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Achtung! Neue 90-Sekunden-Regel bei Handytickets im HVV
geschrieben von FoxMcLoud 
Zitat
Ingo Lange
Zitat
flor!an
Gefühlt wird hier auch ein Problem beschrieben, was ich nicht recht als Problem sehe. Die Chance in den ersten 90 Sekunden kontrolliert zu werden ist doch gleich 0.

Na, ja. Im Bus wird man ja gleich beim Einsteigen vom Fahrer kontrolliert. Und mit ausgegrauter Fahrkarte kommt man, zumindest offiziell, nicht in den Bus.

Wobei der Fahrer aus Kulanz die Fahrgäste trotzdem – offiziell – mitnehmen darf. Im Schnellbahnbereich darf der Bahnsteig (in C-F der Zug) erst nach Ablauf der 90 Sekunden betreten werden.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
flor!an
Gefühlt wird hier auch ein Problem beschrieben, was ich nicht recht als Problem sehe. Die Chance in den ersten 90 Sekunden kontrolliert zu werden ist doch gleich 0.

Das kann ja nun kein Argument sein. Ich fahre in den ersten Sekunden schwarz, aber das ist ja nicht so schlimm, weil die Kontrolldichte sehr niedrig ist.

Ich habe jedenfalls für mich den Anspruch, nicht schwarz zu fahren, auch dann nicht, wenn es gar keine Kontrollen gebe.
Zitat
M2204
Zitat
christian schmidt
Erstens sind die Fahrkarten mit den geringsten Vertriebskosten Abos und ProfiTickets. Zweitens wird man weiterhin Automaten (und Verkauf im Bus) brauchen da viele ortsfremde Personen kaum die HVV-App haben werden...

Dann könnte ja in den ganzen Niederlanden oder London oder Schweden oder, oder niemand Ortsfremdes mehr mit dem ÖPNV fahren. In D braucht man nur eine App, den DB Navigator. Hierüber sind die Gebiete, in denen 90% der Deutschen wohnen, bereits abgedeckt. Auch der HVV :-).

Eh? Ich habe keine Ahnung wie in Holland oder Schweden Fahrkarten verkauft werden, aber in London kann jeder Ortsfremde an jedem U-Bahnhof, an jeder Overground-Haltestelle, an jedem Hauptbahnhof, an den meisten Vorortbahnhöfen und an über 4000 Kiosken oder Läden eine Oystercard kaufen. Im übrigen sind in London die Vertriebskosten sehr viel höher als in Hamburg, die ganzen Sperren sind nicht umsonst...

Ich bezahle ja auch regelmäßig mit App, aber die Idee das Apps irgendwie effizienter sind stimmt einfach nicht. Und die Idee das Apps die einzige Lösung sein sollen (oder auch nur die einzige neben Abos) ist einfach blödsinn.
Zitat
NVB
Man verärgert oder verunsichert nur die dringend benötigte Kundschaft und erreicht die Betrüger damit nicht im Entferntesten. In der Praxis Thema verfehlt, Sechs, setzen ...

Du meine Güte, Teil 1...
Da wird außer den SBT-Spezies niemand verärgert oder verunsichert. 95% der Kundschaft ist davon mit Sicherheit nicht betroffen bzw. handelt sowieso entsprechend korrekt. Und von den restlichen 5% wird sich ein Gutteil zurecht "ärgern", weil man seine Karte halt nicht mehr fix lösen kann wenn die Kontrolleure in Sicht kommen.
Völlig abgefahren wie man aus für den Normalbürger unbedeutenden Konstrukten wieder mal Szenarien konstruiert.
Und wenn schon, dann bedank Dich bei den Spezies, die ihre Fahrkarte im letzten Moment hochladen wenn der Kontrolleur, wie oben gesagt, in Sichtweite kommt, und sich dann einen ablabern. Aus solchen Gründen werden Regelwerke geschaffen, und das zurecht.
Und zu "Sechs, setzen" sage ich nur: Unglaublich viel Anmaßung. Unglaublich wenig dass sie rechtfertigt.
Zitat
Neu Wulmstorf
Zitat
flor!an
Gefühlt wird hier auch ein Problem beschrieben, was ich nicht recht als Problem sehe. Die Chance in den ersten 90 Sekunden kontrolliert zu werden ist doch gleich 0.

Das kann ja nun kein Argument sein. Ich fahre in den ersten Sekunden schwarz, aber das ist ja nicht so schlimm, weil die Kontrolldichte sehr niedrig ist.

Ich habe jedenfalls für mich den Anspruch, nicht schwarz zu fahren, auch dann nicht, wenn es gar keine Kontrollen gebe.

Du meine Güte, Teil 2....
Dann lös' Deine Fahrkarte halt rechtzeitig. Dann hast Du das Problem nicht. Das Leben kann so einfach sein.
Zitat
christian schmidt
Ich bezahle ja auch regelmäßig mit App, aber die Idee das Apps irgendwie effizienter sind stimmt einfach nicht. Und die Idee das Apps die einzige Lösung sein sollen (oder auch nur die einzige neben Abos) ist einfach blödsinn.

Naja, die Fahrkarten in der App sind aber etwas günstiger. Das ist schon ein Argument.

Und Apps werden in Zukunft, so wie ich es zumindest zur Zeit sehe, DAS beherrschende Instrument im ÖPNV werden.

Ganz ehrlich, wenn ich mir die Fahrplanbuchstapel in den Kiosken ansehe, frage ich mich, wer braucht sowas? Es gibt App und Internet, da müssen nicht noch zusätzlich Bäume für diesen überflüssigen Kram draufgehen.
Zitat
Pommes Schranke
Du meine Güte, Teil 2....
Dann lös' Deine Fahrkarte halt rechtzeitig. Dann hast Du das Problem nicht. Das Leben kann so einfach sein.

Es ist ja nicht wirklich ein Problem mit den 90 Sekunden, ich will das nicht dramatisieren. Mit dem Auto ist man in der Regel 30 bis 60 Minuten schneller unterwegs als mit dem HVV, da kommt es auf eine Minute auch nicht drauf an.

Aber: Früher dauerte die Fahrt von Neu Wulmstorf zum Hauptbahnhof 31 Minuten. Viele Fahrpläne später schon 35 Minuten. Jetzt mit dem ausgebremsten Fahrkartenverkauf 36 Minuten. Jede einzelne Minute ist kein Problem. Aber die Tendenz spreizt die Schere zum Auto.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.11.2020 19:53 von Neu Wulmstorf.
Ich habe gerade meine Tageskarte über die DB-App gekauft. Da fehlt der Hinweis und außerdem kann man mit Paypal bezahlen.
Bitte Löschen

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.2020 14:04 von Der Hanseat.
Zitat
Der Hanseat
Zitat
NVB
Ich habe gerade meine Tageskarte über die DB-App gekauft. Da fehlt der Hinweis und außerdem kann man mit Paypal bezahlen.

Angesichts dessen, dass gerade erst die Pressemitteilung von Verdi kam, kann die DB gar nicht so schnell reagieren. Mit Paypal kann man in der hvv switch-App übrigens auch bezahlen.

Was hat die Pressemeldung von Verdi denn mit der 90-Sekunden-Regel zu tun?
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Zitat
Der Hanseat
Zitat
NVB
Ich habe gerade meine Tageskarte über die DB-App gekauft. Da fehlt der Hinweis und außerdem kann man mit Paypal bezahlen.

Angesichts dessen, dass gerade erst die Pressemitteilung von Verdi kam, kann die DB gar nicht so schnell reagieren. Mit Paypal kann man in der hvv switch-App übrigens auch bezahlen.

Was hat die Pressemeldung von Verdi denn mit der 90-Sekunden-Regel zu tun?

Ich war gedanklich beim Streik-Thread.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Habe gerade über die DB-App gekauft. Auch dort 90 Sekunden Wartezeit. Ist ja auch konsequent so.

Immerhin beginnt der Countdown ab Kauf, und nicht erst wenn das Laden komplett ist. (Hatte ca. eine Minute lang auf den Download warten müssen, diese Zeit zählte mit.)
Ich finde es mehr als nur unglücklich, dieses Vertriebsproblem auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen. Ja, es gibt vermutlich einige Fahrgäste, die ihr Ticket erst kaufen, wenn sie merken, dass eine Kontrolle bevorsteht. Aber der Alltag zeigt doch auch, dass es sich bei der Mehrheit der ehrlichen Fahrgäste eingespielt hat, die Wartezeit an der Haltestelle bzw. auf dem Bahnsteig zu nutzen, das Handy zu bedienen und dies wäre der ideale Zeitpunkt, per App eine Fahrkarte zu kaufen.

Die Situation, unmittelbar danach kontrolliert zu werden, ist überhaupt nicht praxisfern, sondern realistisch, da Kontrolleure üblicherweise ja auch an normalen Haltestellen einsteigen und sich dann bis zur nächsten Haltestelle (oft im Zeitraum von 90 Sekunden) durch den Wagen arbeiten. Ähnlich problematisch finde ich die Berliner Regelung, dass dort Kurzstreckentickets, die ähnlich wie im HVV für eine bestimmte Anzahl von Haltestellen gelten, wenn sie per App gekauft sind, auch noch eine zeitliche Komponente (max. 20 min) haben.

Jeder solche Nachteil eines App-Tickets führt zu einer geringeren Akzeptanz. Und auch wenn die Bargeldautomaten ohnehin für Gelegenheitsfahrgäste erhalten werden müssen, werden sie (in einem gewissen Rahmen) umso wartungsintensiver, je häufiger sie genutzt werden.
Wenn man kein Ticket direkt vor dem Einsteigen mehr kaufen kann, stellt sich natürlich die Frage, ob man es zuhause, im Büro etc. kaufen kann, denn auf dem Weg zur Haltestelle ist das nicht immer möglich, wenn man die Hände voll mit Tasche, Schirm oder Fahrradlenker hat.

Aber wie lange vor Abfahrt kann man das Ticket denn kaufen? Das einzige, was mir in Erinnerung ist, ist "Fahrschein gilt zum sofortigen Fahrtantritt", wozu die neue Regel ein klarer Widerspruch ist.

______

metrobits.org
Zitat
Mike
Aber wie lange vor Abfahrt kann man das Ticket denn kaufen? Das einzige, was mir in Erinnerung ist, ist "Fahrschein gilt zum sofortigen Fahrtantritt", wozu die neue Regel ein klarer Widerspruch ist.

Ich meine, es gab mal eine zeitliche Begrenzung von Einzelfahrscheinen im Stundenbereich und abhängig von der Entfernung wie z.B. 2 Ringe = maximal 2 Stunden ab Entwertung (ohne dass ich mich an die konkreten Zahlen erinnern kann). Davon hat man sich wohl inzwischen verabschiedet, ebenso wie von der Formulierung "sofortiger Fahrtantritt".

Im HVV-Gemeinschaftstarif heisst es: "Einzelkarten berechtigen am angegebenen Geltungstag bis 6.00 Uhr des Folgetages zu 1 Fahrt auf verkehrsüblichem Weg ab der in der Fahrkarte angegebenen Starthaltestelle zu einem Fahrtziel entsprechend dem gewählten Preisbereich."

Mit dieser Regelung entschärft man zwar einige der hier diskutierten Probleme, schafft sich aber auch neue, die zur Ausnutzung einladen:
- Man kann sich für alle Fahrten, die man am selben Tag vor hat, direkt morgens sämtliche Fahrscheine kaufen.
- Durch die entfallene zeitliche Gültigkeit gibt es keinen Grund mehr, den Fahrschein erst sehr knapp vor Fahrtantritt zu kaufen bzw. zu entwerten, um eine zeitliche Gültigkeit ausreizen zu können.
- Wenn man an einem Tag die selbe Strecke mehrfach zurück legt, reicht dafür faktisch ein Fahrschein für die Hinfahrt und einer für die Rückfahrt.
Doch, einen Grund gibt es, den Fahrschein erst knapp vor Fahrtantritt zu kaufen. Die mangelnde Zuverlässigkeit der Busse und Bahnen..

Wenn ich schon merke, dass der erste Anschluss nicht klappen wird und ich meinen Termin nicht erreiche brauche ich weder loszufahren, noch ein Ticket.

Ähnlich hat es unser Forenmitglied Neu Wulmstorf auch schon erklärt. Es kann Situationen geben, wo ich erst zur Abfahrtszeit meines ersten Verkehrsmittels merke, ob die geplante Fahrt funktionieren kann.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.2020 17:23 von Wolf Tiefenseegang.
Zitat
Lopi2000
- Wenn man an einem Tag die selbe Strecke mehrfach zurück legt, reicht dafür faktisch ein Fahrschein für die Hinfahrt und einer für die Rückfahrt.

ja das stimmt, aber pro Einzelkarte 3,40 € (= 6,80€ für Hin- und Rückfahrt) vs. 9-Uhr-Tageskarte 6,60 € [respektive App Preise]
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Wenn ich schon merke, dass der erste Anschluss nicht klappen wird und ich meinen Termin nicht erreiche brauche ich weder loszufahren, noch ein Ticket.

Bei mir ähnlich: Wenn der Bus nach 5 Minuten immer noch nicht kommt, gehe ich 10 Minuten zur U-Bahn. Darin wäre aber der für den Bus gekaufte Fahrschein die ersten beiden Haltestellen ungültig (weil Rückfahrt). Erst ab da, wo ich vom Bus in die U-Bahn gestiegen wäre, wäre er wieder gültig. Fazit: Ich würde hier nie eine Einzelkarte kaufen, bevor ich den Bus nicht im die Ecke biegen sehe. (Muss ich mit ProfiTicket allerdings auch nicht.)
Noch eine Ergänzung: Gerade gestern gehe ich bei uns aus dem Haus und spontan kommt die Idee auf, lieber den Bus zu nehmen statt Fahrrad, da es leichten Nieselregen gab. Also auf zur Bushaltestelle (18 Fahrten pro Stunde) und im Gehen die App bemüht. Parallelankunft Bus und ich an der Haltestelle :-). Bei Einstieg waren dann noch 1:06 Countdown offen. Jetzt auf den nächsten Bus warten? Never ...

Die App ist für Gelegenheits- und Spontanfahrer. Und spontan ist nicht in 90''. Jeder Appkäufer sollte mit Kusshand begrüßt werden, da er weder den teuren Automaten nervt noch einen ganzen Gelenkbus wegen Barkauf aufhält.

Zusammenfassend: Die 90''-Regel ist nicht sachgerecht und attraktivitätsmindernd.
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