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Neubau Sternbrücke
geschrieben von bukowski 
1) Ich finde die Kritik an dem 'Monstrum' ziemlich daneben - es ist ein großes Verkehrsbauwerk, aber das ist ganz normal wenn sich in einem dichtbesiedelten Gebiet mehrere hochbenutzte Verkehrskorridore kreuzen und man nicht das ganze für ein vielfaches der Kosten im Untergrund versenken will

2) Was genau unter der Brücke stattfindet wird doch nicht durch den Brückenbau entschieden. Wenn die Kritiker ehrlich wären würden sie doch zugeben dass es ihnen hauptsächlich um den Autoverkehr geht. Ich fände es gar auch besser wenn da weniger Verkehr wäre, aber dass ist doch auch mit der neuen Brücke möglich.
Ist nicht sowieso angedacht, die Stresemannstraße umzubauen, so, dass nur noch 3 Fahrspuren vorhanden sind? Eine Fahrspur für die Busse für beide Richtungen und dann jeweils eine Spur für die Autofahrer. Somit wird dann doch weniger Platz unter der Brücke benötigt.
Die Stresemannstraße ist eine Bundesstraße und die wichtigste Ost-West-Verbindung im Fernstraßennetz Hamburgs. Wenigstens solange, bis die A26-Ost fertig ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hamburg im Alleingang hier Fahrspuren wegnehmen kann.
Re: Neubau Sternbrücke
04.12.2022 15:51
Zitat
Koschi1988
Ist nicht sowieso angedacht, die Stresemannstraße umzubauen, so, dass nur noch 3 Fahrspuren vorhanden sind? Eine Fahrspur für die Busse für beide Richtungen und dann jeweils eine Spur für die Autofahrer. Somit wird dann doch weniger Platz unter der Brücke benötigt.

Es gibt ja eingleisige Bahnstrecken, da funktioniert das, mal mehr, mal weniger gut, für die Züge für beide Richtungen.
Aber "Eine Fahrspur für die Busse für beide Richtungen"? Wie das gehen soll, solltest du mal näher erläutern.

Im Übrigen hat die Stadt Hamburg, namentlich die Herren Wirtschafts- und Verkehrssenator Westhagemann und sein Staatsrat Herr Rieckhoff in Verhandlungen mit der DB darauf bestanden, den verfügbaren Verkehrsraum unter der Brücke erheblich zu vergrößern.
Re: Neubau Sternbrücke
04.12.2022 16:12
Zitat
christian schmidt
1) Ich finde die Kritik an dem 'Monstrum' ziemlich daneben - es ist ein großes Verkehrsbauwerk, aber das ist ganz normal wenn sich in einem dichtbesiedelten Gebiet mehrere hochbenutzte Verkehrskorridore kreuzen und man nicht das ganze für ein vielfaches der Kosten im Untergrund versenken will

2) Was genau unter der Brücke stattfindet wird doch nicht durch den Brückenbau entschieden. Wenn die Kritiker ehrlich wären würden sie doch zugeben dass es ihnen hauptsächlich um den Autoverkehr geht. Ich fände es gar auch besser wenn da weniger Verkehr wäre, aber dass ist doch auch mit der neuen Brücke möglich.

Was willst du uns mit deinem Beitrag sagen???
1. "großes Verkehrsbauwerk", "dicht besiedeltes Gebiet", "hoch benutzte Verkehrskorridore": ist alles bekannt.
Eine "Versenkung im Untergrund" stand nie zur Diskussion.

2. "Was genau unter der Brücke stattfindet" / bzw. stattfinden kann, wird durch die lichte Weite der Brücke ermöglicht oder nicht ermöglicht.
Die Stadt Hamburg fordert daher diese neue, ganz erheblich längere Monsterbrücke.
Moin,

Zitat
oskar92
...
Im Übrigen hat die Stadt Hamburg...in Verhandlungen mit der DB darauf bestanden, den verfügbaren Verkehrsraum unter der Brücke erheblich zu vergrößern.

ja, und zwar um den Fahrradverkehr sicher vom Fußgängerverkehr zu trennen und insbesondre, um die Fußwege = Wartebereiche vor den Bushaltestellen so zu vergrößern, dass neben dort wartenden Fahrgästen auch noch Fußgänger den Fußweg als solchen nutzen können.

Ist eben alles ein paar Dimensionen größer (obenrum Transeuropäisches Eisenbahnnetz und hochbelastete S-Bahn) und untendrunter hochgenutzte Ost-West-Querung für den Wirtschaftsverkehr und städtischer Individualverkehr und urbaner Lebensraum.
@oskar - ich denke es ist richtig dass es unter der Brücke ein Platzproblem gibt. Ich denke so einige von den Kritikern wollen da nicht mehr Platz haben weil sie denken dass es dann einfacher ist den Platz umzuverteilen. Ich denke auch jetzt ist nicht genug Platz für je eine Spur für Autos & ÖPNV in jede Richtung plus Radwege und Bürgersteige. Ich sehe ja auch dass die Planungen bisher je 2 Spuren je Richtung auf der Strese vorsehen, ich denke aber ob sich das ändert hängt mehr am Willen der Entscheidungsträger ab und nicht ob da jetzt eng oder sehr eng ist.

Denn, @Neuwulmstorf, in der Strese wurden doch schon mal Fahrspuren weggenommen. Und dann wieder dazugefügt. Ich sehe keinen Grund warum man da nicht wieder auf eine Spur pro Richtung geht. Ich denke dass das binnen der nächsten 5-8 Jahre kommen wird. Und es ist gut möglich dass es wie beim letzten Mal binnen Wochen passiert wenn noch ein Lasterfahrer ein Kind umbringt. Und dass ist gar nicht so unwahrscheinlich, Beinaheunfälle kann man auf der Strese jeden Tag sehen.
STH
Re: Neubau Sternbrücke
04.12.2022 20:16
Ist die Sternbrücke in Ihrer jetzigen Form eigentlich straßenbahntauglich bzw. ginge es nur, wenn der Autoverkehr komplett weg müsste?
LH
Re: Neubau Sternbrücke
04.12.2022 21:31
Zitat
STH
Ist die Sternbrücke in Ihrer jetzigen Form eigentlich straßenbahntauglich bzw. ginge es nur, wenn der Autoverkehr komplett weg müsste?
Immerhin fuhr bereits eine Straßenbahn unter der Sternbrücke hindurch.
Bzw. genauer: Sogar zwei Strecken der Straßenbahn fuhren unter der Sternbrücke hindurch.
Zitat
christian schmidt
Ich denke so einige von den Kritikern wollen da nicht mehr Platz haben weil sie denken dass es dann einfacher ist den Platz umzuverteilen.

Aha.
Verstehe diese Aussage nicht.

Es geht hier bei diesem noch in Planung befindlichen(!) Projekt, das noch zu Autos-First-Zeiten stammt - inkl. der genannten Betonkopfpolitiker (Westhagemann und Rieckhoff und wsl. Leute mit Weitsicht wie Scholz & Co), die z.B. immer noch glauben Kapitalismus ist unendlich geil, vulgo von Tapete bis Wand denken können - darim, endlich mal der Mobilitätswende wirklich die Priorität zu geben, die sie verdient.

Hier (Link) der Vorschlag des ADFC, den Verkehr unter der Bestandsbrücke zu organisieren.


Dann soll der Autoverkehr warten, wenn da 50 Personen im Bus auf 18m statt 180m vorbeiwollen.

Diese Aussage ist hoffentlich verständlicher.
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