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Verschrottung von U-Bahnwagen ab Januar 2019
geschrieben von IsarSteve 
Ex-Kurzmeldungen Januar 2019
Zitat
Ubahnschiller
Ich weiß nun nicht genau, ob es sich lohnt zum langsam wieder aktuell werdenden Thema ,Verschrottung von U-Bahnwagen' einen eigenen Thread aufzumachen...daher nur so viel: aktuell stehen die F79-Einheiten 2670 und 2688 bei Alba in Königs Wusterhausen und werden wohl diese oder nächste Woche zerlegt. Diesen Weg sind zuletzt die Einheiten 2640 und 2644 gegangen. Als nächstes folgen wahrscheinlich die einzelnen Wagen 750 und 789, die abholbereit im Bw Friedrichsfelde stehen.

Das wäre gut. Ich habe einen Anfang gemacht.

IsarSteve
Ist es geplant, jeweils einen der F79-Untertypen für die Nachwelt beizubehalten?

2668, oder 2660 bereits abgestellt, wäre vielleicht gute Kandidaten?

IsarSteve
Hier Bilder zu den erwähnten Einheiten 2670 und 2688.


Da blutet einem so richtig das Herz.
Zitat
IsarSteve
Ist es geplant, jeweils einen der F79-Untertypen für die Nachwelt beizubehalten?

2668, oder 2660 bereits abgestellt, wäre vielleicht gute Kandidaten?

Nein, ist nichts geplant. Die beiden sind dazu ebenfalls wegen irreparabler Schäden ausgemustert wie auch die anderen damaligen U55-Einheiten. Warum soll man dann so einen aufheben? Wofür?
Bei den Bildern von Drehscheibe-online muß ich ja irgendwie lachen. Waren die Sprayer tatsächlich so blöde abgestellte Wagen in Berlin (oder KW?) noch hingebungsvoll zu besprühen? Dürften ja nicht viele gesehen haben (was ja der Sinn wäre) Glaube kaum, dass die so zuletzt im Netz waren.

Zitat
Flexist
Da blutet einem so richtig das Herz.
Ja, das ist eigentlich bei jedem alten Verkehrsmittel so, egal welche Fahrzeugart. Sind sie im Einsatz ist es nichts besonderes. Sieht man sie bei der Verschrottung oder ist irgendeine Baureihe völlig weg vermisst man sie... ;-)

NEU: Zielanzeigenverzeichnis 2018/2019 online: www.graphxberlin.de
Sprayer besprühen alle möglichen Fahrzeuge. Ob die Wagen zur Verschrottung stehen, dürfte für denen egal sein.
Zitat
GraphXBerlin
Bei den Bildern von Drehscheibe-online muß ich ja irgendwie lachen. Waren die Sprayer tatsächlich so blöde abgestellte Wagen in Berlin (oder KW?) noch hingebungsvoll zu besprühen?

Es wird grundsätzlich alles beschmiert, was auf Schienen steht, einschließlich akribisch restaurierter Museumsfahrzeuge.
Alle anderen U-Bahnwagen würden inzwischen längst vollständig bunt sein, wenn sie nicht nach jedem Angriff aufwändig gereinigt würden.

Im Fall von Schrottfahrzeugen ist wenigstens kein Schaden entstanden ...

so long

Mario
Gibt es zu den Schrottfahrzeugen auch eine Übersichtsliste?
Inwiefern irreparabel in Zeiten des akuten Wagenmangels? Kein Weg oder kein Wille?


Zitat
der weiße bim

Im Fall von Schrottfahrzeugen ist wenigstens kein Schaden entstanden ...

Und ob da ein Schaden entstanden ist: Solange diese Schmierer straffrei herumhüpfen können, wie sie lustig sind, egal ob gesperrtes Gelände oder nicht, entsteht weiter Schaden an unserem sog. Rechtstaat, der postuliert, er würde Recht und Ordnung walten lassen.


D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Zitat
Stahldora
Inwiefern irreparabel in Zeiten des akuten Wagenmangels? Kein Weg oder kein Wille?

Kein Weg. Ist der Rahmen gerissen oder irgendwelche tragenden Teile bzw lässt sich derartiges auch nicht mehr schweißen, gehts nicht anders.
Zitat
Ubahnschiller
Zitat
Stahldora
Inwiefern irreparabel in Zeiten des akuten Wagenmangels? Kein Weg oder kein Wille?

Kein Weg. Ist der Rahmen gerissen oder irgendwelche tragenden Teile bzw lässt sich derartiges auch nicht mehr schweißen, gehts nicht anders.

Ich frage echt nur aus laienhafter Unwissenheit: Warum lässt sich so was nicht schweißen, ggf. mit Verstärkung?

Edit. Die Potsdamer Combini hatten ja damals auch sehr rissige Wagenkästen und so weit ich weiß, fahren sie inzwischen trotzdem alle wieder.


D

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2019 19:01 von Stahldora.
Einen der neuen S-Bahn-Züge (484) haben die Sprayer leider auch schon erwischt. Vorhin beim Hersteller stehen sehen.

André
Zitat
Stahldora
Ich frage echt nur aus laienhafter Unwissenheit: Warum lässt sich so was nicht schweißen, ggf. mit Verstärkung?

Die Wagen ließen sich bestimmt aufarbeiten, nur wenn dabei Kosten und Aufwand entstehen die einem Neubau gleich kommen aber bei weit geringerer Haltbarkeit nach der Generalreparatur, dann überlegt man sich das zurecht und spart die Kohle lieber für echte Neubauten auf.
Zitat
Ubahnschiller
Zitat
Stahldora
Inwiefern irreparabel in Zeiten des akuten Wagenmangels? Kein Weg oder kein Wille?

Kein Weg. Ist der Rahmen gerissen oder irgendwelche tragenden Teile bzw lässt sich derartiges auch nicht mehr schweißen, gehts nicht anders.

Die Gutachten, die dazu rund um den Rechtsstreit öffentlich wurden, haben keine derartigen Schäden deklariert, sondern nur die Möglichkeit benannt, wenn nach einer Reparatur die reparierte Stelle erneut schadhaft würde. Die Wagen sind also ein sogenannter wirtschaftlicher Totalschaden, da keine Fachfirma garantieren wollte, dass die Wagen nach der Reparatur eine Zeit x lang halten. Somit ist die Reparatur wirtschaftlich nicht darstellbar.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Ubahnschiller
Zitat
Stahldora
Inwiefern irreparabel in Zeiten des akuten Wagenmangels? Kein Weg oder kein Wille?

Kein Weg. Ist der Rahmen gerissen oder irgendwelche tragenden Teile bzw lässt sich derartiges auch nicht mehr schweißen, gehts nicht anders.

Die Gutachten, die dazu rund um den Rechtsstreit öffentlich wurden, haben keine derartigen Schäden deklariert, sondern nur die Möglichkeit benannt, wenn nach einer Reparatur die reparierte Stelle erneut schadhaft würde. Die Wagen sind also ein sogenannter wirtschaftlicher Totalschaden, da keine Fachfirma garantieren wollte, dass die Wagen nach der Reparatur eine Zeit x lang halten. Somit ist die Reparatur wirtschaftlich nicht darstellbar.

Das ist, denke ich, der Punkt. Schweißen kann man das sicherlich, rein aus technischer Sicht. Die Frage ist, ob danach ein Gutachter seinen Stempel drunter macht, dass es dauerhaft hält, und nicht nach kurzer Zeit direkt neben der aufgeschweißten Verstärkung sofort wieder reißt. Immerhin geht es im tragende Bauteile, da gibt's wohl keine "Graubereiche".

Viele Grüße
André
Zitat
Havelländer
Zitat
Stahldora
Ich frage echt nur aus laienhafter Unwissenheit: Warum lässt sich so was nicht schweißen, ggf. mit Verstärkung?

Die Wagen ließen sich bestimmt aufarbeiten, nur wenn dabei Kosten und Aufwand entstehen die einem Neubau gleich kommen aber bei weit geringerer Haltbarkeit nach der Generalreparatur, dann überlegt man sich das zurecht und spart die Kohle lieber für echte Neubauten auf.

... Neubauten gibt's aber nicht von der Stange. Da musst du die lange Testphase mit einkalkulieren und im ungünstigsten Fall verzögert sich die Inbetriebnahme dann wieder um einige Jahre (wieder Combino, Talent, Kiss ...)

Zitat
Jay
Die Wagen sind also ein sogenannter wirtschaftlicher Totalschaden, da keine Fachfirma garantieren wollte, dass die Wagen nach der Reparatur eine Zeit x lang halten. Somit ist die Reparatur wirtschaftlich nicht darstellbar.

Da stellt sich mir dank gesunden Misstrauens doch die Frage, weshalb zu Ost-Zeiten™ (wo ja der Mangel an allem, auch an Neufahrzeugen quasi Tagesgeschäft war) man Lösungen gefunden hat, heute aber meist nicht. Nicht, dass ich die DDR als leuchtendes Beispiel vorführen will, immerhin wurde die gesamte Infrastruktur auf Verschleiß gefahren und das sicher nicht ausschließlich freiwillig. Aber auf der anderen Seite scheint man heute nur noch Neubau, Neukauf und Neu-Erfindung zu kennen, statt bei Bewährtem zu bleiben. Und wenn für das Geld Dinge angeschafft werden, die in dem Maße oder in der Ausarbeitung nicht nachvollziehbar sind für die tägliche Fahrpraxis, dann gerät man doch ins Grübeln.

Das bezieht jetzt nicht nur die F79-Ausmusterung mit ein, sondern soll generell mal kritisch die Ausmusterung von Fahrzeugen hinterfragen, oftmals schon nach 10-15 Jahren (zumindest im Busverkehr), nur weil sich jemand plötzlich neue Grundvoraussetzungen ausgedacht hat (Euro-V-Norm, neue Türsignale etc.). Ich bezweifle einfach, dass die Notwendigkeit immer so groß ist, wie es einem vorgemacht wird*, was andererseits keine Kampfansage gegen jede Art von Neubeschaffung sein soll. Die Wahrheit wird sich irgendwo in der Mitte finden, schätze ich.

D

*Die Baureihen 480/485 sollte ursprl. nach der Fußball-WM 2006 ausgemustert werden. Heute fahren die meisten Wagen seit damals immer noch. Natürlich brauchte es eine Aufarbeitung (v.a. bei den Böden der 485) - aber es hat geklappt. Damals hat uns die DB noch weis zu machen versucht, es ginge nicht anders. Heute wird wohl kaum noch ernsthaft jemand leugnen, dass nicht das Ende der Lebensdauer der Baureihen erreicht war, sondern nur das Ende der verantwortungsvollen Kapazitätenerhaltung und der Anfang von Profitgier.

In Bus und Bahn offenbaren sich die sozialen Abgründe unserer Mitbürger.
Zitat
Flexist
Da blutet einem so richtig das Herz.

Die Regeleinsatzzeit eines Zuges beträgt normalerweise 30 bis 40 Jahre. Es ist daher überhaupt kein Wunder, dass die F79 jetzt so viele Risse haben und Richtung Schrottplatz gehen. Warum sollte einem das Herz deswegen bluten?
Zitat
andre_de
Einen der neuen S-Bahn-Züge (484) haben die Sprayer leider auch schon erwischt. Vorhin beim Hersteller stehen sehen.

André

Wieviele Hz der Baureihe 484 sind inzwischen schon fertiggestellt?
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