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Aktionsradius der BR 480 vor dem 9.11.1989
geschrieben von Nicolas Jost 
Hallo allerseits,

auf Youtube bin ich zufällig auf diesen PR-Film von 1987 zur Auslieferung der ersten Fahrzeuge der Baureihe 480 an die Berliner Verkehrsbetriebe gestoßen.

Aufnahmen aus dieser Zeit zeigen die Fahrzeuge meist auf der S1 (damals Wannsee - Anhalter Bahnhof), gelegentlich auch mal auf der verkürzten S3 zwischen Wannsee und dem Bahnhof Zoo.
Im Film wird betont, dass man explizit daran gedacht hat, die Fahrzeuge auch auf den im Ostteil verlaufenden Streckenabschnitten einsetzen zu können. Damit sind sicherlich ausschließlich der Nordsüdtunnel und der Abschnitt Lehrter Stadtbahnhof - Friedrichstraße gemeint.

Fragen dazu: Weiß jemand, ob es vor dem Fall der Mauer respektive dem Beitritt der DDR zum Einsatz der Baureihe 480 nördlich des Anhalter Bahnhofs kam?
Und gab es konkrete Pläne, das DR-Personal, das die BVG-Züge von Lehrter Stadtbahnhof bis Friedrichstraße und retour steuerte, für die neuen BVG-Züge auszubilden?

Dass ein 480er vor dem Mauerfall den Bahnhof Friedrichstraße erreicht hat, darf sicher als ausgeschlossen gelten(?)

Danke für alle Informationen,
Nic
Zitat aus [www.stadtschnellbahn-berlin.de]
"Die Auslieferung der ersten Serie begann am 24. Oktober 1990 mit 480 005/505" ...
Damit reden wir hier von den Prototypen.

Zumindest für den Bahnhof Tegel schreibt [www.kremmener-bahn.net]
"Ab 1986 kehrte die S-Bahn wieder nach Tegel zurück, wenn auch nur für Probefahrten"

Bäderbahn
Im Fahrgasteinsatz kenne ich die BVG Prototypen nur von der S1 Wannsee - Anhalter Bahnhof.

Im Bahnhof Tegel gab es nur das Gleis von Schönholz und auch nur für Inbetriebnahme- und Testfahrten für die Züge die bei der damals noch vorhandenen Waggon Union generalüberholt bzw. neu gebaut wurden.
Zumindest sind die 480 Vorserienzüge als Betriebsfahrt durch den Nordsüd Tunnel gefahren.
Zitat
Nicolas Jost

Fragen dazu: Weiß jemand, ob es vor dem Fall der Mauer respektive dem Beitritt der DDR zum Einsatz der Baureihe 480 nördlich des Anhalter Bahnhofs kam?
Nic

Im August 1989 wurde wegen Bauarbeiten auf der Linie S2 die Linie S1 über Anhalter Bahnhof nach Frohnau geführt. Dadurch kamen dann auch die Prototypen der BR480 erstmals bis nach Frohnau.

Zitat
Nicolas Jost
Und gab es konkrete Pläne, das DR-Personal, das die BVG-Züge von Lehrter Stadtbahnhof bis Friedrichstraße und retour steuerte, für die neuen BVG-Züge auszubilden?
Nic

Damit hätte man sich wahrscheinlich erst ca. ab Mitte der 1990er Jahre beschäftigen müssen, wenn für die BVG der vollständige Ersatz der Altbauzüge durch die BR480 anstand.
Zitat
speedwings
Im August 1989 wurde wegen Bauarbeiten auf der Linie S2 die Linie S1 über Anhalter Bahnhof nach Frohnau geführt. Dadurch kamen dann auch die Prototypen der BR480 erstmals bis nach Frohnau.

Was ja dann bedeuten würde, dass

Zitat
Nicolas Jost
Dass ein 480er vor dem Mauerfall den Bahnhof Friedrichstraße erreicht hat, darf sicher als ausgeschlossen gelten(?)

nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern als sicher gelten dürfte? ;-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2019 21:15 von fatabbot.
Wie 480er waren denn eigentlich ursprünglich bestellt worden?
Zitat
PassusDuriusculus
Wie 480er waren denn eigentlich ursprünglich bestellt worden?

Neben den 4 Prototypen bestellte die BVG eine 1. Serie von 41 Viertelzügen und beabsichtigte 1991 eine 2. Serie von 86 Viertelzügen zu bestellen.

Quelle: Das Buch "Typisch Berlin - Ein BVG-Porträt" Herausgegeben von der BVG im Jahre 1987 - Seite 150



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2019 21:38 von speedwings.
Wie sind denn die Zügen angeliefert worden? Sind die nicht schon bei der Anlieferung durch bzw. unter Ostberlin gefahren?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Das ist ein gutes Argument, die Anlieferung per Tieflader nach Kohlhasenbrück dürfte kaum praktibal gewesen sein.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2019 22:10 von Nicolas Jost.
Hier sieht man einem Filmausschnitt vom Ersteinsatz der BR480 Prototypen nach Frohnau: [vimeo.com] ab Minute "47:00"
(in diesem Film wird allerdings September 1989 genannt während in einem Buch über die BR480 der August 1989 angegeben ist)
Per Tieflader von Tegel nach Wannsee, oder von Tegel durch den Nord Süd Tunnel nach Wannsee wären Varianten der Überführung gewesen.
Zitat
speedwings
Zitat
Nicolas Jost

Fragen dazu: Weiß jemand, ob es vor dem Fall der Mauer respektive dem Beitritt der DDR zum Einsatz der Baureihe 480 nördlich des Anhalter Bahnhofs kam?
Nic

Im August 1989 wurde wegen Bauarbeiten auf der Linie S2 die Linie S1 über Anhalter Bahnhof nach Frohnau geführt. Dadurch kamen dann auch die Prototypen der BR480 erstmals bis nach Frohnau.

Die S1 fuhr erst im Jahr 1990 erstmals nach Frohnau. Vorher war es die S2. Siehe [www.bahninfo-forum.de] und die vorige Seite davon.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.2019 23:29 von Henning.
Zitat
Sasukefan86
Per Tieflader von Tegel nach Wannsee, oder von Tegel durch den Nord Süd Tunnel nach Wannsee wären Varianten der Überführung gewesen.

Warum nicht mit Diesellok Tegel - Schönholz - Gesundbrunnen - Innenring (Jungfernheide) - Grunewald - Wannsee?

Bäderbahn
Wozu der Aufwand? Rechtlich gehörten auch die Gleisanlagen in den Westsektoren zur Deutschen Reichsbahn.
Die Bahn- und Gleisanlagen in Berlin(West) haben niemals der Deutschen Reichsbahn der DDR gehört, sie hatte lediglich die Betriebsrechte und diese für die S-Bahn zum 09.01.1984 und nach Zustimmung der Alliierten an die BVG abgetreten.
Zitat
Sasukefan86
Per Tieflader von Tegel nach Wannsee, oder von Tegel durch den Nord Süd Tunnel nach Wannsee wären Varianten der Überführung gewesen.

Und in Wannsee wolltest Du die Züge wo genau abladen? Zum S-Bw gibt es keine Straßenzufahrt und erst recht keine, die für solche Transporte geeignet wäre. Wenn nicht durch den Tunnel, wird man sie also mittels Diesellok und Schutzwagen über Güter-/Ferngleise überführt haben - hat man mit WU-Produkten für die Bundesbahn (420...) ja auch getan.

Viele Grüße
Arnd
Zitat
VvJ-Ente
Wozu der Aufwand? Rechtlich gehörten auch die Gleisanlagen in den Westsektoren zur Deutschen Reichsbahn.

Das war die Lesart derer, die ihrem Teil Berlins in amtlichen Publikationen den Beinamen "Hauptstadt der DDR" verliehen...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
VvJ-Ente
Wozu der Aufwand? Rechtlich gehörten auch die Gleisanlagen in den Westsektoren zur Deutschen Reichsbahn.

Das war die Lesart derer, die ihrem Teil Berlins in amtlichen Publikationen den Beinamen "Hauptstadt der DDR" verliehen...

Und du bist da anderer Ansicht? Und kannst das belegen?
Zitat
Havelländer
Die Bahn- und Gleisanlagen in Berlin(West) haben niemals der Deutschen Reichsbahn der DDR gehört, sie hatte lediglich die Betriebsrechte und diese für die S-Bahn zum 09.01.1984 und nach Zustimmung der Alliierten an die BVG abgetreten.

Und wem haben sie dann gehört, im eigentumsrechtlichen Sinne?
Zitat
Bäderbahn
Warum nicht mit Diesellok Tegel - Schönholz - Gesundbrunnen - Innenring (Jungfernheide) - Grunewald - Wannsee?

Fast richtig. Die Züge verließen das Werk Richtung Gbf. Reinickendorf. Von dort ging es (meistens im Schlepp einer DR 106) über Schönholz, Gesundbrunnen, Jungfernheide, Charlottenburg Gbf und Grunewald nach Wannsee.
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