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Reaktivierung Bergedorf--Geesthacht?!
geschrieben von kalle_v 
In dem verlinkten Artikel des Berliner Kuriers steht übrigens auch, dass der NKV einer Verlängerung der U5 mit 1,43 höher als der der jetzt im Bau befindlichen Stadtbahn (1,20) gewesen wäre!
Moin,

nach dem gemeinsamen Antrag der Bürgerschaftsfraktionen SPD, GÜNE und CDU
vom 27.09.23 zur Reaktivierung der Bahnverbindung Bergedorf – Geesthacht gibt es mit Datum 10.10.2023 auch einen Antrag der Linken - wobei sich mir der "Mehrwert" gegenüber dem gemeinsamen Antrag nicht wirklich erschließt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.2023 20:04 von Sonnabend.
Zitat
Moskauer
In dem verlinkten Artikel des Berliner Kuriers steht übrigens auch, dass der NKV einer Verlängerung der U5 mit 1,43 höher als der der jetzt im Bau befindlichen Stadtbahn (1,20) gewesen wäre!

Zitat:

Zwar schnitt die Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 in den Bewertungen besser ab. Ihr Nutzen würde sich auf das 1,43-Fache der Kosten summieren – bei der Straßenbahn beträgt der Nutzen-Kosten-Indikator nur 1,2. Doch die U-Bahn sei teurer, der Bau aufwendiger. Die Tramstrecke ließe sich zügiger errichten.


Nun ist die Strecke ja längst in Betrieb und in nur rund zweieinhalb Jahren Bauzeit fertig geworden. Hat 33 Mio Euro gekostet, die U-Bahn hätte bei einer halben Milliarde gelegen, mit rund zehn Jahren Bauzeit. Man kann also durchaus erkennen, dass der NKF "relativ" ist.
Zitat
NVB
Nun ist die Strecke ja längst in Betrieb und in nur rund zweieinhalb Jahren Bauzeit fertig geworden. Hat 33 Mio Euro gekostet, die U-Bahn hätte bei einer halben Milliarde gelegen, mit rund zehn Jahren Bauzeit. Man kann also durchaus erkennen, dass der NKF "relativ" ist.

Demnach ist der Nutzen der U-Bahn in Summe um ein vielfaches höher als bei der Straßenbahn, wenn trotz mehr als 10facher Kosten und längerer Bauzeit der NKV besser ist.
Was die Berliner U5 hier zu suchen hat, verstehe wer will. Die 1,43 beziehen sich aber auf den Abschnitt Alex-Turmstr, bei der Straßenbahn nur Hbf-Turmstr.
Die Zahlen sind also nicht vergleichbar
Zitat
PassusDuriusculus
Was die Berliner U5 hier zu suchen hat, verstehe wer will. Die 1,43 beziehen sich aber auf den Abschnitt Alex-Turmstr, bei der Straßenbahn nur Hbf-Turmstr.
Die Zahlen sind also nicht vergleichbar


Danke – und zwar in zweifacher Hinsicht – für Deinen wertvollen, weil aufklärenden Hinweis!
@NVB: „Ich mach‘ mir meine Welt, so wie sie mir gefällt!“
Am Ende des Tages ist alles relativ, aber dann können wir uns zukünftige Diskussionen über Vor- und Nachteilhaftigkeit von U-Bahn versus Stadtbahn auch sparen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.10.2023 14:01 von Moskauer.
Zitat
PassusDuriusculus
Was die Berliner U5 hier zu suchen hat, verstehe wer will. Die 1,43 beziehen sich aber auf den Abschnitt Alex-Turmstr, bei der Straßenbahn nur Hbf-Turmstr.
Die Zahlen sind also nicht vergleichbar

Erstens habe ich aus dem Artikel zitiert, den NVB hier vorher verlinkt hatte.

Zweitens ist die Aussage interessant, dass die (deutlich) höheren Kosten des U-Bahn-Baus im Vergleich zur Stadtbahn offensichtlich wenig über das NKV und damit über die Vorteilhaftigkeit aussagen. Und die Kosten bzw. Kostenverhältnisse dürften in Hamburg sehr ähnlich sein.

Drittens würde mich die Quelle interessieren, aus welcher Du entnimmst, dass das NKV der U5 (Berlin) sich auf die Strecke ab dem Alex bezieht und bei der Stadtbahn nur auf den Abschnitt ab Hbf.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.10.2023 14:11 von Moskauer.
Zitat
Moskauer
Zitat
PassusDuriusculus
Was die Berliner U5 hier zu suchen hat, verstehe wer will. Die 1,43 beziehen sich aber auf den Abschnitt Alex-Turmstr, bei der Straßenbahn nur Hbf-Turmstr.
Die Zahlen sind also nicht vergleichbar

Erstens habe ich aus dem Artikel zitiert, den NVB hier vorher verlinkt hatte.

Zweitens ist die Aussage interessant, dass die (deutlich) höheren Kosten des U-Bahn-Baus im Vergleich zur Stadtbahn offensichtlich wenig über das NKV und damit über die Vorteilhaftigkeit aussagen. Und die Kosten bzw. Kostenverhältnisse dürften in Hamburg sehr ähnlich sein.

Drittens würde mich die Quelle interessieren, aus welcher Du entnimmst, dass das NKV der U5 (Berlin) sich auf die Strecke ab dem Alex bezieht und bei der Stadtbahn nur auf den Abschnitt ab Hbf.


Die Untersuchung für die U5 ist ja zehn/zwanzig Jahre her. Damals wurde halt die gesamte U5-Verlängerung Alex-Turmstr. mit dem entsprechenden NKU-Ergebnis 1,43 untersucht. Vor ein paar Jahren gabs dann auch den Aufschrei, dass nur Alex-Hbf gebaut wurde, denn für die Teilabschnitte gab es keine Zahlen. Nun hat in diesem Artikel eine Journalist die Zahl 1,43 recherchiert ohne da noch die Hintergründe rauszufinden bzw. zu nennen. In sofern ist der Artikel ungenau. Allerdings ist das zu lange her, als dass ich da noch entsprechende Artikel finde.
Moin,

es wäre doch schön, wenn diese Fragen im Berliner Forum platziert würden.

[www.bahninfo-forum.de]
Moin,

Zitat
NVB
...
In SH geht es sogar noch stärker zur Sache, zumal Claus Ruhe Madsen die Straßenbahn und deren Vorteile aus eigener Anschauung kennt und diese als alternativlos sieht. Nix mit Stahlungetümen ... ;-)

Außerdem existiert schon ein Staatsvertrag.

Zum "Totengräber der Rostocker Straßenbahn" hatte ich mich ja schon ausgelassen und jetzt zum "Staatsvertrag" (dessen Existenz der Dreibuchstabige zwar behauptet, den Beleg aber standhaft verweigert):

Da die BGE vom Hamburgischen Bahnhof Bergedorf-Süd über Hamburg - Preußen (Kreis Herzogt(h)um Lauenburg) - Hamburg (Geesthacht war bis 1937 hamburgisch) über unterschiedliche Staatsgebiete verlief, war eine Einigung zwischen Hamburg und Preußen erforderlich.

Über einen "Staatsvertrag" finden sich im Staatsarchiv keine Hinweise - was es gibt, ist das Archivgut mit der Signatur: 111-1_90982 und der Benennung:

Zitat


Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn
Darin:
Enthält: Umdruckschreiben 1905-1907.- Gesellschaftsvertrag, Hamburg.- Konzessionsvertrag,- Preußische Genehmigungsurkunde 1905.- Monats- und Quartalsberichte 1905-1910.- Jahresberichte 1906-1909

Zeitraum: Zwischen 1905 und 1910

Damit wird mal wohl heute (zumal nach der Einstellung des Eisenbahnverkehrs) "keinen Blumentopf mehr gewinnen können".
Anscheint plant AKN nun ab nächsten Jahr die Strecke zu reaktivieren:
[www.abendblatt.de]

Leider hinter einer Paywall, daher kenne ich den Inhalt nicht.
Wäre dies überhaupt möglich? Sind die Stationen in gutem Zustand? Oder ist das nur ein Clickbaitartikel und es geht um vereinzelte Fahrten oder Güterverkehr?
Wäre dies überhaupt möglich? Sind die Stationen in gutem Zustand? Oder ist das nur ein Clickbaitartikel und es geht um vereinzelte Fahrten oder Güterverkehr?
Also laut diesem Artikel haben anscheint in November Gleisbauarbeiten in Geesthacht stattgefunden, auch wenn es nur um den Ausbau einer Weiche und dem toten Gleis geht, aber auch das könnte doch eine Maßnahme sein, um dort ein Betrieb aufbauen zu können, oder?

[www.abendblatt.de]
Zitat
Koschi1988
Anscheint plant AKN nun ab nächsten Jahr die Strecke zu reaktivieren:
[www.abendblatt.de]

Leider hinter einer Paywall, daher kenne ich den Inhalt nicht.

Geesthacht feiert 100 Jahre Stadtrecht, da wird es wieder Sonderverkehr geben, Datum steht noch nicht fest. Weit abseits jeder Reaktivierung.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Zitat
Jan Borchers
Zitat
Koschi1988
Anscheint plant AKN nun ab nächsten Jahr die Strecke zu reaktivieren:
[www.abendblatt.de]

Leider hinter einer Paywall, daher kenne ich den Inhalt nicht.

Geesthacht feiert 100 Jahre Stadtrecht, da wird es wieder Sonderverkehr geben, Datum steht noch nicht fest. Weit abseits jeder Reaktivierung.
Danke für die Info! Schade, dass es mit dem Titel so nicht rüber kam und man nur Klicks generieren will, anstatt direkt den Verweis auf das Stadtrecht macht.
Zitat
Koschi1988
... Danke für die Info! Schade, dass es mit dem Titel so nicht rüber kam und man nur Klicks generieren will, anstatt direkt den Verweis auf das Stadtrecht macht.

Da ist deutlich mehr geplant als eine Fahrt. Nach meinen gesicherten Informationen soll eine Woche lang gefahren werden. Hier ein paar Zitate Aus dem Artikel, der mir vorliegt und insgesamt knapp acht PDF-Seiten umfasst:


Das Unternehmen aus Kaltenkirchen lässt sich auf Nachfrage noch keine Details und Termine entlocken, aber fest steht die Absicht, die Fahrten im ersten Halbjahr durchzuführen.

Die Züge werden dann nicht nur zum Bestaunen die Reise nach Geesthacht antreten. „Wir wollen dann auch mit Personen fahren“, sagt Olaf Schulze.

„Jetzt haben wir uns mit Hamburg verständigt und gesagt, ,wir legen uns fest’. Sonst kommen wir von einer Ausschusssitzung in die nächste, um zu diskutieren. Und jetzt wissen wir wie, und es muss jetzt umgesetzt werden“, bekräftigte Claus Ruhe Madsen vor einem halben Jahr. Gleich im Mai zog Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks nach ... Er gastierte auf Einladung der Grünen im Krügerschen Haus und sagte als erster Politiker aus der Hansestadt vor den Gästen ebenfalls Ja zum Bahnanschluss. Im Oktober dann sprach sich die Hamburger Bürgerschaft offiziell für die Reaktivierung der Bahntrasse für den Personenverkehr aus gefolgt vom Landtag in Kiel, ebenfalls noch im Oktober.


Zitatende

Jetzt wird zwar mit einem Triebwagen geprobt, doch im Übrigen auf einen Straßenbahnbetrieb hinauslaufen. Ob mit Fahrleitung oder Akku mit Aufladung jeweils an den Endstellen, wird noch untersucht. In Anlehnung an die OEG wird dann teilweise nach BOStrab und EBO mit 80 km/h gefahren und bahnsteigleichem Umstieg zur S-Bahn in Bergedorf.
Zitat
NVB

....

Jetzt wird zwar mit einem Triebwagen geprobt, doch im Übrigen auf einen Straßenbahnbetrieb hinauslaufen. Ob mit Fahrleitung oder Akku mit Aufladung jeweils an den Endstellen, wird noch untersucht. In Anlehnung an die OEG wird dann teilweise nach BOStrab und EBO mit 80 km/h gefahren und bahnsteigleichem Umstieg zur S-Bahn in Bergedorf.

Wie soll denn der Anschluss in Bergedorf bahnsteiggleich zur S-Bahn baulich realisiert werden?
Zitat
Djensi
Zitat
NVB

....

Jetzt wird zwar mit einem Triebwagen geprobt, doch im Übrigen auf einen Straßenbahnbetrieb hinauslaufen. Ob mit Fahrleitung oder Akku mit Aufladung jeweils an den Endstellen, wird noch untersucht. In Anlehnung an die OEG wird dann teilweise nach BOStrab und EBO mit 80 km/h gefahren und bahnsteigleichem Umstieg zur S-Bahn in Bergedorf.

Wie soll denn der Anschluss in Bergedorf bahnsteiggleich zur S-Bahn baulich realisiert werden?

Nach bisherigen Ideen, soll an Gleis 5 in Bergedorf ein Damm ausgeschüttet werden, der den Bahnsteiggleichenanschluss realisieren soll.

Mfg

Sascha Behn
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