu erkennen, reicht ein Studium der vorliegenden Pläne. In Kleinreuth wird es Bushaltestellen mit Wendemöglichkeit an der Mittelinsel geben, woraus ich den Schluss ziehe, dass die aus Westen kommenden Busse zukünftig nicht in der Gebersdorfer Pampa (ehem. Fürth Süd), sondern in Kleinreuth enden werden (mit Ausnahme einer Linie über die Rothenburger Straße).

Abstände; gemessen von der Bahnsteigmitte:
- Sündersbühl - Gustav-Adolf-Straße: 608 m
- Gustav-Adolf-Straße - Großreuth: 898 m
- Großreuth - Kleinreuth: 1003 m

In Gebersdorf sehe ich in erster Linie einen Haltepunkt für den Umstieg von der Buslinie nach Fürth und für P+R, weil es hier Platz für Parkplätze gibt. Damit erübrigt sich auch das Argument mit dem Aufzug an der falschen Stelle [Punkt 5]. Und natürlich wird der Endbahnhof hier gebaut, weil genügend Fläche für Abstellanlagen vorhanden ist.

Zitat

2.) Keine Wendeanlage in Großreuth mehr, d. h. der ganze Takt muss stets bis Gebersdorf gezogen werden, sofern man für Kurzläufer keine Bahnsteigwenden einführt. Damit Angebotsüberdimensionierung für Kleinreuth und Gebersdorf. Zum Vergleich: Auf der U2 kann man wenigstens am Nordostbahnhof ausdünnen (auch wenn man das heute (noch) nicht macht). Und dieser Logik folgten bisher alle Wendeanlagen an U1 und U2; es gibt immer eine genau eine Station nach dem B4-Ring. Bei der U3 nicht mehr.

Warum Kurzläufer ausgerechnet in Großreuth wenden können sollten, ist nicht einsichtig. Da scheint mir der Haltepunkt Gustav-Adolf-Straße besser geeignet. Eine feste Regel "B4-Ring + 1 Hp" ist Quatsch.

Personenunterführung:

Desweiteren begrüße ich, dass in Kleinreuth keine Unterführung gebaut wird, sondern der Stadtplatz oberirdisch über die Straße gebaut wird. Nach dem Plan sieht es so aus, dass die Richtungsfahrbahnen auf breiter Front überschritten werden können. Viele Menschen, insbesondere Frauen und Ältere, haben in Unterführungen ein Unsicherheitsgefühl, das sich in verkehrsschwachen Zeiten verstärkt. Macnche überqueren deswegen lieber die Straße an einer ungesicherten Stelle. Dies haben inzwischen auch die Stadt- und Verkehrsplaner zur Kenntnis genommen.

Edit: Streichungen. Grund: Planung Gebersdorf mit Buswendeschleife für Busse von/nach Kreuzung Rothenburger Str. (s.u.)



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.03.2019 11:41 von Manfred Erlg.


Re: U3 Süd-West
23.12.2018 13:08
Bebauungsplan-Verfahren Nr. 4601 "Großreuth b. Schweinau" für das Gebiet zwischen
der Rothenburger Straße, der Elsa-Brändström-Straße, der Wallensteinstraße und der Ringbahn

Aus dem "Bericht über die Fortschreibung des Strukturkonzeptes" (Januar 2018):

>> 2. Grundsätzliche Ziele des Strukturkonzeptes

Grundgedanke des Strukturkonzeptes ist die patchworkartige Ergänzung des bestehenden, heterogenen Siedlungsgefüges durch differenziert zu gestaltende, kleinteilige Baugruppen (überwiegend Reihen-, Doppel- und Einzelhäuser). Außerdem ist im Bereich des künftigen U-Bahnhofs Großreuth die Entwicklung eines Stadtteilzentrums mit Nahversorgungs- und Wohnfunktionen in höherer Dichte vorgesehen (Geschosswohnungsbau). Eine markante Bebauung sowie eine urbane Platzfläche sollen dessen Bedeutung hervorheben. Ergänzend sind im südlichen Plangebiet zwei in ihrer Größe untergeordnete Quartierszentren vorgesehen.

Zentraler Bestandteil des Strukturkonzeptes ist zudem die Entwicklung eines großräumigen, parkartig zu gestaltenden Grünzugs zur Verbindung des gesamten Plangebiets mit den im Westen angrenzenden Grün- und Freiflächen. Fließende Übergänge zum Grünzug lockern die markante Bebauung des Stadtteilzentrums auf. Zudem ist eine starke Vernetzung des Grünzugs mit der geplanten und bestehenden Bebauung durch untergeordnete Grünzüge vorgesehen.

Die Haupterschließung des Gebiets erfolgt von Norden über die Rothenburger bzw. Züricher Straße, von Süden über die Wallensteinstraße. Auf eine durchgehende Verbindung zwischen der Züricher und der Wallsteinstraße wird zur Vermeidung von Durchgangsverkehr verzichtet (Schleichwege). Vielmehr soll das bestehende Verkehrsnetz genutzt und punktuell erweitert werden. Durch den künftigen U-Bahnhof Großreuth sowie die bestehenden Bushaltestellen entlang der Rothenburger und Wallensteinstraße ist das Gebiet sehr gut an den ÖPNV angebunden. Die fußläufige Vernetzung erfolgt durch ein differenziertes Fuß- und Radwegenetz. Die zwischen Großreuth und Kleinreuth geplante Wegeverbindung über die Ringbahn hinweg (Brücke) wird in einem der nächsten Teilbebauungspläne planungsrechtlich gesichert. <<

[Original-PDFs: Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 18.01.2018 [online-service2.nuernberg.de]]

Der Übersichtsplan (Stand Januar 2018) zeigt das Gebiet des ursprünglichen Bebauungsplans 4601 (dicke gestrichelte Linie), die herausgetrennten Bebauungspläne 4608 (Schulzentrum) und 4614 (Stadtteilzentrum und U-Bahn-Haltepunkt südlich der Züricher Straße) sowie den ergänzten Bebauungsplan 4529 (ehem. ATV-Sportgelände, das durch die Fusion von ATV und Frankonia für die Bebauung frei geworden ist).

Das seit 2015 in Bau befindliche Gebiet 4529 wird 207 WE für ca. 530 Einwohner umfassen. Im Baugebiet 4614 mit Mehrgeschossbauten sind 446 WE für ca. 1100 Einwohner vorgesehen.

Info BP 4614: [www.nuernberg.de]

Verabschiedung des BP 4614 in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 19.07.2018



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.2018 14:31 von Manfred Erlg.


Re: U3 Süd-West
28.12.2018 14:39
Zitat
Manfred Erlg
Zitat
benji2
Zitat
Daniel Vielberth
... hoffentlich trügen mich da meine Augen, und man plant nicht ernsthaft, die die Zugänge auch in Straßenmitte münden zu lassen ...

Nein, Deine Augen trügen dich da leider nicht.

Die ganze U3-Südwest-Planung ist nur noch ein einziger Schrott, u. a. ausgelöst durch Einsparzwang.

1.) Zu wenige Bahnhöfe, zu große Bahnhofsabstände, und zu weit entfernt von der Rothenburger Straße, als dass man die (zu) vielen Bushaltestellen auf der Rothenburger Straße damit ersetzen könnte. Es hätten mindestens 2 Bahnhöfe mehr sein müssen, einer in Großreuth, einer in Kleinreuth. Man wiederholt hier den Fehler, unter dem die ganze Fürther U-Bahn leidet: Die U-Bahn wird nicht zum adäquaten Busersatz und man muss hinterher teuer beides parallel betreiben, was natürlich in der Nutzen-Kosten-Untersuchung und Folgekostenrechnung vorher niemand so angesetzt hat (-> Defizit, -> Fahrpreise, -> Umsteigezwänge, -> Reisezeitvorteile nur für einen kleineren Teil der Fahrgäste).

Warum es in den Bereichen Großreuth und Kleinreuth je zwei in der Summe unwirtschaftliche U-Bahn-Haltepunkte geben sollte, ist nicht nachvollziehbar.

Hatte ich ja geschrieben: Damit die U-Bahn die Buslinien auf der Rothenburger Straße ersetzen kann. Kann sie es nicht, dann ist es die im Betrieb teuerste Lösung von allen (Bus+U-Bahn, gegenüber nur Bus oder nur U-Bahn).

Zitat
Manfred Erlg
Durch die Trennwirkung der Ringbahn und die hier fehlende Wohnbebauung hat es auch keinen Sinn den Haltepunkt Grossreuth nach Osten zu verschieben (wo sollte ein geeigneter Platz sein?) und einen dritten Haltepunkt zwischen Groß- und Kleinreuth einzufügen.

Die Wege zu den U-Bahnhöfen sind dadurch aber zu lang. Ich bin durchaus der Meinung, dass man es bei der Anzahl und Dichte der Bushaltestellen auf der Rothenburger Straße übertrieben hat (mindestens zwei weniger hätten auch genügt). Mit der U-Bahn macht man nur jetzt den genau umgekehrten Fehler.

"Meine" vier U-Bahnhöfe oder oberirdischen U-Bahn-Haltestellen hätten mit jeweils einem ihrer Bahnsteigenden in etwa gelegen an den folgenden heutigen Bushaltestellen:
* Haeselerstraße
* Lehrberger Straße (anderes Bahnsteigende in Richtung Haltestelle Züricher Straße weisend)
* Clarsbacher Straße (anderes Bahnsteigende in Richtung Haltestelle Kleinreuth weisend)
* Rothenburger Straße/Sigmundstraße (anderes Bahnsteigende in Richtung Haltestelle Kleinreuth weisend)

Dass durch die Zäsuren Ringbahn und Südwesttangente dabei Teile der Einzugsgebiete verloren gehen ist der Örtlichkeit geschuldet. Daraus jedoch den umgekehrten Schluss zu ziehen und die Ränder nicht adäquat anzubinden, halte ich für verkehrt. Zumal Sigmundstraße und Virnsberger Straße die beiden vorhandenen Hauptachsen sind, über die man die Haltestellen erreichen kann.

Zitat
Manfred Erlg
Durch den Haltepunkt am zukünftigen Stadtteilzentrum Großreuth an der Züricher Straße (anstatt weiter nördlich an der Rothenburger Straße) wird das Gebiet bis zur Wallensteinstraße für die U-Bahn erschlossen.

Schön und zweifelsfrei eine Verbesserung für die dortigen Bewohner. Nur durch die Lage genau zwischen zwei bestehenden Busachsen (durch die das Gebiet aber bisher bereits ausreichend erschlossen war) fette ich den ÖPNV nur zusätzlich an, da ich dadurch weder auf der Rothenburger Straße noch auf der Wallensteinstraße Bushaltestellen und damit Buslinien einsparen kann, denn die dort Wohnenden hätten sonst sehr viel weiter zur U-Bahn als bisher zum Bus.

Zitat
Manfred Erlg
Warum man in Großreuth einen Wendebahnhof bauen sollte, erschließt sich mir nicht. Nach der Stadtplanung wird dieser Haltepunkt weniger Bedeutung als Kleinreuth haben, wo das größere Stadtteilzentrum geplant wird. Um das zu erkennen, reicht ein Studium der vorliegenden Pläne. (...) Warum Kurzläufer ausgerechnet in Großreuth wenden können sollten, ist nicht einsichtig. Da scheint mir der Haltepunkt Gustav-Adolf-Straße besser geeignet. Eine feste Regel "B4-Ring + 1 Hp" ist Quatsch.

Eigentlich ist der richtige Verdichtungsendpunkt in Nürnberg in fast allen Himmelsrichtung in etwa der B4-Ring, weil meistens ungefähr dort oder ein Paar Hundert Meter davor oder danach die Blockrandbebauung aus dem 19. Jahrhundert endet, also ein erheblicher Sprung in der Siedlungsdichte (viele fußläufige Fahrgäste) besteht sowie meistens Buslinien aus Nicht-Schienen-Achsen auf die U-Bahn gebrochen werden (Busbahnnhöfe, viele umsteigende Fahrgäste). Im Südwesten ist es zwar nicht Blockrandbebauung, aber zumindest relativ dichter Geschosswohnungsbau, also ebenfalls ein eher höheres Dichteniveau und es reicht mit Ausläufern durchaus bis eben Großreuth, auch wenn am dem B4-Ring Gartenstadt-ähnliche Strukturen einsetzen.

Bei U1/U2 hat man das mit Wendeanlagen eine Station hinter dem Ring auch durchgezogen; so gesehen könnte man auch Hasenbuck und Eberhardshof hinterfragen (Frankenstraße oder Maxi hätten es auch getan). Aber auch in Großreuth war, der bisherigen Planungslogik folgend, dem entsprechend eine Wendeanlage für mögliche Ausdünnungen geplant. In Kleinreuth hingegen braucht man nicht mehr ausdünnen; da kann man dann auch gleich noch die eine Station bis zum Bushub in Gebersdorf fahren.

Zitat
Manfred Erlg
In Gebersdorf sehe ich in erster Linie einen Haltepunkt für den Umstieg von der Buslinie nach Fürth und für P+R, weil es hier Platz für Parkplätze gibt. Damit erübrigt sich auch das Argument mit dem Aufzug an der falschen Stelle [Punkt 5]. Und natürlich wird der Endbahnhof hier gebaut, weil genügend Fläche für Abstellanlagen vorhanden ist.

In Gebersdorf ist ein großer Busbahnhof, ähnlich Herrnhütte, mit ca. 8 Halteplätzen für den Verkehr u. a. in den Landkreis Fürth geplant (das, was von den heutigen Linien 70/71/72 übrigbleibt, plus 67, plus vermutlich 113 und 179 o. ä.). Ohne die Bus-U-Bahn-Brechung dieser Stadt-Umland-Verkehre an dieser Stelle wäre der Abschnitt Kleinreuth - Gebersdorf der U3 überhauptnicht darstellbar (er bringt ja auch unbestreitbar eine Fahrzeitverkürzung).

Und da finde ich es schon verkehrt, diesen vielen Umsteigern zwischen Bus und U-Bahn weder abwärts führende Rolltreppen noch einen Aufzug in Reichweite zur Verfügung zu stellen. Andere Städte bauen an solchen Umsteigestellen bahnsteiggleiche barrierefreie schnelle überdachte kurze Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus und Bahn (das ist eigentlich der Maßstab im Jahr 2018).

Zitat
Manfred Erlg
Desweiteren begrüße ich, dass in Kleinreuth keine Unterführung gebaut wird, sondern der Stadtplatz oberirdisch über die Straße gebaut wird. Nach dem Plan sieht es so aus, dass die Richtungsfahrbahnen auf breiter Front überschritten werden können. Viele Menschen, insbesondere Frauen und Ältere, haben in Unterführungen ein Unsicherheitsgefühl, das sich in verkehrsschwachen Zeiten verstärkt. Macnche überqueren deswegen lieber die Straße an einer ungesicherten Stelle. Dies haben inzwischen auch die Stadt- und Verkehrsplaner zur Kenntnis genommen.

Da kann man sich drüber streiten. Grundsätzlich geb ich Dir sogar Recht, weniger Unterführungen sind tendenziell besser. Vor allem wenn die Unterführungen keinen Vorteil für die Fußgänger haben (am Schlimmsten: reine Fußgängertunnels unter Straßen, beidseitig mit Treppen oder Rampen). Aber hier verkürzen und beschleunigen Sie den Zugang zur U-Bahn. Außerdem kann man auch Unterführungen großzügig und übersichtlich gestalten. Und selbst wenn das nicht reicht, wage ich mal folgende These: Warum sollen viele Fahrgäste Tag für Tag (tagsüber!) an Ampeln warten müssen und länger brauchen, nur weil sich ein Teil der Fahrgäste abends und nachts in der Unterführung weniger sicher fühlt. Letztere können immernoch den Aufzug nutzen, um direkt von oben nach unten zu kommen.



7 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.12.2018 14:53 von benji2.
Re: U3 Süd-West
28.12.2018 23:54
Ich denke, dass sich die Busverbindungen und das Busnetz rund um die neuen Bahnhöfe Gebersdorf,
Kleinreuth und Großreuth noch bis nach der Fertigstellung evtl. angepasst werden. Erstmal finde ich auch,
dass Großreuth momentan so ziemlich in der Pampa endet. Wobei dort auch schon Wohnungen gebaut werden.

Bei der Endhaltestelle Gebersdorf denke ich (weiß ich aber nicht), wird vielleicht irgendwann eine Art
Busterminal für Busse Richtung Zirndorf und Oberasbach anschließen? So wie Langwasser Mitte.
Bezüglich der Bauzeiten für die Verlängerung der U3 in südwestlicher Richtung ist dem Internetauftritt des U-Bahnbauamtes Folgendes zu entnehmen:
"Die Bauarbeiten für den Bauabschnitt 2.2 (von Großreuth bei Schweinau bis Gebersdorf) erfolgen voraussichtlich von 2018/2019 bis 2024/2025." (www.nürnberg.de)

Beim Vorbeifahren auf der Rothenburger Str. konnte ich erkennen, dass um die künftige Endhaltestelle Gebersdorf Bäume gefällt worden sind.
Weiß jemand, ob dies in direktem Zusammenhang mit dem möglichen Beginn der U-Bahnbauarbeiten steht?
(Auch im südwestlichen Bereich der künftigen Neuen Rothenburger Str. wurden Sträucher entfernt.)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2019 14:50 von Julian.
Re: U3 Süd-West
04.03.2019 09:55
Der Nahverkehrsplan Nürnberg (Fortschreibung 2017) enthält Busnetzplanungen für die Anbindung der U3:
- 4.3.3.2. Busnetz West 1 / Fürth Ost (U3 Nordwestring), zum Fahrplanwechsel Dez. 2017 umgesetzt
- 4.3.3.4. Busnetz West 2 / Fürth Süd (U3 Gebersdorf)

Nach diesem Plan wird keine der aus dem Landkreis Fürth kommenden Linien zur Feinerschließung über Gebersdorf hinaus weitergeführt. Zum Busnetz West 2 wird ausgeführt:

>> Zielnetz / Angebot

Insgesamt wird das Gebiet Großreuth und Gebersdorf bei erfolgtem U-Bahnbau gut
erschlossen. Zu überplanen ist das ergänzende Busnetz mit Feinerschließung sowie die
Vernetzung mit dem Busnetz der Stadt Fürth. Ein mögliches Linien- und Betriebskonzept
wurde von der Stadt Nürnberg im Rahmen des Nahverkehrsentwicklungsplan 2025+
entwickelt. Dieses ist kompatibel zum Maßnahmenpaket „Busnetz West 1 / Fürth Ost“ und
berücksichtigt den inzwischen erfolgten Ausbau der Höfener Spange, den Ausbau des
Gewerbestandorts Virnsberger Straße (insbes. DATEV) und die Aufsiedlung des Entwicklungs-
gebiets Tiefes Feld.

Die Möglichkeit der Feinerschließung in der Rothenburger Straße mit der heutigen Buslinie
179 oder 39/73 ist zu prüfen. Die Ausrichtung der Buslinien auf den Endhaltepunkt
der U3 und neuen Umsteigeknotenpunkt U-Bahnhof Gebersdorf ist zu optimieren.
Anpassungen des Busnetzes im Nürnberger Südwesten sollen in enger Abstimmung mit
der Stadt Fürth und dem Landkreis Fürth entwickelt werden. <<

In einer Tabelle wird die Wirkung der Maßnahmen beschrieben:

Zielsetzung:
• Verbesserung des stadtgrenzüberschreitenden ÖPNV-Angebots im Nürnberger Südwesten
• Anpassung des ergänzenden Busnetzangebots an die Ausbauplanungen der U3
(Umsteigeknotenpunkt U-Bahnhof Gebersdorf)
• Reduzierung der Umsteigezwänge zwischen den Städten Nürnberg und Fürth sowie dem Landkreis Fürth
• Anbindung der Entwicklungsgebiete und singulären Verkehrserzeuger (z.B. DATEV, Schulstandorte)
an ein leistungsfähiges ÖPNV-Angebot
• Direkte Tangentialverbindungen zwischen den Umsteigeknotenpunkten an den U-Bahnlinien U1 und U3

Verkehrlicher Nutzen
• Verbesserung der Verbindungsqualität durch kürzere Reisezeiten und Reduzierung der Umsteigezwänge
zwischen dem Nürnberger Südwesten und Fürth sowie dem Landkreis Fürth
durch Schaffung direkter, umsteigefreier Verbindungen

Fahrgastgewinn
• hohe Fahrgastpotentiale vorhanden

Dazu gibt es eine Abbildung: Busnetz- Prognosebezugsfall NVEP 2025+ [enthält nur das Basisnetz]


Re: U3 Süd-West
04.03.2019 13:40
Zitat
katie32
Ich denke, dass sich die Busverbindungen und das Busnetz rund um die neuen Bahnhöfe Gebersdorf,
Kleinreuth und Großreuth noch bis nach der Fertigstellung evtl. angepasst werden.

Ja, genau so steht es ja auch in den Nahverkehrsplänen der Städte Nürnberg und Fürth, vgl. Zitate von Manfred Erlg (Stichwort "Busnetz Nürnberg West 2").

Zitat
katie32
Bei der Endhaltestelle Gebersdorf denke ich (weiß ich aber nicht), wird vielleicht irgendwann eine Art
Busterminal für Busse Richtung Zirndorf und Oberasbach anschließen? So wie Langwasser Mitte.

Da kann ich weiterhelfen: Du denkst richtig. Und zwar natürlich nicht irgendwann, sondern mit Inbetriebnahme des U-Bahnhofes Gebersdorf, also ca. 2025/2026, soll dort ein Busbahnhof oberhalb des U-Bahnhofes entstehen. Er war bereits in den Planfeststellungsunterlagen der U-Bahn dargestellt, die leider nicht mehr online sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.2019 13:41 von benji2.
Re: U3 Süd-West
04.03.2019 14:52
Zitat
benji2
Zitat
katie32
Ich denke, dass sich die Busverbindungen und das Busnetz rund um die neuen Bahnhöfe Gebersdorf,
Kleinreuth und Großreuth noch bis nach der Fertigstellung evtl. angepasst werden.

Ja, genau so steht es ja auch in den Nahverkehrsplänen der Städte Nürnberg und Fürth, vgl. Zitate von Manfred Erlg (Stichwort "Busnetz Nürnberg West 2").

Zitat
katie32
Bei der Endhaltestelle Gebersdorf denke ich (weiß ich aber nicht), wird vielleicht irgendwann eine Art
Busterminal für Busse Richtung Zirndorf und Oberasbach anschließen? So wie Langwasser Mitte.

Da kann ich weiterhelfen: Du denkst richtig. Und zwar natürlich nicht irgendwann, sondern mit Inbetriebnahme des U-Bahnhofes Gebersdorf, also ca. 2025/2026, soll dort ein Busbahnhof oberhalb des U-Bahnhofes entstehen. Er war bereits in den Planfeststellungsunterlagen der U-Bahn dargestellt, die leider nicht mehr online sind.

Danke für die Info.
Re: U3 Süd-West
04.03.2019 17:49
Den Straßenplan mit den Zugängen zum Bahnsteig findet man in den Unterlagen zur Sitzung des Verkehrsausschusses vom 25.09.2014. Erläuterungen stehen in der Entscheidungsvorlage.

Verkehrsausschuss

Anbei der Plan (Stand 2014). Vorgesehene Änderung: kein Regenrückhaltebecken zwischen Parkplatz und Kreuzung, stattdessen Baugrund für Handel, Dienstleistungen.

Busse, die hier wenden, sollen zuerst an der Westseite zum Aussteigen halten. Neben der Treppe ist ein Einbauplatz für einen Aufzug vorgesehen, der bei Bedarf nachgerüstet werden kann.

Die blau eingezeichneten Flächen an der Nordseite sind nicht Teil des PF-Verfahrens für den U-Bahnhof. Der planfestgestellte Bereich ist hier durch die grün eingezeichnete Böschung begrenzt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.03.2019 08:28 von Manfred Erlg.


Re: U3 Süd-West
05.03.2019 19:52
Wir haben extremsten baulandmangel in Nürnberg und hier werden wieder zwischenflächen verschwendet ohne nutzen.

Der P&R könnte mit 1/4 der Flächen auskommen als Parkhaus und der rest könnten Wohnungen werden....

______________________________

Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Re: U3 Süd-West
05.03.2019 21:05
Wohnen im Gewerbegebiet?
Re: U3 Süd-West
05.03.2019 21:36
Zitat
Manfred Erlg
Wohnen im Gewerbegebiet?

Den meisten Leuten mittlerweile scheiß egal.

wichtig ist:

-ÖPNV Fußläufig
-bezahlbar
-groß genug

______________________________

Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Re: U3 Süd-West
07.03.2019 15:57
Wir brauchen vielmehr Sozialwohnungen, vielmehr. Das ist auch eine Frage des sozialen Friedens!

Ansonsten interessante Planung.

Ich kann leider im Moment und wahrscheinlich länger keine Fotos von
dem aktuellen Stand UBhf Großreuth beisteuern wegen Krankheit und Geldmangel.
Wäre aber nett wenn jemand ein aktuelles Foto vom Bauzustand hochladen könnte.
Würde mich interessieren wie das jetzt ausschaut.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.03.2019 15:58 von katie32.
Hallo allseits,

also ich finde am Gebersdorfer Plan schon mal schade, die die U-Bahn gegenüber der Gleisachse der Bibertbahn noch mehr verschoben ist, als früher geplant, wenn die Wendeanlage nicht noch einen notwendigen "Knick" im oder kurz nach dem Weichenbereich kriegt, dann werden die Gleisenden so gegenüber der Weiterentwicklungsache nach Zirndorf verschoben sein, das ein Weiterbau erstmal wieder den Abriss der Wendeanlage erforderlich macht.

Weils eines bin ich mir sicher: Wenn erstmal die U-Bahn Gebersdorf erreicht hat, und paar Jahre fährt, der P&R Platz angenommen wird, und dann die Verstopfung des Oberasbacher Teil der Rothenburger schlimmer als die des Nürnberger Teils ist, spätestens dann, wird in die Oberasbacher U-Bahnpläne nochmal Schwung kommen, und man feststellen, das man bessere Prioritäten setzen muss gegenüber früher. Im Idealfall kommt der Leidensdruck (vgl Altstadttram-Thema Politiker reagieren nur auf Leidensdruck) aus der Bevölkerung, und wenn man die Betroffenen erneut abstimmen lässt, kann das ganze ganz anders ausgehen., insofern sollte auch dieses Streckenende, wie jedes andere, schon in die Richtung der künftigen Entwicklungsachse zeigen, und da gibt die vorhandene Bebauung momentan einen recht schmalen Korridor vor, den man treffen muss.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Re: U3 Süd-West
08.03.2019 09:16
Aprospos Fürth Süd, wie ich kürzlich auf Bilder in Facebook gesehen habe ist dort schonmal der Dschungel weg gerodet worden, vllt mag ja jemand hier für das Forum Bilder machen von der aktuellen Lage...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Hallo allseits,

da ich heute eh aweng Radfahren wollte, habe die Bilderwünsche gleich mit abgearbeitet. Zuerst bin ich nach Großreuth gefahren. Da ich diesmal allerdings die Anfahrt durch die Wallensteinstraße gemacht habe, kam ich ziemlich durch das bisherige Neubaugebiet an der U-Bahn durch. Und mein bisheriger Eindruck hat sich noch erheblich verstärkt: Die Häuser schauen zwar optisch gut aus, und auch die Leute, die dort wohnen scheinen auch überdurchschnittlich situiert zu sein, aber eigentlich hatte ich noch im Ohr, das man um die neuen U-Bahnhöfe gezielt Stadteile für ÖPNV-Kunden erstellen wollte, das hat man definitiv nicht gemacht. Bei jedem Haus prominent die Garage platziert, und in jeder auch schön werbewirksam ein großer Schlitten, wohnen m. M. dort weder die ÖPNV-Kunden von heute, noch die von Morgen. Mit viel Glück, das vielleicht deren Kinder zur Schule U-Bahn fahren dürfen, und nicht getreu dem Postillon-Artikel im SUV vor die Schule gefahren werden, aber jedenfalls aus der Ecke erwarte ich für die U-Bahn schon mal keinen großen Zulauf. Vielleicht kommt ja noch was ÖPNV abgestimmteres. Wie dem auch sei, U-Bahnhof Großreuth, die Bilder:










^ Könnte ein Notausstieg sein, soweit die Baustelle bis dahinten gereicht hat - ganz sicher bin ich nicht

Und dann noch Hp Fürth Süd

^ So hätte die Strecke mal sein sollen, als noch Gleise lagen, da hätte man Fotos machen können!










^ Ich habe einen Traum, nämlich, das man in dem U-Bahnhof die Geschichte seiner Städte aufgreift, den Fahrgastunterstand saniert und mitten auf den U-Bahnsteig setzt, und vielleicht sogar ein Stück Bahnsteigkante mit den Bauteilen der historischen Bahnsteigkante gestaltet

^ Ebenso wünsche ich mir ja nach wie vor, das die Station einen Doppelnamen bekommt: Gebersdorf/ Fürth Süd. Ohne den Hp Fürth Süd hätte sich die Gegend ja doch nie so entwickelt, das sie heute sogar U-Bahnwürdig ist.




Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Re: U3 Süd-West
08.03.2019 18:20

(¯`*•ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø,¸(¯`*•.¸ Dankeschön für die aktuellen Bilder!! ¸.•*´¯)¸,ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø•*´¯)


Es scheint ja jetzt noch in der Haltestelle Großreuth viel gebaut zu werden.

Ich denke auch, dass hier eher die Schüler das Angebot nutzen könnten.
Und auch vielleicht einige noch mobile Altenheimbewohner.
Muss man erstmal abwarten. Wobei Kleinreuth wahrscheinlich mehr
Fahrgäste erreicht und Gebersdorf erst recht, da Gewerbegebiet und
Schnittstelle Richtung Oberasbach und Zirndorf.
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