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Hamburg vor rund 50 Jahren
geschrieben von d-zug-schaffner 
Eine Erklärung wäre die unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen an einen Tunnel, die in den sechsziger Jahren sicher nicht soweit ausgeprägt waren wie heute!
Der Artikel über den Alsterhalbring in Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Alsterhalbring ist ziemlich schrottig - muss mal grundlegend überarbeitet werden. Die Zeichnung über den Linienverlauf ist ohne Quellen und Planungsstand. Scheint eine Kombination mehrerer Planungsvarianten zu sein, die da abgebildet wurde.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2022 12:48 von histor.
Zitat
Jan Gnoth
Zitat
NVB
Die Fachleute schlagen in der Regel nicht das Beste vor, sondern das, was die Politiker hören wollen.

Unsinn. Die Fachleute schlagen sehr wohl das beste vor. Nur ob die Politiker das auch so machen wollen, steht auf einem anderen Blatt. Ich weiß von einem Planer...

Entschuldige, wenn ich an dieser Stelle doch arg widersprechen muss. Natürlich gibt es Fachleute, die auf reinen Fakten und Zahlen basierend ihre Schlüsse ziehen und bei Empfehlungen ihre persönlichen Überzeugungen außen vor lassen. Es gibt aber genauso diejenigen, die schon ihr Ergebnis kennen, bevor sie überhaupt in die Analyse gegangen sind - entweder, weil sie selbst aus ideologischen Gründen handeln, weil sie in irgendeiner Form mit Entscheidungsträgern verbandelt sind oder weil sie ganz simpel auch künftig noch auf Aufträge aus der Politik hoffen, die sie vermutlich nicht bekämen, wenn sie nicht im Sinne der Entscheidungsträger empfehlen. Man kann so etwas zwar abstreiten - aber das wäre ziemlich blauäugig.
Zitat
histor
Der Artikel über den Alsterhalbring in Wikipedia [de.wikipedia.org] ist ziemlich schrottig - muss mal grundlegend überarbeitet werden.

Wikipedia lebt durchs mitmachen. Also einfach auf "Bearbeiten" klicken und verbessern ;)
@ flor!an = Schon o.k. - aber nicht unbedingt heute. Kommt auf mein Agenda

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Zitat
flor!an
Zitat
histor
Der Artikel über den Alsterhalbring in Wikipedia [de.wikipedia.org] ist ziemlich schrottig - muss mal grundlegend überarbeitet werden.

Wikipedia lebt durchs mitmachen. Also einfach auf "Bearbeiten" klicken und verbessern ;)

so einfach ist das aber auch nicht. Ohne Quellen etc. "schrauben" die Admins den Artikel schnell wieder zurück. Nichts gegen Histors Fachwissen, eher nur als Hinwies das es wirklich etwas Zeit und Muße bedarf :-).
Wobei jedenfalls der erste Entwurf des "Alsterhalbring" von Altona ausging (1923 - Plan Oelsner) von Bhf. Altona über Allee - Schlump - Alstertunnel - Winterhuder Weg bis Mundsburg.
siehe https://www.horstbu.de/planhha/hopla23.htm]https://www.horstbu.de/planhha/hopla23.htm[/url]

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Hier nochmal der Link: [www.horstbu.de]

Richtig gut finde ich den Satz, Zitat: "... und so stellt sich die heutige U2 als ganz ganz alte Idee heraus - damals aber um diese preußischen Orte mit der größten preußischen Stadt der Gegend um Hamburg herum zu verbinden - eben Altona."

Ich hatte bei fast allen "neuen" Ideen hamburgischer Verkehrsplanung stets den Eindruck, dass es das Aufwärmen alter Kamellen ist. Siehe auch hier: [www.horstbu.de] als deutlich bessere U5.

Es lohnt sich übrigens auch, mal die Seiten von horstbu vor und hinter den Links anzuklicken. Ihr werdet staunen.
DANKE für diese super tollen Fotos, D-Zug-Schaffner!!!! Bravo :-)

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What is a Zephyr? [en.wikipedia.org]
Hallo alle zusammen!

Zitat
NVB
Und auch vom gerne als Totengräber der hamburgischen Straßenbahn bezeichneten Dr. Fritz Pampel kamen vor über 50 Jahren noch durchaus kritische Anmerkungen zur Stilllegung, Zitat:

„Die Strecke Schnelsen – Innenstadt über längere Zeit hinweg allein als Restsystem zu betreiben, ist betrebs- wirtschaftlich wenig sinnvoll. Sie sollte deshalb um die Strecke Innenstadt – Wilhelmsburg erweitert werden, weil hier ebenfalls die Voraussetzungen für einen guten Betriebsablauf gegeben sind. Dieser Abschnitt bietet mit dem besonderen Bahnkörper Klosterwall – Deichtorplatz – Amsinckstraße – Billhorner Brückenstraße – Elbbrücken (besondere Brücke für die Straßenbahn!) beste Betriebsbedingungen. Auch durch die Harburger Gleichstrom-S-Bahn wird die Verkehrsbedienung des Stadtteils Wilhelmsburg mit der Straßenbahn nicht infrage gestellt. Die Verknüpfung dieser Strecke mit der Strecke Schnelsen – Innenstadt ergibt eine verkehrlich und betrieblich sinnvolle Durchmesserlinie Schnelsen – Innestadt – Wilhelmsburg.“

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Update: Ich habe noch jene Pampel-Pläne gefunden, die bestätigen, was Jan Gnoth geschrieben hat:

Vielen Dank für den zitierten Text und die beiden Linienpläne von 1973 - 1975! Mich würde die Quelle davon sehr interessieren!

Vielen Dank!

Viele Grüße
Karsten Leiding

www.gleismann.de
Zitat
Gleismann

... Vielen Dank für den zitierten Text und die beiden Linienpläne von 1973 - 1975! Mich würde die Quelle davon sehr interessieren!

Ich habe die komplette Studie im Keller, wie wollen wir es machen?
Zitat
Jan Gnoth
Es war der Zeitgeist der 1950er Jahre, dass die Straßenbahn dem Wirtschaftswunderkind Auto im Wege stand. Da wurden U-Bahnpläne geschmiedet, die jede Straßenbahn einzeln ersetzen sollten.
Teils, teils. Bremen hat seine Straßenbahn ausgebaut, während sich Hamburg davon verabschiedet hat. Herr Mohnhaupt von der BSAG hat dazu etwas gesagt, was auch heute noch so gilt (Stichwort "schwer verständlich"): [www.youtube.com]
Am Ende klingt der Mohnhaupt ja richtig neidisch :-). Ich finde diese Reportage ganz interessant.

Schaut mal bei Minute 4:04 hier [www.youtube.com] die Menge an Autos vor der Universität an. Wenn selbst die keine Bahn zu der Zeit gefahren sind (oder die meisten), wenn das Filmteam garnicht mehr die Bahn (und sicher den ganzen HVV dazu) nicht nutzte, wie viele andere wohl auch nicht? Da frage ich mich eins. Wie stand es denn 1978 um das System ÖPNV? Straßenbahn, Bus und U-Bahn. Wie viele haben denn damals die Fahrzeuge genutzt? Fuhr damals defiziente ein? Wenn ja, ist es doch logisch, dass man irgendwann schaut, MUSS ich denn drei Systeme haben. Wenn die Bevölkerung sowieso lieber das Auto nutzte, gehe ich ja eher das Risiko ein in Bahnen zu investieren als in Straßen.
Das ist gerade sicher sehr "einfach" gedacht, am Ende wirken aber Bilder und Filme von Bus und Bahn aus der Zeit auf mich immer irgendwie wie "ärgerliche Kosten auf Räder", und nicht wie "umweltfreundliche Chance als Alternative".
@ Kirk:

Neidisch war Dieter Mohnhaupt garantiert nicht und sein Spruch war bestenfalls eine Höflichkeitsfloskel. Denn Mohnhaupt war der Wegbereiter der weltweit ersten 100-Prozent-Niederflurstraßenbahn von AEG/MAN, die in Bremen das Licht der Welt erblickte. Außerdem hatte Monhaupt davor die damals modernsten Hansa-/Wegmann-Großraumwagen auf die Schiene gebracht, deutlich geräumiger und komfortabler als die viel weiter verbreiteten Duewag-Bahnen.

Von der Erschließungswirkung kann man die Bremer Straßenbahn mit den hamburgischen Schienenverkehrsmitteln auch nicht vergleichen. Bremens Straßenbahn besitzt ein Drittel mehr Haltestellen als in Hamburg U- und S-Bahn zusammen und Bremen hat weniger als die Hälfte der hamburgischen Stadtfläche zu bedienen.

Und – ich hatte es schon einmal geschrieben – die hamburgischen Straßenbahnen waren zu jeder Zeit knüppeldicke voll und mussten nach Abschaffung der Beiwagen teilweise im Minutentakt fahren, um den Fahrgastansturm bewältigen zu können.
Hallo!

Zitat
NVB
Zitat
Gleismann

... Vielen Dank für den zitierten Text und die beiden Linienpläne von 1973 - 1975! Mich würde die Quelle davon sehr interessieren!

Ich habe die komplette Studie im Keller, wie wollen wir es machen?

also, "machen" wollte ich nichts. Ich wollte nur gerne die Quelle wissen, also nicht "Keller", sondern Autor(en), Titel, evtl. Verlag oder Herausgeber und Erscheinungsjahr. Halt eine ganz klassische Quellenangabe.

"Komplette Studie" hört sich nach einem umfassenden Werk an... Ist der Umfang vergleichbar mit dem Stadtbahngutachten aus dem Jahr 1991?

Viele Grüße
Karsten Leiding

www.gleismann.de
Zitat
Gleismann
... Ich wollte nur gerne die Quelle wissen, also nicht "Keller", sondern Autor(en), Titel, evtl. Verlag oder Herausgeber und Erscheinungsjahr. Halt eine ganz klassische Quellenangabe. "Komplette Studie" hört sich nach einem umfassenden Werk an... Ist der Umfang vergleichbar mit dem Stadtbahngutachten aus dem Jahr 1991?


Dr. - Ing. Fritz Pampel

Mitarbeiter
Dipl.-Ing. Hans H. Meyer
Dipl.-Ing. Oskar Ario

Vorschlag für die
Stilllegung des Straßenbahnbetriebes
der
Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft
unter
besonderer Berücksichtigung der Anlagenwirtschaft

Dezember 1969
51 Seiten
16 Anlagen
Hallo!

Zitat
NVB
Zitat
Gleismann
... Ich wollte nur gerne die Quelle wissen, also nicht "Keller", sondern Autor(en), Titel, evtl. Verlag oder Herausgeber und Erscheinungsjahr. Halt eine ganz klassische Quellenangabe. "Komplette Studie" hört sich nach einem umfassenden Werk an... Ist der Umfang vergleichbar mit dem Stadtbahngutachten aus dem Jahr 1991?


Dr. - Ing. Fritz Pampel

Mitarbeiter
Dipl.-Ing. Hans H. Meyer
Dipl.-Ing. Oskar Ario

Vorschlag für die
Stilllegung des Straßenbahnbetriebes
der
Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft
unter
besonderer Berücksichtigung der Anlagenwirtschaft

Dezember 1969
51 Seiten
16 Anlagen

Super! Vielen Dank! Von dem Schriftstück habe ich bislang weder etwas gehört noch gelesen. Man lernt nie aus!

Viele Grüße
Karsten Leiding

www.gleismann.de
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