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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von Arnd Hellinger 
Der Kiez ist schon jetzt extrem zugeparkt. Ich bin generell gespannt, wie man dort in irgendeiner Weise den Umweltverbund stärken möchte.
[maps.app.goo.gl]
Ein Multifunktionsbad und eine Schule heißt auch noch mehr Quell- und Zielverkehre auch außerhalb der Fahrradsaison.

Eine Direktanbindung mit ÖPNV gibt es Stand heute nur mit der 50, also aus Pankow Süd und Französisch Buchholz.
Aus Niederschönhausen, Rosenthal, Pankow West etc. muss man von Pankow Kirche laufen (fast 800m). Nicht sehr attraktiv.
Was ist eigentlich in der Puchanstr. los? Trotz Halteverbotsschildern im Meterabstand ist die östliche Seite komplett zugeparkt, und obwohl die Durchfahrt nur Bussen, Fahrrädern und Anliegern gestattet ist, gibt es massenhaft Durchgangsverkehr. Gelten in Köpenick keine Verkehrszeichen?
Zitat
VvJ-Ente
Was ist eigentlich in der Puchanstr. los? Trotz Halteverbotsschildern im Meterabstand ist die östliche Seite komplett zugeparkt, und obwohl die Durchfahrt nur Bussen, Fahrrädern und Anliegern gestattet ist, gibt es massenhaft Durchgangsverkehr. Gelten in Köpenick keine Verkehrszeichen?

Was soll denn da los sein? Das ist doch der ganz normale Wahnsinn. Verkehrszeichen haben in der Hauptmannstadt mindestens seit der Allendebrückensperrung nur noch empfehlenden Charakter. Ich erinnere an die permanent durch den MIV zugestaute Busspur auf der Müggelheimer Straße während dieser Zeit.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
TomB
Der Kiez ist schon jetzt extrem zugeparkt. Ich bin generell gespannt, wie man dort in irgendeiner Weise den Umweltverbund stärken möchte.
[maps.app.goo.gl]
Ein Multifunktionsbad und eine Schule heißt auch noch mehr Quell- und Zielverkehre auch außerhalb der Fahrradsaison.

Eine Direktanbindung mit ÖPNV gibt es Stand heute nur mit der 50, also aus Pankow Süd und Französisch Buchholz.
Aus Niederschönhausen, Rosenthal, Pankow West etc. muss man von Pankow Kirche laufen (fast 800m). Nicht sehr attraktiv.

Meine Vorschläge wären:

- Außer ein paar Behindertenstellplätzen keine Stellplätze für Badbesucher. Null. Und eine konsequente Information darüber. Sobald es welche gibt, kommen Leute mit dem Auto, "der eine Parkplatz, den ich brauche, wird schon noch frei sein" - und parken dann sonstwo, wenn der eine Parkplatz (für jede/n andere/n erwartungsgemäß) doch nicht frei ist ("selbst schuld, wenn die nicht genug Parkplätze anbieten!").

- In den ersten ein, zwei Wochen nach Eröffnung konsequente Durchsetzung der StVO, und auch dies ankündigen; auch danach hoher Kontrolldruck. Sowas spricht sich herum.

Warum man aus Niederschönhausen, Rosenthal, Pankow West etc. aber 800 m laufen muss, kann ich nicht nachvollziehen. Man kann auch die 50 nehmen. Abgesehen davon: wenn man beklagt, dass man ausgerechnet auf dem Weg zur Schwimmhalle (also zum Sport) 800 m laufen muss, erinnert mich das etwas an dieses Foto. (Ja, es gibt Leute, die aus gesundheitlichen Gründen nicht gut gehen, aber gut schwimmen können, und es gibt schlechtes Wetter - aber genau dafür gibt es ja die 50.)

Sollte es zur Schule einen so großen Bedarf aus den genannten Stadtteilen anbieten, läge es nahe, außerhalb des regulären Linienschemas an Schultagen einzelne Fahrten zwischen Niederschönhausen oder Rosenthal und Französisch-Buchholz einzurichten (oder zu einem zu errichtenden Kehrgleis am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf - das hätte im Störungsfalle ja auch Sinn, um die S-Bahn zu erreichen). Der 222er fährt ja regulär auch nicht zur Schulfarm Scharfenberg. Andererseits: die 50 fährt oft und soll perspektivisch noch häufiger fahren - ist es Schüler/innen und Schülern (die ja immerhin kostenlos fahren) nicht zumutbar, an der Kirche noch mal umzusteigen?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.05.2020 07:08 von def.
Im Prinzip stimme ich dir komplett zu.

Problematisch sehe ich eher, dass für die meisten das Umsteigen für nur eine Station unattraktiv ist. Das kann man schön in Potsdam sehen: Seit am Hauptbahnhof alle Busverkehre gebrochen sind (jetzt mittlerweile ja schon 20 Jahre) ist an der Hst. Schlaatzstr. nichts mehr los, es enden ja eh alle Busse eine Station später am Hbf und fahren nicht mehr weiter in die Innenstadt/Potsdam Nord.

Wenige fahren aus Gesundheit/Bequemlichkeit trotzdem die eine Station
Ein paar mehr laufen dann gleich zum Hauptbahnhof weil da eh alles fährr
Aber der Großteil wird für sich festhalten: Hier gibt es keinen attraktiven ÖPNV.
Ja, da hast Du natürlich Recht. Optimal ist es nicht - wobei man dann natürlich die Frage stellen sollte, ob der geplante Standort so gut ist, zumindest aus ÖPNV-Sicht. Idealerweise sollte sich ja nicht nur ÖPNV an die Stadtentwicklung anpassen, sondern sich umgedreht Stadtentwicklung auch am vorhandenen (oder auch geplanten) ÖPNV orientieren, hinsichtlich öffentlicher Einrichtungen ebenso wie bei Bebauungsplänen. Da hat Berlin durchaus noch Entwicklungspotential.

Für den Umweltverbund als Ganzes sehe ich da weniger schwarz, in Teile Pankows und Niederschönhausens dürfte das Fahrrad der mit Abstand schnellste Weg sein, für Teile Niederschönhausens ist vmtl. sogar ein Fußweg genauso schnell wie der Pkw.

Nun ja: gerade wegen der Lage hielte ich den Schritt, auf Stellplätze komplett zu verzichten und dies auch deutlich zu kommunizieren, für sinnvoll.

Noch eine Anmerkung, die ich vorhin nicht auf dem Schirm hatte (obwohl Tom sie im ersten Beitrag geschrieben hatte): Die geplante Schule ist eine Grundschule. Das entschärft m.E. die Situation deutlich, da Grundschulen i.d.R. einen fußläufigen Einzugsbereich haben.
Wenn man Kirche aus Richtung Westen Richtung Osten (50) umsteigen möchte, sind das 150-200m.
[www.openstreetmap.org]
Deswegen sind es ja überhaupt erst so weite Wege, weil die Haltestelle relativ weit weg ist von der Kreuzung.
Aber klar, aus Niederschönhausen kann man laufen/Fahrrad fahren.

Sorgen bereiten mir auch die üblichen Eltern-Taxis, was man Deutschlandweit ja nicht im Griff hat.
Zitat
TomB
Wenn man Kirche aus Richtung Westen Richtung Osten (50) umsteigen möchte, sind das 150-200m.
[www.openstreetmap.org]
Deswegen sind es ja überhaupt erst so weite Wege, weil die Haltestelle relativ weit weg ist von der Kreuzung.
Aber klar, aus Niederschönhausen kann man laufen/Fahrrad fahren.

Naja, die Haltestellenstandorte an der Pankower Kirche sind ja auch nicht gottgegeben.
Und ansonsten: ÖPNV ist halt immer ein Kompromiss, eine Bündelung von Verkehrsströmen. Gerade deshalb wäre es ja wichtig, ihn in der Stadtentwicklung zu berücksichtigen, um Verkehrsströme möglichst gut bündeln zu können.

Zitat
TomB
Sorgen bereiten mir auch die üblichen Eltern-Taxis, was man Deutschlandweit ja nicht im Griff hat.

Auch da hilft nur die konsequente Durchsetzung der StVO. Bis hin zum Führerscheinentzug.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.05.2020 10:23 von def.
Zitat
TomB
Wenn man Kirche aus Richtung Westen Richtung Osten (50) umsteigen möchte, sind das 150-200m.
[www.openstreetmap.org]
Deswegen sind es ja überhaupt erst so weite Wege, weil die Haltestelle relativ weit weg ist von der Kreuzung.

Wer diesen kurzen Fußweg scheut, kann ja noch zwei Stationen weiterfahren und bequem an der Masurenstraße umsteigen. Eine andere Variante wäre, mit dem 150er Bus durch die Blankenburger Straße zu fahren und an der Haltestelle Pasewalker Straße/Blankenburger Weg in die 50 umzusteigen.


Beginne den Tag mit einem Lächeln - dann hast Du es hinter Dir.
Zitat
Alter Köpenicker
Wer diesen kurzen Fußweg scheut, kann ja noch zwei Stationen weiterfahren und bequem an der Masurenstraße umsteigen.

Mit einem Einzelfahrschein wäre das nicht möglich.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Alter Köpenicker
Wer diesen kurzen Fußweg scheut, kann ja noch zwei Stationen weiterfahren und bequem an der Masurenstraße umsteigen.

Mit einem Einzelfahrschein wäre das nicht möglich.

Dem Einzelfahrscheininhaber steht ja der Weg über die Blankenburger Straße offen.
Da sieht man mal wieder, was für ein Quatsch der Tarif ist. Während eine kurze Stichstrecke innerhalb eines insgesamt kurzen Weges verboten ist, ist ein weitläufiger Umweg erlaubt.


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B-V 3313
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Alter Köpenicker
Wer diesen kurzen Fußweg scheut, kann ja noch zwei Stationen weiterfahren und bequem an der Masurenstraße umsteigen.

Mit einem Einzelfahrschein wäre das nicht möglich.

Warum nicht?

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Zitat
Logital
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B-V 3313
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Alter Köpenicker
Wer diesen kurzen Fußweg scheut, kann ja noch zwei Stationen weiterfahren und bequem an der Masurenstraße umsteigen.

Mit einem Einzelfahrschein wäre das nicht möglich.

Warum nicht?

Ernsthaft? Du kennst die Regelung, dass Rund- und Rückfahrten ausgeschlossen sind, nicht?

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B-V 3313
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Logital
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B-V 3313
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Alter Köpenicker
Wer diesen kurzen Fußweg scheut, kann ja noch zwei Stationen weiterfahren und bequem an der Masurenstraße umsteigen.

Mit einem Einzelfahrschein wäre das nicht möglich.

Warum nicht?

Ernsthaft? Du kennst die Regelung, dass Rund- und Rückfahrten ausgeschlossen sind, nicht?

Ja, die kenne ich, aber ich bin verkehrsgeographisch nicht mehr hinterhergekommen. Wird denn irgendeine Haltestelle zweimal angefahren?

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In dem Fall S+U Pankow und Pankow, Kirche.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
In dem Fall S+U Pankow und Pankow, Kirche.

Achso, und ich dachte erst es geht um interpretationsfähige Fälle wo man so ein bisschen wieder in die Gegenrichtung fährt.

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Hallo,

eine aktuelle und m.E. unterstützenswerte Petition fordert, die Havelchaussee zur Fahrradstraße zu machen:

https://www.change.org/p/verkehrssenatorin-regine-günther-macht-die-havelchaussee-zur-fahrradstrasse

Viele Grüße
André
"die Havelchaussee zur Fahrradstraße zu machen": fände ich nicht ganz so toll. Für nicht-Radfahrer gäbe es dann nur die 218, und diese Linie ist alles Andere als eine attraktive Alternative zur PKW: sie fährt im Sommer nur jede Stunde, und im Winter nur alle zwei Stunden. Wer mit der 218 fahren möchte, muß ihn ja auch noch erst erreichen. Mann könnte zwar die Taktung verbesseren (z.B. all 15 Minuten, das ganze Jahr), und eine zweite Line dazu errichten (über Teltower Str. u. Ruhlebener Str. nach Spandau), und die Linie(n) mit E-Busse fahren, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Radfahrer (bes. die Rennradfahrer) mehr Busse in ihren Weg gerne hätten.
Zitat
Ruhlebener
"die Havelchaussee zur Fahrradstraße zu machen": fände ich nicht ganz so toll. Für nicht-Radfahrer gäbe es dann nur die 218, und diese Linie ist alles Andere als eine attraktive Alternative zur PKW: sie fährt im Sommer nur jede Stunde, und im Winter nur alle zwei Stunden. Wer mit der 218 fahren möchte, muß ihn ja auch noch erst erreichen. Mann könnte zwar die Taktung verbesseren (z.B. all 15 Minuten, das ganze Jahr), und eine zweite Line dazu errichten (über Teltower Str. u. Ruhlebener Str. nach Spandau), und die Linie(n) mit E-Busse fahren, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Radfahrer (bes. die Rennradfahrer) mehr Busse in ihren Weg gerne hätten.

Eine Fahrradstraße einzurichten bedeutet nicht, dass kein Kfz-Verkehr mehr erlaubt wäre. Ferner kann man das wie eine 30er-Zone mit absolutem Vorrang für Radfahrer betrachten.
Zitat
Ruhlebener
"die Havelchaussee zur Fahrradstraße zu machen": fände ich nicht ganz so toll. Für nicht-Radfahrer gäbe es dann nur die 218, und diese Linie ist alles Andere als eine attraktive Alternative zur PKW: sie fährt im Sommer nur jede Stunde, und im Winter nur alle zwei Stunden. Wer mit der 218 fahren möchte, muß ihn ja auch noch erst erreichen. Mann könnte zwar die Taktung verbesseren (z.B. all 15 Minuten, das ganze Jahr), und eine zweite Line dazu errichten (über Teltower Str. u. Ruhlebener Str. nach Spandau), und die Linie(n) mit E-Busse fahren, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Radfahrer (bes. die Rennradfahrer) mehr Busse in ihren Weg gerne hätten.

Der 218er fährt am Wochenende jeweils doppelt so häufig wie Mo-Fr.

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