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Neue Züge für die BVG
geschrieben von GraphXBerlin 
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Railroader
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Jay

Eben! Zur Erinnerung: Ihren Dienstwagen fuhr ihr Mann, während sie sich bei Bedarf im Fuhrpark bediente, wenn sie nicht den ÖPNV nutzte. An dieser Aufgabenteilung (Mann kümmert sich um die Kinder) ist natürlich grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen - dann aber mitte mit einem selbst finanzierten Kfz.

Weiß ich doch, sollte ja auch nur ein Spaß sein. Dewegen ja auch der Smiley dahinter. Was Frau Nikutta da gemacht hat, geht natürlich nicht und insgesamt habe ich nach den ganzen Postenverteilungen, Dienstwagenaffäre und Ausschreibungsumgehung auch einen nicht ganz unvereingenommenen Eindruck vom Gespann Nikutta/Pop.

Vermutlich wäre es dann wohl das beste, wenn Alstom nicht das beste Angebot abliefern würde und die Züge von einem anderen Hersteller gebaut würden. Alle anderen Fälle würden vor dem Richter landen und es wird vor 2025 nichts mit neuen Zügen. Vielleicht sollte man Alstom die neuen Straßenbahnen bauen lassen, da hat man noch etwas Luft für ein Klageverfahren.

Edit: Eh, da stand doch auch mal eine Fusion von Siemens Schienenfahrzeuge und Alstom im Raum. Also wäre Stadler der einzige unabhängige Hersteller? Oder machen die wieder eine Kooperation mit Siemens?

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2019 01:23 von Nemo.
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Nemo

Vermutlich wäre es dann wohl das beste, wenn Alstom nicht das beste Angebot abliefern würde und die Züge von einem anderen Hersteller gebaut würden. Alle anderen Fälle würden vor dem Richter landen und es wird vor 2025 nichts mit neuen Zügen. Vielleicht sollte man Alstom die neuen Straßenbahnen bauen lassen, da hat man noch etwas Luft für ein Klageverfahren.

Ich finde den "Vorwurf" in einem der Presseberichte, man würde bei den neuen Fahrzeugen eher aufs Geld achten und Innovation vernachlässigen, aus Fahrgastsicht eigentlich viel schlimmer. Am Ende ist es doch das, was mich als Fahrgast interessiert.
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Railroader
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Nemo

Vermutlich wäre es dann wohl das beste, wenn Alstom nicht das beste Angebot abliefern würde und die Züge von einem anderen Hersteller gebaut würden. Alle anderen Fälle würden vor dem Richter landen und es wird vor 2025 nichts mit neuen Zügen. Vielleicht sollte man Alstom die neuen Straßenbahnen bauen lassen, da hat man noch etwas Luft für ein Klageverfahren.

Ich finde den "Vorwurf" in einem der Presseberichte, man würde bei den neuen Fahrzeugen eher aufs Geld achten und Innovation vernachlässigen, aus Fahrgastsicht eigentlich viel schlimmer. Am Ende ist es doch das, was mich als Fahrgast interessiert.

Moment, das war doch keine Pressebericht, sondern eine hier im Forum geäußerte Vermutung? Ich finde den Beitrag leider nicht mehr, aber ich habe ihn auch gelesen. Um das genau zu beurteilen müsste man das Lastenheft sowie die definierten Zuschlagskriterien und ihre Gewichtung kennen. Das ist aber leider nicht öffentlich.
Korrektur, es war die BLZ, die sich auf anonyme Quellen berief:
Zitat

Wie berichtet, bewerben sich außer Alstom auch Bombardier/Siemens und Stadler um den U-Bahn-Auftrag, den die BVG möglichst noch vor der Sommerpause vergeben will. Beobachter monieren, dass bei der Vergabeentscheidung der Preis das mit Abstand wichtigste Kriterium sein soll. Die Qualität käme weit abgeschlagen an zweiter Stelle. „Folge wird sein, dass technische Innovation wohl nur eine geringe Rolle spielen wird“, so eine Einschätzung.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/bvg-streit--cdu-verlangt-verlaessliches-vergabeverfahren-fuer-neue-u-bahnen-31856306

Dass der Preis bei einer Vergabeentscheidung eine wichtige Rolle spielt, ist ja jedem klar. Kleiner Seitenhieb auf die S-Bahn: dass die BR 483/4 so teuer sind, liegt ja auch daran, dass der Lieferant schon von Anfang an von der DB gesetzt war, und sich dann zufällig ihr Angebot als das einzige übrig blieb. Hätte die DB die Züge ausgeschrieben, dann hätte sie sicherlich auch deren Preis drücken können. So verdienen DB und Stadler/Siemens ganz gut und reichen die Kosten an die Länder BB weiter. Also dass die 83/84er teuer werden, steht fest. Ob sie wirklich besser werden, müssen sie erst mal beweisen :P
Vielleicht kann Stadler sich ja jetzt auch leisen, U-Bahnen billig anzubieten, weil sie an den S-Bahnen so gut verdienen :D

OK, alles nicht ganz ernst gemeint.
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schallundrausch
Korrektur, es war die BLZ, die sich auf anonyme Quellen berief:

Danke dir, war auch gerade am Suchen, hatte es aber heute in der Zeitung gelesen.

Wenn du unter deinen Beitrag "nicht ganz ernst gemeint" schreibst, triffst du ja dennoch mit deinem zuvor Geschriebenen recht krasse Aussagen.

"dass die BR 483/4 so teuer sind, liegt ja auch daran, dass der Lieferant schon von Anfang an von der DB gesetzt war"

Und genau das müsstest du jetzt auch erklären oder mit Quellen belegen. Ich halte echt viel von dir und deinen Beiträgen, von daher bin ich gerade irritiert über diese Aussage. Kannst du das belegen?
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Railroader
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schallundrausch
Korrektur, es war die BLZ, die sich auf anonyme Quellen berief:

Danke dir, war auch gerade am Suchen, hatte es aber heute in der Zeitung gelesen.

Wenn du unter deinen Beitrag "nicht ganz ernst gemeint" schreibst, triffst du ja dennoch mit deinem zuvor Geschriebenen recht krasse Aussagen.

"dass die BR 483/4 so teuer sind, liegt ja auch daran, dass der Lieferant schon von Anfang an von der DB gesetzt war"

Und genau das müsstest du jetzt auch erklären oder mit Quellen belegen. Ich halte echt viel von dir und deinen Beiträgen, von daher bin ich gerade irritiert über diese Aussage. Kannst du das belegen?

Die Bieter auf die Verkehrsleistungen haben sich jeweils mit einem Hersteller auf den Auftrag beworben, deswegen wurden die Fahrzeuge streng genommen nicht öffentlich ausgeschrieben. Stadler/Siemens waren von Anfang an in dem DB-Angebot dabei. Deswegen war Bombardier auch so sauer und hat versucht - ich meine mit der RATP? - zu kooperieren. Die Wahl bestand ja dann nur zwischen den EVU, es war klar, dass wenn die DB zum Zug kommt, die Züge son Siemens/Stadler kommen.

Dass dadurch das Angebot teurer wurde kann ich natürlich nicht nachweisen. Das ist meine freie Interpretation. Aber nicht so ganz abwegig, oder?
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schallundrausch
Die Bieter auf die Verkehrsleistungen haben sich jeweils mit einem Hersteller auf den Auftrag beworben, deswegen wurden die Fahrzeuge streng genommen nicht öffentlich ausgeschrieben. Stadler/Siemens waren von Anfang an in dem DB-Angebot dabei.

Was meinst Du mit streng genommen? Meines Wissens ist Stadler/Siemens das Ergebnis einer bahnseitigen EU-weiten Ausschreibung für den Bau von S-Bahnfahrzeugen.

Gruß
Mike
Jay
Re: Neue Züge für die BVG
11.01.2019 09:56
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schallundrausch
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Railroader
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schallundrausch
Korrektur, es war die BLZ, die sich auf anonyme Quellen berief:

Danke dir, war auch gerade am Suchen, hatte es aber heute in der Zeitung gelesen.

Wenn du unter deinen Beitrag "nicht ganz ernst gemeint" schreibst, triffst du ja dennoch mit deinem zuvor Geschriebenen recht krasse Aussagen.

"dass die BR 483/4 so teuer sind, liegt ja auch daran, dass der Lieferant schon von Anfang an von der DB gesetzt war"

Und genau das müsstest du jetzt auch erklären oder mit Quellen belegen. Ich halte echt viel von dir und deinen Beiträgen, von daher bin ich gerade irritiert über diese Aussage. Kannst du das belegen?

Die Bieter auf die Verkehrsleistungen haben sich jeweils mit einem Hersteller auf den Auftrag beworben, deswegen wurden die Fahrzeuge streng genommen nicht öffentlich ausgeschrieben. Stadler/Siemens waren von Anfang an in dem DB-Angebot dabei. Deswegen war Bombardier auch so sauer und hat versucht - ich meine mit der RATP? - zu kooperieren. Die Wahl bestand ja dann nur zwischen den EVU, es war klar, dass wenn die DB zum Zug kommt, die Züge son Siemens/Stadler kommen.

Dass dadurch das Angebot teurer wurde kann ich natürlich nicht nachweisen. Das ist meine freie Interpretation. Aber nicht so ganz abwegig, oder?

Nein, der hohe Preis hat einen anderen Grund. Soweit ich mich erinnere, hatte die DB den Rahmenvertrag von 0 bis xxx Viertelzüge vorab ausgeschrieben. Der 483/484 hat aber ein dermaßen heftiges Lastenheft vom Aufgabenträger(!) bekommen, dass da bei jedem Hersteller ein sauteures Fahrzeug herausgekommen wäre. Hintergrund war der haftende Eindruck der Mängel an den Bestandsfahrzeugen, so dass quasi alles (teils mehrfach) redundant ausgelegt werden musste. Herausgekommen ist ein Fahrzeug, dass es eigentlich immer irgendwie schaffen muss selbstständig bei einem Schaden die Strecke zu räumen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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andre_de
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GraphXBerlin
Wie dort gesagt ist Nikutta nicht die Entscheidungsträgerin sondern der Vorstand.

*LOL* Nee, is klar. Was glaubst Du denn, wer normalerweise in einem Unternehmen einen Milliarden-schweren Vertrag unterschreibt? Der Sachbearbeiter Kalle Kruglowski?

Das Schlimme ist ja (und darum kocht es wohl auch in den Medien so hoch), dass ihr ein unsauberes Vorgehen grundsätzlich zugetraut wird, nach den ganzen Posten-Schiebereien, Neubesetzungen nach persönlichem Befinden, Dienstwagenaffäre usw.

André
In den Medien kocht gar nichts "hoch". Und was man ihr zutraut sind persönliche Vermutungen. Selbstverständlich ist es richtig, dass man bei diesen Tatsachen sehr genau hingucken muß. Aber ich halte sie nicht für so blöd, dass sie bei so einer Größenordnung ihren Stuhl auf Spiel setzt. Und auch wenn es am Ende ihre Unterschrift ist kann sie sich nicht einfach über den Vorstand hinwegsetzen. Selbst wenn sie es für die Klüngelei mit ihrem Bruder täte wäre es offensichtlich und nicht ohne Folgen.

P.S.: Bitte formuliere Deine Beiträge doch etwas sachlicher und stelle mich nicht als dumm dar. Danke.

NEU: Zielanzeigenverzeichnis 2018/2019 online: www.graphxberlin.de
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Nemo
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Railroader
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Jay

Eben! Zur Erinnerung: Ihren Dienstwagen fuhr ihr Mann, während sie sich bei Bedarf im Fuhrpark bediente, wenn sie nicht den ÖPNV nutzte. An dieser Aufgabenteilung (Mann kümmert sich um die Kinder) ist natürlich grundsätzlich überhaupt nichts auszusetzen - dann aber mitte mit einem selbst finanzierten Kfz.

Weiß ich doch, sollte ja auch nur ein Spaß sein. Dewegen ja auch der Smiley dahinter. Was Frau Nikutta da gemacht hat, geht natürlich nicht und insgesamt habe ich nach den ganzen Postenverteilungen, Dienstwagenaffäre und Ausschreibungsumgehung auch einen nicht ganz unvereingenommenen Eindruck vom Gespann Nikutta/Pop.

Vermutlich wäre es dann wohl das beste, wenn Alstom nicht das beste Angebot abliefern würde und die Züge von einem anderen Hersteller gebaut würden. Alle anderen Fälle würden vor dem Richter landen und es wird vor 2025 nichts mit neuen Zügen. Vielleicht sollte man Alstom die neuen Straßenbahnen bauen lassen, da hat man noch etwas Luft für ein Klageverfahren.

Edit: Eh, da stand doch auch mal eine Fusion von Siemens Schienenfahrzeuge und Alstom im Raum. Also wäre Stadler der einzige unabhängige Hersteller? Oder machen die wieder eine Kooperation mit Siemens?

Es werden doch weitere IK-Züge hergestellt und die J-Züge kommen voraussichtlich 2021/22. Daher werden bis 2025 höchstwahrscheinlich einige neue U-Bahnzüge in Dienst gestellt.
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GraphXBerlin
In den Medien kocht gar nichts "hoch". Und was man ihr zutraut sind persönliche Vermutungen. Selbstverständlich ist es richtig, dass man bei diesen Tatsachen sehr genau hingucken muß. Aber ich halte sie nicht für so blöd, dass sie bei so einer Größenordnung ihren Stuhl auf Spiel setzt. Und auch wenn es am Ende ihre Unterschrift ist kann sie sich nicht einfach über den Vorstand hinwegsetzen. Selbst wenn sie es für die Klüngelei mit ihrem Bruder täte wäre es offensichtlich und nicht ohne Folgen.

In allen Tageszeitungen wurde über den möglichen Interessenkonflikt der Familie Nikutta berichtet. Wenn Dir dafür das Wort "hochkochen" nicht gefällt, dann bittesehr.

Es geht auch nicht darum, dass sie direkt Einfluss auf die Vergabeentscheidung nehmen könnte. Sondern darum, dass sie als Vorstandsvorsitzende vorab Einblick in den internen Informationsfluss und Entscheidungsprozess haben wird, und darüber u.U. ein Wort beim Familien-Kaffeekränzchen verlieren könnte. Im Übrigen wurde der Sachverhalt erst durch die Medien in der Öffentlichkeit, und nicht durch eine proaktive Information durch die BVG. Welche Gegenmaßnahmen genau die BVG nun ergriffen hat, weiß man bis heute nicht.

Viele Grüße
André
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andre_de
Es geht auch nicht darum, dass sie direkt Einfluss auf die Vergabeentscheidung nehmen könnte. Sondern darum, dass sie als Vorstandsvorsitzende vorab Einblick in den internen Informationsfluss und Entscheidungsprozess haben wird, und darüber u.U. ein Wort beim Familien-Kaffeekränzchen verlieren könnte. Im Übrigen wurde der Sachverhalt erst durch die Medien in der Öffentlichkeit, und nicht durch eine proaktive Information durch die BVG. Welche Gegenmaßnahmen genau die BVG nun ergriffen hat, weiß man bis heute nicht.


Dieses unqualifizierte Rumgenöle gegen die BVG Chefin geht mir ziemlich auf den Geist. Wenn es irgendwelche sachlich begründete Argumente gegen sie gäbe, könnte man ja darüber diskutieren. Gibt es aber ganz offensichtlich nicht. Sonst hätte sie hier bestimmt schon mal einer genannt. Stattdessen immer nur Vernutungen, Verdächtigungen und unzutreffende Aussagen.

Ich habe hier mal willkürlich einen Artikel der angeblich so hochkochenden Presse angeklickt. Darin heisst es u.a.

Zitat
Der Tagesspiegel 10.01.2019
Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe, Ramona Pop (Grüne), sieht keinen Interessenkonflikt bei der BVG. Dass ihr Bruder Chef von Alstom geworden ist, habe Nikutta dem Aufsichtsrat 2017 mitgeteilt


So ähnlich hatte ich es auch schon beim RBB gehört. Das die Presse und der Bürger bei solch einer Konstellation mal nachfragt, ist völlig ok. Die Antworten zu ignorieren, finde ich absolut nicht ok. Im Übrigen ist der Umstand auch der Öffentlichkeit nicht erst jetzt bekannt geworden. Kann mich zumindest dunkel daran erinnern, dass hier im Forum schon letztes Jahr beim Test des Alstom Aptis Ebusses darüber geschrieben wurde.

Dass man im familiären und bekanntschaftlichen Umfeld nicht über alle dienstlichen Dinge reden darf, gilt im Übrigen für sehr viele Familien in Deutschland. Warum sollte man dieses Vertrauen ausgerechnet der Familie Nikutta nicht entgegnbringen?


Gruß
Micha

Zitat
andre_de
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GraphXBerlin
In den Medien kocht gar nichts "hoch". Und was man ihr zutraut sind persönliche Vermutungen. Selbstverständlich ist es richtig, dass man bei diesen Tatsachen sehr genau hingucken muß. Aber ich halte sie nicht für so blöd, dass sie bei so einer Größenordnung ihren Stuhl auf Spiel setzt. Und auch wenn es am Ende ihre Unterschrift ist kann sie sich nicht einfach über den Vorstand hinwegsetzen. Selbst wenn sie es für die Klüngelei mit ihrem Bruder täte wäre es offensichtlich und nicht ohne Folgen.

In allen Tageszeitungen wurde über den möglichen Interessenkonflikt der Familie Nikutta berichtet. Wenn Dir dafür das Wort "hochkochen" nicht gefällt, dann bittesehr.

Es geht auch nicht darum, dass sie direkt Einfluss auf die Vergabeentscheidung nehmen könnte. Sondern darum, dass sie als Vorstandsvorsitzende vorab Einblick in den internen Informationsfluss und Entscheidungsprozess haben wird, und darüber u.U. ein Wort beim Familien-Kaffeekränzchen verlieren könnte. Im Übrigen wurde der Sachverhalt erst durch die Medien in der Öffentlichkeit, und nicht durch eine proaktive Information durch die BVG. Welche Gegenmaßnahmen genau die BVG nun ergriffen hat, weiß man bis heute nicht.

Diejenigen, die es betrifft und etwas angeht, wissen es aber offensichtlich schon seit 2017 und da Vergabeverfahren nicht auf dem Alex oder Breitscheidplatz abgewickelt werden, sondern zwischen Auftraggebern und Bietern, muss die BVG auch außer denselben niemanden "proaktiv" über interne Abläufe und involvierte Personen informieren - sie dürfte es auch nur sehr eingeschränkt, weil sich sonst ja andere Möglichkeiten der Einflussnahme eröffneten...

Gehe bitte davon aus, dass gerade die BVG selbst bei der derzeitigen Fahrzeugsituation das größte Interesse am zügigen Abschluss dieser Vergabe hat.

Viele Grüße
Arnd
Zum Thema Interessenkonflikt kann man m.E. Frau Dr. Nikutta nichts vorwerfen, wenn Sie die Tatsache, dass ihr Bruder Deutschland-Chef von Alstom wurde, dem Aufsichtsrat unverzüglich mitgeteilt hätte. Wichtig wäre m.E. die angemessene richtige Reaktion des Aufsichtsrats gewesen. Dieser hätte dafür sorgen müssen, dass auf der Vergabeseite (also der BVG-Seite) niemand mit dem Vorgang befasst ist, der Interessenkonflikte hat. Ob man dies löst, in dem man ein anderes Vorstandsmitglied BVG-seitig dafür für zuständig erklärt oder sich besser gleich einen anderen Vorstanschef und Betriebsvorstand sucht, läge in der Verantwortung des BVG-AR. Angesichts der Bedeutung des Auftrags für die BVG hielte ich letzteres für den geeigneten Weg.
@Jay und Mike - danke für die Richtigstellung bzgl. der 483-Beschaffung!
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Arnd Hellinger
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andre_de
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GraphXBerlin
In den Medien kocht gar nichts "hoch". Und was man ihr zutraut sind persönliche Vermutungen. Selbstverständlich ist es richtig, dass man bei diesen Tatsachen sehr genau hingucken muß. Aber ich halte sie nicht für so blöd, dass sie bei so einer Größenordnung ihren Stuhl auf Spiel setzt. Und auch wenn es am Ende ihre Unterschrift ist kann sie sich nicht einfach über den Vorstand hinwegsetzen. Selbst wenn sie es für die Klüngelei mit ihrem Bruder täte wäre es offensichtlich und nicht ohne Folgen.

In allen Tageszeitungen wurde über den möglichen Interessenkonflikt der Familie Nikutta berichtet. Wenn Dir dafür das Wort "hochkochen" nicht gefällt, dann bittesehr.

Es geht auch nicht darum, dass sie direkt Einfluss auf die Vergabeentscheidung nehmen könnte. Sondern darum, dass sie als Vorstandsvorsitzende vorab Einblick in den internen Informationsfluss und Entscheidungsprozess haben wird, und darüber u.U. ein Wort beim Familien-Kaffeekränzchen verlieren könnte. Im Übrigen wurde der Sachverhalt erst durch die Medien in der Öffentlichkeit, und nicht durch eine proaktive Information durch die BVG. Welche Gegenmaßnahmen genau die BVG nun ergriffen hat, weiß man bis heute nicht.

Gehe bitte davon aus, dass gerade die BVG selbst bei der derzeitigen Fahrzeugsituation das größte Interesse am zügigen Abschluss dieser Vergabe hat.

Ja, davon gehe ich auch aus. Schon in unser aller Interesse, damit es zumindest in ein paar Jahren (!) dann endlich wieder besser wird im U-Bahn-Betrieb. Dieses naheliegende Eigeninteresse hatte die BVG allerdings auch schon bei der "Großprofil-IK"-Bestellung, die sie dann durch Formfehler trotzdem vor die Wand gesetzt hat. Das ist meine Sorge hier, dass man durch Formfehler erneut angreifbar wird und sich wieder alles um Ewigkeiten verzögert.

Im Übrigen war mein zitierter Post oben lediglich dazu gedacht, in Richtung GraphXBerlin die indirekte Einflussmöglichkeit zu erläutern, jedoch nicht, eine solche Absicht irgendwem zu unterstellen. Alleine die Möglichkeit ist das, was am Ende wieder zu Klagen führt.

Viele Grüße
André
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andre_de


Im Übrigen war mein zitierter Post oben lediglich dazu gedacht, in Richtung GraphXBerlin die indirekte Einflussmöglichkeit zu erläutern, jedoch nicht, eine solche Absicht irgendwem zu unterstellen. Alleine die Möglichkeit ist das, was am Ende wieder zu Klagen führt.

'Armchair experts' wieder. Entweder du stehst zu was du geschrieben hast, oder schriebe es erstmal nicht.

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.01.2019 14:35 von IsarSteve.
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schallundrausch
Korrektur, es war die BLZ, die sich auf anonyme Quellen berief:
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Wie berichtet, bewerben sich außer Alstom auch Bombardier/Siemens und Stadler um den U-Bahn-Auftrag, den die BVG möglichst noch vor der Sommerpause vergeben will. Beobachter monieren, dass bei der Vergabeentscheidung der Preis das mit Abstand wichtigste Kriterium sein soll. Die Qualität käme weit abgeschlagen an zweiter Stelle. „Folge wird sein, dass technische Innovation wohl nur eine geringe Rolle spielen wird“, so eine Einschätzung.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/bvg-streit--cdu-verlangt-verlaessliches-vergabeverfahren-fuer-neue-u-bahnen-31856306

Dass der Preis bei einer Vergabeentscheidung eine wichtige Rolle spielt, ist ja jedem klar. Kleiner Seitenhieb auf die S-Bahn: dass die BR 483/4 so teuer sind, liegt ja auch daran, dass der Lieferant schon von Anfang an von der DB gesetzt war, und sich dann zufällig ihr Angebot als das einzige übrig blieb. Hätte die DB die Züge ausgeschrieben, dann hätte sie sicherlich auch deren Preis drücken können. So verdienen DB und Stadler/Siemens ganz gut und reichen die Kosten an die Länder BB weiter. Also dass die 83/84er teuer werden, steht fest. Ob sie wirklich besser werden, müssen sie erst mal beweisen :P
Vielleicht kann Stadler sich ja jetzt auch leisen, U-Bahnen billig anzubieten, weil sie an den S-Bahnen so gut verdienen :D

OK, alles nicht ganz ernst gemeint.


Aber mal ernst gemeint gefragt:

Hätte Stadler überhaupt die Kapazität, den U-Bahn Auftrag parallel zu den 483/84 zu erledigen? In der Tat sollten sich bei Kombination der beiden Aufträge ja deutliche Mengen-Vorteile im Einkauf erzielen lassen ... Daher zielt meine Frage darauf: Wie viel Output schafft Stadler eigentlich pro Monat und wo ist das Limit?
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Balu der Bär
Aber mal ernst gemeint gefragt:

Hätte Stadler überhaupt die Kapazität, den U-Bahn Auftrag parallel zu den 483/84 zu erledigen? In der Tat sollten sich bei Kombination der beiden Aufträge ja deutliche Mengen-Vorteile im Einkauf erzielen lassen ... Daher zielt meine Frage darauf: Wie viel Output schafft Stadler eigentlich pro Monat und wo ist das Limit?

Bei Stadler gehen jährlich Bestellungen über mehrere Mrd. Schweizerfranken ein und die Firma fertigt in verschiedenen Ländern Europas.
Da kannst du unbesorgt sein.
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andre_de
In allen Tageszeitungen wurde über den möglichen Interessenkonflikt der Familie Nikutta berichtet. Wenn Dir dafür das Wort "hochkochen" nicht gefällt, dann bittesehr.
Es ist natürlich ein sehr interessantes Thema das ganz normal in allen Medien Verbreitung fand. Aber da ist nichts "hochgekocht" im Sinne es wäre ein Skandal und steigert sich. Schon ein Tag später war Trump mit seiner Mauer wieder interessanter ;-)

NEU: Zielanzeigenverzeichnis 2018/2019 online: www.graphxberlin.de
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