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Bahn startet Bauarbeiten am Karower Kreuz
geschrieben von S9 
Nicht nur das, man muss ja in die Dritte Ebene. Das wird abenteuerlich. Wie will man denn da den Bahnhof gestalten, zweistöckig?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Ferkeltaxe
^ Soweit ich informiert bin, geht man zumindest derzeit bei der Konzeption der Weiterführung der S-Bahntrasse von Wartenberg entlang des Außenrings Richtung Mü-Mö / Schönfließ davon aus, die Kreuzung mit den Ferngleisen des BAR erst westlich des Karower Kreuzes bzw. der Stettiner Bahn vorzusehen. Damit verbunden ist ein "Overfly" über die Nordostkurve des Kreuzes, über die viergleisige Stettiner Bahn sowie über die Nordwestkurve des Kreuzes. Erst westlich davon will man den BAR kreuzen, um mit der S-Bahntrasse in die südliche Lage zu wechseln und an die vorhandene Stecke nach Mü-Mö anzubinden. Inwieweit in diesem gesamten Abschnitt Brückenbauwerke mit Dammabschnitten kombiniert werden sollen, habe ich noch nicht gelesen. In jedem Falle werden östlich und westlich des Karower Kreuzes längere Rampen für diese S-Bahntrasse erforderlich werden, da an jedem der vier Kreuzungspunkte elektrifizierte Fernbahngleise zu unterführen sind.

Dann bist du wohl schon besser informiert ? ;-)

In der Antwort (Link) zur schriftlichen Anfrage zum Thema Verkehrskonzept Nord-Ost-Raum (NOR) vom 27. Oktober 2020 wurde nur folgendes bisher "konkret" beantwortet (siehe Antwort 15)
Das Ergebnis der Trassierungsstudie (siehe Antwort 12) soll ja Ende diesen Jahres vorliegen .... bin mal gespannt.

Zitat
Drucksache 18 / 25 209
Frage 12:
Die Verlängerung der S75 bis zum Karower Kreuz war in den Planungen nicht vorgesehen. Im Bereich des
Außenrings besteht daher unterhalb der neuen Bahnbrücken der Stettiner Bahn nur die Möglichkeit zur
Errichtung von Außenbahnsteigen für den Fern- und Regionalverkehr. Jetzt plant der Senat die Einbindung
der S75. Welche konkreten Planungen wurden hierzu vorgenommen oder beauftragt? Welche Ergebnisse
liegen hierzu ggf. vor? Wie sehen die weiteren Schritte aus? Welcher zeitliche Ablauf ergibt sich für die
Realisierung?
Antwort zu 12:
Die DB Netz AG wurde im Rahmen des Gesamtvorhabens i2030 damit beauftragt, eine
Trassierungsstudie für die Verlängerung der S75 vom heutigen Endbahnhof Wartenberg bis
zur Einbindung in die bestehende S-Bahntrasse der S8 nordwestlich des Karower Kreuzes
zu erstellen.
Das Ergebnis dieser Trassierungsstudie wird im vierten Quartal 2020 erwartet. Dann werden
im Rahmen von i2030 gemeinsam mit den beteiligten Projektpartnern die nächsten Schritte
abgestimmt. Der Realisierungszeitraum wurde bislang noch nicht festgelegt.
Das Gesamtvorhaben steht unter dem Vorbehalt von weitergehenden Nutzen-Kosten-
Untersuchungen und einer gesicherten Finanzierung.
Frage 13:
Wie stellt sich der Senat die Einbindung der Verlängerung der S75 am nahezu fertiggestellten Karower Kreuz
angesichts der nicht vorhandenen Baufreiheit am Außenring vor?
Antwort zu 13:
Wie in der Antwort zur Frage 12 beschrieben, wird gegenwärtig durch die DB Netz AG eine
Trassierungsstudie erstellt. Im Ergebnis dieser Studie werden Lösungsmöglichkeiten
erwartet, gegebenenfalls auch in unterschiedlichen Varianten, in welcher Lage die SBahntrasse
der S75 den Bahndamm der Stettiner Bahn durchquert und wo die Bahnsteige
der S75 angeordnet werden können.
Frage 14:
Ist im Zusammenhang mit einem Standort für ein S-Bahn-Betriebswerk im Bereich der Bucher Straße eine
Weiterführung der S75 zur heutigen S8 vorgesehen?
Antwort zu 14:
Ja, Zielstellung ist die Einbindung der S75 nordwestlich des Karower Kreuzes in die
bestehende Trasse der S8. Damit können dann auch S-Bahnzüge der S75 in das geplante
S-Bahn-Betriebswerk Schönerlinder Straße einfahren. Im Bereich zwischen der
Schönerlinder Straße und der Bucher Straße soll ein neuer S-Bahnhof errichtet werden, auf
dem dann das Ein- und Aussetzen der Züge betrieblich möglich sein wird.
Frage 15:
Wie genau stellt sich der Senat die Kreuzung der Stettiner Bahn sowie die Überquerung der Regional- und
Fernbahn auf dem Ostring vor, die zwingend erforderlich ist?
Antwort zu 15:
Gemäß den obenstehenden Antworten zu den Fragen 12 und 13 wird zur Klärung dieser
Thematik zurzeit eine Trassierungsstudie erstellt. Nach jetziger Einschätzung wird die S75
von Wartenberg bis zum Turmbahnhof Karower Kreuz nordöstlich der Fernbahngleise des
Berliner Eisenbahnaußenrings (BAR) geführt und kreuzt dann den Bahndamm der Stettiner
Bahn. Im weiteren Verlauf muss die S75 durch den Bau eines Überwerfungsbauwerkes auf
die Südwestseite des BAR geführt werden, um den Anschluss an die S8 herzustellen.

Gruss 67er



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.2020 19:37 von 67er.
Zitat
Heidekraut
Nicht nur das, man muss ja in die Dritte Ebene. Das wird abenteuerlich. Wie will man denn da den Bahnhof gestalten, zweistöckig?

Man kann ja viel untersuchen, aber ich glaube nicht, dass diese Durchbindung der S75 bis auf den nördlichen Außenring kommt. Der irrwitzige Aufwand steht überhaupt keinem absehbar hohen Nutzen gegenüber. Der ganze Turmbahnhof (ohne Durchbindung) ist ja vom Nutzen her schon grenzwertig, da er kaum eine Erschließungswirkung hat. Ein reines Heranführen der S75 ist, sofern der Turmbahnhof an sich gebaut wird, aber dann sicher sinnvoll, ein Unterqueren der nordöstlichen Verbindungskurve scheint mir mit S-Bahn-Trassierung (40 Promille, niedrigere Höhe) noch machbar.

Aus meiner Sicht stellt sich perspektivisch eher die Frage, wo man mit der S-Bahn am nördlichen Außenring überhaupt hin will. Sie zottelt dort Ewigkeiten über den Acker, nur um drei wenig frequentierte (einer davon m.W. der absolut am wengisten genutzte Bahnhof) Stationen anzubinden. Dafür hält man aber die ganze separate Infrastruktur vor. Dies dauerhaft - d.h. ohne den Sondereffekt aus Mauerzeiten - beizubehalten, würde eigentlich nur mit einer umfangreichen Neu-Bebauung entlang des Außenrings dort Sinn machen. Ansonsten wäre es m.E. langfristig sinnvoller, die drei besagten Halte zurück an die Fernbahngleise zu verlegen, durch Linienüberlagerung mindestens halbstündlich zu bedienen, und die S-Bahn-Gleise aufzugeben. Die Verkehrs- und Umsteigebeziehungen am Karower Kreuz würden sich dann automatisch ergeben, ohne aufwändige Brückenbauwerke in drei Ebenen und noch mehr Bahnsteige, Aufzüge usw.

Viele Grüße
André
Ja, da ist natürlich was dran. Wenn es aber der Wille der Planer und des Senates, also Auftraggeber, ist, die S75 durchzubinden - u.a. wegen des Betriebswerkes, dann kann man doch wieder nur sagen, dass man auf planerischer Seite wiedermal gekleckert anstatt geklotzt hat. Es wäre vieles einfacher, wenn bei der Planung des Kreuzes und Bahnhofs von Anfang an dieses Vorhaben mit einbezogen worden wäre. Man muss es ja nicht in einem Zug bauen, aber planen sollte man es schon im Zusammenhang. Auch die jetzigen Planungen basieren auf alten Plänen und Vorleistungen. Man kann sich also nicht darauf hinausreden, dass man seinerzeit nichts davon wusste.

Wer sagt denn, dass die ganze Gegend nicht perspektivisch vollständig bebaut wird? Wenn ersteinmal der Turmbahnhof da ist, dann gibt es einen Anreiz dafür.

Berlin krankt an Visionslosigkeit.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Berlin krankt an Visionslosigkeit.

Realisten nennen das Größenwahn. Haben die "Visionisten" nicht genug Geld für sinnfreie Vorleistungen verbrannt?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Das kann, man so auch nicht sagen. Ist Ansichtssache.

Es hängt sicher davon ab, wo das Bahnwerk hin soll. Aber sonst würde ich sagen, es ist einfacher den Seitenwechsel der S-Bahnstrecke noch östlich vom Karower Kreuz vorzunehmen, wo möglich in einem Tunnel und dann auf der Südseite das Karower Kreuz zu passieren. Das wäre wohl auch für Bahnsteige einfacher.

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.2020 15:28 von Heidekraut.
Zitat
Heidekraut
Das kann, man so auch nicht sagen. Ist Ansichtssache.

Es hängt sicher davon ab, wo das Bahnwerk hin soll. Aber sonst würde ich sagen, es ist einfacher den Seitenwechsel der S-Bahnstrecke noch östlich vom Karower Kreuz vorzunehmen, wo möglich in einem Tunnel und dann auf der Südseite das Karower Kreuz zu passieren. Das wäre wohl auch für Bahnsteige einfacher.

Nein, das ist nicht einfacher. Der blaue Strich ist da nicht grundlos in den Karten eingezeichnet und bei Google Maps gemäß der Kartierungszuordnung als Gewässer zu erkennen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Ich denke eher die Kurven sind auch auf dieser Seite, daher wohl wirklich nicht einfacher. Der Upstallgraben ist auf beiden Seiten zu überqueren, die Laake liegt weiter abseits und der Rübländergraben ist ebenfalls auf beiden Seiten vorhanden.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Jay
Zitat
Heidekraut
Das kann, man so auch nicht sagen. Ist Ansichtssache.

Es hängt sicher davon ab, wo das Bahnwerk hin soll. Aber sonst würde ich sagen, es ist einfacher den Seitenwechsel der S-Bahnstrecke noch östlich vom Karower Kreuz vorzunehmen, wo möglich in einem Tunnel und dann auf der Südseite das Karower Kreuz zu passieren. Das wäre wohl auch für Bahnsteige einfacher.

Nein, das ist nicht einfacher. Der blaue Strich ist da nicht grundlos in den Karten eingezeichnet und bei Google Maps gemäß der Kartierungszuordnung als Gewässer zu erkennen.

Na ja, Museumsinsel, Hbf (tief) und Friedrichstraße belegen schon, dass man auch in der Lage ist, Verkehrsstationen unter bzw. unterirdisch in unmittelbarer Nähe zu Fließgewässern zu realisieren, wenn man es planerisch für geboten hält.

Ob ein Überwerfungsbauwerk für die S75 in ca. 13m Höhe über sämtliche Gleise, Verbindungskurven und Fahrleitungen des Karower Kreuzes hinweg die gestalterisch bessere Lösung wäre, halte ich für sehr fraglich. Wie übrigens beide Varianten sinnvoll in den geplanten Umsteigebahnhof eingebunden werden sollen, sehe ich bisher auch nicht...

Viele Grüße
Arnd
Es ist sicher auf beiden Seiten aufwendig und es ist nicht einfach zu sagen, wo es besser ist. Gräben gibt es fast immer, hier auch auf beiden Seiten. Das sehe ich als das geringere Problem. Warten wir die Machbarkeitsstudie ab. Ich hätte es nur besser gefunden, dass man diese Studie respektive Planung bereits vor 10 Jahren gemacht hätte. Nicht unbedingt Vorleistungen, aber Vorplanungen sollten sein.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
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