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S3 mit mehr Zügen ab 12/19
geschrieben von phönix 
Die Berliner Zeitung berichtet.
[www.berliner-zeitung.de]
Ich würde mich zwar freuen, aber mir fehlt noch der Glaube. Wo soll das Zugmaterial herkommen?

Mit besten Grüßen

phönix
Dazu (auch zu den Kommentaren im Nachbarthread)

1.) Finde ich einerseits legitim zu fragen, ob sich die 4 Minuten lohnen, aber auch so genau zu fragen, wen es stört, wenn in Wuhlheide oder Betriebsbahnhof Rummelsburg Züge durchfahren ^^


2.) Wenn die Express-Züge vor der Verstärkerzuggruppe fährt, können die ja auch mal(!) mit 6-Wagen-Zügen fahren


3.) In Ostbahnhof sollen dann also im BV 4 Zuggruppen enden...
Zitat
PassusDuriusculus
Dazu (auch zu den Kommentaren im Nachbarthread)

1.) Finde ich einerseits legitim zu fragen, ob sich die 4 Minuten lohnen, aber auch so genau zu fragen, wen es stört, wenn in Wuhlheide oder Betriebsbahnhof Rummelsburg Züge durchfahren ^^

.

Ich falle mir selbst sofort ein, könnte aber wohl damit leben.

Grüße
Ich frage mich, für wen man diese Express-S-Bahn anbietet? Es bringt ja nur etwas, wenn man auch Anschlüsse von anderen Linien im Zulauf organisiert, beispielsweise von der und auf die 88. Ansonsten wäre es nur eine zufällige Reisezeitverkürzung. Fahrzeuge würde man durch das Auslassen der Halte vermutlich nicht einsparen. Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass man versucht das S-Bahnsystem zu beschleunigen. Vielleicht kommt man ja zukünftig noch auf ganz andere Betriebsformen.

Express-S-Bahnen erscheinen mir eher bei langen Außenstrecken sinnvoll. Beispielsweise Nauen-Strausberg Nord.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Express-S-Bahnen erscheinen mir eher bei langen Außenstrecken sinnvoll. Beispielsweise Nauen-Strausberg Nord.

Unabhängig davon, das Nauen nicht einmal einen S-Bahn Anschluss hat: wie sollte auf einer solch langen Strecke ein Expressbetrieb funktionieren, da keinerlei Überholmöglichkeit im S-Bahn Netz besteht?

Mit besten Grüßen

phönix
Zitat
Nemo
Ich frage mich, für wen man diese Express-S-Bahn anbietet? Es bringt ja nur etwas, wenn man auch Anschlüsse von anderen Linien im Zulauf organisiert, beispielsweise von der und auf die 88. Ansonsten wäre es nur eine zufällige Reisezeitverkürzung. Fahrzeuge würde man durch das Auslassen der Halte vermutlich nicht einsparen. Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass man versucht das S-Bahnsystem zu beschleunigen. Vielleicht kommt man ja zukünftig noch auf ganz andere Betriebsformen.

Express-S-Bahnen erscheinen mir eher bei langen Außenstrecken sinnvoll. Beispielsweise Nauen-Strausberg Nord.

1. Man entlastet eine der beiden Zuggruppen von und nach Erkner: "Überpünktliche" stadteinwärtige Fahrgäste können kurz vor einem Zug aus Erkner losfahren und erreichen (wenn alles klappt) einen "Ringzug" (oder eine U 1/3) früher, der Ring wird in der HVZ ja alle 5 Minuten bedient.

Stadtauswärts ergeben sich zusätzliche "schlanke" Anschlüsse vom Ring, die z.B. die zahlreichen "fußläufigen" Fahrgäste in Friedrichshagen erfreuen dürften. Außerdem gibt es ja nicht nur pünktliche Straßenbahnen - mit den "Durchläuferzügen" mag es gelegentlich gelingen, mal eine "frühere" Tram zu bekommen.

2. Die Fahrgäste von den anderen (ausgelassenen) Bahnhöfen profitieren indirekt wegen der Reduzierung der für den Fahrgastwechsel erforderlichen Zeiten durch die Entlastungszüge in den nachfragestärksten Bahnhöfen. Außerdem erhöht sich durch die zusätzliche Kapazität (zehn statt acht Viertelzüge in 20 Minuten) natürlich die Chance auf einen der beliebten Sitzplätze.

3. Außerdem sollte man den psychologischen Effekt der - wenn auch auf 2 - 4 Minuten begrenzten - Fahrzeitverkürzung nicht unterschätzen. Bei Fahrgästen von und zum Ring können sich aber durchaus Reisezeitverkürzungen von 7 Minuten ergeben. Vom Bundesplatz nach Friedrichshagen komme ich statt 39 bzw. 44 (bei einem "Nichtanschluß") auf 39, 44 und (bei einem "Durchläuferzuganschluß") 37 Minuten Fahrzeit.

Klar: In meinem Beispiel ergibt sich die kürzere Reisezeit hauptsächlich durch den zusätzlichen Zug, während auf die ausgelassenen Halte lediglich 2 von 7 Minuten entfallen.

Bei den "Nichtringzügen" (S 8/85) und evtl. anderen Zügen von der Stadtbahn ließen sich sicher auch andere Beispiele finden.

Bei den Expressbuslinien sind die - ja auch eher geringen - Fahrzeitkürzungen und vor allem die "gefühlt" stetigere Bewegung sicherlich ein Attraktivitätsmerkmal.

4. Früher habe ich mich immer gefreut, wenn ich einen HVZ-Verstärker nach Friedrichshagen erwischte: Nur eine kurze Wartezeit auf einen dann nicht ganz so vollen Zug - und manchmal noch eine "61" früher bekommen.

Soweit meine Gedanken,
Marienfelde
Zitat
Nemo
Ich frage mich, für wen man diese Express-S-Bahn anbietet? Es bringt ja nur etwas, wenn man auch Anschlüsse von anderen Linien im Zulauf organisiert, beispielsweise von der und auf die 88. Ansonsten wäre es nur eine zufällige Reisezeitverkürzung. Fahrzeuge würde man durch das Auslassen der Halte vermutlich nicht einsparen. Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass man versucht das S-Bahnsystem zu beschleunigen. Vielleicht kommt man ja zukünftig noch auf ganz andere Betriebsformen.

Express-S-Bahnen erscheinen mir eher bei langen Außenstrecken sinnvoll. Beispielsweise Nauen-Strausberg Nord.

Es dürften mehrere Faktoren dafür sprechen, das Konzept nun bei der S3 auszuprobieren:

1. Es ist sowieso eine Taktverdichtung notwendig (bzw. die Wiedereinführung der früheren HVZ-Verstärker), gerade nachdem nun der Regionalhalt in Karlshorst geschlossen wurde und dessen frühere Nutzer nun auf die eh schon gut ausgelastete S3 ausweichen. (Nicht umsonst sah das - letztlich nicht umgesetzte - Notfahrplankonzept für einen Streik vor einigen Jahren auf der S3 als einziger Außenstrecke einen 40-min-Takt vor, ansonsten war ein 60-min-Takt vorgesehen. Die S3 ist nunmal DIE Schnellbahn für hunderttausende Menschen; es mag dichter besiedelte Stadtteile als das S3-Umfeld geben, aber da gibt es eben meist auch andere Schnellbahnstrecken, während die schlechter ins sonstige ÖV-Netz und die Siedlungsstruktur eingebundene und nur alle 20 min verkehrende S47 eben keine wirkliche Alternative ist.)

2. Auf der S3 ist einerseits die Infrastruktur vorhanden, zugleich sind die Taktdichten auch nicht so hoch, dass eine Express-S-Bahn schnell auf den vorausfahrenden Zug aufläuft.

3. An den geplanten Stationen fahren oft genug andere Linien, dass der ein oder andere Fahrgast eben auch die Express-S-Bahn bekommen dürfte. Und dazu liegen ja Karlshorst, Köpenick und Friedrichshagen auch im Stadtteilzentrum, so dass man vielleicht noch einen Zwischenstopp beim Bäcker, beim Arzt, in der Apotheke oder im Buchhandel macht und dann eher zufällig auf den Bahnsteig kommt.

4. Letztlich dürfte es eben auch im Hinblick auf die S-Bahn nach Falkensee/Nauen darum gehen, das Konzept zu propagieren und seine Tauglichkeit unter Beweis zu stellen.

Interessant ist sicher, wie man die Expresszüge kommuniziert. Mit eigener Liniennummer "S3X"? Auf dem Linienplan eingezeichnet?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.2019 06:26 von def.
Zitat
Nemo
Ich frage mich, für wen man diese Express-S-Bahn anbietet? Es bringt ja nur etwas, wenn man auch Anschlüsse von anderen Linien im Zulauf organisiert, beispielsweise von der und auf die 88. Ansonsten wäre es nur eine zufällige Reisezeitverkürzung. Fahrzeuge würde man durch das Auslassen der Halte vermutlich nicht einsparen. Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass man versucht das S-Bahnsystem zu beschleunigen. Vielleicht kommt man ja zukünftig noch auf ganz andere Betriebsformen.
Steht doch im Text, dass man weniger Fahrzeuge braucht, weil man Halte auslässt.

Zitat
Zeitung
"Der Unterschied zu früher ergibt sich, weil für die Zusatzfahrten möglichst wenig Wagen in Anspruch genommen werden sollen. Je weniger Halte es gibt, desto früher erreichen die Züge ihr Ziel – desto weniger Zugeinheiten werden benötigt."
Diese Bahnen sollten dann aber als S13 bezeichnet werden.
Damit sie sich ganz klar von der S3 abgrenzen.
Ich wäre für eine Darstellung der Extra Linie wie im New Yorker Subway System.
Da habe ich mal schnell was gebastelt.

Man sieht schnell...die Linie fährt auf der Strecke der bestehenden Linie ohne Abweichung....aber als Express und hält nicht überall.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog


Wie stellt man dann Express-U-Bahnen dar? Bei durch die Stadt durchlaufenden Express-Linien würde sich, da man vermutlich nicht überholen kann, die Notwendigkeit ergeben, von der Stammlinie abzuweichen. Die Stammzuggruppen müssten dann entweder in der Innenstadt enden oder auf der anderen Seite der Stadt einen anderen Abzweig nehmen. Oder die Stammzuggruppe würde auf der anderen Seite der Stadt zur Expresszuggruppe.

Jedenfalls denke ich, dass man den Express-Linien ganz andere Liniennummern geben sollte. Beispielsweise SE1, SX1 oder S1X. Die Farbe kann gleich wie die Stammlinie sein, aber dann müsste der Linienstrich anders, dargestellt sein.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Ich finde die von mir vorgeschlagene (ans mitteldeutsche S-Bahn-Netz angelehnte) Bezeichnung "S3X" gar nicht verkehrt, zumal auch die Berliner Fahrgäste die Bedeutung des Buchstaben X schon vom Bus kennen. "SE3" (analog zum RE) wäre auch noch in Ordnung. Schwierig fände ich, wegen ein paar HVZ-Fahrten eine völlig neue und in der Region unbekannte Systematik einzuführen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.05.2019 09:16 von def.
Zitat
def
Ich finde die von mir vorgeschlagene (ans mitteldeutsche S-Bahn-Netz angelehnte) Bezeichnung "S3X" gar nicht verkehrt, zumal auch die Berliner Fahrgäste die Bedeutung des Buchstaben X schon vom Bus kennen.

Allerdings ist das X bei den Buslinien vorangestellt, so daß es analog dazu "XS3" heißen müßte, was wiederum suggeriert, es würde sich um eine besonders kleine S-Bahn handeln.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Ich finde die von mir vorgeschlagene (ans mitteldeutsche S-Bahn-Netz angelehnte) Bezeichnung "S3X" gar nicht verkehrt, zumal auch die Berliner Fahrgäste die Bedeutung des Buchstaben X schon vom Bus kennen.

Allerdings ist das X bei den Buslinien vorangestellt, so daß es analog dazu "XS3" heißen müßte, was wiederum suggeriert, es würde sich um eine besonders kleine S-Bahn handeln.

Nein, nur um eine besonders kleine Drei. :)
Ich denke, das X ist ein stärkeres Symbol als die Stelle, an der es steht.
Also in Karlsruhe klappt das seit Jahr und Tag mit der Bezeichnung Eilzug als Zusatztext unter dem Ziel - mit derselben Liniennummer wie alle anderen Züge. Wüsste nicht warum das in Berlin nicht funktionieren soll. Können die Anzeigen der 481 zweizeilig darstellen?
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Ich finde die von mir vorgeschlagene (ans mitteldeutsche S-Bahn-Netz angelehnte) Bezeichnung "S3X" gar nicht verkehrt, zumal auch die Berliner Fahrgäste die Bedeutung des Buchstaben X schon vom Bus kennen.

Allerdings ist das X bei den Buslinien vorangestellt, so daß es analog dazu "XS3" heißen müßte, was wiederum suggeriert, es würde sich um eine besonders kleine S-Bahn handeln.

Es sollen ja auch nur Halbzüge fahren...
Zitat
def
Nein, nur um eine besonders kleine Drei. :)

Stümmpt ;-)


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Zitat
gt670dn
Also in Karlsruhe klappt das seit Jahr und Tag mit der Bezeichnung Eilzug als Zusatztext unter dem Ziel - mit derselben Liniennummer wie alle anderen Züge. Wüsste nicht warum das in Berlin nicht funktionieren soll. Können die Anzeigen der 481 zweizeilig darstellen?

Neben den Eilzügen gibt es in Karlsruhe und Umgebung auch noch Sprinter, die noch seltener halten. Damit kommen aber bei weitem nicht alle Fahrgäste zurecht. Schon oft erlebte ich auf Fahrten mit dem Kraichgau-Sprinter (S4) von Heilbronn nach Karlsruhe Fahrgäste, die sich fälschlicherweise in diesem Zug aufhielten, der erst wieder im 25 km entfernten Eppingen hält. Voller Verzweiflung werden dann die Stopp-Taster malträtiert und geschimpft, während draußen eine Haltestelle nach der anderen vorbeifliegt; eine Frau hat sogar leise geweint. Der Zug ist übrigens rund 30 Minuten schneller am Ziel, als die regulären Fahrten.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Hier macht man aus der Not eine Tugend (urspünglich kenne ich die Aussage, dass der S3 Verstärker Benno nicht mit dem Fuhrpark zu fahren sei). Da ist das eine positive Entwicklung.

Zitat
Rummelburg
Diese Bahnen sollten dann aber als S13 bezeichnet werden.
Damit sie sich ganz klar von der S3 abgrenzen.

Die S13 würde zur S1 gehören, passt also gar nicht.

Die Berliner Linienchronik (+Stationierungen BVG) 1894-2019
Zitat
Nemo
Ich frage mich, für wen man diese Express-S-Bahn anbietet? Es bringt ja nur etwas, wenn man auch Anschlüsse von anderen Linien im Zulauf organisiert, beispielsweise von der und auf die 88. Ansonsten wäre es nur eine zufällige Reisezeitverkürzung. Fahrzeuge würde man durch das Auslassen der Halte vermutlich nicht einsparen. Ich finde es aber grundsätzlich gut, dass man versucht das S-Bahnsystem zu beschleunigen. Vielleicht kommt man ja zukünftig noch auf ganz andere Betriebsformen.

Express-S-Bahnen erscheinen mir eher bei langen Außenstrecken sinnvoll. Beispielsweise Nauen-Strausberg Nord.

Chep87 hat ja schon auf deinen gedanklichen Fehler hingewiesen. Der Schuh wird eben genau andersrum geschnürt. Weil man damit einen Umlauf spart, hat man sich zwischen S-Bahn und VBB auf dieses Konzept verständigt und nutzt als "Abfallprodukt" die Test-Möglichkeit. Haupthintergedanke bei der S3X ist die Angst vor dem Regionalbahnhof Köpenick. Auf diese Weise soll der Fahrzeitvorteil des RE1 reduziert werden, so dass man hofft mehr Leute in der S-Bahn zu halten. Der Bahnhof Köpenick bietet auch genug Kundschaft für die Zusatzzüge, ohne dass Anschlüsse direkt darauf optimiert werden.

Interessant sind aber nicht nur die "normalen" Fahrgäste, sondern auch die DB-Mitarbeiter, die zum Werk Rummelsburg müssen und Betriebsbahnhof Rummelsburg aussteigen. Mal gucken, wie die so mit dem Konzept klar kommen. ;)

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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