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Deutschlandtakt allgemein
geschrieben von HansL 
Hallo Manfred,

danke fürs posten dieser Meldung. Nürnberg21 wird immer wahrscheinlicher.


Für Nürnberg/Fürth interessant ist also folgendes:
NBS Würzburg – Nürnberg (Rottendorf – Fürth-Bislohe) inkl. Einbindung in den Knoten Nürnberg
Fürth-Bislohe – Nürnberg Hbf: zusätzlicher Tunnel für SPFV


Evtl. für sie S-Bahn nach Neustadt von Bedeutung:
mittiges Wendegleis Neustadt (Aisch) für den Personenverkehr mittels Gleisverschwenkung

Ansonsten sind weitere Maßnahmen für die S-Bahn Optimierung in Nürnberg nicht explizit erwähnt, oder geht man das zusammen mit der Einbindung Knoten Nürnberg an?
Die S-Bahn-Projekte werden aus anderen Fördertöpfen (Landesmittel) finanziert und sind deshalb nicht aufgeführt. Hier geht es in erster Linie um den Personen- und Güterfernverkehr, eben das Projekt Nr. 44 aus dem Potentiellen Bedarf, das in 181 Einzelprojekte aufgesplittet ist. Zusätzlich kommt zu WÜrzburg - Nürnberg noch die Ausbaustrecke Burgsinn - Gemünden - Würzburg - Nürnberg (Blockverdichtung iund 3. Gleis nach Siegeldorf), die ein eigenes Projekt im BVWP ist und jetzt - abgestimmt mit der zukünftigen Neubaustrecke - geplant werden kann.

Nachtrag: Wenn das einmal alles fertig ist (2040 oder so), wird es weniger umgeleitete Güterzüge über Bamberg geben (das steht in der Präsentation zur Nutzen-Kosten-Analyse des D-Takts, NKF = 1,4), sodass die ICE aus Erfurt dann auf dem Nordzulauf des Fürther Gz-Tunnels zum Bisloher Tunnel geleitet werden können. Es kann ja kein Zufall sein, dass die Neubaustrecke bei Bislohe in zwei Projekte aufgeteilt worden ist.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.08.2021 16:47 von Manfred Erlg.
Ein etwaiger FV-Tunnel Nürnberg HBF-Fürth Bislohe würde dann logischerweise von den ICE nach Berlin auch verwendet werden können?

Mich würde dann die SFS-Führung interessieren. Zwischen Stadeln/Vach und Eltersdorf/Hüttendorf durch und dann querfeldein auf die Achse nach Würzburg? Als Tunnel? Oberirdisch?
Bei Neubaumaßnahmen für den D-Takt sind nur die Knoten festgelegt. Die genauen Trassen werden später gemäß den gesetzlichen Vorgaben (Lärmschutz, Naturschutz, Wasserschutz, ...) geplant.
Zitat
KDanny41
Ein etwaiger FV-Tunnel Nürnberg HBF-Fürth Bislohe würde dann logischerweise von den ICE nach Berlin auch verwendet werden können?

Mich würde dann die SFS-Führung interessieren. Zwischen Stadeln/Vach und Eltersdorf/Hüttendorf durch und dann querfeldein auf die Achse nach Würzburg? Als Tunnel? Oberirdisch?

Der Tunnel wäre doch nur für die Strecke nach Bamberg.
Richtung Würzburg macht doch der gar keinen Sinn.
Aus fränkischer Sicht ist noch die Ausbaustrecke Stuttgart – Backnang – Nürnberg zu nennen, wobei die zwei Einzelmaßnahmen (beide in Württemberg) zur Kapazitätserhöhung und Fahrplanoptimierung zwecks Halbstundentakt 2026 getrennte Projekte sind:

- gleichzeitige Einfahrten Sulzbach (an der Murr)
- Erhöhung der Einfahrgeschwindigkeit in Waiblingen aus Richtung Backnang auf 80 km/h
Zitat
Stanze
Zitat
KDanny41
Ein etwaiger FV-Tunnel Nürnberg HBF-Fürth Bislohe würde dann logischerweise von den ICE nach Berlin auch verwendet werden können?

Mich würde dann die SFS-Führung interessieren. Zwischen Stadeln/Vach und Eltersdorf/Hüttendorf durch und dann querfeldein auf die Achse nach Würzburg? Als Tunnel? Oberirdisch?

Der Tunnel wäre doch nur für die Strecke nach Bamberg.
Richtung Würzburg macht doch der gar keinen Sinn.

Servus,

Nein, der Tunnel soll für beide Richtungen genutzt werden. Von Nürnberg Richtung Norden und Westen ist der Fahrplan ziemlich anspruchsvoll, im allerersten D-Takt-Entwurf war Nürnberg als 15/45-Knoten mit ~70 min Fahrzeit nach Erfurt und ~42 min nach Würzburg geplant, weil das keine anspruchsvollen Ausbauten erfordert. Später wurde Nürnberg dann zum 00/30-Knoten umfunktioniert, wodurch die Fahrzeiten nach Erfurt auf 59 und nach Würzburg auf 29 Min gestrafft wurden (bei 14% Reserve, die "echte" Fahrzeit muss also nochmal kürzer sein). Dafür müssen die Züge bereits im Nürnberger Bahnhofsvorfeld beschleunigt werden und idealerweise direkt auf Tempo 200/300 beschleunigen können.

Die Bündelung beider Trassen bis Bislohe hat im Wesentlichen zwei Vorteile:
1. Geringere Kosten, weil man im Prinzip nur die SFS nach Würzburg baut, die Schnelle Verbindung nach Erlangen braucht keine eigenen Tunnel.
2. Verknüpfung mit dem Fürther Gz-Tunnel: Die SFS Nürnberg-Würzburg ist als "Flachbahn" geplant, damit sie von Güterzügen genutzt werden kann (genau wie die anschließende SFS Würzburg-Hannover). Wenn man die SFS als eigene Trasse in den Nürnberger Hbf einfädelt, gibt es keine Verknüpfungsmöglichkeit zum Rbf, außer man baut deutlich vor Fürth eine Überleitstelle für Güterzüge auf die Bestandsstrecke und zerschießt dort die geplanten dichten Nahverkehrstakte. Baut man die SFS nördlich um Fürth herum (über Bislohe), kann man eine Verbindung zum geplanten Gz-Tunnel bauen und die Züge konfliktfrei zum Nürnberger Rbf bringen. Außerdem kann dann die Einfädelung in den Hbf, die nur von ICEs befahren wird, steiler trassiert werden, wodurch man Konflikte mit Unterführungen u.ä. vermeidet.

In den jetzt veröffentlichten Dokumenten sieht man die SFS mit einer Trassenführung über Bislohe, dann direkt nach Westen und ab Siegelsdorf schnurgerade nach Würzburg.
Zitat
Sebastian90475
In den jetzt veröffentlichten Dokumenten sieht man die SFS mit einer Trassenführung über Bislohe, dann direkt nach Westen und ab Siegelsdorf schnurgerade nach Würzburg.

Wo kann man diese Dokumente sehen?

Westlich von Bislohe ist bebaut. Entweder kommt da auch ein Tunnel bis hinter den Kanal oder es ist nur ein Gespinst.
Ich glaube kaum dass diese Lösung durchsetzbar ist.


@Stanze

Infrastrukturliste D-Takt:

[downloads.ctfassets.net]

Vorläufige Bewertung D-Takt:

[downloads.ctfassets.net]

Dort sind vor allem die Folien 26 und 39 aufschlussreich, was die Trassierung der NBS angeht.
jetzt hatte ich es auch gefunden.

Ich glaube nicht das das kommt.
Oberirdisch geht wegen der Wohnbebauung nicht
Unterirdisch unter Fluss und Kanal wird richtig teuer


was theoretisch gehen würde, wäre durchs Farrnbachtal und vor Burgfarrnbach wieder auf die Bestandsstrecke.

Wenn man sieht, was der BN wegen 4 Kiebitze beim Verschwenk veranstaltet hat, sehe ich da auch kein Potential.


Hallo allseits,

man muss ja auch mal die Frage stellen, ob eine gewaltsam auf 29 Minuten hingebogene Fahrzeit, die nur zu halten ist, wenn die Züge keiner benutzt, weil schon eine Oma oder ein Kinderwagen, der/die in Nürnberg einsteigt, dafür sorgt, das in Würzburg die Anschlüsse weg sind, wirklich das ist, was die Mehrheit der Kunden will? Das es paar Geschwindigkeitsfanatatiger gibt ist klar, aber ich glaube, den echten Stammkunden wäre Zuverlässigleit und ein Fahrplan, der Luft lässt, das man notfalls was ausgleichen kann lieber.

Gruß D. Vielberth
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Zitat
Daniel Vielberth
Hallo allseits,

man muss ja auch mal die Frage stellen, ob eine gewaltsam auf 29 Minuten hingebogene Fahrzeit, die nur zu halten ist,...

Weiter oben wurden 14% Reserve genannt, was 4 Minuten wären. Gesamtfahrzeit dann also 25 Minuten. Bei angenommen 100km Entfernung wäre das eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 240km/h. Mit den Planmäßigen 29 Minuten wäre man bei 207km/h im Durchschnitt.
Wenn die Schnellfahrstrecke Nürnberg - Würzburg um 2040 fertiggestellt ist, hat die zukünftige Bundesregierung (Koalition von Grünen, Klimaliste und FFF) längst eine Geschwindigkeitsbegrenzung bei der Eisenbahn eingeführt um den Stromverbrauch zu senken. Tempo 300 im Tunnel ist heute schon unsinnig, erst recht aber, nachdem es nach der Abschaltung aller Kern-, Kohle- und Gaskraftwerke mehrmals im Jahr zu Blackouts bei der Stromversorgung kommt.

Schon die nächste Bundesregierung wird gezwungen sein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn einzuführen und den Flugverkehr mit kostendeckenden Abgaben zu belasten. Dann fehlt jede Motivation für Tempo 300 bei der Bahn - außer für ein paar extra teure Sprinterzüge für extra eilige Fahrgäste (keine -gästinnen, die brauchen das nicht, weil sie keinen @#$%& haben).

Wer in diesem Beitrag Ironie findet, darf sie gerne behalten.
Da steht ja nirgends, daß die ICE nach dem sie aus dem Tunnel herauskommen im rechten Winkel nach Westen abbiegen.
Wenn man die Skizze anschaut treffen die ICE erst kurz vor Hagenbüchach aus Nordöstlicher Richtung wieder auf die Bestandsstrecke. D.h. die Neubaustrecke ginge dann nördlich an den Orten Puschendorf, Tuchenbach, Obermichelbach und wohl auch Vach vorbei.

Tschö
UHM
Die in der Grafik eingezeichnete SFS dient lediglich einer geschönten Nutzen-Kosten-Rechnung und hat mit einer realisierbaren Trasse nichts zu tun.
Trotzdem wird ein ICE nicht am Tunnelende runterbremsen um so kleine Kurvenradien zu schaffen. Und es ist wesentlich realistischer als quer durch die Bebauung bzw. Hochwassergeiete zu gehen.
Bekäme man eigentlich die S5 auch mit durch die neuen Tunnel verlängert? Wenn die 2-röhrig sind müßte doch das Druckproblem geringer sein?

Tschö
UHM
Meine Güte, jahrelang heißt es "Die Regierung plant nix mehr, der Bahnverkehr wird stiefmütterlich behandelt" etc pp, und dann gibt es endlich mal Ambitionen in der Eisenbahnplanung und binnen Sekunden werden diese Ambitionen lächerlich gemacht...

Die 29 Minuten sind eine "Zielfahrtzeit". Das heißt, die Planer*Innen werden Trassenräume suchen, ob dieses ZIEL erreichbar ist. Und ich bin mir sicher, studierte und ausgeblidete Planer*Innern, am besten auch schon erfahren (bspw. bei Mannheim-Frankfurt!), werden da Wege und Trassenräume finden, in denen sich eine 300km/h-Trasse realisieren lässt.

Das kann man schön bei Bielefeld-Hannover sehen, wo die Planer*Innen mit dem Klaren Ziel der Fahrzeit die Trassen grob analysiert haben.

Und die Wichtigkeit von Kantenzeiten und damit (funktionierenden) Takten und Knoten wird ja wohl niemand ernsthaft bezweifeln wollen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.08.2021 16:42 von KDanny41.
Zitat
Stanze
Zitat
KDanny41
Ein etwaiger FV-Tunnel Nürnberg HBF-Fürth Bislohe würde dann logischerweise von den ICE nach Berlin auch verwendet werden können?

Mich würde dann die SFS-Führung interessieren. Zwischen Stadeln/Vach und Eltersdorf/Hüttendorf durch und dann querfeldein auf die Achse nach Würzburg? Als Tunnel? Oberirdisch?

Der Tunnel wäre doch nur für die Strecke nach Bamberg.
Richtung Würzburg macht doch der gar keinen Sinn.


@Stanzie

Wie kommst du den auf das schmale Brett - dass der nur für die Erfurter-Züge sein könnte?

Schau dir mal die Landkarte genau an, dann wirst du sehen, dass man vom Ende des neuen FV-Tunnel, mit zwei getrennten Röhren, bei Bislohe auch noch nach Würzburg kommt!

Wie schon an anderer Stelle geschrieben sind die 95 km NN-NW in 24 Minuten zu durchfahren.

elixir
Zitat
elixir
@Stanzie

Wie kommst du den auf das schmale Brett - dass der nur für die Erfurter-Züge sein könnte?

Schau dir mal die Landkarte genau an, dann wirst du sehen, dass man vom Ende des neuen FV-Tunnel, mit zwei getrennten Röhren, bei Bislohe auch noch nach Würzburg kommt!

elixir

@Elexie

wenn du vorm antworten weitergelesen hättest, wüsstest du, dass ich mir die Karte angeguckt habe.

Aber du darfst gerne selbst vorstellen, wie du denkst dass von Fürth Bislohe auf Würzburg verschwenkt wird.
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